Indiana Tribüne, Volume 18, Number 337, Indianapolis, Marion County, 24 August 1895 — Page 2

Jndwna Tribüne.

Erscheint Täglich und onntag?. Die tZgltche.TriSane'' kostet durch den TrSger 11 Cents per Woche, die eonntazS-.Tribüne'l et per Woche. Seide ufamme 15 Cent ,de eZ llentö per r?oukt. Per Post außerhalb der tdt zugeschickt i Vorausbezahlung f per rjar. rot 18 2ü& Alabama Straße. Indianapolis, 3nd.,24 August 1895. Inr Lage der Missionen in China. UtUz ba5 furchtbare Blutbad, welches chinesische Fanatiker unter den christlichen Missionaren angerichtet haden, hat das Kabel kurz Meldung ge macht, doch ist der den entsetzlichen Greueln, voraufgegangenen Ereignisse und über die Lage der Missionen selbst keine Erwähnung geschehen. Es erscheint daher am Platze, ein au gut unterrichtete: Quelle stammendes Schreiben, welches die dortigenVerhältnisse greÄ beleuchtet, zu reproöuciren, Es heißt in demselben: Seit Jahresfrist war man gewohnt, ohne allzu großes Erstaunen von chinesischen Niederlagen zu lesen. Jetzt haben die Chinesen jedoch das Gebeimniß entdeckt, wie man Siege erfechten kann. Die von den Generälen Neh und Song anaeführten Soldatenbanden greifen aber nicht etwa' die Japaner an. sondern ermorden die fremden Missionare. General Feh, der den französischen Pater Bozean am 29. Juli 1894 ermorden ließ, wurde wegen dieser Heldenthat zum Tode verurtheilt. Der Vicekönig von SuTschu. den wahrscheinlich der Ruhm deö Generals Veh nicht schlafen ließ, trachtet nun da nach, seinem Hasse gegen die Ausländer irgendwie Luft zu machen, und will jetzt seine Kräfte mit den katholischeu und protestantischen Missionen messen. Er ist seit acht Jahren Gouverneur von Su-Tschu, einer herrlichen Provinz, die als eine der ersten von ganz Edina gelten kann. In dieser, dem europäischen Einfluß noch wenig ausgesetzten Provinz wirken feit dem Jahre 1753 französische Missionare. Nachdem sie die ersten Hindernisse unter unsäglicher Mühe überwunden, waren sie es. die als Pioniere der Civilisation das Ziel durch Marksteine in ixn sehr bevölkerten Städten chentus. Tchonking. Kiating, Lutcheu, Sonifu u. a. absteckten. Die in Su-Tschu wirkenden Missionen haben, je nach den Verhältnissen. großeWechselsälle durchlebt. Vor Kurzem noch blühte ihr Werk. 90.000 Christen mit mehr als 100 Missionaren. 80 eingeborene Priester, 6 Seminare mit 200 Schülern. 400 Schulen und WaisenhausanstalUn; all' das gehörte zu den drei Missionsanstalten in Su-Tschu beim Ablaufe des Jahres 1894. Die englischen Missionen waren vertreten durch 20 Missionare nebst ihren Familien. Der Sturm, der den beiden Missionen im Süden und Westen drohte, brach nicht unvorhergesehen los; lange schon kündigte er sich an. Die Mandarinen von Su-Tschu, wie überhaupt im ganzen chinesischen Lande, sind nur anscheir.'nd geachtet, weil sie gefürchtet sind; was ihren moralischen, inneren Werth anbelangt, so stehen sie 2uf einer sehr niedrigen Stufe; sie zeichnen sich aus durch ihre Ungerechtigkeiten, Erpressungen und Grausamkeiten gegen das Volk. Da sie beinahe vollständig ihre eigenen Herren sind, besonders wenn sie in Gunst bei ihren Vorgesetzten stehen, so machen sie sich ein Gesetz für sich. Ihr Leben verbringen sie im Genuß von Opium und Geldverschwendung, und Reichthum ist daS einze. wonach sie hauptsächlich streben. Der Missiona? ist für den Mandarinen ein geschworener Feind aus leicht begreif!!chen Gründen, weil der Missionar der Anwalt seiner Glaubensgenossen ist. Seit acht Jahren hat der Vicekönig keine einzige Gelegenheit vorübergehen lassen, ohne sich dem Wirken der Mrssionare entgegenzustellen. Diese schreckliche Persönlichkeit, dessen teuflischer Haß sich jeden Augenblick fühlbar macht, ist für die Missionen wie eine schreckliche Geißel gewesen, gegen welche die thätigsten und wackersten Vertreter Frankreichs nichts auszurichten vermochten. Seit der Ankunft des französischen Gesandten Grard. dessen Energie von Grund aus