Indiana Tribüne, Volume 19, Number 3, Indianapolis, Marion County, 21 September 1895 — Page 2

Jndwna Trwttne.

Erscheutt Täglich und SonntagS. Die tägliche TribLne- kostet durch den Träger 11 Cent per Woche, die eontagS,.Tribüne"S Cents per Woche. Beide tusamen 15 Cent der Cent perrkonat. Per Post außerhalb du l?tbt zugeschickt in Vorausbezahlung V per Ja,r. VffieVt 18 Süd Sllabama Straße. Indianapolis, 3äd., 21. September '95 Opposition gegen die ttleinkallberGewehre. Dem Beispiele der europäischen Mächte folgend und gestützt auf die Empfehlungen der betreffenden Sach-vrständigen-Tommisflonen hat sowohl das Kriegs- wie da MarineDepartement seiner Zeit die Adoptirung van klein kalibrigere Gewehren beschlössen. Die Springfieldbüchse der Landarmee wurde in das alte Ei sen geworfen und statt derselben das Krag-Jorgenfeir Gewehr mit 0.303 Kaliber. Angeführt und vor wenigen Wochen ist die Anfertigung einer Büchse von noch kleinerem Kaliber für die Marine in Angriff genommen worden. Die Schießversuche mit diesen Gewehren hatten in der That erstaunliche Resultate ergeben und die Durch schlagskraft der. Geschosse sich als außerordentlich erwiesen. DaS Geschoß des Marinegewehrs durchschlug auf eine Entfernung von 30 Yards 62$ Zoll dicke Holzplanken, welche tu Abständen von drei Viertel Zoll hinter einander aufgestellt waren; auch die Treffsicherheit ließ auf große Distanzen (2500 Yards) nichts zu wünschen übrig. Aber trotz dieser Vorzüge macht sich bei den Officieren der Landarmee wie der Marine neuerdings eine starke Opposition gegen die klein kalibrigen Gewehre kund, denn, dieselben schießen mcht -todt genug", d. h. die kleinen Geschosse vermögen angeblich nicht einen Mann außer Gefecht zu setzen, wenn der Verwundete nicht durch den Kopf, Unterleib oder Gelenk geschossen l Diese Erfahrung hat man, den Angaben eines Marine-OfficierS zufolge, in verschiedenen Kriegen gemacht. In dem Kriege zwischen Chile und Peru war ein Theil der chilenischen Armee mit einem Gewehre von 0.30 Kaliber bewaffnet und, nach den Behauptunctn btz Aerzte, wurden nur etwa 15 Procent der Geschossenen getödtet oder yefechtsunfähig gemacht. In dem Kriege gegen China führten die Japaner ein von dem General Murata erfundenes vortreffliches KleinkaliberGewehr,' welches dem französischen Musi?r nahe kommt. Berichte fremder Officiere, darunter des Lieutenats OÄrien, der von unseremKriegsDepartement auf den javanifch-chine-fischen, Kriegsschauplatz abcommandirt war, besagen, daß die Treffsicherheit des Gewehres nicht gut war und daß die-Kugel keine tödtliche Wirkung hatte, auch nicht schwer verwundete, wenn der Schuß mcht entweder den Kopf oder den Unterleib, getroffen hatte. Die Kugel zertrümmerte die Knochen nicht, sondern bohrte ein glattes Loch durch dieselben und dieSchußWirkung war bei Weitem nicht so nachbaltig wie diejenige des 0.45-Kaliber-Gewehres int deutsch-französischen Kriege von 1870 71. Das Geschoß des Murata-Gewehres hat ein Kaliber von 0.315, ist also noch größer als diejenigen der modernen europäischen Gewehre und des von 'den Ver. Staaten eingeführten Krag-Jorgensen Gewehrs, von dem MarineGwehr gar nicht zu sprechen. Das englische 0.30-Kaliber-Gewehr ist in dem Birma-Kriege sowie neuerlich in dem Feldzug: , gegen Chitral. an der Grenze von Thibet erprobt worden. Gen. Löwe sagt darüber in seinem Bericht: Häufig wurden Gefangene eingebracht, welche von zwei und drei Kugeln durchbohrt waren, ohne daß den Verwundeten dadurch viel Unbehagen verursacht zu werden schien, denn sie hatten mitunter sechs bis sieben Meilen zu marschiren, ehe sie unser Lager erreichten. Diese Gefangenen erklärten den Umstand, daß so wenige Todte auf den Schlachtfeldern zurückgeblieben, damit, daß nur Diejenigen ihren Tod fanden, welche am Kopf oder in den Eingeweiden verwundet wurden, und daß nur Schüsse in den Gelenken der unteren Extrem!täten Gefechtsuntüchtiqkeit verursachten. Ich bin der Ansicht, daß bei Kämpfen gegen Wilde die alten 0.4?-Kaliber-Gewehre verwendet werden sollten. Die Chitralefen hatten 0.45-Kaliber-Gewehre und jeder Schuß, der traf, tödtete oder machte den Verwundeten gefechtsuntüchtig.