Indiana Tribüne, Volume 18, Number 357, Indianapolis, Marion County, 13 September 1895 — Page 2

Jndiana Tribüne.

Erscheint Täglich und Sonntags Die täzttche Tribüne- kostet durch den Träger 12 Gents per Woche, die SonntagS-.Tribüne-k Eetl per Woche. Seide ,usame 15 Cents ,de es Cent per rkonat. Per Post außerhalb der Ctbt zugeschickt tu Vorausbezahlung r per '.jähr. vfftr, 1 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 13. September '95 Rom als Seestadt. Die schöne Zeit, da die ewige GtoM als caput mundi" den Handel aller Länder in ihrem Hafen vereinigte, als mächtige Kriegsflotten nicht nur in Ostia ankerten, sondern selbst den 2U der hinaufzogen, da Rom eine Seestadt ersten Ranges, ja die Rivalin des mächtigen Karthago war, ist längst da hin, so lange, daß der moderne Römer in vielen Fällen das Meer von Ostia so wenig in seinem Leben fiese hen hat, als daö unbeholfene deutsche Bäuerlein seine Landesresidenz. Die elenden Verbindungen mit dem doch eigentlich dicht vor den Thoren Roms liegenden Meere, der Mangel aller und jeder Attraction- für die große Men ge, sowie andererseits das Fehlen eines wirklich ausgedehnten Fluß- und insbesondere Dampferverkehrs, nur ein einziges winziges, meist im Reparaturdock liegendes Dampferlein befährt denTiber : alle diese Umstände haben zusammen gewirkt, um den Womer der großen historischen Tradition Ostias zu entfremden. Wenn je. die vermöglichen Leute der .Capitals im Hochsommer an's Meer gehen wollen, so erinnert man sich höchstensAnzios (des antiken Antium), wo allerdings unter dürftigsten und primitivsten Bedingungen eine Art chic" sein wollendes Badeleben entstanden ist. Der Erste, der nach langer, langer Zeit wieder an die Bedeutung OstiaS und an die Möglichkeit der Verbindung des uralten Hafenplatzes mit der Hauptstadt dachte, war der Ingenieur Filippo Costa, der Jahre seines Lebens dem großartigen Projekte widmete und, als er sich über all zurückgewiesen sah, an Herzeleid starb. Aber Costas muthige Initiative war aus fruchtbaren Boden gefallen; schaarenweise bemächtigten sich Andere des Gedankens, um ihrerseits unter dem Einflüsse und Drucke von tausend und abertausend Widerwärtigkeiten und Hindernissen zu erlahmen. Da schlug der Eine, Orlando aus Livorno , die Wiederherstellung des alten Trajanshafens. Mora die Anläge eines Canals, Galussi die Errichtung eines Hafens bei St. Paul vor u. s. w., aber nur der unermüdliche Oberholtzer, der sich seit 1873 mit dem Projecte beschäftigte, hatte das Glück, die öffentliche Meinung zu gewinnen. Alles schien bereit zur Ausführung des Riesenwerkes, die Pläne waren fertig, Stadt und Regierung zu entsprechen den Zuschüssen gewillt, eine Capital: stengesellschaft war im Begriff, sich zu bilden, da trat die furchtbare cd. mische Krise ein, und mit zahllosen anderen Unternehmen siel auch das Oberholtzers, obwohl bereits auf der Pariser Weltausstellung prämiirt. Der Vater des Projects selbst starb wie Costa , nachdem er sein ganzeS Vermögen der Idee geopfert, an gebrochenem Herzen. Aber Öbrk?ol tzers Project sank nicht mit ihm in's Grab, der Ingenieur hinterließ in Adolfo Cozza einen Gehilfen und Nachfolger, der auf Grund von Oderbolkers Studien und Vlänen nunmebr ein Project vorlegt, daZ allem Anschein nach die besten, Aussichten auf Verwirklichung hat; wenigsten sollen fremde Capitalien dem Werke bereits gesichert sein und auch die Re gierung, die nur in geringem Maße finanziell herangezogen werden soll . der Sache günstig gegenüberst:h?n. Das Project Cozzas bezweckt den Bau eines von der Düne getrennten, völlig isolirten und vor jeder Vers indungsgesahr geschützten Hafenbassins im Meer bei Ostia. circa zwei Kilom: ter vom Festlande entfernt. Die Ha. fenanlage hätte sämmtliche Magazine u. s. w. zu enthalten und würde bei der Tiefe des Meeres (16 Meter) den allergrößten