Indiana Tribüne, Volume 19, Number 2, Indianapolis, Marion County, 20 September 1895 — Page 2

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Zndwna Arivttne. Erscheint Täglich und Sonntagv. Di tZzliche .Tribüne" kostet durch den TrSger 12 Cents per Woche, dke KonntazSTribüne' Cwt 3 per Woche. Beide iusamme 15 Cents der es llentZ per rlonat. Per Post außerhalb de, k?tdt zugeschickt t Vorausbezahlung $? per iZahr.

ffte, IS Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 20. September '95 lOrigwal-T orresxolldmz.? Ctreifitchter von der Gartenstadt. Chicago, Mitte September. Haben Cie irgend etwas davon gehört, daß Chicago 'Temperenzstadt geworden? Ich auch nicht. Es will mich auch, trotz aller frommen Wünsche von gewissen Seiten und trotz einiger im Leitartikel-Hintergrund etlicher Zeitungen, aufgetauchten Prophezeiungen, stark bedünken, daß es jedenfalls noch sehr geraume Zeit dauern wird, ehe der lemperenzlerische Sauerteig, welchen Chicago seinerzeit durch Annectirung mehrerer Prohibitionsdistricte in sich aufnahm, den ganzen gartenstädtischen Arbrei durchsäuert haben mag. Auf eine Reform-Ouvertüre braucht nicht immer eine Prohibiiions-Arie zu folgen, wie es den fündigen New Sorkern wenigstens im Siebentel.Fragment ergangen ist. und darauf würde, abgesehen von allem Andern, schon die zahl reiche Classe jener Wohlanständigen nicht eingehen, welche zwar gerne in einem Prohibitionsdistrict wohnen, aber jederzeit Gelegenheit haben wollen. sich in nicht allzu weiter Entfernung ungenirt einen Guten" zu lei sten. Aber trotz alledem könnte man ge tzenwärtig, bei oberflächlicher Betrachtung der öffentlichen Hauptereignisse dahier, an die obige abenteuerliche Vermuthung glauben.' Ist doch in den letzten Tagen hier fast von nichts Anderem mehr die Rede gewesen, als von Wasser und Milch: nämlich von jDcrn gestohlenen Wasser und von der gepantschten Milch! Die Wasserdiebe sind Millionäre (oder doch die Angestellten solcher), die Milchpantscher, wenigstens die verhafteten, arme Schlucker. Daher sind denn auch Letztere bereits zu Hunderten abgestraft worden, während im Falle der Ersteren die Stadt schwache Aussicht hat, auch nur einen Theil des gestohlenen ungeheuren Wasserwerthes je wieder herauszubekommen, von Bestrafung gar nicht zu reden. Damit möchte ich mich durchaus nicht zum Anwalt der am Kragen gefaßten und der noch zu fassenden Milchpantscher auswerfen, gleichviel,ob sie sich mit Kalk-Milch oder blos mit Wasser-Milch beschäftigen. Denn schon allein der Kinderwelt gegenüber könnte ich so etwas am jüngsten Gericht nicht verantworten. Ist doch ohnedies die Kindersterblichkeit in der Gartenstadt während der letzten Tage wieder erschreckend groß gewesen (so waren unter 116 Todesfällen, die auf einen einzigen Tag entfielen, 34 solche von kleinen Kindern!), und obwohl sicherlich die polizeiwidrigen WetterUngeheuerlichkeiten viel damit zu thun hatten, ist doch auch aus den Milchkannen unzweifelhaft manches Verderben für das zarte Menschenleben ge kommen. Dergleichen steht in meiner moralischen Schätzung nicht weit über der Brunnenvergiftung, und Schmach über Jeden, der es zu beschönigen fuchen wollte! Doch ich will mich mäßigen und nicht noch obendrein die Milch der frommen Denkungsart" pantschen, soweit es auf mich ankommt. Indeß werden die prominenten" Wasserdiebe jedenfalls durch die Schlechtigkeit der Milchpantscher nicht besser. Diese Angelegenheit hat sozusagen ein Welt-Jnteresse, wie Alles, was mit den Chicagoer Stock-Fards in Verbindung steht. Damit meine ich Tiicht etwa, daß die lieblichen Gerüche. welche von ihnen aufsteigen, bis an s Ende der Welt wahrnehmbar sind, obwohi es der Nase des Chicagocrs wirklich so vorkommen mag. Aber die Viehhöfe und Schl?einepöke!eien sind so recht eigentlich das industrielle Herz Chicagos und jedenfalls eine der Schlagadern des Welt-Geschäftslebens unserer Zeit. Ungeachtet des großartigen Aufschwungs anderer Industrien der Gartenstadt, wie der Sauerkrautund der Schifssbau-Jndustrie, in den letzten Jahren ist die vorliegende doch bei Weitem die profitabelste geblieben. Und doch muß sie das nöthige Wasser zum großen Tbeil stehlen und die Stadt, in der sie ohnehin so enorm: Vorrechte