- ,. General Löwe erwähnt in seinem Bericht das folgende drastische Beispiel: Wir 'hatten einen Sn zu füsiliren sagt er, und eine Abtbeiluna ton Soldaten feuerte auf ihn, bei "einer Distanz von 15 Schritten. Sechs Kugeln trafen, davon durchbohrten drei die Brust. Als man ihm die Fesseln gelöst, fprang der Verwundete cruf und lief eine Viertelmeile, ebe er von einem berittenen Sikh eingeholt wurde, der ihm ..mit einem einzigen Säbelhieb den Kopf fast vom Rumpfe trennte." Dieser Bericht hatte zur olge, daß jüngst in England eine aus böheren Officieren gebildete Commisswn beauftragt wurde, über die Wirksamkeit des Lee-Matford-Gewehres ein Gutachten abzugeben. Eine ähnliche Erfahrung soll kürzlich in Deutschland gemacht worden sein. &rt Soldat, der seinen , Sergeanten in Magdeburg beraubt und ermordet hatte, war zum Tode verurtheilt worden. Fast jede Kugel des . zur Ezecution kommandirten Pelotons traf, und dennoch versuchte der Verwundete zu entfliehen. Der commandirende Sergeant schoß ihm noch eine Kuael durch den Kopf, aber der Tod erfolgte auch . dann noch, nicht. Der Seraeant lud' wieder und ' erst eine - KuZcl.'die dicht hinter dem Ohr eindrana. sübrte den Tod UiUL Er

hatte neun Schußwunden erhalten. Die Thatsache, daß bei den Kämpfen auf Cuba so viel mehr Spanier als Cubaner getödtet und schwer verwundet worden, ist. der Londoner Times" zufolge, dem Umstände zuzuschreiben, daß die Spanier mit einem Kle'.nkc'.li-ber-Gewehr. die Cubaner aber mi: einem solchen von größerem Kaliber beWaffnet sind.

U Milttäl.Luftschlssfahrt. Die Militäräronautik ist zur Stunde auf dem Punkte angelangt, nur Wasserstoff zu verwenden, den man in Oesterreich im comprimirten Zustande in's Feld, mitführt und sobald der Befehl zur Füllung anlangt, innerhalb etwa 20 Minuten in den Ballon füllt dann läßt man letzteren mit einem Luftschifferofficier vermittels einer einfachen Rolle am Haltetau 1000 Meter und noch weiter steigen und empfängt nach einigen Minuten telephonische oder schriftliche Meldung oder ein Croquis in einer Tasche, die längs des Kabels heruntergleitet. Der Standort des Ballons wird durch Herumtragen während der Beobachtung geändert und man kann bei einer Höhe von 800 Metern, klares Wetter vorausgesetzt, auf einen Gesichtskreis von 10 bis 12 Kilometern Radius rechnen. Eine große Unannehmlichkeit bilden die heftigen Schwankungen des Luftballons und der Gondel, und es erfordert große Uebung und Zähigkeit, bis man gelernt hat, trotz derselben ruhig und sicher zu beobachten. Nutzlos wird' die Entlassung von Ballons bei Nebelwetter, wobei der Feind allerdings in derselben ungünstigen Lage ist. Im Allgemeinen hat man kugelförmige Ballons, neuerdings aber sollen sich die sogenannten Drachenballons von Walzenform bei starkem Winde insofern bewährt haben, als sie vollkommen ruhig standen,' während Kugelballons heftig hin und hergeschleudert wurden. Bei ruhigem Wetter'versagten wiederum dieDrachenballons, und es werden daher vielleicht, wo es angängig ist, beide Formen je nach Bedarf zur Verwendung gelangen. Das Material für die Füllung deS Ballons. daS Wasserstoffgas, ist in stählernen Cylindern bis auf 20 Atmosphären comprimirt. Der gewöhnliche Feldballon hat in Oesterreich einen Inhalt von 600 Kubikmeter, die stählernen Flaschen enthalten 34 Liter comprimirtes, also nicht ganz 7 Kubikmeter Wasserstoffgas bei gewöhnlichem Druck. Man hat demnach für eine Füllung fammt dem nothwendigen Ersatz etwa 100 Flaschen zu rechnen, die auf fünf sechsspännige Wagen vertheilt sind, außerdem -die Ballonhülle, das Netz, den Korb, das 1000 Meter lange Stahl, die Rollen und einige, kleinere Hilfsmittel. Zwei Füllungen erfordern ?ehn Wagen und einen Rüftwagen für die Compagnie von drei Officieren und 60 Mann. Es sind dies die Zahlen für öfterreichische Verhältnisse. In Deutschland haben sämmtliche Festungen des Ostens und Westens Luftschifferabtheilungen, deren Ballons 1000 Kubikmeter Inhalt besitzen. Man verwendet dort das dauerhafteste und stärkste Material für die Ballonhüllen, welches fünffache Sicherheit bietet, allerdings auch ziemlich schwer ist, und die ungemein energische Uebung der Abtheilungen in Friedenszeiten, das Aufsteigen bei noch so' ungünstigem Wetter verbürgen ihre ausgezeichnete Brauchbarkeit im Kriege. Man stellte sich früher das Wasserstoffgas an Ort und Stelle durch Erhitzen von Zink mit