Schiffen, -lnd zwar zwan zig auf einmal, die Annäherung an die Docks gestatten, kurz ein Bassin, der dem des Hafens von Genua in nichts nachstehen würde. Die Verbin dung mit dem Festland hätte durch eine 1500 Meter lange Brücke (für Eisenbahn, gewöhnliche Vehikel und Fußgänger) zu erfolgen, die in Ostia an eine zweispurige Bahn nach Rom anzuschließen hätte, welche die Streck: vom Hafen nach dem Centrum der Hauptstadt in 19 Minuten zurücklegen würde. Das Project soll, wie Cozza 5erech. net, nur 50 Millionen erfordern und in fünf Jahren verwirklichbar sc:n. Was an dem Plane sein rnaz, oö 5 dem Ingenieur und seinen Hintermännern, die den Hafenbetrieb für 70 Jahre beanspruchen.gelingen wird oder nicht, die zahllosen Schwi:rigkeit:n des bösen Willens, der Büreautraiie, der Trinkgeldersucht und des Repo!l5mus zu überwinden, Thatsache i't ti ,edenfallö. daß daS Project der Wieder. Verbindung Roms mit dem Meere des Schweißes der Edelsten werth ist. Der maritime Theil des Krieges 1870-71. Hirn an stc& sebr bescheidenes, und durch die Wucht der sonstigen Ereignisse vollends in Un Hintergrund gedrängtes Kapitel der Kriegsgeschichte von 1870 71 bildet der Seekrieg. Dem Bewußtsein der Geaenwart smd dessen kleine Einzelheiten fast gänzlich entschwunden, und eigentlich nur der Kampf deS deutschen Dampskanonenbootes .Meteor unter dem Commando des jetzigen Admirals Knorr mit dem sranzöjischen Aviso .Bouvet" (9. November 1870 in den westindischen Gewässern) ist neuerdingL durch

die Ernennung Knorrs zum kömmandirenden Admiral wieder in Erinnerung gebracht worden. Und doch bilbete zu Beginn dS Krieges 'die Flotte einen wesentlichen Faktor in den franz'ösischen Berechnungen und an der deutschen Küste war auch die Besorgniß vor einer französischen Landung im Anfang nicht gering, wenn sie auch rasch wieder verschwand. Zur Abwehr eines- etwaigen Landungsversuches war bekanntlich die eine Hälfte des 9. ArmeecorpS in, der Heimath zurückgeblieben. Am 12. August 1870 erschien denn auch eine französische Panzerflotte vor Helgoland und die englische Regierung wurde notificirt, daß die deutsche Nordseeküste blokirt sei; am 15. August proklamirte Admiral Bouet-Villaumez die Blokade der Ostseeküste. Am 17. August kam es dann auf der Ostsee, und zwar bei Rügen, sogar zu einem kleinen, Seegefecht zwischen der deutschen Flottcn-Division, bestehend aus der Yacht Grille- und den Kanonenbooten Drache", Blitz" und Salamander", und vier franzöfischen Panzerfregatten, einer Corvette und einem Aviso. Verluste waren in dem Gefechte auf keiner Seite zu verzeichnen. - eterbttchktit im französischen Heere. Die ungünstigen! Gesu.rdheitsverhältnisse auf ZNadagaSkar. schon vor Beginn der Expedition von Einzelnen warnend hervorgehoben, von Wenigen geglaubt, nun aber von Allen als thatsächlich bestehend beklagt, haben La France Militaire" Veranlassung gegeben, die Sterblichkeit im Heere nach den Angaben der von ihr als glaubwürdig gehaltenen Quellen, zahlenmäßig nachzuweisen. Hiernach beträgt sie im Innern Frankreichs 7, in Algerien 11.16. in Tunis 12.2, in Neu-Caledo-n:en 8.3, auf Martinique und Guadeloupe 50. in Guyancz-237, in Tonkin 77. in Cochinchina 21. auf Reunion 29. im Senegalgebiet 74 vom Tausend. Für Madagaskar wird sie nach den aus dem Jahre 1880 vorliegenden AnHaltspunkten mit 75 auf das Tausend angenommen. Da trotz der ständigen Vermehrung der Colonialtruppen weder diese noch die Truppen der Fremdenlegion für eine länger dauernde, umfangreichere militärische Besetzung Madagaskar's besonders in Betracht kommen könnten, würden allerdings nicht die Söhne fremder Nationen, sondern die Kinder Frankreichs unter jener Sterblichkeit zu leiden haben, und dies wie so manche andere widrige Erfahrungen und Enttäuschungen bei der Durchführung der Expedition stimmt die ursprünglich bestandene, freilich mehr künstlich erzeugte Begeisterung für den Feldzug gegen Madagaskarwesentlich herab. Uebrigens geben die vorstehenden Zahlen auch in anderer Beziehung zu denken, indem sie selbst für die Truppen im Innern Frankichs ein so ungünstiges, von den VerHältnissen in anderen Armeen sich unvortheilhaft abhebendes Sterblichkeit Verhältniß angeben, daß man berechtigt ist, nach den Gründen dieser Erscheinung zu forschen. In dieser Hinsicht wird fast allgemein angenommen, daß