genießt. rmHunderttausnde von Thälern beschummeln! Ci, wer hatte das gedacht, daß die Schweinerei-Könige sich genöthigt s:hen würden, langeFinger zu machen, resp. Wasser-Mondscheinlerei zu ireiben, indem sie heimlich massenhaft Röhren zur gebührenlosen Anzapfung der Wasserleitung legen lassen, während überdies zwei Drittel des Jahres hindurch drei Viertel der gartenstädtischm Bevölkerung über Wassermanzel klagend Ja. woh, legen lassen", worunter man sich ja nach Belieben ein Befehlgeben, oder ein Nichtverhindern, ja sogar ein bloßes unwissentliches Erdulden vorstellen ?ann. Die Herren Swift und Genossen betheuern auf Millionärsehre, daß das Letztere der Fall sei, und daß sie nicht die leiseste Ahnung von diesem Treiben gehabt hätten. Wer weiß, am Cnde gar haben einige Anarchisten, eren es noch immer etliche in der axtenstadt geben soll, diese Röhren gelegt, um dadurch auf einige der hervorragendsten Stützen der Gesellschaft" sozusagen ein moralisches Mord-Atten-tät auszuführen?! Kuriose Geschäftsleute, diese Jndu-strie-und Speculationskönige, deren manche schon von 5 Uhr Morgens an . bei ihren Büchern sitzen, dabei sogar . ihre Angestellten-Spione halten, auch selber aern die Rolle eines üarunal-

Raschid' spielen und trotzdem niemals das Geringste davon merken, daß ihr Geschäft Tausende und Abertausende von Dollars (bet dem Einen machen es schon $40,000 auö) durch Wasserdieb'stahl verdient", während noch keine ihnen gestohlene Speckseite ihrer Aufin):rksamkeit! entgehen könnte! Aber sie schwören es bei Allem, was ihnen heilig ist, kein Mensch kann ihnen das Gegentheil beweisen, und so muß die

Gartenstadt sich ehrfurchtsvoll Verven niae Vrocente sammtbetrag sie doch so dringend n'öthig brauchen könnte, sich wie ein AImosen aneignen kann. Und die Moral von der Geschieht', laß niemals Dich erwischen nicht! Für die Beschummelten freilich ha! die Geschichte noch eine andere Moral, aber es ist ganz zwecklos, dieselbe zu erörtern. Wenn Jhr's nicht fühlt. Ihr werdet's nie erjagen". Uebrigens hat die Gartenstadt weniger ein In. teresse an dem Verhalten besagter Chrenmillionäre in dieser erbaulichen An. legenheit. als an der Frage: Ob das Wafleramt wohl die ganze Zeit übe: blind und taub gewesen ist? Lassen Sie mich vom großen aus das kleine gesellschaftliche Leben über gehen und Ihnen etwas von einem Typus der neuen Wittwe" er zählen, welchen die Gartenstadt o:flxr abbracht hat. und welcher eine Art Cr ganzung zum neuen Weib" biloet, ttotzdem die Bloomers dabei nicht vorkommen. Schon früher gab es viele gefährliche junge Wittwen, aber die neue Gattung bildet eine entschiedene Verbesserung" derselben. 'Hatte da ein biederer Chicago Deutscher (die Deutschen sind immer bieder, sogar in Chicago, wenn sie keine Aldermänner sind), welcher ein kleines Ladengeschäft besitzt, eine ckarmante jungeWittwe als Geschäftsführerin engagirt. Einige Tage lang ging Alles ausgezeichnet, und der Mann war überglücklich, daß er es u gut getroffen. Nun meinen Sie wohl, daß sie ihm das Herz gestohlen, damit ein schnödes Spiel getrieben und ihn in Schwulitäten gebracht habe? Scheibenschießen! DaS wäre wohl gut genug gewesen für die alte" junge Wittwe; aber die neue war über solche Sen. timentalitäten, sogar über gekünstelte, völlig erhaben. Als indeß der biedere Deutsche eines schönen Abends, nachdem er den Tag über wegen der gro ßen Hitze irgendwo im Schatten kühler Denkungsart geweilt, kurz vor Ge-schäftsschluß-Zeit in den Laden zurückkehrt, da entdeckt er, daß die fchöne Geschäftsführerin ausgeslogen war und Alles, aber auch Alles, was nicht niet- und nagelfest gewesen, mitgenommen hatte! Geschieht ihm recht, warum war er nicht so galant, der schönen Wittwe mehr Gesellschaft zu leisten? Im Uebrigen, feinen Krims. krams hat er verloren, aber fein Herz ist ungebrochen, und dem Muthigen gehört die Welt. Es lebe die neue Wittwe"! Wenn Sie jetzt einmal unverhosft nach der Gartenstadt geschneit kommen sollten, ko können Sie ihr Herz noch ärger aufgewählt sehen, als wenn ein großer Straßenkampf stattgefunden hätte. Der Stadtrath von Neu-Paris ist zwar noch immer in den Ferien, aber seine bösen Werke wirken weiter: eine ganze Reihe Telephon- und andere Gesellschaften, denen