Indiana Tribüne, Volume 18, Number 346, Indianapolis, Marion County, 2 September 1895 — Page 1

H yo 4V o ks- I A AO l5 v y W V V w O W VOfsice : No. 18 Süd Alabama Straße. Jahrgang 18. Indianapolis, Indiana, Montag, den 2. September J895. Wo, S4

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DaS Programm für Feuer

teert wird jktzt zusammengeseht für Eine NachtinPekiiig im Lincoln Park, S.'chSzehnt: Str. und Central Are' Eröffnungsabend : LZctttc ! Montag, 2. ?cpt. Neue Scenerie, Neue Koüüme, Neue Specialitäten, NeueS Ballett. Sie müssen die 5eesch!acht sehen, Die brennende tadt. Und die chinesische Hochzeit. Nur 1 Cent kostet die Meile anfallen Eisenbahnen am 5. September. Zutritt hQf, Stühle 73s, Logen $1 per Sitz (5intlittö?arten können Sie in der Big ftour Ticket Office haben. 10.000 S'bplatz?. VicycleS werden umentgellNch ausbcuahrt. Waisen - Fest - b 3 - Deutschen allgemeinen P'ot. Waisen -Vereins am Sonntag, dcn 8.'S'P!cmber aus d'M Maiscnlians - yiaijc. Die Prospect und Sbelby CarS fah ren bd ganz in die Nahe des FestPlatzes. Alle sind freundlichst eingeladen. Chrs. Wiese, Leichen - Bestatter, 39 Nord Last Strafe. Marie Stiegmann, Gehilfin. Telephon 942. Kutschen nach Cromn-Hill $3.00. Taylor & Schneider, Mcrchant Tailors, 22 West irde 5tr. Hosen nach Maß $3 und aufwärts. Anzüge nach Maß 515 und aufwärts. Clemen s Yonnegnt 184 Sc 186 Ost Washington Str. tt u W Alle Sorten Werkzeuge in größter Auswahl. George Hermann .n&it&A f SsichenbeftatteV, Office : 26 Süd Delawarestr. CtZlle : 120, 122, 124, 126, 128 Ost Pearlstr. Telephon 911. Offen Tag und Nacht. 'rriT:'.?Tic? TZKJL- . A C(AAWs 'Firmtwyy jju HVptiÄm.cD " II IP111 m . . . ....... yjLsiNivi. ttNuON HöCfc. INDIANAPOU5-IND. Brillen vnden nach den besten W.thodeden Äugt j angepaßt.

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Mjliistrijriifcii.

