Indiana Tribüne, Volume 19, Number 4, Indianapolis, Marion County, 22 September 1895 — Page 2

ZZlumens!rus;e. Von Frieda Schanz. '"Stell' auf den Tisch die duften den Neseden " Dieser Vers erwaxt .in mir, abgesehen von dem po:t'.sch:n Klang, immer eine gar zu reizende Vorstellung : einen großen, duftigen Blumenstrauß in einem schöbe stalteten Gefäß auf dem Tische des Hauses. Blumensträuße sind der schönste und lieblichste Schmuck unse?er Wohnräume, und ich möchte lieber llle die gemalten und gebrannten Nippes- und Schmucksachen, die gestickten Tischdecken und Läufer entdehren, als im Sommer den Älumenstrauß auf meinem Tische. Kostbare Blumen brauchen es nicht zu feii, die Kinder der Wiese und , des Waldes sind mir .noch lieber als die des Gariens, aber sie müssen sorgsam und ein wenig künstlerisch in dem passenden

Gesäß untergebracht sein. Die meisten unserer Basen sind leider so beschaffen, als hätte der Verftrtiger nie daran gedacht, daß sie Blumen so beHerbergen sollen, daß viele Stiele Raum haben und reichlich Wasser trinken und ihre Blüthen und Blätter graziös ausbreiten können. Bon den Äasen, die man gewöhnlich sieht, sind die einen unten breitbäuchig und mit einem Hälschen dünn und lang wie in Federhalter, oder sie sind gerade da, wo die Stiele in's Wasser treffen, eng' zusammengeschnürt und breiten sich nur oben etwas aus. Den wahren Blumenfreunden sind diese Vasen ein Greuel. Wer sich gem große, schöne Wiesensträuße zusammenträgt, der will auch, daß die zarten Blumen sich lose und frei ausbreiten und weittx wachsen können. Ich stelle solche Sträuße in sehr breithalsige große Vasen und habe dann meine herzliche Freude daran. Sauerampfer, Butterblumen und die feindoldige wilde -Möhre geben mit zartem Gras die ersten Sommersträuße für meine großen Vasen, dann kommen Federnelken. Labkraut, Maßlieb, Skabiosen und die feingestielten blauen Glocken daran; und dann gibt es die herrlichen Ackersträuße in ihren reinen bunten Tuschkastenfarben. Ein großerStrauß, nur von rothem Mohn und violettem Rittersporn sieht bezaubernd aus. Meine besondere Freude ist es, Mohnknospen !n durchsichtige Vasen zu stellen, daß auch die hüschen behaarten Stielchen sicktbar bleiben. Jede, auch Vit kleinste Knospe, blüht im Wasser auf und -breitet den zerknüllten glühendrothen Seidentaft ihrer Blättchen glatt und sorglich aus. Bis spät in den Herbst muß ich allwöchentlich meinen wilden Strauß aus dem Tische haben, je später im Jahr, je seinfarbiger wird die Zusammenstellung; versärbtes. verblichenes Laub, blutrohte Wiesenkräuter, kümmerliche Blüthen und bunte Beeren geben auch im Oktober wunderschöne Zusammanstellungen.. Meine Fieunde sind culßer den wilden Blumensträußen auch noch die richtig bunten lebhasten Gartensträuße, denen man es ansieht, daß sie us Gärten kommen, wo es richtig und tüchtig blüht. Bandaras und Eisenhut. Feuerlilien, Kressen. Levkojen. Kaisernelken, Studentenblumen, Mädchenaugen und Braut im Haar, die weiße Buschrose .lnd die nichtige alte Zentifolie geben Sommersiräuße. von denen ich meine Augen gar nicht wegwenden mag. Edle Rosen sehe ich gerne einzeln in' hohen durchsichtigen, röhrenförmigen, mit inem Wasser gefüllten Gläsern, in Werten die starken Stiele wie im Krystall stehen. Resede und alle Blumen mit sehr saftigen, das Wasser rasch färbenden Stielen sind in Porcellan oder Majolikavasen besser aufgehoben. Weiße Lilien sehen am schönsten aus, wenn sie für sich allein wirken, zwei oder drei Zweige in einem schönen Krug oder einer großen Base. Viele Blumenfreunde lieben es nicht, ihn Lieblinge abzuschneiden und im Ziminer verwelken zu lassen. Ich bin anderer Ansicht, ich finde, daß schone, große, freudige Blumensträuße das ganze Haus erhellen. Nur wenn ich nicht weiß, ob ich meine Sträuße aich sicher heil und unverwelkt nach Hause dringe, bin ich enthaltsam im Bluinenpflücken. Auf solche Schonung der Blumen sollten die Kinder viel mehr aufmerksam gemacht werden. Es ist mir immer unbegreiflich, daß Kinder unter den Augen der Eltern B!umen pflücken und dann wezwerfen dürfen. WaS Könige essen. Königin Viktoria ißt am liebsten gekochtes Rlndsleljch und trmlt am liebsten ein kleines Gläschen Whisky. Des Deutschen Kaisers Lieblingsfveise 5Zitronenauflauf. sein LieblinasGetränk: Bier. Der Papst liebt nichts so sehr, als leine inni , ti nen Eierkucken. Lieblinasaetränk: Milck. Könia Sumbert ißt ein minestrone", d. h. ihm geht eine dick eingekochte Suppe mit viel Parmesan über Alles, ein guter Montemilriano" dazu vervollständigt das Ideal. Der Kaiser von Oesterreich ,iebt ieder anderen Sveise das Wiener -Schnitzel, jedem anderen Wein den üo kayer vor. Echt kindlich. Kinder, Ihr habt doch die Aepfel geschält, bevor Ihr sie oeaessen habt?" Ja wohl, Mama!" Wo Ha5i Ihr denn die Schalen?" Ja, die haDen wir nach her gegessen! Vorsorglich. Aber, Pau line, Dein Zeugniß ist voll schlechter Noten! Nur im Italienischen hast Du einen Einser... Wie kommt Zdas?- Das ist wegen der Hochzeitsreise, die ich einmal nach Italien werde!" v .