die in den letzten Jahren geübte Praxis, zu Gunsten einer höheren Prajenzzifser bei der Auöbebuna von der gewissenhaften Beurtheilung der MilitärdienstTauglichkeit abzusehen, dasWesenilichne dazu beigetragen habe. dieGesundheitsund Sterblickkeits - Verhältnisse in der Armee ungünstig zu beeinflussen. Die Richtigkeit dieser Folgerung lafei xq mit positiven Angaben allerdings jeyr schwer nachweisen. daß aber der Vorwurf, der hierin gegen die Rekrutirungs - Commissionen gejchieudert wird, an sich nicht unberechtigt ist, das beweisen die mannigfachen RemedurAnordnungen desKnegsmiNifters Zurlinden und deutlicher vielleicht noch ein Vergleich über das Ergebniß des Rekrutirungö Geschäftes in den Jahren 1890 bis 1894. den in einer seiner letzten Nummern Le Proarös Militaire" anstellt. Wir entnehmen demselben nur folgende Angaben: Zur Loosung wurden zugelassen 1894. 330.138, 1890 310-275: biervon wurden vom Dienste befreit 1894 26.031. 1890 29.. 620: zurückaestellt 1894 40.082. 1890 39.997; dispensirt.1894 47,237, 1890 44,376; ausgeschlossen 1894 83., 1890 91; zu dreijährigem Dienst eingestellt 1894 169.042. 1890 140.713; zum Auriliardienst einaestellt 1894 15.363. 1890 22.792; in den Dienst waren bereits getreten 1894 32.250. 1890 32.741. Es darf nicht wundern, wenn die in diesen Äablen zum Ausdruck aelangende unverhältnißmäßige Steigerung des ProcentfatzeS der Diensttauglichen in der Steiaeruna der Sterblickkeitsziffer in der Armee wieder zum Vorschein kommt. Die Mission der Gräfin Schimmel mann. Die frühere Hofdame der verstorben nen deutschen Kaiserin Augusta, n fin Schimmelmann, welche bekanntlich vor einiger Zeit auf Veranlassung ihres Bruders als angeblich wahnsinnig in eine Irrenanstalt gebracht und erst durch Vermittlung sehr hoch stehender Personen auö derselben befreit wurde, steht nunmehr rm Begriff, ihren Plan, eine Misstonärin der armen Fischerbevölkerung an den nordischen Küsten zu werden, auszuführen. Behufs Aus. Übung ihrer Missionsthätigkeit hat sie ein Schiff erworben, das zur Zeit im Hafen von Kopenhagen liegt. Es heißt Dueu" (Taube) und gehörte früher dem Prinzen Waldemar. Die Kajüten der Grafin sind sehr einfach ausgestattet, nur das Schlafzimmer zeigt einigen Luxus: vergoldete Möbel und eine prächtige Stubenorgel schmücken das Gemach. Die Besatzung des Schiffes besteht aus sieben Mann. Ueber das Vordertheil ist ein Zelt auö gespannt, und hier hält die Gräfin ihre Vorträge für die Arbeiter und Fischer. Diese Versammlungen machen in ihrer Einfachheit einen ergreisenden Eindruck. Die Gräfin, eine noch schöne, vornehme' Erscheinung, in einen schlichten, schwarzen Anzüge gekleidet, nimmt vor einem kleinen Tische Vlad. wäbrend die Arbeiter sifc um

sie versammeln. Dann erzählt sie in einfachen, rührenden Worten von i rem früheren glänzenden Leben am Hofe und schildert, wie dieses Leben hohl und leer sei und kein wahresGlück ikwäbren könne. Sie habe daher be

