Indiana Tribüne, Volume 18, Number 346, Indianapolis, Marion County, 2 September 1895 — Page 2
Jndiana Tribüne.
Erscheint Täglich uud Sonntag. Die tägliche, Tribüne kostet du.-ch den TrSger 12 CentS per Woche, die eonntagö,Trtbüne-I CktZ per Woche. Beide ,usamr 15 Cent ode? es Cent? per VIonat. Per Post außerhalb der tdt zugeschickt tu Vorausbezahlung Z? per fJar. Gfficat 18 Tüd Sttabama Straße. Indianapolis, Ind., 2. September '95. Der Graf von Seine. Der Polizei von Budapest ist eZ getagen, 'die Urheber eines großenPostdiedstahls, der im Jahre 1884 verübt wurde und bei nxlchem die Summe von 250.0(0 Gulden in die Hände der Diebe fiel, zu ermitteln und die Hauptschuldigen, den Mrth Csombor in genannter Stadt, sowie Joseph Szupiszics, den Grafen von Selve", zu verhaften. Ueber 'die Verhaftung des Letzteren, welche auf der dalmatinischen Insel Seloe erfolgte, hat der Budapest Stadthaupdnann Berezy einen interessanten Bericht erstattet. Unter seinem Commando war ein Detachcment Polizei mit einem Separatdampfer um Vtttternacht auf der Insel Seloe gelandet, worauf vorläufig ein Mann mit zwei Gendarmen an's Land geschickt wurde, um nachzusehen, ob Szubiszics zu Hause sei. Joseph Szupiszics bewohnte auf der Insel ein höchst elegant eingerichtetes fiau3, 'das beinahe die Bezeichnung eines .Schlosses", welche demselben die Bewohner der Insel gaben, verdient. Der Schloßherr nannte sich Conte Giuftppe Szupiszics. Die Gendarmen requirirten die Hilfe des dortigen G:ttdarmeriepostens. Mittlerweile wartete die Commission auf dem Dampfer noch auf das verabredete Zeichen, welches das Resultat der Recognoscirung mitcheilen sollte. Nach einiger Zeit sah man vom Dampfer aus, 'daß sich vom Lande her eine Barke, mit einem Manne besetzt, dem Schiffe nähere. Die Commission war über 'den Zweck dieses nächtlichen Besuäs an Bord sehr b:unruhigt, weil man mit Recht vermuthete, daß Szupiszics einen constanten Sicherheitsdienst um seine Person unterhalte. Um jeden Verdacht zu beseitigen, gab man 'den Männern der Barke die Auskunft, daß Mitglieder der Phylloreracommission aus Zara an Bord seien, welche am nächsten Tage die Weingärten der Insel besichtigen würden. Thatsächlich befand sich, wie man später erfuhr, in der Barke der Secretär des Grafen" von Selve. Zwei Stunden lang wartete die Commission; endlich ertönten drei langgezogene scharfe Pfiffe, das Zeichen, daß Sziiszics sin der Gewalt der Gen.darmen sei. Als diese beim Schlosse de Dalmatiner Joska" unter diesem Namen war Szupiszics in Budapest bekannt gewesen angelangt waren, klopften sie energisch an ein Parterrefenster. Szupiszics erschien an einem Fenster des ersten Stockwerkes und fragte nach dem Grunde des nächtlichen Besuches. Die Gendarmen erwiderten, er möge nur herunterkommen, man habe ihm eine Zuschrift in seiner Militärangelegenheit zu übergeben. Er erwiderte, er komme gleich; doch verging geraume Zeit, bis er erschien, u'id die Gendarmen hörten aus einem Parterrezimmer ein verdächtiges Geräusch, wie wenn ein Schlüssel in ein Schloß gesteckt würde. Endlich erschien Szupiszics vollkommen angekleidet und nun forderten ihn die Gendarmen auf, mitzukommen, welcher Aufforderung Szupiszics ohne ein Zeichen der Ueberraschung nachkam. Als ihm in der Gendarmeriekaserne der Untersuchungsrichter mittheilte, daß er verhaftet sei. erschrack er anfänglich, faßte sich aber rasch und verlegte sich auf's Leugnen. Er erzählte die schon bekannte Geschichte, wie er im russischtürkischen Kriege als Barkenführer und Schmuggler sich Geld erworben. Doch als man ihm mittheilte, daß