Indiana Tribüne, Volume 19, Number 4, Indianapolis, Marion County, 22 September 1895 — Page 5

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Ein Ausruf, den wir so oft hören, ist Ach, ich bin so nervös und gerade dieser Klasse von Leidenden wird es fast niemals klar, was ihnen eigentlich fehlt und waS die Ursache ihrer Leiden ist. Dr. S ch o o p fand nach einem langjährigen Studium von chronischen Krankheiten, da& gewisse Nerven dem Körper Stärke und 'Kraft verleihen. Diese Nerven kontrolliren vollständig den Magen, die Leber und Nieren. Wenn diese Nerden geschwächt sind, werden die Speisen nicht verdaut und als eine natürliche Folge entstehen dadurch Dyspepsia und Nervosität, denn zur Herstellung von Blut, Knochen und Muskeln ist eine vollständige Verdauung der Speisen absolut nothwendig. Dr. Schoop's Wiederhersteller heilt Magen, Leber- und Nieren-Krank heiten durch Kräftigung und Stärkung dieser Nerven. Diese Arznei ist kein Nervine cder giftiges Nervenreizmittel, sondern dient zur Ernährung des ge schwächten Nervensystems. Diese Medizin reinigt das Geblüt und stellt die Kräfte wieder her. Es ist eine Arznei, welche die Ursache des Leidens entfernt. Ju Lrotbek cd fraaco pn Expreß sür f l.OO. fei Der deutsche .Weg ndUv zur Gesundheit-, : welcher die Vehanoluna ,;s5ö,v :it dieser Arznei genau (wfe beschreibt, nebst Proben. r$ Kch',) ucrDcn an irgend eine JiH-: frei velsaadt. FÄv.r. ...; i'ia schreibe an Dr. Schooö. Sz? 9, 3!ccinc. Wis. Crne Bolksfvrache ima gesunder Stten schevverftand von ?r. tS. B Tkoote. entSMi Kapitel über Ursachen und Berhü i-a von Krankheit, ir vai Lektüre für -n.'ä"ner nnd grauen, A-'hs.'de für Jung und -Xu übn ebcliches (i)iüit. qeschlecdtlicbe Erschövfnng und deren Wicderk,er"elluna.L0 S-iten mit 200 U luurratjonen u. Klnpracdtvollkm Farbendruck au? ackührten Kar ten. Ä!ebii Anhang vo über 2) Steppten. IhuH c AuSaabe, P , liS 1 50 p o r 1 0 frei vrja,!dr naefj fTh ' tf'W JA Z I W 7H 1 w:;& ZI mm l i3!r4li von. A W EForteMD MV wjSr&U mm -j Smv.sangdes BetageS n deutscher od,r cngiliaovi plkkb. VZur'ay M Vublisking l5o.. 2t Oü S.' - ac 4ie Jork. lljüta? "lzcn'en aMfn fuMjen ö!ab :tt gesucht. Nchaist nur die eckten. Ricli. Branit's Ä, CyunncrO0.' üOiinuiLwi Pillen. . ZiM Blutroinigend. BSrdar tfla Yardauung. Bettee Mittel gegen Leöer- u. Callenleidefu MS" Itt huben In allen Apotheken. - Schwache, nervöse Personen, gt au&tt von GewisienZbissen und schlechten Traumen, akpiiat von Rücken und Kopfichmerzkn, trröthe. 'rtUrn, Herzktopfen. Unentjchlojjenheit. Trübstn und erschöpfenden Ausftüiien, erfahren aus dem ,Lnqendfreund", auf welch' einfache, billige Weise schlecht krankdeiten und Folqen der Jugend funden geheilt und die olle Gesundheit und der Frohsinn wiedererlangt werden können. Gan, neu! txilverfabrk und neue Medizinen. Jeder fein iaener Ar,t. Schickt 25 Centt in StampS und Ihr fectarnut bat Buch versiegelt und frei ugescbick! von der ?rioat Klinik und Dispensary." 23 West 11. Str.. en, Vor!. N. V. c 1 Injektion. v Ktxnt permanente uuv s v er Verrnaalgnen Haue von vsunougca vno 2 UN. flatantirt tn von a oi l xaaen; ictnc 2 dere Behanolunz vtdig und ohne die an j itelibcn Reiultate de liinnetjmcni von u. S 2 bd. opaida oder k-andeisl. J.erre o. w 2 irou achslzer1.po. tr, PaxiS. er w tauft o allen frugalsten. 2 li!f'-ll LZJ I I lTt 4 Der Herren Freund. Unsere vollkommene Cvrihe frei mit jede? la'At. Macht Ki Flecken. Verhütet Strikturen. Heilt Tripper und uerMK in l bii 4 Taqen. FrZzt Slvorbekern dajie. verndt bei Srpi für ti.v. Z?!an adrelkre: UKvoon eVik'Q.eO.. leAsi-cn.o,. kiM8ladu1e8. KipsnA l'sbules sre compounäeä from a prescription widelyused by thebest rnedical authorities and are presented in a form that is becoming . the seshion everywhere. Rloans Tabules act centlv but promptly upon the liver, stoma.;h and intestines; eure dyspepsia, habitual constipation, offensive breath and headache. One tabule taken at the first symptom of indigestion, biliousness, dizziness, distress aster eating, or depression of spirits. will surely and quickly removethe whöle disliculty. Price, 50 cents a box. RIpansTabules may be obtained of nearest druggist; or by rnail on reeeipt of price. R1PANS CHEMICAL COy lO Spruo Stret, ' NEW YORIC

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Offener Stdreibevrief des Philipp Sauerampfer.