scklossen. künftig ihr Leben den Armen zu widmen, um ihre Lage zu verbesfern, ihren GejlZztskrclS zu erweitern und ihnen zu zeigen, daß in äußerem Reichthum und Glanz das Glück nicht an finden sei. Dann schließt sie den Vortrag mit einem Gebet für die Unglücklichen dieser Erde. Die Arbeiter, die ihrenWorten mit größter Aufmerk samkeit gelauscht haben, drücken ihr die Hand zum Abschiede und entfernen sich ruhig. Dann kommt eine anoere Avtbeiluna und dieselbe Scene wiederholt sich. Oft werden fünf solcher Versammlungen täglich geyallen. Von Kopenhagen reist die Gräfin mit ikrem Schiff nach dem Dorfe Hellebeck bei Helsinqör. wo eine große Fischerbevölkerung wohnt. . Der Nilschnitt. Sobald der Nilmesser auf der Insel Roda bei Kairo die Höhe von 16 Ellen zeigt, wird inKairo unter Theilnähme der gefammten Bevölkerung der Nilschnitt" gefeiert. Bereits Herodot berichtet, daß, soll den Egyptern ein gutes Getreidejahr beschieden sein, die Nllschwelle' eine Hohe von 16 Ellen erreichen müsse. Diese 16 Ellen sinden sich personificirt in den 16 Genien, welche die berühmte Statue des Vater Nil im Vatikan umspielen. In den letzten Tagen, bevor der Nllschrntt stattfindet, durchziehen die sogenannten Nilrufer" die Stadt und ihre Umgegend. Sie sind von Kindern.begleitet, welche Papierfahnen tragen. machen vor jedem Hause Hall, oeriunden, welche Höhe der Fluß erreicht hat. wünschen? ein gutes Niljahr", dem Herrn des Hauses Vermehrung semes Reichthums, den Frauen stets Wohlergehen, den Söhnen die Erlangung des Paschatitels und den Töchtern eine gute Heirath. Zum Schlüsse wird natürlich der herkömmliche Bakschisch eingeheimst. Der Nilschnitt" findet zu gleicher Zeit an verschiedenen Orten EgYPtenS und zwar überall da statt. wo sich vom Flusse Kanäle abzweigen, welche zur Zelt des niedrigen Wasserstandes trocken liegen und erst nachdem der Nil die oben erwähnte Höhe erreicht hat, mit Wasser gefüllt werden. Um das Wasser vor diesem Zeitpunkt zu verhindern, in den Canal zu treten, wird, sobald der Fluß so tief gesunken ist, daß das höher liegende Canalbett trocken ist, ein Erddamm aufgeführt, welcher den Canal vom Flusse trennt und dessen Zerstörung dann später als Nilschnitt" gefeiert wird. In Kairo findet die Feier des'Nilfchnltteö selbstverständlich ihren glänzendsten und lestlicksten Ausdruck. Hier wird, sobald der Schech der Nllmessungen das Wefaen-Nil", die Erfüllung des Nils" verkündet hat. der Damm, welcher den Stadtcanal vom Nil trennt, durchstochen. Bereits am Abend zuvor strömt die Bevölkerung zum Fum-el-Chalig", dem Orte, wo der Canal in den Nil mündet und bringt die Nacht unter den verschiedensten Velustigungen an den Ufern des Flusses zu. Ein prächtiges Feuerwerk wird abgebrannt, heulende und tanzende Derwische halten während der ganzen Nacht ihre Sikr" (Andachtsübungen), Gaukler. Märchenerzähler, Tänzer und Sängerinnen treiben bis zum Morgen ihr Wesen, eine Unzahl von Zelten, in denen Süßigkeiten verkauft werden, von Bretterbuden, in denen Kaffee ausgeschänkt wird, sind wie auf Zau bergeheiß aus dem Boden gewachsen, und das fröhlichste Leben und Treiben erfüllt den weiten Platz bis zum grauenden Morgen. Früh, bald nach Tagesanbruch. wird der Nilschnitt vollzogen. Als Vertreter des Chedive präsidirt der Ministerpräsident (in diesem Jahre war es der Minister der öffentlichen Arbeiten und des Unterrichts, Fakri Pascha, welcher Nabar Pascha während dessen Abwesenheit vertritt) der Feier. Auf dem der Stadt zugewandten Ufer des Flusses erhebt sich gerade über der Einmündungsstelle des Stadtcanals, wo sich der abzutragende Erddamm befindet, ein prächtiges, großes Zelt, in welches sich der Ministerpräsident, andere hohe Würdenträger und die eingeladenen Gäste begeben. Die Vollziehung des Nilschnittes fällt jungen Burschen zu, welche es sich zur hohenEhre anrechnen, diese Thätigkeit ausüben zu dürfen, und zwar wird sie immer abwechselnd in einem Jahre der mohammedanischen, dann der koptischen und schließlich der jüdischen Jugend übertragen. Auf ein Zeichen des Schechs stürzen sich die Jungen unter Brüllen und Freudengeheule mit Schaufeln, Spaten, Hacken und Körben auf den ungesähr 2 Jards breiten und 6 Yards langen Damm und beginnen oi? oberste Schicht abzutragen. Sobald dies geschehen ist, und das erste