Indiana Tribüne, Volume 18, Number 338, Indianapolis, Marion County, 25 August 1895 — Page 5
Lin Unglück Ist es. krank zu sein, doch qewährt eS dem Kranken eine größere Zufriedenheit, daß oenn er Arzneien nehmen muß, er wenig tenS eine Medizin nehmen kann, welche für einen Fall jpez:ell hergestellt ist. Die Ur. ache der Krankheit mutz zuerst in Errz. na gezogen werden. Dr. Schoop war nicht damit zufrieden, mit sogenannten Blut reinigungs'Mnteln ncrf althergebrachtem Gebrauch zu behandeln, welche nur vor übergehende Linderung gewähren, da solche die Ursachen des Leidens nicht entfernen. Dr. Schoop 'S einqehende Untersuch. nngen zeigten, daß Magen, Leber und Nieren und alle inneren Organe durch ge wisse Nerven kontrollirt werden. Wenn diese Nerven geschwächt sind, verrichten die Ver dauungs-Organe ihre Funktionen nicht und Magen und LeberLeiden werden dadurch verursacht. Tie Narnnz. die fcir zu unZ nehmen. dient zur Herstellung des Blutes und wenn dieselbemcht gehörig verdaut und nicht in rei neZ Blut. Knochen und Muökeln verwan delt wird, so können wir unmöglich gesund sein. Dr. Schoov'S Wiederherstelle ist ein Magen. Leber und NicrenHeilmir tel, indem derselbe auf die Nerven dieser Organe einwirkt, wo allein die Ursache der Lei den zn fürten ist. Diese Arznei ist kein Ner dine oder sogenanntes giftiges Nerven'Reiz Mittel, sondern dient zur Ernährung der geschwächten Nerven. In TlVvtdeknl oder fianco per (fprffc für 11.00.
Der deutsche .Weg weiser zur Gesundheit-, welcher die Behandlung mit dieser Arznei genau beschreibt, nebst Proben, werden an irgend eine V'fhr."fi frei hifrtM ?rk v v.v -y ' ,j(Vf" yryxs t t ri -r -i ' a.-j. VfctV. thZL'<i 2Em schreibe an Dr.Sl?iZ5v. Z:; O. Nacine. WiS. Cffen Volkssprache Uno niiunvcr jvtin icNenvrstanV do Tr. E. B Skoote. knkhZll Kapitel über Ursacden und Verlzü tung von Krankheit, vr'va: vecture sur grauen, tNg und belicveS gefchlechtttcde d deren Farbendruck au geführten Kar ten. vieost Anhang voi üler20U Rezepten. 1,ivuNe uöpabe, P cU $1 50 porto frei versandt nach mvsavg deS Bet.-ages. In deutsch d,r aallscder Sprache. Murray fcttl Publishing Co.. 129 Ost ?8. Strab, New 0orf. Thätiae Azen:en ßcjcn hohen Rabatt gesucht. Nehmet nur die echten. , SSZ3 TCy Ilrnnrii'fk nirtl 1111 alUIM W Qnliwohflr100. OüllklUILwl n, gßfcU USS niien. Ymim Blutroinigond. Bifördw die Yordauung. Bwtoo Mittel gegen Li'jor- u. Caflenleidefl. Za haben In fcllan ApotheXen. Ein dankbarer Patient, der seine Namen nickt genannt haben will, und der seine vollständige Wiederherstellung von schwe rein Veiten einer in einem Dottorduch angegede en Arznei verdankt, lädt durch un dajjelde kosten, irtl au seine leidenden Mitmeniche verschicken. :seH arohe Vuch enthält Re,epte, die in jeder Apotheke gemacht werden können. Schickt fcute Ädre,1e mit Briefmarke an Vrivat jilinik und Upaifarn," 23 West II. Str.. Rk Kork. R. V. c mm nitnion. j. i Eine permaneNte Kur der hartnäckigsten Fälle ron Wonorrhea und Sleet. garanttrt in von 3 bii 6 agen; kein ,dr Behandlung ötdlg. und ohne di an ekelnden Resultat de Sinnehmeni von Eu bede. Soxaida oder Sandel!. I. Ferre & Co. jvrou's Nachfolger), xo.", ter, ai. er, jaustvo allen !,ruggifte. .tVt'e,. K!vau87abule8. Klpanz l'sbules ars compouriäecl Uom a prescription widelyused by thebest medical authorities and are presented in a form that is becoming the feshion everywhere. RIpans Tabulcs act gently but promptly upon the liver, stomach ana intestines; eure dyspepsia, habitual constipation, offensive breath and headache. One tabule taken at the sirst symptom of indigestion. biliousness, dizziness, distress aster eating, or depression of spirits, will surely and qulckly remove the whole disllculty. Pn'ce, 50 cents a box. RIpans Tabules may be obtained of nearest druggist; or by mail on reeeipt of price. RIPANS CHEMICAL CO., lO Spruo Street. NEW YORK. i Mt GOAP ' x D3 'Ä. &tr sift EmjpnSe B 'it Der Herren Freund. Unser, oJsrnnen Spritze frei mit je.de? Zslasche. w Flecke. Verhütet trikttren. Heilt Tripper und GiluH tulMt Tage. Fragt vorheker dOfiS.