Mein lictrer Herr RedottionSr! ms iu f.l V gu oic Lizzie, was mei Altie is. neilich gesagt, wie mer nach des Sopper an die Portsch gesesie un uns gerackt hen. ich weiß gar nit. Tu wirst mich uf ' eemol so fett un so dick; es werd doch mcks die Matter sein, mit Dich?" Mch, Nonsens hen ich gesagt, was soll dann mit mich die Matter sein?" Well, Du könnt'st mich am End krank wer'n. Du bist doch gutstehend in Dei Ladsch? Bist Du nit?" Schuhr Ding," hen ich gesagt, ich hen doch erscht drei Dag zerück mei Duhs un mei Akzeßment bezahlt un hen auch die Restets dafor gesehft. Ich sin allrecht." Well," sagt die Lizzie. ich geb jo nit so diel um das Bennefitt, wo Du ziehe duhst, un am liebste deht ich's resjuse, bikohs do werd jo doch immer mehr gekickt, als die ganze Geschicht werth is. Ich mein nur. Du sollst emol ebbes for Dei Gesundheit duhn. Das beste wär. wenn Du emol stappe dehst. so viel Vier ze drinke. un dann, sollt'st Du emol e Kur durchmache. Ich lese immer so viel in die Pehpersch iwwer die Kneipp'sche Wasserkur; do solle jo die allerfettste Leit so dünn wer'n, deß en Hund jammert." Newer Meind. Lizzie hen ich gesagt, ich hen gar kee Lust nit. so dünn zu werde." So?" sagt die Lizzie. awer fett willst Du wer'n. deß Du mich uf eemol verPlatze duhst; dann hen ich en dohte Phil! Was duht mich das for gut?" . Dann Hot se gestart zu kreische un ich hen gesagt: For Gutneß Sehk. Lizzie. stapp, ich kann's nit stände. Dich kreische zu sehn. Ich sin jo willings. hin zu gehe un einiges for Dich zu duhn." Do Hot se gestappt un ich sin de neckste Dag nach des Senadorium gange. Of Kors sin ich gleich ackzepted morde un mel Kur Hot reiteweg gestart. Der Dokter Hot zu mich gesproche, defrich in de erschte Platz an des kalte Wasser gejuhst mißt werde; denn mitaus kaltes Wasser könnt mer in seine Lein nicks duhn. Ich mußt dann in e Ruhm gehe un do sagt der Dakter: So, jetzt strippe Se mol Jhne Ihr Klohdmg aus. Es war mer e bissie fchenierlich, awer 'er Hot's mich doch duhn mache. Wie ich so do gestanne hen, mitaus ebbes an, uf emol Hot der Dakter en Bott.en in die Wall gepuscht. un uf emol Hot's angefange, aus zehdausend Löcher uf mich zu regene. Eiskold kam des Wasser erunner un ich hen allimwer geschimmert. Bei Gallie, wie Hot des gefiehlt! Wie Niedels hen die Drapps mein Schkinn gestrocke un ich hen ordentlich gebrillt for Schlechtfiehlizkeit. Wie der Mann gesehe Hot. w ich gesosfert hen, do Hot er abgedreht un Hot mich abdrickele mache. Des ls das erschte. was zu duhn :? - M i Hot er gesagt. Dann hen ich e Quart Wasser drinke gemißt un sell is mich noch härter geworde, wie des Wasser von autseit; awer ich hen emol mein Meind ufgemacht. alles zu duhn. was mich der Dakter duhn macht, un for d&n Niesen hen ich auch weitersch nit gekickt. Wie des vorbei, war. do hen ich mich e Stund un-e halb hingelegt un hen.e gute Rest genommen. Dodruff hen ich mich wieder e Quart Wasser geLckelt un dann mußt ich mei chuys un Sacks ausziehe, fort autseit in die Yard zu gehe. Die Lahn war erst e paar Minute zenck gespnnkelt worde un war sohkina wett. In des nasse Gras mußt ich mit meine barfuße Füß Stund lana erumtrampe. Wenn ich dem: Ruralfchie un Rummetisem in