Indiana Tribüne, Volume 18, Number 355, Indianapolis, Marion County, 11 September 1895 — Page 2
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Zndiana Tribüne.
Erscheint Taglich und Sonntag. Die tägliche .Tribüne- koftet durch den TrLger 12 5ent3 per Woche, die EonntagS.,Trtbüne' et per Woche. Seide ,nsamen 15 Sent5 der eS EentS per?nat. Per Vft anHerhalb de, Ätabt zugeschickt U Vorausbezahlung V per Jahr. sftci ist Süd ? Kam Straß,. 3:dianapoliS,3nd., :i. September '95 Liebhaber unserer ?spen. Mehrere amerikanische Gcnfuln in Europa theilen mit, daß sich wieder ein wichtige neuer amerikanischer Industriezweiz in'Z Leben rufen lasse, welcher namentlich in Deutschland Anklang finden würde. Es handelt sich nämlich um die massenhafte Ausfuhr guten Espenbaum-Holzes, welches dort immer seltener wird und dabei zu bestimmten Manufacturzwecken in flarUx Nachfrage steht. Es ist interessant, wie verschieden die Ansichten über das , beste Holz für Streichhölzer sind. In unserem Lande wird dazu Fichte, dann auch Pappel, Linde und Birke vorzugsweise benutzt. Dahingegen ziehen die europäisan Streichholzer-Fabrikanten gegenwärtig die Espe allen jenen anderen ßöl zern vor. Sie machen geltend, daß das Espenholz, wenigstens daö bessere, frei von Knorren sei, sich leicht spalte, eine gleichförmige Beschaffenheit zeige, ohne besondere Mühe in jeder gewünschten Lange und Dicke hergestellt werden könne, stark porös sei und daher Schwefel und Paraffin, welche für dfc betreffenden Arten Streichhölzer in Europa verwendet werden, schnell in sich aufnehmen, wie der Schwamm daZ Wasser, endlich, daß es leicht in Brand gerathe und dann weiterbrenne, bis keine Spur mehr von ihm übrig sei. Das von diesen Fabrikanten nicht für die Streichhölzer felbst benutzte Espenholz wird gerne zu Streichholz-. Schachteln benutzt.- - Nun wird dieses begehrte Holz-be-sonders in Deutschland immer seltener. Dagegen kommt dasselbe in ixn Ver. Staaten noch massenhaft vor, und es wird versichert, daß sich durch das Fällen und durch das Versenden der Stämme unmittelbar nach den europäischen Streichholz-Fabriken eine für die Amerikaner recht vortheilhafte Industrie schassen lasse. Etwa 5 Millionen Cubikfuß jährlich sollen sich mit Leichtigkeit dorthin absetzen lassen. Deutschland bezieht zur Zeit seinen Bedarf an Espenholz hauptsächlich aus Rußland. Nachfragen sollen indeß ergeben chaben, daß die deutschen Gschaftsleute lieber diese Lieferungen den Amerikanern zukommen lassen würden, wenn sie gewiß wären, von ihnen einen ebenso guten Artikel zu bekommen. Das Lchtere ist gerade die Hauvtfache. Sehr begründet erscheint eine an jene Berichte geknüpfte Warnung an die amerikanischen Geschäftsleute, ja nichts Unterwerthiges zu schicken, da die europäischen Streichhölzer-Fabri-kanten noch heikler mit ihrem Material feien, als die meisten anderen dortigen Industriellen, so einfach auch derZweck scheint, für welchen dieses Holz bestimmt sein soll. Bor Allem muß diefes Holz frei von altem, faulen Harz und von Knorren sein. Stämme von 8 Zoll Durchmesser finden schon ihre bereitwilligen Abnehmer; aber solche von 10 bis 20 Zoll Durchmesser erzielen die höchsten Preise. Auch wird verlangt, daß die betreffenden' Bäume nicht jünger als 25 und nicht älter als 60 Jahre sein sollen. Die amerikanische Industrie, von der man im Ganzen durchaus nicht sagen kann, daß sie unreell sei, hätte überhaupt schon nach verschiedenen Seiten ein viel bedeutenderes Ausfuhrgeschäft sich erworben, wenn sie sich etwas mehr um die heiklen Anforderungen der betreffenden Ausländer gekümmert hätte, und das scheint also sogar von einem so simplen Gegenstand, wie Holzstämme, zu gelten! Vorgeschichtlicher Tnnnnett Ziemliches Aufsehen erregt in Mon. tana die Entdeckung eines eigenthümlichen unterirdischen Ganges im