Indiana Tribüne, Volume 18, Number 353, Indianapolis, Marion County, 9 September 1895 — Page 2
Jndwna Trwttne.
Erschemt Täglich und Sountagö. Die tägliche .Tribüne- kostet durch den Träger 13 Cent per Woche, die SontagS.Tribüne'l GcxtS per Woche. Leide usame 15 Cent der EentI per lsuat. Per Post außerhalb der Ktdt ,uzklchtckt i orauSbezählung Z? per Lahr. fltt 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 9. September '95. (CtlainaWJotwIpotstenM Streiflichter von der Gartenstadt Chicago, im Altweibersommer. Dem Aussehen der umgebenden Natur nach ist dieses Datum zutreffend, und der Altweiber- Over Jndianersommer hätte sogar schon lange die Hundötage ablösen sollen, in welchen die Luft in der Gartenstadt und Umgebung diesmal lebhaft an den unheimlichen heißfeuchten Vrodem über dem Rothen Meere erinnerte, welcher der Schrecken der Matrosen ist, (nur daß sie noch viele Procent unreiner war) und bloö die Vorstellungen etlicher nachgemachter Jndianer-Truppen für kirchliche und andere Zwecke in Chicago und den Äorsiädteit das Jndianersommerliche repräsentirte. Wenn ich mir aber einen großen Theil der umgebenden fashionablen Menschheit und nament lich die vielen Exemplare des new . m t r . wornan anicyaue,. zu Jiveirao roie zu Fuße und mit und ohne Pumphosen, so hätte ich ehe? Lust, meinen Brief auS dem Neu -Weibersommer zu datiren. Doch das Neue Weib" bindet sich ja nicht an die JahreSzeit, wie überhaupt an nichts mehr, und am Ende .gar werden wir einen 'erst recht großartigen Neu-Weiber-Winter bekommen, wenn auch ie Bloomers dann gut gefüttert werden müssen. Darum mag eS bei der Zeit-Eintheilung nach der unschuldigen Natur sein Bewenden haben, so unverläßlich diese alte, vielleicht ebenfalls noch von CmancipatkonsGedanken berauschte Dame auch nachgerade in der Durchführung ihres Programms geworden ist. f Offen gestanden, war es mir eigen! lich recht bange vor diesem meinem jetzigen Briefe an Sie, und ein formlicheS Schüttelfieber überkam mich zeitweise, i näher der Tag rückte, auf den ich Ihnen wieder einige Zeilen versprochen hatte. Verschiedene telegraphische Nachrichten über gewisse gartenstädtische Ereignisse in den letzten vierzehn Tagen werden Ihnen wohl dieses Zähneklappern zur Genüge erklären können. Bei Allem, was heilig ist, gelobe ich es: Wenn ich Ihnen wieder einmal on irgend einem großartigen, welterschütternden Chicagoer Unternehmen erzähle, und stände dasselbe auch unmittelbar vor seiner glorreichen Verwirklichung, oder von der Aufarbeitung- einer fürchterlichen Riesensensation, und wäre dieselbe . auch noch so weit gediehen, will ich es niemals unterlassen, hinzuzufügen: Vorausgesetzt, daß nicht die ganze Herrlichkeit übe? Nacht einfällt oder abbrennt und am Ende ga? schon zur Zeit, da Sie dies lesen, ein solches Gottesgericht sich an ihr vollzogen hat.Oder, wenn ich es ja unterlassen sollte, diesen Zusatz zu machen, so müssen Sie ihn wenigstens sich immer hinzudenken, sozusagen al reservatio mentalis". Denn man sitzt hier stets auf dem Pulverfaß und muß auf alles Unverhoffte jederzeit gefaßt sein. Habe ich Ihnen da kürzlich von den vielversprechenden Holmes'schen Mords-Ent-deckungsSensationen in Chicago geplaudert, welche es schon absolut gewiß zu machen schienen, daß jener Meistermorder, wenn man ihn anderwärts nicht drankriegen könnte, jedenfalls von der Chicagoer Rachegöttin, trotz deren großen Füßen, ereilt werden würde, und nun muß die Stätte der schaurigen Entdeckungen dahier, daS ganze Holmes Castle", mit allen unheimlichen Ueberresten, blutigen Zahnstochern u. s. w. über Nacht rutzebutz niederbrennen! Es wär' so schön gewesen, für die Chicagoer Geheimpolizei nämlich, welche schon lange keine Großthat mehr verübt hat; aber es hat nicht sollen sein. Im Uebrigen hat ja, wie ich aus den Zeitungsdepeschen ersehe, das Holmes'sche Mordbeweis-Entdeckungs-Geschäft dafür anderwärts desto hoffnungSoollere neue Blüthen getrieben, und die Chicagoer Geheimen mögen ' daher ruhig erst ihre alten Schulden