alle Bohns kriege, dann lob' lch'S, hen ich gedenkt. Was wer'n Se -denke. Herr Redaktionär,.noch e ganzeLatt unae Lehdies sin mit varfufee uy ln des Gras erum gelaufe! No, no, was hen ich do fü? scheene kleine Fußcher gesehn! .Do hen ich mich mit mirre Bricksteinforme von Füß mit siwwe Korns an zede Zeh ordentuch geschchmt. Die Mehdcher hen auch all geschnickert, wenn se an mei klumstge Fuß geguckt hen, un ich war'n froh, wie die Zeit iwwer war un ich Widder mei Schuhs anziehe konnt. Dann hen mer Sopper gesse un ich sage Jhne. esse konnt ich. als wenn mein Vatter en Ochs un mei Mutter e Kau gewese war. Die an nere Leit war'n all geschkehrt. wie se mich den Weg hawwe esse sehn, un hen gedenkt, ich wär en wilder Mann. Noch des Sopper Hot mich der Dakt:r gesagt, deß ich jeden Morgen Widder in des Gras trämpe un dann e kaltes Sitzbad nemme mißt. Er Hot mich gezeiat. wo die Bäder for Männer sin. un sagt, do kennt ich einige Zeit enei gehe, wann er auch nit da wär. Dann sin ich ke:m aanqe un den die Vizzie mei Ecksvierienz erzählt. Am Morgen sin ick Widder roch des Senadorium un hen aedahn. wie er mich gesagt Hot. Ich sin auch am End in des Bad gcmge un hen mich in den Badkob gesetzt, wo mit eiskaltes Wasser gefüllt war. Ich war'n von all d:e Arbeit so teierd ge worde. deß ich !n das Wasser einge schlose sin. Wie lange ich geschlofe hen. kann ich nit sage, awer uf eemol hör ich. wie eine v.'N die Norses sagt: Komme Se nur hier herein ich hen das Bad schon for Jhne gefickst." In deselwe Moment geht die Dohr von mei Bad-Ruhm uf un die NorS un e junge Lehdie komme inseit. Se hen die Dohr binner sich gelackt un in deselwe Mo ment hen ich mein Kopp unner das Wasser gehalte. for deß se mich nit sehe sollt,, Minnitt bor so t

sonnt Neus, deZ Hot ecksäcktlie gesaund, als wenn sich e Lehdie ondresse duht. Ich war'n dodriwwer so geschkehrt, deß ich vor lauter Fiehr nach Luft geschnappt hen. Dobei is so viel Wasser inseit mei Stomeck komme, deß ich angefange hen zu spautze un zu kicke. Die Lehdies, wie se deö gehört hen, hen gehallert wieAlles. un ich hen schnell mein Kopp aus des Wasser gedahn, sonst wär ich schuhr gedraund. Denke Se emol, Herr Redaktionär, die junge Lehdie war putriniehr in dieselwe Kondischen wie ich un ich konnt se nit blehme. deß se so geschkehrt war. Newer Meind, Freileinche," hm ich gesagt, sind Se um Gottes Wille still un mache Se so kein Radau. Ich denke, ich sin bei Mißtehk in das Lehdies - Dipartement gerathe un ich kann doch nit helfe " So?" Hot die Lehdie gesagt, das is e Fischstorie un ich riporte Jhne reiteweg!" Se Hot sich dann Widder ufgefickst. un ich sin als in mein Badtob hocke geöliwe. Wie se autseit war, mehbie, do sin ich auch forigeschniekt. un so schnell wie en Blitz war ich beim Wedesweiler. Den hen ich of Kor no? an Bißneß gesehe, des meint, ich hen ein bis mehrere Schoppe geblase. Bon die annere Geschicht hen ich ihm nicks verzehlf, der wär im Stand un deht mei Altie an mich telle. Zwische Sie un mich, ich fiehle nit emol so arig sarrie for des, was mich gchäppend is, wann ich nor nit so t verdolltes Kalt dabei geketscht hätt'. Womit ich verbleiwe Jhne Ihr liewer Philipp Sauerampfer. Nur ein Märchen!"