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offener esreidebrie? des P-lttipp Sauerampfer.
Mein liewer Herr Redattionär! eoam e Jchr un e halb zerick is enKossen von die Miß We desweiler von die alte Kontri kom me. Er Hot e bische käsches Geld mitge bracht, sell Hot der Wedesweiler awer erscht späte? ausgefunne. Seller Kossen Hot sich bei den Wedesweiler einquartiert, oder wie mer uf Deitsch sagt, er is bei ihm in Bohrd gange, mitaus Bohrd zu bezahle. Es war en feiner Feller, un esse Hot er kenne, wann mer'sch hawwe Hot gewollt, un oft ge nug auch, wann's der Wedesweiler n i t Hot hawwe wolle. Er is nämlich einige Zeit in die Bottrie gange un Hot sich en Tschonk Brot un Hiun oder Belohni oder Schweizerkehs geholt, wann er nor dezu gefiehlt Hot u mehr wie eemol, wenn d Miß Wedesweiler deS Sopper for die ganz Femmillie aus die Eisöack Hot hole wolle, do Hot der Feller schon des ganze Bißneß for Lunsch gesse gehatt. Dobei Hot se noch kee Wort sage gederft, sonst wär der Dotschmann noch owedrei mähd geworde. WaS jetzt ixis Drinke anbelangt, well, do Hot er einiges gebotte. Wei, so lang d e ? im Haus war, is in die härtste Zeite fcem Wedesweiler kee Bier flätt geworde un wenn der Felle? defor bezahlt hätt, waS er getrunke Hot, dann wär der Wedesweiler in ein Johr en Millionär geworde. Der WedesWeiler Hot sell off Kors nit lang stände gekennt, sonst hätt er sei ganzes Prapperle verlöre, un eines scheenen Dags Hot er dem junge Mann dauntaun en Platz gerent un Hot en drin usgesetzt. Er is em in die Bruerie Sekjuritieh gange un Hot zu allem getend. Well, der Kunne Hot e gutes Bißneß gedahn un Geld gemacht wie Dreck. NickS war ihm mehr gut genug un uf emol Hot er sich e Vuggy kauft un en Gaul, ich sage Jhi, e reguler Rehshors. Es Hot m e ganze Peil Geld gekost, awer er Hot jo plentie gehatt. Hui, do hätte Sie ihn awer emol sehn solle, wann er mit sei Buggy dorch die Stritt gedriwwe is, er Hot ecksäcktle geguckt wie en Duhd, bikohs er war auch immer so steilisch gedreßt. Well, an eme scheene Dag war der flössen fortgeschkippt un der Wedesweiler Hot mit die Bruerie settle gemißt un Hot auch beseids des noch en ganze Peil annere Detts bezahle misse. Alles, was der Wedesweiler gekriegt Hot, des war selles Hors und Buggy. Er Hot des Fuhrwerk nit for gut behalte gewollt, bikohs er Hot keen JuhS for gehatt. Äaufe Hot'S auch Niemand gewollt, bikohs for e Butterbrot Hot's der Wedesweiler mt aufgewe gewollt. Do Hot er denn sein Meind ufgemacht, des Buggy auszuräffele. Er Hot den Weg gesickert: Wenn er zwei Hunnert Tschehnses verkauft un kriegt for jede Tschehns en Dahl:r, dann hätt er so viel lasches Geld, wie er dieBruene be zahlt gehatt Hot. Off Kohrs hen ich mich auch e Tschehns gekauft. Ich hen mich Number siwwe genomme; do hen ich schuhr gewißt.deß ich gewinne duhn. Es Hot mich