zu bezahlen suchennd z. B. ihren" TaScott oder den wirklichen HeumarktBombenwerfer finden, ehe sie sich mit Holmes in neue moralische Unkosten stürzen. Wenn Gevatter Dreibein den je holen sollte, so ist die gartenstädtische Findigkeit jedenfalls ganz unschuldig daran. Eine andere furchtbare Enttäuschung! Das neue Coliseum" in der 63. Straße, welches als Vergnü-gungs-und Versammlungslocal noch die Amphitheater und die Arenen des griechischen und römischen Alterthums an Geräumigkeit in den Schat!en stellen sollte und in Chicago schon beinahe als das achte, um nicht zu sagen, das erste Weltwunder angesehen wurde, ist, statt am 2. September für Barnum & . Baileys Thierreich und eine staunende Menschheit eröffnet werden zu können, ebenfalls über Nacht unter weltuntergangsmäßigem Getöse eingestürzt. Und so etwas mußte passiren, als mein letzter Brief an Si, noch nicht einmal feine Bestimmung erreicht hatte! Zehn ungeheure himmelragende eiserne Bogen mit einem Mal zur Erde fallend, und nur eine hohe Säule zeugt von verfchwund'ner Pracht". Die Chicagoer haben doch heidenmäßig viel Glück seit der Welt-ausstellungs-Zeit. denn es hätten ja ebenso gut 40.000 bis 50.000 Menschen unter dem gastlichen Riesendach weilen können zur Zeit, als das Entftbliät schad. So aber ist wobl
noch ntcyt einmal ein Mäuscyen erschlagen worden. So hätten wir also eine großartige und dabei so überaus glücklich abgelaufene Katastrophe mehr in dieser jungen Weltstadt. Natürlich ist dieses Weltwunder bereits in der Wiederauferstehung begriffen; denn die Chicagoer sind nicht so leicht entmuthigt, wie weiland die asiatischen Sllnd:?, welche den babyIonischen Thurm bauten; und im nächsten November soll es unwiderruflich in Betrieb ges:tzt werden und käme dann ja noch immer rechtzeitig für die Nationalconventionen der großen Politikantenzünfte, aber, wie ich schon oben sagte: vorausgesetzt, daß . Vorausgesetzt, daß mir einmal ein Zahn recht weh thut, werde ich vielleicht auch nicht versäumen, mir ihn in einem der Chicagoer AllerweltsHandelsläden ausziehen zu lassen, schon.der Curiosität halber. Jawohl, den Zahnärzten pfuschen diese Läden jetzt theilweise auch noch in's Handwerk, und so ziemlich die Einzigen überhaupt, welche von dieser Concurrenz bis jetzt ruhig, schlafen können, sind die Leichen bestatte? und die G o t t e s m ä n n e ?. Abe? wie lange noch? Soga? den Hypnotismus treiben diese Allerweltsläden nebenbei (oder sollten sie nicht ohnedies schon längst das Publikum hypnotisirt haben?) und auf Wunsch findet das Ausziehen der Zähne unter Anwendung deö hypnotischen SchlaseS, statt Lachgases oder eineS noch moderneren Betäubungsmittels statt. Ob das gerade bei mir anschlagen würde, weiß ich freilich nicht, und auch hier muß ich
also sagen: vorausgesetzt, daß . Denn man sagt ja, daß unter den Deutschen nur 25 bis 30 Precent geeignete Subjecte für Hypnose seien, und die Hindus sollen überhaupt die einzige Nation auf der Erde sein, deren Mitglieder sämmtlich für hypnotischen Einfluß zugänglich sind. Seit aber die Wiege meiner Vorfahren an des Ganges heiligen Ufern gestanden hat, ist es denn doch etwas sehr lange her. ApropoZ Hindus! ' Daß ein echter Hindu-Magie? in Chicago jüngst eine Bande straßenbummelnder Niggerfür seine Landsleute gehalten, ihnen seine Zauberkunststllckchen vorgemacht und schließlich von ihnen um seine ganze Habe bestohlen worden sein soll, das ist auch ein Stückchen, welcheÄ nur b Unternehmungsgeist der Chicagoer Presse dem gartenstädtischen Publikum weißmachen kann! Trotzdem kann man vor der .Magie" de? Chicagoer Spitzbuben allen Respect haben. Ein großer Theil der lieben Deutschen in Chicago hat in den letzten Tagen im Geiste gar nicht in der Gartenstadt. sondern weit davon, im Park von Friedrichsruh geweilt, wo mehrere Dutzend der Ihrigen sich in dem riesigen Schatten des alten Bismarck berühmt möchten. Wenn Einer eine Reise thut," so kann nicht nur er, sonbrat manchmal auch Andere dabei al lerhand Neues erfahren. So habe ich