er Privilegien in letzter Stunde verschachert hatte, lassen die belebtesten und gefährlichsten Geschäftsstraßen mit einer Rücksichtslosigkeit ausreißen, welche sogar dem an daö Buddeln" so sehr gewöhnten Berliner zuviel auf einm a l sein würde. Aber dafür ist auch Chicago eine viel fortschrittlichere Stadt, in der man sich niemals mit Kleinigkeiten abgibt. Falls Sie in, etwa, zwei Jahren wieder einmal das Chicagoer Pflaster betreten sollten, können Sie vielleicht noch ganz andere Wunderdinge wahrnehmen. Bis dahin mag eines der clas sischsten Wahrzeichen Chicagos, die Kabelbahn nämlich, verschwunden sein und ganz und gar dem neuen Moloch der "Trolley"-Bahn Platz gemacht ha-ben.-Na, Thränen wird der ersteren gewißlich Niemand nachweinen. wenn man nur wüßte, daß etwas Besseres nachkäme! I. R. Tie Erbssaft der! Fürstin Hohen, lohe. Der deutsche Reichskanzler Fürst Hohenlohe-Schillingsfürst hat jetzt von Kaiser Nikolaus II. die Bewilligung zu lebenslänglichem Besitze der Domäne Werk! bei Wilno in Litthauen erhalten. Eine seit Jahren viel besprochene Erbschaftsaffaire ist damit vorläufig abgeschlossen. Die Gattin des Reichskanzlers ist eine Tochter der Fürstin SaynWittgenstein-Berleburg. die selbst eine geborene Prinzessin Bariatinsky war. Der Bruder der Fürstin 'Hohenlohe, Peter Fürst Sayn-Wittgensiein-Berleburg. Flügeladjutant des Zaren Alexander III.. hinterließ dieser seiner Schwester ein Wer mögen bort nahezu 45 Millionen Francs. Die Lebensschicksale des Fürsten sind nicht uninteressant. In Frankreich hatte er sich in die pittores ken Ufer des Elorn und in die strenge bretonische Küste von Brest ebenso verliebt, wie in die Pariser Schauspielerin Madame Rosalie Leon. Der Fürst erwarb das Schloß Kerleon bei der Station Kerhuon beides echte Namen der Bretagne zwischen Landerneau und Brest gelegen. " Da ihm die russischen Hofgesetze eine Mesalliance unmöglich machten,verband er sich in morganatischer Ehe mit der Schauspielerin, für welche er mit fürstlichem Aufwand? das Schloß Kerleon, sowie beim Flecken Kerhar 'die Villa Kerjulien fast ganz neu aufführte. Der russische Fürst und die russische Fürstin" leben noch heute in der Erinnerung der bretonischen Bauern als un vergeßliche Wohlthäter der Gegend. Der Fürst überlebte die junge Frau; im Auaust 1886 starb sie: der

gen und Mit langer Nase abziehen, Ucy glücklich preisend, wenn sie jemals ei-

des Raubes, dessen üe

ver seii ihrem Tode Kerjulien. nicht verlassen hatte, folgte ihr ein Jahr später, 56 Jahre alt. Seine einzige Erbin war seine Schwester, die Gattin des Reichskanzlers, der damals noch Statthalter der Reichslande war. Eine ihrer ersten Sorgen war. daß sie auf dem Friedhofe von Relecq in der Bretagne eine Grabcapelle errichten ließ, in welker jeht die morqanatische Gemahlin des Fürsten Wittgenstein ruht. Dann kamen aber die Erbschaftssorgen: außer dem herrlichen Besitz in der Bretagne hinterließ ihr der Fürst 1,500,000 Hektare Landes (ca. 3.700.000 Acres) in den ehemals polnischen Provinzen Rußlands. Und dort eine Vodenerbschaft anzutreten, ist für einen Ausländer so gut wie unmöglich, denn ein Ukas vom Jahre 1887 verbietet Ausländern den Erwerb von Grund und Boden in den westlichen Provinzen Rußlands, und so war die Fürstin Hohenlohe gezwungen, die Güter zu veräußern. Sie versuchte zwar einen Ausweg, indem sie um die Naturalisation ihres Sohnes' Moriz Prinz Hohenlohe in Rußland , bat. Doch das Aeußersle, was sie vom Zaren Alexander III. erlangte, war ein Termin von anderthalb Jahren zur Veräußerunq der Güter. Mit Verlusten von 30 bis 40 Procent des wahren Werthes batte die Fürstin schon über eine Million Hektare veräußert und verblieb ihr nur noch die Domäne Werk! 300.000 Hektare (741.000 Acres) im Gouvernement Wilno. wohin sich die Fürstin alljährlich zur Bärenjagd begibt. Dieser Complex fand bisher keinen Käufer; nun aber hat, wie eingangs schon erwähnt, Zar Nikolaus II. die Fürstin von allen Schwierigkeiten befreit. Das Scfcloß Kerledn in der Bretaane.-dessen Einricktung fast zwei M'll'onen Francs gekostet, wurde um 210.000 Francs an den Grafen de la Guerrande verkauft. Die Villa Kerjulien behielt die Fürstin und sie hält sich dort auch ziemlich hausig auf.