Bon A. von Taunus. Elaire hatte ihren Zöglingen daß Märchen vom Dornröschen erzählt. Hinter der ungeheuren Tornhecke schlief die kleine verwunschene Prinzessin hun dert Jahre lang. Aber der Ritter kam er kam. obgleich das verwunschene chloß im tiefsten Walde verborgen war. obgleich die Hecke höher und höher wuchs. Aber es war nur ein Märchen." sagte Bernhard, der Aelteste. spöttisch. Die beiden kleinen Mädchen schwiegen; sie hatten die Geschichte oft gehört und sie wußten, daß sie nur ein Mär chen war. Elaire hatte ihre Zöglinge zu Bette gebracht; der kritisch gesinnte Bernhard er war zwölf Jahre alt und eben aus Ferien zu Hause sagte nochmals: Nun, wijien Sie keine schönen Märchen mehr, Fräulein?" Llaire chatte wenig Zuneigung zu diesem kaltsinnigen Jungen; dennoch hatte er ihr heute sozusagen aus der Seele gesprochen oder doch der Stimme ihrer eigenen Bernunft Ausdruck gegeden. Das Märchen, welches sie heute erzählte, hatte sie wundersam bewegt, obgleich sie es seit zwanzig Jahren kannte, denn sie war jetzt vierundzwan zig Jahre alt. Aber es war nur ein Märchen. Nun stano sie, da die Kinder schliefen, am offenen Fenster und blickte in die sternlose, schweigende Sommer nacht hinaus. Diese stillen Abendstun den. in welchen sie sich selbst gehörte, waren die einzige Erholung in ihrem mühevollen, freudlosen Dasein; dann nahm ihre junge Seele einen kühnen freien nlug in ein schönes Traumland, über die unermeßliche Dornhecke hinweg, hinter welcher ihre Jugend begraben war. Nur, daß Dornröschen in jenem langen Harren zung blieb, nur daß der Ritter endlich kam im Märchen! In Wirklichkeit verblüht man einsam hinter der großen. Dornenhecke und der Ritter kommt niemals, niemals! Elaire war keine Prinzessin, aber dennoch verschwunden; schön war sie sie wußte eö ihr Spiegel sagte es ihr; bewundernde Blicke oder auch heim llch zugeflüsterte Worte hatten es ihr verrathen. Sie hatte heißes Blut, ihr Herz schwoll von Sehnsucht nach Glück und Liebe. Aber-ne war arm, aus jichtslos, einsam wie eme Gentlane auf unzugänglicher Felsenhöhe. Nein, nicht einmal dies, es war eine viel häß kichere, trostlosere Einsamkeit unter Fremden, welche sie nicht liebten, nicht verstanden. Sie war eine Waise, in einem Kloster als Frcizögling ausge bildet; weil t begalt war, ließ man sie studiren". und 18 Jahre alt ging sie in die Welt, um mit Zustimmung ihres Vormundes sich ihr Brot als Gouver nante zu verdienen. Jetzt er uhr sie. daß sie schön sei. Manche Versuchung trat an sie heran. Aber ihre stolze, rcme Seele träumte von einer großen, echten Liebe, und Elaire blieb arm, einsam und freud kos. Räch mancher Irrfahrt war sie letzt aus dieser verlorenen Insel aelan det, sie lebte seit zwei Jahren in dem Hause eines reichen Fabrikanten m ab geschiedener Gegend. Man gab ihr hier em hohes Gehalt und sie verlegte sich jetzt auf 's Sparen, um sich vielleicht nach Jahren eine unabhängige Existenz gründen zu können. Man behandelte sie hier nicht schlecht, aber eben nur als dienende Person, der man gewisse Ruck sichten schuldig ist; ihre Herrin war kalt sinnia und launenbast. die iünaeren ffiyder gut geartet, aber ohne besondere Astmuth und Herzenswärme, Und so floß das Leben deS jungen Madchens emförmm und mühselig da hin; ihre Herrin besuchte Bälle und Gesellschaften in der Umgegend. Elaire mußte natürlich zu Hause be: lhren Zöglingen bleiben. Wenn im Hause .Ge ellschast war. durfte sie sich bei die ser Gelegenheit nützlich machen, aber sie wurde von diesen geldstolzen Menschen wenig beachtet. Sie schleppte unauf hörlich an der unsichtbaren Sklavenkette der Armuth und Dienstbarkeit. Das Märchen hatte alles Weh ihres Lebens neu aufgewühlt. Das Märchen! Sie weinte wieder ' einmal heiße. obnmächtiae Tbränen. Sle war zuna.