Inland. Die Währungsfrage auf der Bühne. Chicago, 1. Sept. 3m Opernhause wird morgen unter Leitung der Söhne von Congreßmitglied Miner, T. W. und Henry Clay Miner, die Premiere deö SensationöstückeS Silder Lining" statlsinden. Verfasser ist Fihgerald Murphy, ein bekannter Journalist aus Boston. DaS Theaterstück soll für Freisilber Propaganda machen. Heute Abend gab der Silberbold W. H. Harvey, der intellektuelle Urheber der Zdee, den Mitwirkenden ein Diner. Auf jedem Couvert lag ein Blumenstrauß, der von einem Knopfe, halb auS Silber uxd halb auö Gold, mit der Inschrift 16:1"zusammengehalten wurde. Ein Theater in Flammen. Buffalo, N. Sept. Heute früh 1.30 Uhr brach in der Musikhalle Feuer auS. Um 2 20 Uhr wurde der zweite Alarm gegeben. Ehe noch die Spritzen in Thätigkeit kamen, schössen die Flammen auS den Fenstern hervor, und eS ist keine Hoffnung, daß daS Gebände gerettet werden kann. . Die Musikhalle ist daS älteste Theater der Stadt und gehört zu den historischen Kunstinstitun Amerikas. DaS Gebäude allein hat $1,000,000 gekostet. Um 2 40 Uhr wurde ein dritter Alarm gegeben. 2.45 Uhr. DaS Feuer bricht durch daS Dach. Die angrenzenden Gebäude stehen in Gefahr. Der Schaden ist bereits jetzt über mehrere Hunderttaufende. Erdbeben. New Jork, 1. Sept. 3n der Umgebung der Stadt in der Näbe der Küste wurden heute Morgen die Leute durch eine Erschütterung und ein rollendeö Geräusch geweckt. Berichte auS New Jersey u.-.d Pennsylvania lassen erkennen, daß ein Erdbeben die Ursache war. Schiden hat dasselbe nicht angerichtet. Bro oklyn, N J, 1 Sept. Drei Erdstöße wurden heute Morgen deutlich verspürt. In einigen Hotels geriethen die Bewohner in großen Schrecken. (Depeschen von Philadelphia und Wilmington, Del , melden Aehnlicheö.) Kein Frauen st immrecht. Galt Lake City, Utah,1.Sept. DaS Obergericht hat entschieden, daß Frauen bei der Wahl im November nicht stimmen dürfen, da daS Edmunds-Tucker-Gesetz, welches nur von männlichen Stimmg bern spricht, .nicht widerrusen worden ist. Ausland. Wierührend! Berlin, 1. Sept. Die deutschamerikanischen Veteranen trafen heute Nachmittag um 1 Uhr hier ein. Sie wurden durch eine Deputation von 30 Kriegervereinen, die mit Musik aus dem Bahnhofe erschienen waren, in Empfang genommen. Als die Gäste den Zug verließen, spielte die Kapelle Deutschland, Deutschland über Alles," woraus eine warme Begrüßung stattfand. Zwei Ehrendamen überre'chten den Deutschamerikanern Lorbeerkränze und die harrende Menschenmenge begrüßte sie mit enthusiastischen Kundgedungen. Dann nahmen die Gäste in den bereitstehenden Wagen Platz und fuhren nach der amerikanischen Botschaft. Dort mächte eine aus zwanzig Mann bestehende Deputation dem Botschafter Runyon ihre Auswartung. Kamerad Schlenker hielt die An spräche, in welcher er sagte, die deutschamerikanischen Krieger seien in die alte deutsche Heimath gekommen, um an den großen nationalen Siegesfest lichkeiten theilzunehmen, doch könne er Herrn Runhon versichern, daß sie, wenn ihr Adoptivvaterland sie rufe, sie für die Sterne und Streifen gerade so loyal eintreten würden, wie sie vor fünfundzwanzig Jahren für die deutsche Flagge gekämpst hätten. 2n seiner Antwort sagte Runyon, die pa triotische Pflicht müsse überall in Ehren gehalten werden und die Anhänglich keit der Deutsch. Amerikaner an ihre

alte Heimath sei die beste Bürgschaft für ihre Treue gegen das AdoptivVaterland. Runyzn schloß mit dem Wunsche, daß eS den Gästen in Deutschland gefallen möge und daß sie glücklich wieder in den Ver. Staaten eintreffen möchten. Hlll Sedanseier in Berlin. Berlin, 1. Sept. Der Sedantag wird dieses Jahr in allgemeinerer Weise begangen werden denn je. Nach Mo tag Mittag wird das ganze Geschäftöleben stocken. Die weltberühmte Firma Siemenö & Halöke wird ihren 5000 Arbeitern an diesem Tage ein Geschenk von einem doppelten Tagelohn machen, damit sie sich gut amüsiren können. Viele andere Firmen werden Aehnlicheö thun. Die Angestellten der Regierung erhalten einen vollen Feiertag bei ungeschmälertem Lohne und alle Schulen werden gegeschlossen sein. Die Festlichkeiten werden mit der Einweihung der Kaiser Wilhelm.Gedächtn'ßkikche eröffnet werden. Am Montag wird auf dem Tempelhofer Felde eine glänzende Parade statlsinden. Die Könige von Sachsen und von Württemberg werden derselben beiwohnen. Die Veteranen werden in gewaltigen Massen erscheinen und 21,000 Schulkinder mit Flaggen werden vor dem kaiserlicheu Schlosse stehm, wenn der Kaiser mit den Standarten der Regimenter zurückkehrt Am Morgen werden in den verschiedenen Schulen patriotische Acte abgehalten. Am Sonntag Abend sindet in der königlichen Oper eine Galavorstellung statt mit einem Ballet militarischen Charaklcr.'. welches 1871 entwarfen wurde, um den siegreich heimkehrenden Kaiser zu begrüßen. 3m Schauspielhause dagegen wird auf Befehl deö Kaisers das patriotische Drama 1812" aufgtführt werden. Für Sonntag Nachmi tig haben die Berliner Turnvereine Vorstellungen und öffentliche Spiele ous errn Tempelhofer Felde vcrbereitet. Die amerikinlschc Colonie wird am Montag die große Parade mi!mach?n und sich auch am Abend an der Jllumi, ation betheiligen. Der Oberbürgermeister von Berlin hlt die ganze Einwohnerschaft aufgefordert, zu illuminiren. Der Kaiser HU auS seiner eige en Tasche 50.000 M.uk zur Beleuchtung deö Schlos.