sein Genosse Csombor in Haft sei, legte er ein Geständniß ab. In einem Schranke im Hause fand man 70.000 fl. in Geld und Papieren. Er hatte den Schlüssel in den Kasten aesteckt in der Hoffnung, seine Frau werde das Geld recbt,eitia bei Seite schaffen. Als er am nächsten Morgen zum Schiffe transvortirt wurde, um in's Gefänaniß gebracht zu werden, folgte ihm ein Zug weinender Frauen und Kinder. Man trachtete, ihm den Saum seines Gewandes zu küssen und rief ihm zu: Felice ritorno! (Glückliche Rückkehr!) Szupiszics war nämlich der Wohlthäter der ganzen Insel. Er gewahrte der . Bevölkerung Darlehen zu sechs Procent, besonders den Männern. die im Auslande, zumeist in Amerika Erwerb suchten, gab er Reisevorscbüsse. Daber kommt es. dan die Bevölkerung der Insel. 300 bis 400 Köpfe stark, jetzt fast ausschließlich aus Zsrauen uird mdern oesteyt. Das Vermögen des Verhafteten, vor Allem seine Güter auf den Inseln Selve und Umbo, sowie seine Häuser in Zara wurden mit Beschlag belegt. Pariser Weltausstellung lßCO, Der qroße Erfolg, den die Ausfiellungs - Bonds" im Jahre 1889 errunaen. hat 'die Wiederholung dieser Em richtung für 1900 von vornherein als Grundbedingung erscheinen lassen. Nun ist es aber dem durch allerlelCom brnationen in Paris wohlbekannten Mr. Oller, dem Schöpfe? des französischen Totalisators und Director verschieden Tingel - Tangel, daran gelegen, der Sache eine weit größere Aus dehnuna zu aeben. Er schlägt zunächst vor, anstatt der für 'die Ausstellung nothwendigen 60 Millionen Francs für 150 Mlllwnen Bonds auszugeben Es würden vom 1. Mai 1896 ab 1.500.000 Bonds zu je 100 Francs von der Stadt Paris ausgegeben, die bis zum 1. November 1897 in Raten von 20 Francs einzuzahlen sind. 5to
ver Bond würde zunächst zur Theilnähme an einer Lotterie und an einer Tombola berechtigen, deren Gewinne sich auf zehn Millionen Francs beliefen, ferner zu dreißig Eintrittskarten in die Ausstellung im Werthe von je einem Franc, zu zwanzig Ausgabenbonds zu einem Franc und sechzehn Reisebonds zu fünf Francs. Außerdem sollen dann die hundert Francs bis 1917 durch Tilgungen zurückbezahlt werden. Was die Reisebillets anbelangt, so sollen dieselben von den Gesellschaften für alle Züge aus 'der Provinz nach Paris und in Paris auf allen Bahnhöfen für die französischenNetze angenommen und mit 50 Procent Rabatt an der Ausstellungskasse eingelöst werden. Die Bruchtheile von 5 Francs müssen in Baargeld bezahlt werden. Da man für 120 Millionen Reisetickets ausgeben würde, so erhielten die Gesellschaften noch etwa 5 Procent in Baar. Da außerdem nach den gesammelten Ersahrangen 4 Procent verloren gehen, so würden sie 53 Millionen bei der Aussiellungs lasse zu erheben haben und mithin mit . den sechs Millionen in Vaareinnahme 64 Millionen erhalten. &k würden also nur einen Rabatt von 45 Procent'anstatt 60 Procent, die sie bei den Verqnügungszllgen geben, zu gewähren, haben, mithin einen essectiven Nutzen durch diese Maßregel erzielen. Die Ausgabenbonds sollen von den ?oncessionSinhabern innerhalb öer Ausstellung an Zahlungs statt angenommen und 'bei der Ausstellungskasse mit einem Rabatt von 10 Procent ein-