namllch emol e Fortschenteller gesagt, siwwe deht mich immer Glick bringe. Well, die Tschehnses hen sich verkauft wie alles un der Wedesweiler Hot noch fufzig Tickets eneischmeiße gemißt, for deß er Jede sattisfeie gekonnt Hot. Die Raffel Hot of Kors im Wedeswei ler sem Platz vor sich gange. Es war e Masse Mensche do un der Wedesweiler Hot puttinier hunnert un fufzig Dahler klieres Geld iwwer die Bar gemacht. Wie dann geräffelt iS worde, was wer'n Se denke, do hen ich. schuhr Ding, werklich gewönne. Bei Tschinko, do Hot awer der Rest Gesichter geschnitte! Sie war'n so mad wie en Stier un einer Hot sogar rimarkt. es wär getschiet worde. Sell war of Kors Nonsens un ich hen auch nicks drum gewe. Ich hen das ganze Haus getriet, was mich fufzehDahler gekost Hot. Well, ich hen gedenkt, des wär's enihau werth. Ich hen en ganz abscheiliche Duft mit heim gebracht, awer auch dodrum hen ich nicks gewe. Die Lizzie, was mei Aktie is, die Hot's gar nit geglaubt, deß ich so e Glick gehatt hen. Awer wie ich se de neckste Dag fore Reit ausgenomme .gehatt hen. un. wie unser Kids an die' Stritt gestanne un uns gewatscht hen. wie mer gestart sin. do Hot se arig gut gefiehlt. Mer sin in die Kontrie gefahre im wo mer auch hinkomme sin, alliwwer hen die Leit schon davon gewißt gehatt. Jeder Hot mich kohngrätulehted un ich verdoll! Fühl hen jeden Socker geriet. Des Hot mich auch en ganze Peil Geld gekost, awer ich sin emol den Weg. Die Trie terei Hot acht Dag lang angehakte un ich hen bei Tschoitsch Geld von die Bänk ziehe gemißt, bikohs ich hen nicks mehr an Hand gehatt. Wie ich zusammegesickert hen. do hen ich ausgefunne, deß ich uf den Weg schon hunnert un zeh Dahler gespend gehatt hm. Of Kors hen ich auch e Barn un e Schett bilde gemißt un des Hot mich hunnert Dahler gekost. Ich hen den Gaul nei fchuhe misse losse un ich sin schuhr, ich HZtt mich e neies Fuhrwerk so? all des Geld kaufe kenne. Ich hen gewischt, ich war des ganzeBißneß Widder los, awer Keener Hot's hawe gewollt. Well, am lekteDunnerstaa hen ich mit meine Liz,ie Widder e Reit aenomme un ldo kam uns uf eemol en Motter un en Triller in de Weg. Den Motter hen ich ge, sehe, de Triller awer mt un fladautzl rönne mer in. Die Lizzie un ich Im uf deS Pehfment gefloge - un ich hen - r n . . cm r
noch c syOysenner von ?n u?kiUtneribre aeschmäkbt. DeS Busad war xt
guler K5ndlingwutt. er Gau! tvar doht' un die Lizzie ihr NohS Hot geguckt wie e verdrückte Rotherieb. DeS Schohfensier hen ich mit 60 Dahler be zahle gemißt un drei steilische Banntis, wo in den Store gelege hen un wo ich gespeult hen, mußte ich mit fufzeh Dahler täckle. Well, ich sage Jhne, so eckspensiv hen ich in mei Lewe noch kee Reit gehatt, wie mit des Buggy. un es freit mich nur eens, de mer's jetzt los sin. Womit ich verbleiwe Jhne Ihr liewer Philipp Sauerampfer. Die Frau Base.