ses angewiesen. Sämmtliche Fenster deS großen Gebäudes werden in Hellem Lichterglanze strahlen und dazu kommen dann noch die elektrischen Effekte, welche man von der Kuppel und den BalkonS spielen lassen wird. Alle öfsentlichen Gebäude werden sich in einer der. Gelegenheit würdigen Weise schmücken. Bedeutende Entrüstung herrscht in Berlin und anderwärts darüber, daß die Sozialdemokraten eine Contredemonftration geplant haben. Auf Montag Abend haben Bebel, Auer u. A. sechs sozialistische Versammlungen berufen, um gegen die Gedenkfeier deö blutigen Krieges zu Protestiren. Eine große Anzahl von Polizisten und Geheimpolizisten ist abkommandirt worden, damit eS nicht zu Ruhestörungen kommt. Der französische Botschafter, Herbette, wird Berlin während der Dauer der Sedan-Festlichkeiten verlassen. Bei einer Truppenschau, die der Kaiser dieser Tage in Mainz abhielt, soll er zu den Offizieren gesagt haben: Vergessen Sie nicht, drß wir stark sein müssen, um den Frieden zu erhalten. Je stärker wir sind, desto mehr Respekt wird man vor unS hqben." In diesem Zusammenhange mag bemerkt werden, daß der Kaiser schon ost in der Nähe von Mainz gewesen ist, aber noch nie die Stadt selbst betreten hat. DaS erklärt man sich auf folgende Weife. Alö der Kaiser von Oesterreich noch deutscher Kaiser war, besuchte er einst Mainz wurde und dort so herzlich empfangen, daß er sagte, der nächste deutsche Kaiser, der in die Stadt komme, solle zum Lohn sür die Gastsreundschast der Ttadt zwei Thürme für den Dom bauen. Und als Vekräftigung dieses Versprechens wurde in die Wand der Kirche eine wie zum Schwur erhobene Hand eingemeißelt. Seitdem aber hat sich kein deutscher Kaiser mehr in Mainz sehen lassen. The Germania Life Ins. Co. $20,000,000 Aktiva. Größte deutsche LebenSversicherungS - Gesellschaft. A. Metzger Agentur, Agenten.

allerlei.

