Indiana Tribüne, Volume 19, Number 11, Indianapolis, Marion County, 29 September 1895 — Page 3

gy " Erlnncrungcil einer Schwiegermutter. 23oii Hcorge ZZ. Sims. . (0. Fortsetzung.) Ich toar sehr überrascht, daß meine Tochter einen so großen AichaiLi" aestattete, und zögerte nicht. meineMeiKling über die Sache auszusprechen, Zvobei ich sie darauf aufmerksa.'n machic, daß ich solche Zustände nie geduldet hätte. Sabine entschuldigte die Sache damit, daß Annas Geburtstag sei, und da sie nicht gern wollte, daß sie für den Cag ausgehe, hab sie ihr gestattet, ihre Verwandten und Freunde zum Th:e einzuladen. Ich erklärte das für ganz ungehörig und sagte ihr, wenn sie nicht vorsichtig sei, werde Anna bald Herrin im Hause sein, und so kam es in der hat sehr bald. Sabine war eine hingebende Mutter und bildete sich fortwährend ein, ihre Kinder würden von örgend etwas angesteckt werden, und das war ein Grund, weshalb sie mcht gern sah, wenn Anna ihre Angehörigen besuchte, denn sie fürchtete stets, sie könne die Masern, dasScharlachfieber oder etwas Aehnliches mitbringen. Sie machte sich mit ihrer Angst das Leben furchtbar sauer, und Anna zog natllrlich Nutzen daraus. Eines Tages erzählte sie ihrer Herxin, ihr Vetter, mit dem sie verlobt war, sei von der See zurückgekehrt und sie möchte ihn gern zum Thee einladen, und von da an war beständig ein Matrose zum The? in der Küche. Anna überwarf sich jedoch bald mit dem Matrosen, und dieser ging wieder zur See. Kurz nachher wurde sie plötzlich sehr fromm und fing an, eine benachdarte Kapelle zu besuchen. Diese Kapelle wurde das Kreuz im Leben meiner Tochter, denn Anna wurde eines der eifrigsten Mitglieder und verlangte, viermal wöchentlich zum Abmdgottesdienst gehen zu dürfen, nachdem sie die Kinder zu Bett gebracht hatte. Aus Furcht, sie werde kündigen,-wagte Sa ine nicht, ihr das abzuschlagen, und wenn Anna in die Kapelle ging, mußU sie selbst bei den Kirrdern bleiben, denn wenn die kleine Sabine aufwachU und niemand fand, weinte sie nach ihrer Nanna." Ich entsinne mich, daß ich einmal die ganze Familie an Johns Geburtstag zum Essen eingeladen hatte, und daß mir sehr viel daran lag, daß alle kämm. Im letzten Augenblick aber erhielt ich einen langen Brief von Sabine, worin sie mir erklärte, es sei ein besonderes Fest in Annas Kapelle, wobei diese nicht fehlen dürfe, sie (Sabine) müsse deshalb bei den Aindem bleiben. Ich war entrüstet und schrieb ihr einen sehr ernsten, wenn auch durchaus mütterlichen Brief und sagte ihr, wenn Anna mein Mädchen wäre, würde ich dieser Kapellcnlauferei sehr bald ein Ende machen. Ich hätte durchaus nichts dagegen, wenn Dienstboten fromm ttären im Gegentheil allein ich sei der Ansicht, daß ein Dienstmädchen. d.rs verlange, jede Woche viermal in die Kzpelle gehen zu dürfen, ihre Pflicht gegen ihre Herrschast nicht erfülle, was doch sozusagen auch zur Frömmigkeit gehöre. Man nehme T):enstbot:n, damit sie die Hausarbeit verrichteten, nicht, damit sie in die Kapelle liefen. Anna blieb noch lange bei ihnen, auch als die Kinder schon so groß geworden waren, daß sie eines Kindermädchens nicht mehr b?dursten, einfach, weil weder Sabine, noch Augustus den moralischen Muth hatten, ihr zu kündigen, denn sie wußten, daß die Kinder, die wirklich sehr an ihr hingen, einen Auftritt machen würden. Schließlich ging sie aus freien Stücken, um einen StadtMissionar zu heirathen, und ich weinte ihr keine Thräne nach. Für meinen Geschmack gab es viel zu viel Anna" in meiner Tochter Haushalt. Augustus junior entwickelte sich zu einem aufgeweck.en Burschen, war aber außerordentlich zart. Er wuchs so rasch, daß er nicht nur aus seinen Kleidern, sondern auch aus seinen Körperkräften herauswuchs, und "da er. wie gesagt, sehr zart war. gaben ihm seine Eltern in all.-m nach. Er zeigte schon früh eine ganz ungewöhnliche Neigung zur Astn), nomie und stand immer in der Nacht auf. um die Sterne durch sein Schlafstubenfenster zu betrachten, und wirklich wußte er für ein Kind viel zu viel von Mars, Venus, Saturn und dem Mond. Als er etwa zwölf Jahre alt war, schenkte ihm sein Onkel John ein großcs Teleskop, das auf so einer dreibeinigen Stellage stand und wirklich ein vorzügliches Instrument war. Anfänglich hatte es Augustus junior im Garten aufgestellt, allein da die Sterne die

berechtigte Eigenthümlichkeit haben, erst. nacy eingeoroazener maqt zum Äorschein zu kommen, und dann das Gras vom Abenidthau feucht war, gerieth seine arme Mutter in schreckliche Angst, indem der Doktor die Nachtlust für schädlich für ihn erklärt' hatte. Das Teleskop wurde also nach seinem Schlafzimmer gebracht, und da das Fenster ziemlich klein war. mußte er sich auf den Fußboden legen, wenn er den Mond seh-n wollte, weil es au? andre Weise nicht möqlich war, dem Instrument den richtigen Erhöhunas Winkel zu geben. Es war schon sür den Jungen schlimm genug, daß er statt im Bett auf dem Magen lag und Mars und Venus anstarrte, allein er bestand darauf, daß ihn sein Vater und seine Mutter bei seinen astronomischen Entdeckungen unttrstützten. und so mußte denn te arme Sabine sich auf den Fußboden legen, den Mond ansehen und so thun, als ob sie sich lm höchsten 3rade sür die Ringe des Saturn und feie Satelliten de5 Jupiter interessire. Es war mir ja ganz reckt, daß der Junge sich mit etwas Wissenschaftlichem beschäftigte, obaleich ich etwa? AerstandÄcheres und Nützliche all ri. i y 1 1 vanille oorgzog?n yalie, aoer iaj mein