gelöschtem Kalk dar, ist aber nunmehr gänzlich dazu übergegangen, comprimirtes Gas in Cylindern mit sich zu führen. In Frankreich hat man ein gemischtes System, welches darin besteht, daß comprimirtes Gas zur ersten Füllung verwendet wird, während deS Aufsteigens aber aus Eisen und Schwefelsäure neues Wasserstoffgas erzeugt und gleich darauf durch eine Druckpumpe comprimirt wird. Durch die große Belastung des Wagenparks und das häufige Versagen sowie die Unbequemlichkeit der Gaserzeugung und Comprcssion bewogen, wird man indessen wohl in Kürze dazu übergehen, das sogenannte englische Vallonsystem, d. h. die ausschließliche Verwendung von comprimirtem Gase einzuführen. Wie die Franzosen für fehr viele Dinge Geld im Ueberfluß haben, so ist auch ihr Lustschifferwesen in einer außerordentlich reichhaltigen Weise ausgestattet. Nach dem im Jahre 1892 von Major Renard ausgearbeiteten Plane soll jeder Division eine Fdldballon Abtheilung beigegeben werden. Mittelpunkt ist ChalaisMeudon .und hat für die Festungsund Feld - Luftschiffer - Compagnien in jeder Beziehung, für Ersatz zu sorgen. Auch Italien at seine Luftschifferparks für die bedeutenderen Festungen und außerdem vier für . die Feldarmee. Rußland ist auf diesem Gebiete seit 1889 vorgegangen und besitzt unter Anderem einen Jnstructionspark in St. Petersburg, der qls Lehranstalt für die dahin commandirten Officiere und Soldaten dient; außerdem aber noch als Versuchsstelle für die vorgelegten Verbesserungen und Erfindüngen. Der Lehrgang dauert zehn Monate und wird je von fünf Genieund fünf Jnfanterieofficieren sammt einer- entsprechenden Anzahl Leute durchqemacht. Soweit es bekannt geworden ist. verfügt allerdings Rußland km Hinblick auf die Größe seiner , Armee und die Anzahl seiner Festungen noch über ganz unzureichendes Material; es ist aber immerhin möglich, daß es in der Stille schon wesentlich mehr beschafft hat. als in'ö Ausland berichtet worden ist. Ueber die Vernichtung und Bekämpfung der Kriegsballons geben folgende Angaben ein Bild. Auf dem Schießplatze bei Kummersdorf in Oesterreich wurden schon vor neun Jahren zwei Fesselballons, welche 250 Meter hoch standen auS einer Entfernung von 5000 Metern versuchsweise mit Schravnels beschossen und der eine

durch 1U, m entert durch 20 Schüsse innerhalb von ?0 Minuten zum Sinken gebracht. 5lus dem Schießplatze zu Lyd in England wurde ein Fesselballon don einem 13pfllndigenFeldgeschütz aus 3000 Meter Entfernung mit dem 17. Schuß getroffen. Im Falle traf ihn .-in zweiter Schuß, jedoch fiel der Balhn ganz langsam zur Erde. Auf dem -ussischen Schießplätze zu Ust-Jshora vurde ein Ballon von drei je 600 Fuß 'anzen Kabeln gehalten und enthielt in ''einem Korbe Puppen von Luftschiffern. 4500 Schritt von ihm befanden sich vier Geschütze und richteten ihr Feuer nach einem ein Kilometer vorwärts links von ihnen befindlichen, seine Weisungen telephonisch gebenden Beobachter. Nach dem zehnten Schusse war man eingeschossen, gab Salvenfeuer ab. und der Ballon begann nach der fünften Salve langsam zu sinken. Von den 34 im Ganzen abgegebenen Schüssen hatte der Ballon 29 mehr oder minder große Löcher in der oberen Wölbung davongetragen, auch war eine Puppe verwundet worden. Bei einem anderen Versuche im Lager von Krasnoje - Selo schössen acht Geschütze aus einen 400 Meter hoch stehenden Ballon in 3000 Schritt Entfernung. Der Batteriecommandant befand sich 200 Mete? seitlich der Batterie, und man vermochte durch Schrapnels den Ballon nach zehn Minuten zum langsamen Sinken zu bringen. Im Ganzen wurden 12 Schüsse abgegeben und damit 156 Treffer erzielt. Interessante Ergebnisse erhielten auch die Franzosen bei Chalons. Ein Ballon von 540 Kubikmeter wurde in 1400 Meter noch erreicht, mehrere Ballons von nur S Kubikmeter konnten in Höhen von 1200 bis 1450 Meter noch getroffen werden. Dagegen war über 1500 Meter kein Ballon mehr zu treffen. Es ist daraus zu ersehen, daß die Gesahr für den Luftschiffer während der Schlacht verringert wird durch die Thatsache, daß selbst der stark beschädigte Ballon nur sehr langsam fällt, daß er selbstverständlich um so schwieriger zu treffen ist, je höher er .steht, und in einer bestimmten Höhe als völlig sicher vor feindlichen Schüssen betrachtet werden kann.