Die Tchlohherrln von SelerSe?. Auf waldiger BergeshSH' im THU. ringischen belegen, ist Geierseck ein romantisches Schloß und die Schloßherrin eine üppige, verführerische Gestalt.' An ihrer Wiege war es ihr nicht gesungen, daß einst Fürsten und Grafen, Barone und leichtlebige Vankierssöhne zu ihren Füßen liegen würden. Sie war schön, das wußte sie schon, als sie noch klein war, wozu sollte sie also etwas lernen? Außerdem ist Dummheit eine Gabe Gottes, wenn sie nicht mißbraucht wird; die eigene hat sie auch nie mißbraucht, wohl aber die fremde. Ihr Lebenslauf war ein Triumphzug durch die Reihen Derjenigen, die nie alle werden. In den 70 Jahren tauchte der später dielbewunderte Stern als-Confectioneuse in einem der ersten Geschäfte Berlins auf. Sie war hübsch, verführerisch und verdeckte die Blößen ihres Wissens durch eine glücklich gespielte Naivität. Ihre Correspondenz beschränkte sich aus zwei Formulare: Komme heute um .... Uhr zu mir" und Heut Abend um .... Uhr bin ich allein". DaS genügte. Doch halt, ein Formular gebrauchte sie ebenso häufig: Lieber...! ich brauche rasch... Mark. Bitte, bitte! Dem Ersterkorenen ihres Herzens wurden die letzten Formulare zu häufig, er ging und überließ es dem Sohne eines der ersten Bankiers der deutschen Reichshauptstadt, sich das letzte Formular in zahlreichen Enm plaren zu sammeln. Wenn Papa wieder einmal eine große Staatsanleihe besorgt 'hatte, war dem Söhnchen nichts zu theuer. Nach einigen Jahren freilich ging auch er. Jnzwtschen war die Holde in der Berliner Lebewelt bekannt geworden und eine vielumworbenePersönlichkeit; selbst die Polizei interesstrte sich lebhaft für sie, aber mit Hilfe guter Freunde wußte sie dieselbe von der Harmlosigkeit ihres Lebens zu überzeugen. Bon da ab lebte sie auch sehr sittsam, denn sie verkehrte fast nur mit Eheleuten, d. h. nicht mit den Damen. Vorsichtig war sie auch, denn sie hielt darauf, daß nur reiche Herren bei ihr Eingang fanden. So war denn unsere Schone im Besitz einer fürstlich eingerichteten Wohnung im Centrum der Stadt und einer jährlichen Rente von 3035.000 Mk. Eines 'Tages stellte ihr eine langjährige Freundin, die Wittwe eines pleitegegangenen Bankiers, einen reichen Edelmann aus altem Geschlecht vor. Dem Letzteren erzählte die Wittwe eine rührende Geschichte. Ihre Freundin sei jahrelang die Braut eines adligen Bankiersohnes gewesen. aer der Vater habe von der Heirath nichts wissen wollen und mit Enterbung gedroht, da er für den Sohn bereits eine sehr reiche Partie in einer großen Handelsstadt ausgesucht hatte. Um die Sache zu beendiLen, habe der Vater ihrer Freundin eine sehr große Abstandssumme geboten und nach schweren Herzenskämpfen 'habe sie das Geld genommen, um nicht Ursache einer Entzweiung zwischen Vater und Sohn zu sein. Im Bewußtsein, das Glück ihres ehemaligen Bräutigams gesichert zu haben, lebe sie jetzt in stiller Zurückgezogenheit von ihren Renten. Der Baron war gerührt. Ohne über seine Zu künftige irgend welche Erkundigungen einzuziehen, verlobte er sich mit ihr undbald folgte die Hochzeit. In der Zwischenzeit hatte die Wittwe den Baron, mit einem Grafen bekannt gemacht und bald waren beide gute Freunde. Auch die junge Braut und der Graf gefielen sich gegenseitig und so schloß sich der letztere der Hochzeitsreise des jungen Paares an. Die Reise ging nach der Schweiz, dann nach Italien, und wohl infolge des ungewohnten KlimaS verwechselte in Mailand die junge Frauden Grafen mit ihrem Gatten. Unglücklicherweise kam der Baron zurVerwechselung hinzu. Zurück ging eS nach Berlin, wo dir Baron die Ehescheidungsklage einreichen wollte, aber-aus vieles Bitten der Bankterswittwe ' begnügte er sich mit einer thatsächlichen Scheidung. M er nach ÄahreSfrist erfuhr, dak