!

te 'wch. Sabine gehe etwas zu sehr auf seine Wünsche ein, indem sie sich bereit finden ließ. Abend für Afond auf dem Fußboden zu liegen und ein Auge an das Teleskop, das andre zuzuhalten und den Mond zu betrachten. Sie gestand mir, sie sehe nie mehr, als einen unbestimmten Schimmer, und ihre Lage auf dem Fußboden sei nicht nur unschön für eine ausgewachsene Familienmutier, sondern auch manchmal schmerzhaft. Eines Abends, als ich in ihrem Hause war. schleppte mich der kleine Augustus ebenfalls hinauf, um mir einen Kometen zu zeigen, oder irgend ein cndres wunderbares Ding, das er mit dem von seinem Onkel erhaltenen Teleskop entdeckt hatte. Als er aber derlangte, ich solle mich flach auf den Magen legen, um durch das Teleskop zu sehen, erklärte ich, sein Wort sei mir eine ausreichende Bürgschaft für das Vorhanden sein des Kometen, und ich wolle lieber warten, bis er für's unbewaffnete Auge sichtbar sei, ehe ich meine Meinung über ihn abgebe. Augustus war sehr entrüstet, daß seine Großmutter so wenigJnteresse für die Himmelskörper bewies, aber ich erklärte ihm, daß in meinem Alter Kenntnisse, die nur durch längeres Liegen auf dem Magen, Zuhalten eines Auges und Anpreisen des andern an ein Stückchen Glas zu erlangen seien, wenig Reiz für mich hätten. Ich wußte sein Interesse für die Astronomie zwar sehr zu würdigen, aber ich sagte ihm, daß ich das meinige infolge besonderer Umstände euf das Beobachten einer Sonnenfinsierniß durch ein über der Lampe geschwärztes Stückchen Glas beschränkt babe. Nach dieser Erklärung betrachtete er seine Großmutter, glaube ich, mit etwas geringschätzigen Augen, und er zog mich nie wieder in's Vertrauen hinsichtlich der Himmelskörper. Allein ich hörte von seiner Mutter, daß er 'in einem Monat drei verschiedene Sterne entdeckt, die er noch nie vorher gesehen hatte, und daß er sich drei verschiedene Male erkältet habe, und zwar einmal so schwer, daß er zu Bettliegen mußte und Senfpflaster auf die Brust bekam. Und gerade in der Nacht, wo er das Senfplaster liegen hatte, kam seine arme Mutter zu ihrem nicht geringen Schrecken gerade in sein Zimmer, als er, bloß mit Nachthemd und Senfpflasier belleioet, vor dem offenen Fenster auf dem Boden lag und die Venus betrachtete. Doch er erklärte, es sei ihm nichts andres übrig geblieben, denn es sei ihm plötzlich eingefallen, daß gerade in der Nacht etwas mit diesem Planeten einträte, was erst in hundert Iahren wieder vorkomme, und da er vermuthlich nur wenig Aussicht habe,. die Erscheinung dann studiren zu können, habe er es für erforderlich gehalten, dieje Gelegenheit nicht zu versäumen. Meine arme Sabine war natürlich außer sich, schmeichelte ihn wieder in's Lett, 'deckte ihn sorgfältig zu und schrieb am nächsten Tage an Jihn. Sie hoffe, sagte sie ihm, er werde nie wieder einer besorgten Mutter liebevolles Herz brechen, indem er einem schwachen Kindc mit zarter Brust e:n Teleskop schenke, das nur bei offenem Fenster gebraucht werden könne. In der letzten Zeit ist mein Enkel Augustus kräftiger geworden, und obgleich seine hingebende Mutter darüber jubelt, wird ihre Freude doch erheblich dadurch beeinträchtigt, daß er mit Leidenschaft körperliche Uebungen, namenilich Ericketspiel und Radfahren, treibt. Beim Cricket hat er übrigens meistens Pech, obgleich seine Mitschüler behaupten, er sei ein guter Spieler. Einmal ist er schon mit einem gefchwollenen und blauen Auge nach Hause gekommen, da ihm ein Ball hineingeflogen war, und einmal hat er sich den Fuß verrenkt. Er spricht nie seine Absicht aus, zum Cricketspiel zu gehen, ohne seiner Mutter Herzklopfen zu verUrsachen, und auch seine Abenteuer beim Radfahren machen ihr große Sorgen. Ich fürchte,' er ist etwas waghalsig. Vielleicht sieht er auch den Himmel an und studirt die Sonne, statt auf den Weg zu achten; jedenfalls hat er eine ganz eigenthümlicheFertigkeit, sich ganz unzcheuer rasch und plötzlich von seinem Rade zu trennen, und seinem Gesicht, seinen Knieen und seinen 5kleidern auf der Landstraße beträchtlich: Schaden zuzufügen, ganz zu schweigen von der furchtbaren Abnützung seiner Anzüge. Im ganzen würde Sabine, glaub: ich. glücklicher sein, wenn er sich auf sein Teleskop beschränkte. Beschäftigt er sich in seiner Schlafstube damit, die Sterne zu begucken, dann weiß sie wenigstens, was aus ihm geworden ist, geht er aber zum Cricketspiel oder zum Radfahren, dann 'hat sie immer ein Vorgefühl, er werde auf einer Trag bahre wieder nach Hause gebracht werden. Meine Enkelin Sabin? 'hat schriftsiellerische Anlagen. Schon im Alter von sechs Jahren pflegte sie kurze Geschichten auf ihre Schiefertafel zu schreiben, mit sieben griff sie, mit schrecklichem Folgen für die Tischdecken, ihre Schürzen und ihre Finger, zu Feder und Tinte, und mit zehn Jahre begann sie ihre eigene Lebensgeschichte und Erinnerungen zu schreiben, 'die sich hauptsächlich mit dem. Leben und den Abenteuern der verschiedenen Katzen und Hunde beschäftigten, die zur einen oder andern Zeit Glieder der Familie gewesen waren. Ihr Bruder hält ihr: Geschichten für Quatsch", aber ihr Vater und ihre Mutter erblicken Anzeichen zukünftiger Größe darin. Die Erzählungen haben die Besonderheit, daß in keiner einzigen auch nur die entfernteste Andeutung aus Junten vorkommt, mit Ausnahme der Hunde und Katzen sind alle Charaktere weibllchen Geschlechts. Selbst in den Märchen, die sie schreibt, werden kein Jungen erwähnt, alle Fern sind junae Damen, und unter keinen Umständen t ... yaoen lte ieoaoer ooer nn cn über Haupt etwas von Liebe, außer der Lie