Eine neue Getreldeart? Seit längerer Zeit ist unser Acker-bau-Departement eifrig damit beschäftigt, möglichst genaue Information über eine Pflanze zu erhalten, welche in verschiedenen Gegenden des Südens wild wächst und deren Samen einen sehr bedeutenden Nährwerth besitzt. In der Umgegend von Pittsboro, Russell County, Ala., ist diese Pflanze besonders gut gediehen. Die niedrig gelegenen, humusreichen Ufer der Flüsse jener Gegend sind mit diesem Röhricht bewachsen, von dessen Stengeln Blätter und Samenkapseln quastenartig herabhängen. Im Lause dieses Sommers machten die Farmer die Wahrnehmung, daß das weidende Rindvieh mit Vorliebe dieses Röhricht aussuchte und sich an den Samenkapseln gütlich that. Eine Untersuchung der Samenkörner ergab, daß dieselben einen be deutenden Stärkegehalt besaßen und hinsichtlich ihres Geschmacks mit gutem Hafer eine große Aehnlichkeit hatten. Nunmehr schnitten die Farmer daS Röhricht und der Samen wurde ausgedroschen. Pferde, Schweine sowie Hühner wurden mit demselben gefüttert und, wie berichtet wird, zogen diese Thiere denselben sowohl dem Mais wie dem Hafer vor. ' Versuche, den Samen zu mahlen und aus dem gewonnenen Mehl Brot zu backen, sind noch nicht gemacht worden. Der Botaniker Prof. F. V. Coville vom Ackerbau - Departement, welcher sich über die bisherigen Versuche genau unterrichtet hält, hat constatirt, daß die Pflanze seit Jahren in der Gegend von Pittsboro wächst, bisher aber noch keinen Samen getragen, ja selbst nicht einmal die samenführendenDolden hervorgebracht hat. Erlist der Ansicht," daß die Pflanze bei regelmäßiger und rationeller Cultur sehr wohl nutzbar sowie ertragfähig gemacht werden könne und dieselbe bezüglich ihres NährWerths mit Mais, Haser undGerste auf eine Stufe zu stellen sei. Freilich sei über die Pflanze nock zu wenig bekannt, um mit Sicherheit Voraussagungen über den etwaigenNutzen ihres Anbaues zu machen.- Dem Aussehen nach, hat der Samen mit Hafer große Aehnlich keit, doch ist er zwei- bis dreimal so groß; die Samenhlllsen sind ca. einen Zoll lang, während der Samen eine Länge von einem halben Zoll erreicht. Wie bei allen anderen Cerealien wird die Hülse beim Reifen trocken und gelb, das Korn bleibt hart. Nach dem Dafürhalten vieler Farmer, welche ihre Schlußfolgerungen auf den Geschmack deö Samens basiren, sind die Blüthen der merkwürdigen Pflanze von den benachbarten Haferfeldern befruchte! worden, doch theilen die Gelehrten des Ackerbau - Departements diese Ansicht nicht. An verschiedenen Stellen und in verschiedenen Bodenarten ist der. Samen gesät worden, um mit möglichster Genauigkeit die Ertragfähigkeit der Pflanze zu ermitteln. Sollte dieselbe bei rationeller Cultur gute Erträge liefern, so würde ihr Anbau für gewisse Districte des Südens sich außerordentlich segensreich erweisen. In diesem Jahre hat das Röh richt ungeheuere Mengen von Samen geliefert und wird der Gesammtertrag auf mehrere Millionen BushelS geschätzt. Bisher haben die Farmer jener Gegenden die niedrig gelegenen Flußufer überhaupt nicht unter Cultur gehabt, sondern dieselben dem wild wachsenden Röhricht überlassen. Wenn auf jenem bisher unbenutzten Lande in Zukunft Ernten gewonnen werden könnten, die dem Mais an Reichthum nahe kommen, fo würde das selbstverständlich den Farmern? mehr als willkommen sein. - Die Nilchversorgung Londons. ' Die Bevölkerung der Stadt Lon?n beträgt in runden Zahlen 4.300-