die Lage der französischen Gesandtschaft änderte, hat das Wüthen des Vicekönigs nachgelassen. Er hat nun eingesehen, daß er nicht unzestraft die Depeschen des Gesandten verächtlich bei Seite werfen kann, daß die Zeit der bisher an den Tag gelegten Schwäche vorüber ist. Die französische Gesandtschaft hat ein beachtungswerthes Geschwader zurVerfügung, um ihrem Ansehen Nachdruck geben zu können. Wenn Frankreich zehn Jahre lang mit Geduld dem scheußlichen Thun des Vicekönigs zugesehen hat. was er als Furcht auslegte, so muß er jetzt einsehen, daß diese Geduld erschöpft ist. Schon früher hätte er dies einfehen müssen. Er wollte jedoch seine Kühnheit beweisen. Seit dem Monat Februar ließ er Aufrufe vertheilen, um die Ausschreitungen vorzubereiten, die später vorgekommen sind. Das Volk sollte und mußte, nach seiner Ansicht, sich von den Missionare trennen. Demzufolge würd: das V?rbot erlassen, sie aufzunehmen und ihnen die Niederlassung z-a gestatten. Regelrecht ausgestellte Pässe wurden confiscirt, Christen mißbandelt und elngekerseit." ' . Ueber den eigentlichen Anlaß zu den Greueln von Tschengtu, der Hauptstadt von Szetschuen, berichtet der .Ostasiat. Lloyd- das Folgende: .Ein in Tschengtu thätiger protestantischer Mission? - Doctor hatte an einer Chinesin, die im Wochenbette lag. eine Operation vorgenommen. Das Kind kam als prächtiger Knabe zu? Welt, doch die Mutter wurde von. Tag zu Tag schwächer. Obgleich sie in ihrer Krankheit von dem Missionsarzt bebandelt wurde, starb sie doch bald darauf. Der Mann der Verstorbenen

sandte nach dem Arzte und sobald dieser die Frau fite todt erklärte, sprang er aus ihn los und klagte ihn an. am Tode seiner Frau schuld zu sein. Ein Kamps entspann sich zwischen den Beiden, doch gelang es dem Arzte, das Freie zu erreichen; er wurde vom Manne der Verstorbenen verfolgt und das laute Geschrei des Letzteren brachte sehr bald eine große Menschenmenge zusammen. Einer aus dem pausen versetzte dem Doctor einen heftigen Schlag, woraufhin der Angegriffene sich zu vertheidigen begann. Dies war das Signal zu den Worten: .Ermordet denFremden!" Da er fein Leben in Gefahr sah, blieb ihm nichts anderes übrig, als sein Heil in der Flucht zu suchen. Es gelang ihm auch, von einem großen Pöbelhaufen verfolgt, sein Hospital zu erreichen. Ein Theil des Haufens drang nun in den Hof des Gebäudes ein, doch wurde er wieder von dem Arzte herausgetrieben, der darauf den Thorweg schloß. Da es inzwischen Nacht geworden war. zerstreute sich der Haufen wieder. Die Sache wurde den Beamten gemeldet, die eineLeichenschau an der todten Frau anordneten, und zwei Tage lang war der ganze Stadtbezirk in Aufruhr; Jedermann ging, um die Verstorbene, die. wie das Volk behauptete, durch den fremden Arzt umgebracht worden war. zu sehen. Täglich passirten große Menschenmengen das Wohnhaus des Arztes, indem fic lau! ausriefen: -.Brennt die Häuser der Fremden nieder!" Dieser Vorfall, der im Munde des Volkes seh? bald mit ungeheuerlichster Aus-

schmückung seine Runde machte, fachte die unteren Klassen 'der Bevölkerung so sebr an. daß sich Haufen bildeten, d Ende Mai die verschiedenen dort bekindlichen Missionöanstalten angriffen und demolirten. Wahrend der Demolirung der französischen MissionLgebaude rn Tschengtu erbrach die Menge das Grab deZ vor 70 Jahren von den Chinesen enthaupteten Bischofs Dufresse, welches sich im Garten der Missionsanstalt befindet, und nahm das Gerippe deS Märtyrers heraus. Dasselbe wurde dann vom Hausen durch die Straßen Tschengtu's getragen, der dabei ausrief, daß dies die Gebeine von Chinesen wären, welche von den Mlsswnaren ermordet worden seien; man hätte sie in den Kellerräumen der Anstalt gefunden. Dies trug nicht wenig dazu bei. die Gemüther der Bevölkerung noch mehr gegen die Missionare aufzureizen." Nadelanstatt Pflug. Cs dürfte nur wenia bekannt sein. ist aber nichtsdestoweniger eine Thataqt, oag in manchen Gegenden des Prohibitionsstaates