Ver ZZaucrnfänger. Von Julius Stettenheim.

Der Polizei-Präsident von Berlin trat gegen 10 Uhr Moia,en3 in sein Vureau. Es war an einem kalten Derembertage, aber in dem Bureau herrschte eine angenehm: Temperatur, der man es szsort anmerkte, daß lUi auf Kosten des Staates zehelzt lmiire. Der Polizei-Präsident gab seinen Pelz einem ihn ceglMtenDe.i i.r.iformirten Beamten, steckte sein Mono!? Wieder in's Auge und warf erntn Blick auf seinen Schreibtisch, auf welchem die Briefe lagen, welche die erste voi gebracht hatte, und die mm erledigt sein wollten. Es waren viele solcher Briefe eingetroffen, was dem Beschauer nicht angenehm zu sein schien. Der Polizeipräsident war ein Lebe mann trotz seiner Jahre, oie das erste Grau in seinem wohlgepfleaien Bart oberflächlich andeutete. Er war g?oß und etwas corpulent, als Freund ciuer gängereichen' Tafel hatte er seine einst so schlanke Taille gänzlich mltosrzeqrt. und er machte daher den Eindruck einei gewissen Abrundung, der man es ansah, daß er mehr Lucull als Don Juan war. Trotzdem war er ein vor-. trefflicher Beamter, ja, das Modell eines guten Beamten. Er war Pflichttreu, fleißig, gewissenhaft und hatte aus der Militärzeit einen schneidigen Ton in sein Amt mitgebracht, welcher dem Ohre des Civilisten mit Recht so unmelodlsch klingt, aber in dem Untergebenen keinen Widerspruch gegen den .auskommen laßt, der an der Spitze eines so wichtigenVerwaltungsZweiges steht. Der Selbstbeherrscher aller Schutzmänner von Berlin muß ein bischen Zar sein. Er rieb sich die Hände, zündete eine Cigarre an, seufzte und setzte sich an den Schreibtisch vor die angelangten Briefschaften. Zuerst öffnete er die Schreiben, welche er mit kundiaemBlick als die von Behörden erkannte. Eines der ersten, rn einem mit thalergroßem Siegel verschlossenen Umschlag, veranlaßte ihn, die elektrische Klingel in Bewegung zu setzen. Der Beamte, den wir schon gesehen haben und der das Amt eines Polizeikammerdieners bekleidet, trat gerauschlos ein. Stuppke",- sagte der Polizei-Präsi-dent zu ihm, während er den eben ge lesenen Brief noch in der Hand hielt, da wird vom Magistrat in Schwlesen der Bürgermeister bei uns angemeldet. Soll hier Bauernfang studiren, weil in letzter Zeit etliche Bauernfänger in Schwiesen aufgetaucht. Wenn der Mann kommt, gleich rein führen, er heißt der Polizei-Präsident blickte in den Brief Kramer, werde ihm den Criminalschutzmann Schwallow beigeben, der ja Bescheid weiß Na ob-, wagte Stuppke zu sagen. Der Po.lizei-Präsident sah ihn we gen dieser Bemerkung fast erschrocken an. dann, in einer Anwandlung von unbeschreiblicher Gute, wie einen gro ßen Verbrecher begnadigend, sagte er mit einer leichten Bewegung des Kopfes: 's ist gut. Schwallow soll kommen. Stuppke ging mit einer militärisch strammen Wendung ab, froh, wegen seines unbegreiflich kecken !ftct ob" noch so gut davongekommen zu sein. Der Polizei-Präsident überflog noch einmal den Brief des Magistrats der guten Stadt Schwiesen und dabei streifte eine gewisse Heiterkeit seinen strengen Ausdruck. Nicht übel", sagte er dabei so schroff vor sich hin. daß die Cigarre zwischen seinen Lippen einen Seiten--sprung machte. Schwallow trat t'iiL. Schwallow war dtt bescheidwissende Criminalschutzmann, dessen hervorragende Kenntnisse auf dem Gebiete des Bauernfanges von den Berichterstattern der Presse oft lobend hervorgehoben und eben noch von Stuppke durch seine zweisilbige Bemerkung in das hellste Licht gedrückt worden waren. Schwallow war allerdings . ein bedeutender Specialist. Er kannte alle die Schliche des Bauernfanges wie ein gelernter Bauernfänger, kannte alle die schlauen Bursche, welche täglich zahlreiche Opfer fanden und ausplünderten; er wußte sofort.wenn