009 Bewohner, auf welche 10.5 Gallo nen pro Jahr oder 0.22.PintMilch pro Kopf und pro Tag gerechnet werden. Bei der Abschätzung des Milchver. brauchs ist jedoch die Berechnung nach Familien vorzuziehen, und wenn wir den Bestand einer solchen zu sieben Personen annehmen, so finden wir. )aß die Bevölkerung Londons aus 614,3000 Familien besteht, von denen eine jede 71 Gallonen im Jahr oder 1 Pint täglich verbraucht. Wenn einer jeden Familie der Bedarf an Milch zweimal täglich in's Haus mit jedesmal drei Viertel Pint geliefert wird, so erfordert dieses 1.223.600 Lieferungen täglich oder 548.439.000 Lieferungen im Laufe eines Jahres. Wenn wir die Anzahl der Wohnhäuser Londons in Betracht ziehen, so waren daselbst nach der Zählung 518,318 bewohnte Gebäude vorhanden, in deren jedes täglich im Durchschnitt 1$ Pint Milch im Jahre 1894 gebracht worden ist. Die Länge der Straßen an denen die Wohnhauser Londens liegen, beträgt rund 2000 englische Meilen, welche täglich zweimal bei der Verkeilung der Milch mit Ausnahme der Sonntage zurückgelegt werden müssen. Die Consumenten erhalten Morgens die Abendmilch des vorhergehenden und Abends die Morgenmilch desselben Tages. Zur Erzeugung des gesammten Bedarfes von London sind 87.000 Kühe erforderlich, deren jede im Durchschnitt 550 Gallonen Milch liefert. Diese Kühe wer. den täglich zweimal gemolken, wozu 10,850 Personen erforderlich sind, von denen jede 10 Kühe zu melken hat. Wenn die Menge der aus einer Farm gehaltenen Kühe im Durchschnitt auf 25 Haupt gerechnet wird, so kann die Zahl der mit der Milchversorgung beschäftigten Landgüter auf 3480 geschätzt werden. Unmittelbar nach dem Melken wird die Milch durch ein Sieb gegossen, ge kühlt und in Transportkannen von 13 Gallonen Inhalt gefüllt, welche Mor. gens und Abends zur nächsten Eisen-bahn-Stativn gesandt werden. Die Gesammtiabl der täalich nach und von London auf den Eisenbahnen littst renden Milchkannen ist auf 26,000 Stück berechnet. Der ' Landwirth trägt die Kosten des Transports bis zur nächsten Eisenbahnstation und ein pfängt im Jahresdurchschnitt für sein: Milch 15 Cents für die Gallone. Die Producenten erhalten also für die nach London gelangenden 43,500,000 Gallonen Milch die jährliche Summe von 56.525,000. wofür sie nicht -nur über eine den polizeilichen Mindestfettgehakt hinausgehende Qualität der Milch zu garantiren, -sondern dieselbe auch von. ihrem Wohnorte täglich zweimal bis zur nächsten Station .der Eisenbahn zu liesern haben. Die Ei-senbahn-Gesellfchaften befördern die Milch nach London in speciellen Waggons entweder mit den gewöhnlichen Passaglerzügen oder mit SeparatMilchzügen. Diej Milchwaggons ' sid ebenso wie ' die Personenwagen mit Federn und Vorrichtungen gegen das Stoßen und Schütteln versehen, während ihre Seitenwände durch Jalousien ventilirt werden, durch welche Staub und Rauch nicht in die Wagen eindringen kann. Die von Eisen-bahn-Gesellschaften, für den Milchtransport fizirten Preise, sind verschieden und betragen von einem Cent für die Gallone für kurze Entfernungen bis zu vier Cents für weitere Entfernungen von mehr als. 100 englische Meilen. Die leeren Milchkannen werden frei zurückbefördert. Bei der Annähme eines Durchschnittspreises von 2z Cenis Fracht per Gallone haben die Eisenbahnen im Fahre 1894 für den Transport von 43.500,000 Gallonen Milch nach London Z1.037.500 dereinnahmt. Nach .ihrer Ankunft auf den verschiedenenStationen der inLon don mündenden Eisenbahnen wird die Milch von den Händlern abgenommen und in der Hauptstadt vertheilt. Es ist anzunehmen, daß die reine Kuhmilch nicht unter 10 Cents für das Quart verkauft wird. Demnach wür. de die jährliche in London eingeführte Milchmenge von rund 43,500,000 Gallonen einen Verkaufswerth von N7.400.000 besitzen, wodurch ihr Einkaufspreis von 56,525.000 um 510.875.000 Lbertroffen würde. Von dieser Summe sind die Ausgaben für den Eisenbahntransport, für Geschäftskosten und für Geschäftsverluste abzuziehen, und der Rest bildet den reinen Verdienst des MilchhändlerS. Die Kasseekrankheit in