Indiana Tribüne, Volume 19, Number 14, Indianapolis, Marion County, 2 October 1895 — Page 1

H O fl rfl st Vi? X rlO P stK AS s0 l5. Vy W V k w 7 W B 1 i" Office : No. 18 Sud Alabama Straße. Jahrgnz 19. Indianapolis, Zndiana Alittwoch, öen 2. Oktober 1895. no. I4

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ta hr ü prt sla k i Vlenc &cvit. Samstag, den 5. Oktober '95.

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Die Deutschen können in der nächsten Stadtwahl den Auöschlag geben. Wenn sie alle für Taggart stim-I men, wird derselbe gewählt. I - Welcher fortschrittlich und freiheitlich gesinnte Deutsche mag mit ! der Good CitizenS League Strange ziehen? an einem - In der Stadt Peru mußte dieser Tage ein Schulhauö geschlossen wer den, weil die Wanzen in demselben sich ;u s'2 ?'?'.: Ä oa? aue n,lrengungrn b'' M fliul0i "l'?. iVl..i.:TT- Ms?k..,,X" Ant tirtr wuun.ui ui,- ,öw., ernt neriammlung o l em Pau,e avzuyalien v orr !H , kMM in

oicanzrix mm "mal suchSteufelwild werden, sobald . -vx m ft. ? V ..M I

ti am Besten, oas Paus Nleeerzurelpcn. Herr Harrison hat durch sein I rm in- l CV . . fX Cl .. 'lUN0,lua oen Perrn -jugn . ru, ..,,3.. lassen, dak er kein Kandidat n. -. . . . ff: für daS Präsidentenamt sei. Dle ..NewS" meint da;u. daß Herr Harri- " . . . V. u ' r MON im gewvynliqen innc vrv Zvr j., allerdings kein Kandidat sei, aber fein Patriotismus werde ihn zwingen, falls daS Land ihn rufe, die Kandidatur doch wohl anzunehmen. ES ist die alte Geschichte, die schon tausend Mal da war. ES ist eine alte lSeschichte Doch bleibt sie eroig neu; Und wem sie just passiret Dem bricht sie das Herz entzei? O nein, der lacht sich in'S Fäustchen dabei. Dafür .daß daS Land einen wider' . .t.i.w . n i rufr, wird schon gesorgt werden. Dem Armen Teufel" entnehmen wir folgende Mittheilung : Der alte Franz Sigel saß gerade mit einigen Turner-Veteranen vom Sezesfionökrieg in der Turnhalle in Philadelphia zusammen, als ihm der bekannte Streber und Zeitungömensch Stahl von Trenton, R. 3., die Einladung deS dortigen DeutschthumS" zur