ihm eine besonders gründ liehe Plünderung gemeldet wurde, aus der Art und Weise, wie sie geschehen war. den Thäter, wenn auch nicht gleich zu finden, doch genau zu bezeichnen. Er spielte das Teufelsspiel, Kümmelblattchen, genannt, so meisterhaft wie irgend ein Matador der Bauernfängerei, und man rühmte ihm nach, es sei ein Glück, daß er Criminalschutzmann und nicht Bauernfänger geworden sei, da er als solcher unbeschreibliches Unheil angerichtet haben würde. Befehlen, Herr Präsident" Schwallow", sagte, der Höchstcommandirende, da kommt zur Abwechslung mal wieder ein Bürgermeister, der Bauernfang hier an der Quelle studiren soll, damit in seiner Weltstadt wissen, wie mit Kram und Kerls um springen. Heißt Kramer. Ehrsamer Böttchermeister. Werde ihn an Sie weisen, zeigen Sie ihm Schlupfwinkel und Individuen und sagen ihm, wie damit umzuspringen. Wird ja nicht viel nützen. Wenn Kramer noch 'so viel kennen lernt, wird kein einziger Bauernfang in Schwiesen verhindert werden. Aber kann das dem Mannt doch nicht sagen und ihn abweisen. Ist ja Behörde. Wissen also Bescheid. Swallow. können's kurz machen, haben mehr zu thun.Schwallow sagte nichts, er war überhaupt wortkarg, besonders dem Polizei-Präsidenten gegenüber, der immer Alles sagte, was zu sagen var. : . . ..... , .

Kaum war Schwallow abgetreten, so meldete Stuppke den Bürgermeister, von Schwiesen, den Böttchermeister Kramer. Konnt' wohl nicht früher kommen. Besucht bei tagschlafender Zeit", murmelte der Chef. Dann sage er: 'Eintreten." Der Eintretende war eine gewöhnliche Erscheinung, wie sie der Uebergang vom Bauer zum Bürger charakterisirt. Man sah ihm die kleine Provinzialstadt an. Er machte den Eindruck eines ernsten Mannes, der regelmäßig zu Mittag aß und mindestens zehn Stunden schlief außer dem halben Stündchen nach Tisch. Er verbeugte sich breit und würdevoll, mit dem Stolze, den eine hervorragende Stellung in der Stadt Schwiesen einflößt, und mit der Ungeschicklickkeit, welche er seiner Erziehung und seinem Umgange verdankte. 'Morgen", sagte der Polizei-Prä-dent, der sich ein ganz klein wenig erhoben hatte. Dann wies er auf einen Stuhl und setzte hinzu: Bitte". Der Gast setzte sich bescheiden nieder: Der Raum, in dem er sich befand, der einflußreiche Beamte, mit dem er verkehren sollte, schienen ihn mit einem heillosen Respekt zu erfüllen. Der Herr Bürgermeister kommen so früh", begann der Polizei-Präsi-dent. Ich bitte deshalb um Entschuld!gung. Es war so unruhig im Hotel, und dann möchte ich auch den Tag so nützlich wie möglich verwenden, damit ich in längstens zwei Tagen wieder davonreisen kann. Schwiesen ist klein, muß aber trotzdem verwaltet werden. Glauben Sie, Excellenz, daß es so rasch gehen wird?" Bin nicht Excellenz, einfach Poli-zei-Präsident oder Herr von", warf der Gefragte ein. Können ganz gut in zwei Tagen wieder abdampfen. Werde Ihnen einen Beamten mitgeben, Schwallow, Criminalschutzmann Schwallow, kennt die Bauernfängerei gründlich, wird Ihnen alles Nöthige zeigen und mittheilen, daß Sie in Schwiesen Maßregeln treffen können. Wird freilich wenig nützen." Meinen Sie?" fragte der Bürgermeiste? ängstlich. Natürlich", antwortete der Polizei Präsident. Bauernfänger sind gerisjene Jungen, schwer, ihnen beizukommen. Selbst uns, die immerfort da-