Gebirge. und es scheint in der That, daß die Sache wenigstens weiterer Unter suchungen werth ist. Vorläufig wird darüber erzählt: Eine Anzahl bekannter Bewohne: vonButte begab sich unlängst nach dem Big Hole-Lande, um nach Edelmetallen zu suchen. Mehrere Mitglieder dieser Partie werden zu den wahrheitsliebendsten" Männern der Stadt gerechnet (waS zu bemerken vielleicht nicht ganz überslüssig ist.) Sie ließen nach ihrer Rückkehr sofort einen Land. Anspruch eintragen, welchen sie am Fleecer-Berge belegten, in einer Gegend, die bis jetzt noch sehr wenig von Metallsuchern durchforscht worden ist. und zwar wegen der großen Menge Schnee, die man auch während der Sommer-Monate beständig dort antrifft. Noch interessanter, als ihr Er. folg in metallurgischer Beziehung, ist jedoch die Mittheilung der Zurückgekehrten, daß sie einen Tunnel von reich lich 50 Fuß Länge entdeckt hätten, welches vor sehr langer Zeit in den Berg hinein angelegt worden sein müsse. Als sie die erste Höhlung gewahrten. glaubten sie erst, es mit alten Büffelspuren zu thun zu haben. Sie gru fcen weiter, da sie einige Stückchen vielversprechenden Mellerzes in der Höhlung bemerkt hatten. Nachdem sie eine Stunde lang schwer gearbeitet hatten, gab plötzlich zu ihrer Ueberraschunz das Erdreich nach und sie saYen ein gewaltiges Loch sozusagen vor sich ausdunkeln. . Bald überzeugten sie sich, daß sie einen stattlicherTunnel von etwa 6 Fuß Höhe und 4 Fuß Breite vor sich hatten, und derselbe mit Steinblöcken wohl eingemauert war. Namentlich war das Dach des Tun-
nels durch große slacye Steine gut geschützt. Etwa 23 Fuß weit vom Eingange aus war dieses Werk noch vollkommen erhalten. Dann kam man an eineStelle, wo die Erd- und Felsmasse durchgebrachen war. Nachdem man Die Trümmer hier weggeräumt hatte, konnte man noch 25 bis 30 Fuß weiter gehen. Hier stieß man auf eine Erzschicht. über deren Natur einstweilen nichts verrathen wird. Außerdem fanden sich hier verschiedene steinerne Gerätschaften, von denen man überzeugt ist, daß sie beim Anlegen des geheimnißvollen Ganges benutzt worden seien. Die Metallsucher wollen mit aller Bestimmtheit versichern können, daß dieses Werk nicht in unserem Zeitalter ausgeführt worden sei. Sie verweisen auch darauf, daß am Eingang des Tunnels ein uralter Fichtenbaum gestanden habe, und das Salbei-Ge-büsch, welches den Boden ringsum bedeckte, offenbar seit undenklicher Zeit nicht mehr gestört worden sei. Am wichtigsten wären natürlich die steinernen Geräthe, wenn selbige wirklich im Zusammenhang mit dem Tunnel stän den. Ob die betreffenden Metallsucher, ungeachtet aller ihrer etwaigen Wahrheitsliebe, über alle einschlägigen Fragen ein verläßliches Urtheil abgeben können, muß noch dahingestellt
bleiben. Naturkenntnlb der WollkSpfe Durch gewisse Arten natürlicher Gelehrsamkeit zeichnen sich bekanntlich diel Naturvölker oft in wunderbarem Grade aus, welch wenigstens Andere, die ihre Kenntnisse nur zum kleinsten Theil aus direkter Beobachtung haben, in das höchste Erstaunen versetzen kann. Dafür können auch unsere so schwerfällig erscheinenden Neger, aber nicht die ersten besten, sondern die echten, unverfälschten Plantagen-Pica-ninnies der hergebrachten classischen Art, anschauliche Beispiele liefern. Diese Dicksch'-idel kennen eine Menge Naturgeheimnisse, die sich nur für Solche enthüllen, welche freiwillig oder gezwungen in stetem trautem Verkehr mit der süßen, heiligen Natur" stehen und sich nur von ihr leiten lassen, wie ein Kind am Gängelband", daher mitunter schon als Kinder, man möchte fast sagen. Gelehrte in ihre? Art sind. Es gibt zehnjährige Negerjungen jener Classe, welche ganz genau den besonderen Pstss, die besondere Tonfärbe jeder der zahlreichen Vögelgattunaen kennen, die in den Wäldern und Sümpfen ihrer Heimath sich beständig oder zeitweise