Sedanfeier übeibrachte. - Lieber Freund", sagte der Kampfeöalte, w?nn ick an die badilöe Revolution und den amerikanischen Krieg denk,, so ist daS für mich gerade genug Erinnerung von der Sorte. Ich glaube auch, es ist viel wichtiger, den Amerikanern in'S Gedächtniß zu rufen, daß wir damTA i rt 9)f rn? fTll M ?triftt frtsfl t, ii t. it .4 s a. ch :x. . n.v k!. UiUi VUttii skziiZ pttv, Vt kmuiv der deutschen Waffen in einem dynastischen Kriege zu bewundern." Brav geantwortet. Und die radaupatriotischen Zeitungenmögen sichS inS Stammbuch schreiben. . . - m m . - m M dea von denen der wohlhabenden Klassen, und wo eine kräftige aktionSfähige Arbeiterpartei besteht, haben die Arbeiter freilick keine Urlacke. au Temperenz- oder anderen Gründen ibre eiaene Varlci im Sticke ,u lassen. Wo aber eine solche Partei nicht be - r ' I ' stebt. da leben wir keinen Grund ein. warum die Arbeiter sich ganz und gar bei seite stellen und sich für die öffentlichen Vorgänge gar nicht interessiren f.rr n Mir htlta&itn ti als eine Tborbeit von Seiten der Arbeiter, nicht eine . .... M . . r- ? 7 ' ' aktionskrasllge Patte: für ,lcy leiou ,u sckssen. da ab eine solcbe ,ur eit hier nicht vorhanden ist, so können wir - '11' ' ' l mit gutem Gewissen auch dem fort. sckrittlicksten Arbeiter embkeblen tut Niederwerkun de MuckertbumS ,u ' ' ' ' 1 I " 0 7 - I betten. Und scklieklick sind e dielelb,n Mnck,? w,l,n ki, s?trck?itt. lichen Bestrebungen der Arbeiter bekämpfen. Die Opposition, welche sich jedem sozialen Fortschritt entgegenstellt, alleö Neue verwirft und nichts als Unheil von der Ausführung neuer Ideen prophezeit, ruft uns daö Gutachten in Erinnerung, welche? daS bairische Obermedizinaleollegium der Negierung überreichte, als der Bau der ersten! deutschen Eisenbahn zwischen Fürth und Nürnberg in Vorschlag war. DaSselbe lautete ungefähr so : Der aorvelriev rn amvlwaaen A M sei im Interesse der öffentlichen Gesundheit unbedingt zu untersagen. Die schnelle Bewegung erzeuge sicher I . m r ' ... c w. .t . er . rr 1 eine eyl?nrranlye,r oei oen vaa -