mit zu thun haben und doch auch nicht auf den Kopf gefallen, geben Gauner manchmal was zu rathen Uns!" Nicht möglich!" sagte derart verblüfft .der Mann aus Schwiesen, als hatte ihm der Polizei-Präsident er zählt, der Kölner Dom sei gestohlen worden. Also". Mit diesem Worte deutete der Präsident seine Bereitwilligkeit an, dem Besucher zum Abschiede die biedere Rechte zu schütteln, wie ein Mann, dessen Augenblicke kostbar sind. Aber das Also chatte keine Wirkung. Der Gast blieb sitzen. Haben Sie noch was?" fragte ihn der Pollzei-Ches. Noch eine Bitte , sagte zögernd der Mann aus Schwiesen. Der Mag! strat hat mich in dem Schreiben, in welchem er mich ankündigte, an Sie auch für den Fall gewiesen, daß ich Geld brauchte, und es ist mir gestern Abend etwas passirt, was mich ganz blank gemacht hat. Nanu!" rief der Polizei-Präsident. Was passirt? Heraus damit!" Und er beugte sich über die Lehne seines Sessels zu dem Fremden, um kein Wort von dem, was er hören sollte, zu verlieren, während ein vielsagendes Lächeln die Strenge seines Ausdruckes verscheuchte. Ich komme gestern Abends mit dem Acht-Uhr-Zuge an, fahre m das Central-Hotel", mache mich sauber und gehe Unter den Linden spazieren. Prächtig war es. Die hellen Schausenster, die vielen Menschen Weiß schon", drängte der Hörer, kenne die Linden. Wener! Da kommt ein. älterer Herr auf mich zu, der mir ein Taschentuch zeigt und fragt, ob ich das verloren hätte, es läge da auf der Straße. Ich dankte und sagte: Nein. Dann wollte er es dem Schutzmann geben. So kamen wir in's Gespräch und bummelten. Es war ein wirklich liebenswürdiger Mann, der viel zu erzählen wußte, und ich war sehr'froh, als er mich ausser derte, mit ihm in eine einfache, aber solide Weinstube zu gehen und zu Abend zu essen. Wurde da nicht ' Klarier gespielt und gesungen?" unterbrach ihn der Polizei-Präsident, der immer heiterer zugehört hatte. Allerdings, es war höchst unter haltend. An unserem Tische saßen noch einige Herren, in welchen mein Be gleiter Landsleute fand. Diese Herren spielten ein merkwürdiges Spiel. das eigentlich gar kein Spiel war, son dern ein Kunststück. Der Spieler hatte in der -linken Hand den PiqueBuben, in der rechten zwei andere Kar ten, und nachdem er die drei Karten auf den Tisch geworfen hatte, sollte man rathen, welche von ihnen der Pique-Bube " Ein Gelächter des Polizei-Präsi. denten unterbrach den Erzähler, der den Lachenden halb erstaunt und halb beleidigt ansah. Der Polizei-Präsi-dent war aufgesprungen und rief: Das ii großartig! Lieber Freund. .Sie habcn gestern Abend Bauernfang an der Quelle studirt, können Examen machen, brauchen gar nicht weiter zu arbeiten. Ihr liebenswürdiger Begleiter, Gauner in Folio, hat Sie gewarnt vor Spiel, hat selbst aber mehr ma!s Pique-Buben richtig herausgefischt und gewonnen, dann sind Sie selbst in Falle gegangen und haben richtig AlleS verlor:. Weiß Alles,

als ob dakei gewesen wäre. Sind

ganz gemeinen Bauernfangern auf den Leim gegangen, brauchen sich gar nicht welter in Berlin zu bemühen. Und der Polizei-Präsident lachte aus sollem Halse, wahrend der ungluckseige Besucher dasaß und schier verzweifelte. Wie viel haben Ihnen die Bandten denn abgeknöpft?" fragte endlich der Polizei-Präsident, um wieder, wie es sich für die ganze Scenerie ziemte, das Praktische zu berühren. Meine ganze Baarschaft jammerte der Bürgermeister, dreihundert Mark." Freuen Sie sich, daß es nicht mehr ist," war die ganze Antwort, die den Armen trösten sollte. Werde Ihnen gleich die Summe überweisen utn. Der Pollzei-Chef klingelte, gab dem Bürgermeister eine Anweisung und ließ ihn von dem eintretenden Stuppke zur Kasse führen. Dann gab er ihm die Hand zum Abschied und sagte ihm dabei: Hatten Unterricht billiger haben können, sparen aber jetzt Herumlaufen mit meinem 'Schwallow. Gehen Sie in Ihr Hotel, schlafen Aerger aus, gehen Abends nicht mit liebenswürdigem älterenHerrn zumEssen mit Musik und fahren morgen nach Schwiesen. Grüßen Sie Schwiesen. Morgen!" Der Burgermelster von Schwiesen war fast zu Thränen gerührt, als er dem Polizei-Präsidenten von Berlin die Hand drückte. Dann blickte er ihn bewundernd an