Indiana Tribüne, Volume 18, Number 360, Indianapolis, Marion County, 16 September 1895 — Page 1

XI OV Ss Os an. K fiA svO ic n ini n 1 W V w o w Office : No. 18 Süd Alabama Straße Jahrgang 18. Indianapolis, Indiana, Montag, öen 6. September 1895. No. 3C0

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Inland. Wetteraussichten. Schön, vermehrte Bewölkung unl Regengüsse. Gestrige Temperatur Maximum 85 Grad, Minimum 6: Grad. Negensall 0,36 Zoll. Furchtbarer Sturz. Washington, 15. September Prof. Niley, der bekannte, langjährig, Entomologe des Ackerbaudepartements siel heute von seinem Fahrrad, schlu g mit dem Kopfe auf das Pflaster und erlitt einen Schädelbruch, der wahrscheinlich seinen Tod herbeiführen wird. .,,. Harrison als Kandidat. New Iork,15. Tept. Ez.Präsident Benjamin Harrison, welcher einige Wochen in Old Jörge in den Adirondacks zugebracht hat, traf heute im Fünfte Avenue Hotel ein, wo er von zahlreichen Berichterstattern ü seine etwaige Kandidatur für einen zweiten Termin befragt wurde. Er erklärte jedoch, er wolle sich nicht über politische Angelegenheiten äußern, werde morgen zur Kirche gehen und Montag nach Hause reisen. Ein neues Syndikat. N e w I o r k, 15. Sept. Es heißt hier, daß ein enzlisch-amerikanischeS Syndikat mit Kühn, Löb u. Co., Bankiers alö amerikanische Repräsentanten, und der Rothschild's Ezploration Co., als britische Repräsentanten, sich gebildet habe, zwecks Vereinigung der Interessen europäischer und amerikanicher Kupserproduzenten. Der Plan ist, die werthvolle Kupfermine Anaconda in Montana anzukaufen. ES heißt, daß die Gesellschaft ein Kapital von 530.000,000 hat. Der Handel wird bis zum 15. Oktober abgeschlossen ein. Frost in New Jork. Glovesville, N. S , 15. Sept. Daö Quecksilber stand heute früh aus 30 Grad und eS bildete sich Eis. ES st dieS 64 Grade niedriger als am lrhen Mittwoch. Ny ack, N. A., 15 Septemb. In Ncckland County heischte letzte Nacht ein scharfer Frost, der erste der Saison Die Niederung war heute früh ganz weiß. OSw ego, N. 1 , 15. Srptember. Oswego County wurde in lkhter Nacht von einem scharfen Frost heimgesucht. Die Ernte, besonders die Trauben sind stark beschädigt. - Die Cholera in Hawaii. SanFrancisco, 15. Sept. Privatberichte aus Honolulu melden, daß die Cholera dort weit mehr um sich greift, alö die Behördln zugeben. Die Eingeborenen gehorchen unwillig den Anordnungen der Sanitätsbehörde und suchen nicht nur neue Fälle zu derheimlichen, sondern weigern sich gegen ärztliche Behandlung, da die von der Sanitätsbehörde delegirten Aerzte nicht das Vertrauen der Eingeborenen haben. Washington,!?. Sept. Sekretär Herbert hat Nachricht erhalten, daß der Schiffsjunge Göbel auf dem ame rikanischen Kriegsschiffe Bennington" am 30. August gestorben und bis zum . Sept. kein neuer Fall aufgetreten - Gewerkschaftlicher Krakehl. St. Louiö, Mo, 15. September. Die Musiker.Union dieser Stadt re bellirt. Die TradeS Assemblv. welcher die Union unterworfen ist, befahl den Orchestermitgl'edern, zu Gunsten der streikenden Bühnenarbeiter in den ge boycotteten Theatern zu streiken. Die Musiker beschlossenen einer Versamm lung, welter zu spulen. Die bisher allmächtige TradeS Assembly erhält hierdurch eine schwere Schlappe, da andere Unionen bereit find, die Musi ker zu unterstühen. Daö trockene New Iork. New 3 o r k , 15. Sept. Zum ersten Male in der Geschichte New Jorks kannte man heute an den Schanktischen der hauptsächlichsten ClubS der Ctad nichts zu trinken bekommen. Der Be fchluß deö Commissärö Nofevelt und ftwer Gesinnungsgenossen in der Poi rr :rr n?..i...( i.... . l ttzei-omminon, sin wtiau vciuu