Im Sa u s t 0 e s am . I u n i beendigten Fiskaljahres wurden 46 zahlungsunfähige Bahnen, welche mit M3.000,000 capitalisirt waren, reorganisirt, so daß sich am 1. Juli d. I. noch 136 Bahnen in den Händen von Massenverwaltern befanden. 2U erste bestimmte Nachricht über den Untergang des Seehimiifängers Walter Earle" aus Victoria, welcher am 12. AprN mit seiner ganzen. Bemannung, bestehend aus dem Capitän Magnesen, sieben weißen Matrosen und elf Indianern, zu Grunde ging, hat der Dampfer Ezcelsior" gebracht, welcher dieser Tage aus Alaska in Seattle, Wash.. eintraf. Drr Walter Carle" wurde kielaufwärts im Wasser treibend gefunden. Der Excelsior- hatte außerdem noch die Bemannung des Schooners Branda- an Bord, welcher an der Küste gegen einen Felsen stieß und in Stücke ging. Der Hilfskassirer David Hirsch von der New Yorker Accisebehörde begab sich neulich Abends in eine Wirthschaft an der zweiten Ave., um seinen leeren Magen mit Cfoms" zu füllen. Für die Schneckenthie:chen hatte er nicht diel zu bezahlen, nd selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, so dürfte Dave" immerhin noch nicht klagen. Als er das fünfte Stück über die Zunge gleiten lassen wollte und seine Zähne zuerst versuchten, ob alles all riht" sei, da gerieten dieselben auf einen außerordentlich harten Gegenstand, und dieser Gegenstand erwies sich als eine große Perle erster Güte' sie mißt mehr als einen halben Zoll im Durchmesser. Der Besitzer des Locales bot dem glücklichen Finder sofort $25 für die Perle. Davr? fiel darauf aber nicht herein. Ein unangenehmes Mißg.'schick ist dieser Tage einem jungen Mädchen Namens Maud Danahey in Winstead, Conn.. beim Aepfelpflücken zugestoßen. Die junge Schöne promenirte mit ihrem Beau" in dem Obstgarten ihres Vaters und dabei wandelte sie die Lust, ihren Verehrer mit einigen saftigen Früchten zu regaliren. Um das Obst reichen zu tonnen, stieg sie auf ein Faß und nun Um die Katastrophe. Der Boden gah unter Maud's Gewit nach und die Vedquernswerthe sank bis über die Hüften in dickflüssigen Theer. Vergeblich versuchten vier Männer das Mädchen herauszuziehen; erst nachdem die Reifen abgeschlagen waren, gelang es. die Aermste zu befreien. Ueber den eigentlichen Reimgungsproceß schweigt des Sängers Höflichkeit. Dem Fräulein Mary Eyre von East 83 Str. in New York, welche es schon lange gelüstete, die Bekanntschaft eines Edelmannes zu machen, wurde dieser Wunsch erfüllt, allein das Vergnügen kam ihr ziemlich theuer zu stehen. Ein Schwindler Namens Sydney S. Jacquelin hatte von ihrem Wunsch Wind bekommen und stellte sich ihr als Graf de Larochelle aus Paris vor. Mary war entzückt über diese neue Bekanntschaft und da der Herr Graf" sich in einer augenblicklichen kleinen Verlegenheit befand, ließ sie sich sofort herbei, ihm vier goldene Ninge, unter diesen einen werthvollen Diamantring, anzudertrauen. Bald darauf stellte indessen der Herr Gras- seine besuche bei Mary ein. Bald darauf wurde er verhaftet und in den Special-Assisen auf die Anklage des Diebstahls borgeführt, wo er unumwunden zugab, daß er zwei der ihm anvertrauten Ringe für 50 Cents versetzt habe, um Frl. Mary nach dem Madison Square Garden führen zu können, OKMary durch die bittere Erfahrung von ihrem Verlangen nach blauem Blute curirt ist. muß dahingestellt bleiben. Nach einem Berichte des Patentamtes ist 19 Jahre nach der durch Gesetz vom 10. April 1790 erfolgten Schaffung dieser Behörde das erste Patent einer Frau bewilligt worden. Letztere war Mary Kies, welche ein Verfahren, Stroh mit Seide oder Zwirn zu weben, erfunden hatte. Dann folgte, sechs Jahre später, in 1815. ein zweites an Mary Brush, die sich' ein' Corsett patentiren ließ. Erst von 1823 an aber wurden in jedem Jahre mehrere Patente an Frauen verliehen, und in 1862 nxrr die Zahl auf 14 gestiegen, die höchste dis dahin erreichte Zahl für ein einzelneö Jahr. Von da an scheint sich das Ersrndungstalent der Frauen rascher entwickelt zu haben. Während des Krieges wurden viele VerbandApparate etc. von Frauen patentirt, und in 1870 stieg die Zahl aus 60, in 1880 auf 92, in 1890 auf mehr als 200 und in 1893 mehr als 300. Aon 1809 biZ 1SSS stillt sich df Jahres' , rchschnitt auf 30 Patente, von 1888 bis 1892 auf 230 und seit 1892 auf 280. Die größte Anzahl dieser Patente bezieht stch auf Klei-dungs-Gegstänide. Kochgäthe. dann Möbel, Heiz-, Wasch- und Reini gungs-Azparate. Bemerkenkwerth ist indeß, daß diie größte Mehrzahl de? an Frauen verliehenen Patente sich ouf Verbesserungen vyrhzndener Geräth tc. beziehen, nur wenige repra- , senirren ganz neue Ersmdungw.