aushalten, ja die ganze Natur und Lebensweise jede dieser Voael. auch mit aenauester Unterscheidung des Geschlechts, sozusagen auswendig wissen und z. B. stets ganz verläßlich anaeben können, was für Arten Nester bestimmte Vögel haben. und ob sie dieselben m der Nahe der Erde, oder an weniger zugänglichen Stellen bauen. Sie haben auch ihre besonderen, theils von den Vätern vererbten, theils auch selbst erfundenen Namen für Vögel und andere Thiere. Namen, welche die Wissenschaft und das sonstige Leben nicht kennen, welche aber allemal sehr bezeichnend sind. Hier sprudelt noch ein frischer;?, für manchen Sprachforscher vielleicht recht dankbarer Quell der Wort- und Begriffsbildung! Und die Veobach tungsgabe dieser Menschen ist eine sehr scharfe, obgleich diejenige mancher Rothhäute noch schärfer ist. Das ist aber noch lange nicht Alles. Jeder Busch, jeder Strauch in den südlichen Wäldern hat für diese Wollköpfe seine besondere, sozusagen persönliche Bedeutung. Sie wissen nicht nur alle die Pflanzennamen, sondern sie können auch sofort angeben, für was jede dieser Pflanzen gut ist, na mentlich auch hinsichtlich 'der, menschlichen Leiden und Gebresten, aber auch für alle möglichen geschäftlichen Zwecke. Stets wissen sie die Wanzen auf die Jahreszeiten und auf Ereignisse ihres Lebens zu beziehen. Mein Kleines wird ein Iah? alt sein, wenn der Ahornbaum in rother Blüthe steht solche und andere, oft noch weite? hergeholte Jdeen-Verbin-düngen hört man Negerinnen dieser Classe gern und leicht gebrauchen. Mit sonstigen Zeitbestimmungen geben sie sich bekanntlich überhaupt nicht viel ab. Die Zeit der Geburt wird von den Tagen an datirt. als der Jasmin zuerst herauskam, oder die Mutter sagt: Sie habe gerade angefangen, die Baumwolle nach der Mühle zu bringen, als daö Kind zwei Tage alt war u. dergl. Der kleine Picaninny ist ebenso genau mit den Gattungen, Eigenthum lichkeiten und Lebensgewohntiten der Fische in den Bächen und Lagunen vertraut, wie mit denen der Hasen, Füchse. Eichhörnchen, Eulen und anderen Gethiers, natürlich vor Allem die Beutelratte nicht zu vergessen, welche dem Neger den Danksagungsund andere Braten liefern muß. Auf dem Boden, wo er sich aufhält, kennt er jedes Winkelchen durch und durch, in Wald und Sumpf und unter dem Wasser. Nichts schreckt ihn vor seinen bestandigen Forschungen zurück, auch nicht die Schlangen. Er hat indeß einen heiligen Respekt vor solchen Reptilien, geht andererseits aber nie dem Kampf mit ihnen aus dem Weg und rühmt sich der Zahl der in seinem Le ben erlegten Schlangen so gerne, wie der Indianer seiner erbeuteten Scalpe. .QUtttUUät und vrandwehr. Die Elektricität hat bis jetzt wenig mit dem Feuer-LSschwesen zu thun gehabt, außer daß sie bei ihrer praktischen Anwendung schon viele Brände verursacht hat. ES scheint aber auch, daß sie dazu berufen ist, das FeuerWehrwesen, wenigstens in den Großstädten. bedeutend umzugestalten t ES ist noch nicht gar lange her, daß die ehrwürdige Hand-Feuerspritze, welche er Gegenstand so vieler schlech
ten Witze geworden tt; der Dampsspritze weichen mußte.und ebenso scheint diese sehr bald bestimmt zu sein, der Elektricität zu weichen. Dann werden auch die Feuerwehr-Pferde, welche mit 00 Centnern Dampsapparate oder mit den Schlauchwägen u. f. w. durch die Straßen rasseln, völlig abkömmlich werden, und die Bekämpfung einer Feuersbrunst dürste dann ein wesentlich anderes Schauspiel bieten, als es gegenwärtig, selbst bei weniger bedeutenden Bränden, die Phantasie oder Sensationssucht von Alt und Jung so hochgradig erhitzen kann. Vorschläge zur Einführung elektrischer FeuerlöschAvdarate sind bereits in etlichen Städten in bestimmter Form aufgetaucht. Die einfachste Art. die Elektricität zum Löschen von Bränden zu benutzen, scheint darin zu bestehen, daß man von einer