Unter dem Namen Frau Bas" oder Verschwiegenheit" versteht man in München die städtischen Leihhäuser, deren Hilfe nur der Geldbedürstige angeht, wenn er noch im Besitze einer Ta chenuhr, einer guten Kluft oder anderer Werthgegen.stände sich befindet. Unter den drei Münchener Wohlthätigkeitsanpalten dieser Art ist die berühmteste jene im Rochusgassl; in tiefster Stille und Zurückgezogenheit ladet diese Anstalt sozusagen zum Versetzen ein. Diese Llnstalt war früher an'Stelle des Heutigen Kunstgewerbehauses und König Ludwig I. machte einmal den Spaß, seinen Rock einer Versetzerin auszuhändigen, um zu erfahren, wie viel er darauf erhalten werde. Goldene Zeiten waren es damals gegen heute, denn auf den keineswegs hocheleganten Königsrock wurden fünfundzwanzig Gulden gegeben, eine Summe, welche man heute kaum auf einen ganzen abgelegten Kleiderladen- erhalten dürfte. Die Frau Bas' kennt fast Jedermann, das beweist die Qualität der Versatzgegenstände, denn die Studentenwichs sammt Kanonen harrt neben dem guten Rock des Arbeiters der Auslösung, wie das letzte Bett mancher armen Frau dorten neben dem silbernen Tafelgeschirr manch' großen Hauses in Verwahr gegeben ist. Wie viele Dinae werden erst wieder im Tändlerladen oder auf der Dult zur.Oeffentlichkeit gebracht. Sogar theure Andenken, Verlobungs- und Eheringe werden der Frau Bas' zugebracht und' gar oft ist der Erlös in Feuchtigkeit umgewandelt, wie nächstehender Fall zeigt: Angeschuldigt eines Vergehens der Unterschlagung war der Metzgergeselle Z.. ein echter Jsarathener vom rechten Ufer, ein sauberer Bursch. Klägerin ist die Kellnerin Vroni Z). vomStrande des LechZ, eine blitzblonde Schwäbin. Der unterschlagene Gegenstand war ein Goldreif im Werthe von zwölf Mark, aus zarten Händen dem Liebsten mit der Auflage gewidmet: wenn mer Hochzig mache, ischt er Dein. Hochzig wurde aber nicht gemacht, vielmehr sah die Schwäbin .den herztausiga Schatz bei e' Andre schleh". Trotz der offenkundigen Untreue dachte der Metzger nicht im Entferntesten daran, das Liebespfand zu restituiren; es schien überhaupt nlcbt ausgeschlossen, daß der Ring am Ende gar der neuen Geliebten d:s Metzgers zugewendet worden sei, und dieses erforderte Rache, die Verschmähte lief zum Kadi und beantragte Sühne des Verbrechens wider Lieb und Treue von Rechtswegen. Darauf wurde d:r Ungetreue dem Richter vorgeführt und in folgender Weise entwickelte sich die Verhandlung: Richter: Warum geben Sie Ihrer früheren Geliebten den Ring nicht zurück, oder wollen Sie am Ende geltend machen, daß Sie daö Mädchen noch einmal ehelichen? Angekl-kier: O bettet' net. Herr Stadtrichter! Den Fehler hab i net, daß i mit alle Viere z'gleich'einapatscheu möcht. I glaub, daß x sur's Heirathen überhaupt net 's richtige Zeug hab. Schaua'n S'! als a lediger freier Mann, der singt, wenn i vierzeh Täg aus der Arbeit hin. roas' i furt und kennt mer ka' Mensch was an; hast aber a Wei und leicht a paar Kinder, na' hoäßt's aushalt'n und kniegeln. Richter: Schön! Demnach hatten Sie die Pflicht, den Ring wieder zurückzugeben. Angeklagter: Ja! Dös wär ja recht g'wes'n! Der