gieren, welche eine besondere Art deö delirium furiosurn darstelle. Wollten die Fahrenden dieser Gefahr trohen,

f0 müsse der Staat wenigstens die Zuschauer schuhen. Der bloße Anblick eineS rasch dahinfahrenden Dampf. wagens erzeuge genau dieselbe Gehirnkrankkeit. und deöbalb sei tu verlanatttm haL :tht Babnkörver Ztu beiden Seiten mit einem dichten, mindestens fünf Ellen hohen Bretterzaun umge ben werde u. s. w. DaS amtliche Schriftstück, in welchem sich dieses Gutachten befindet, wird heute noch im Archiv der Nürnberg-Fürther Bahn aufbewahrt, die bayerische Regierung f efW, nicht ZU m. öffentlichen zz, ist nun über sechzig Iah,, her. 1 1 J 7 7 Un5ßjcnn sich seitdem irgendwo daö delirium furiosurn wirklich zeigte, so v . nur bei Denen, welche jede'S- ' ' von einer Neuerung die Rede ist. Die Zukunft führt sie aber allemal acl absurdum. MWGWl. Inland. Wetteraussichten. StwaS wärmereS, schönes Wetter Donnerstag und Freitag. Gestrige Temperatur: Mazimum 68 Grad, Minimum 33 Grad. Zur Verhinderung von PrizefightS. Austin, T,x, 1. Okt. Die vom Gouvernör einberufene l?ztrasitzung der Legislatur trat heute zusammen. Der I MnnYitvnnr titrifi hi ff ffA R fettn n itrn - rrFitzsimmons und Corbett in DallaS zu verhindern. Er erwartet zweckmäßige Gesetzerlasse zu diesem Behufe. ES ist aber fraglich, ob er sein Ziel erreichen wird. Wenn sich nicht noch mehr Mitglieder der Legislatur in unmittelbarer Kürze einsinken, wird der Gouvernör seinen Zweck nicht erreichen. Der Fall deö Prof. BemiS. Chicago, 1. Okt. Präsident Harper äußerte sich heute bei einer FakulitätSversammlung der Chicagoer Univerfity zum ersten Male übr den Fall deS Prof. BemiS. Er sagte : Vom Anfang an war eS die Politik der Universität Professoren von verfchiedenen Anschauungen anzustellen, und die Studenten haben stets Gelegenheit ?M p " '"'F ittau!jH suche, dksskN Ansichlk ihNIN UM Mk sten zusagten. ES ist deshalb klar, daß kein Professor aus dem Grunde zum Abgehen aufgefordert wurde, weil seine Ansichten in einer bestimm a . es - r . . . t s . t. . . . . t. rv ien arge verimieoen von oenen .nderer in demselben Departement wa V TT R 1 n IT H Vif ll II l I I Tl T 5K tt M ' o in d.NkN tie N,ttkichISme,hde Im a 4 Cft m. fT A m A (kfu a . . V rv r n n rv vc ur, aber in Bezug auf daS waS er lehrte, "'0l9lc mc cinc mxqunq. Die Universität hat bedeutende Ge enre von reichen Leuten erhalten und Duldet denselben natürlich Dank. nie. v..f.it t.i i. ... ? v uon u Xe in irgwo crr !f. . v ? r "ner ",e le euren emes Prose,srö zu beeinflussen gesucht. Diese Er klärung ist nöthig, weil durch weit der breitete Mitheilungen die Ansicht her vorgerufen wurde, als oestande an die lf. ri;i : X i ..nnr . n r nnloer,nu. mi oounoigc eyrlt..:c.:i n ..rx:c. i 1T:, n-i " u'' inKnioi larnkS Unreckt. wenn man alauk-. dak " -v k d:e Ansichten der Professoren ,n irgend voer .rx.. cti .:r. v...x t..f..!fx. v nz,eue ncylen oeeinnupr wurden. Vvs. emls agr, oap oer yxai m r m r i & r m ? V.- V.- f. w ' He, waS er erwartete, aber er sinde iu er Aeußerung desselben nichts, was seinen Fall erkläre. Für den Augenblick habe er selber nichts zu sagen. Reaktionäre Gesetzgebung. Eo l u mb i a, S. E., 1. Okt. Süd Carolina ist der einzige Staat in der Union, der ke'n Scheidungsgesetz hat. Zur Zeit ist eine VetfassungS-Conven tion in Sitzung. Dieselbe nahm mit 6 gegen 49 Stimmen einen Para graphen an, welcher Scheidungen und die Anerkennung von Scheidungen außerhalb deS Staates verbietet. I . . m Der Convention luat aus, etn Amendement vor, nach welchem da Stimmrecht nur von deS Lesens und Schreibens Kundigen ausgeübt werden I ilann.