fchender Getränke, soweit dies in ihren Kräften stehe, zu verhindern, wurde prompt durchgeführt. Die Angestellten der meisten Clubs hatten von ihren Arbeitgebern Ordres . erhalten, die

Wirthschaftöräume gar nicht zu öffnen. Im City Club, woselbst man einen Testfall zu machen gedachte, erklärte der Clerk, daß die Bar offen sei wie gewöhnlich, und eS würden wie an anderen Sonntagen Getränke verkaust werden. Indessen seien keine Mit glieder des Clubs in der Stadt und mithin könne auch nichts verkauft wer den. Ausland. Höhere Zwischendecksraten Berlin, 15. Sept. Die Börsenhalle" berichtet, daß alle tranöatlantischen Dampfer-Gesellschasten, welche dem Pool beigetreten sind, am Montag die Zwischendeckspreise um 25 Prozent erhöhen werden. Die deutschen Manöver. Berlin, 15. Sept. Nach dem Urheil militärischer Sachverständiger waren die dieswöchentlichen Manöver bei Stettin ein großer Erfolg und haben zur Genüge die ausgezeichnete Disziplin der Mannschaften dargehan, welche stets im Stande sind, die Intentionen der Befehlshaber prompt und ezakt auszuführen. Ebenso haben ie bewiesen, daß die Tage der Verwendbarkeit der Kavallerie keineswegs vorüber sind, wie von mancher Seite behauptet wird. Deutsche und ausändische Sachverständige sind voll Anerkennung sir die vom Kaiser Wilhelm g zeigte Befähigung, die Truppen in einer militärischen Aktion wie am Donnerstag zu leiten, welche dem von ihm' persönlich entworfenen Plane gemäß verlief. Bei dieser Geegenheit gelangte auch ein neueö System von geldtelegraphie zur VerWendung, welche? höchst befriedigende Resultate ergab. Vielleicht der einzige Umstand in Verbindung mit den Manövern, der ein Gefühl des Mißbehagens zurückgeassen hat, ist die kühle Zurückhaltung, mit welcher der Graf von Turin, der zweite Sohn des verstorbenen Prinzen Amadeo, Herzogs von Aosta, deS Bruders deS Königs Humbert von Italien, in Stettin behandelt wurde. ES wird behauptet, Kaiser Wilhelm sei in höchsten Grade ungehalten darüber gewesen, daß der Gras statt deS KrönPrinzen Victor beauftragt worden war, Italien unter den fürstlichen Gästen bei den Manövern zu repräsentiern, und als Erklärung für letzteres wird angenommen, daß König Humbert nicht den Thronfolger entsandte, um nicht bei Frankreich Anstoß zu erregen. Das EvolutionSgeschwader, welches auf der Höhe von Danzig manövrirt hatte, ist heute in Begleitung der KaiYacht Hohenzollern mit dem Kaiser an Bord in See gegangen. Die k ai s er l i ck e S o z i a l ist e n h e h e. Berlin, 15. Sept. Seit den bekannten scharfen Aeußerungen des Kaisers gegen die Sozialisten gehört die Beschlagnahme sozialistischer Zeitungen und die Verhaftung ihrer Redakteure zu den taglichen Vorkommnissen. Zu den hiervon betroffenen Zeitungen gehören die Magdeburger Volköstimme", die Breslauer Volkswacht", der Hannoversche Volköville", die Essener Arbeiterzeitung" und die Kieler Volkszeitung", und die Beschlagnahmen von Zeitungen in Leipzig, Nürnberg und München zeigen. daß die sächsische und die bairische Regierung sich dem Kreuzzuge gegen die Sozialisten anschließen. Die Vossische Zeitung" nimmt Gelegenheit, die Negierung vor den übel angebrachten Angrissen aus die Freiheit der Presse zu warnen. Die Minister befinden sich sämmtlich auf Urlaub, und eS ist daher unmög lich, daß irgend welche antisozialistische Maßregeln in nächster Zeit angenom men werden, indessen ist bekannt, daß Graf Eulenburg, der ja auf Kaiser Wilhelm einen großen Einfluß hat, demselben zu strengeren UnterdrückungSmaßregeln räth. Ein Hamburger Blatt erklärt, daß der Kanzler Fürst Hohenlohe seine Demission ge ben würde, fall der Kaiser auf derartigen Maßregeln bestehen sollte. DaS schärfere Auftreten der Lokalbehörden, zudem der Kaiser gewissermaßen daS