schön, hochstrebend, zum Glück gescyas fen, aber Tag und Nacht, Jahr um Jahr verging und das Glück kam nicht, denn sie war ja verschwunden vergrabcn hinter der großen Hecke. Sie hatte nicht geliebt, sie wurde nicht ge liebt, sie würde nicht geliebt werden. Für sie das arme Dornröschen kam der Ritter niemals. Es ist nur ein Märchen", sagte sich

Elaire. Nach einem weiteren Jahr honungsoser Trauer und Mühsal worauf ein mal ganz plötzlich ein lichter. freudiger Tag gekommen Nicht einmal ein Tag eine Stunde! Sie hatte mit ihren Zöglingen Bernhard war wieder zu Ferien ge !ommen einen Ausflug unternomncn. Die Eltern der Kinder waren kieute eingeladen. Man war nach eine hübsch gelegenen Mühle gewandert, wo es Gebirgsromantik mit einfacher, länd lcher Kost gab. Sonntags pflegte diese Mühle von Ausflügler aus der Stadt besucht zu sein, an Wochentagen rlppelten die Hühner ungestört im gastlichen Garten herum. So konnten die Kinder hier ungestört spielen. Elaire ihren Träumen nachhängen. Auch heute stand der grone bunte Hahn auf dem Tische, umgeben von einem Volk; aber seitwärts saß ein unger Mann und zeichnete; er zeichnete das Mühlrad, das schäumende Wehr, die schönen Erlenbüsche. Er saß so nll, daß die Hühner sich dicht heran wagten; die Kinder, selbst der kritische Bernhard, eilten herbei, um den Frem den zu bestaunen. Elaire ruf die Kinder ab und so ent pann sich ein Gespräch. Der Fremde war ein hübscher junger Mann mit blitzenden Augen und entichiedenem Wesen. Bernhard verkündete, das räulein zeichne auch nach der Natur. Das gab neue Anregung. Sie zeich neten nun Beide, zuerst das Wehr, dann den Gockelhahn schließlich ein ander, Elaire war heiter, fast überwüthig geworden: sie vergaß ihr Berhängniß, sie amüsirte sich. Der Fremde war auch von hinreißend froher Laune. Selbst die Kinder schienen davon hin gerissen; sie sprangen fröhlicher als on : umyer, laucyzlen uno zuvelien; die Hühner gackerten dazwischen und die Sonne schien heller, immer heller. Endlich machte man sich auf dcn Heimweg, der Fremde begleitete Elaire und die Kinder. Elaire wußte jetzt, daß er Heinrich heiße. Privatdozent für deutsche Philologie sei und als Diletant Mit Leidenschaft male und zeichne. Allem Anscheine nach war er vermögend, auch etwas exzentrisch. Er erzählte, daß er aufs Geradewohl eine Reise unternommen habe, absichtlich n eine von Touristen nicht besuchte Gegend, wo er wieder blindlings umherstreifte. Das dauerte jetzt acht Tage; aber die Ausbeute an schönen Eindrücken war nicht bedeutend, und er langweilte sich bereits ordentlich. ..Heute." sagte er. und sein strahlenoer Blick tauchte in den des jungen Mädchens, heute war es mein erster glücklicher Tag. Schon heute darf ich es sagen, mein Reise war lohnend Elaire erröthete tief, aber, stolz und reimüthig wie sie war, sagte sie offen: Auch für mich war es ein schönerTag!" Erfreut und zugleich erstaunt sah er ie an. Sie scheinen so glückgewöhnt so ehr zum Glück bestimmt man sollte an ein Jncognito glauben. Wie Sie ächeln sich bewegen Mir erschienen Sie wie eins verkleidete Prinzessin." Ich bm nur eme arme, sehr arme Gouvernante." Sie sind zu einem glücklicherenLoose bestimmt, das steht auf ihrer schönen (Ziim rtrinrtt ititi yiuynwvH. Als er sich verabschiedete, bat