mit Staunen gehört, daß eine biedere Chicagoerin dem Eisernen" erzählte, er habe in Chicago viele Tausende" junger Namensvettern. Da von habe ich in der That trotz meines eifrigen Studiums des neuen Chicagoer Adreßkalenders noch nichts gewußt; ich will aber nicht versäumen, wenn die betreffende Dame nach der Gartenstadt zurückgekehrt ist, sie darüber zu interviewen", vorausgesetzt daß ich ihren Namen, erfahre. Doch ich will in diesem Punkte nicht zu chicanös sein, man könnte es mir sonst als blassen Neid annehmen, indem ich seinerzeit, als ich im Sachsenwald weilte, nicht das Vergnügen hatte, den Ex-Reichsgewaltigen persönlich anzustaunen, dessen Freunde in der Gartenstadt ja in der That ziemlich zahlreich sind (wenn sie auch nicht seine Mahnung zur Einigkeit" sonderlich beachten, wie sich auch soeben wieder an den zwei verschiedenen Sedan-Festen kundthut.) Wenn Bismarck nur nicht den ihm verhaßten großen Häringsteich zu überschreiten brauchte, wäre er höchstwahrscheinlich schon lange einmal nach Chicago gekommen. Soweit die Eisenbahnen in Betracht kommen, hätte er ja die denkbar ausgiebigste Gelegenheit dazu. Wissen Sie auch, daß Chicago hinsichtlich der Eisenbahnen jetzt unstreitig die größte Verkehröstadt der Welt ist? ES kommen und gehen im Durchschnitt jetzt täglich hier 1352 Bahnzüge, und 23 Eisenbahnen haben hier Endstationen! Es ist ein merkwürdiges Zusammentreffen, daß. wie ich dieser Tage zusam mengezählt habe, auch die Zahl der Chicagoer Fried Höfe genau 23 beträgt. DaS Beste an denselben ist ohne Zweifel, daß kein einziger darunter innerhalb der Stadtgrenzen liegt, so eine wildwestliche", jungeGroßstadt hat doch auch ihre entschiedenen Vorzüge! J. R. Wie im tsilde Westen. Nicht allem in unserem wildenWesten, auch in den Hauptstädten des gesitteten Europa blüht noch die Räuberromantik. wie ein Ueberfall beweist, welcher dieser Taae auf daö Geschäftslocal derVankierfirma Jaffe & Comp. in Breslau gemacht wurde. DaS Geschäft befindet sich in einem der belebtesten Häuser Breslaus am Ring" und ist nur durch einen Hausflur von dem Droguengeschäst von Bernhard Jos. Grund, einem der größten seiner Art in ganz Deutschland, getrennt. In dem Droguengeschäst verkehrt unausgesetzt ein seh? zahlreiches Publi kum und auch der Hausflur ist fortdauernd durch das Hin- und Hergehen der zahlreichen Waaren zu- und abtragenden Haushälter der Firma Grund belebt. Trotzdem hatten die Räuber die Frechheit in daS Bankgeschäft einzudringen. In dem Gefchäfte befanden sich zur Zeit eS war 11 Uhr Vormittags dreiPersonen. von denen Einer aerade bai
Vörsentelephon benutzte, während ein Anderer die telephonisch gemeldeten Kurse notirte und der Dritte an den Geschäftsbüchern beschäftigt war. Man kann sich den Schrecken der drei Angestellten denken, als drei Kerle plötzlich durch die Hinterthür eintraten und mit erhobenem Revolver befahlen, ihnen sofort den Inhalt der Geldschränke zu übergeben, wozu sie auch . schon mit großen Säcken versehen waren. Der Dritte, an der Thür zur Straße ein dringend, versuchte die Vorderthür von innen zu verschließen, wurde aber von dem Buchhalter des Geschäftes muthig bei Seite gestoßen, so daß der Angestellte aus die Straße gelangen und Hilfe herbeirufen konnte. Sosort verließen die drei Räuber das Local. Die zwei nach hinten eingcdrungenen versuchten durch unauffälliges langsames Gehen die Aufmerksamkeit der nach Hunderten zählenden Menge von sich abzulenken, wurden aber von einem jungen Mann des Bankgeschäfts dem Publikum als die Räuber bezeichnet und dingfest gemacht. Bei dem Widerstande, den der Eine leistete, fiel er zu Boden und verletzte sich schwer an einem Dolchmesser, das er außer dem Revolver noch bei sich trug. Die beiden Verhafteten sind der Schlosser Gustav Münzer und der Buchbinder Geppert, beide aus Breslau. Der dritte an der Vorderthüre postirte Räuber entkam zwar in dem entstandenen Menschengewühl, ist aber schon Nachmittags gleichfalls ergriffen und als der Schlosser Oskar Lang aus Königsberg recognoscirt worden. Münzer ist eine große sehnige Figur, die beiden anderen kleine, blaß auSsehende Menschen. Das Verbrechen war von Münzer eingekeilet und die beiden anderen von ihm zur Theilnähme überredet worden. Von den beiden Chefs der Vankfirma, einer der ältesten Breslaus. befand sich zur Zeit einer im Seebade, während der andere an der Börse war und dort mitten im Geschäftsverkehr von dem Vorgefallenen, benachrichtigt wurde. Der Ueberfall ist dadurch erleichtert worden, daß die Hinterthür für Jeden offen stand. Neue Rettungsboote.