und sagte: Sie wird kein Bauernfänger über's Ohr hauen!" Der Praudent lächelte geschmeichelt mit amtlicher Freundlichkeit und ließ sich, als der Bürgermeister fortgegangen war, seinen Schwallow kommen, um ihm das tragikomische Abenteuer des armen Schwiesener Bürgermeisters zu erzählen. Beide lachten herzlich dabei. Ein paar Stunden später saß der Polizei-Präsident in voller Arbeit, als Stuppke eintrat und meldete: Der Bürgermeister von Schwiesen." Schon wieder? Ist ia heute aar nicht todt zu kriegen!" rief der PolizeiPräsident ungeduldig. Zu Befehl, Herr Präsident, es ist ein Anderer." Ein anderer Bürgermeister von Schwiesen?" rief mit weit aufgesperrten Augen der Polizei-Präsident. und sah Stuppke an, als ob er ihn auf r . ' rn "VI f ' l , r r leine nuaziernyell rnn umer?.uazen wollte. Vielleicht hat Schwiesen zwei Bürgermeister wie Berlin. Schwiesen wird Weltstadt!" sagte Stuppke. Ruhe!" schrie der schon sehr nervös gewordene Polizei-Präsident. Soll eintreten. Der Bürgermeister von Schwiesen, Böttchermeister Kramer, trat ein, ein älterer, freundlicher und etwas dumm aussehender Herr, der mit künstlicher Gewandtheit auf Un Polizei-Präsi denten zuschritt, von dem er scharf an geblickt wurde, und seh? viel Worte machte, als er mittheilte, er sei der dem hochlobllchen' Polizei-Präsidium vom Magistrat in Schwiesen anqekundigte Bürgermeister, der zu dem in dem Schreiben angedeuteten Zwecke nach Berlin gekommen und dem for derndenWohlwollen der hohen Behörde empwyien )ti. Der war schon heute Morgen da!' rief der Polizei-Präsident, der über zeugt war, daß er einen Betrüger vor sich habe. Der Bürgermeister von Schwiesen konnte nicht mißverstanden haben und traute doch seinen Ohren nicht. Der rn m r l Polizei-Prailoenl klingelte, stuppke r v yw . . ' ' er,cylen. cywallow sollte kommen. schwallow kam sofort. Kennen Sie den Mann. Sckwas low?" rief der Polizei-Präsident diesem entgegen. Schwallow sah den Bürgermeister von Schwiesen genau an. Nein, er kannte ihn nicht, und er kannte doch das Verbrecher-Album genau. Er wollte es aber nochmals durchsehen, vielleicht fand sich ein Porträt darin, das auf die Spur führte. Er- ging wieder fort, um sich an die Arbeit zu machen. Der Polizei-Präsident blieb mit dem Bürgermeister allein und nahm diesen in ein scharfes Verhör. Der Bürgermeister war gestern Abend von Schwiesen mit dem Acht-Uhr-Zua an gekommen und war im Central-Ho-tel" abgestiegen. Merkwürdig, genau wie der Andere. Er wäre schon in der "v:: . . ..e v cn tftuc uu vu9 P0llzei-'Prast0lum ge kommen, wenn ihm nicht ein vertrau enerweckender Mann, der .auf- der letzten Station in seine Coup6 gestiegen und mit dem er in's Gespräch gekommen war, gesagt hätte, daß der Herr Polizei-Präsident sich in den Vormittagsstunden nicht sprechen ließe und vor dem zweiten Frühstück nicht recht genießbar sei. .Das habe ihm der Mann wie Jemand aesaat. der es genau wisse, und .der Mann habe überhaupt einen so guten Eindruck auf ihn gemacht, daß er ldm seinen Na men genannt und mitaetheilt habe, zu welchem Zwecke er nach Berlin fahre. rc cc. :c .'rj- tt.. c. vjr ijuuc iyui cinsaco eine oplc ocs on: -C v . a rm n , i ;ancc ves cagliirals gezeigi welche er als Legitimation mitgebrach habe. Der Bürgermeister von Schwiesen hatte bereits diese Copie aus einer co lossalen Briestasche herausgesucht und hielt nun das Dokument in der zittern den Hand. Ist ja unglaublich!" sagte der Po lizei-Präsident außer sich. ..Mir dürfen Sie Alles glauben,' versicherte treuherzig der Vürgermei ster. ich lüge nicht." Der ' Polizei-Präsident sah den Mann an. der wirklich den Eindruck der Ehrlichkeit machte. .Ist e? denn möglich!" rief der Po

lizei-Prasideni. Was soll denn unmöglich sein?"