Signal gegeben hat, veranlaßt die

Presse, in ihren Besprechungen mehr zurückhaltend zu sein. Viele Blätter rathen der Regierung, lieber die Ursachen der Unzufriedenheit, welche den SozialiömuS immer mehr verstärken, zu entfernen, als die Agitation Halö über Kopf erdrücken zu wollen, da die Verfolgung den Eifer der Agitatoren nur immer mehr anspornt. ,,, , Die eue Größe. D i e Gü ter der Fürstin Hohenlohe. Berlin, 15. Sept. Die Ernennung des Grasen Waldersee zum Feld marschall hat die Aufmerksamkeit von Neuem aus einen Mann gelenkt, der bestimmt ist, in dem nächsten großen Kriege, welchen Deutschland zu führen hat, eine große Rolle zu spielen. Graf Waldersee gilt allgemein als Moltkeö höchstbefähigter Schüler und seine Führung deö neunten Armeecorpö bei den Manövern in Stettin zeigt, daß er ein genialer Stratege ist, während sein CorpS sich als eines der bestgeschulten der preußischen Armee bewiesen hat. Im auswärtigen Amt wird jeht zugegeben, daß der Besuch deS Reichekanzlerö in St. Petersburg einen halboffiziellen Charakter hat. In erster Linie suchte Fürst Hohenlohe, allerdingS als Privatmann, eine Gunst vom Zaren zu erlangen, nämlich, daß seiner Gattin gestattet sein möge, ihren großen Grundbesitz in Rußland, den sie vor einigen Iahren von ihrem Bruder, dem Fürsten von Sayn-Wittgenstein, geerbt hat, zu behalten, doch hatte er noch die weitere Mission mit dem Fürsten Lobanoss, dem russischen Minister deö Aeußeren, über daS russischdeutsche Einvernehmen im Falle weiterer Unruhen im fernen Orient zu konferiren und eine allgemeine Abmachung über die politische Situation herbeizuführen. ES scheint,- dcrß die offizielle Mis sion deS Fürsten in gewissem Grade erfolgreich war; seine privaten Zwecke hat er vollständig erreicht, und der Czar hat der Fürstin Hohenlohe die Genehmigung ertheilt, ihre russische Güter, welche 50 Millionen Mark werth sein sollen, zu behalten. Der verstorbene Czar hatte daS Gesetz, welcheS Ausländern verbietet. Gründetgenthum in Rußland zu besitzen, rückfichtSloS durchführen lassen, und wenn er noch lebte, hätte die Fürstin Hohenlohe ihre Güter zu irgend einem Preise verkaufen müssen, den sie gebracht hätten. ES ist nicht unwahrscheinlich, daß einer der jüngsten Söhne deö Fürsten Hohenlohe nach Rußland übersiedeln und dort dauernd wohnen wird, um sich für die Wittgenstein'schen Güter gesetzlich zu qualisiziren. in Deutsche Kolonie. Berlin, 15. Sept. Die deutsche Warte erklärt, daß die Insel TschuSan, in der Nähe der Ostküste Chinaö an Deutschland abgetreten werden wird, und daß man beabsichtigt, dort eine deutsche Kolonie zu gründen. Dieselbe Zeitung sagt, daß Deutschland noch weiteres Ländergebiet in der Nahe von Tien Tsin erwerben wird. Baron Hammer st eins schmutzige Wäsche. Berlin, 15. Sept. Die hiesigen Zeitungen berichten, eö sei konstatier, daß Baron Hammerstein, der ehemalige Kreuz-ZeitungSredakteur, Gelder au dem PensionSsond deS BlatteS unterschlagen und zur Deckung perfönlicher Schulden der Firma, welche für die Kreuzzeitung daS Papier liefert. exorbitante Rechnungen angewiesen habe. UM Italienische Feste. Rom, 15. Skpt. Heute begannen die Festlichkeiten zur Feier deö 25. IahreötageS der Besetzung Romö durch die italienischen Patrioten. Daö wirk liehe Datum deö Einmärsche? der Trup pen unter Caderna ist der 20. Septem ber, doch find die zu der Besetzung süh renden Ereignisse mit in die Feier ein begriffen. Eine Prozession marschirte nach dem Pantheo um daö Grab Victor EmanuelS zu besuchen. Die Festlich leiten werden biS zum 29. September dauern. Am 20. wird die Säule zu Port Alpia und daö Monument Sari baldi'S eingeweiht werden; am 22. daö Monument Cavour'ö und Minghetti'ö, am 24. daö der Gebrüder Cairoli zu