Dem Mettungswesen zur See hat der Dampf bisher nur sehr beschränkt dienstbar gemacht werden können. Rettungsboote dürfen eine gewisse Größe nicht überschreiten und weder Rad- noch Schraubendampfer vermochten bisher in der schwerstes Brandung das zu leisten, was ein Rettungsboot unter dem Druck der Ruder von einem Dutzend tapferer Seeleute überwand. Erst in neuerer Zeit, als man statt Rad und Schraube die Turbine als Triebkraft versuchte, ist die Möglichkeit, bei der Rettung Schiffbrüchiger . Dampfrettungsboote zu benutzen, größer geworden. Im December 1890 wurde das erste derartige Dampfrettungsboot von R. und H. Green in Blackwell der englischen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger geschenkt und bewährte sich bei den Probefahrten auf'ö Beste. Der Duke of Northumberland", wie es genannt wurde, ist etwa um ein Drittel größer, als die üblichen Rettungsboote, 15,24 Meter lang, 4.267 Meter breit und verdrängt bei einem Tiefgang von etwas über einem Meter 26 Raummeter Wasser. Er legte bei seinen Probefahrten eine Entfernung von 1600 Kilometer ohne die geringste Schwierigkeit zurück. Sein Triebwerk besteht aus einer Turbine von 76.2 Millimeter Durchmesser, die ihr Wasser durch eine Oeffnung im Boden saugt und durch zwei Ausgüsse in den Schiffsseiten sich desselben wieder entledigt. Das Rettungswesen zur See ist durch dieses Boot auf eine neue Bahn gedrängt worden. Es gibt eine ganze Anzahl von Unglucksfallen, wo bei weit in See vorkommendenSchiffsUnfällen die durch Menschenkraft fort bewegten Rettungsboote in entgegen stehendem Sturm und Brandung ihr Ziel nicht oder zu spät erreichten. Erfreulich xi es nun, daß die Erfolge des ersten Dampfrettungsbootes neuerdingS die Anregung zum Bau zweier Schwesterschlffe gegeben haben, der City of Glasgow", welches die Einwohner Glasgows der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger schenkten. und des Präsident van Heel", der nach Holland gekommen ist. Beide sind nach den Planen des berühmten Fachtbauers Watson in London gebaut und ein wenig langer und dreiter. als der Duke of Northumberland". Eine Dampfmaschine von 225 Pferdestärken bewegt zwei Turbmen, die 400 Umdrehungen in der Minute machen und den Schiffm eine Geschwindigkeit von 7,75 bezw. 3.2 Knoten geben, während der Duke of Northumberland" mit nur einer Turbine schon 8.15 erreichte. Die beiden Turbinen machen die neuen Dampfrettungsboote außerordentlich manövrirfähig; sie machen ohne Gebrauch des Ruders und nur mit einem rückwärtigen Ausguß arbeitend, in 5 Minuten 5 Sekunden einen vollständigen KreiS und diesen mit Hilfe des Ruders, wenn beide Ausgüsse voraus arSeiten, in 1 Minute 26 Sekunden. Von aller Kraft voraus bis zum Rückwärtsgang sind nur 20 Sekunden erforderlich. In schwerer See ist die Geschwindigkeit ebenso zufriedenste!lend wie an der gemessenen Meile; auch sind die Schleppversuche günstig ausgefallen. Die Schwimmfähigkeit der Boote ist durch 15 wasserdichte Abtheilungen gesichert, außerdem kann jeder Raum, der leck geworden ist, an die Turbine angeschlossen und das einströmende Wasser somit zur Fortbewegung benutzt werden. Ein besonderer Vorzug der neuen Boote besteht darin, daß sie sich durch die seitliche Ausmllndung eines Ausflußrohres seitlich von dem verunglückten Schiff wegdrücken können. Der Duke of Northumberland" kostete seiner Zeit $25,000, während die bedeutend verbesserten neuen Dampfrettungsboote nur je $17,500 kosten. .,. ,. .