elöst werden. Man hofft, durch die Ausgabe dieser Art Papiergeld die Beucher 'der Ausstellung zu größeren Ausgaben zu veranlassen. Damit aber ist es Herrn Olle? immer noch nicht genug und er hat einen neuen Plan ausgeheckt, um den Graisbesuch der Pariser Theater zu ermöglichen. Ev hat zu diesem Zwecke ich mit 25 seiner Berussgenossen, die 37 Theater und Vergnügungslocale eiten, und zusammen über 51,800 Plätze verfugen, in's Einvernehmen geetzt, um an den Generaldirektor der Weltausstillung, Herrn Picard, das Ersuchen zu richten, zu den Reise- und Ausgaben-Tickets auch noch Theaterbillets für die Dauer 'der Ausstellung hinzuzufügen die den Bühnenleitern mit zehn Procent Rabatt zurückgezahlt würden. Diese Combination wird für 'alle Welt sich vortheilhaft gestalten führt Herr Oller auö. Ebenso für die Theaterdirectoren, die in ihr das einzige Mittel sehen, die Concurrenz der Ausstellung zu ertragen, wie für die Verwaltung 'der Ausstellung, die einen Reingewinn aus 'den nicht benutzten Tickets und aus dem ihr zugestandenen Rabatte z:ehm wird, und vor Allem für die Besitzer 'der Tickets, die dieses Papiergeld leichter als baare Münze ausgeben würden, um so mehr, als sie die Aussicht haben, ihr eingezahltes Capital späte? zurückzuerhalten. Die große Mebrheit der Pariser Theaterleiter stimmt m der That mit Herrn Oller in dieser Anschauung überein und nur einer derselben, Herr Floury, Director des Feerien- und Ausstattungstheaters Chatelet. hat sich entschieden gegen 'das Project Oller's ausgesprochen, indem er behauptet, daß die guten Theater während der Ausstellung ohne jeden finanziellen Kunstgriff die besten Geschäfte machen und somit mcht nothig hätten, einen Rabatt zu gewähren. Alaskas Platina.Netchthum. Welche Sckäde unser nordisckes Territorium Alaska unter der Erde birgt, davon hat man erst in den letzten paar Iahren einen ricktiaen Begriff bekommen, und gerade jetzt cyeint es, als ob Alaska auch noch berufen wäre, als Vlatina-Land eine bedeutende Rolle zu spielen. wäre dies von größter Wichtig keit. wenn es als unaescbmälerte Tbatfache festgestellt würde. Dieses Metall hat zur Aeit einen Wertb von $7.50 bis $8.50 pro Unze, und bis legt kommen vier Fünftel alles tn den Markt gelangenden Platinas der Welt aus den hydraulischen Bergwerkendes urai-seoirges rn Nußland. Die einzige sonstige Versorgungsquelle von ewiger eveutung sind die Gold-wäscherei-Districte am Pintofluß in der Republik Columbia (CentralAmerika); von oott kommen etwa 15 Procent der gesammten Platina-För-derung. Sehr geringfügig sind die Quantitäten, welche man in Hayti, Brasilien, Peru, Australien und Indien, findet, ebenso 'das Bischen Platina in verschiedenen Theilen der Ver. Staaten, besonders in den Goldgegenden der Küste des Stillen Oceans. Die Ver. Staaten müssen jährlich etwa 2000 Pfund Platina aus Ruß. land importiren. was also, nach dem erwähnten Werthverhältniß, schon etwa $300.000 ausmacht. Nun heißt es, daß am Yukonfluß in Alaska, und villeicbt auck anderwärtS daselbst, 'Platina in Mengen eristirt, welche eine Ausbeutung reichlich lohnen würden. Wie meistens anoerwarts, kommt auch in Alaska dieses Metall mit Vorliebe in Verbindung mit freiem Golde in Placer"Minen vor. Scbon vor Tlahitn sän den Goldgräber an den verschiedenen Strömchen des Jukon - Flußbeckens Spuren davon. vernackläMaten dieselben aber schnöde, sahen sogar diese meinen, kugelförmigen oder würfen gen Massen in den Goldlaaern leb ungern. Diese Geringschätzung oder eracymng ericyemt kaum begreiflich da dock wenigstens mancbe diesei Leute wissen mußten, was für ein schaJ hier vor ihnen lag. In den letzten Jabren ist die Nack frage nach Platina' das hauptsächlich im uwelkersaescbaft. bei der erttel lung chemischer Apparate und last mir not least! et der Fabric! runa elektrischer Glüblickter seb hr schätzenswertb ist. beständia aestieaen n. I" ' , j j j ..t i::r: x i cn."ti:r Iuuu iimiuuu uuuj un uciyuuni dazu der Preis. Es ist nickt an be iß
zweifeln, daß bei größerem Angebot .