Brasilien. Eine Mittheilung von unberechenbarer Bedeutung bringt daS Reghrungsblatt in Sao Paulo. Dieselbe lautet: Dr. Theodors de Carvalho, AckerbauMinister unseres Staates, hat den ersten Chemiker der Ackerbau-Anstalt in Campinas. Herrn Heinrich Potel, U auftragt, die erforderlichen Forfchungen vorzunehmen, um der Krankheit zu begegnen, die in Kasfeepslanzungen im Westen unseres Staates aufgetreten ist. DaS Vorhandenfein dieser Krankheit ist durch die in genannter Anstalt vorgenommene Untersuchung von Kaffeebaumwurzeln, welche von Araraquara eingeschickt wurden, nachgewiesen." Um die ganze Tragweite dieser in lakonischer Kürze abgefaßten Auslassung zu würdigen, ist es nothwendig, sich einerseits die Bedeutung des Kaffeebaues für Brasilien, andererseits die mit völliger Verwüstung aller KaffeePflanzungen drohenden Verheerungen des die .Kaffeekrankheit erzeugenden Mikrobiumö vor Augen zu führen. Der Kaffee bildet 93 .Procent der gefammten Ausfuhr auS Brasilien und fein Anbau ist die Quelle des Reichthums.. Die bevorstehende Ernte wird beispielsweise auf 8 Millionen Sack im Werthe von über 800Millionen Francs geschätzt. "Thatsächlich ist feiner ungeHeuren Ertragsfähigkeit wegen der Kaffee die einzige Culturpfla.nze,welche in allen mittleren und nördlichcnStaa, ten gezogen wird. u?ld eZ ist leicht ersichtlich, welche. Bedrängniß unfehlbar eintreten müßte, wenn plötzlich diese Einnabmeouelle des Landes starke Ein-

büßen erleiden, gegebenenfalls ganz versiegen sollte. Die Kaffeekrankheit aber hat bereits anderwärts so üble Erfahrungen gezeitigt, daß man den ungeheuren Schrecken wohl begreifen kann, welcher die Fazendeiros befallen hat. In Ceylon, wo die Krankheit zuerst 1869 aufgetreten ist, betrug noch im Jahre 1867 die - Kaffee-Ernte 45,000 T.. schon innerhalb' eines Jerhres hatte die Krankheit solche Verwüstungen angerichtet, daß die folgende Ernte auf 25.000 T. sank. Seitdem nahm die Krankheit von Jahr zu Jahr zu,fodaß Ceylon heute auf dem Kaffeemarkt jede Bedeutung verloren hat. Im Jahre 1879 beobachtete man auch in Java diese Krankheit. Zehn Jahre später wurde der, Verlust, den sie nur auf den RegierungSländereien allein jährlich anrichtete, auf 8 Millionen Pfund Sterling berechnet, und auf wenigstens ebensodiel in den Privatpflanzungen. Bisher schien Brasilien gegen die Krankheit gefeit, aber jetzt hat sie sich auch hier eingestellt, und was in Ceylon und Java geschah, das alles ist auch hier möglich. Die allerneuesten Nachrichten verschlimmern leider die Befürchtungen, über die Kaffeekrankheit. Der Estado" schreibt: Unglücklicherweise bestätigen sich die Nachrichten, welche wir vor einigen Tagen auö dem Westen unseres Staates brachten.indem gemeldet wird, daß in vielen Kasseepflanzungen ein Mikrobium aufgetreten ist, welches in kürzester Zeit die Wurzeln der Kaffeebäume zerstört. In der Gemeinde Araraquara sind fast sämmtliche Kaffeepslanzungen zerstört und diese sonst so vielversprechenden, reichen Ländereien bieten einen traurigen Anblick dar. In Campinas, wo bisher die Krankheit noch keine Verheerungen angerichtet, treffen die FazendeiroS alle möglichen Vorkehrungen, um die Ausbreitung des Uebels auf ihre Pflanzungen zu verhüten. Von der dortigen Ackerbau-Anstalt hat bereits ein zuständiger Fachmann sich in die erkrankten Pflanzungen begeben, um dieSache eingehend zu prüfen. Aus den dem Ackerbau-Minister eingeschickten Be richten geht hervor, daß daS gefährliche Mikrobium fchon in den Fazendas vieler Gemeinden vorkommt. Auch Rio Grande do Sul kann unter den Wirkungen der Krankheit, welehe den Bestand der Kasseepflanzungen ernstlich bedroht, schwer zu leiden haben. denn wenn der Kaffeeanbau infolge der Verseuchung auf großen Gebie'tsstrecken unergiebig - werden sollte, so werden dieselben mit anderen Culturpflanzen bebaut werden, und in dem Augenblicke, in dem der Norden in großem Maßstabe den Anbau von Nais, Bohnen und anderen hiesigen Erzeugnissen aufnimmt, muß de? Werth der Landeserzeugnisse von Rio Grande do Sul unvermeidlich fallen, da ihnen ein gewaltiges Absatzgebiet