Seebad-GeschichtltcheS.
Die Gewohnheit, der Gesundheit wegen oder aus irgend einem anderen Grunde ein Bad am Meeresstrande aufzusuchen, ist nicht so alt. wie vielleicht viele moderne Beamten-- oder Geschaftsmanns-Töchter glauben. Im Geaentheil scheint man früber im Allgemeinen nur Schauder davor emPfunden zu haben, sich in das MeerWasser zu tauchen; ein zwangsweises Eintauchen in dasselbe gehörte daher in mittelalterlichen Zeiten vielfach zu den Strafen für öffentliche Vergehen. Einzelne Ausnahmen hat es wohl immer qeqebenz'aber die Seebäder als allgemeinerer Brauch scheinen erst kurz vor 1750 in England aufgekommen zu sein. Damals veröffentlichte Dr. Richard Russell seine epochemachende AbHandlung über die heilenden Eigenschaften des Meerwassers. Er ar durch die Beobachtung, wie manche Küstenbewohner sich so gerne in der See badeten, das Meerwasser sogar tranken und Wunden damit auswuschen, darauf gekommen. Nicht nur durch seine Abhandlung, sondern auch durch die Erfolge, welche er bei seinen zahlreichen Patienten mit Seewasser erzielte, wurden Seebäder immer mehr Modesache. Noch viel neueren Datums ist das allgemeine Interesse an häuslichen Bädern, Süßwasser-Bädern sowie anderen. Die weitere Verbreitung der häuslichen Morgenbäder wird erst vom Jahre 1834 an datirt. Die internationale Regatta. Mit begreiflicher Spannung schen alle Freunde des Segelsports im In- und Auslande dem Verlauf und dem Ausgang der internationalen Regatta, welche soeben in den Gewässern von Sandy Hook ihren Anfang genommen hat, entgegen. Der Siegespreis ist der silberne Becher, welchen der amerikanische Schooner America" in der Wettfahrt um die Insel Wright am 22. August 1851 gegen eine ganze Flotte englischer Boote errungen 'hat und um dessen Wiedergewinnung unsere englischen Vettern acht Mal vergebens in der- Arena erschienen sind. Acht Mal bewiesen sie die charakteristische Ausdauer ihrer Rasse, die sich in dem Streben nach einem heiß begehrten Preise durch Nichts beirren ließen; und acht Mal kreuzten sie den Ocean, in der Hoffnung, mit dem Becher heunzukehren, allein jedesmal wurden sie geschlagen. In dem jetzigen Wettkampf ist Valkyrie III" von den Engländern dazu ausersehen, den begehrten Becher zu erringen, während Defender" denselben zu vertheidigen die Ehre hat. Valkyrie III". von dem trefflichen Schiffsbauer Watson construirt. ist Eigenthum des Dunra-ven-Syndicats, während Defender", ein Werk des 'berühmten Herreshoff, dem Trio von Millionären. W. K. Vanderbilt, E;-Commodore E. D. Morgan- und C. Oliver Jselin gehört. Welches Boot wird den Sieg davontragen? Bei der Beantwortung dieser Frage in einem dem amerikanischen Stolze schmeichelnden Sinne sind unsere Sachverständigen , nicht so prompt wie unsere Patrioten. Während die Letzteren den Sieg der amerikanischen Flagge mit unerschütterlicher Zuversicht erwarten, rechnen die Ersteren mit den Factoren, welche für den Erbauer der Valkyrie III." maßebend gewesen sind. Bei der letzten in ternationalen Regatta, welche vor zwei Jahren stattfand und in welcher Valkyrie II." unterlag, trug zu der Niederlage der Letzteren hauptsächlich der Umstand bei, daß dieses Boot mit Rücksicht auf das schwere Wetter gebaut war, das im Herbst gewöhnlich an der englischen Küste herrscht, während in den Gewässern von Sandy Hook, wo die Regatta stattfand, um diese Zeit in der Regel leichte Winde wehen. Solcher Gestalt war Valkyrie II." erheblich im Nachtheil und ihre Niederlage überraschte Niemanden. Auch waren vor zwei Jahren die Dimensionen von Valkyrie II.", ihre Leistungsfähigkeit u. f. w. hier