Indiana Tribüne, Volume 19, Number 5, Indianapolis, Marion County, 23 September 1895 — Page 2

Jndiana Srivttne

Erscheutt Täglich und SomttagS. Die tZzttche.TriöSne- kostet durch den Träger 13 Cents per Woche, dle SonntagS,Tribüneö Cent! per Woche. Leide infamste 15 EentZ de Gent per Etonat. Per Post außerhalb de, Stdt nzekchiSt U Vorausbezahlung S? per ahr. Gifte i 18 fc'Öfr Manama Straße. 3ndianapoM,3nd., 23. September '95 Kühne Verschwörung. Da jetzt auch für unser Lind eine Zeit der Kriegs-Ermnerungea ist, besonders in Verbindung mit verschieder:en großen nationalen Denkmäler Weihefesten auf einigen der bedeutendsten Schlachtfeldern des BürgerkcicacL, so mag auch einer höchst tifyttrt Gen föderirten-Verschwörung- gedacht fein. derenJahrestag auf den 19.September fallt, einer Verschwörung, welche, wenn sie Erfolg gehabt hätte, dielleicht die nachherige Geschichte uns:res Landes vollständig hätte umkrempel-? oder vielmehr in andere Bahnen lenken können. Diese Verschwörung zielte, darauf ab, 20.000 südliche Kriegsgefangene -an vier verschiedenen Orten des jhz dens zu befreien, .die ganze Nordgr:nze unter Controlle zu bekommen und mit einem tüchtigen Waffenstreich dem 5Zampf im Süden ein Ende zu ina chen, unter Mitwirkung eines freien Conföderirtenheeres. Aber es hat nicht sollen fein, so geschickt auch die Geschichte eingefädelt war! Sandusky in Ohio war das Theater diese? Ereignisse, und Johnsons Island sollte der erste Angriffspunkt sein. Die Zeitverhältnisie schienen günstig. Es war im Jabre 1864. als die Demokraten des Nordens sich anschickten, in der Nationalconvention zu Chicago zu erklären, daß der Krieg ein Fiasco sei. als der Norden von Unzufriedenen wimmelte, und Freunde des Südens unter Führung von Jake Thompson auchCanada überschwemmten. Während die Bevölkerung des Nordens sich tn trügerischer Sicherheit wiegte, wartete John Holt und seine Genossen in Johnsons Island gedulbig darauf, das Signal zu erhalten, das ihnen kund thäte, daß dasKriegsschiff Michigan" gekapert sei. und daß die Gfängnißthore von Camp Douglas (bei Chicago, wo 8000 gefangene Conföderirte inhaftirt waren), von Camp Chase" (bei Columbus, O., wo sich ebenfalls 8000 gefangene Conföderirte befanden), und von Camp Morton- (bei Indianapolis, mit etwa 4000 Gefangenen) aufgeriffen seien. . ; Die Officiere auf Johnfons Island sollten diese Armee befreiter Conföderirter befehligen. Schrecken und Panik weit und breit im Norden verursachen und womöglich einen völligen Umschlag zugunsten des Südens herbeiführen. Das Zeichen zu der gleichzeitigen Gefangenen-Befreiungen aber sollte General Jubal Early (der später !n Verbindung mit der LouisianaStaatslotterie so diel genannt wurde) mit einem Angriff auf die BundesHauptstadt Washington geben, so daß keine Truppen von dort nach dem Norken dirigirt werden könnten. Wegen Early's Verzögerung dieses Angriffs mußte die Ausführung der Pläne im Westen verschoben werden, und dies sowohl wie der Fehlschlag des Complotts auf Johnsons Island hat wohl den Norden gerettet, wenigstens vor einer immerhin sehr bedenklichen Sachläge. Jake Thompson, der erwähnte Führer der Südlichen in Canada (unter dem Präsidenten Buchanan Secretür des Innern), erwählte den Major C. H. Cole (vom 5. Tennesseer Conföderirtenregiment) als Hauptperson für den ersten Trumpf. Cole war ein Mensch von ungewöhnlichem Muth und wunderbarer Kaltblütigkeit. Kurz nach seiner Gefangennahme, und während er den Generalmajoren Dix, Heintzelman und Hitchcok vorgeführt wurde, versuchte er, eine brennende Cigarre in das Pulvermagazin deö Michigan" zu schleudern, und alle an Bord Befindlichen, einschließlich seiner selbst, Zn die Luft zu sprengen! Am Montag, den 