Indiana Tribüne, Volume 19, Number 13, Indianapolis, Marion County, 1 October 1895 — Page 1
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Lditorielles Wenn nicht al?e Anzeichen trügen, so werden in der Stadtwahl die Republikaner unterliegen. Unter den Deulschen giebt sich eine nahezu an Einmüthigkeit grenzende Stimmung zu Gunsten Taggartö statt. 3rn Jahre 1874 gelang eö Haupt sächlich den Anstrengungen der Deutschen daö Bozter-Geseh zu beseitigen, die Einführung eine? Prohibitionkgesktzes wurde vor zwölf Jahren durch daö gemeinsame Vorgehen der Deut, schen unmöglich gemacht, wir haben nicht den geringsten Zweifel, daß die deutschen Stimmgeber das Muckerelement wieder schlagen werden. f..... . .. " P l. 's.. t!. k! . OT i V oer ai,er yier oic gomiajc 2O5Ciioro s ff betont Und ZUM KaMpsk r v .... i .l gegen cic geinoe oer gvllllqen v&iw ordnuna aufgefordert bat. 3n diesem Kmpse dird der Kaiser unö immer. dar aus seine Seite finden, wie wir bisher stets für die göttliche Weltordnung, ras yeipt für cic christliche Wettanjchauung im tLegenlage zur M . 0 0 i mechanischen Weltanschauung der libe ralen Wissenschaft eingetreten nnd. Wer daS Dasein GotteS leugnet, leug net auch die göttliche Weltordnung. Leider rekrutiren sich die Leugner der göttlichen Weltordnung nicht allein auS dem Lager der vaterlandölosen Sozialdemokraten, die moderne libe rale Wissenschaft ist et, welche den Feinden der göttliche Weltordnung eine wissenschaftliche" Unterlage zu bieten und ihnen die Wege zu ebnen sucht. Auch gegen diese ist daö Wort deS Kaisers gerichtet." So schreibt die ultramontane Germ Mä m mm m mama", und es iU wlrrtt lawer aus den ersten Blick Ironie oder Ernst zu erkennen. Ganz sicher iedoö ist eS der Germania" Ernst damit. Aber der Artikel könnte gerade so gut von einem Geaner der ..aöttlicken Weltordnuna" , " ' nd tmm 3 s. Wie gut ist eS, daß Göthe, Schiller oder Kant todt sind, sonst möch'e auch gegen itt Gegner oer göttlichen Weltordnung" von dem Kaiser der Krieg erklärt werden. Um aber auch ein Beispiel zu geben, wie die andere Seite deS Kaisers Rede über die Rotte" und Feinde, der gött lichen Weltordnung auffaßt, führen wir folgende Stelle aus dem Hambur ger Echo" an : Als göltliche Weltordnung" als gottgewollt" ist auch der Feudalstaat angesehen worden und die Bekämpfer desselben hat man im 18. Jahrhundert als verruchte Feinde der aöttliken Weltordnung gebrandmarkt. AlS göttliche Weltordnung wurde in der Epoche der Sklaverei auch die Spaltung der Gesellschaft in Freie und ilaven von cenen erklärt, die (in M U. M . Interesse an dem Fortbestehen dieser Weltordnung hatten. Noch in den 50er Jahren wurden die Abolitionisten in der Union von den Sklavenhaltern deS Südens und ihren weltlichen und geistlichen Wortführern als Feinde der göttlichen Weltordnung beschimpft. Ob in den Urzeiten, in welchen die Menschensresserei allgemein geherrscht hat, die Rotte, die Umstürzler", welche dieser Liebhaberei entgegentraten, ebenfall alö Feinde der göttlichen Welt.