Maine viele Landleute den Pflug zu dem alten Eisen geworfen haben und mit der Nadel ihr tägliches Brod erwerben. Nicht nur die großen Bostoner Fabrikanten lassen in Maine Männerkleider in ungeheuren Quantitäten, anfertigen, auch aus New ?)ork werden zugeschnittene Stoffe dorthin gesandt, um als fertige Waare zurückzukehren. Die ersten Anfänge dieser Industrie datiren viele Jahre zurück. Anfänglich Lbernah men Schneiderinnen in den kleinen Ortschaften von Maine von den Bostoner Fabrikanten Näharbeiten contractlich und. stellten dieselben mit Hilfe von Nachbarinnen, denen es um einen Nebenverdienst zu thun war.' fertig; allmälig zogen sie auch Frauen und Töchter der Farmer, ja diese selbst heran und heute wird in vielen Landdistrikten mehr Geld mit der Nadel. als mit dem Pfluge verdient. Unternehmende Leute schlössen mit den Fabrikanten bedeutende Contrakte ab und errichteten Werkstätten, in denen ihre Nachbarn arbeiteten. Als dann das Geschäft immer mehr an Ausdehnung gewann, wurden sogar ActienGesellschaften gegründet, die neuesten Maschinen angeschafft und das Kleidernähen in durchaus systematischer Weise betrieben. Die- Fabrikanten waren und sind mit den gelieferten Arbeiten vollauf zufrieden, denn die Kleider werden prompt abgeliefert, und nur selten kommen Verluste dadurch vor, daß Waaren ruinirt werden. Das Kleidernähen ist heute in Maine eingebürgert, wie die Holzindustrie und die Herstellung von Holzbrei für die Papierfabrikation. Die Centren der Kleiderindustrie befinden sich im Kennebec-Thale und im Rangeley-District, doch wird dieselbe auch in anderen Gegenden schwunghaft betrieben. Die Ortschaften Nonidgewoek, Skowhegan, Waterville. Fairfield, Farmington u. s. w. sind in dieser Hinsicht an erster Stelle zu nennen. Das Nähen ist aber keine sogenannte Hausindustrie, sondern wird in zwei- bis dreistöckigen Holzgebäuden betrieben, welche freistehen und nlöglichst viele Fenster haben, um soviel Licht und Luft, als nur irgend angeht, zu bekommen. Alle Nähmaschinen werden entweder durch Dampfcder Wasserkraft in Bewegung gesetzt; auch das Bügeln, welches ausschließlich Männer in Händen haben, geschieht mittels Maschinen.. In jenen Gegenden, wo der Ackerbau nur kärg. liche Erträge liefert, hat sich die Klei derindustrie als ein wahrer Segen erwiesen. Anfänglick verhielten sich die Landleute dem neuen Erwerbszweige gegenüber ,sehr ablehnend, da diese Art von Arbeit für einen .Gebildeten" als erniedrigend anaeseben wurde. Aber die Vorurtheile schwanden bald, alö die .gebildeten" Hungerleider sahen, daß der Verdienst lohnend war und nicht nur einen auskömmlichen Lebensunterhalt gewährte, sondern auch die Abzahlung drückender Hypothekenschulden ermöglichte. Heute arbeiten nicht nur Frauen und Mädchen in den Werkstätten, sondern auch junge Männer, welche Colleges besucht haben. erwerben dort die nöthigen Mittel. um in den aroken Metrovolen des Ostens als Advokaten .u. s. w. einen einiragliazen erus beginnen zu können. Unter den Advokaten Predigern. Kausleuten in New Bork

und BosronMI'eZ yeuke gar Manchen. der die ihm von einem sashionablen Schneider gelieferten Kleider mit Kennerauqen prüfen kann, soweit Nähte. Knopflöcher, Taschen u. s. w. in Betracht kommen, hat er doch in seinem Heimathsorte in seiner Jugend ähnliche Arbeiten verrichtet. Die Arbeit in den Werkstätten ist nicht schwer, da. wie gesagt, dieselbe überall mit Hilfe von Maschinen geleistet wird. Ueberstunden sind unbekannt, denn die Unternehmer lassen, wenn die Arbeit drägt. die Nähereien von den Farmer-