):e Frau Baronin wahrend 'der Brautzslt eine Nordlandsreise mit dem Grafen gemacht hatte, und als er w:it:r ihre ganze Vergangenheit erfuhr, da rief er doch die Hlife der Cioilkammer für Ehescheidungen an. Aber die Frau Baronin kannte die verschlungenen Wege des Civilrechts besser als ihr Gatte. Die Affaire mit dem Grasen, wie die Vorgänge vor der Hochzeit waren verjährt. Da der Baron aber durchaus geschieden sein wollte, so empfanden die Ehegatten plötzlich unüberwindliche Abneigung" aeqen einander, die Baronin allerdinaS

erst, nachdem sie eine sehr anständige Rente und daS Schloß Geierseck als Abfindung erhalten hatte. Heute ist die Frau Baronin wieder zu haben, wer sie aber heirathen will, muß sich beeilen, .sofern er Gewicht auf den Titel legt. Zwischen den Ehegatten schwebt nämlich ern Proceß, in 'welchem ganz wunderbare Dinge auch fen crimtnallstlscbem Gebiete zur Sprache kommen sollen, so daß eine cau8e cel&bre zu erwarten steht. Die Frau Baronin schreibt nämlich heute noch schlecht, am Besten kann sie q u e r schreiben. Nach den Specialgesetzen des HeimathslandeS deSBarons würde infolgej des Processes, welcher demnächst vor dem Kammergericht in Berlin zur Verhandlung kommen wird, die Baronin ihren Titel im Ve'rwaltungswege verlieren. Dann nimmt sie eben ihren Mädchen- oder einen anderen Namen an. Tt heilige Teppich. Wenn der größte Theil der egypt?schen. Pilger von der Willfahrt nach dem Grabe des Propheten in die Hei math zurückgekehrt ist, findet in feierlicher Weise die Einbringung des heiligen Teppichs" statt, den Kairo ebenso wie die Stadt Damaskus verpflichtet ist, in jedem Jahre neu ansertiaen zu lassen und nach den heiligen Orten zu überführen. Der Teppich, den Kairo alljährlich liefert, ist von großer Kostbarkeit, und an seiner Herstellung mitgewirkt zu haben, gilt als großes Verdienst. Die Militärescorte, welche die Wallfahrt mitmacht und in erster Linie dieses Hetligthum zu schützen hat, bringt auf ihrer Heimreise den im Vorjahre gesandten nah Kairo zurück, wo er zerschnitten und an Moscheen und fromme Euwolmer vertheilt wird. Der Teppich dient zur Verhüllung der Kaaba, des größten Heiligthums im Tempel von. Mekka. Jedem Fremden, welcher einen Pilgerzug abgehen oder ankommen gesehen hat, wird ein prächtiges Kameel aufgefallen sein, welches ein hohes, reich mit kostbaren Stoffen und Edelsteinen besetztes Gestell in Pyramidenform trägt; dasselbe ist gekrönt von einer goldenen Kuppel, welche von einem ebenfalls goldenen Halbmonde überragt wird. Dieses Gestell. Mahlmal genannt, bildet auf der besckwerlichenWüstenreise dasSammelzeichen der Pilger, dessen Nähe ihnen neuen Muth und Zuversicht einflößt. Es umschließt den heiligen Teppich und genießt bei den egyptischen PNgern fast noch größere Verehruna als der Teppich selbst. Die Geschichte des Mahmals ist die folgende. Im Jahre 643 nach mohamedanischer Zeitrechnung.imBeginne; derMamainelukenherrschaft, wurde Egypten achtzig Tage hindurch von einer frommenSultanin Fatma Schagaret edDor (Perlenbaum) genannt regiert. Dieselbe erwarb sich trotz ihrer nur kurzrn Herrschaft die hohe Verehrung ihrer Unterthanen, indem sie, um ihnen in der Ausübung ihrer religiösen Pflichten mit gutem Beispiele voranzugehen, die jedem Mohamedaner vorgeschriebene Pilgerfahrt nach den heil!, gen Orten unternahm. Sie führte dieselbe in einem von Kameelen getragenen Baldachine aus und kehrte wohlbehalten und mit großer Begeisterung empfangen nach Kairo zurück. Zum Andenken an diese fromme Regentin wird der oben beschriebene , Mahmal als Symbol der Königswürde im Zuge mitgeführt. Da die Eskorie, welche den Teppich nach Kairo bringt, nicht wie der größte Theil der