und entsprechender Billigkeit dieses wunderbar harte Metall (das man vor etwa 50 Jahren in Rußland gerne der Welt als Haupt-Geldmetall aufgedrängt hätte) noch viel ausgedehntere Verwendung finden wurde. Wenn L , tfYt r rs. nun Die Pialina-aaer rn Alaska wirklich den neuerdings an sie geknüpften Erwartungen entsprechen, so mögen sie sich als ebenso werthvoll erweisen, wie die dortigen Goldminen, und Manche sprechen schon davon, daß die Ver. Staaten nicht nur ihren ganzen Platina-Bedarf von Alaska aus decken, sondern auch noch große Quantitäten ausführen konnten, zum Verdruß der Russen. Doch das muß einstweilen dahingestellt bleiben, obwohl schon die nächste Zukunft Klarheit darüber bringen sollte. Rast alelchzeltla mit den obigen Nachrichten kommt übrigens auch die Kunde, daß man im südöstlichen Alaska jüngst Asbest ersten Ranges in sebr bedeutenden Mengen entdeckt habe. womit die Aussicht, daß die sündige Welt sobald verbrennen konnte, wieder um einige Procent vermindert würde. Steinwerk gegen Metall. Ein Fachrgan macht darauf aufmerksam, daß in der Verwendung von Metall zu Bauzwecken, wofür man einige Jahre lang so ungemein chwarmte, neuerdings wieder eine theilweise Reaction eingetreten sei. Diejenige amerikanische Bahngesell schaft, welche als die technisch fortschrittlichste und maßgebendste gilt. die Pennsylvania-Bahn nämlich, hat in der letzten Zelt im Brückenbau vielfach, wenn Erneuerungen nöthig waren, das Metall wieder abgeschafft und die Steinmaurerei bevorzugt. Eine ähnliche Richtung macht sich anderwarts namentlich rm Brückenbau bemerklich, so auch in Europa. Man hat gefunden, daß die Steinmaurerei in vielen Beziehungen doch auf die Dauer die billigste und beste ist. Bebaupten wird sich das Metall immerhin; aber die Tage der Steinbrücken und anderer Sternbauten sind noch lange nicht vorüber! , ,, Die Sklaverei in lbesslnien Zur Sklavenfrage in Abessinien lacht der Missionar Flad in Kornhal bei Stuttgart die folgenden Mitleilungen: Campi nannte kürzlich in n italienischen Kammer den König Rtr.tlit einen Sklavenhändler. Ohne ro:iel hat der Redner in seinem !edesluk nicht den ricktiaen Ausdruck gesunden und wollte anstatt SklavenHändler Sklavenhalter" sagen. Die abessinische Kirche erlaubt, Sklaven loszukaufen und ne.obne vorberaebenden Unterricht, durch die Taufe zu abessinischen Christen zu machen; sie verbietet aber, solche wieder zu verkaufen. Wenn ein König, ein General, ein Soldat auf einem Kriegszug gegen Die lsallavolker mehr menschliche Beute macht, als er für sich bedarf, so kann er sie Verwanden undFreunden schenken, die sich dafür erkenntlich erzeigen, aber verkaufen darf er sie nicht. Die Sklavenhändler in Abessinien. wie überhaupt in Afrika, sind die Mohameoaner. Diese haben ihre lebendige Waare aus den sehr bevölkerten Gallaländern im Süden von Abessinien. Gudern. Tuloma. Kuttai. Enavea. Guragun, Kambat, Kaffa u. s. w. Was aus dem Transport nicht zu Grunde geht, wird in großen Karawanen durch Abessinien nach dem Sudan gebracht, dort verkauft und ourcy andere Mohamedaner bis nach Egypten, Tripolis, Tunis u. s. w. gevracyt. isin nicht unbedeutender Theil wird durch Mekkavilaer nack Arabien geliefert. Fast jeder aus dem Sudan kommende Mekkapilger hat einen Sklaven, gewöhnlich einen Knaben, und eine Sklavin, ein Mädchen von 12 18 Jahren, zu seiner eigenen Bedienung bei . sich, die er, sobald er den arabischen Boden betreten hat, versilbert. Der Gewinn deckt ihm gewöhnlich seine Reise-Auslagen. Könia Theodor hatte, wie mir sein Sausvogt sagte, über 1000 männliche und weibliche Sklaven. König Menelik wird deren noch eine viel größere Anzahl besitzen, indem die schoanischen Könige von jeher sehr eitel darauf waren, eine recht große Anzahl Sklaven zu halten. Jeder abessinische Fürst. General. Soldat. Kaufmann. Bauer. Priester und Handwerksmann hält je nacy Aermogensverhaltnlssen einen oder mehrere Sklaven, welche die gewohnlichen Arbeiten zu verrichten haben, die z. B. mahlen, backen, kochen. Holz herbeischaffen. Bier und Honigwein bereiten, das Feld bestellen, das Vieh-, die Reit- und Lastthiere besorgen. Ale besseren und feineren unter ihnen werden zur Bedienung der Herren und Damen verwendet. Im Jahre 1857 starb in Gondar ein mir bekannter abessinischer Kaufmann, Kidane Mariam. der 3000 Sklaven. Kinder nicht eingerechnet, hinterließ. Vor seinem Tode schenkte er Allen die Freiheit, der einzige seit 40 Iahren bekannt gewordene Fall. Gewöhnlich ist das Loos der Sklaven ein sehr trauriges. Stirbt der Eigenthümer,' so wird der Sklave wie Geld und Gut vererbt und muß zeitlebens harte Arbeit verrichten, bei unwürdiger, entehrender Behandlung. Alle Männer und Frauen Europas sollten ihre Stimme erheben, damit diesem schändlichen Menschenhandel, dieser Erniedrigung menschlicher Wesen unter das Thier in Abessinien ein Ende gemacht wird. Der wortbrüchige Köniq Menelik hat schriftlich der Anti-fklaverei-Gesellschaft iij London das Versprechen gegeben, den Sklavenhandel in seinem ganzen Reiche aufzugeben. Er hat sein Versprechen nie eingelöst. Im Gegentheil holt er sich seinen und seiner Soldaten jährlichen Bedarf an Sklaven in den südlichen Nachbarländern der Gallas. Die Sklavenkarawanen zählen ost 300 500 Ködie. wie ick mit eigenen Augen
gesehen habe. Manner, Frauen. Mädchen. Knaben und Kinder. Diesen gestattet Menelik freien Durchzug durch fein Land und nimmt von jedem Kopf eine bedeutende Eingangs-, Durch-gangs-unö Ausgangssteuer, je nach Verhältnissen mehr oder weniger.