Dasselbe lautet wie folgt : Eine Person, welche ihre Registration beantragt, muß jede Sektion dieser Constitution lesen und schreiben können, und nachweisen, daß sie im

Staate Grundeigenthum im Werthe von 5300 besitzt und davon Steuern, zahlt, mit dem Vorbehalt, daß alle stimmberechtigten Personen im stimm berechtigten Lebensalter, welch; bei der ersten Negiftration unter dieser Eonstitution und bis zum 1. Januar 1898 einen Absatz der Constitution lesen, oder verstehen und erklären können, wenn der Negiftrationöbeamte densel ben ihnen vorliest, gleichfalls zur Ne gistration und zur Ausübung des Wahlrechts befugt sein sollen. Ueber alle Analphabeten, welche aus solche Weise registrirt werden, muß der LlegistrationSbeamte eine beeidigte Liste führen, und ein Czemplar davon ist beim Clerk deS Gerichts, und eineS beim Staatssekretär an oder vor dem 1. Januar 1893 zu hinterlegen, und ede solche Person soll dS Wahlrecht aaf Lebenszeit behalten, wenn sie sich nicht eineS Verbrechens schuldig macht, welches ihr dasselbe entzieht. DaS Certisikat deö GerichtöclerkS oder deS Staatssekretärs soll genügender Beweis über die Registration und das Wahlrecht der gedachten Klassen von Bürgern bilden. Der Zweck deö AmendementS ist hauptsächlich die AuSchließung der Neger vom Stimmrecht. Ausland. Ein neueö Kabel. Paris, 1. Okt. Der Handelsminister theilt den Abschluß eineS VerragS zur Legung eines Kabels zwischen Brest und New Jork mit. Kein Umsturzgesetz. Berlin, 1 Okt. Nach dem Sturme der vergangenen Zeit, welcher wieder einmal die Leidenschaften auferührt gehabt hat, ist es ruhiger geworden. Seit mehreren Tagen bereitS verlangt Niemand, wenigstens nicht ausdrücklich, ein Sozialistengesetz. Die Aufregung hat sich gelegt, auch die Nationalliberalen sind von ihrer Entrüstung zurückgekommen, wieder in daS alte G. leise eingelenkt. Nur die konservative Post" ergeht sich noch in allgemeinen Redensarten. Der Kamps gegen die vaterlandölose Rotte sei die oberste Aufgabe. Neber Hammerstein und Stöcker dürfe man die Stellung der Sozialdemokraten der Sedanfeier gegenüber nicht vergessen. DieS zu thun, hieße auf den Leim deS sozialdemokratischen VorwärtS" gehen, welcher die Briefe Hammerstein's und Slöcker'ö nur verössenticht hätte, um die Aufmerksamkeit abzulenken. Die National-Zeitung" bläst dagegen offen zum Rückzüge. DaS maßgebende nationalliberale Blatt schreibt : Die nationalliberale Partei wird im Reichstage keinen Antrag g:gen die Sozialdemokraten einbringen. Sie werde nicht etwas thun, was unter den obwaltenden Umständen die Pflicht der Regierung ist." Die Preußischen Jahrbücher" deS Dr. Delbrück enthalten eine akademische Erörterung über die brennende Tageöfrage. Die sozialdemokratische Gefahr wäre nicht so groß, heißt eS da, wenn daö Uebel nicht beständig falsch behandelt würde. Auf daö Entschiedenste wird weiter einem Sozialisten gesetz, alö etwaigem Heilmittel gegen jenes Uebel opponirt. In ihrem sozialistenfresserischen Ei ser haben manche Behörden Fehler ge micht und nun werden dieselben corrigirt. So ist die Beschlagnahme der von dem Friedensfreunde v. Cgidy herausgegebenen Ethischen Kultur" ausgehoben worden. Vorläufig plant daö preußische Mi nisterium eine Verschärfung deS Ver einSgesetzeS. Der Vorschlag wird unterbreitet werden, den Paragraphen acht deS VereinSgesetzeS dahin abzuändern, daß auch nicht-politischen Vereinen die Aufnahme von Frauen und Lehrlingen verboten ist. Immerhin wird dieser Vorschlag nicht vor Mitte October zur Berathung kommen. . Hl Deutschland und R u ß l a n d.' London, 1. Okt. Eine Depesche . .,.'. . , ,. der DaUy Newö" auS Berlin meldet : Der Flügeladjutant deS Kaisers, Oberstlieutenant Graf von Moltke, überreichte gestern dem Zar in St. PeterSburg ein eigenhändiges Schreibe

deö Kaisers Wilhelm. Graf MoltkeS Mission scheint eine Fortsetzung der vom Reichskanzler von Hohenlohe eröffneten Verhandlungen zu sein und überrascht allgemein. Obgleich der