Ring, wär' Nebenfach, aber 'n Ring z'haben. is d' Hauptsach. Sehgen'ö um Ostern hamer an Ausflug g'macht, net recht weit, aber außa möcht Jeder a mal, wenn d'Bäum ausschlag' und d' Vögl pfeifa. und da war i halt aa dabei. D' Vroni hat net auslassen und is mitganga. I mag die Zapferei net und hab aufdraht wia a Richtiger. Mit zwoa Mark! is min auSg'richt't und ga hab i halt 'S Ring! zur Frau Bas' trag'n. Drei Markl hab i d'rauf kriegt und ' grad 'naus g'langt hat's. Richter: Ihre Frau Base könnte den Ring wohl wieder herausgeben, auch wenn Sie nicht gerade die drei Mark haben. Angeklagter: Dös is ja der Deizl. dak d' ffrau Bas' ka'.Einkenna hat! Ueberhaupt is dös Eahna Frau Bas' ' i ' , c . ?: :.1 o guei wia vic meine, oic mou ici leicht, dös i? a Tante von m;r? O mein Gott na! 's Leihhaus is's. Nachdem diese? kleine Mißverstände niß zur größten Heiterkeit der Zuhörer erledigt war. meinte der Richter, warum der Beklagte den Ring nicht wieder ausgelöst habe, oder ob er dieses nicht nachträglich thun wolle. Beklag tx erklärte, daß er hierzu bereit wäre. sobald die nothwendigen drei ütarl her beigeschafft sein würden, Der Richter ließ darauf die Zeugin eintreten und machte sie mit demEntgegen kommen des Beklagtin vertraut. Die Vroni kennt aber ihre Pappenheimer Uttd erwiderte; So. so. Serr Landrichter! Soll i vielleicht den Erzlumpa no' drui Märkle oäb. daft ir no was z'versaufet hab, thät? Wenn'S Mgle bin stin thuet, na' ischt me? au' recht; dafür thuen's mtt an Kerl einschperra bei Brod und Wasser, daß eabm Blitz und alle Ho
lige nix heisa; aber no' drui Matt zahla, fällt mer net im Schlafa ein. Ws moinet Se, daß mi' der Kerl scho' loscht habe thuet? Aelles und Aelles 'rechnet sind's wenigschtens fufz'g Mark, und da sag' i net ämol von die Auslage für Esset, Trinket und Tanza. wo i selber dabei gwä' bin und zahla müessa han. Nun meinte der Richter zum Beklagten: Sie. scheint es, haben mit Vorbe dacht das Mädchen ausgeplündert, und es wird gut sein, wenn Sie wenigstens den Ring wieder herausgeben; gestraft werden Sie immerhin. Angeklagter: Wenn i immer g'straft wer'n thua.'na bleibt sich's ja gleich! Den Ring kann i net außa geb'n. weil i 'n net hab, damit's aber sehg'n, daß i aa recht bin. gib ! 'n Pfandzettel her. was l net schuldig bin, denn der Ring war a Liebsg'schenk. Die Zeugin nahm den Zettel mit saurer Miene aus den Händen des- Angeklagten und brachte unter heftigem Schluchzen Zolgendes heraus: O du liebs guets Ringele, so mueb i di' wieder seha! Gott sei Dank, daß i wenigschteens den Zettel han, meiner Zöebtag geb i koin Mannsbild mehr das Geringste und wenn als alte Jungfer sterba mueß. Geh. Vroni, sei g'scheidt! bemerkte der Angeklagte, in a acht Täg kimm i wieder in's Geschäft, na' zahl i die drei Mark! z'sammt 'n Zins. Schaug. wenn ma' g'heirat hätt'n, hätst gar nix! Fröil! hätt i nacker gar nix. aber wenigscktens Di hätt i. Niznutz. schlechter, Hinterlist!, ger! erwiderte die entrüstete Zeugin. Richter: Meinen Sie nicht, daß et Sie am Ende doch noch heirathet Dann wäre kein strafbares Reat gegeben un Sie könnten auf die einsackst.