frauen. welche außer dem Hause nicht arbeiten können, in den eigenen Wohnungen verrichten. Und die sanitären Verhältnisse in den Werkstätten lassen nichts zu wünschen übrig. Die Bezahlunq ist. unter Berücksichtigung der localen Verhältnisse, zufriedenstellend. Während in Boston und New Jork ein Wochenlohn von $6 bis $15 gering erscheint, ist ein solcher auf dem Lande in Maine gut zu nennen, weil dort der Lebensunterhalt wenig kostet. Für 550 per Jahr kann man ein Häuschen von 7 Zimmern nebst einem halben Acre Land miethen und für 52.50 bis 53.50 pro Woche ist gute Kost zu haben. Die Billigkeit sowie Güte der Arbeit. und die häusigen Streiks haben Neuerdings viele Groß-Fabrikanten von New 9)orl veranlaßt, ihre Näh arbeiten ebenfalls in jenen Gegenden herstellen zu lassen. Die zugeschnittenen Stosse werden auf Dampfern nach Portland gesandt, und von dort per Bahn an die Bestimmungsorte weiterbesördert. wo die Kleider in 30 Stunden fertiggestellt werden. Die befriedigenden Verhältnisse, in denen die Kleidernäher in Maine leben, haben den Gedanken nahe gelegt, durch Etablirung von Werkstätten in den kleinen Ortschaften von New Jersey Long Island. u. s. w. dem fluchwürdigen Schwitzbüdensystem in New Vor! ein Ende zu machen; daß dies abel ohne strenge Gesetze gegen dieses so. ciale Uebel sich wird durchführen lafjicn, muss bezweifelt werden, so lang die Tausende weißer Sklaven, welch in den Schwitzbuden arbeiten, sie nicht dazu verstehen, nach kleinen Ort 'chaften iibrz'.lsiepsn. Tie Rothyaut an derArb.. Nicht blos die Ausländer, auch die meisten Bewohner der Vereinigten Staaten haben von den Rothhäuten unseres Landes durchaus falsche Vorstellungen und diese zu modificiren, sind die von dem Jndianer-Bureau soeben bekannt gegebenen Mittheilungen wohl geeignet. Meistens werden die Indianer als faules, arbeitsscheues Gesinde! verschrieen, auch kann es keinem Zweifel unterliegen, daß einzelne Stämme und Banden dieses schlechte Renommee vollauf verdienen; allein die Mehrzahl von ihnen erwirbt das tägliche Brod im Schweiße des Ange. sichte. Nach den neuesten Ausweisen t'bt es in den Vereinigten Staaten ca. 247.000 Indianer und von dieser Ge ,'ammtzahl erhalten nur 53.000 oder weniger als der vierte Theil von der Lundes-Negierung Rationen. Im Uebrigen übersteigt der Werth der Ra tionen. welche die Angehörigen einzelner Stämme beziehen, kaum! einige Dollars pro Jahr, wofür sie noch zu Arvelteielitungen verpflichtet sind. Im Jndianer-jTerritorium gibt es an 70.000 Rothhäute. Angehörige der civilisirten Stämme, welche keine Ration nen beziehen; auch die Indianer in New York, die Cherokees in NordCarolina, die Pueblos in New Mexico sowie die meisten der am Stil, len Ocean hausenden Stämme erwerben thren Lebensunterhalt selbst, wogegen dieMehrzahl der Ratlonenempfänger in den Dakotas und Montana lebt. Selbst viele Indianer, welche zu Onkel Sam's Pfleglingen gehören, haben für die Rationen im Voraus bezahlt, indem sie der Bundes-Regie-rung Land verkauften, dessen Preis sie zu festgesetzten Terminen in Nahrungsmitteln, Kleider und anderen Lebensbedürfnissen erhalten ; sie ha ben also auf diese Nationen ein volles Anrecht. In dem abgelaufenen Fiscaljahre ernteten die Indianer 11,722,6156 Vushel Weizen, 1,373,230 Vushel Mais und beträchtliche Quantitäten Hafer. Gerste, Heu sowie Gemüse. Sie verkauften über 30,000.000 Fuß Holz, fabricirten und brachten viele Tausend Pfund Butter auf denMarkt. In ihrem Besitze befanden sich 206.. 844 Haupt Rindvieh, eine viel größere Zahl von Pferden wie Maulthieren und 1.233.633 Schafen und Ziegen. Die Producte ihrer Farmen und Viehzüchtereien wies gegen die Vorjahre be deutende Zunahmen auf und im an zen belief sich Uz Werth der von -ihnen auf den Markt gebrachten Producte auf $1,220.517. Die Zahl derjenigen Indianer, welche nicht auf Reservationen ansässig waren und Steuern zahlten, belief sich auf 35.000 und immer mehr sagen sich von der alten Sitte, Land im Gemeinbesitz zu eignen, los, so daß die Zahl der Rothhäute, welche auf das Bürgerrecht An spruch haben, stetig wächst. Bei den letztem Bundeswahlen sollen bereits 22.000 Indianer gestimmt haben. Allein irotz dieser erfreulichen. Thatfachen haben die Indianer, als Ganzes, keine großen Erfolge als Farmer aufzuweisen. Diejenigen, welchen Ra. tionen von Rechtswegen zustehen, haben