Immerhin bringt dieser abscheuliche Menschenhandel den sich .christlich nennenden Königen von Abessinien bedeutende Einnahmen. Nach Matama und Semar werden (sehr niedrig geschätzt) jährlich 3000 4000 Sklaven aus Abessinien aus den Markt gebracht. 2000 wurden früher in Massaua nach Arabien verschifft; das hat, seitdem Massaua im Besitz der Italicner ist. aufgehört. Unter diesen armen Opfern befinden sich meist viele christlich geborene Abessinier. die beim Durchmarsch durch Abessinien von den Sklavenhändlern gestohlen werden. Auf meinen Reisen durch den egyptiIchen udan begegnete ich mehreren Fällen; aber nur bei einem gelang es mir, ihm seine Freiheit mit Hilfe der egyptischen Regierung wieder zu verschassen und ahn m seine Herniath zurückzusenden. Nimmt man an, daß ein Theil der armen geraubten mensch lichen Waare auf dem Transport zu Grunde geht, welch namenloses Elend entfaltet sich vor unsern Augen. Hätte England 1863 Abessinien annectirt. so wäre diese Quelle des Sklavenhandels verstopft gewesen. Es ist heilige Pflicht Europas, Italien zu unterstützen, um der Mißwirthschaft in Abessinien und dem Sklavenhandel ein Ende zu machen. Alle Gallavölker. deren Fleisch und Blut künftig nicht mehr geraubt und verkaust werden kann, werden sich dankbar erweisen, und Italien wird den Ruhm gewinnen, daß es ein Großes beigetragen haben wird, den Sklavenhandel aus der Welt zu schaffen und die reichen und gesunden Gallaländer bis zu den großen Reichen 'von Kaffa und Enaova der europäischen Cultur zu erschließen. Die Gallaländer bergen Reichthümer ii sich, wovon man in Europa keine Ahnung hat. Parteien in Brasilien. Vor einiger Zeit hatte in verschiedenen Zeitungen die Mittheilung Eingang gefunden, daß in Rio nach der Bestattung des Marschalls Florians Peixoto eine Erhebung der MilitärPartei gegen den Präsidenten Prudente Moraes im Werke gewesen sei. In brasilianischen Blättern haben wir vergebens nach einer Bestätigung dieser Nachricht gesucht, und von Rio kommende Reisende versichern, daß daselbst weder vor noch nach dem Begräbniß Floriano's Anzeichen von einer beabsichtigten und unterdrückten Erhebung zu bemerken waren. Von einer Militärpartei im politischen Sinne kann man eigentlich nicht reden. Wenngleich jede Regierung in Brasilien mit dem Militär als einem gewichtigen Factor im Staatsleben wird rechnen müssen und die jetzige thut es vollauf . so gibt es doch eine politisch organisirte Militärpartei nicht, und die Parteiunterschiede, die im öffentlichen Leben sich herausgebildet haben, ragen bis in die Armee und Marine hinein. Soweit in dem Parteigetriebe eine Scheidung nach Prinzipien erkennbar ist, sind zwei Parteien vorhanden: . die föderal-republikani-sche und die constitutionell-republika nische (partillo repudlicauo kecteral und partido republicano constitu cional). Die föderal-republikanische Partei hält an der Republik in der Form der nord-amerikanischen mit dem einzig verantwortlichen Präsidenten, wie sie in der Verfassung begründet ist, fest; die constitutionell-republi-kanische Partei erstrebt ein parlamentarisches Regime mit vor den Kammern verantwortlichen Ministern, wie in der französischen Republik. Das ist das unterscheidende Princip, das indessen durch persönliche ' und landsmannschaftliche Gegensätze, Eifersüchteleien und Nebenbuhlerschaften vielfach verdunkelt und verschoben erscheint. Die . constitutionell-republikanische Partei ist besonders in den Staaten Bahia und Pernambuco stark, und die Reibungen zwischen dieser Opposition und den dortigen Governadoren haben leider schon zu blutigen Conflikten geführt. Von der föderal-republikani-schen Partei sind scharf getrennt zu halten die sich Föderalisten nennenden Aufständischen in Rio Grande do Sul. Sie nahmen diesen Namen an, als