19. September, sollte der Angriff auf Johnsons Jsland, Camp Douglas, Camp Chase und Camp Morton vor sich gehen. Vor Allem sollte Cole das genannte Kriegsschiff in Beschlag nehmen, dann die Gefangenen auf der ersterwährnen Insel befreien, die Telegraphendrähie durchschneiden, sich eines Bahnzues bemächtigen, nach Columbus dampfen, die Gefangenen oes Camp Chase in Freiheit setzen und in Sandusky das provisorische Hauptquartier der Con-föderrrten-Abtheilung desNordwestens errichten. Ferner sollte u. A. Major 'Hinds von Chicago nicht nur Camp Douglas angreifen, fondern auch eines der eisernen Dampfboote kapern, welche zwischen Grand Haven und Milwaukee fuhren. Der Anschlag hatte natürlich noch eine Reihe Mitwisser an verschiedenen Orten, und an Geld fehlte es auch nicht. Cole spielte sich als PetroleumSpeculant auf.organisirte die Mount Hope Oil Co.", wurde bald durch die vorzüglichen Gastmähler, die er gab. und durch seine feinen Weine und Cigarren bekannt trnd suchte sich alle Officiere des Michigan" zu Freunde zu machen. ES gelang ihm auch, zwei Conföderirte als Seeleute auf den Michigan" zu schmuggeln, und zehn andere ließen sich als Soldaten werben und thaten auf Johnson's Island Dienst. Eine wichtige Rolle bei der Verschwörung spielte u. A. auch eine Engländerin Namens Annie Davis, welche als Botin zwischen Cole und Jake Thompson hin und her ging. Am Morgen deS 19. September waren alle Vorbereitungen beendet. Cole begab sich von Detroit nach Sandusky, wo er Abends mit den Officieren des Michigan- an Bord des , Schiffes speisen wollte: Betäubuna

stoffe sollten In den Wein getyan werden. In Gesellschaft seines Genossen John Yateö Beall von West.Virginien (der auch als Organisator eines Theils der Stonewall'Brigade'' bekannt geworden ist) bestieg Cole das Boot Phtfo ParsonS" und nahm, als inzwischen noch mehr Conföderirte eingestiegen waren, das Boot mit allen Leuten gefangen. An der Werft von Put-in-Bay wurde das nach Cleveland bestimmte Boot Island Chicen" gekapert, auf dem sich 300 Passagiere, meist unbewaffnete Soldaten, befanden. ' Alle Gefangenen wurden auf Fighting Island internirt, und beide Boote fuhren dann nach Sandusky. Cole ließ sich nach dem Kriegsschiff Michicm" rudern und schmauste gemächlich mit den Offneren! Da. im letzten Augenblick, kam ein Officier von Johnsons Island herein, klopfte Cole auf die Schulter und sprach: Major, ich verhafte Sie als Conföderirten-Spion." Cole lachte auf, aber er wußte, daß AlleS verloren war! Er war verrathen worden. Mit großer Geistesgegenwart ermöglichte er es noch, daß fast alle seine Freunde entkommen, konnten, indem er ein Dutzend oder mehr Unschuldige Zn den Handel verwickelte, worüber zeitweise große Aufregung entstand. Am 16. Februar sollte Cole alS Spion und Pirat" auf Johnsons Island gehängt werden. . Acht Tage

darnach wurde Beall aus GodernorS Island wirklich hingerichtet. Er hatte die beiden gekaperten Boote, die 3s land Queen- sogar in Sicht des Kriegsschiffes und dann Philo Par-sonS-am canadifchen Gestade, zum Sinken gebracht, war aber kurz nachher eingefangen worden. Cole aber hatte das Glück, daß sehr starker Einfluß sich zugunsten einer Umwandlung deS Urtheils geltend machte. Im Jahre 1866 auf einen HabeaScorpusBefehl hin freigesprochen worden, entkam er nach Canada, diente nachher in Mexico unter Maximilian und kehrte schließlich als Begnadigter nach den Ver. Staaten zurück. Eine FlnanZ'Nuöstelluttg Cinen neuen sehr interessanten Vorschlag für die Weltausstellung im Jahre 1900 macht Herr Heulhard, nämlich die Organisirung einer Finanzausstellung. Die unbedeutendsten Zweige der menschlichen Thätigkeit und die geringfügigsten, Errungenschaften der