dunkelbraune, dickflüssige Schlammwasser sich langsam in das Canalbett ergießt, bricht die Menge in lauteö Freudengeschrei aus. Die Jungen lassen Nilwasser Nilwasser sein und halten ihre Gallabia", in der Regel das einzige Kleidungsstück, welches sie auf dem Leibe tragen, hoch über ihre Köpfe empor, mn einen möglichst großen Theil der Geldmünzen, welche der Vertreter des Chedive hinunterwirft, aufzufan gen. Im langsamsten Tempo ergießt sich das Wasser weiter den Canal entlang durch die Stadt, überall von der an den Ufern stehenden Menge mit Freude und Jubel begrüßt. Vor ihm gehen Kinder einher, sich gegenseitig an den Händen haltend und dem heillgen Flusse ein Loblied singend. Andere, bereits im Wasser watend, folgen, und wenn der Geldregen aufgebört hat. stürzt sich der Rest in's Wasser und folgt schwimmend dem Zuge. Q'.tu ViontblaneBahn. Noch ist die kühne Idee einer Alpen bahi, ans die Jungfrau nickt zur

Thatsache geworden, uno schon wieder kommt aus Frankreich die Kunde von einer neuen, noch großartiger, geplanten Eisenbahn in den Hochalpen. Auch den größten der europäischen Bergriesen, den Montblanc, beabsichtigt man

ourch eine ayn vem allgemeinen Besuch zugänglich zu machen. Der vom französischen Ingenieur Jssartier bereits ausgearbeitete Plan geht dahin, vom Miage-Paß aus, oberhalb von St. Gervais, in einer Höhe von 1800 Meter über dem Meer einen Tunnel von 7400 Meter Länge in den Berg zu bohren, und vom Ende dieses Tun nels aus dann einen senkrechtenSchacht von 12 Meter im Geviert und 2800 Meter Länge anzulegen, um so direct den lÄiPsel des Berges zu erreichen. Die ganze Bahn soll also in einem im rechten Winkel nach aufwärts gebogenen Tunnel zu liegen kommen. Der senkrechte Theil des Tunnels ist ähnlich dem Schachte eines Bergwerks zu denken, und die Beförderung wird nach Art der dort gebräuchlichen Fahrkunste in Fahrstuhlen erfolgen. Als Triebkraft ist Wasser vorgesehen. Der Kostenanschlag verlangt eine Summe von 10 Millionen Francs, und in spätestens 10 Jahren glaubt Jssartier die ganze Riesenarbeit vollenden zu können . . Die preußische Feldpost im Kriege 1870-'71. Die enorme Arbeitsleistung, welche die Feldpost unter den denkbar schwie rigsten Verhältnissen verrichtete, kann eigentlich nur ein Fachmann würdigen. Wenn wir lesen, daß die Feldpost bis zum 31. März 1871 an gewöhnlichen Briefen 89,659,000 Stück. 2,454.310 Zeitungen, 43.023.460 Thaler dienstlicher und 16.842.460 Thaler privater Gelder, sowie 125,916 dienstliche und 1,853.636 private Packete beförderte, so stehen wir derartigen Zahlen mit demselben naiven Staunen gegenüber. wie wenn wir hören, daß die Erde von der Sonne 20 Millionen Meilen ent fernt ist. Aber verstehen können wir e5, welche Umsicht, Energie und auch persönliche Tapferkeit dazu gehörte, um aller Schwierigkeiten, die sich der friedlichen Arbeit entgegenthürmten, und der Gefahren, mit denen sie unablässig zu rechnen und auch zu kämpfen hatte, Herr zu werden. Soweit man sich auf die Schwierig, leiten vorbereiten konnte, ging ja Alles, der Generalpostdirektr, bekam es sogar fertig, seine Truppen statt in den ihm bewilligten 14 Tagen in 9 Tagen zu mobilisiren. Und das war nicht leicht; sollte doch der Dienst in der Heimath nicht leiden, obwohl 4000 geschulte Be amte, späterhin sogar 5900 dem Dienste entzogen werden mußten. Aber die Hauptschwierigkciten begannen erst, als eö galt, den Verkehr zwischen der schnell in Feindesland eingedrungenen Armee und der deutschen Heimath bis hin in die entlegensten ostpreußischen Orte herzustellen. Gleich der hereinbrechenden Gewalt eines Naturereignisses vollzog sich der völlige Umschwung des sonstigen ge wohnten BeförderungssystemzdieHaupt Verkehrsadern stockten, daS gefammte postalische Netz in seinen weiten Ver zweigungen war plötzlich zerrissen. Und doch wurde niemals eine möglichst schnelle Beförderung von Nachrichten so