U zu einander und zu ihren Hunden und Katzen. Die Feenkönigin überschüttet einen Kanarienvogel mit Koseworten und verwandelt einen bösen Hund in einen Mistkäfer, aber noch nicht einmal ein Säugling männlichen Geschlechtes kommt in der ganzen Sammlung vor, womit meine Enkelin Sabine mehrere Hefte gefüllt hat. Die Unterhaltung der handelnden Personen. ist in gewissem Sinne realistisch, 'denn sie ist dem Leben entnom men. Die kleine Sabine hat nämlich die Gewohnheit, ihrer Eltern Gespräche in ihren Geschichten zu verwerthen, was bei einer Gelegenheit zu ganz überraschenden Folgen führte. Augustus Walkinfhaw ist. wie alle Männer, zuweilen etwas krittelig. Eines Abends, wo die kleine Sabine im Simmer saß und ine Geschichte schrieb, ohne 'daß er es wußte, ärgerte er sich über eine SchachtelStreichhölzer. Nachdem er ein halbes Dutzend angestrichen hatte, ohne daß eins gehörig anging, rief er: Hol der Teufel die Streichliölzer; ich wolle, der Menfch. der sie gemacht hat, säße, wo 'der Pfeffer wächst!" Nicht lange danach unterhielt sich die Mutter der kleinen Sabine einmal mit dem Geistlichen der Gemeinde, der sie besuchte, und erzählte ihm, wie gern die Kleine Geschichten schrieb. Der Geistli-

ehe bat, einige Proben sehen zu Dürfen, haltende Heft herunter. Der Geistliche las einige Seiten mit großem Interesse. Zwei junge Prinzessinnen haben ihre Last mit ihrem Haus mädchen, das an seinem Ausgehsonntage nie um zehn Uhr zu Hause ist. Sie kommen überein, ihre Pathin, eine Fee, zu bitten, das unartige Mädchen in eine Kröte zu verwandeln, wenn es jemals wieder über die Zeit ausbleibe. Am nächsten Sonntag kommt ta Mädchen um elf, und die Prinzessinnen sind so entrüstet, daß sie ihre Pathin herbeirufen und sie bitten, das Mädchen sofort in eine Kröte zu verwandeln. Die Pathin läßt einen großen Zauderkessel in's Zimmer bringen, und als das Holz daruntergelegt ist, ergreift sie eine Schachtel Streichhölzer, um das Feuer anzuzünden, aber ein Streichholz nach dem andern versagt, und endlich ruft die Feenpathin: Hol der Teufel die Streichhölzer; ich wollte, der Mann, der sie gemacht hat, säße, wo der Pfeffer wächst!" Als der Geistliche soweit gekommen war, ließ er das Heft sinken. Du meine Güte!" sagte er, ich hatte nicht geglaubt, daß ein Kind von sieben Jahren seinen Feen so starke Ausdrücke in den Mund legen würde.." . Die arme Sabine nahm das Buch, las die Geschichte und wurde feuerroth. Sofort war ihr klar, das) Das Kind die Worte von seinem Bater aufgeschnappt hatte. Unter diesen Umständen hielt sie es für qerathen, das Heft zu schließen und davon abzusehen, dem Geistlichen noch mehrGeschlchten zuzumuthen, denn sie fürchtete, daß selbst noch stärkere Ausdrücke ihren Weg in die Unterhaltung 'der Feen gefunden haben möchten. Kleine Töpfe haben große Henkel, und Eltern können nicht vorsichtig ge nug sein, wenn sie in Gegenwart ihrer Kinder sprechen. Ich habe 'mal ein kleines Mädchen gekannt, das in einer Kindergesellschaft zum Entsetzen der Anwesenden einen sehr starkenAusdruck brauchte, weil ihr ein Junge zufällig auf den Fuß getreten hatte, und das war ganz allein die Schuld ihres Papas. Dieser litt an der Gicht und hatte denselben Ausdruck gerade an dem Morgen gebraucht, als der Bediente beim Zurechtstellen des Schemels, worauf der kranke Fuß ruhen sollte, diesen zufällig berührt hatte. Hauptsächlich sind Hunde die Helden in Äer kleinen Sabine Geschichten, und das kommt daher, weil ihre Mutter und ihr Bater in wirklich übertriebener Weise an einem Bullterrier Jack" hängen. Jack ist Herr des Hauses: wenn er sich auf den Sorgenstuhl legt, dann rcartet Augustus, bis es ihm gefällig ist, 'sich niieder zu erheben; macht er sich's zu einem Mittagsschläfchen auf dem Sofa im Empfangszimmer bequem. dann wagt niemano, ihn zu stören. Er trägt ein großes Messinzhalsband, worauf sein Name, seine Wohnung und, eine fabelhaste Belohnung für den ehrlichen Finder, im Falle er verloren gehen sollte, eingravirt sind. Schläsi der, kleine Jack Abends auf Sabines Schooß ein, dann geht sie, um seinen Schlummer nicht zu unterbrechen, nicht eher zu Bett, als bis er von selbst wieder erwacht ist. Wenn der kleine Augustus erkältn ist und zu Bett liegen muß, dann wird die alte Wiege, die zuletzt für die kleine Sabine gebraucht worden ist, als Bött für Jack hergerichtet und in des kleinen Augustus Schlafzimmer gestellt. Jack speist, mit 'der Familie, er hat seinen eigenen Stuhl und ist darauf abgerichtet, aus einer kleinen Porzellanschüssel zu fressen, die ihm die Kinder zu seinem letzten Geburtstage geschenkt haben und die den Namen Jack" in goldenen Buchstaben trägt. Jack hat für den Winter einen Ueberrock, weil seine Brust etwas empfindlich ist, auch be sitzt er einen Regenmantel für feuchte Wetter, kurz und gut, es wird ein Wesen um ihn gemacht, als ob er ein Mensch wäre. Eines Tages hatte u sich verlaufen, und als er zurückgebracht wurde, umarmten und küßten sie ihn alle der Reihe nach. Und einmal, wo Jack wirklich ernst an Lungenentzündung erkrankt war und der Thierarzt die Hoffnung auf feine Wiederherstel fang ziemlich aufgegeben hatte, da war die ganze Familie Allein ich muß die Geschichte der Wallinshaws und der Nachr. wo sie glaubten, Jk werde sterben, für eine and Gelegen heit aufsparen.