Civilisation sind auf den Weltausstellungen vertreten, führt er in seinen Motiven aus, und nur eine Branche des Handels, die reichste und die mächtigste, die deS Geldes, hält sich hartnäckig von ihnen fern. Den Grund dieser Abstinenz findet Herr Heulhard in der Thatsache, daß bisher Pläne für eine derartige Ausstellung noch nicht entworfen wurden, daß man für sie bisher keine Formel gefunden. Er glaubt, diese Lücke ausfüllen zu können, und macht folgende Vorschläge: Die Ausstellung müßte eine Geschichte der Finanz und eine historische Entwickelung des Finanzapparates den Beschauern bieten. Dazu wäre eine Theilung in fünf Gruppen erforderlich. Die erste soll alle Rohmaterialien enthalten, die Förderung des Goldes, des Silbers und des Kupfers in allen Culturepochen darstellen: die Bergwerke von Laurium, Californien, die Goldsuche? des Mittelalters, die Forschungen der Alchimisten, den Stein der Weisen-, Mineralstücke, die größten Gold- und Silberblöcke, die Goldschläger, die Manipulationen vor der Prägung u. f. w. In der zweiten Gruppe würde die Umwandlung der Metalle in Geld zur Darstellung gelangen: die Prägewerkzeuge der verschiedenen Epochen, die Veränderu.nge, denen die Münzen in Folge des Gebrauches unterliegen, die Falschmünzer, die zur Zeit bestehenden Münzsysteme u. a. rn.; schließlich MUnzhaufen zu augenfälligen Vergleichen, z. B. eine Million Francs in Kupfer, Zn Silber und in Gold. Die dritte Abtheilung enthält die Vankwerthe und Noten: Ursprung der Bank, die Schaffung der Creditbriefe, Erinnerungen an die großen Bankiers, die Strozzi, die Medici, die Fugger, die Märkte von Lyon, die den ersten großen Finanzmarkt Frankreichs bildeten, das System Law, die großen Compagnien, die Assignaten, die Errichtung der Bank von Frankreich u. s. w. Die vierte Section soll einen Ueberblick über die öffentlichen und PrivatFinanzen bieten, Verleihung von Gerechtsamen', Ordonnanzen, Flugschriften, Pamphlet, .Zeitungen, die Budgets Frankreichs während der verschiedenen Regimes, der moderne Steuerzahler u. a. m. Die fünfte Abtheilung schließlich sollte alle Einrichtungen vereinigen, die aus die öffentlichen und Privatfinanzen Bezug haben: Münze, Stempelund sonstige financielle Abgaben, das Syndicat der Agentö de chanze, die Gefellfchaften, die verschiedenen Einrich tungsgegensta'nde der Banken und Creditinstitute u. s. w. Als Pfefc für diese eigenartige Ausstellung schlägt Herr Heulhard den Pont-au-Change vor, nämlich die Reproduction desselben in seiner mittelalterlichen fform. Im Mittelalter gab es nämlich in Paris keine andere Geldbörse. als diese Brücke, die heute vom Chatelet - Platz nach dem Justizpalaste führt und die durch ihre Krachs eine traurige Berühmtheit erlangt hatte. Sie war zu beiden Seiten mit leichten Gebäuden besetzt und bildete eine wahre Straße. Die elegante Welt und die Handeltreibenden fanden sich auf ihr zusammen. Wechsler aller Länder hatten dort ihre Lädn und die Finanz zeigte schon damals einen internationalen Charakter, der sich im Laufe der Zeit immer . scharfer ausgeprägt hat. Um die Wechölerbuden hatten sich viele Industrien gruppirt, wie Goldschmiede und Modewaarenhändler. Der Pont-au-Cbanae war mit einem Worte in