heiß ersehnt, wie gerade in jener Zelt. Freudiger und in gehobener Stimmung zog der Soldat in den Streit, wenn ihm die Feldpost vorher die Nachricht von dem Wohle seiner Lieben zu Hause gebracht hatte; und war dann die blu tige Schlacht geschlagen, so wollte er wieder so rasch wie möglich die Nachricht nach Hause gelangen lassen, daß ein neuer Sieg errungen, er selbst aber ohne schwere Verwundung aus dem Kampfe hervorgegangen. Ta Deutschland allmählich über eine Million Streiter in's Feld schickte, so kann man ermessen, welche Timensio nen der Verkehr annehmen mußte. Die Feldpost hatte nicht nur den guten Willen, allen Wünschen gerecht zu wer den, sie hatte auch die nöthige Zch Beamten und leidlich genügendes Material zur Beförderung; und doch war es, namentlich in der ersten Zeit, hüu fig völlig unmöglich. So lange die Truppen noch starke Marschbewegungen machten, dauerte es immer noch eine geraume Zeit, ehe die Feldpost über den Aufenthaltsort der einzelnen Compagnien unterrichtet war, ja zuweilen wurde sogar militärischerseitS der Brief verkehr 4 bis 5 Tage völlig verboten, um jede Spionagewirkung über die Truppenbewegungen zu verhindern. Dann murrte das Publikum, denn Un ruhe und Beängstigung waren unauL bleiblich. Aber selbst wenn keine derartige Be fehle vorlagen, war die Aufenthalts feststellung mit großen Schwierigkeiten verbunden; denn die Telegraphenli nien waren so durch wichtige dienstliche Depeschen in Anspruch genommen, daß andere Depeschen oft längere Zeit als ein Brief brauchten, um an ihren Be stimmungSort zu gelangen. Endlich aber, am 31. Juli, hatte die Post ein vollständiges Ortsverzeichnis daS durch regelmäßige tägliche Aenderungen er gänzt werde. Nun wäre der Brief verkehr vielleicht leidlich regelmäßig zu regeln gewesen, da bereitete daS Publi kum selbst schwere Ünzuträglichkeiten. Die Erlaubniß, glle Briefe portofrei und zwar bis zu einem Gewicht von einem halben Pfund senden zu können, wurde in der löblichsten Absicht miß braucht. Man schickte an 1000 Cigarren an eine Adresse, man schickte Cognac, Wein, Eier, Wurst als Brief". Man denke nur, waS ein Briefträger leiden müßte, wenn er statt 200 Briefen auch nur die Hälfte Halb pfundkartonS befördern müßte. Aus Berlin gingen an einem Tage 120, 000 solcher Kartonbriefe ad. WaS Wunder, daß sich an Eisenbahnendsta. tionen in zwei Tagen 40 50 Eisenbahnwagen mit Briefen und PosikartonS anhäuften. DaS wurde erst des ser als da Briefgewicht auf den vierten Theil vermindert und Packetbeförde rung eingeführt wurde. Nur in der Weihnachtszeit nahm der Verkehr wieder geradezu ungeheuerliche Dimensio nen an. ri

Deutsche LsealNachrlchttN. Vrsvin? ?Frandnvrkk. Berlin. Neulich Morgens suchte der Malermeister H. Tonn, welcher in lekter eit bei Neubauten große Ver-

lutte erlitten hat. sich aus dem Fenster seiner Wohnung auf die Straße zu stürzen. In demselben Augenblicke kam seine Frau hinzu und saßte ihn mit beiden Armen. Fünf Minuten schwebte der Mann zwischen Himmel und Erde. Da verließen die Frau die Kräfte; sie brach ohnmächtig auf dem Balkon zusammen, während der Mann in die Tiefe stürzte. Er .war sofort todt. Ein etwa Oiayriger Mann, der sich als der Kohlenhändler Eduard Michael aus Oelsnlk in's Fremdenbuch eingetragen hatte, tödtete sich durch lVturz aus vem enjicr ptnti Kaitbofes in der Krausenstraße. n den Kellerräumen der BerlinAachener Spiegelmanufaktur Röder, Meyer & Co. fand eine kxpwnon oer Spiegelbelegmasse statt, deren Zusammensetzung als Geschästsgeheimniß bewahrt wird, und deren Bereitung die Inhaber der Firma, die Herren Giese und Driesen. persönlich vorzunehmen pflegen. Beide Geschäftsinhaber erlitten schwere Brandwunden im Gesicht und an den H'änden. Landsberg a. W. In Duhringshof (Ostbahn) hat der Eigenthümer Johann Blocksdorf seine