Elemente der verschiedensten Art nach dem Staatsstreich Deodoros sich zu einer Erhebung gegen diesen und zugleich gegen den damaligen Präsiden ten des Staates Julio de Castilhos. der es jetzt wieder ist, vereinigten. Die Reste jener großen.einst gegen Deödoro gebildeten Föderation, die heute noch im Felde stehen, folgen der Leitung von Silveira Martins, dem beredtesten Anwalt des parlamentarischen Regimes, und ihr nächstes Ziel ist die Beseitigung von Julio de Castilhos und die Herrschaft über Rio Grande do Sul. Insofern sind diese Föderal!sten als eine locale Fraction zu betrachten. Sie hängen jedoch durch viele Fäden mit der constitutionell-republi-kanischen Partei zusammen, deren Sympathien sie sich erfreuen. Das Militär hat keine Ursache, mit ver gegenwärtigen, Regierung unzufrieden zu sein. An der vom vorigen Congreß beschlossenen bedeutenden Solderhöhung wird nicht gerüttelt. rc . n . im , , , -. viinc ilaric Mlnorilar oes senais wünschte, die Effectiv stärke des Seeres auf 24.000 Mann .herabzusetzen, die . t- r -uimyium uu war jo painoiija) es bei den von der Regierung beantragten und von der Deputirtenkammer bewilligten 23.000 Mann zu lassen. Der Kriegsminister Vasques, den der Präsident der Republik kürzlich vom General zum Marschall be fördert hat. besitzt das Vertrauen der Armee. Meerschaumpfeifen, lange deutsche Pseisen, Elgarrenspitzen ze., bei Wm. Mucho, 199 v? Washington Str.
Pariser Augusttage 1&70
Von Siegfried BaUin. Wenngleich das Wörtchen chauvin" schon längst vor der Kriegserklärung Frankreichs an Deutschland gemünzt war, mit den Julitagen des Jahres 1870 ging eS eigentlich erst so recht in das Fleisch und Blut der Pariser über. Wer es nicht selbst miterlebt hat, der kann sich kaum eine Vorstellung machen, von welch' unglaublicher Selbsiüber zcbung die Bewohner des ..Herzens von Europa" zu jener Zeit befallen waren; hre kindliche Eitellcit wurde noch von ihrem, einer krassen Unwissenheit entprossenen Unbekümmertjein übertraf fen, das mit Geringschätzung vom feinde sprach und durch welches die Meinung von einem Spaziergang nach Berlin" entstand. JeneS SlchcrhcUsqefühl, in welches sich die Pariser einwiegten, ließ auch anfänglich gar nicht jenen Deutschenhaß aufkommen, der sich später so ungczügelt entwickelt hatte. Als sich kurz nach der Kriegserklärung die in Paris lebenden deutschen Reservisten, eine Legion an der Zahl, ihrer Einberufung ordre folgend, zur Abfahrt auf dem StraßburgerBahnhos remigten, und in Ueberschwang der Begeisterung manch' kernhast deutsches Wort sich von den Lippen löste, ließ man dieses ruhig gewähren; ein mitleidiges Lächeln war höchstens da und dort der den zugunen den Parisern bemerkbar. Aber bald kam eS ander! Die französischen Garden waren zur Grenze abgegangenzunterdem Schlacht ruf Berlin" zogen die mit den histo nschen Bärenmützen schwer belasteten Grenadiere von einer vieltausendköpfi gen Menge begleitet zum Bahnhof, nur die zumeist aus Elsässern rekrutirte Garde de Paris war zur Sicherheit der Hauptstadt zurückgeblieben. Diese Garden mit ihren zinnoberrothen Uni formsaufschlägen waren beim Mob sehr gefürchtet, weil sie mit größter Rücksichtslosigkeit ihres Dienstes walte, ten. Obwohl nicht auf die Wahlstatt geschickt, sollten sie doch bald in Paris selbst blutige Kämpfe zu bestehen ha ben. Als ich am Morgen des 5. August die Wohnung verließ und meinen Weg nach den großen Boulevards lenkte, sah ich schon in den Seitenstraßen, wie geschäftige Hände die Trikolore aa den Fenstern befestigten und dreifarbige Flaggentucher über die Straßenbreite spannten. Bange Ahnungen bemächtigten sich meiner, es mußte etwas Entscheidendes vorgefallen sein. Im Cafe de la Terrasse, dem. damaligen Sammelpunkt der Deutschen, herrschte eine gedrückte Stimmung. Nur