Folge deö Reichthums seiner Auslagen, der Mannigfaltigkeit seiner Fa?aden und seiner pittoresken Bauten, die wir auf, zahlreichen 'alten Stichen bewundern können, einer der Hauptanziehungspunkte deS mittelalterlichen, Pa.ris. Sein Wiederaufbau, der sich leicht bewerkstelligen ließe, würde einen der gelungensten Clous der Ausstellung bilden. Herr Heulhard schlägt übrigens vor, die verschiedenen Bauarten der einzelnen Völker hier zum Ausdruck zu bringen. Das war auch im Mittelalter der Fall, da italienische, flämische, deutsche und levantiner Händler auf ihm vertreten waren, die ihre im heimathlichen Stile aufgeführten Bauten mit StädteWappen und Bannern schmückten. Reichlich die Hälfte-der Häuser war von Edelsteinhändlern und Goldschmieden, von nordischen Kürschnern, Modisten u. f. w. besetzt. Nebenbei gab es eine Anzahl kleiner ambulanter Gewerbetreibenden, die aber den Verkehr keineswegs behinderten, da die Brücke in der Form eines Y gebaut war, dessen zwei Ausläufer sich nach dem'linlen Seineufer, also nach derSeite der Ausstellung hin, öffneten. An der Abzweigung foll eine große Bratküche , nach dem Muster derjenigen Zur Fortuna" oder Zum goldenen Kalbe" erbaut werden, vor der dann das Treiben deS alten Paris mit Affenführern, Quacksalbern. Egypterinnen, Zigeunerinnen u. f. W. wieder zur Darstellung gebracht werden würde. Auf einem Theil der Brücke wären die berühmten Decorationen anzubringen, die zu Ehren des Einzuges Heinrichs II. in feine gute Stadt Paris errichtet worden waren. ES sind dies Meisterwerke der Bildhauerkunst und der Malerei, an denen die berühmten Jean Goujon, Germain Pillon und Michel Dorigny mitgearbeitet haben und deren Entwürfe noch vorhanden sind. Auf der Ausstellung müßten dann eine Allen zugängliche Münze, eine Druckerei für Banknoten,' Werthpapiere u. s. w.. Wechselstuben errichtet werden, die mit der Börse durch Telephon und Telegraph in Verbindung gesetzt werden sollen, wodurch sich dieser Theil der Ausstellung von praktischem Nutzen er'.oeisen würde. t tti t Stierkämpse i Krankreich. Der französische Minister deS Innern hat in verschiedenen Departements die Abhaltung der Stierkämpfe untersagt, was zu Ausschreitungen Anlaß gab, so daß in einzelnen. Orten sogar Militär interveniren mußte, um die Ruhe wieder herzustellen. In Bajonne wurde der berühmte spanische Toreador Mazzantini sammt seiner Cuadrilla ergriffen und an die Grenze geführt. Mazzantini richtete einen Protest an den spanischen Gesandten in Paris. Die Arena wurde geschlossen und von fünf Gendarmeriebrigaden, besetzt, von denen zwei berittene waren. Von auswärts waren viele Leute nach Bayonne gekommen, um dem Stierkämpfe beizuwohnen. Schon aus diesem Grunde herrschte in der Stadt eine gewisse Aufregung. Der Maire, der bis zum letzten Augenblick AlleS versucht hatte, das Verbot rückgängig zu

machen, indem er namentlich hervorhob daß diese Corrida die letzte der Saifon sein werde, berief den Gemeinderath zusammen, trotzdem es gerade Sonntag war, und setzte ihm die Lage auöeinander. Alle Gemeinderäthe gaben hierauf ihre Demission. Als sie die Mairie verließen, brachte ihnen die in großer Zahl versammelte Volksmenge eine Ovation dar. NachmittaaS wurde am Eingange der Arena eine Abtheilung Artillerie!' aufgestellt. Nachts 11 Uhr, nach einem von der Stadtmusik gegebenen Concert, zog eine Bande von 300 jungen Leuten vor die Unterpräfectur und schrie: Demission!" Demission!" Sie wollten die Thüre einschlagen, als die Gendarmerie zu Fuß und zu Pferde gegen sie anrückte und sie zerstreute. Aber bald fammelten sich die Manifestanten vor der Mairie und derGendarmerie und' dann wieder vor der Unterpräfectur, wo eine Scheibe des Salons eingeworfen wurde. Auch vor den Häusern eines Deputirten und eines Senators wurde Demission!" gerufen, obfchon diese immer für die Stierkämpfe eingetreten waren und als Mitglieder des Gemeinderathes bereits demissionirt hatten. Der Platzcommandant von Bajonne ließ nun vor der Unterpräfectur eine Compagnie Infanterie aufmarschiren. Sie wurde mit dem Ruse: Vive Marines!" empfangen, und es wurde ihr kein Widerstand entgegengesetzt. Um 2 Uhr Morgens war die Manifestation beendigt, bei welcher