Pilger von Medina aus der, Dampfer zur Heimkehr benutzt, sondern die äußerst gefahrvollen Wüstenreise über El-Widj. auf der sie beständig Ueberfällen der räuberischen Beduinen ausgesetzt ist, vollzieht, gelangt sie erst dann nach Kairo, wenn fast alle Wallfahrer bereits in ihre Häuslichkeit zurückgekehrt sind. Von Suez aus wird der Teppich mit dem Mahmal auf der Eisenbahn nach Abbassije gebracht, von wo seine feierliche Einbringung in die Stadt ausgeführt wird. Während des Tages, an welchem dieselbe stattfindet, sind alle staatlichen Behörden, die größere" Ge schäfte u. s. w. geschlossen, und eine ungeheuere Menschenmenge drängt sich auf dem Rumele-Platze und dem nach Abbassije führenden Wege, um Zeuge des prächtigen Schauspieles zu sein. Seltsamer Neliglonöorden. Unter den in der Neuzeit in's Les ben' gerufenen religiösen Orden ist auch ein 'canadischer seh? merkwürdig. Man kann ihn als den Orden der SargschlLfer bezeichnen. Dr. JacqueS in Montreal, welcher auf der Victoria -Medicinschule studirte und in denBlattern-JahrenMon trealö, als 1200Perfonen in der Stadt an .dieser Seuche darniederlagen, de Leidenden unschätzbaren Hilfsdienste erwies, ist der Gründer des Ordens. Unter seinen damaligen Patienten war auch eine Familie aus ' St. Florence Namens Aubin: Vater, Mutter und 5 Töchter. Diese Familie wohnt gegenwärtig mit dem Doctor unter Einem Dach, und während die Eltern noch wie' gewöhnliche Sterbliche leben,, sind die fünf Töchter die ersten und eifrig, sten Anhänaerinnen des Ordens geworden uno leben beinahe - ebenso streng und entsagend, wie die Carme-liter-Nonnen. Sie tragen lange rothe Gewänder und eine weiße Kopfbe-

deckung. welche über ihre Schultern fällt, -und schufen, wie Alle, die sich diesem Orden anschließen, in tiefen, schwarz angestrichenen Särgen, in denen ein nur aus weichem Holz bestehendeS Kissen liegt, und sich gar keine Zeugstosfe befinden. Bekanntlich geht es manchmal in Montreal fehr lustig her. Wenn dann die berühmten Faschings-Festlichkeiten. die Bälle u. s. w. im Gange sind, dann widmen die Mitglieder dieses Ordens ihre ganze Zeit der Buße und dem Gebet für ihre der Weltlust stöhnenden Mitmenschen. Die Aubin-Geschwister haben tn ihrer Wohnung, außer einem geschmückten Altar, auch einen Pfosten, stehen, an welchem eine etwa 10 Fuß lange Kette hängt. Diese schwen Kette hängen sie sich dann auf eine Stunde um den Hals, während sie be ständig, betend auf den Knien liegen. ES ser noch bemerkt, daß sich außer den Schlassärgen, einem einfachen Tisch und einem zinnernen Waschbecken auch gar kein Mobiliar in den Wohnräumen befindet, und keine Kleidungd. artikel zu sehen sind, außer den am Leib getragenen. Dieser Orden ist ein katholischer und wird von der Kirche bis jetzt we-

der ossiciell anerkannt, noch bekämpft. Seutscht Lscal.5!ariö)t. Vrsvini Arandndra. Berlin. In Berliner Jägerkreisen wird eine Wette um 1000 Mark lebhaft besprochen, die der in der Louisenftraße wohnhaste Baumeister F. eingegangen ist. Er hat nämlich gewettet, auf seinem 7000 Morgen großen Jagdrevier bei Lübben mit 16 Schützen tn nerhalb zweier Tage 500 Rebhühner zu schießen. Sein Widerpart ist ein Fabrikant. Baumeister F. glaubte seiner Sache sicher zu sein, da er bereits die 500 Hühner einem Wildhändler verkauft hat. Die Wette wurde auch glänzend gewonnen. Das Gesammtresultat der Jagdstrecke ergab 670 Hühner. Neulich Abends erschoß in der Thüre des Hauses Friedrichstraße 245 der Schlossergeselle Schwarz seine frühere Geliebte, die VerkäusermBum, und dann sich selbst. Im Jähzorn erstochen hat vor einigen Tagen der Weißgerber Gerlach seinen Aröeitsaenossen, den Weihgerber Wilhelm Andre. in Folge von Streik - Differenzen. Brandenburg. DaS