i Inhält deö Schreibens nicht bekannt ist, legt man ihm doch die größte politische Wichtigkeit bei. . Wie man sich erinnert, fand der.Besuch deS Reichskanzlers in St. PeterS-. bürg am 4. September statt und in m m ornzteuen reizen behauptete man Fürst Hohenlohe habe vom Zar nur die Erlaubniß erhalten wollen, die von seiner' Gemahlin ererbten Güter in Rußland in seinem Besitz behalten zu dürfen, obgleich ein allgemeines Gesetz Auöländer vom Besitz von Grund etgentbum auöschlirbt, und a!S der Kanzler nach Berlin zurückkehrte, h:eß eS,' er habe riefen Zweck erreicht. Trotzdem erhielt sich daS Gerücht, daß dem Fürsten Hohenlshe vom Kai ser eine Mission übertragen worden sei, welche die Interessen beider Reiche sehr nahe berühre, und zwar sollte er mit dem russischen Minister deS AuSwartigen, Fürst Lobanow, über eine russisch. deutsche Entente für den Fall fernerer Störungen im fernen Osten und über eine allgemeine Verständigung bezüglich der politischen Situation verhandeln. Die Nachrichten der Assoe. Presse auS Berlin lauteten dahin, daß der deutsche Reichskanzler auch in dieser wichtigen amtlichen Mission in St. Petersburg mäßigen Erfolg gehabt habe. Die Entsendung deS erwähnten Schreibens bestätigt jedenfalls die Anficht, daß der Besuch deö Fürsten Hohenlohe auch mit wichtigen Staatöangelezenheiten zwischen beiden Reichen zu thun hatte. LouiSStern muß brummen. München, 1. Oktbr. Wie die Augöburger Abend-Z itung aus guter Quelle meldet, hat Prinz Luitpold, der Regent von Bayern, definitiv atgelehnt, daS Urtheil gegen Herrn Lcuiö Stern aus New Jork abzumitdern. welcher bekanntlich wegen Beleidigung deö BadekommissärS Baron v. Thuengen in Klssingen zu Hast und Geldträfe verurtheilt worden ist. -- Der C r i st o b a l C o l o n" 8" funken. Havana, 1. Okt. Soeben trifft hier die Nachricht ein, daß das spaNische Kriegsschiff Cristobal Coloa", ein Kreuzer zweiter Klasse, mit 1200 Tonnen Diöplacement und 1600 Pferdekräfte in der Nähe von Kap Antonio gescheitert ist und Voraussichtlich verloren gehen wird. Der Cripobal Colon" gehörte zu der Abtheilung der spanischen Flotte, welche die Küste von Cuba gegen Flibustier-Ez-peditionen bewachte. Er führte vier 12 Centimeler Hontoria und zwei 7 Centimeter - Geschütze, sowie zwer Schnellfeuer.Geschütze. Die Mannschaft betrug einschließlich Ossiziere etwa 200 Mann, doch ist dieö nicht sicher, da daö Schiff mehrere kleire Patrol - Fahrzeuge an Bord hatte, welche zur Zeit deö Unfalls detachirt gewesen sein mögen. Die Station t eS Colon" waren die Gewässer bei Kap Antonio am westlichen Ende der Insel Cuba und er hatte besonders den Golf von Correnteö und Guadiaa zu bewachen. Der Unfall ereignete sich a:i der Höhe von Colorado Point im Golf von Guadiana. südlich von Mantua in der'Provinz Pinar del Rio. OchlffS-Nachrichten Angekommen in : Boulogne: Maaödam" von New Jork nach Rotterdam. Bremen: EmS" von New Sork via Southampton. Queenötown: Serdia" von New Jork. Glasgow: Furnessia" von New Jork. Liverpool: Sardinian" von Baltimore. Heute Nachmittag um 2 Uhr war noch keine einzige Verhaftung auf der Polizeistation eingetragen. Ehe ich ansing Hood'S Sarsaparilla zu nehmen, war ich schwach lm S"t ich Hood'S nehme, habe lch keinerlei Beschwerden mXt Lhaht. v Dde. 31 Clissard ""T D 7 o-r ii Ave., Indianapolis, 3nd. Hood'S Pillen kuxiren alle Leber krankheiten..

allerlei.