drei Perfönen verwundet und mehrere verhaftet worden waren. Groß ist Vic Aufregung in den Dörfern, wo man das Verbot aller Stierkämpfe,, sogar der unblutigen Courses provencales ungerechtfertigt findet. In Arles wurde daS angesagte Stiergefecht abgehalten, weil das Departement der Rhonemündüngen, wo die Mißbräuche bisher weniger stark waren, im Besehl deö Ministers nicht inbegriffen war. Sechs Stiere und drei Pferde wurden getödtet. aber der Kampf befriedigte" die 6000 Zuschauer nicht, die Toreadoreö wurden ausgepsiffen. Welche Scenen abstoßender Grausamkeit sich bei den Stiergefechten abspielen, zeigt ein auö ArleS vorliegender Bericht. Dort fand unter glühendem Himmel, vor vielen Taufenden von Zufchauern auch eine Menge Frauen und Mädchen befanden sich, dabei ein solches Schauspiel statt. Der eine der zu Tode gequälten spanischen Stiere tödtete erst ein Pferd und vermundete den darauf sitzenden Picador. DaS gereizte Thier ließ feine Wuth und Angst am' Leichnam deS Pferdes aus, den eö mit seinen Hörnern und Hufen zerfleischte. Einige Damen wa ren so schwachnervlg, gegen die Fortsetzung des Gefechtes zu protestiren, aber die Menge applaudirte und verlangte, daß weitergekämpft werde. . . Doch dlödliü bob au allgemeinem Ent seden das vermeintlich icbon verendete

Vferd b:i einem neuen Hornftoße des Stiere den Kopf; diesmal waren die Protestrufe einmüthig; ein Tarcador brachte durch einen Stiletstoß die Agonie d:s Pserdcs zu Ende. Und nun ging ein Gehilfe des Matadors Manzano mit zwei Degen gegen den Stier los; eine Viertelstunde lang durch peitschte der Stier die Arena, einen De gen bis an's Heft im Leibe. Schon gestürzt, wollte er nicht sterben: nach dem neunten Dolchstich riß er sich noch empor und umkreiste blutend die Bahn. Das Publikum brüllt; über die. Grausamkeit? Nein, blos über die Ungeschicklichkeit des Toreadors. der mit Steinen und leeren' Flaschen beworfen wurde. Endlich stieß der Stierkämpfer dem Thiere noch einen Degen in den Hals und es starb unter dem Gejohle von zehntausend Menschen. Der nächste Stier wurde reinlich" abgeschlachtet; beim zweitnächsten wiederholten sich die Scenen von vorhin. Drei Pferde blieben auf der Strecke, zwei Picadors wurden verwundet.. Manzano war wieder so ungeschickt wie vorhin, wieder regnete es Steine und Flaschen. Elf Degenftöße hatte das Thier bereits bekommen; da. mit einem furchtbaren Fußtritt schleuderte es den Toreador von sich und brach erschöpft zusammen. Ein Dolchstoß machte ihm den Garaus. DaS Publikum war athemlos vor Aufregung, Manzano, ausgepfiffen und verhöhnt, verwundet, verließ die Arena. Beim nächsten Kampfe gingen wieder drei Pferde d'rauf. aber der Matador Alvaradito tödtete den Stier unter großem Beifall beim zweiten Degenstoß. Nach Schluß des Gefechtes wurde die .Stierkämpfertruppe furchtbar verhöhnt und von einigen Hundert johlenden, brüllenden Menschen nach dem Bahnhofe geleitet. Das ist moderne französische Cul-tur!

Eriunerungtn. Die frechen Lügen deS Generals Munier haben in der deutschen Presse die gebührende Antwort erhalten, ohne daß der tapfere General sein Schwelgen über Ort und bethelligte Personen gebrochen hättet Wie preußische Osficiere sich aber gegen französisches Privateigenthum benommen haben, zeigt folaendeS Schreiben des PostdirectorS Ziegler in Greifswald. Am 21. September 1870 rückte daS S. ArmeecorpS in Versailles ein, daS Feldpostamt, dessen Vorsteher ich war, erhielt als Quartier die ZV-mng deS Generals NouS, Rue Sartori No. 17, angewiesen. Der General befand sich im Süden Frankreichs zur Formirung neuer TruppenkLrper, feine Familie, .Frau und Tochter, sowie daS Dienstpersonal muß bis zum Augenblick deS Einmarsches in