bekannte Hotel Zum deutschen Hause", inmitten der Stadt gelegen, ist ein Raub der Flammen geworden. Groß-Schönebeck. Bei einem hesrigen Gewitter sind i der Königlichen Oberförstern Pechteich bei GroßSchönebeck (Mark) unter emer Kiefer fünf Stück Dammwild vom Blitz erschlagen worden. Das Wild lag rund herum um den Stamm, trotzdem an der Kieser nur ein schmaler, durch den Blitz verursachter Riß zu sehen ist. Vrsvinl DftpvuRn, Allenste-w. EireS unserer ältestenHotels, Hotel Kronprinz", wurde im Wege der Subhastation für den Preis von 109.100 M. von Herrn Fleischermeister Groß erstanden Vor 4j Jahren wurde dasselbe Hotel für 121.500 M. von Herrn Krebs erworben. Domnau. Die hiesige Molkerei(nossenschaft veröffentlicht eine Bilanz über das abgelaufene letzte, Geschäftöjahr. Activa und Passiva betrugen 63.937 M., der Reservefonds beziffert sich auf 690 M., der Rerngewmn auf 198 M. Die Zahl der Genossen betrug 18. Fischhausen. Mittels Allerhöchsten Erlasses ist genehmigt worden, daß aus dem im Kreise Fischhausen belrgenen, ständigen Erbpachtsgute Forken mit den Vorwerken Damerau und Gillet, unter Abtrennung desselben von dem domänenfis kalischen Guts bezirk Amt Kragau. ein selbstständiger Gutsbezirk mit dem Namen Forken" gebildet wird. Zlrovin, Mestpreugen. B e r e n t. In der hiesigen Umgegend hdt ein fürchterliches Hagelwetter gewüthet. Eisstllcke von der Größe von Hübnereiern haben viele Menschen verletzt und eine Menge Thiere erschlagen. Es wurde ein Eisstück im Gewicht von fünf Pfund gefunden. K o n i tz. Ein großes Feuer Hai daS Dampfschnerdemühl-,EtQblissemenr von Schütt zu Czersk, im diesseitigen Kreise, zerstört. Auch das sehr um-fangreicheBretter-und Holzlager wurde vernichtet. Der Schaden betrögt über 200.000 M.; gegen 200 Arbeiter sind brotlos geworden. Neustadt. Die Stelmmig'sche Papier- und Pergamentfabrik zuGroßboelkau ist nebst Wohn- und Wirthschaftsgebauden vollständig niedergebrannt. Der Schaden beträgt mehrere hunderttausend Mark. Gegen 100 Arbeiter sind brotlos. .Thor. DaS hiesige Militargericht hat den-Zeugfeldwebel Voettches aus Allenstem, der längere Zeit hindurch Pairornhülsur an Händler verlauste und den Erlös in eigenemNutzen verwandte, zu i; Jahren Festungshaft, Degradation und Versetzung in die zweite Klasse deS Soldatenstandes verurtheilt. VrnVin, JJowrntm. Greisenhagen. Während der diesjährigen Herbstmanover wird unser Ort für Truppmverpflegung stark in Anspruch genommen werden. Nach den jetzt aufgestellten genauen Berechnungen beziffert sich die Einquartierung für den 31. August und 1. September auf 93 ,Offtciere. 2976 Mann und 353 Pferde.-für den 2. September auf 119 Osficiere, 3451 Mann und 244 Pferde. Stettin. Nach längerem und schwerem Leiden ist, der Justizrath Werner, welcher lange Jahre der hiesigen Stadtverordnetenversammlung angehörte, gestorben. Auf den besonderen Wunsch deö Verstorbenen wird dessen Leiche nach Hamburg überführt, um im dortigen Cremaiorium verbrannt 21 werden. ?rtf t$0Un, Pose n. DaS Mördervaar Ma thilde ejnj und yMr ßrtlnwiai Ist

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aus Bremeryaven y:er angekommen und in daS Gerichtsgefängniß zu Liffa eingeliefert worden. Die Beidm flüchteten bekanntlich nach dem Morde an dem Ehemann Heintze nach Amerika, wo sie in Philadelphia, verhaftet wurden. In Karczewo setzten mit Streichhölzern spielende Kinder ein Arbeiterhaus in Brand, wobei sechs Personen um's Leben kamen. B r 0 m b e r g. Zwischen den Ortschaften Romanshof und Hollanderdorf. unweit des Städtchens Czarnikau, wurde die Colonistenfrau Krüger ermordet und beraubt. D Thäter ist noch nicht ermittelt. VroVtn, Schlesten. L a u b a n. Wegen Unterschlagung amtlicher Gelder wurde hier