ordnung angefeindet wurden, können
wir nicht mit Sicherheit behaupten, da keine urkundlichen Berichte hierüber ezistiren, aber eS läßt sich mit diel Wahrscheinlich vermuthen; schon darum, weil diese Sitte einen ökonomi schen Ursprung hatte, aber auch durch gewisse religiöse Vorstellungen sanktionirt war." MMaHnHleil. Inland. Wetterauösichten. Schönes Wetter, etwas wärmer Mittwoch. Gestrige Temperatur: Marimum 55 Grad, Minimum 32 Grad. Die Verfolgung der Wirthe. H a m m 0 n d, Ind., 30. Sept. Wegen Verletzung deS Nicholson'schen Schank- und SonntagSgeseheS sind von den Großgeschworenen von Lake Eounty heute 200 Wirthe in Anklagezustand verseht worden. Ende d e S Germania - Thea ters in Philadelphia. Philadelphia, 30. Sept. DaS Germania - Theater in der 3 Straße, in welchem seit langen Jahren die deutsche Schauspielkunst mit Zweifelhaftem Erfolge ausgeübt wurde, ist jetzt in die Hände eines amerikanischen Unternehmers übergegangen. George 5. MarcelluS ist der Name deS ManneS der in Zukunft in dem ehemaligen deutschen Musentempel amerikanische Kunst einführen wird. Er hat nicht xx den Namen in Globe - Theater" umgewandelt, sondern auch heute die TheaterLizenö im Betrage von $500 in die Stadtkasse gezahlt, ein Beweis, daß eS ihm mit der Sache vollkommen ernst ist. - ,, , Der Typhus i n C h i c a g 0. Eh i eag o,30. Sept. Der UnterleibStyphuö wüthet gegenwärtig schlimmer als seit vielen Jahren und, obwohl daS städtische Gesundheitsamt das Bestehen derTypbuS'Epidemienach Möglichkeit zu verheimlichen sucht, so ist jetzt doch bekannt geworden, daß nahezu 2000 Personen an dieser Krankheit darniederliegen. Allein in Lake View wird die Zahl der Typhuösälle aus voll Tausend geschäht, und eS giebt dort kaum einen Bleck, wo nicht ein Typhuökranke' zu finden ist. Auch in Hyde Park ist die Zzhl der Kranken eine überaus große, so daß m't Recht anzunehmen ist, daß daö unreine mit AbWasser verseuchte Trinkwasser die UnterleibötyphuS - Epidemie verursacht hat. . DaS Gesundheitsamt ist nicht in der Lage, die Zahl der Typhuskranken anzugeben, da die meisten Privatärzte eS verabsäumen, Bericht zu erstatten, und die Behörde kein Mittel hat, sie dazu zu zwingen. Tue gzhl der Erkrankungen am TyphuS läßt sich am Besten durch die TodeSrate feststellen. ES verstarben am TyphuS im August 69 Personen, in den ersten zwei Wochen im September 43 Personen, so daß man die Gefammtzahl der ai dieser Krankheit im September Verstorbenen aus 100 schätzen kann. Da ersahrungSmäßig 5 Prozent der an TyphuS Erkrankten sterben, so müssen im September nahezu 2000 Personen von dieser Krankheit befallen werden sein. Sozialisten und Knightö 0 s L a b 0 r. N e w I 0 r k, 30. Sevt. Vor H. 3. Martin und ChaS. A. French, von der National - Exekutive der Knightö of Labor, wurde gestern gegen die Local Assembly 1563 verhandelt, welche angeklagt war, inen vom Orden verhängten Boycott nicht unterstützt zu haben. ES hieß, daß die Anhänger SovereignS die Anklage veranlaßt hätten, um die aus sozialistischen Elementen bestehende Assembly zu derhindern die Nationalconvention durch Delegaten beschicken. Während der Verhandlungen sagte De Leon, Vertreter der Assembly, aus Martin deutend : Sie sind ein Verröther. Sie sind'ein bezahltes Werkzeug der Kapitalisten. Sie verbinden sich mit den Gewerkschaften, welche den Orden vernichten wollen, weil er auf den Prinzipien deS SozialiSmuS beruht. Sie bringen diese Anklagen bloh um
die Delegaten der DistriktS-Assem-bly No. 49 von der Generalversammlung fern zu halten, weil dieselben Gegner SovereignS und andere Werkzeuge der Kapitalisten sind. Der .Or-
den der KnightS of Labor ist bankerott und die Silberbarone bezahlen Sie und Sovereign. Ich habe genügende dokumentarische Beweise dafür und werde sie der Generalversammlung vorlegen, welche trotz Ihrer Verschwörung die Sozialisten zulassen wird. Nach Anhörung der Zeugen erklärte sich French gegen die Aufrechterhaltung der Klage, Martin aber dafür. IIH Der Hi n sh a w -P r 0 z e ß. Danville, 30. Sept. Dunean beendete heute sein Plaidoyer für den Angeklagten. Er stützte sich Hauptsächlich auf die Verletzungen HinshawS. Er argumentirte, daß ein Mann unmöglich die Willensstärke befitze, sich siebzehn Wunden, anZrust, Schulter und Arm beizubringen, sich