die Kellner eilten mit hämischem Frohlocken bald hier, bald dort hin, allüberall die Kunde von der vernichtenden Niederlage der Deutschen verbreitend. Kronprinz Friedrich WilHelm ist gefangen, mit ihm an 40.000 deutsche Soldaten, der Krieg wird bald zu Ende sein," so ging es von Mund zu Munde. MitÜerweile wurde es draußen auf den Boulevards immer bunter und lebhafter. Nie wieder habe ich in so kurzer Zeit eine Stadt sich so herrlich schmücken sehen, wie an diesem Tage. Vom höchsten Dachfirst bis zur ebenen Erde war alles über und über mit Fahnen und buntem Zierrath bedeckt, dieses konnte nur Dank einer rechtzeitigen? Vorbereitung gleich wie durch Zauberkraft entstehen. Das Volk feierte Orgien der Begeisterung. Der Brauseton der Marseillaise durchdrang die Lüfte, an allen Straßenecken wurden patriotische Reden gehalten und als man der damals so beliebten Sängerin Fräulein Saß von der komischen Oper in einem Miethwagen gewahr wurde, ließ man sie nicht weiter fahren, sondern drückte ihr ein Tricolore in die Hand und ein vieltausendstimmiger Chor stimmte ber dem Refrain ihres Marseillaisevortrages mbelnd mit ein aux armes citoyens". Ueberhaupt wurde jener Kriegsge sang bei jeder Gelegenheit, an passen den und unpassenden Orten gesungen. Zu einem wirklich fortreißenden Mo ment gestaltete sich jene Ovation während der Aufführung der Stumme von Portici" in der großen Oper, wo Masaniello seine Zuhörer mit der Marseillaise in geradezu wahnwitzige Erregung versetzte. Unter den Börsenmännern, die sich zur MittaAstunde versammelten, liefen indessen eigenthümliche Gerüchte umher, die sich auch unter das StraßenPublikum verbreiteten. Die vorliegen den Privatdepeschen waren nicht mehr mit den officiösen Verlautbarungen übereinstimmend. Schon Mancher begann die Siegesbotschaft zu bezwei feln, was aber durchaus nicht nach dem Gefchmacke des bereits siegesbetrunkenen Pöbels war. Eine unHeimliche Menschenmenge, die nichts Gutes erwarten ließ, umlauerte den Börsenpalast; Zurufe, wie Lügner, Verräther, Banditen wurden vernehmbar. Da. wie auf ein Signal, stürmten die Massen das Gebäude und richteten arge Zerstörungen unter den Cllinder hüten der Börsenbesucher an. Trok dieser niederschlagenden Ar gumente verlor) die Glaubwürdigkeit der SiegeSbulletlnö immer mehr an Boden. Wohl wurden noch bei eintretender Dunkelheit viele Gebäude beleuchtet, aber die zuversichtliche Stimmung batte schon bedenklichen Zweir.r- ::rr. CIU JVC. Cll UlUCll. Es mochte gegen 8 Uhr Abends sein, als unter ohrenbetäubendem Gejvhle und Geschrei ein mächtiger Zug von Demonstranten aus den Boulevards deö Capucineö in die Rue de la Pair einbog und vor dem MinisterHotel an der Place Vendome Halt machte. WaS das Ministerium der ehrlichen Leute" zu jener Stunde zu hören bekam, war nicht mehr so ganz mit dem vor wenigen Tagen genährten stolzen Bewußtsein in Einklang zu bringen. l Noch waren aber die GardeS de Variö- Tur Stelle. Die Tbore deK
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Ministerhotels öffneten sich, rommelwlrbel und Eommandorufe ertönten und urplötzlich war der Vendomeplatz !e ausgefegt. In wilder Hetzsagdourden die Demonstranten von den Garden auf demselben Wege zurückgetrieben, auf dem sie gekommen waren. An den großen Boulevards saßen die Cafegäste ahnungslos aus den Trottoirs bei ihren Erfrischungen, als sie wie von einer Windsbraut von den flüchtigen überfluthe t wurden. Es entstand ein fürchterliches Handgemenge und reichlich floß das Bürgerblut. I Während dieser Vorgänge hatten Illumination und Festesschmuck einen jähen Abbruch erfahren. Wo noch eine fsahne gesehen wurde, da mußte ,si? infolge des Wuthgefchreies alsofalb verschwinden. Nun wußten die. Pariser, daß sie bei Weißenburg ihre erste große Niederlage erlitten