Weise zu Ihrem Ring wieder komtnen. Zeugin: Frages 'n selber, Herr Stadtrichter! Dafür sitzt er ja da! Angeklagter: Na! saci'n mer halt meinetwegen! I bin zwar harb d'rüKer, daß mi' d' Vroni auf's Bank! bracht hat, aber in der Noth frißt der Teufel Fliegen. Also macha mer's im Guet'n aus und 'n Ring mueß sie auslosen. Damit war der kriminelle Theil deS Liebesdramas erledigt, die Parteien traten ab. Im Zuhorerraum entstand eine Bewegung, ein. Mädchen drängte nach der Thüre in möglichster Eile und trat dem wiederversohnten Paar hochgerötheten Gesichtes entgegen, ein Sonnenschirm schepperte auf den Kopf des verblümten Metzgers, daß die Drahtsiangerl davonsprangen, noch einmal zog die wüthende Köchin auf und hätte nicht ein Zuschauer den Hieb parirt. um den Kopfputz der Schwäbin wäre es geschehen gewesen. Der tapfere Metzqer entsprang, er hatte genug des schauerigen Spieles um seine werthe Persönlichkeit. Nun fuhr die Schwäbin. welche die Sachlage schnell erkannt hatte, ihrer Nebenbuhlerin in dieHaare und zerrte aufwärts; mit einem Schrei ergriff die Köchin eine Handvoll wirr und zwecklos emporstarrender Stirnfransen ihrer Widersacherin, bis ein Gendarm denKampf beendete und beide Damen zur Beruhigung notirte. Auf dem Kampsplatze verkleb ein Büschel gelber und eine Strähne schwarzer Haare, die Fragmente eines zertrümmerten Sonnenschirmes, eine schottische Schleife und ein Fetzen von einem braunen Schulterkrägerl. Dies waren die brtteren Früchte von einem Darlehen von 3 Mark, der Frau Bas' entnommen. Eine Henne als Katzenmutter. Tan Katzen nach Verlust der eiaenen Jungen solche von anderen Thieren, ja zogar von lolcyen, denen t sonst begierig nachstellen, annehmen, dafür wer den ja zahlreiche Beisviele er,äblt: junge Ratten, Mäuse, Hasen u. s. w. yaoen sotcyes am eigenen Leide ersah ren. Ja. eS ist scdon voraekommen. daß Katzen ruhig still hielten, wenn Kuaen bet ihnen sich zu wärmen suchten. Der Fall aber, daß eine Henne sich in mütterlicher Liebe junger Katzen annimmt, dürste doch noch nicht dage Wesen sein. Einen solchen Fall v.n Adoption junger Kätzchen durch ein biederes Huhn erzählt neuerdings ein eng UscheS Blatt. Eine Katze, die für gewohnlich in einem geschlossenen Hof emtrachtiglich mtt den Huhnern zusam menlebte. brockte eineS Taaes in einem Hühnernest vier Kätzchen zur Welt. Eine Senne, die aerade brüten und diesen Drana in demselben Nest befrie. digen wollte, fand nichts Besseres zu lyun, als einfach die tteme Brüt zu adoptiren, indem sie sich auf das Nest setzte und die jungen Kätzchen unter ihre Fittiche nahm, so lange die rechte Mutter abwesend war. Als diese sich nun wieder aus ihre Mutterpflichten besann und zurück kam. um die .unaen zu nähren, entspann sich ein erbitterter Kampf zwischen der Katze und der enne, m dem die ttatze den Sieg da vontrug. Sie legte sich in das Nest und saugte ihre Jungen. Das Huhn uverwachte inzwischen aufmerksam die Lage, und sobald die Katze wieder fort war. kehrte eS zu seinen angenommenen Kleinen zurück. Zuerst wurde eS schon manchmal von der Kake aewaltsam ver scheucht, nach ein paar .Tagen begriffen . r,.: ofc:. :u rn rt . r.t .k I ucive .tjcuciyic vur; svoaiv oie a?e kam, verliev die Henne das . Nest und stillte inzwischen ihren Hunger und Durst; sobald aber die Sehnsucht nach Mäusen die Katze fortzog, nahm die Henne ihren Platz wieder ein. Und die kleinen Katzen ließen sich diese Stief Mutterschaft sehr gerne gefallen. ' ' Hin , Sehen und ttxn Soll daö Hauö stets sein ! Die besten Bürsten kauft man bei H.. Schwede l, 420 Oft MeCarty Straße.' Kaufe Mncho's Beft Havanna CiqarS." .
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