imo 0j nvize aiiuiicr uc& m " n Spielen mit Streichhölzern in

i i' Ti. .1 . . rrn ..ii t:l n a.

uo-rreo ging .aus uno oraazie oas -udi war aus dem Fenster

U'lCl jiUUJtCt 11CUCUC iCl UUUUCil CtU' i .r

Ich fom zufällig an jenem AbenÄ in's Haus und konnte meine Meinung l:ocr dieses alberne Gethue nicht zurückhalten, denn Augustus und Sabine toaren wahrhastig ganz, so einfältig, wie meine Enkel. Ich sagte, es sei abgeschmackt, obgleich ich selbst Thiere sehr gern habe. Als ich eintrat, standen sie alle weinend um ihn. Er laq aus einem Teppich, und als Augustus. der jüngere, aufsah und mich erblickte, sprach er zu dem Hunde: Jack, lieber Jack, sieh doch, 'da ist Deine liebeGroßmama, um Dich zum letztenmal zu besuchen." Ich bin selbst, eine gefühlvolle Frau, aber auf Bullterriers erstreckt sich meine Empfindsamkeit nicht. 13. Erinnerung. Lavinia. Ich hätte niemals geglaubt, daß nein: Tochter Lavinia die beste Partie lon der Familie machen würde, aber sie that es. Als NinÄ war sie üngitröhnlich zart, und ich habe mich fast über sie zu Tode geängstigt, denn sie bekam alles, was in der Luft lag, und