Villa Glori und am 28. daS von Pietro Cossa.

Niederlage der Insurg e n t e n. H a d a n a, 15. Sept. Einige Infanterie- und Kavallerieabtheilunzen wurden bei Puerto Principe von 400 Insurgenten umzingelt, doch brachen sie durch. Verstärkung traf rechtzeitig ein, und die Insurgenten wurden in die Flucht geschlagen. Sie verloren 12 Todte und 0 Vervundte. Der Verlust der Regierungstruppen beträgt 2 Todte und 0 Verwundete. Schisiö. Nachrichten. Angekommen in : N e w A o r k : La Gaöcogne" von Havre; Maaödam" von Rotterdam, i Havre: La Bourgogne" von New Sork. .Southampton: Trave" von New Jork nach Bremen. General-Agentur. Feuer-Verficherung, Collektion von Miethe, Geld an- und auözuleihen. Lchlffsscheme, Netsepasse, Vollmachten und Erbschaftserhebnngen. A.Metzger GrundetgenthumSAgentur. Gegründet 18K3. allerlei. Die viel genannte Bear's S?est-Mine in Alaska, für welche ein deutsches Syndikat Z1.000.000 gezahlt hat, ist völlig unergiebig und das darin angelegte Geld futsch. Auf den nach dem Binare eschen Vorbild cultivirten Lande sind in Buffalo Kartoffeln im Werthe von 515.000 geerntet worden, während bit sonstigen Feldsruchte, welche dort gezo gen wurden, einen Werth von $5(XX) repräsentirten. Man nimmt an. daß das Anlagecapital sünfmal wiedergeWonnen wurde. Auf derRückreise von Aremen, die er als Zwischendecks-Passa-gier des Dampfers Willehad" machte. hat Ernst Warrings aus Brooklyn. N. I., Selbstmord begangen, indem ei in das Meer sprang. Er wurde zwar noch von einem schnell herabgelassenen und mit dem zweiten Officier und vier Matrosen bemannten Rettungsboot wieder an Bord gebracht, starb aber bald daraus trog angestrengter Wiederbelebungsversuche. Die Leiche wurd aus See bestattet. VI u t mit der größten Muhe vermochte der Sheriff von Blakely im Staate Washington dieser Tage ein Lynchgericht zu verhindern und den Mörder R. R. Sträub und. dessen Spießgesellen I. Parberry. welche daZ erbitterte Volk aufknüpfen wollte, in Sicherheit zu bringen. Sträub und Parberry, die einen gewissen Leo Sau'. termann umgebracht haben, wurden heimlicher Weise nach dem Werfteboot geschafft, um zu Wasser nach New Watcom, Wash., gebracht