Öln begüterter S 0 nderling zu Hadersdorf am Kamp in Nieder-Oesterreich. welcher dieser Tage das Zeitliche segnete, hinte:ließ folaen

des. in seiner Art einzig dastehende Testament: ... Ich vermache mein gejammtes bewegliches und unbeweg liches Vermögen meinen sechs Nesfen und sechs Nichten, aber unter der ein zigen Bedingung, daß jeder der Erben, und zwar die Manner ein Mädchen mit dem Namen Antonie", und die Mädchen einen Mann mit dem Namen Anton" ehelichen müssen. Weiters müssen sich alle zwölf Brautpaare verpflichten,, ihren -erstgeborenen Kindern den Namen Anton", beziehungsweise Antonio zu geben, sowie sich nur an den Antonstagen, 17. Januar, 10. Mai, 13. Juni, trauen zu lassen. Als Termin sür die Verehelichung setze ich längstens die Zeit bis 20. Juli 1896. Wem von meinen Neffen und Nichten eö bis dahin nicht gelingt, melnen letzten Willen zu erfüllen, der erhält nur die Hälfte des Crbtheils und der Rest wird gleichmäßig auf die anderen schon verehelichten vertheilt." Dem Bezirksgericht in Joslowitz Währen) wurde dieser Tage ein kleiner, erst elfjähriger Schulknabe aus Groß-Tajax eingeliefert, der durch zahllose Brandlegungen einen großen Theil der dortigen Grundbesitzer zu Bettlern gemacht und eine .furchtbare Panik hervorgerufen hat. Seit fünf Monaten verstrich kaum eine Woche, in der nicht in Groß-Tajax ein oder mehrere Brände ausbrachen; es wurden Verdächtige verhaftet, stets aber als schuldlos wieder entlassen. In den letzten Wochen allein kamen fünfzehn Brande zum Ausbruche und vernichtete der letzte vierzehn Scheuern sammt Getreidevorräthen. Den vereinten Bemühun gen der Feuerwehren von sieben Ortschasten gelang es nach vielen Stunden, weiterer Gefahr vorzubeugen zur Bestürzung, der Einwohnerschaft wurde noch an demselben Abende wieder eine Scheuer angezündet! Diesmal endlich gelang es. die ruchlose Hand zu eruiren. Eine Bäuerin bemerkte nämlich den kleinen Schulknaben Franz Hoser, außerehelichen Sohn einer Wittwe, der hinter der betresskn den Scheuer stand und plötzlich die Flucht ergrifs. Der Knabe wurde von der Gendarmerie aufgegrlfszn. Er ist der neunzehnfachen Brandlegung giständig,' dürfte aber hiermit sein Sün denregister nicht erschöpft haben. Es g-lt als ausgemacht, daß er an Pyromanii" leidet. &t U u l t s ch i s l e r i n Adelaide Bassett hat in Peterborough in entsetzlicher Weise ihr Leben einge büßt. Sie war mit Capitän Orton anläßlich eines Äolkssestes aufgestiez z'n und beide Luftschiffe? wollten sich con einer gewissen Höhe mittelst Fallschirms herablassen. Als sie sich etwa FuH über den Boden erhoben hatin, wurde der Fallschirm der Dam? roa einem Telephondraht ergriffen. :rns fiel herab. Nun scheint Miß bassett von gror Furcht ergriffen :?ordn zu sein uns als der Ballon ei.rn' fechz'.g Fuß über der Erde schwebte, stürzte sie sich herab, fiel aber auf den Kopf, so daß das herzueilend Publikum sie als Leiche aufhob. Bon Fieöerdrunn aus hzt dieser Tage die Gebirgsbatterie Division aus Trient eine Uebung vor genommen, wie sie Whl noch nicht da gewesen ist. Die Uebung ging auf de WldseeLodcr hinauf. Voriges Jahr war dieser 2113 Meter h.he Berg bis zum Schutzhaus nur für Fußgänger zu besteigen. Heuer aber wurde der Weg durch die Section Fie berbrunn des Alpenvereins so herge. richtet, daß die ganze Dwision mit Pferden und Tragthieren mit Kanonvn hinaufgehen konnte. Die Geschütze wurden beim Schutzhaus ausgestellt und auch einige Schüsse abgegeben. Nach Beendigung der Uebung wurde in Begleitung des DivisionsCommandanten.Oberstlieutenant Dre zel, die Loderspitze erstiegen. E i n merkwürdiges Crsuchen hat der medicinisch-pharmaceu tische Bezirksverem dez Stadt Bern an den schweizerischen Preßverein gezichtetz es heißt darin: Seit 20 Jahren kommen jährlich durchschnitt lich 650 Selbstmorde in der. Gchwet vor, eine Zabl, vrhältnißmäßig nu,r n Sachsen und i? Dänemark Äbertraffen nzisd. Es ist ferner That lache, daß in unseren größeren Städ jcn, nach iner mehr oder weniger langen Pause, mehrerö Selbstmprdfälle rasch auseinander folgen, hei welchen oft. die gleiche Suggestion, die. der erste Fall auf Veranlagte ausübt, ei-, n'ge der jetztzrzn zur verzweifelten Thqt reibt. Es wäre daher wi!n schen. daß die Tagkßprss künftighin Yött lhstmsrdsällen leine Notiz mehr, nechmen willdt. Ueber die StelZungnahme de.S Preßvereins ist noch nichts bekannt geworden, " -r- Von außerordentli cher Gefühlsrohheit zeugt ein Todt schlag, den. in de.r Bliesendorser Haide bei Wnder eine Frau an ihrem Manne begangen hat. Das Ehepaar, da? in Glindow bei Werder wohnte, war auf dem Wege nach Bliesendorf. um Unterstützungen zu holen. Unter wegZ im Walde konnt der Mann, du krank war, nicht weiter, weshalb die Frau auf iön vfi einem Stocke ein-