elektrischen Anlage aus einen elektrischen Strom mit so häufiger Wiederholung, wie nöthig, nach Hydranten gehen läßt, mit welchen das erforderliche, nicht weit davon aufbewahrte Schlauchwerk in Verbindung gesetzt werden kann. Daß es solcherart vollkommen möglich ist, das Wasser in beliebiger Richtung und' Entfernung hoch zu treiben, ist von Fachmännern versichert worden. Es bliebe sonach blos noch die verhältnißmäßig untergeordnete Aufgabe zu lösen: die elektrische Kraft prompt und wohlfeil zu übermitteln. Daß dies gelingen wird, das wird von Elektrikern nicht bezweifelt. Und dann würde, besonders wenn das Gemeinwesen die elekirische Anlage im Besitz oder unter Controlle hätte, auf die Dauer ein sehr großer Theil der bisher mit dem Löschwesen verknüpften Kosten gespart werden. Freilich würde dann auch ein Theil der Mannschaften überflüssig. Man kennt ja schon seit einiger Zeit stationäre elektrische BrandlöschüngsApparate, die jedoch, falls sich jener Plan ausführen ließe, wenig in Betracht mehr kommen könnten, außer im kleineren Maße als Feuerschutz in jeder Fabrik u. s. w. Verschiedene Ursachen tragen dazu bei, die Anwendung eines elektrischen Brandlöschungswesens der genannten Art immer näher zu legen, ja zu einer dringlichen Nothwendigkeit zu machen. Eine dieser Ursachen bilden die hohen Gebäude. Obgleich eine Gegenbewegung gegen die Wolkenschaber" schon seit längerer Zeit begonnen hat, so haben sich dieselben überall, wo sie überHaupt aufgekommen sind, anhaltend vermehrt, und die vorhandenen werden sich aller menschlichen Voraussicht nach jedenfalls behaupten. Sodann wird bei der Zunahme deö privaten und öffentlichen Verkehrs in unseren lebhafteren Großstädten die schwerfällige Dampsspritze ein immer größeres Uebel und Schreckniß. sowohl für Diejenigen, welche sie bedienen, wie für die ganze übrige zur Zeit nothgedrungen auf den betreffenden Straßen verkehrende Menschheit. Die Elektricität selbst hat ja schon so erheblich dazu beigetragen, die Gefahren der öffentlichen Verkehrswege zu erhöhen, daß es nicht mehr als billig erscheint, wenn sie dieses Unheil wieder ausgleicht, u. A. auch dadurch, daß sie einen würdigen Nachfolger sür die Feuerspritze liefert oder diese ganz und gar abthut. Gewisse classische Gedichte, in denen FeuerSbrllnste und ihre Bekämpfung geschildert werden, dürften von unseren, ganz andere Verhältnisse findenden Nachkommen mit besonders verwun'derungsvollem Interesse gelesen werden Australische Gesängnib efonn.
Einzig in seiner Art innerhalb der civilisirten Welt ist bis jetzt ein Gefängnißreform - Versuch in Neu-Süd-Wales. Die betreffende Musteranstalt liegt an den Gestaden des Stillen Oceans, ungefähr 270 Meilen nördlich von Sydney und etwa 30 Meilen von dem Städtchen Kempsey und ist als Trial Bay Prison" bekannt. Ueber die dortigen Einrichtungen macht ein Correspondent in Sydney folgende Mittheilungen: Zu der Anstalk gehört ine Reserve von 100 Acres Land, und auf dieser dürfen an Sonn- und Feiertagen die Gefangenen näch HerzenNust herumstreifen, wobei sie nur unter Aufsicht von drei berittenen Wärtern stehen. Diese Reserve hat keine Mauern oder Einfriedigungen, und da .sie überdies zum Theil dicht bewaldet ist, so sollte es gewiß ziemlich leicht sein, durchzubrennen, wenn ein Gefangener darauf versessen ist. Bis jetzt sind aber diesbezllgliche Versuche äußerst selten gewesen. Dies ist nur eine der bemerkenswerthen Eigenthümlichkeiten dieses Gesangnisses. Lauter Sträflinge, die zu längeren Haftterminen (nicht unter 12 Monaten) verurtheilt sind und sich vorher in anderen, strengeren Gefängnissen gut aufgeführt haben, werden nach Trial Bay geschickt, um den Rest ihrer Haft hier abzudienen und sich auf den Wiedereintritt in die Freiheit in jeder Hinsicht vorzubereiten. Gewöhnlich befinden sich 90 bis 