zu werden. Ehe der Dampfer jedoch dort anlangte, hatte sich die Nachricht von der Anwesenheit der beiden Mörder in derStadt verbreitet und eine große Anzahl Bürger rückte an, um Lynchjustiz zu ülxn. Glücklicherweise traf im letzten Augenblick der Dampfer ein und dessen Befehlshaber, Lieutenant Garden, rückte mit seiner fünfzig Mann starken Besatzung mit gezogenem Revolver vor, nahm die Gefangenen iir Empfang und bedrohte Jeden mit dem Tode. der es wagen sollte, auf die Ver. Staa-ten-Flagge, das Schiff oder die Besatzung zu schießen. Dies wirkte, und die Lynch" machten sich schleunigst auS dem Staube. Seit kurzem haben sich deutsche. Herrnhuter im nordwestlichen Theile Canadas angesiedelt und ihrer Niederlassung den Namen Brüder-heim-gegeben. Sie liegt zwischen Edmonton und Fort Saskatschawan unweit der Stadt Alberta. Die Leute sind hier gern aufgenommen worden, ebenso wie die vor einigen Jahren aus Rußland hier eingewanderten Mennoniten. Auch die deutschen Herrnhuter kamen aus Rußland, wo sie aber unter der Russificirungs-Po-XitiC der Regierung schwer zu leiden hatten, so daß sie auswanderten. Ihr Abgesandter und Führer, ein Deutscher Namens Andreas Lilge. wandte sich persönlich an den kanadischen Minrster des Innern mit der Bitte, unter dem Schutze der kanadischen Regierung für eine Brüdercolonie Land aussuchen zu dürfen; die Erlaubniß wurde gern ertheilt und eine ansetznliche Summe als Beihilfe zur Ansiedelung mittelloser Familien bewilligt. Darauf trafen 'Ansiedlern im April, im Mai und im Juni vorigen Jahres ein. Von der im ersten Jahre aus ihrem neuen Boden erzielten Ernte sind sie hochbefriedigt und preisen die Güte deö Landes, doch fehlt ihnen freilich noch gar manches, ehe ihre Lage so ist, daß man von einer blühenden Colonie sprechen könnte, aber sie boffen l von der Zukunft daö Beße ri ,

B e i dem als Uebung splatz für das Stetriner Piomerbataillon Nr. 17 benutzten Piepenwerder ereigne te sich ein schwerer Unglücks fall. Von der Insel war nach einem Ufer eine sogenannte Bockbrücke erbaut, auf welch? die vierte Compagnie übte. Plötzlich stürzte die Brücke ein, und srtm mistest Oanlü X 1 . ! ri!!.