Eine aufregende Scene truq sich dieser Tage im PrinzeßTbeater in Melbourne zu: Eine Miß Oliphant woll!e als Heldin, und zwar in dem Schauspiel .Die Wittwe auftreten. - Im ersten. Act schon erzielte sie einen beispiellosen Erfolg. Im zweiten Acte tritt sie im schwarzen W!tt. wenkleide auf. einen Kranz für das Grab ihres Gatten in Händen. Sie drückt einen Kuß auf den Kranz, und in demselben Augenblicke begann Miß Oliphant zu lachen, zu lachen, so laut, so wild, so wahnsinnig, daß Alles erschreckt aufsprang. Ein furchtbarer Lachkrampf hatte die Künstlerin befallen. Der Vorhang ging herunter, und Miß Oliphant fiel in einen lethrgischen Schlaf, aus dem sie erst nach 24 Stunden erwachte. Die Untersuchung ergab, daß es sich um ein: Vergiftung mit Lachpulver gehandelt habe. Die frühere erste H:ldin der Gesellschaft hatte das Pulver in die Kranzblüthen gestreut. Die Attentäterin wurde vzrhaftet, leugnet jedoch ihre Schuld. Bei Ausschachtungen zu dtt Gmndwerken eines Maschinenhauses auf dem Boulevard d'Avroy in Paris wurden die Arbeiter in einer Tiefe von 13 Fuß plötzlich von seitWärtS eindringenden Wassermassen überrascht, die einen Einsturz deS ErdreichS zur Folge hatten. Die Arbeiter, durch den Werkmeister gewarnt, könnten noch nach oben flüchten, biS auf den 48jährigen Arbeiter Francken, der theilweise verschüttet wurde, sodaß nur der Oberkörper freiblieb. Alle Versuche, den offenbar mit den Füßen eingeklemmten Mann auS seiner Lage zu befreien, wurden durch daö immer mehr anschwellende Wasser vereitelt. Schleunigst zugezogene Feuerwehrleute suchten das Wasser auszupumpen, aber dieses stieg anhaltend und allmälig verschwand der Verunglückte vor den Augen der Zuschauer unter dem Wasser. Zei Stunden hindurch luar den die Rettungsversuche noch fortgesetzt, bis pl"l'ch ein zweiter größerer Erdsturz die Grube theilweise verschüttete, worauf die Behörde zur Verhütung weiterer Unfälle Arbeiten einstellen ließ. Auf dem Marsche zu den letzten Manövern in Böhmen kamen auch verschiedene Truppengattungen nach Pardubitz und im Zusammenhang damit auch allerlei Telegramme; unter Andern eins, das ein Hauptmann an daS Gemeindeamt in Pardubitz aufgab, lautete: Bestelle einen leichten Wagen für einen Hauptmann darunter dessen Name. Wahrscheinlich infolge Häufung der abzusendenden Telegramme ließ der Telegraphist in dem Worte leichten" den Buchstaben i" aus, und so fiel dem Gemeindeamt die traurige Aufgabe zu. statt eineS leichten Wagens einen Leichenwagen zu besorgen. Richtig wurde auch von einem Gastwirth, der zugleich Oekonom ist, ein sonst anderen Zwecken dienender Wagen beigestellt, der Veteranenverein lieh sein schöne Bahrtuch her, und in der Nähe der Kirche erwartete eine neugierige Menge den Todten. Nach kurzer Zeit kam ein Hauptmann herangeritten, der sich nach dem leichten Wagen erkundigte, um den er telegraphirt habe. Man bedeutete ihm, daß um einen Leichenwagen, der hier zur Ausnähme des todten Hauptmannes warte, teleg:aphirt worden sei. Ja sagte der Hauptmann, der das Telegramm ausgab, bin ich ja selber! Ich brauche einen leichten Wagen, aber nicht einen Leichenwagen! Allgemeine heitere Enttäuschung! Uebrigens erlitt die Weiterbeförderung deS Hauptmannes kerne Verzögerung, denn ein leichter Wagen war weit leichter zu haben alZ e:n Leichenwagen. Testamente und notarielle Akte jeder Art auSgefert'gt. Erbschaft - Angelegenheiten prompt besorgt, Schiffs - Billette auf allen Linien. A. Metzger Agentur, Odd FellowS Halle (2. Stock.) Der New York Store. (Stablirt 1853.) Herbst-Kleiderstoffe. Oinige außergewöhnliche gute Sachen. öSzölligeS ganz wollene? dunkelgrün gemischteS Vicuna Tuch ; wird überall zu $1.00 die I nd verkauft, bei uns nur 49c. SSzSllige importirte Boucle NoveltieS"', die reguläre $1.0) Qualität, zu 75c die Yard. Gefleckte Mohair NoveltieS, abfclut die richtige Mod', 40 Zoll breit und ein Bargain ,utz1.cZ0.für75cdieVd. 43jSlliger dreifarbig schimmernde Seide und Wolle NoveliieS ,u 51.25 die Yard. Unsere zweite Jmportation von Seide und Wslle .Plq di," ijt dx 59c anstatt 75c di, Yard. .in

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