zwei Kugeln in den Leib zu schießen, und mehrere Schnitte und Stiche beizubringen. ' Auch wären für den Zweck so viele Verletzungen i nicht nöthig gewesen. Duncan schloß um 4 Uhr 20 Nachm. Nun kommt noch eine Rede deS StaatsanwaltS und dann geht der Fall an die Geschworenen. UM .. SudermanySEhr e". C h i c a g 0, 30. Sept. Ueber daS Aufführungsrecht deöDramaS Honor", welches gegenwärtig im hiesigen OpernhauS dargestellt wird, wurde heute Abend von Augustin Daly beim Kreitgericht ein EinhaltSverfahren gegen Fräulein Lillian Wallrath und ihre Gesellschaft eingeleitet. Der Kläger behauptet, daS Drama sei nichts Anderes als eine Uebersetz. ung d.S Hermann Sudermann'schen Dramas Ehre", 'welches dieser selbst in'S Englische übersät und am 16. Dezember 1889 an Emanuel Lederer in New Äork mit dem ausschließlichen Aufführungsrecht in Amerika, England, Canada und Australien verkaufte Im September 1894 will Daly daS Stück mit allen Bühnenrechten von Lederer gekauft haben, welcher sich Sudermann gegenüber verpflichten mußte, es nicht drucken zu lassen. Es wird Schutz gegen den Eingriff der Beklagten in die Rechte deS Kläger? durch die wiederholte Aufführung deS SlückeS verlangt. m mm Ausland. Allerlei auö Deutschland. Berlin, 30. Sept. Die für Sonntag geplant gewesene sozialdemokratische Protest - Versammlung gegen daS neuerliche scharfe Borgehen der Polizei ist verboten worden. Die Conservativen in Heresord beabsichtigen, an Stelle deö bisherigen Ve? 0 Utttxt deS zweiten Minden'schen WahlkreiseS, deS flüchtigen Fahr von HammerSein, den Er-Hosprediger Stöcker zu nominiren und diesen so wieder in den Reichstag hineinz'ubur ren. DaS freisinnige ReichötagSmitglied Oberlandgerichtörath Schmieder aus BreSlau, welcher den vierten Liegnitzer Wahlkreis vertritt, hat um seinen Abschied auS dem Staatsdienst gebeten. Wegen Krankheit beabsichtigt dcr ReichStagkabgeordnete Pflüger (Württemberg) sein Mandat niederzulegen. Er vertritt den dritten niederbairischen Wahlkreis und gehört der deutschen VoltSpartei an. Der frühere Oberbürgermeister von Mainz, OechSner, ist gestorben. Die deutsch-amerikanischen Veteranen werden im Lause der nächsten Woche von Bremen auS die Heimfahrt nach den Vereinigten Staaten antreten. Sämmtliche Theilnehmer an der Europafahrt äußern sich in enthusiasti'cher Weife über den ihnen überall zutheil gewordenen Empfang und sind voll deö Erlebten .in der alten Heimath. , PasteurS Begrabniß. Paris. 30. Sept.. Die Leiche :PasteuerS wird am Samstag temporär auf Montmartre beigesetzt werden. Der Leichenzug wird von der Notre Dame Kirche abgehen. AuS allen Theilen deS Landes treffen Kränze ein. DieReligionSgesetzeinUngarn. S u d a p e ft h, 30. Sept. DaS UnterhauS deS ungarischen Landtages
nahm heute die Gesttze an, welche die jüdische Religion anerkennen, und freie Religionsübung gestatten.
Schiffs. Nachrichten. Angekommen in : New S 0 r k : Massachusetts" von London, Trave" und Weimar" von Bremen. Glasgow: Corean" von Philadelphia, Siberian" von Montreal. London: Christians" von Montreal. Allerlei. Aer 64 Jahre alte ThomaS Erwin, der bei seiner mit Oliver House verheirateten Tochter in Dover, N. I., wohnte, wird sich wegen GistmordversucheS zu verantworten haben. In der Abwesenheit seiner Tochter und ihreS Gatten warf Erwin, der als TaugemchtS bekannt ist. eine Quantität Pariser Grün in den Kaffeetopf. Glücklicherweise war Erwin von seiner 12 Jahre alten Enkelin beobachtet worden, und als House aus dem Stalle in's HauS kam, um sich an den Frühstückstisch zu setzen, theilte ihm das Mädchen mit. was es cthhtn. ftouh rief seine Frau und beide brachten den Kaffeetopf .1. ! trt . . 