keine Veranlassung zum Bestellen des Bodens, umsomehr als ihre, na, tllrliche Disposition sie dieser Art von Arbeit wenig geneigt macht. Ihrer Neigung -azt die Viehzucht vle! mehr zu und wenn die Bundes-Regierung sie ermuthigen würde, das für die Verproviz.itlrung der im Westen belegenen Forts und Garnisonen erforderliche Rindvieh zu ziehen, so würde das 'den Indianern bedeutende Anre gung gewähren, als Liehzüchter nach besseren Resultate zu streben. Ein arger Uebechand, Mlcher sich dem Fortschreiten der Indianer auf dem Gebiete des 'Landbaues entgegenstellt, ist in der Thatsache zu suchen, daß die Reservationen vieler Stäm-

me :n den wasserarmen und unfruchtbaren Gegenden dee W.'stenz belegen sind. In allen diesen Fällen leben die Rothhäute a.lf fruchtbaren Oasen ver streut und das Personal der Agentu r?n hat deshalb große Schwierigkeiten zu überwinden, wenn sie ihre Pfleae

befohlenen im, anooau unterwe:-;en will. Die Indianer selbst haben me stens sehr große Entfernungen zurück zulegen, um sich die nöthigen Lebensbedürfnisse zu verschaffen, ub während ihrer Mwesenheit kümmert sich Niemand um ihre Felder und ihr Vieh. Wenn man in Betracht zieht, daß die meisten weißen Ansiedler in jenen Gegenden kostspielige Bewässerungsanla gen construiren mußten, um ihren Federn lohnende Erträge abzugewinnen. dann findet man die mäßigen Erfolge der Rothhäute .wohl erklärlich. ?st doch die Bundes-Regierung kaum über die ersten Anfänge. Indianer!dereien zu bewässern, herausgekommen. Allmälig werden unzweifelhaft auch hierin Fortschritte gemacht werden und demzufolge die Landerträge sich mehren. Die Hauptfactoren. ohne welche an die Civilisirung der Indianer nicht zu denken ist, sind Schulbildung und Einze'.besitz von Land. Die Rothhäutc hieran zu gewöhnen, hält sehr schwer, doch ergeben die Berichte des IndianerBureau von Jahr zu Jahr eine zwar kleine, aber doch stetige Zunahme der civilisirten Indianer. SZeeluS über Anarchismus. Der bekannte französische Geograph, Philosoph und Anarchist Elis-e Reclus, welcher an dem jüngst in London stattgehabten Geographencongreß theil nahin hat bei dieser Gelegenheit im South Palace Institut zu Frnsbury einen Aortrag über den Anarchismus zehalten. Die Halle war dicht gefüllt und die Hörerschaft lauschte mit gespanntem Interesse dem Vortrage, den Elis6e RecluZ in tadellosem Englisch nach dem Manuscript las. RecluZ baut seine Lehrsätze auf historisch"? Zrundlage auf. Er gab einen Abriß aus der Geschichte der Kaiser der Antoninischen Epoche und der Entwickelung einzelner mittelalterlicher Staaten Italiens, um die .Moral" der anarchistischen Anschauungen lebendig zu demonstriren. Die heutige Ordnung bestehe auZ Aussaugern und armen Opfern des brutalsten Egoismus. Nur der anarchistische Zustand, die wirkliche. Freiheit und Entfesselung der Kräfte jedes Individuums im Sinne der Wohlfahrt Aller könne das Ziel jedeZ menschenfreundlichen StrebenZ sem. Der eigentliche Anarchismus sei gleichbedeutend mit dem Idealismus. An den Vortrag schloß sich eine Diöcufsion, in der Herr RecluZ über feine Stellung zu den .Prvpagisten der That", den Bombenwerfern und Höllenmafchinen - Fabrikanten, m recht nachdrücklicher Art examinirt wurde. Der Forscher half sich mit einer Reihe von hypothetischen, stark gewundenen Sätzen : wenn unter den heutigen jämmerlichen Zuständen! socialen Elends und bitterster Noth ein armer Teufel an Stätten der Lust undFreude durch daS Gefühl der eigenen Verzweiflung dazu verführt werde, mit einem Eclat, einem .blow it up" die Rechnung abzuschließen, so sei daS, wenn auch nicht zu billigen, so doch zu 8 verstehen. Die Weinernte in Frankreich. Trotz der sehr günstigen Witterung erwartet man in Frankreich eine schlechte Weinernte; in, diesem Jahre. Gerade in den Hauptweingegenden, in den Departements Hrault, Aude und Gard, sieht es sehr schlimm aus. Die Reblaus trägt keine Schuld daran; feit geraumer Zeit kennt man sie nur noch