hatten, und so endete der falsche Siegesjubel mit einem kläglichen Katzenjammer. Jetzt begann aber auch der hier schon angedeutete Umschwung in der Behandlung der Deutschen. Die früher Bespöttelten und Bemitleideten wurden plötzlich als furchtbare Gegner erkannt und mit schonungslosem Hasse verfolgt. Alles was nur eine entfernte Aehnlichkeit mit einemDeutschen hatte, wurde verlästert und oft auch thatsächlich angegriffen. Ich war Augenzeuge, wie die entfesselte Volksmenge einen semmelblonden Engländer buchstäblich mit Fäusten bearbeitete, als sich dieser wegen einer Frage an einen Passanten gewendet hatte. Je mehr der Engländer betheuerte, kein Prussien zu sein, desto mehr Fausthiebe fielen auf ihn herab. Sein langer Preußenbart" war eben das Verhängniß. Ich selbst entging mit knapper Noth einer gefahrdrohenden Situation. Im schon erwähnten Cafe de la Terlasse" lenkte sich im Freundeskreise das Gespräch auf die Kunstschätze der europäischen Hauptstädte. Ein des Deutschen offenbar nicht kundigerHorcher vermuthete gewiß bei der öfteren Namensnennung von Paris, Berlin und München hochpolitische vaterlandsverrätherische Verschwörungen hinter unserem Diskurs und erstattete Anzeige. Plötzlich sahen wir uns von einigen Gendarmen aufgefordert, ihnen nach der gegenüberliegenden Wache zu folgen. - Wie ein Lauffeuer verbreitete es sich unter die Boulevardiers. daß mehrere ganz gefährliche preußische Spione gefangen worden seien. Ein liebenswürdiger Janhagel, der uns zurWache begleitete, ließ uns unterwegs mit der Ausammensetzung des Pariser Straßenkoths nähere Bekanntschaft machen, denn alles nur Erdenkliche flog uns an den Kopf. Von der Polizeiwache wurden wir in einem requirirten Zellenwagen unter großem Gejohle zur Präfektur gefahren, wo es uns gelang, unsere Ungefahrlichkeit nachzuweisen. Doch blieben wir auf Anrathen des humanen Beamten noch einige Stunden in freiwilliger Haft, bis daß der aufgeregte Pöbelhaufen sich nach und nach verlaufen hatte. Von da ab vermieden die meisten Deutschen ein öffentliches Zusammentreffen. Deutsch durften sie nicht reden und ihr Französisch wurde ihnen erst recht zum Unheil. Noch verbrachte ich die bangen gewitterschwülen Tage zwischen dem 18. und 20. August in Paris, wohin über die Schlacht be! Gravelotte auch nicht einmal eine Andeutung drang. Dann folgte ich jener Ausweisungsordre, kraft welcher fast alle Deutschen Paris verlassen mußten. In der chinesischen Provinz Canton blüht das Räuberwesen zu Wasser und zu Lande so üppig. wie je. Die Passagierboote auf dem Strome sehen aus, als ob sie gefechts. bereit wären. Auf den Kajütendächern stehen alte Hinterladekanonen und moderne Gewehre liegen schußbereit auf dem Verdeck, um sie gegen herannahende Boote zu richten. Häufig begeben sich die Räuber auch als Fahrgäste an Bord. In der Stadt Canton kommen täglich Straßenräubereien vor. Ein halbes Dutzend Kerle dringt plötz lich in einen Laden, oder in eine SpielHölle und nimmt, was nicht nie!- und nagelfest ist. Die Insassen des Hauses sind starr vor Entsetzen und wagen keinen Widerstand zu leisten. Läden, in denen sich werthvolle Gegenstände befinden, haben ein elfernes Gitter, welches mit einer Fallthllr versehen ist, die augenblicklich geschlossen wer den kann. Die chinesischen Zeitungen 'berichten täglich über Kinderent führungen. die bei Hellem Tageslicht stattfinden. Die Europäer erfreuen sich ' übrigens völliger Sicherheit. Selbst auf ihren Ausflügen werden fit nicht belästigt.
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Scheuern, Schruvven,
ist ohne Zweifel viel; was sie aber alle wissen sollten, ist dies, daß dabei die Zeit, die Anstrengung und der Kostenpunkt bedeutend ver ringert werden kann durch
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