entzogen wird. Seutscht 2cunaQtiQUtu ffvaunjdjwla B r a u n s ch w e i y. Auf eine qualvolle Weife ist vor einigen Tagen der hier nsassige, 32jähnge, verheirathete BauarbeiterWilhelm Banse um's Leben gekommen. B. war an einem Halsleiden erkrankt und erhielt vom Arzte chlorsaures Kali verschrieben. Statt aber eine geringe Menge desselben in Wasser aufzulösen und zum Gurgeln zu benutzen, schüttete der Erkrankte aus Unwissenheit den Inhalt der ganzen Düte in ein Glas Wasser und trank dasselbe aus. Bald emPfand B. heftige Schmerzen im Leibe, und als sein Zustand schlimmer wurde, erfolgte auf ärztliche Anordnung feine Ueberführung nach dem neuen herzoglichen Krankenhause. Die Hilfe kam jedoch dort zu fpät, denn bald nach feiner Einlieferung erlagB. seinen schrecklichen Qualen. LUcklenburg. Rostock. Auf der alten St. GeorgSbleiche ist in den letzten Tagen das Bleicherhaus. welches gegen 200 Jahre gestanden hat, abgetragen worden, weil an jener Stelle schon demnächst mit der Durchführung der neuen Graf Schack-Straße nach der Schwaa ner Landstraße hin begonnen werden soll. DaS ganze angrenzende Terrain wird in den neuen Bebauungsplan der Stadt hineingezogen werden. Diese Gegend genießt eine historische Berühmtheit. In der Nähe des Bleicheraartens lagerte im October 1623 Wallenstein, als er Rostock zur Capitulation zwang. - ChBrlnatn. : Gera. Acht Tage lang freiwillig gehungert hat hier ein 17 Jahre alteS Dienstmädchen, das eine Strafe wegen Diebstahlö zu erwarten hatte. Man vermuthete das Mädchen bei Angehöri? oen, entdeckte es aber aus dem Spitz b?den deS Daches, wo es gan verhungert und von Ruß ganz geschwärzt aufgefunden wurde. Jena. Herr Dr. Dettmer.außerordentlicher Professor für Botanik an hiesiger Universität, hat eine wissenfchaftliche Reise nach Brasilien angetre ten, von der er Ende dieses Jahres zurückzukebren gedenkt. Meintngen. Im benachbarten Roßdorf, bekannt aus demJahre 1866 durch die daselbst stattgefund'ene Schlacht, brannte . jüngst ein Drittel der Ortschaft, fünfzig Gebäude, nieder. VieWieh ist umgekommen, wahrscheinlich auch einige Kinder. Einem Feuerwehrmann wurde durch eine Kuh der Leib ausgeschlitzt. Sondershausen. Ein Mord ist in dem nahen Dorfe Zecha verübt worden. Dort war im Gasthause Zum grauen Löwen" öffentlicher Tanz' wobei eS unter den Burschen zu Eifersüchteleien kam. Als nun der 20jährige Maurergeselle Leopold Wensel aus Zecha ein Zechaer Mädchen nach Hause begleitete, wurde er von dem 19jährigen Tischler Brandt aus Stockhausen überfallen und erstochen. OAOiTtU Dresden. Die in Sachsen bestehende Erbschaftssteuer brachte im Durchschnitt deö letzten Jahrzehnts jährlich 1.076.000 Mark ein. Im Jabre 1893 stellte sich der Ertraa auf

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1,320,000 Mark. Pro Kops der Bevölkerung berechnete sich demnach die Erbschaftssteuer auf 30 bis 35 Pfennig. Die Steuer ist durchaus keine allgemeine, und sie wird in verschiedenen Abstufungen erhoben. So werden bei Legaten an Dienstboten etc. 1 Procent, bei Hinterlassenschaften an Verwandte (je nach dem Grade der Entfernung) 2 bis 6 Procent, und bei allen anderen Hinterlassenschaften 8 Procent erhoben. Der königlich sächsische Hofschauspieler Karl Loeber, einer der befähigsten Vertreter der Dresdener Künstlerwelt, ist in der Heilanstalt Sonnenstein gestorben. Markneukirchen. In Remtengrün schlug bei einem das obere Vogtland