war b:s zu ihrem achtzehnten Jahre j immerfort in den Händen des Doktors, j Aber obgleich zart, war sie doch das munterste und ausgelassenste kleine Ding, das man sich denken kann. Nieinals hab: ich ein Kind gekannt, dem so viel zug:stoßen wäre. Eh: sie sieben ahr: alt war, hatte sie sich bm Brand des ,ten Stock aufs Dach des GewächsHauses gefallen und von 'da in den Garien gerollt, glücklicherweise, ohne sich ernstlich Schaden zu thun; sie hatte sich auf der Straße vor einem Laden den Fuß in ein eisernes Gitter geklemmt und mußte schreiend aushalten, bis ein Schlosser oder etwas Aehnliches geholt worden war und die Stange durchgesägt hatte, und sie war mit dem Hopse zuerst in ein für ihre Schwester bereitetes heißes Bad gefallen. Sie be hauptete immer, sie könne nichts dafür, sie thue nichts, um diese Unfälle her deizuführen, und ich weiß nicht, ob das Kind nicht in gewisser Weise recht hatte. Aber daß sie vorfielen, ist Thatsache. sie war eben em kleiner Pechvogel. Sie hatte das Pech, daß sie jede ansteckende Krankheit kriegte, die gerade herrschte, und sie hatte das Pech, daß ihr alle Unfälle zustießen, die Kindern zustoßen können. Wir nannten sie auch jahrelang Lavinia, der Pechvogel", und ich war im stillen fest überzeugt, daß sie ihr ganzes Leben Unglück haben werde. Aber es kam anders. Sie hatte Glück in d'er Liebe, sie hatte das Glück, ein: sehr gute Partie zu machen, und ich muß hinzufügen, sie hatte Glück in der Wahl ihres Gatten. Sie und Charles Wigram r das ist der Name ihres Mannes passen vorzüglich zusammen. Beide von ruhiger und liebenswürdiger Gemüthsart, nehmen sie das Leben, wie es kommt, und gehen m der gelassenen und zufriedenen Weise durch's Dasein, die ein großer Segen für die ist, die es fertig bringen, es so ZU nehmen. Ich kann's nicht, ich habe es nie ge konnt und werde es ni: können. Ich bin eine in hohem Grade empfindsame, nervöse Frau, und die geringste Kleinigkeit bringt mich aus Rand und Band. Auch arten mir meine Kinder in dieser Hinsicht nach; Lavinia ist die einzige Ausnahme. Sie ist so ruhig und gleichmüthig wie ihr Vater, und da sie zart ist, müssen wir das als ein Glück ansehen. Wäre sie gewesen, was man einen Grillenfänger" nennt, dann würde sie wahrscheinlich jung gestorben sein. Sie läßt sich nie auö dem Gleichgewicht bringen, und nun ist sie glücklich verheiratet und mit zwei reizenden Kindern gesegnet, die die ungewöhnliche Neigung zu beunruhigenden Zufällen von ihr geerbt haben. Wie oft sie um Haaresbreite ernsten Gefahren entgangen sind, wie sie Erkältungen. Masern, Keuchhusten. Ziegenpeter und andre Krankheiten gehabt haben, die gerade Mode waren,ist gar nicht zu sagen. Aber sie macht sich nicht so viele Sorgen um ihre Kinder, als ich mir um meine gemacht habe. Sie ist eine treue Mutter, aber si: nimmt es ein für allemal als feststehend an, daß alles schließlich gut abläuft, und sie geht durch's Leben, als ob sie. um mich dichterisch auszudrücken, auf Rosen wandle. Eines Tages kam sie in den Garten ihres Landhauses und erblickte ihren fünfjährigen Jungen auf der obersten Sprosse einer hohen Leiter, die die Arbeiter beim Ausbessern des Daches hatten stehen lassen. Ich hätte geschrieen und die Hände gerungen. Meine Tochter Lavinia that nichts dergleichen. Sie blickte ruhig in die Höhe und sprach: Du ungezogener Junge, gleich kletterst Du auf's Dach, und da bleibst Du, bis ich Dich hole." Sie wartete, bis' der Junge das an dieser Stell: flache Dach erreicht hatte, ging dann ruhig fr Treppe hinauf und holte ihn durch's Bodenfenster herern. Ich hätte so was nicht fertig gebracht, und wenn es mein oder des Kindes Leden gegolten hätte, aber das ist einer der Aortheile, wenn man kein: Nerven hat und alles gelassen hinnimmt. Ich glaube, ihre vollkommene Ruh: in eilem Augenblick großer Gefahr hat thr den Gatten gewonnen, obgleich auch ihr unfreiwilliger Hang zu Unfällen etwas damit zu thun hatte. Si: und ihre Schwester ritten eineö Morgens in Begleitung ihres Reitlehrers spazieren, und sie trabt: um eine Ecke, wahrend der Stallmeister abge stiegen war, um einen Gurt am Satrtl ihrer Schwester fejttr zu ziehen. Gera 'de als ne um sie ae vog, neb ein nichtsnutziger Junge einen Drachen dicht vor der Vlat ihres Pferdes stei gen. und dieses ging durch. Lavinia schrie nicht, sondern hielt sich so fest. als sie konnte, und versuchte, ihr Pferd

i zügeln, allein kaZ Thier hielt nicht ,he? an, als bis es seinen Stall erreicht hatte, und dann rannte es 'durch die vffene Thür, so daß sie sich fast flach aus den Rücken des Pferdes legen mutzle, um der Gefahr zu entgehen, sich den stopf am Thürbalken zu zerschmettern. Sowie Vit Stallknechte das Thier gekatzt hatten, glitt sie hinunter und bestieg ein anderes, das gerade hereingeführt worden und noch gesattelt war. . Um alles in der Welt, Fräulem. ziesen die Stallknechte, Sie wollen' Loch nicht wiever fortreiten?" Natürlich," antwortete Lavinia. ich Nuß machen, daß ich wieder zu meiner Schwester komme, sonst ängstigt sie sich," und sie ritt ihrer Schwester entgegen, die bald nachher mit dem Stallxieister, beide todtertbleich. ankam. Das par in der That sehr brav von ihr und zeigt, wie ruhig sie alles' hinnimmt, und dieser Vorfall hatte zuerst v!r. Wigrams, eines in der Nähe wohnenden jungen Herrn, Aufmerksamkeit auf sie gelenkt. Er hatte auf der Strafe gesehen, wie ias Pferd in iden Stall i rannte, und war sehr erstaunt, Lavima sofort auf einem andern wiedererscheinen zu sehen, so ruhig und gesamknelt, als ob nichts Ungewöhnliches vorgefallen wäre. Er war mit einem meiner Sohne bekannt und schon mehrere Male in unlerem Hause gewesen; nach diesem Vorfalle aber erzählte er jedermann, es sei das unerschrockenste Benehmen gewesen, das er jemals von einer Dame gesehen