Frau erschlagen. Er wurde verhastet und verübte im Gefängniß einen SelbstMordversuch. Durch die Wachsamkeit des Wächters wurde Vlocksdorf jedoch an der Ausführung desselben verhindert. Vrovin, VstprNn. Heiligenbeil. Die mit den schönsten Erwartungen begonnene Ernte hat durch den in vergangener Woche fast täglich fallenden Regen wesentlich gelitten. In der Nacht vom Freitag auf Sonnabend zogen heftige Gewitter über die hiesige Gegend und verursachten an mehreren Stellen Brände. Pillau. Hier fiel gelegentlich einer Bootfahrt der 13 Jahre alte Knabe Emil Hein im Seetief au? dem Fahrzeug und ging, des Schwimmens unkundig, unter. Da dieser Unfall vom Ufer bemerkt wurde, fuhren mehrere Personen dem Verunglückten sofort zu Hilfe. Jedoch zu spät. Nach längerem Suchen konnte nur die Leiche aus dem Wasser gefischt werden. Tilsit. Die Berufs- und Gewerbezählung ergab folgendes Resultat: Die Einwohnerzab! beträgt 26,480, darunter waren 12,677 männliche und 13.803 weibliche Personen. Vvovlni M,stpr,Nen. D a n z i g. In dem Seebad Westerplatte ist das Herrenbad theilweise vom Feuer zerstört worden. Der Betrieb des Bades soll aber keine Unterbrechung erfahren. Pr. Stargar d. Ein ziemlich umfangreicher prähistorischer Fund ist in unmittelbarer Nähe unserer Stadt gemacht worden. Beim Umpflügen eines Feldes stießen die Ackerleute des Herrn Rittmeisters Würtz in Adl. Stargard auf Steinplatten, unter denen sich be! weiterem Nachforschen zwei gut erhaltene Steinkisten-Grä-ber mit zahlreichen Urnen vorfanden. Die meisten der vorgefundenen Urnen, unter denen sich auch mehrere GesichtSurnen befanden, sind durch Herrn Würtz dem Danziger Provin-zial-Mufeum übergeben worden und die Ueberweisung der übrigen Urnen steht in Aussicht. Th-orn. Auf dem hiesigen Ar-tillerie-Schießplatz brach ein mächtiger Waldbrand aus. Vrsvink Votnmvtt. Stettin. In das hiesige Gerichtsgefängniß wurde der Arbeiter Franz Meseke aus Penkun eingeliefert. derselbe hat aus Anlaß eines geringfügigen Streites seinen jüngeren Bruder Willt, mit Harkenschlägen über den Kopf derartig verletzt, daß der Tod in kurzer Zeit eintrat. Anklam. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Fr. Brehmer hierselbst ist das Conkursverfahren eröffnet worden. Dieser Tage beging die hiesige freiwillige Feuerwehr ihr 21jähriges Stiftungsfest und erhielten eine große Anzahl Mitglieder Auszeichnungen für 10- und 15jäh rige Dienstzeit, wobei Herr Bürgermeiste? Löwe eine warme Ansprache hielt. Kam min. Bei einem schweren Gewitter in der Sonnabend Nacht sind auch hier einige Blitzschlage zu verzeichnen gewesen, welche jedoch keinen größeren Schaden anrichteten, da sie nicht zündeten. Bei der Grabower Chaussee wurde eine Telegraphensiange zerschmettert und ein kalter Schlag traf das Haus des Restaurants Schuchardt. Ptotffni VoTen. Posen. Die Strafkammer des hiesigen Landgerichts verurtheilte den Kaufmann Richard Steller zu fünf Monaten Gefängniß. Derselbe war am 25. Mai, als er als Angeklagter vor der Strafkammer stand, während der Verhandlung über die Schranke der Anklagebank auf den Richtertisch zugesprungen, wo er mehrere Tintensässer auf Akten und Schriftstücke ausgoß. Darauf ergriff er das eiferne Kruzifix und wollte damit die Richter schlagen. Dem Referendar Fromuth zerriß er die Robe und widersetzte sich seiner Festnahme durch den Gerichtsdiener Schröter auf'sHeftigste. Auf einem Dominium bei Buk erkrankte die ganze Familie eines Arbeiters nach dem Genusse von giftigen Pilzen. Die Frau und deren 15jähriger Sohn-sind bereits gestorben, während der Mann hoffnungslos unter großen Schmerzen darnie derliegt. Schrimm. Die hiesige Strafkammer verurtheilte den Leiter der früheren polnischen Spar- und Darlebenökasse zu Schrimm, praktischen Arzt Dr. v. Broekere, weaen BergehenS aegen Paragraph 240 des HandklsesetzbucheS zu 1000 Mr. Geld.