dem Namen nach. Die Neupflanzung der Weinberge ist überall durchgeführt. Das Departement H6rault, das vor der Reblauskrise 220.000 Hektaren Weinberge zählte, besitzt heute 200.000 mit amerikanischen Reben neu bepflanzte. Diefe haben in ihren Wurzeln die Reblaus mitgebracht, mit der sie indessen fertig werden. Aber nicht diese allein, sondern auch andere Parasiten haben sie nach Europa eingeschleppt. Der verbttitetste, über den sich die Winzer am meisten beklagen, der Mildew, kann nicht die ungeheueren Verwüstungen hervorgebracht haben, über die man sich in diesem Jahre beklagt. Denn man kennt zu gut die Mittel, um ihn zu bekämpfen und seine Ausbreitung zu verhindern. DaS Kupfervitriol ist dieses Mittel. Man combinirt es mit anderen Producten und bringt eS in flüssiger oder in Pulverform zur An Wendung. Die Hauptfache ist. daß es auf die Blätter gestreut wird, sobald sie ausbrechen. Das Mittel ist aber nur vorbeugend. Wendet man es zu spät an, so wird der Mildew, der zuerst auf der Kehrseite des Blattes als ganz kleiner weißer Thau, dem bloßen Auge kaum sichtbar, erscheint, sich mehr und mehr ausbreiten, das Blatt verdorren 'lnd zum Abfallen bringen und somit die Traube den verderblichen Strahlen der Sonne aussetzen. Die Ernte ist dann verloren und die Gesundheit der Rebe gefährdet. Das ist in diesem Jahre der Fall. .Der Mildew ist vielleicht nie so verhängnißvoll gewesen, als in diesem Jahre." erklärt der Weinbau Professor Aiala vom Institut Agronomique. Die starken und unaufhörlichen Regengüsse, die Ende Mai und Anfang Juni stattfanden und auf welche überall heißeS und nebeliges Wetter folgte, waren der Entwickelung dieser Krankheit sehr günstig. Niemals sind alle Umstände so zusammengetroffen, um den verheerenden Gang deS Parasiten in gleicher Weise zu erleichtern. Man konnte auch nicht mit der Kupfervitriol - Behandlung in den Weinbergen genügend vorgehen, da diese überschwemmt waren und die Reaengllss? das Vitriol immer wegwuschen. Daher ist das Unheil in gewis. sen Gegenden ganz unbeschreiblich. In den Ebenen des H6rault, der Aude und des Gard sind die Reben in wenigen Tagen ganz entblätterr worden; die Trauben sind völlig verloren und die Aeste beainnen auszutrocknen: das

ist jo wett gesehen, daß der Dr. Cot. Teputirter von Böziers. in seinem Wahlkreise Weinberge sah. die man. wie im December, beschneiden mußte." Der Mildew ist übrigens noch von anderen Feinden der Rebe begleitet worden. wie von der Chlorose und der An-

thraonose, die im Bar die Halste der Ernte gekostet hat, und von der Blackrot, deren AngrrNe tn gewmen negenfc.n Amerikas aaiu wie in Frankreich die Rebliusverwüstungen die Vernichtun aanttr Weinberge herbeiführte. Man hat noch kein Mittel gegen diese Krankheit gesunden. Nach der .vtevue de Viticulture". die eine um assenve Enquüte über den angerichteten Schaden angestellt hat, delragt der cyaven im Gard, in der Aude und im Hrault gegen 50 Procent der ganzen Ernte; der Herault. der im vorigen Jahre 8.806.526 Hektoliter producirte. wird böckNens 4 Millionen liefern, der Gard 1.200.000 statt 2.220.297 und die Aude 2.500.000 statt 4.7So,2to 5ektoliter im Vorjahre. In den OstPyrenäen sind zwei Drittel der Ernte vernichtet. Das Vertrocknen, die Anthraonose, der Blaarot und der Milden, baben stark das Aussehen der Rhonemündung. des Var, der beiden Charentes. der (Älronve. ves LoUtl Garonne. des Gers und der Vaucluse beeinträchtigt. Selbst die optimistischsten Berichte der mit der Lage vertrauten Versonen aelangen zu demSchlusse. daß die Ernte von 1895 vierzehn Millionen Hektoliter weniger als im Vorjähre, also 25 statt 39 illlwnen betragen wird. Deutsche Stc&UTlaQtXQtttu Mckl,nburs. Schwerin. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten bei guter Gesundheit und im Kreise froher Kinder und Kindeök4nder die Paepke'sche Eheleute im Alter von 85 resp. 75 Jahren. Der Großherzog erfreute das Jubelpaar neben einem huldvollen Glückwunschschreiben noch durch sein Bildniß in Goldrahmen. Am Vormittage erschien Pastor Behm und vollzog in feierlicher Weise die Einsegnung des alten PaareS. R o st o ck. Nach der nunmehr beendeten Revision der Zählformulare für die im vorigen Monat stattgefundene Berufs- und Gewerbezählung stellt sich das genaue Resultat für Rostock wie folgt: Es wurden 23.079-männliche und 25.367 weibliche Personen gezählt, so daß Rostock zur Zeit 43.446 Einwohner hat. Hw. B ü ck e b u r g. Einen sestenSchlaf hatte ein hiesiger Postbote. Das Bett, in welchem er ruhte, wurde während eines Gewitters von einem Blitzstrahl getroffen und gerieth in Brand,' ohne daß der Postbote erwachte. Glücklicherweise konnte er von anderen Personen seinen Träumen entrissen und der Gefahr entzogen werden. z?vansct,rvelg. Braunschweig. In Broizem ist dieser Tage der 21 Jahre alte Paul Dreikant aus Buchholz vom Blitze erschlagen worden. Der Verstorbene war mit noch anderen Personen mit Erntearbeiten beschäftigt und beging während eines heftigen Gewitters die Unvorsichtigkeit, die Senfe zu fchärfen. In demselben Augenblick fuhr ein Blitzstrahl in den Körper deö Unglücklichen. Der Strahl schlug ihm ein Loch in den Kopf, fuhr dann an der Seite heraus und gina am Körper entlang bis zum Fuße, dessen Bekleidung vollig zerfetzt wurde. Ein neben Dreikant stehender Arbeitsbursche wurde betäubt. VKNrZnaen. Ei sen ach. Ein Raubmord, welcher vor 14 Jahre in dem Dorfe WUnschensuhl verübt wurde, ist jetzt durch die Aussagen des eigenen Sohnes der Mörder entdeckt worden. Der Wirth vom Schwan in Wünschensuhl hatte einen Fremden, der bei ihm übernachtete, ermordet, ihm sein Geld im Betrage von 3000 Mark abgenommen und dann die Leiche im Keller ver graben. Jetzt hat der Sohn des Mörders, der mit seinem Vater in Streit gerathen war, weil derselbe, trotz seines Alters, ihm die Wirthschaft nicht übergeben wollte, nach dem Verlauf von 14 Jahren seinen Vater als Mörder denuncirt. Die großherzogliche Staatsanwaltschaft hat sich sofort der Sache bemächtigt und auch die Knochentheile des Ermordeten im Keller gefunden. Vater und Sohn wurden verhaftet. L ehe sten. Commerzienrath Oer tel hat an seinem 70. Geburtstag seinen Arbeitern ein Kapital von 100.000 M. gestiftet, dessen Zinsen in einer der StiftungZurkunde entsprechenden Weise den Arbeitern zu Gute kommen sollen. Pößneck. Hier hat sich ein schrecklicher Unglücksfall ereianet. Ein 75 Kubikmeter haltender Färbereibottich in der Flanellfabrik Siegel & Schütze stürzte plötzlich von seinem zroei Stockwerk hohen Lager herab, durchschlug daS Dach des Färbereigebäudes und zertrümmerte Gebalk und Säulen. Zwei Arbeiter und ein Fürberlehrling wurden von dem einstürzenden GebAk zu Boden geschleudert, erstere nur leicht verletzt. Der Lehr ling Freyfolgt wurde mit eingedrücktem Brustkasten auZ den Trummern bervorgezogen. Er verfiel in heftige Krampfe und ist noch bewußtlos. Saalburg. Unsere Stadt hat, wie die Berufs- und Gewerbezählung ergeben hat, nur noch 874 Bewohner. Vor kaum LOJahren hatte sie noch gegen 1400. Sachr. Dresden. Der kürzlich hier verstorbene Baumeister Sünderhauf hinterläßt ein Vermögen von ca. 2 Millionen Mark. Sünderhaus rat sich nach snnerTheilnahme am deutschfranzosischen Feldzuge in Dresden als Baumeister niedergelassen und hier die größten Bauten in der Pragerstraße ausgeführt. Universalerbin ist seine in Kleinzobern noch lebende 72 Jabre alte Mutter. Der Verstorbene, der nur ein Alter von 43 Jahren erreichte, hat verschiedene Legate von ca. 100.000 M. aüSaesedt. die theils in DreZ-