V. geblieben, dann aber geflohen sein; alles deutete auf eine höchst überellte Flucht. Zimmcr und Betten waren nicht geordnet, in der' Mitte der Schlafzimmer lagen die Nachtkleider der Damen, wie sie dieselben abgelegt hatten, um die Reisekleider anzuziehen, auf den Spiegel und Nachttischen lagen die Schmuckfachen herum, die Handtücher waren noch feucht, da? Wafcbwasser in den Waschschalen zeigte noch Seifenschaum. Schränke und Commoden waren unverfchlossen, die Thüren der Schränke standen zum Theil weit offen. In den Schränken fanden sich eine Masse silberner Geschirre, Teller, Schüssel, Theebretter, ferner Löffel, Messer und Gabeln, dann verschiedene Schmuckgegenstände, Armbänder und Brachen, goldene Uhren, Ringe, auch ein Orden der. Ehrenleaion u. s. w. vor. Alle diese Gegenstände wurden sofort bei memer Ankunft gesammelt, in ein Werzeichniß eingetragen, in sichern Verwahrsam genommen und bei unserm Abrücken aus Versailles auf Grund dieses Verzeichnisses und gegen Quittung auf demselben der Frau Verg6 als der Bevollmächtigten der Frau Generalin NouS übergeben. Nach Feststellung des Bestandes der Werthsachen ßemsjhte ich mich, mit Hilse der Mairie Angehörige der Familie Nou6 zu ermitteln; als solchewurde mir die Frau Generalin I. Verg6 angegeben, welche auf mein Ersuchen sich persönlich in der Wohnung von der sichern Aufbewahrung der Werthgegenstände überzeugte unv über ihre Wahrnehmungen der Frau General'm Nou6 berichtete. Von ihr rührt auch ein Schreiben her, das ich in Uebersetzung hierunter Ihnen wiedergebe: Versailles. Mein Herr! Soeben erhalte ich einen Brief der Frau Generaltn Nou6. worin sie mir dankt, daß ich mich mit Ihnen wegen der Wohnung in'S Benehmen gesetzt habe, in deren Schränken sie, wie eö scheint, ihr' ganzes Silberzeug und sonstige Wertbgegenstände hat liegen lassen. Ich bin 'deswegen völlig berubigt, denn ich kann ihr versichern, daß ihr Eigenthum Ihnen ebensosehr am Herzen liegt, als wäre eS das Ihrige. - Genehmigen Sie, mein Herr, die Versicherung meiner vorzüglichen Hochach--tung." Derselbe Figaro", der den preußischen - Officieren Plünderung und Diebstahl vorwirft, hat übrigens am 23.; August 1870 wahrheitsgetreu geschildert, wer denn eigentlich in Frankreich stahl und raubte. Er schrieb damals: Ich weiß wirklich nicht, ob ich Ihnen diese herzzerreißende Geschichte erzählen soll. Gestern Abend 6 9j Uhr wurde der Güterbahnhof zu ReimS von 3 400 Nachzüglern des Corps von de Failly geplündert. Die Soldaten gehörten verschiedenen Waffengattungen undj besonders der Artillerie an. Sie hatten sich vor Beginn derPlünderuna mit einem halden Hundert Aufkäufer verständigt; sie brachen nahe an 1S0 Wagen auf, warfen ohne Rücksicht aus die möglichenl entsetzlichen. Folgen die Wein, und Pulverfässer, die Patronen- und Zwiebackkisten. die Kugeln und MonttrungSeffecten, sowie einen großen Thil der Bagaae deS Kaisers , aufs Pflaster. Die Ankäufer kamen nun

yeran und Mlten"M' uenk.'fur daS Stück kaiserlicheZd Tuchs. 1 Franken 9 Cent, für den Ballen Kaffee, 50 Cent, für den Hut Zucker. Auch die Bagagen eirxS MarineJnfanteriere-. gimentS wurden verhandelt. Ich blbe heute uf der Straße die Stücke emes DcnnenporträtS aufgelesen, auf dessen Rückseite einige sehr bewegte Zeilen geschrieben waren. Die VahnhofSbeamten machten geführt von zwei enerzischen. Männern, dem SicherheitScommissär Felix LemeriS und dem StationSchef.Mönefsier, einen Angriff auf die Plünderer, diefe aber leisteten tapfern Widerstand. Sie warfen den Vertheidigern der Ordnung Patronenpackete'an 'den Kopf. Endlich wurden etwa 50 von den Plünderern ergriffen, darunter 40 Soldaten." Und sie sind doch nicht füsilirt!" ruft der Berichterstatter am Schlüsse.