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ilraie, eventuell 100 Tagen Gefängniß. Er hatte den Concurs einen Monat zu spät angemeldet. Bon der Anklage der Benachtheiligung der Gläubiger wurde der Angeklagte freigesprochen. Vrsvtnf Klesten. B r e s l a u. Das Wiederauf-nahme-Verfahren in Sachen des im Dezember 1893 wegen SittlichkeitsVerbrechens zu 5 Jahren Zuchthaus verurtheilten angesehenen Wurstfabrikanten Karl Giesche ist jetzt beschlössen worden, nachdem dessen frühereS Dienstmädchen Marie Schneider, die Hauptbelastungszeugin, wegen Meineids zu fünf Jahren Zuchthaus verurtheilt worden ist. In der am 23. Sept. beginnenden Schwurgerichtsperiode kommt die Sache zur erneuten Verhandlung. Der Fall macht ungemeines Aufsehen. B u n z l a u. Eine ' gewaltige Feuersbrunst äscherte auf den Siebesdorfer Werken zwei bedeutende Ringöfen und sämmtliche Glasiröfen ein. Der Schaden ist sehr bedeutend. G log au. In einer der letzten Nächte brach in der Brückenkopfkaferne Großfeuer aus. Die gesammte Garnison wurde alarmirt; nach einstündigem Kampf war man des Feuer soweit Herr, daß der größte Theil der Mannschaften abrücken konnte. Zwei Montirungskammern sind völlig, eine dritte ist fast völlig abgebrannt. Der Materialschaden! ist bedeutend. prsvinz $ad)stn. Erfurt. Die vorjährige Ausstellung hat einen definitiven Fehlbetrag von 114.000 Mark ergeben. Ein Zuschuß von 52 Procent wird von den Garanten eingezogen. Hier hat eine unnatürliche Mutter ihren eigenen drei Jahre alten Sohn vorsätzlich und mit Ueberlegung gemordet, indem sie dem Kind eine Mischung von Karbol-, Salz- und Schwefelsäure zu trinken gab. Unter unsäglichen Schmerzen ist der Kleine im Krankenhause gestorben; die Mutter kommt vor das Schwurgericht. Galtewitz. In der hiesigen Kirche wurde die Trauung des königlichen Forstaufsehers a. D. Albert Rabe mit Fräulein Anna Hennig aus Charlottenburg durch den Ortsgeistlichen vollzogen. Wie seiner Zeit das beklagenswerthe Geschick des genannten Forstmannes, der bekanntlich durch einen von einem Wilddieb abgegebenen Schuß das Licht seiner Augen vollständig verloren, überall die herzlichste Theilnahme erweckt hat, so wird auch diese Nachricht von Interesse sein. Vrovin, Skt,i,vig.SolNekn. Altona. Herr Julius Richter hat der Gemeinde Blankenese denComplex, auf dem das Bismarck-Denkmal seinen Platz erhalten soll, zumGeschenk gemacht. Die Schenkungsurkunde ist dem Gemeindearchiv einverleibt worden. Haner au. Bei Gelegenheit ei' ner Vergnügungsfahrt seitens mehrerer Einwohner Schafstedt's und Um. gegend fiel der Fuhrmann Chr. Neelsen auS Schasstedt über Bord des Dampfschiffes. Die sofort angestellten Rettungsversuche waren ohne Erfolg. Tönning. Der Pastor vic. Schuld in Schleswig ist vom Konsistorium zum Hilfögeistlichen in Garding ernannt worden. Zarpen. In Reinfeld fand das erste Feuerwehrfest des neugegrllndeten KreisverbandeS für Stormarn statt, an welchem gegen 500 Mitglieder theilnahmen. VvovXtxx ()annvtr. Celle. Die Missions fest-Collecte in Hermannsburg hat über 1500 Mark erbracht. Von der Ohio-Sy-node, Amerika, erhielt die Hermannsburger Mission vor einiger Zeit 16.000 Mark. G ö t t i n g c n. Ewe große Zahl Studirender der Universität Göttingen ist im vergangenen Studienjahre mit den akademischen und polizeilichen Behörden in Conflikt gekommen. Nach dem amtlich veröffentlichten Bericht sind polizeilich und auf Grund .schöffengerichtlicher Urtheile im Ganzen 119 Studirende bestrast worden und zwar wegen Ruhestörung und Unfug 95, wegen Widerstandes und Beleidigung 8, wegen Sachbeschädigung 4, wegen Unterlassung polizeilicher AnMeldung 4, wegen Ueberschreitung der Polizeistunde 3. An Geldstrafen wurden von diesen 119 Studirenden im Ganzen 885 Mark 50 Pfennige geZahlt. vroßs Suswuhl junger Papageien,

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