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wii nr I t uiLi den, theils im Vogtlanbe verwendet werden. F r e i b e r g. Der Doppelmörder Felder hat sich in seiner Zelle im Untersuchungsgefängniß des hiesigen Koniglichen Landgerichts erhängt. Der Verbrecher hat damit der irdischen Gerechtigkeit vorgegriffen. Beklagenswerth bleibt sein Tod nur deshalb, als über die zwei weiteren Mordthaten, deren man Felder mit schwerwiegen, den Gründen beschuldigt, nunmehr woht schwerlich jemals Klarheit geschaffen werden wird. . Leipzig. Ein vom König!. Landgericht in Dresden nicht weniger als viermal wegen 'Betrugs bestrafter 35 Jahre alter Literat aus Neustidt bei Danzig. der. nachdem er sein Studium beendet, bereits in Amt und Würden war, wurde wiederum wegen zahlreicher verübter Betrügereien hier verhaftet. Wolken stein. Bei dem Bau der Fabrik Falkenhorst hatte der mit .Ziegelfahren beschäftigte Handarbeiter Weißflog das Unglück, mit dem beladenen Schubkarren von einer -Mauer herabzustürzen, wodurch er seinen sofortigen Tod fand. Bereits vor eini gen Tagen zogen sich auf demselben Neubau zwei Arbeiter beim Theerkochen so erhebliche Brandwunden im Gesicht und an den Händen zu, daß sie im Krankenhause untergebracht werden mußten. rjr?Rfviatijum Lei?,. A l z e Y. Der hiesige Gewerbeverein hat die Absicht, im Jahre 1897 in Alzey eine Gewerbe- und IndustrieAusstellung abzuhalten und hat derselbe bereits dem Ausschüsse des Landesgewerbe - Vereins zu Darmstadt Kenntniß gegeben. V i n g e n. In Weiler bei Bingerbrück ist ein Feuer ausgebrochen, dem drei Häuser zum Opfer fielen. Mainz. Ein aus Ludwigshafen hier eingetroffene? Amerikaner vermißte seine Brieftasche mit 20.000 Mark Papiergeld. Er war dadurch von allen Baarmitteln entblößt. In höchster Aufregung wandte er sich an die Verwaltung der hessischen Ludwigsbahn, deren telegraphische Nachforschungen ergaben, daß die Brieftasche im Wartesaal erster Klasse der Ludwigsbahn zu Ludwigshafen gefunden worden war. Der Amerikaner erhielt das gesammte Geld zurück and schenkte dem Finder 1000 M. Trauern. München. Das Landgericht stellte daS Verfahren gegen die rn den Bilderdiebsbahlproceß Lenbach verwickelten Kunsthändler ein. Der Staatsanwalt erhob jedoch hiergegen Beschwerde beim Oberlandesgericht. Der Verein der Metzgermeister Münchens hat einstimmig die Abhaltung de$ altherkömmlichen Metzgersprun ges" im nächsten Jahre beschlossen und die Vorstandschaft mit den Vorarbeiten betraut. . Im Park von Schloß Berg am Starnbergersee wird bereits mit demAushauen der Lichtung begonnen, in welcher dieVotivkirche zurErinnerung an weiland König Ludwig II. zu stehen kommen soll. Die Stadt München weist laut der letzworgenommenen Berufs- und Gewerbezählung eine ortsanwefende Bevölkerung von 390.872 Personen aus. Bayreuth. Der unterhalb der Streitburg beim oberfränkischen Ort Streitberg befindliche, als sicherheitsgefährdend den. Ausflüglern bekannte hängende Felsen" wurde vor einigen Tagen- abermals von einer Commission besichtigt. Es wurde endgiltig beschlossen, ihn abzutragen. Die Abtragung soll nicht durch Sprengung, sondern durch Abmeißelung erfolgen. Die unterhalb des Felsens stehenden Häuser sollen durch Gräben und Barrikaden geschützt werden. I n g o l st a d t. Den großen Uebungen im Festungskriege vorausge hend werden sich in der Nähe unseres Platzes auf der Donau z.vischen Ge rolfing undFeldkirchen in diesemJahre größere Uebungen im Feldbrückenbau etc. abspielen, wobei das im vorigen Jahre auf der Jsar bei LandZhät geprüfte, adoptirte und theilweise neue Brückenmaterial zurVerwendung kommen wird. Nürnberg. Die Bleistiftfabrik von Johann Faber ist in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden ; daö Aktienkapital beträgt 2.800.000 Mk. fthttupfalf. C Ha m. Im nahen Radling (nach anderer Meldung in Chammünster) hat ein Bube Namens Fürwanger seinen Vater durch einen Messerstich in die Hergegend getödtet. Der Gendann, der den Buben verhaftete.wurde von dem Buben gleichfalls bedroht, soll aber nicht verletzt sein. Leimersheim. In der Nähe von tier ertranken im Rhein drei Schiffer infolge Kenternö eines Boo. teS, mit dem sie ein Frachtschiff hatten erreichen wollen. Kaufe Mucho'ö Best Havanna Ciqark."

andere Seife toird die auch nur halb so gm

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