Das metrische Maß. Zu den Ländern, die das metrische Maß- und Gewichtsystem noch . nicht durchgeführt haben, gehört England, doch hat eine vom Unterhaufe m dieser ?frage ernannte Commission em pfohlen, daö Metersystem sofort gesetzlich zu gestatten und nach Ablauf von zwei Jayren als zwanasmätzig einzuführen. England wie die Vereinigten Staaten brauchen bisher AardS (914.39 Milimeter); daS gleiche Maß ist auch in Ostindien unter dem Namen Goß" in Gebrauch. DaS metrische Maß wird jetzt in Belgien, Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland. Italien, Niederlande, Norwegen, Oesterreich-Ungarn, Portugal, Rumänien, Schweiz. Serbien, Spanien, Schweden, Türkei, Argentinien, Brasilien, Chile, Peru. CentralAmerika und Egypten angewandt; Übrig bleiben noch Großbritannien und Irland, Dänemark, Rußland, die Vereinigten Staaten, Ostindien, China und Japan. Dänemark hält an seiner Elle fest. China braucht Tschi" (0.318 Meter). Japan Schaku" (0.303 Meter) und Rußland Arschin" (0.711 Meter. Nimmt England das metrische Maß an, so hat dies eine große Vedeutung und vereinfacht die Verhältnisse in der kaufmännischen und seemännischen Welt, in der englisches Maß angewandt wird, ganz erheblich, denn in mancber. Staaten wird die Größe der Schiffe noch immer in ena l'schem Maß angegeben. Außer dem Metermaße wird auch das auf metrtscher Grundlage beruhende Gewicht seinen Einzug falten müssen. Leider tauchen in manchen Ländern neben dem gesetzlich eingeführten Metersystem auch noch die alten Maße auf; so findet man auch in deutschen Angaben oft noch Fuß oder Morgen. Deutsche Lokal-Nachrichten. Vrovin MeNkal,. L ü n e n. Drei Söhne des Schlos sermeisterS Hagedorn geriethen beim Baden in der Lippe an eine tiefe Stelle. Der jüngste, 7jährige, wurde durch emen andern Jungen gerettet; der älteste, 13jährige, wollte seinem 10jährigen Bruder beispringen, dieser faßte ihn jedoch um den Leib und zog lyn mit in die Tiefe ; beide ertran ken. Paderborn. In dem Truppenlager Senne" traf der Blitz in ein Compagniezelt und betäubte acht Soldaten. Einer ist stark gelähmt, die übrigen erholten sich bald. Ein starrer Negen setzte Theile des Lagers un ter Wasser. VhelnprsVink. Aachen. Ihre Bestrafung durch ole lrasiammer des hiesigen Landge richts sehen 14 Studirende der bieü gen polytechnische Socksckule. sowie der Universität Bonn entgegen, weil sie 5 ..1 Cs . fl . fYY" yin zenimmimgs-jcen-suren ausgefoa?.en haben. In der eyrungspslegeanstalt der Franciska nerbrüder wurde ein 15jähriger Pfleg ling von einem anderen , beim Kartof felschälen im Streite erstocken. Bonn. In Beuel wurde Nachtö aus ver Wtthelmftraße der Fabrik, beiter Lichtenberg in der Nähe seiner Wohnuna erstochen aufaefunden. Der Unglückliche hatte mehrere tiefe Stiche ! lti..r.;e s. .. uniciieio eryauen. Iie zwei mulymamichen Thäter sind verhaftet. Rbetnböllen. Ein Einwobne? der Ortschaft Ellern begab sich Abends in den Wald, um Ameiseneier zu gammeln. Er wurde in der Dunkelheit von dem 15jährigen Sohne deS ?t?nft.ft r;; 1 ? m (rn.'n. umm" jm cm siua auuo ge halten und anaesckossen. Neun Schrotkörner drangen dem Manne in Kopf unv rüst, so daß er zu Tode getrosfen zusammenbrach. Vrovini SssonVl7au. Kassel. Selmar Meyer, langjähriger Buchhalter deö hiesigen Con fektionshauseS Wertheim, beging Selbstmord durch Erschießen. Als Beweggrund zu der That vermuthet man unglückliche Liebe. Elberberg. Die Tochter des hiesigen Försters war seit einigen Iahren in Dresden verheirathet, sie kam diesen Sommer leidend zur Erholung zu ihren Eltern; ihr Zustand aber verschlimmerte sich, und sie starb. Nach erfolgte? Mittheilung von dem Ableben feiner Frau traf der Gatte ein. be gab sich sofort an da frische Grab sei. ner inzwischen beigesetzten Frau und erschoß sich, ehe eS die Umstehenden verhindern konnten. Wefierburg. In dem Dörfchen Winnen sind achtzehn Wohnhäu ser, darunter daS Schulhaus, und sechzehn Wirthschaftsgebäude abgebrannt. Der Schaden ist fehr groß und trifft die armen Gebirgsbewohner besonders empfindlich, da sie fast alle nichts ode? wenig versichert haben und ihre Erntevorräthe vernichtet sind, welche zunächst zu? . Zahlung von Pachtsummen Verwendung gesunden hätten. LvsStSe. Bremen. Die Kosten der Wiederherstellung des alten Bremer Domes. welche zuerst auf 500.000 Mark!