er um die Erlaubniß, sie besuchen zu dürfen. Er bliebe noch einige Tage im nächsten Städtchen. Elaire verwies ihn mit seiner Anfrage an Frau Mayer, ihre Herrin. Gut. er wollte sich morgen Frau Mayer vorstellen, auf dem Lande ist so etwas wohl ausführbar. Wieder stand Elaire an diesem Abend am Fenster und blite in die schwei gende Sommernacht hinaus. Wie ihre Pulse pochten, ibre Wangen glühten, wie sie den Blick ics Fremden noch jetzt kühlte. .Es ,st nur ein Märchen-, sagte sie sich. Er wird niemals wiederkommen. Er .langweilte sich eben und schlug in meiner Gesellschaft ein paar "müßige tunden todt" sie aber fühlte, daß sie den Ritter, der von ferne an ihrer Dor nenhecke vorübergekommeu, nie vergessen würde. Er kam doch wieder, schon am folgen den Tage. Frau Mayer, von Hause aus eine ungebildete Person, war gren zenlos verblüfft, daß ein Doktor, ein Gelehrter, tn Mann von Welt, ihre Gouvernante besuchte. Sie lud den Herrn Doktor ein. den Tag über zu bleiben, und er blieb. Mit seiner fro hen Laune bezauberte er sogar Herrn Mayer, den nichts interessirte als die Flachsgarnspinnerei und, seine kaltsin nige, konventionelle Gemahlin. Und in den folgenden Tagen kam er wieder und nnmer wieder. Das Eindringen des Fremden in diesk' spießbürgerliche Familie schien geradezu abenteuerlich. fast verrückt. .Aber sein Humor, sein überlegenes Wesen riß das ganze Haus mit sich fort. Wenn er fort war,' fragte man sich: Was will er?" Nur Elaire wußte, was er wollte, er liebte sie. In Blicken und Worten hatte er es ihr ge sagt. Zum Herbste wollte er wieder kommen und sie holen. Mit diesem Versprechen reiste er ab. ES ist nur ein Märchen." sagte sich Elaire. Gewiß, er hatte eine rasche auflodernde Zuneigung für sie gefaßt. welche sie von ganzer Seele erwiderte. Aber sie war bettelarm, ohne Familie, ohne Namen; er war vermögend und besaß eine angesehene . gesellschaftliche I Stellung. Zwar, er log nicht, er hatte.

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Mra. Henry Meyer Dyspepsia Verschieden artige Behandlung llninU1A I (.........L.! ciiciiiio L.iuuciuug zu Dringen Nahm Hood's Sarsaparllla und er ireut sien jetzt guter Gesundheit. "Ich litt an der mchllmmutmn krt TVtra. IVDslA. nnd lrnnnt.A Irnina tfintit.t m XToV1 reit essen, ohne dass Ich mich mehrere C! . .4 , 1 .... . cbuuueu iüxi Lerne r jeran iumie. ICH wurde yon verschiedenen Aerzten behandelt, war aber. Uns aehtg Erleichterung zu erlangen Schliesslich beschloss ich Hood'i Sarsaparllla an versuchen, nnd es hat mir sehr geholfen. Ich gebe es meinen Kindern, und habe es meinen Freunden empfohlen. Ich werde stets ein Freund Ton Hood'i H22f Seid sicher, dass, Ihr Hood's bekommt. furirt il VtVV Sarsaparllla bleiben, da meinem Leiden ments aia uooers genoiren Hat." mbs. Hekbt Meyeb, 261 West Ohio Str., Chicago, 111. Hood's Pillen !n die besten Hau Xbfuehrunssmlttel und Leber Medizinen. es ehrlich gemeint. AVer Die vernunsige krwaauna. Einttütterunaen von Verwandten und Freunden würden diese Sommerliebe besiegen. Es konnte nur ein Märchen sem. Aber er kam doch wieder. ?lm Serbste. wie er eS gesagt, kam er und holte Elaire, ganz, für immer. (5r brachte ,ie zu einer kinderlosen Verwandten, m deren Hause nach Neujahr die Hochzeit stattfand. Niemand