fragte der Bürgermeister und suhr dann fort: Mein neuerFreund kannte Berlin genau, das merkte ich sofort, und ich war daher ganz sroh, als er mir anbot, mit mir den Abend zu verbringen, denn er sei Strohwittwe? und mochte nicht allein sein. Ich ging also in's Hotel, machte mich sauber und schloß m:ch wieder dem Manne an, der vor dem Hotel auf mich wartete. Nun bummelten wir in der Stadt herum, bis wir Hunger bekamen. Da standen wir denn auch zufällig vor einer Weinstube, die mir mein Freund als sehr solide empfahl, und wir traten em Weiß schon", fiel der Polizei-Prä-sident sehr aufgeregt dazwischen. Da wurde Klavier gespielt und gesungen. und da saßen an Ihrem Tisch noch einige Landsleutc Ihres Freundes, die ein Spiel spielten, das eigentlich kein Spiel war. sondern ein Kunststuck Mit dem Pique-Buben, der nie da lag, wo man ihn sicher vermuthete o dieser Pique-Bube hat es in sich und nachdem Ihr neuer Freund mehrmals gewonnen hatte, wurden Sie Ihr gan zes Geld los! Weiß Alles! Und nun kommen Sie und wollen nicht nur Ve amten haben, der Sie mit den Geheimmssen desBauernsanges bekanntmacht. sondern auch Credit m Anspruch nehmen. So ist es freilich", sagte der Vürgermeister, obschon er eigentlich sprachlos vor Staunen hätte sein müssen. daß der Polizei-Präsident dies Alles so genau wußte. Der Polizei-Präsident ging um seinen Schreibtisch herum. Er war hereingefallen, das war ihm klar. Er sagte also zu dem Burgermeister, rn dem er vor diesem stillstand: Lieber Freund, Sie sind reingefallen, sind ein Opfer eines Bauernfängers geworden, haben Bauernfang gestern ' Abend gründlich kennen gelernt, können ruhig wieder nach Schwiesen fahren, werde Ihnen 100 Mark für Rechnung des Schwiesener Magistrats anweisen lassen." Der Bürgermeister war in einen Stuhl gesunken, und der Polizei-Prä-sidcnt hatte seine Fassung wiedergefunden, als er sagt: Sehe klar in der Sache, bin nicht zu täuschen, kenne die Schliche dieser Gauner!" Der eintretende Schwallow sah denBürgermeister wieder scharf an wie vorhin und meldete, er habe in dem ganzen VerbrecherMlbum keine unter all den Galgenvisagen gefunden, die dem anwesenden Der Polizei-Präsident ließ ihn nicht ausreden. Es ist gut. Schwallow", unterbrach er ihn. Führen Sie den Herrn zur Kasse und lassen Sie ihm gegen seine Quittung 100 Mark aus zahlen." Dann setzte er leise hinzu: .Wie die Dreihundert, die der heute Morgen bekommen hat, zu buchen stno, werde ich noch bestimmen." Schwallow sah den Polizei-Präsi-denten an und sagte: Zu Besehl!" Ein feines Ohr mußte so etwas wie ein Ach so!" heraushören. Der Polizei-Präsideni drückte nun dem sich verabschiedenden Bürgermeister von Schwiesen die Hand, indem er sagte: Sehr angenehm gewesen!" Das war aber nicht wahr, es war ihm durchaus nicht angenehm gewesen, und als er nun allein war, zündete er feint Cigarre wieder an, goß sich einen Cognac ein und beschloß, künftig noch etwas vorsichtiger als bisher zu sein. Als Stuppke in's Bureau kam, um ir gend etwas auf den Schreibtisch zu legen, sah ihn der Polizei-Präsident nicht an, und das war vernünftig, denn Stuppke lächelte ein klein wenig schadenfroh. Aus der guten alten Zeit. Nachtwächter (drei schauerlich , gröhlende, schwer bezechte Herren Nachts anhaltend): Scheen' guden Awend ooch, was machen Se denne nu eigentlich noch hier un warum drillen Se so?!" Erster Herr: Wir brüllen nicht, mein Lie-Lieber, wir sind da-das berühmte Tri-i-o Pauke" und ü-üben hier. Seh'n se. ich hole das hohe C herab von den Göttern!" Zweiter Herr: Und ich ich schwelge im ersten und zweiten Baß!" Nachtwäch ter: Un Sie, was machen Se da unten uff der Straße?" Dritter Herr (grunzend): J-i-ich singe den dritten Baß, da k-kann man nie tief genug ru-runterkommen. sagt unser Dirtor." Nachtwächter: Na. dees is was annersch, scheen guden Abend ooch!" Geschäft. Commis: Herr Prinzipal, ich möchte Sie für morgen um Urlaub bitten! Prinzipal: Zum Vergnügen oder aus Geschäftsrücksichten?" Commis: Aus Geschäftsrücksichten, ich will mich verhelrathen!" . Schon a l a u b l i ch. Stro mer (in einen offenen Speisesaal blickend, in dem die Tasel gedeckt, ist): Hm, sieht alles recht einladend aus aber halt eing'laden werd' i balt doch net! Umschrieben. Klara: Aber l:ebe Else. Du machst a solch ver zweifeltes Gesicht; was ist Dir denn passirt? Else: Ach. denke Dir nur, mein Bräutigam, das Ungeheuer, ist dem Junggesellenklub beiaetreten! Aha! A.: Woher wissen Sie, daß unser Freund Schlosser zu Vermögen gekommen ist? B.: Ganz einfach, früher meinten die Leute, er wäre v e r r u 6 t, jetzt nennen sie ihn originell! Allerdings. Frau A.: Ich kann Ihnen nur sagen, Minna, die Reinlichkeit ist ein Schmuck. Dienstmädchen: Ja, Madame, er Wird aber recht wenig g e t r a-gen!