yaoe, und von da an erwies er Lavinia sehr viel Aufmerksamkeiten, wenn er sie auf Bällen oder in Gesellschaft traf, und schließlich verlobten sie sich. Es war eine ausgezeichnete Partie, denn bei all ihrer Unerschrockenheit und liuhe war meme liebe Lavinia doch nicht dazu gemacht, ein hartes Leben zu ertragen oder emen armen Mann zu heirathen. Charles Wigram lebte bei seiner Mutter, einer Wittwe, und hatte neben Erwartungen von einigen jreichm Verwandten schon jetzt ein sch'o lies Einkommen. Sehr bald, nachdem, er angefangen hatte. Lavinia auszu zerchnm. starb ein Onkel und hinterließ ihm dreißigtausend Pfund Sterling. Mit dem, was er von seinem Vater geerbt hatte, genügte es, um seine verhaltn lste sicher und sehr behagllch zu gestalten, und ich wußte, daß Lavinia gut versorgt war. Das Durchgehen ihres Pferdes sei diesmal vor tu nigem Nutzen für sie gewesen, meint: ich, aber ich war immer in einer grüßlichen Angst, wenn sie später ausritt. und fand nicht eher Ruhe, als bis sie glücklich wieder zu Hause war. Wenn die Mädchen, ein wenig länger als gewöhnlich ausblieben, dann ging ich hinaus und schaute vor der Hausthur nach ihnen aus. Einmal, wo sie etwa eine halbe Stunde später kamen, als ich sie erwartete, fanden sie mich händeringend an der Thur des Vorgarlens, und Lavinia sagte, sie müsse un ker diesen Umständen die Spazierritte in London aufgeben. zs thue mir sehr leid, entgegnete ich, ober ich sei so nervös und ängstlich, daß ich nicht anders könne, und obgleich sie mich wahrscheinlich für sehr thöricht hielten, sei es doch nur mein liebendes Mutterherz und ein Nervensystem, das durch die von einer großen Familie unzertrennlichen Sorgen und Schwierigleiten, sowie einen Mann, ver nie zu Hause sei, wenn etwas Unangenehmes vorfalle, erschüttert sei. Als Lavinia und Mr. Wigram verheirathet waren, lebten sie auf dem Lande, auf einer reizenden Besitzung in Ozfordshire, die er gekauft hatte, und ich sah nicht so viel von meiner Tochter, als ich wohl gewünscht hätte. Aber wenn si: in die Stadt kamen, wohnten sie bei uns, und bei diesen Besuchen hatte ich Gelegenheit, Mr. Wigrams Charakter kennen zu lernen und zu schen, wie herrlich sie lsammm paßten. Ich glaube, wenn e'me Bombe zwischen ihnen geplatzt wäre, während sie zusammen auf dem Sofa saßen, keins von beiden würde seinen Platz übereilt verlassen haben. Sie hatten es niemals eilig. Zum Beispiel entsinne ich mich noch, wie ich einmal mit ihnen in der Oper war und wir beim Hinausgehen in ein großes Gedränge geriethen. Unser Wagen fuhr vor, wurde aber von der Polizei wieder weggeschickt, weil er den Weg versperrte, worüber ich höchst entrüstet war, weil ich sah, daß wir wenigstens eine halbe Stunden warten mußten, ehe er wieder vorfahren konnte, und da es regnete, war es unmöglich, auf die Straße zu gehen und ihn aufzusuchen. Mr. Wigram und Lavmia aber blieben vollkommen ruhig. ), das ist ja aanz schön," sagte er: kommt nur her, wir wollen uns setzen, bis er wieder vorsährt. Bis dahin werden die meisten Leute fortgefahren sein." Und 'darauf setzte er sich ganz kaltblütig im Vestibül oder Foyer, oder wie's im Opernhaus genannt wird, auf ein Sofa, zog eine Zeitung aus der Tasche und fing an. die Städtischen Ncuigkeiten" zu lesen, und Lavinia nahm an seiner Seite Platz. Da wurde ich ärgerlich und sagte ihnen meine Meinung, aber er sah mich an und sprach ganz ruhig: Was kann's nützen, sich aufzuregen? Wir werden schon nach Hause kommen." Ich könnte nicht so sein; ich muß mich ärgern, und ich habe niemals eine Minute länger warten können, als unbedingt nöthig war. Die ruhigen, gelassenen Leute, die die Dinge nehmen, wie si: kommen, sind wahrscheinlich viel glücklicher, aber diese Ruhe ist ihnen angeboren; sie kommt nie später, wenn man sie nicht mit zur Welt bringt. Nie trete ich eine Reise an, ohne schon Stunden, bevor der Wagen kommt, in einem Zustande der gröhlen Nervenaufregunz zu sein. Ich fcin unruhig, ob alles richtig gepackt und nichts vergessen ich mache mir Sorgen, 'daß wähvend meiner Abwesenheit etwas schief , gehen möchte, ich werde angstlich und

cgevuld5g, wenz der Wagen vichi ssf bit Minute da ist, und ich habe nichr ehe? Ruhe, als biS ich im Zuge sitze, und dann mache ich mir während der ganzen Zeit meiner Abwesenheit Sor g:n tvegen des Hauses, der Dienstboten, !!r. Tressiders und der Kinder, und s) gcht's weiter, bis ich wieder nach Hause konrme, und 'dann fangen die Lorgen erst recht an, denn ich finde sicher, daß etwas Unangenehmes voraesollen ist. Natürlich weiß ich sehr wohl, daß das sehr thöricht ist, aber ich kann meixe Natur nicht ändern, und meine Na tu? ist, mir Sorgen zu machen. Meine Tochter Lavinia und mein Schwieger--söhn Wigram können auch ihre Na tu ren nicht än!dern und die lassen si? ölles leicht nehmen Einmal gaben sie. während ich bei ihnen in Ozfordshire zum Besuche war, eine große Gartengesellfchaft, wozu fast bi: ganze Nachbarschaft eingeladen war. !5ie hatten umfassend: Vorbereitungen