. wuiuiimvt iua, Ul'Cl uuyiiy, lUlj' 1 Un in's Wasser. Alle wurden aerethl bis auf den Pionier Heinecke, welcher ertrank. Ein gräßliches Verbrechen ist dieser Tage in Budapest entdeckt worden. Die auS einem Torfe des Zempliner Komitates stammende Anna Petruschko, welche in Budapest lebte, hatre vor einigen Wochen ihren Eltern, armen Bauersleuten, geschrie-. den, sie werde sie besuchen. Das Mädchen that dies mehreremale im Jahre, stets Geschenke mitbringend. Kürzlich kamen nun aus Budapest Koffer und Kisten an die Eltern der Petruschko: diese betrachteten die Sendung als Vorboten der Ankunft ihrer Tochter und nahmen die Effekten in Verwahrung. Nach einiger Zeit be gann einer der Kisten ein schwerer, unerträglicher Geruch zu entströmen. Man öffnete die Kiste und fand darin zum allgemeinen Entsetzen die Leiche der Petruschko im Zustande der Ver wesung. Die Eltern machten die Anzeige bei Gericht. Gegenwärtig ist die Budapest Polizei mit der Untersuchung dieses schrecklichen Verbrechens beschäftigt. Die Petruschko ist, so nimmt man an, von einem Manne, der zu ihr in näheren Bezie hungen stand, ermordet worden. Die Altstadt in Frankfurt am Main war neulich Abends der Schauplatz einer blutigen That. Der Redacteur , des Offenbacher Generalanzeigers. Julius Hoß, ging in Vegleitung eines Offenbacher Musikers durch die Trierische Gasse und wurde hier von mehreren Männern belästigt. Um sich der Angreifer zu erwehren, zog er schließlich einen Revolver und gab drei Schüsse ab, wovon zwei trafen. Ein Krankenwärter Namens Weise erhielt einen Schuß in den Unterleib, der aber nicht lebensgefährlich ist, und ein Spengler Namens Christian einen leichten Streifschuß am Hals. Schlimmer kam Hoß selbst weg.denn er wurde von den Genossen der beiden Verwur deten, durch Schläge schwer verletzt. Ob er in der That lediglich aus Nothwehr gehandelt hat, wird die Untersuchung ergeben. Auf dem Trierischen Platz, auf dem sich in den Nachtstunden Gesindel umhertreibt, ist es schon wiederholt zu blutigen Zusammenstößen .riit stadtunkundigen Fremden geko-m-men. Man hält die schmelzerischen Bergposten für sehr sicher, und in der That begegnen selten Unfälle, während der Fremdensaison. Zuweilen kann doch etwas passiren. Neulich fuhr eineExtrapost von Brieg (Wallis) ab. bestimmt für die Simplonroute. Die Post war von zwei Herren und einer Dame besetzt, die nach Domodossola fahren wollten. Neben den zwei Pferden ging ein sogenanntes BeiPferd. Bei der .Gautnerbrllcke wurde aus unbekannten Gründen ein Pferd scheu und sprang rechts zur Seite. Die zwei übrigen Pferde wurden ebenfalls furchtsam und folgten dem ersteren, so daß das Gespann über eine Halde in die Gauter, ein kleines Bergwasser, stürzte. Die Kutsche wurde total zerschmettert. Alle drei Pferde erlitten schwere Verletzungen. Wie es scheint, retteten sich die Passagiere durch die beiden Wagenthüren auf die Vergseite. Vorsichtshalber hatten sie die Thüren während der Fahrt stets offen gelassen. Den Passagieren bat es nichts aetban. m ,, m R. B. Jersulam, No. 82 Ost Washington Str., Indianapolis, schreibt: Ich habe seit einiger Zeit Hood'S Sarsaparilla stets im HauS. Seme tressllchen Eigenlchaften machen eS unentbehrlich. Hood'S Pillen heilen nervöse Kops, schmerzen. Der New York Store. (Crtablirt 1853.) 2 spezielle Bargains 2 für die Fairwoche. Handschuhe. 4knöpsige Kid-Handschuhe in lohbraun, braun und schwarz ; gute $1 Qualität zu 79c daö Paar. Schuhe. Während dieser Woche verkaufen wir alle unsere feinen und U Damenschuhe zu $2 9H daS Paar. Welches wüschen Sie ? DaS Elfenfest. Der Tambourine Tanz. Kunsträume - 3. Stock. Bringen Sie Ihre Kinder mit. xüi -III

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