130 Gefangene hier. Sie brauchen hier keine 'Sträflingskleider mehr zu tragen, und ein Besucher kann weiter nichts bemerken. alS eine Anzahl sauber gekleideter Arbeiter' und etliche uniformirte Aufseher. Ungefähr 20 der Sträflinge bilden das Dienstpersonal der Anstalt. Die Uebrigen werden an der Anlegung eines großen Hasendammes draußen in der einen Ecke der Bai beschäftigt, und sie stehen während dieser Arbeiten unter der Aufsicht des Herrn Brownrigg, vom Hasen- und Flußdepartement der Colonie. welcher in gar keiner Verbindung mit der Gefängnißverwaltung steht. Alle d'ese Leute erhalten Lohn: für die ersten acht Monate 6 Pennies pro Tag, für die zweiten 1 Schilling und für den Rest ihrer Zeit 1 Schilling und 6 Pennies. (Guteö Betragen ist dabei vorausgesetzt.) Von diese Gelde dür fen sie zwei Drittel entweder für persönlichen Comfort.suSaeben oder ihren
Frauen oder Kindern" schicken. Das letzte Drittel wird zurückbehalten, wird ihnen aber bei der Freilassung unverkürzt übergeben. Kaufen dürfen sich die Leute, was sie wollen, mit Ausnahme von Spiritussen und bestimmten Zeitungen. Bezüglich des Tabaksgenusses sind sie keinerlei Beschränkngen unterworfen. Nur wenige dieser Sträflinge schlasen in den gewöhnlichen Zellen; die Mehrheit hat ihre besonderen Wohnun' gen in einer Reihe Hütten innerhalb der Gefängnißmauern. Sowohl die Hütten wie jene Zellen sind behaglich möblirt, und viele sind sogar Verhältnißmäßig luxuriös mit Bildern und Tapisserien ausgeschmückt. Gewöhnlich schlafen in einer Hütte 4 bis 0 M.irnr; in der Mitte des Zimmers steht ein großer Tisch, an welchem die Gesängenen sich der Lectllre hingeben können, bis es Zeit zum Schlafengehen ist. Zur Erholung sind Baden und Fischen gestattet, auch Spiele innerhalb und außerhalb der Wohnungen. Mit alledem verfolat man den Zweck, in den Sträflingen Arbeitslust. Fleiß und Sparsamkeit neu zu wecken und vor Allem die Selbstachtung in ihnen wieder zu entfachen, ehe sie abermals der allgemeinen menschlichen Gesellschaft überlassen werden, in welche sie auch financiell nicht ganz hilflos eintreten. Alle, welche sich für Gefängnißreform interessiren, dürften die weiteren Erfolge dieses Experiments mit Spannung erwarten. Sollte Australien auch in dieser Hinsicht das erste praktische Vorbild liesern?
tzuchözucht im hohen Norden Es ist bezeichnend, .daß man für immer mehr Gattungen Wild (oder vielmehr für den an ihrer Ausbeutung interessirten Menschen) das Bedürfniß künstlicher Züchtung empsindet. So hat auch in unserem nordischen Territorium Alaska seit einigen Jahren in aller Stille die Fuchsfarmerei" ganz erstaunliche Dimensionen angenommen. Dieselbe hat nicht etwa, wie die Rennthier-Zucht, etwas mit Bemühungen der Regierung im Interesse der Eingeborenen und Anderer zu thun, sondern beruht auf der Privatspeculation einiger unternehmenden Jankees. Ein Pittsburger, Namens George Wardman, war der Erste, welcher auf einen solchen 'Gedanken verfiel, als er im Jahre 1879 in dem Dampfer Rush" an der alaskanischen Küste herumreiste und auf ein werthvolles Fell eines Schwarzfuchses aufmerksam wurde, das einen Preis von $200 erzielte. Diese Schwarzfüchse waren rar geworden, und die sogenannten Blaufüchse, welche jeden Winter in großer Anzahl gefangen werden, waren und sind bei Weitem nicht so werthvoll, obgleich auch sie- die Ausbeute vervollständigen helfen mußten, ja sich bald als unentbehrlich herausstellten. Wardman interessirte verschiedene andere Herren für seinen Plan, und bald war eine Gesellschaft unter dem Namen Alaska Commercial Co." gebildet. Es wurde beschlossen, zunächst die Semedies - Jnse'Zgruppe (etwa 70 kleine Felsen-Jnselchen. 