genau bekannt, so daß bei dem Bau des amerikanischen BooteS mit bestimmten Factoren zu rechnen war. Anders liegen die Verhältnisse in diesem Jahre. Lord Dunraven hat Valkyrie III." speciell für das Segeln bei leichtem. Winde einrichten lassen und dieses Boot wie Defender" wurden fast zu derselben Zeit gebaut, so daß also HerreShoff nicht wissen konnte, welcher Art daS enalifche Boot sein würde. Aus den bisherigen Leistungen von Valkyrie III." läßt sich mit Sicherheit annehmen, daß sie bei leichtem Winde eine große Schnelligkeit erreicht, aber bei schwerem Winde nicht viel werth ist, da sie dann ihre Segel nicht tragen kann. Valkyrie III.- hat bei Wettfahrten in englischen Gewässern mit der Britannia" und Ailsa" in leichtem Winde ohne Schwierigkeit gesiegt, bei starkem Winde ist sie aber hoffnungslos zurückgeblieben. DaS Wetter wird also bei der diesjährigen Regatta voraussichtlich inen entscheidenden Einfluß ausüben. Soweit ihre Construction in Betrackt kommt, zeigen die beiden rivalisirenden Boote eme 'bemerkenswerthe Leichtigkeit. Der Defender" hat ein Gerippe von Stahl und unter der Wasserlinie Platten von Manganbronze, während die Platten über der Wasserlinie auS Aluminiumbronze bestehen. Seine Deckbalken bestehen abwechselnd auS Aluminium m S Stahl. Durch die Verwendung von Aluminium ist der Schwerpunkt des Bootes tief gelegt und vermag es deshalb verhaltnißmäßig mehr Segel zu tragen. Ihre Takelage ist ein Muster von Leichtigkeit. Valkyrie III." hat ein Gerippe von Nickelstahl mit Vlmplanken und nur ihr Bleikiel hat einen Kupferbeschlag. Ihre Takelage ist massiger als. diejenige dS Defender. wie-sie überhaupt ein schwereres Boot ist. Beides sind Kielboote, wäbrend
vor zwei Jahren ein sogenanntes Schwert- (centreboard) Boot den Becher gewann. Im Uebrigen sei hier hervorgehoben, daß die Veranstaltung einer internationalen Regatta sich in Laufe der Jahre zu einem Sport herausgebildet ; hat, den heut zu Tage sich nur noch Millionäre leisten können. Vor zwei Jahren kosteten die vier Boote, welche sich um die Ehre bewarben, den Becher" gegen die Engländer zu vertheidigen, nahezu $225,000 und zwar Vigilant" allein $125,000, während die Kosten der Yachten Colonia", Jubilee" und Pilgrim" zwischen $25,000 und $50,000 variirten. Auf welche Summe sich die Kosten der di?sjährigen Regatta belaufen werden, kann mit Genauigkeit wohl erst nach Beendigung derselben festgestellt wer den, doch wird dieselbe von Sachverständigen auf mindesten? 5250,000 geschätzt. Dieser Schätzung sind folgende Ausgabeposten zu Grunde gelegt: Kosten der Colonia" als Uebungöboot für die Bemannung des Defender" $10.(XX); Bau des Defender" $85,000; vier Garni-turen-Segel 525.000; EztraAusgaben für Beschleunigung der Construction $5000; Schleppgebühren $2000; Dockgebühren $2000; Masten etc. $10.000; Lohn. Kleidung und Nahrung für die Matrosen $30.000; Unterhalt eineö Tender $6250; Prämien für die Bemannung $5000; in Summa $180.250. Daö ist fürwahr ein kostspieliger Sport, bei welchem es sich außer der Ehre um einen silbernen Becher handelt, dessen Werth $250 kaum übersteigen dürfte. OolJnlande. Wie an manchen anderen Orten, so sind auch in White Pigeon, Mich., die Behörden angerufen worden, den weiblichen Stahlroß Dragonern den Gebrauch von Bloomers zu verbieten. Wie die dortigen Gegner dieses unschönen, aber praktischen Garderobeartikels behaupten, scheuen die Pferde,-wenn sie einer Dame in Bloomers ansichtig werden. D a S Granir monument, welches auf Anordnung der internationalen Grenzcommission zur Bezeichnuna der Grenzlinie zwischen