1 zum üiieoensriier i2agtnjo man genug Pariser Grün im Kasse fand, um mehrere Personen zu vergiften. Erwin wurde verhaftet und in daS Gefängniß von Morristown bracht. -?2! einer eitdenteier tn der St. Johns - Kirche zu Greenbush im Staate New Fork brach der Boden ein und eine Anzahl Personen stürzte in das Erdgeschoß. Bei der Panik, welche entstand, trugen viele andere Theilnehmer an der Feier leichte Verletzungen davon; einigen wurden die Kleider vom Leibe gerissen. Jneinemausgetrockneten Mühlenteiche bei Ruddle's Mills in Bourbon County, Ky., wurde dieser Tage e'm 22 Zoll langes Hirschgeweih gefunden, in welches der Nam Daniel Äoone und die Jahreszahl 1773 eingeschnitten waren Die interessante NelicjUie. wurde von James Täte in Lek'mgton, Ky.. erworben. Jm St. Barnadas - Hospital zu Newark, N. I., befindet sich nahezu zwei Jahre ein junges Mädchen Namens May Collins als Patientin, und jetzt endlich kann sie erwarten, als geheilt tlülassen zu werden. Das Mädchen gerieth im Oktober 1893 bei der Arbeit in einer Zwirnfabrik mit dem Haar in die Maschine, und ehe diese angehalten werden konnte, wurde der Unglücklichen fast die ganze Kopshaut abgerissen! DieVerwundete wurde nach dem genannten Hospital gebracht, wo ihr die sorgfältigste Pflege und BeHandlung zu Theil geworden war. Die Behandlung Ut Wunde war eine ungemein schwierige und langsame, da Stückchen Haut von lebenden Personen nach und nach auf den Schädel derpflanzt werden mußten, wo sie anwuchsen. Die Wärterinnen im Hospital und viele andere Personen haben dabei mitgeholfen, indem sie Stückchen, ihrer Haut für diesen Zweck hergaben. Nur noch ein kleines Stück 'des Schädels ist sozusagen- nackt; sobald dies auch mit ' ' , .tli n c crn"v. neuer äjaui oeoeai iji, lann vas viau chen als geheilt entlassen werden. Alle diese , Aufpflasterungen geschahen, ohm daß die Patientin durch Chloroform oder Aether betäubt wurde; die Aerzte scheuten sich, solche Mittel anzuwenden, weil der allgemeine Zustand der Verletzten zu bedenklich und die Herzthätigkeit zu schwach gewesen war. Sie hat aber die sehr schmerzhaften Operationen mit der größten. Standhaftigkeit ertragen und nie ist eine Klage oder ein Schmerzensschrei über ihre Lippen gekommen. Durch eine Reihe interessanter Versuche ist von H. C. Er.'rst in Massaclsettö festgestellt worden, wie weit eine Kuh tuberkulös sein kann, ehe ihre Milch alZ Nahrungsmittel gesährlich wird. Die bakteriologische Untersuchung erstreckte sich auf 114 Milchproben, die von 36 Kühen stammten, deren jede mehr oder weniger deutliche Zeichen von Tuberkulose der Lunge oder anderer Körperteile gab, deren Euter aber, durchaus gesund erschien. In 17. der Milchproben war die Gegenwart der Tuberkelbacillen deutlich nachweisbar, ein Ergebniß, daS auf 10 Kühe, also auf mehr als ein Viertel der beobachteten Thiere, zu beziehen war. Der Rahm der Milch erwies sich ebenso Znficirt. als die abgerahmte Milch. Man kann annehmen, daß soqar nach dem Melken die Bacillen in allen Theilen deS EuterS verbreitet sind. Durch den beim Melken zuerst ausfließenden i Theil de? Milch werden sie nicht voll,r 1 r . kommen entfernt. -Mpsvei,ue an Kaninchen und .Meerschweinchen ergaben. daß von vierzehn Kühen sieben Milch lieferten, mit der sich die Tuberkulosö überfragen ließ. ES erqibt sich aus der Untersuchung, daß Milch von Küben, die in irqend einem K'örvertheile tub'rkuloS sind, Tuberkelbacillen enthalten kann und letzten selbst dann vorhanden sind, wenn daS Tuter gefund erscheint.
ElneFrauGuillemeau, die seit elf Jahren eine große Wohnunq in der Rue Rambuteau, Paris, innehatte, wofür sie 3000 Francs Miethe bezahlte, mußte vor einigen Monaten wegen eines Anfalls von Tobsucht in das Irrenhaus Sainte-Anne gebracht werden, was um so weniger überraschte, als diese Frau durch ihre Excentricitäten im ganzen Viertel wohlbekannt war. Vor einigen Tagen starb nun Frau Guillemeau an einer Gehirnlähmung und der Hausherr, dem die letzte Quartalsmiethe nicht bezahlt worden, wurde ermächtigt, die Wohnung räumen zu lassen. Er betrat also diese gestern, mußte aber sofort wieder zurückweichen, denn ein furchtbarer Fäulnißgeruch schnürte ihm die Kehle zu. Endlich gelang es ihm, die verschlossenen Fensterläden zu öffnen. und nun bemerkte er zu seinem Erstaunen, daß alle Wände des Gemaches mit leeren Sardinenschachteln tapezirt waren. Im Salon und im Schlafzimmer waren die . Sardinenbllchsen zu allerlei Anschriften verwendet worden, so über dem Piano für die Namen der Lieblingscomponisten der Verrückten. Metra und Wagner. Nicht weniger als vier 5kehrichtwagen mußten herbeigeschafft werden, um die stinkenden Blechschachteln zu entfernen. Und nun geht im Viertel daö Schlagwort um: Wünschen Sie Sardinen?" In Belfast herrscht große Vesorgniß über das Schicksal des Viermasters Lord Downshire", der vor 4 Monaten von Jquique auslief und .l cr jr.t.ir .. ..