Cschi.fu. Vn einer der tief in'S Land einschneidenden Buchten des Golfs von Petschili lxgt die Stadt Tschi-fu (englisch: Cheesoo, chmesisch: Jen-, Tai genannt), in der der Friedensvertrag zwischen Japan und China unterzeichnet wurde. Tschi-fu ist etwa 30 Meilen von dem seinerzeit oft erwähnten Wei-Hai-Wei entfernt und liegt den gewaltigen, von den Japanern erst nach blutigem Kampfe eingenommenen Befestigungen von Port Arthur gegen-

. Li. te Ein Thor von T s ch i -s u. Die Stadt mit ihrem Hafen wurde im Jahre 1876 in Folge eines zwischen England und China getroffenen Uebereinkommens dem auswärtigen Handel erschlossen. Die gesammte Einwohnerzahl beläuft sich auf ca. 12000 Köpfe, darunter etwa 200 E:,?päer und Amerikaner. Semaphore-Point. Die eigentliche und nur von Chinesen bewohnte Stadt dehnt sich etwa 2 Meilen vom Meerufer aus und ist in ihrem ganzen Umfange von einer ho hen, mit Aussichtsthürmen gekrönten Mauer eingeschlossen. Auf sie paßt ebenfalls das Bild, das Reisende stets von chinesischen Städten entwerfen: alles starrt daselbst von Schmlltz, eng und angefüllt mit allem Unrath und Abfall sind die Straßen, niedrig und halb im Schlamm versunken die Woh nungen. Hauptstraße.' Anders sieht es am Strande der Bucht und in ihrer Nähe aus. Hier ziehen sich lange Reihen! freundlicher und halb im Grünen versteckter Villen hin, die hauptsächlich in den Sommer monaten bis auf den letzten Platz ge füllt sind. Denn was Trouville für Frankreich, Brighton für England ist, das ist Tschi-fu für das Reich der Mitte". Nicht nur die Vornehmen der zopftragenden Welt, sondern auch die in diesem Theile China's lebenden Europaer suchen mit Vorliebe diesen Ort m der herß:n Jahreszeit auf, wo sie sich nich nur eines. erfrischenden Bades und der kühlen Seebnse erfreuen können, son dern auch häufiger, denn anderswo, in Folge des regen fremdländischen Ver kehrs Gelegenheit haben, mit Landsleuten in Berührung zu kommen. In mitten dieses Villenviertels erhebt sich weithin sichtbar! die Semaphore-Sig-nalstation, ihr zur Seite, auf der Spitze des HügelS eine uralte Pagode mit ihren grotesken Umrissen. 2? Beach Hotel. Im Angesicht der weiten Bucht und im Anblick der zahlreichen, zum Schutze ihrer Landsleute erschienenen auswärtigen Kriegsschiffe wurde hier am Strande in einer kleinen Matrosenkneipe, die den stolzen Namen Beach Hotel" führte, von den Bevollmächtigten der beiden Reiche, der Vertrag unterzeichnet, durch den der für Japan so ruhmvoll verlaufene Feldzug zum Ab.schluß gebracht wurde. Consequenz. Gestern wagte Vetter Fritz mich hier vor dem Parkthor zu küssen! Ich schwur dem Frechen, ich werde nie mehr an diese Stätte zmückkehren! Wo er heute nur bleibt?!