unserem Lande und Mexico bei Tia Juana in SanDiego County, Cal., gefegt wurde, ist in Quicksand versunken und alle Versuche, dasselbe wieder zu erlangen, sind fehlgeschlagen. Aus diesem Grunde muß ein neuer Grenzstein errichtet werden. Rev. I. L. Andrew in Sioux Falls, S. D., welcher zwei Jahre lang als Pastor der dortigen Unitarier-Ge-meinde fungirt hat, ist mit der Gründung einer neuen Kirche" beschäftigt. Er will in derselben alle Leute verein!gen. welche einer sogenannten liberalen Religion huldigen, und seine Anhänger mit Vorträgen über Natur, Leben und die Bibel Unterbalten. Uncle Sams" ZolldienstDampfer werden in Zukunft sowohl die Zollflagge als auch diejenige der Ver. Staaten an ihren Masten tragen. Dies geschieht in Folge eines dahin gehenden Befehls deö Schatzamts-
Secretars, nach welchem die erstere Flagge durch Letztere ersetzt werden sollte. Dieser Befehl ist jedoch jetzt dahin modifizirt worden, daß beide Flaggen benutzt werden dürfen. Die Zollflagge wird am Vordertheile deö Dampfers benutzt. Diese Modifiztrung deö Befehls, welcher in seiner ersten Gestaltung bei allen Officieren des Dienstes einige Opposition fand, wizd allgemein gelobt. JnRewVorkistdie'ser Tage in der zweiten Instanz ein Urtheil gefällt worden, welches die Haftbarkeit der Hotelbesitzer berührt. Der Sachverhalt war folgender. Ein Geschäftsreisender NamenL Joseph Miroy, der Waarenproben im Werthe von über $100 bei sich führte, nahm im dortigen Central-Hotel Quartier. Dort machte er die Bekanntschaft eines Mannes, der sich Roberts nannte. Beide wurden miteinander befreundet, und Roberts besuchte den Geschäftsreisenden täglich in seinem Zimmer. Einst, alö Miroy abwesend war. ließ das Zimmermädchen des HotelS Roberts unbeanstandet in deS Ersteren Zimmer, und als der Geschäftsreisende heimkehrte, fand er, daß seine Muster verschwunden waren, ebenso Roberts ; der Letztere hinterließ weiter nichts als eine große unbezahlte Hotelrechnung. Miroy verlangte von dem Hotelbesitzer Schadenersatz, übertrug jedoch, da er nach England zurückkehren mußte, seine Ansprüche, und in dem darauf folgenden Proceß wurde zu Gunsten deS Hotelbesitzers entschieden. Hiergegen wurde Berufung eingelegt und der Fall an den Generaltermin verwiesen. Die Richter Giegerich und Bischofs stießen nun das Urtheil erster Instanz um und zwar unter der Begründung, daß, falls Hotelangestellte irgend Jemand unter irgend einem Vorwande Zutritt zu den Zimmern der Gäste gestatten, die Letzteren niemals ihresEigenthums sicher wären, da ihnen dasselbe jederzeit gestohlen werden könne. Demzufolge wurden die Besitzer deS Hotels zu Schadenersatz und in die Kosten verurtheilt. Ein Roman auö dem Leben wird äuS Lakeview. N. , gemeldet. Die 19 Jahre alte Clara Berdan, welche in der dortigen SeidenWeberei von Hand & Sohn arbeitet, ist nämlich nicht nur die Erbin von $25,000 geworden, sondern hat auch ihren seit 13 Jahren vermißten Bruder gefunden. Während Clara mit ihrem jüngeren Bruder seiner Zeit in ein Waisenhaus ausgenommen wurde, aina der ältere Bruder davon und jeder Verkehr war dadurch zwischen den Geschwistern abgebrochen. Bald nachdem der jüngere Bruder von einer Familie auS dem Waisenhaus genommen wurde, fand Clara Eingang in die Familie des Wm. Berdan in Lakeview, wo sie als Kindermädchen diente und wie zur Familie gehörig behandelt wurde, so daß sie ibren ricbtiaen