staunte darüber, dak Heinrich sich sozusagen aus dem Himmelblauen eine Braut geholt hatte. man traute ihm derlei von jeher zu. Er war vermögend, fast reich, und konnte ja auch tbun und lanen. was er wollte. Elaire hatte ein wunderbares Slüd gemacht, welches ?n erhalten, ihr ganzes Streben war. Und die beiden sind auck beute nocb glücklich. Kein Schatten hat sich je zwischen sie gedrängt und noch immer verslieen ihre Tage in Liebe. (5s war eben doch alle! ein Märchen". Und.es ist c:n .Märchen- geblieben . . . Reden, Mit einer fängst du schüchtern sin, Bald kommen ihrer mehre d'nrn. Und hast du erst das Tutze::?) Dl, Tann bist du volli ; redtt. Se'gnungett des MltttarlSmus. Während der kürzlich stattgehabten Schießübungen, der württembergischen Feldartillerie-Brigade schwebten die Bewohner von Griesheim in größter Gefahr, indem zwei Granaten in unmittelbarer Nähe des Ortes niedergingen und explodirten Die Sprengstücke flogen bis in die Gärten, in die Behausungen und auf die Straßen; es ist als ein wahres Wunder zu bezeichnen, daß Niemand verletzt wurde. Alles stob in wilder Flucht aus dem arg gefährdeten Terrain und .suchte Schuß innerhalb des Ortes. Die beiden Soldaten, die als Sicherheitsposten am Ausgange des Orts am Pfungstädter Mg standen, retirirten schnell hinter e:nen Steinhaufen, als sie das unheimliche Zischen der ersten herannahenden Geschosse vernahmen. Wie groß die Gefahr für die Bewohner der Sterngasse war, erhellt am Besten 'daraus, das Sprengstücke sogar in der Hahlgartenstraße niedergingen, wo im Augenblick gerade mehrere Kinder auf der Straße spielten. Gin Granatsplitter flog bis rn den Garten des Jakob Schupp VI. Zwei schwere Sprengstücke gingen auch in der Hofraithe der Jakob Feuerbach II. Wlttwe in' der Pfungstädterstraße nieder. Eins durchschlug das Scheuerdach und ging in's Heu, das andere schlug im Hof dicht vor der Waschbutte ein, an der im Augenblick zuvor die Frau noch gearbeitet hatte. Ein anderes Sprengstück slog in den Garten dev" daneben wohnendenPhilipp Huck II. Wtw. und ein weiteres ?n die Hosralthe des Aalentin Ritte? III., wo es 'das Dach werk des .Schwein.'stalles beschädigte. In der Sterngasse schlug em Granatstück in die Behausung des Jakoh Rüh! III. Wtw. und riß ein so großes Loch in das Dachwerk. 'daß ein Mann heauem hindurch schlüpfen kann. Der im Galten beschäftigten Frau des P. Landau II. flogen mehrere sranat splitter. uin den Kopf, die Frau fchnzedte in größter Ledensgesabr; desgleichen die erwachsene Tochter des Nikolaus Simmermache? II. Wtw.. der ein Granatzünder 'dicht am Kopf vorbeifuhr. Unzählige Sprengstücke und Bleikugeln, deren Flugbahn sich an den Häusern und Umzäunungen brach, wurden aus der Straße ausgefunden. Die Schuld an diesem Vorkommniß. dem leicht eine ganze Anzahl von Menschenleben hätte zum Opfer fallen können, soll nach dem Blatte. cn .r..r:...i. .ul i. V VsJ einen yteicroeucmcuuiu uttu, it m r i rrj 'li f ! .C Miazuize iof ricyic iicjj. a u 5 r t d t. Junici: batte Dir versprochen, Deine sämmtliche - f . iÄlauna iu oezaylen, wui auu; Zvein ra t i 4 Examen macyen rouroeu, uns zey! Mjt Tiu fco durckaesallen lNeffe : D unverMmten Kerls verdienen's auch -s irrn gteak innren

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