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Eine berühmte Burschenschaft'

lernt. Die deutsche Burschenschaft zählte- . unter ihren zahlreichen Mitgliedern auch eine interessante Verbinsungsjchwester, eme hervorragende, unvergleichlich: Künstlerin Jenny 2ind" deren Bild heute noch, unter vielen an deren Philistern, die Wände des Knelplokals der fröhlichen Göttinger Hannover" ziert. Jenny Lind, die im Winter des- Jahres 1850, vor Beendigung ihrer Laufbahn als Opernsängerin, sowohl auf der Bühne wie im Concertfaal zu London und Berlin Triumphe gefeiert hatte, besuchte auf ihrer Rückreise nach Schweden das ttonigspaar Georg und Marie ' von Hannover, welches ihr schon von früher, her die lebhaftesten Sympathien entgegen brachte. Königin Marie erzählt, daß Jenny Lind nach Gottlngen reiste, dann späterhin aber noch einmal' wiederkehrte um der Für-. stin von dem übergroßen Enthusiast mus zu berichten, mit welchem sie die dortige Unioersttätsjugend begrüßt hatte. Am 4. Februar 1850 fand zu Göttingen ein zweites Concert statt, der Reinertrag desselben war für die Armen bestimmt. Zauberhaft muß der Eindruck gewesen, welchen dieSän gerin durch den Vortrag schwedischer Lieder und des Mendelssohn'schen Ge sanges: Rheinisches Volkslied, auf die Anwesenden hervorbrachte. Namentlich die letzte Strophe: O Jugend, o schöne Rosenzeit", in welcher die Künstlerin den ganzen persönlichen Zauber ihrer gewinnenden Art voll entfalte: konnte, dies Herausschmettern des hohen Fis, erzeugte wahrhaft elementare Beifallsstürme, es war keir Wunder, heißt es, wenn die Göttinge: Studenten den Kopf verloren. So wurde sie denn nach diesem denkwllrdl-. gen Abend zum Mitglied der Burschenschast Hannovera" erwählt, das Band ward ihr verehrt, fortan durfte sie die grlln-weiß-rothen Farben der Burschenschaft tragen. Bei ihrer Abreife von Göttingen, am 5. Februar fand ein Auszug der Burschenschaft vier Stunden weit statt, bis nach Nordheim hinaus, wo im WirthsHaus zur Krone" begeisterte Ansprachen gehalten wurden. Nach dem Bortrage etlicher Volkslieder für ihre Ver--ehrer und Freunde, fchickte sie in einen Laden der Stadt, ließ dort grünes und weißes Band kaufen, welches sie in kleine Stücke zerriß und an die Brüder vertheilte. Etliche Tage später erhielt sie ein seidenes Band in den Verbindungsfarben, auf welchem die32 Namen der Burschenschafter standen. Charakteristisch ist das Dankschreiben der Künstlerin an die drei Chargirten der Hannovera von 13. Februar 1850, datirt aus Hannover. Es heißt darin, daß sie, Jenny Lind, das Band mit Freude und Stolz annahm, indem sie bedächte, welch: Ehre ihr dadurch zu Theil würde. Oft erlebe der Mensch nicht solche Momente! Dann fährt sie fort: Lassen Sir uns jene Momente noch lange festhalten, auch dann, wenn die äußere Ju gend schon längst entflohen. Als eine, liebende Schwester reiche ich Ihnen noch einmal aus der Ferne die Hand,, hoffend, daß Sie meine schwachen und unvollkommenen Worte mit gütiger Nachsicht aufnehmen. Der Himmel beschütze Sie Alle, dies erfleht die. dankbare, tiefgerührte Jenny Lind". Nach ihrem Dahinscheiden fand mair das vielgeliebte Band in ihrem Nachlasse, mit hohem Stolze bewahren es noch heute die Nachkommen der Verstorbenen. Leuchtkäfer alö Schmuckgegcnstand. Während wir uns an dem Anblick des Lichtes begnügen, das uns die Leuchtkäfer namentlich bei Nacht oder in den späteren Abendstunden in Wald und Wiese senden, benutzen die Da men Südamerika's, namentlich die Creolinnen, die Leuchtkäfer ebenso als Schmuckgegenstand wie die strahlenden.Brillanten, und in der That haben jene strahlenden Insekten vor den Edelsteinen den großen Vorzug, dafc sie das von ihnen ausgesendete Licht selbst hervorbringen, während die geschliffenen Steine nur das auf sie fal lende Lampenlicht zurückwerfen. Hierdurch kommt es, daß diese lebendige Zierde die Locken der Damen auch dann erglänzen läßt, wenn sie dem Lampenlicht abgewendet sind, ja dann gerade tritt die Wirkung am intensivsten und schönsten hervor. Diese Ver Wendung der leuchtenden Käfer ist da durch ermöglicht, daß ihr Licht in den tropischen Gegenden, wo auch die Pflanzenwelt mit viel glänzenderen und satteren Farben ausgestattet ist, bei weitem kräftiger ist, als in unserem kühleren Klima. Der Anblick die ser glänzenden Punkte in dem schwär zen Haar der Creolinnen soll ein zau verhaft schöner sein und bei der eigen" thümlichen Bronzefarbe ihrer Gesichter doppelt schön wirken. . ' Die' Verwendung der Leuchtkäfer ist nicht etwa auf einen einzigen Ballabend beschränkt, sondern wenn'die Damen aus der Ge--sellschaft. in der ihr lebender Haar--schmuck viele Stunden hindurch gewirkt hat, nach Hause kommen, losen, sie die Käfer vorsichtig aus den Haa--ren, legen sie für einige Zeit in eine feuchte Schüssel, in der sich die Thierchen wieder erholen, und bringen sie dann in Käfige, in denen sich die Pflanzen, auf denen die Leuchtkäfer zu leben gewohnt sind, in reichlicher Menge befinden, so daß sie bei der nächsten Gesellschaft wieder zu verwenden sind und auf diese Weise an einer ganzen Reihe von Abenden ihre Pflicht thun. ' Wo die Glocke der Verleumdung i läutet, ist schnell .eine gläubige Ge : znemoc ociiammcm