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wii schlug. Da er sich wehrte, ergriff si: eine Klobe Holz und schlug ihn damit nieder, worauf sie nach Glindow zurückging. Mehrere Kinder aus Bliesmdorf hatten der Unthat in einiger Entfernung zugesehen und meldeten sie dem Bliesendorser Amtsdiener, der sich an den Thatort begab, wo inzwischen die Frau mit einer andern und einem Handwagen wieder angekommen war, um ihren todten Mann nach Hause zu fahren. Da der Amtsdie. ner dies verhinderte, entlief die Mör derin. eilte nach Hause, nahm ihre besten Sachen mit sich und entfloh dann, nachdem sie zu einigen Nachbarinnen geäußert hatte, sie werde sich das Le ben nehmen. Am Tage darauf wurde sie noch bei Vaumoartenbrllck gesehen; seitdem ist sie verschwunden. Ein Dieb st ahl von 180.000 Francs ist an der Brüsseler staatlichen Sparkasse verübt worden. Derselbe macht großes Aufsehen und hat eine ungemeine Aufregung unter den zahlreichen Depon.'nte7, verursacht. Da jedoch die belgischen Sparkassen unter Aussicht und Bürgschaft des Staates stehen, so laufen die Deponenten. auch wenn die fehlend: Summe nicht, wieder ermittelt wird, keine Gefahr. Eine Untersuchung ist so fort eingeleitet worden, hat jedoch bis jetzt zu keinem Resultat geführt. Fct steht die Thatsache, daß der Diebstahl nicht von außen her hat verübt werden können. Die. Kasse zeigte kein Merkmal einer gemaltthätigen Eröffnung. Das Geld, aus Banknoten bestehend, hat kurz vor dem Augenblick, wo der Kassirer die Kasse Abends schließt, aus derselben geschafft werden müssen. Der Verdacht kann also nur einen der Angestellten. Dieser Thatbestand erhöht noch die öffentliche Aufmerksamkeit, da alle Angestellten der Sparkassen mit großer Vorsicht und nur unter sehr sicheren Leuten ge wählt werden. Das Gerücht verbreitet sich jedoch, einige junge Angestellten hätten in letzter Zeit an der Börse ge spielt und bei den Pferderennen Geld verloren. Haussuchungen werden allem Anschkn nach stattfinden müssen. Einstweilen sind alle Angestellten de: Kasse vom Untersuchungsrichter der hört worden. Trusts und Combinationen sind unpopulär. Es giebt aber eine Art Trust," gegen die Niemand etwaö zu sagen hat. DieS iß daS Truft oder Vertrauen dak das Publikum bat in Hood'S Sarsaparilla. Hood'S Pillen sind rein vegetabilisch. Der New York Store. lEtablirt 1853.) Einladende Kleiderstoffe. 40zollige ganz wollene Jacquard?, die Sorte, welche letzte Saison 75c kostete und diese sind noch schöner, nur 49c die Sard. 4830a. ganz wollene Kaschmirs in allen neuen Herbschattirungen zu 35c. Sie würden erwarten 50e für diese Qualität zu bezahlen. 40zöllige Arlingto ffancieS in Nacrie Effekten zu 30c die Aard. 40zöll. Cainish Tuch zu 50c die Ad. Seidenstoffe. Weftgang. Dreifarbige Cameleonö in Breche Tasset zu 75c die Jard. 24zöll. schwarze Satin Ducheß zu $1.00 die Aard. WM

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