iciiöcnr leine cacyricyr gegeoen , yal. Nunmehr ist bekannt geworden, daß der Dampfer Prmz Oskar" mitten im Ocean mit einem großen Segelschiff zusammengestoßen ist, das nach der Beschrelbung der Lord Downsmre" sein dürfte. Das Segelschiff ist innerhalb fünf Minuten in denWellen verschwunden. In Belfast fürchtet man, daß die Identität des gesunkenen ViermasterS mit dem Lord Downshrre nicht mehr zu bezweifeln ist. Das schöne Schiff hatte eine Besatzung von 32 Mann. Auf Antrag des Artillerie - Jnstructeurs der deutschen Militärmission, des türkischen Vrigadegenerals von Grumbkow Pascha, ist mittels kaiserlichen Jrades die Errichtung eines Silahije Muzehane- (Waffen museum), einer Art Ruhmeöhalle.des Heeres, angeordnet worden. Mit der Ausarbeitung des Bauplanes wurde der in türkischen Diensten stehende preußische Regierungsbaumelster JaSmuna betraut. Derselbe hat bereits den im Renaissancestil gehaltenm EntWurf vorgelegt. Das monumentale Gebäude soll m Schischll, dem äußersten Vororte von Konstantinopel, errichtet werden. Eine umfangreiche E rhebung über Volksspiele' ist innerhalb der Turnerschaft in Deutschland deranstaltet worden. Von 6070 Vereinen haben 3942 (77.7 Prozent) tte Fragekarten ausgefüllt. Das Gesammterqebniß lautet dahin, daß von jenen 3942 Vereinen 2666 Spiele betrieben und zwar 267 regelmäßig. 2399 gelegentlich. Es spielen also 67.5 Procent und zwar 6.7 Procent regelmäßig. Von der gesammten Zahl der 5070 Vereine sind es 52,5 Procent, also über die Hälfte, welche erklärt haben, daß sie Spiele pflegen. VoreinigenTagen hatte die Königin-Regentin von Spanien in San Sebastian den päpstlichen Nuntius, den Bischof von Vitoria und den Prior von Consuegra zu Gaste. Nach Tisch, während die Königin sich mit dem Nuntius unterhielt, lud der junge König den Bischof von Vltorm kühn zu einer Partie Billard ein. Der Prälat nahm an, der Prior rieb die Queues ein und markirte, und daS Spiel begann. Die beiden Partner boten einen wunderlichen Gegensatz: der Bischof ist ein hochgewachsener Herr.und der zehnjährige König hatte alle Mühe, wie sehr er sich auch streckte, um die Bälle zu erreichen. Der Bischof gewann die Partie nicht. Mietbe. Mi-ts,- iinnktl!. -in.nii.t-n und mr w 9 mj w mmm 9 w Q Q ww ..w Häuser in guter Ordnung zu erhalten, i , . . m r r t macgen nur zum ipezieuen cia,l. A. Metzger Agentur, Odd Fello Hall, . : l ft. j zweiter Viou. EP Das Testament von Christian Fred. Klöpper wurde gestern eingereicht. Anton Klöpper wurde alö Nachlossenschaftöverwalter eingesetzt. Polizeisuperintent Powell begiebt sich heute nach Terre Haute, um der Jahresversammlung der Polizei chesk deS EtaateS beizuwohn n. ÜJ Tie Mi.ss.nverwi.llu g über den Stre von Albert Güll wurde ge ftern aufgelöst und Herr Gall fühlt $ sein Geschäft wieder selbst. Neichks. roth.S Blut wird eben, so naturgemäß von Hood's Sarsaparilla erzeugt, wie äußerl che Sauberkeit durch häusigen Gebrauch von Seife und Wasser. Dieser große Blutreiniger vertreibt gründlich Skrofeln, Salzfluß und allen andern innerlichen Vchmutz.
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