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S$mii fr &abctv JWfruW veranschlagt waren, belaufen sich bis jetzt auf 1.724.995 Mark. Von diesem gewaltigen Betrage sind nur 653.363 Mark aus dem Verkauf von Domländereien gelöst, das übrige ist durch freiwillige Beiträge aufgebracht worden. Travemünde. Ein junges Paar miethete neulich ein Ruderboot und fuhr in die See. Das Boot ist leer angetrieben. Da die Fangleine fehlt, wird angenommen, daß das Paar sich damit zusammengebunden und gemeinsam den Tod gesucht habe, zumal das Wetter ganz ruhig war. Oldenburg. Varel. Das bekannte, jetzt von Schweers geführte Wirthshaus Zum Fürsten Bismarck" in Dangastermoor, welches durch seine seit einioen Jahren verstorbene originelle Wirthin, die Mutter Bismarck", weit und breit be. kannt geworden ist, ist kürzlich vollstandig niederaebrannt. . Nketnpkatx. F r a n k e n t h a l. Die hiesige Zuckerfabrik, welche, als Frankenthaler Zuckerfabrik" die bedeutendste Raffinerie des Continents ist, feierte ihr 50jähriges Gründungsjubiläum. Die Fabrik wurde im Jahre 1845 durch Stephan Glossier im' Vereine mit Franz und Carl Carcher errichtet. Von den Gründern der Fabrik ist keiner am Leben. Die Hamm'sche Maschinenfabrik wurde für 220.000 Mark verkauft. Der Name des Käufers wird geheim gehalten. Man nennt Molitor und 0. m eldelbera. L a n d a u. Das Ovfer der Svielbank Monaco wurde der im nahen Arzheim an einem Baume erbänat aufgefundene 61jährige verheiratete ausmann yristlan Slbbers aus Tondern (Schleswia-Holstein). Er war laut in seinem Noti,bucke entbal renen Mittheilungen nach der Spielvank gereist, um seine derangirten Fi nanzen wieder zu restauriren. aber an statt daß ihm Fortuna lächelte, ver spielte er seinen letzten Heller. v?üvtt,n,v,ra. Stuttgart. Eine der theuersten Geigen, welche auf dem Erdenrund existiren, befindet sich ZweifelWS hier. Wer reiche Fabrikant Z., ein aroner cuiiltreund und selbst 23 r tuofe auf der Violine, bat nämlick kürzlich eine echte StradivariuS um ven anitandlgen Preis von 120.000 M. an sich gebracht. Ein amerika r 1 s 1 en i m cyes sieo-ne rauranr will eine hiesige Großbrauerei demnächst hier versuchsweise einrichten. Hat die Sache Erfola. so sollten mebrere der artige Restaurants in der Stadt eingerichtet werden. Göppingen. Der frühere Direltor ver die men Slnawlelballe. Weis Haupt, ist von der Strafkammer m Ulm wegen Maiestatsbeleidigunz zu sieden Monaten Gesangniß verurtheilt worden, wovon ein Monat an Untersuchungsyast abgeht. H e i l b r 0 n n. Der Reisende 'ei ner hiesigen Firma, Otto Böhmerle aus stuttaart. wurde beim ercn Weiler todt aus dem Neckar gezogen. Bohmerle ist in Folge eines Unglücks falles ertrunken. Karlsruhe. Auf dem Feld bergerhof" wurde dieser Tage mit dem Architekten Schmidt von Freiburg der Vertrag wegen der Erbauung des Msmarck-DenkmalS aus dem Feld berg abgeschlossen. Darnach über nimmt Herr Schmidt die vollständige Ausführung des Denkmals sur 13, 000 Mk. . Das bronzene Relief-Me daillon hat Her? Bildhauer Dietsche von Karlsruhe für 3500 Mk. übernommen. Zum ersten Male seit langen, langen Jahren ist der Fall zu constatiren, daß an -zwei Tagen (26. und 27. August) hier (in einer Stadt von mehr als 30.000 Einwohnern) kein Sterbefall, vorgekommen ist. Dassenheim. Im Gemeindesteinbruch stürzte der Arbeiter Franz Riedinger 15 Meter tief hinab und starb in Folge der am Kopfe erlittenen Verletzungen. Jlversheim. Beim Baden im Neckar ertrank der 8 Jahre alte Waiknabe Emil Vögele in Folge eines Schlaganfalls. Mühlheim. Gerber V., ein bejahrter hiesiger Einwohner, hat sich im Bette mit einem Rasirmesser den HalS durchschnitten. Der Verlebte war ein unbescholtener freundlicher Mann, der durch schwere Krankheit und bleibendeS Siechthum in seinen Vermögensverhältnissen - zurückgegangen war und die That in der Verzweiflung be. gangen hat.' Oberambringe?:. Der 63jährige, an Tiefsinn leidende LandWirth Michael Strüb hat sich in seiner Scheuer erhängt. Strüb war unverk1 Schön und rein - Soll daö $aui ftetö sein I Die beken OürSen kauft man firi s. Ochtttdel, 450 Oft McCarty rraxe.

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