00 Meilen westlich von Kodiak). wo es bis dahin nur Seevögel und Seelöwen und gar kein menschliches Wesen gab, als Versuchsplatz zuzählen. Im Winter 1880 wurde ein Agent in Kodiak beauftragt, einige SchwarzfuchsJungen auszutreiben; er erlangte auch ein Halbdutzend; aber dieselben fanden sozusagen ein tragisches Ende, ehe es dahin kam, daß sie auf die Jn seln verbracht wurden: sie starben nämlich alle an zu guter Behandlung und Ueberfütterung seitens der Eingeborenen, während der Agent in Geschäften abwesend war. Dann stockte das Unternehmen bis zum Sommer 1884. Um diese Zeit wurden etwa 20 junge und alte Füchse, theils Schwarzfüchse, meist aber Blaufüchse, gefangen und nebst einer ziemlich großen Quantität Robbenfleisch nach den Semedies-Jnseln gebracht, wo sie in Freiheit gesetzt wurden. Sehr förderlich war es für das Unternehmen, daß diese Jnselchen, außer bei ganz ruhigem Wetter, sogut wie unzugänglich .sind, daher zu erwarten war, daß Kleinwilderer, sowohl indianische wie weiße, ferngehalten würden. Aber irgend welche besondere Privilegien aus dieses Jnselland zu erlangen, war ?nstngs schwierig. Doch wurde das Bur.des-Schatzamt schließlich bestimmt, die Befehlshaber der- Zolldampfer sowie die Verwaltung von Alaska in einem besonderen Schreiben um Veschützung der Fuchszüchter zu ersuchen, und zwar auf Grund des Gesetzes, welches jeweils den ersten Squatters" einen solchen Schutz ge währt. Seitdem hat die besagte Gesellschaft keinerlei Behelligungen mehr erfahren. Eine beträchtliche Anzahl Schwarzfllchse heranzuziehen, scheint nicht mehr zu gelingen, diese Thiere sind leider schon so selten geworden, daß alle weiteren Versuche, noch einige zu fangen, sich als erfolglos erwiesen. Das Fell eines Blaufuchses ist aber zur Zeit auch schon seine $15 werth und wird ohne Zweifel mit der Zeit immer mehr im Preise steigen. Es werden Eingeborene angestellt, um auf den Inseln beständig zu leben und die Füchse zu überwachen, welche zu bestimmten Jahreszeiten mit Fallen gefangen, getödtet und abgehäutet werden. Mit dem Fleisch ist nichts anzufangen, und merkwürdigerweise wollen auch Indianer, die sonst fast Alles essen, dieses Fleisch nicht anrühren. So viele Füchse auch schon gefangen und getödtet worden sind, hat sich ihre Zahl doch schon, auf über 5000 vermehrt. Die Gesellschast, aus der übrigens ihr ursprünglicher Begründer ausgeschieden ist, hat schon bedeutende Geschäfts gemacht und dürfte noch viel größere' in der nächsten Zukunft machen. Es ist oft recht interessant, diese Füchse zu beobachten. Sie sind wahre Meister im Erlegen von Seelöwen und zeigen verhältnißmäßig sehr aroke
Jniemgenz uno Mrjorge. Im Sommer gehen sie gerne auf die Vogeljagd; die Vogeleier aber heben sie sorgsam als Winternahrung aus.. Sie wissen sehr wohl, daß. wenn sie dieselben im Boden verbergen würden, sie im Winter die Eier nicht aus dem sestgefrorenen Grund herauskratzen könnten; da her verstecken sie dieselben geschickt in dichtem Moos.
Vol JnranVe. Capt. John Hlnman von der Lebensrettungs-Station zu Coney Island hat bereits 113 MensKenlebcn gerettet. Von jedem Nickel, den die Straßenbahnen Baltimores von den Passagieren einnehmen, erhält die Stadt einen halben Cent für den Park-Fonds. Der auf solche Weise erzielte Betrag wird in diesem Jahre eine Höhe von $225,000 erreichen. Am letzten Sonntacx standen auf einem von Coney Island nach New Iork zurückkehrenden Dampfer etwa zwanzig Durstige an der Bar" und warteten auf das Anzapfen jfcus frischen FasseS, als der Schankkellner nach einem Blicke über das Wassor plötzlich erklärte: Meine Herren, kein Bier mehr, wir fahren eben an der Statue der Freiheit vorbei!" Com mentar überflüilia. Im Staate Missouri gibt es 365 Kohlenbergwerke, welche über 34 Counties verstreut sind. Ueberall ist die diesjährige Förderung bedeutend geringer als im Vorjahre und bis jetzt beträgt das Minus bereits über 800.000 Tonnen. D i e n e u e F r a u" h a t s i ch die Stadt Guthrie