heimsuchenden schweren Gewitter der Blitz in ein Haus, dessen Besitzer. Baldauf mit Namen, eben die Fenster schließen wollte. Der im 74. Lebensjahre stehende Mann wurde vom Blitzstrahl am Kopfe getroffen und augenblicklich getödtet. zugleich stand aber auch das Haus in flammen und es gelang den Angehörigen Baldaufs nur mit vieler Mühe, den Erschlagenen den Flammen zu entreißen, alles Uebrige ging bei dem Brande zu Grunde. Ö schätz. Die hiesige Klosterkirche, welche bis vor Kurzem als Rathhaus diente, ist neulich von der Commission zur Erhaltung von Kunstdenkmälern eingehend besichtigt und als ein der ErHaltung offenbar werthes Baudenkmal bezeichnet worden. Das Bauwerk dürfte aus der Zeit um 1500 stammen und auf Arnold von Westfalen, den Erbauer der Albrechtsburg zu Meißen, zurückzuführen fein. GvoijtxncatUntti fitUeiu Gießen. Der Schreiner Will von Rodheim bei Homburg, der im vorigen Jahre den Metzger Scheuer ermordete, wurde nach Beschluß des hiesigenLandgerichiS wegen Geistesgestörtheit außer Verfolgung gesetzt. Gonsenheim. Dieser Tage feierte der neu geweihte Priester F. Müller von hier, feine Primiz. Derselbe wurde in München als Missionär ausgebildet und wird sich als. solcher nach China begeben. Er nahm zugleich von der hiesigen Gemeinde Abschied. Kastel. In der hiesigen ReduitKaserne erschoß sich der Gefreite Becker von der 14. Comp. des Jnf.-Regt. No. 113. Becker, welcher aus Vretzenheim stammt, hatte nur noch 34 Tage zu dienen. Worms. Oberhalb der Stadt wurden drei zusammengebundene Leichen eines Mannes, einer Frau und eines etwa einjährigen Kindes gelandet. Der Mann ist der verheirathete Landwirth Schanz die Frau seine Geliebte, die Frau eines Zimmermeisters, Beide aus Hasenbrunn bei Höchst im Odenwald. Das Kind gehört der Letzteren. Es handelt sich um den letzten Akt eines Liebes- und Ehedramas. Ein bei- dem Manne vorgefundener Brief bestätigt, daß die Leute den Tod in den Wellen des Rheins suchten. tfaiztvtu München. Die Arbeiten zum Bau einer Gedächtnißkirche für König Ludwig II. am Seeufer im Park bei Sckiloß Berg, haben bereits begonnen. An der Baustelle sind die Bäume bereits gefällt, ebenso sind die Ausgrabungen des Erdreichs zur Ebnung des Bauplatzes fchon in vollem Gange. . Lohr. EineS furchtbaren Todes starb in Rodenbach ein Kind, das ungelöschten Kalk genossen hatte; es ist förmlich zerplatzt. Neu -Ulm. Der 21jährige Sohn des Bürgermeisters Wiedemann in Holzschwang wurde, als er nicht zur wohnten Zeit zum Frühstück erschien, m. seinem Bett todt aufgefunden. Die Untersuchung des Leichnams führte auf Merkmale derStrangulation am HalS, so daß daraus die Vermuthung entstand, der Unglückliche sei im Schlaf überfallen und erdrosselt worden. Diese Annahme hat sich bestätigt. Ein der That verdächtiger Bursche wurde verbatet. Nördlingen. Den Kirchthurm in Schmähingen, der vor etwa 30 Jahren abbrannte und neu. gebaut werden mußte, umschwärmte neulich Mittag so ein dichter Schwärm von Schnacken oder dergl., daß die Ortseinwohner glaubten, es sieige aus dem Thurm Rauch empor und sei zur Unterdrllckung des Feuers Hilfe dringend nöthig. Sie schickten deshalb hierher und eine Abtheilung Feuerwehr machte sich alsbald auf den Wfg. Nach Aufklärung der Sache aber kehrte sie unter Heiterkeit zurück. Nürnberg. Hier .ist eine Pinselarbeiterin binnen 24Stunden an Milzbrandvergistung gestorben. Nach den Lokalblättern lst dies seit 6 Jahren der 12. Fall; die diesmalige Vergiftung scheint durch Schweinebo?sten,die man für giftfrei gehalten und deshalb nicht deöinfizirt hatte, bewirkt worden zu sem. - Mettschaumpfeifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen it., bei.Wm. Mucho, 199 Ost Washington Str.

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