getroffen und beim .Zuckerbäckci der nahe gelegenen Stadt titele Sachen wie lZis und dergleichen bestellt. Am Tage, wo die Gesellschaft siLttfwden sollte, regnete es wie mit Kannen, und es herrschte ein heftiger Sturm. Du meine Güte!" rief ich, als ich aus dem Fenster blickte und sah, was für Wetter war. Bei denr Wetter wird kein Mensch kommen." Natürlich erwartete ich,, daß meine Tochter und ihr Mann sehr unruhig sein würden, besonders dÄ sie sich aus eine große Anzahl von Gästen eingerichtet hatten. Allein nichts dergleichen. Lavmia betrachtete sich den Regen, der in Strömen vom Himmel, fiel. Nein " sagte sie, ich grube nicht, daß viele kommen werden." Und Charlcs lachte und meinte Wenn überhaupt jemand kommt, wäre es räthlich, nach dem nächsten Irrenhause zu: schicken." Darauf zündete er sich eine Zigarre an, ging in's Billardzimmer und spielte den ganzen Vormittag mit sich selbst Billard, gerade als ob nichts Unangenehmes vorgefallen wäre: Der Regen hörte den gunzen Tag nicht auf, und am Nachmittag wehte ein solcher Sturm, daß im Palk ein paar Bäume umgerissen wurden Keine Menschenseele kam, und das war. unter den Umständen auch nicht zu. verwundern. Ich hätte mich in eine furchtbare Aufregung über eine solche Verdrießlichkeit hineingearbeitet; Lavinia und ihr Mann thaten das aber nicht. Sie machten ihre Späße über die Masse von Erfrischungen, die im Hause waren, und fragten, wie viel Eis. ich mich zu essen getraute, und als die Zeit vorüber und es sicher war, daß niemand mehr komme, ließen sie das Eis hereinbringen, worauf wir uns alle an den Tisch setzten, und vertilgten, soviel wir, konnten. Den Rest erhielten die Dienstboten, und am nächsten Tage wurde das Vackwerk und alles, was sich nicht hielt, unter die Leute des Gutes und die Schulkinder vertheilt. Und mcht einen Augenblick von Anfang bis z Ende ließen der enttäuschte Wirth und bis Wirthin durch das geringste Zeichen merken, daß sie der Vorfall, verdrossen oder geärgert hätte. Sie nahmen die Sache so ruhig hin, als. ob es gar , nichts Besonderes wäre, und am Abend sahen sie zusammen und sprachen über das Wetter und freuten sich, denn das Land hatte Regen sehr nöthig. Mein Schwiegersohn ist auch Friedensrichter und muß die Leute wegen Obststehlens, Rllbenausreißens, unbefugten Holzlesens und Gehens auf verbotenen Wegen verurtheilen. Eines Tages hatte er als Richter bei der Verurthnlung eines sehr übel verrufenen Menschen wegen Mißhandlung des Dorfwirthes zu vierzehn Tagen Gefängniß mitgewirkt. Der Kerl, der nach dem, was ich später hörte, wohl nicht ganz recht im Oberstübchen war, glotzte die Beamten an. während er abgeführt wurde, und als seine. Augen auf Mr. Wigram fielen, auf den er einen Zahn hatte, weil er (der Kerl, nicht Mr. Wigram) früher Pächter gewesen, wegen schlechter Aufführung aber entlassen worden war, rief er: Warten Sie nur, bis ich wieder frei komme, dann werde ich's Ihnen schon eintränken!" Mr. Wigram ließ den Menschen sofort wieder vorführen und stellte den Antrag, die Strafe zu verschärfen, da man nicht dulden dürfe, daß Richter im offenen Gerichtshofe bei Ausübung ihres Amtes bedroht würden, und der Kerl erhielt einen Monat. Als Mr. Wigram am Nachmittag nach Hause kam, erzählte er . seiner Frau den Vorfall. Der fchwarze Jack (unter diesem Namen war der Mensch in der Nachbarschaft bekannt) hat mir s heute gedroht, und ich habe ihm dafür einen Monat ausgebrummt. Wenn er wieder frei wird, werden wir ein wenig aufpassen müssen; denn er wird vielleicht versuchen, in den Hühnerhof oder den Park zu gelangen und irgend etwas anzustellen." Hätte Mr. Tressider mir erzählt, er. sei bedroht worden, dann hätte ich eine furchtbare Angst gehabt. Es ist ihm auch thatsächlich einmal etwas Aehnliches zugestoßen, und ich habe jährelang in Furcht gelebt und denke noch jktzt nicht gern daran. Mr. Tressider ging nämlich eines Abends auf der Straße, als plötzlich ein Mann aus dem Gedränge auf ihn stürzte, ihm Uhr und Kette wegriß und damit entfloh. Mein Mann schrie: Dieb, Dieb, Dieb!" und rannte hinterher. Der Kirl wurde angehalten und der Polizei. übergeben, und mein Mann erschien bei btx Gerichtsverhandlung als Zeuge gegen ihn. Man erkannte einen alten Verbrecher in dem' Verhafteten und er erhielt zwölf Monate. Als er die Anttageoank verließ, rief er mei nem Manne zu: Dafür sollen Sie büßen, wenn ich wieder frei bm." (Forlsetzung folgt.)