in Oklahoma erobert; freilich tritt sie dort in einer anderen Weise auf, als die hypermodernen Dämchen des verweichlichten Ostens. Seit langer Zeit bedürfte die West Guthrie Congregationalisten - Kirche dringender Reparaturen, aber dieMänner 'verschoben deren Ausführung von Tag zu Tag. Schließlich wurden die weiblichen Gemeindemitglieder der Sache müde und jüngst erschienen sie mit Hämmern, Sägen. Nägeln. Vrettern u. s. w. und machten sich eisrig an die Arbeit. Fußboden, Dach und Glockenthurm wurden reparirt. während die Männer ihnen in stummer Verwunderung zuschauten. Bis auf einige gequetschte Finger und zerrissene Kleider verlief Alles ohne Unfall. Unter den Rothhäuten, welche dieser Tage vor der Court of Claims" der Choctaws in Tishomingo, I. T., erschienen, .befand sich auch der uralte Neshoda Lokna" oder Gelbe? Wolf", wie er meistens genannt wird. Der Mann soll 113 Jahre alt sein und wurde in Vuzzard Roost im Staate Mississippi geboren. Gelber Wolfzeigt noch keine Spuren seines ungewöhnlich hohen Alters und tummelt heute noch ein wildes Pony, wie vor Jahrzehnten. Sein Alte? ist ziemlich verbürgt, denn es gibt in der Gegend von Ardmore. I. T.. eine Anzahl von 80jährigen Greisen, welche Ihn. seit ihr frühesten Jugend kennen und erklären, daß sie sich seiner nur al? eines reifen Mannes erinnern. Als Knaben will ihn eine uralte Negerin gekannt haben, die unweit von Darkville, im Choctaw - Gebiet, wohnt. Gelber Wolf", der zu den EhoctawS im Jahre 1873 kam. gilt bei den Rothhäukn für einen Aliche", einen Arzt, welcher übernatürliche Gaben besitzt. Eine schreckliche Scene ereignete sich neulich während eines furchtbaren Gewitter auf dem Sharps str.-Friedhof" in Mt. Winans. Ein Leichenzug hatte gerade die Einfahrt desselben erreicht, als das Gewitter losbrach, und so stark war daS Toben der Elemente, daß es fast zur Unmöglichkeit für den Leichenzug wurde, weiter zu kommen. Fast am offenen Grabe angelangt, in welches der Leich nam von Mary Brown, einer Farbk. gen. gesenkt werden sollte, tödtete ein furchtbarer Blitzstrahl, welcher das ganze Leichengefolge betäubte, den Kutscher, des Leichenwagens. Wm. Aisup. auf der Stelle. Die Pferd gingen durch, und starr vor Schrecken sahen die Anwesenden, wie die Pferde über die Gräber dahinstürmten, während die Zügel in den starren Händen eines todten Kutschers lagen und in dem Wagen sich der Sarg mit der todten Frau befand. Schließlich rannten die Pferde in ihrem wüthenden Lauf gegen einen Baum, in Folge dessen sie stürzten. Gleichzeitig wurde aber auch der lobte Kutscher von seinem Sitz herabgeschleudert. Die Pferde wurden durch einige Theilnehmer des Leichenbegängnisses am weiteren Durchgehen verhindert. Der Leichenwagen selbst war in keiner Weise beschädigt, auch lag der Leichnam im Sarge in seiner ursprünglichen Lage. 0rn Vluölanve. In der Zuckerfabrik Josefow in Warschau ist eine große Veruntreuung entdeckt worden. Bei der Revision der Bücher wurde der Abgang von einer halben Million Rubel constatirt. Ueberdies fehlen 100.000 Rubel an Depots. Die Unterschlagung datirt seit einigen Jahren. Bei einer FelddienstÜbung der 10. Compagnie des Ins. Regiments No. 106 in Leipzig schwammen mehrere Soldaten in voller Ausrllstung freiwillig über die Elster. Dabei geriethen drei in schwere Lebenszefahr, und leider ertrank der Sohn einer Wittwe, der Soldat Sommer aus ÄZerdau. . In Graz hat sich ein blutiges Drama abgespielt. Der frühere Compagnon des Schlossermeisterö Anton Krainz. Namens Karl Kramberger, forderte eine angebliche alte Schuld und erschoß, als ihm nicht willfahrt wurde, den Krainz mittelst eines Revolvers, dann verlitzte er mit zwei weiteren Schüssen auch dessen Frau, die sich in aescgn:ten. Umständen befand, lebensgefährlich und entfloh. Bis jetzt konnte er noch nicht ergriffen werden.