der'städtische Steuerreceptor Ritter verhaftet. S ch w e i d n i tz. Anna Jungniksch, die ihren leiblichen Vater geschlachtet und darauf mehrere Tage von demLeichnam gegessen hatte, ist für geisteskrank erklärt und aus dem Gesöngnib in's Krankenhaus überführt worden. So h rau. In eigenartiger Weise ist hier eine 46 Jahre alte Köchin vom Tode ereilt worden. Bei voller Gesundheit war sie zu Bett gegangen, früh wurde sie als Leiche aufgefunden. Wie die ärztliche Untersuchung ergeben hat, ist die Ursache des Todes das Verschlucken des Zahngebisses, das die Köchin getragen hat. Das Gebiß hatte sich vor den Kehldeckel gelegt und dadurch den Erstickungstod herbeigeführt. ?roVlnk Saciii,,. Erfurt. Bei der hiesigen Sparlasse haben sich die Einlagen derart gemehrt, daß es der Verwaltung nicht möglich gewesen ist. geeignete Anlagen in hinreichendem Maße zu finden. Es ist deshalb verschiedenen solcher Einleger, die über 50.000 M. Guthaben haben. dieses zur Abhebung gekündigt wordr. MUHlhausen. Kürzlich ist die Sägemühle der Firma Franz Bader & Co. niedergebrannt; der Schaden, den die Gesellschaft Phöniz- zu tragen hat. beläuft sich auf etwa 70.000 M. Schellroda. Ein Nkrliner Untewehmer beabsichtigt, unseren Ort. der bereits zwei Restaurationen hat, ml! einem Kurhaus zu versehen. In der letzten Gemeindeversammlung hat man sich mit der Ausführung des Planes einverstanden erklärt. Der betreffende Unternehmer hat das im oberen Theile des Dorfes in der Nähe des Waldes belegene Gehöft des Landwirths Lamprecht bereits käuflich erworben. Provinz Schlesniia-Qoiireln. Altona. Dieser Tage versuchte der bekanntlich zum Tode verurtheilte Mörder Breirrück auszubrechen. Die Fußfesseln hatte er bereits zerbrochen und begonnen, ein großes Loch in die Mauer zu brechen. Hierbei wurde er überrascht. Flensburg. Die hiesige Strafkammer verurtheilte den Redacteur Pefersen aus Flensburg zu 4 Wochen Gesängniß, weil er in einer Correspondenz aus Scherrebeck den dortigen Pastor Sarolsen. Vorstandsmitglied des deutschen Vereins, äußerst ehrenkränkend verläumdet hat. um ihn in der ösfentlichen Meinung herabzusetzen. K'i e l. Eine Ausstellung der Provwz Schleswig Holstein, verbunden mit einer internationalen Marine-Aus-stellung. wird hier 1896 veranstaltet. Augenblicklich wird ein Wettbewerb um den Lageplan der Gebäude und Wege ausgeschrieben mit Preisen don 1000. 800 und 600 Mark. Für Sie Anlage der Gebäude wird eine malerische Gruppirung gewünscht. Vor der Schweniine - Mündung kenterte ein Segelboot mit vier Insassen, Landleute aus Dietrichsdorf. Während das Ehepaar Wiese gerettet wurde, ertrank das Ehepaar Rohr, Wiese's Schwiegersöhn und Tochter. $7i;ttfrtf aitnrter. Hannover. In dem Tanzlo'kal König v. Hannover entstand zwischen den schon ftit längerer Zeit sich be fehdenden Maurer- und Schlächtergefellen eine Schlägerei, in deren Verlauf der Arbeiter Hermann dem Schlächtergesellen WilkenK einen Stich beibrachte. Der bei der Gasanstalt angestellte Buchhalter Schreuner, wohnhast Friesensiraße 21, wurde neulich Morgens in seiner Wohnung sammt seiner Frau durch ausströmendes Gas erstickt aufgefunden. Harburg. Neulich Nachts fand man die 23 Jahre alte unverehelichte Frida Teller in der Brookstraße besinnungslos und aus schweren Wun den blutend auf dem Trottoir liegend. Die Unglückliche hatte nicht weniger als acht lebensgefährliche, von Messerstichen herrührende Wunden am Kopfe, außerdem wies die rechte Hand eine schwere Verletzung auf. Man brachte die Bedauernswerthe, an deren Aufkommen gezweifelt wird, nach dem Krankenhause. Der muthmaßliche Thäter, ein Oberländer Schiffer, hat bis iekt nickt ermittelt werden sönnen.

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