Zur die Ruche. ' Hühttersuppe mit Ger f! e n s lö l e i m. Am bssten a'eianet

für eine mte Bouillon sind zwei- bis vierjährige Hennen, von denen zwei Stück genLIen. Nachdem dieselben Taas vor dem Gebrauch geschlachtet wurden, nimmt man sie aus, wascht sie uÄ) setzt-sie Mit der? gut gerenngten Magen und 3 bis- Q Quart Wasser auf das forrcr. Nachdem sie ge schäumt sind, fuFt man einen halben Eßlöffel. Salz, ei wenig- Wurzelwerk, etwas Mscknittem' VeteMm- unv Schwarzwurzel, eine Mshrruöe aber keine Zwiebel oder- Gewürz hinzu und' läk! die Mibe lanasanr kochen. Nach 2 Stunden nimmt mare die weichen' Huhner ans der Suppe, seiht sie durck, entfettet sie unv gibt ihr einen Zusatz' von Flei'schextrasr.. Die Quantität der Suppe, nr dieser- Weise zubereitet, genügt für M PersMn. Gerstenscblei m. Ein balbeS Pfünd Gerste wird verlesen, gewaschen und in einem Theil abgefüllterHühnerbrühe nnt etwas Salz, einem halben Theelöffel Fleischeztrait' unv einem Stück Butter langsam eineStunde gekocht. Durch tx Sieb geschlafen, muß der Schleim' dünnflüssia) undvon gutem Geschmack sein' Zpr-reassee vsn Fisch. Mai? nimmt entweder Hecht, Aal, oder' wenrr das Gericht sehr sein sein scü'. Lachs. Die Mische werden- gereinigt., geschuppt in Stücke geschnitten, gelzen und ein? Stunde bei Seite gesetzt. Jl?zwischen' bereitet man aus einem kleinen, ausgegräteten, fein gewiegten Fisch mit Einern, geriebener Semmei. saurer: Sähne Salz und- Pfeffer eine Farce. us der man kleine Klößchen- formt, auch kocht man zwei'Kalbsmilche nach dem Manchiren und Häuten gar und zerschneidet sie. Die? Brühe der-Kalbsmilch siellt ' man heiß) .um in ihr alsdann die Fische klößchen zu- kochen, dann kocht man die Fischstücke in Salzwasser-mit Geniiirz und etwas' Wein, sowie Zwiebeln- und Lorbeerblättern gar, lost sie vorsichtig aus Häutend Gräten' und vermischt siemit der zerschnittenen- Kalb'smilch nrfd den inzwischen gekochten Klößchen-.. Alle diese Sachen setzt man- verdeckt aus ein Gefäß mit' kochendem Wässer, um si bis zur Fertigstellung- der' Sauce heiß zu halten. Zu dieser schwitzt man Mehl in Butter lichtgelb, verkocht dies, mit der Fleischbrühe zu sämigerSauce, würzt sie mit Sardellenbutter. Ciironensaft und Capern und- überzießr dfe Fischstücke mit wr-Sauce;-erst kurz vor dem Anrichten ziehr man-da? Fricassee mit. Eigelb ab;. Paprika-s'chnitzel:. Aus gut abgelegener Kalbskeule schneidet- man Schnitzel, klopft sie. salzt sie und wendet sie in MM In heiße- steigende Butter gibt man- feingeschnittene' Zwie-' bel und etwas Paprika, brät hierin die Schnitzel gar. nimmt sie aus der Butter, kocht diese- mit dicker, saurer Sahne auf und gibt sie nebst Salzkartoffeln zu den Schnitzeln. Wiener Schnitzel werden gleichfalls aus einer abgelegenen Kalbskeule geschnitten, geklopft und gesalzen-, mit Speckstreifen gespickt, in Mehl, dann m gequirltem Ei und- geriebener Semmel gewendet und in? heißer Butter F2ldbraun gebraten. Man garnirt die Schnitzel mit aufgerollten Sardellen Hälften, Citronenscheiben, Kapern, Perlzwiebeln und kleinen Pfeffergurken, oft legt man auch in die Mitte ein Setzei und verziert die Schnitzel mit Mixed Pickles. Man reicht geröstete Kartoffeln dazu. Ungarische Saure. In eine passende Kasserolle thut man ein Stück Butter, einige Speck-, Zwiebel- undWurzelscheiben nebst einigen zerschnittenen Champignons, einigen Gewürzkörnern und zwei ganzen Paprikascho ten. Man schmort Alles 10 Minuten durch, gießt ein Pint leichte Fleischbrühe und dm Saft einer Citrone daran und kocht Alles 30 Minuten miteinander. Man seiht die Brühe durch, bereitet eine hellbraune Mehlschwitze, verkocht sie mit der Brühe, giebt 5 Gran Fleischertrakt daran, verquirlt 2 Eigelb mit einigen Löffeln Sahne unv zieht hiermit die Tunke ab. Biskuitroulade: Sechs ganze Eier und 13 Eigelb werden mit einem Pfund Zucker schaumig gerührt, dann kommt die Hälfte Schnee der 18 Eiweiß dazu, dann drei Viertel Pfund feines Weizenmehl, die feingewiegte Sckale einer Citrone- und eine Messerspitze Hirschhornsalz, zuletzt der übrige Schnee der Eiweiß. Die Masse streicht man einen Drittel Zoll dick auf ein mit - Butter und Griesmehl bestreutesBlech. welches aber einen 'Rand haben muß, weil die Viskuitmasse vor dem Backen flüssig wird, dann bäckt die Masse ungefähr eine halbe Stunde bei mäßiger Hitze hellgelb. Die noch heiße Masse löst man' mit einem Messer vom Blech, dreht die untere Seite nach oben auf ein Bretts bestreicht das Biskuit schnell mit Fruchtmarmelade und rollt es zu sammen. Aus dieser Masse werden zwei Rouladen in der Länge von 20 Zoll. Rother, kalter Pudding. Fünf Eiweiß werden zu Schaum geschlagen, eine halbe Flasche Himbeerfast dazu, Zucker nach Geschmack; 7 Blätter rothe Gelatine werden in einer großen Tasse mit heißem Wasser auf gelöst, und dieses alles gelöst, bis e& dick wird. Frech. Amtsrichter: .Das ist heute' scholl das dritte Mal, daß Sie hier verurtheilt werden; ich hoffe. Sie hier nicht wieder zu sehen!" Strolch: .Na aber. Herr Amtsrichter. Se sind jcr noch ä Mann in den besten Jahren. tvarum wollen Se sich denn schon pett sionieren lassen?" j -