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Der in der B a r u t h e rstraße in Berlin wohnende 30 Jahre alte praktische Arzt Dr. Julius Steinthal ist von seiner Geliebten, einer 25jährigen Prostituirten und früheren Schauspielerin, Elfe Sänke, erschossen worden. Steinthal hatie mit der Sänke, die bis vor Kurzem unter sittenpolizeilicher Controlle stand, ein langjähriges Verhältniß. Vor kurzer Zeit hatte er sich verlobt und das Verhältniß zu lösen versucht. Aus Rache hatte die Sänke ihm wiederholt nachgestellt, und ihn durch eine Freundin, eine ebenfalls unter Controlle Stehende mit der falschen Angabe eines Krankenbesuches in deren Wohnung locken lassen. Sie verriegelte, als er eintrat, das Zimmer; es ertönten kurz darauf drei Schüsse und man fand, als man eintrat, Steinthal er schössen am Boden liegen. Die Sänke bestreitet, die Th.it mit Ueberlegung begangen zu haben. Im Hotel Römischer Kaiser" zu Frankfurt a. M. hat sich der Gerichtsassessor Walter Augustin aus Berlin erschossen, nachdem er sich einige Stunden vorher mit einer Frankfurter Dame in der Katharinenkirche hatte trauen lassen. Nach der kirchlichen Feier erbat er sich kurzen Urlaub unter dem Hinweis, ein Stündchen ruhen zu wollen, ging jedoch aus und kaufte zwei Revolver. Diese band er an einen Stuhl seines Hotelzimmers im Romsschen Kaiser", kniete davor nieder und feuerte beide Waffen gegen seine Brust ab. Der Tod trat sofort ein Seme junge Frau ist eine geborene Lida Eu genie Albert. Assessor Augustin stand im Anfang der dreißiger Jahre. Der Anlaß zur That soll ein unheilbares Leiden sein. Eine I I ! u 1t r a l l o n zu dem entsetzlichen Nothstande, welcher tn der deutschen Reichshauptstadt und deren Umgebung herrscht, bildet folgender Vorfall. Etwa 200 auf dem TranSPort erstickter Huhner wurden auf der Grenze der Rirdorf - Treptonxr Qk meindung abgeladen. Noch bevor die Polizei Kenntniß von dieser- unvorschriftsmäßigen Abbestelle erlangte. Hütten sich die m der Nachbarschaft der Köllnischen Wiesen weileyden Armen und Obdachlosen die Gelegenheit zu Nutze gemacht. Sie erschienen mit Kochgeschirr, bereiteten, sich auf dem Felde ein Mahl und verzehrten es an Ort und Stelle. Bald jedoch schritt die Polizei ein und veranlaßte, daß die noch vorräthigenThierleichen sofort eingescharrt wurden. Für riele Leute waren die krepirten Hühner die erste Fleischspeise, welche sie seit langer Zeit genossen. Der berüchtigte R a u b -m'örder Josef Kögler, der bekanntlich zuletzt als Fremdenlegionär in Algier wellte, ist nunmehr an die schweizerische Polizei ausgeliefert worden und dieser Tage, an Händen und Füßen gefesselt, in das Gefängniß in Thun gebracht worden. In der, Schweiz wird sich Kögler zunächst wegen der Ermordung des Abbe, vlivier, die am hellen Tage in der Nähe der Beatenbucht am Thuner See erfolgte, zu verantworten haben. Bisher leugnet er dse That trotz aller vorhandenen Beweise noch hartnäckig. Dagegen hat er unumwunden ingestanden, daß er vier andere Mordthaten im Auslande (d. h. nicht in der Schweiz) verübt 'ha.be. Dazu kommen noch der Raubmord und Naubmordversuch. den er im vorigen Sommer auf dem Töpferberg (Oybin bei Zittau) an Dresdener Sommerfrischlern verübte, sowie sein. Aahlreichen in Oesterreich verübten Verbrechen. Nach seiner Aburtheilung tn der Schweiz, welche im October erfolgt, wird Kögler zunächst nach Bautzen und dann nach Reichenberg ausgeliesert. K'ögler zeigt übrigens nicht die geringste ?!vur von Reue oder Niedergeschlagenhelk. - Schön und rein Soll daS Hauö stets sein ! Die besten Bürsten kauft man bei g. Schmedel, 420 Oft MeCarty Strake. F.'Jn Reinhard, Deutscher Addokat und Notar No. 29 Süd Delavare Str. Zimmer No. 7, Gebäude ter Deutschen gegens. Feuer.Versiq. erungsgesellschaft vonJndiana. Theodore Stein, achsolger Aon 13. . nderso. Abstrakte von Besitztiteln und Grundeigenthüm werden i prompter und zuverlässiger Weise ausgeführt. cTo. Ott Stt Market Gttaüe. Indianapolis, Ind.
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