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Namen Hurst fallen ließ und den Namen Berdan annahm. Etwas älter geworden erhielt sie Beschäftigung in Hand's Weberei und hatte dabei keine Ahnung, daß von ihrem älteren Bruder resp, anderen Verwandten alles Mögliche aufgeboten wurde.ihren Auf enthalt kennen zu lernen. Das Wiederfinden der Geschwister klingt um so romantischer, als Frank Hurst, der altere Bruder, mehrere Monate hindurch in der Nähe von Lakeview als Aufseher bei der Ausführung von Eifenbahnarbeiten thätig war, fast täg lich Clara sehen, aber doch nicht als seine Schwester erkennen Konnte. Die Wiedererkennung erfolgte erst, als Frank in einem Gespräch über seine verschwundene Schwester klagte, und diese plötzlich selbst leibhaftig vor ihm stand. Noch größer wurde die Freude, als der Bruder der Schwester mittheilte, daß die Großmutter ihr etwa $25.000 vermacht hatte. i Den nusUmZk. Gin reizendes Genre bildchen auS dem Ober-Gymnastum von Modica: Ein nicht zum Examen zugelassener Primaner. Giosue Sofia versetzt seinem Ordinarius Bergomini einen wuchtigen Stockhieb über den Kopf; aber der würdige Docent kommt nicht aus der Fassung, er zieht den Revolver und fchießt auf den angehenden Bruder Studio, trifft ihn aber nicht. Auf Veranlassung des Staatsanwalts wird der Primaner sofort verhaftet. Statt auf die Universität wird er flch nunmehr auf den Brigantaggw vorbereiten können, wobei er bei seinem Ordinarius Unterricht im Pistolenschießen nehmen kann. Um den Schrecken der Fremdenlegion zu entgehen, hatte ein m Naumburg geborener ehemaliger Glasergeselle ein Vergehen begangen, wegen dessen er sich vor dem Schöffengericht in Hamburg zu verantworten hatte. Nachdem er in Algier und Tonking 'die größten Entbehrungen durchgemacht hatte, desertirte er von Tonking mit 15 anderen Deutschen. Er schlug sich bis Marseille durch und hier schlich er sich auf den Rath eines schwedischen Matrosen an Bord des im Hafen zur Abfahrt nach Hamburg bereit liegenden ideutschen Schiffs Neapel- und versteckte sich dort. Als daS Schiff in See war. kam der blinde Passagier zum Vorschein. Wegen des hierin liegenden Betrugs zum Nachtheile der Rhederei war der Unglückliche angeklagt und wurde zu einer Gefänznißstrafe von fünf Tagen verurtheilt, die für verbüßt erklärt wurde. Der Angeklagte nahm diese Strafe hocherfreut an; in die Fremdenlegion kehrt er sicherlich nicht zurück. I n dem sardinischen Dorfe Desulo ist 'dieser Tage ein alter Freiheitskämpfer gestorben, der amtlich längst todt war. Francesco Piras. so hieß der Tapfere, der sich selbst überlebt hat. kämpfte am 24. Juni 1859 bei S. Martino gegen die Oesterreicher und wurde schwer verwundet. Während er im Spital zu Brescia lag, aus dem er nach sechs Monaten geheilt entlassen wurde, theilte 'das KriegsmZnisterium dem Bürgermeister von Desulo mit, daß de? von dort gebürtige Soldat Francesco PiraS bei S. Martino gefallen fei. Dieses amtliche Erkenntniß hat dem armen Piras das Weiterleben sehr erschwert; man wollte nicht nur im Jahre 1886 auf dem Denkmal der für's Vaterland gefallenen Sarden zu Cagliari auch seinen Namen verewigen, sondern man wies ihn auch, wenn er auf Grund seiner kriegerischen Thaten um Pensionen und VeteranenUnterstützungen bat, mit dem Bemer ken ab, daß er keinen Anspruch darauf erheben könne, da er seit 1859 im bessern Jenseits lebe. So hat denn Piras. nachdem er sich erst vor wenigen Jahren verheirathet hatte, schließlich vorgezogen, wirklich in's Jenseits hinüberzugehen, . wo er amtlich längst hingehörte, und hinterläßt eineWittwe mit einem vierjährigen Knaben in sehr gedrückter Lage. Tish-1- Slingo! Fabrizirt von A. Steffen, 220 O. Washington Str. TeledbonNo. 1600. Fragen Sie Ihren Grocer nach
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