Indiana Tribüne, Volume 18, Number 334, Indianapolis, Marion County, 21 August 1895 — Page 1

p I A 0 tr XVC riO kS iA xVS O 11 i r t i w V w t y w 4 Nl f n Office : No. 18 Süd Alabama Strafze. Jahrgaua ! Indianapolis, Zndiana, Mittwoch, den 21 August 1895. No. 334

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Editorielles, Folgendes entnehmen wir dem Milwaukee Herold" : Der Kampf der Parteien hat sich,

seitdem die Probleme einer voraufgegangenen Periode erledigt waren, um national - wirthschaftllche Fragen gedreht und dreht sich theilweise noch heute darum. Die Tarissrage darf man wohl, was den piinzipiellen Un terschied betrifft, für einstweilen erledigt halten, denn trotz deS heftigen AufeinanderplatzenS der gegenseitigen Ansichten ist als Resultat deS Kampfes doch ein Gesetz entstanden, daS ,m Großen und Ganzen obschon mit vielen Mängeln und Irrthümern auf denselben wirthschaftlichen Grundätzen fußt, deren Nichtigkeit die, siegreiche Partei der unterlegenen bestritt. DaS Prinzip deS Schutzes der einheimischen Interessen ist immerhin gewahrt und worüber noch MeirungSVerschiedenheiten bestehen mögen, daS st im Wesentlichen Sache der Adjustirung und Anpassung nach Maßgabe der sich ändernden Verhältnisse. Die Silberfrage spukt noch. Vielleicht bildet sie noch den Brennpunkt der nächsten nationalen Campagne, danach aber wird sie abgethan sei, denn äugencheinlich steht sie schon jetzt im Zeichen deS Niederganges. Die Freiprägung st bereits zum Schicksal der GreenbackIllusion verurtheilt. Wenn nun Tarif und Silber nicht mehr daS Schlagwort in der politischen Campagne geben, waS dann? Die Erfahrungen anderer Länder geben den Fingerzeig. Ueberall drangen sich die Fragen, die durch die EntWicklung des modernen Erwerbslebens entstanden find, in den Vordergrund und verlangen von den Parteien eine ntelligente Lösung im Geiste einer Zeit, der sich der geflügelte Bote der electrischen Kraft zur Seite gestellthat. Die sozialen Fragen bilden die Ausgäbe der zukünftigen P-litik; nicht reilich die Forderungen der sozialisti chen Elemente, der Schaffung eineS dealen Zukunftsreiches, in welchem der Mensch alS hochbegabtes Wesen, mit edle:: Zielen und dem reinsten, selbstosen Streben gedacht wird, ein ZukunftSgeschöps, welcher den schweren Aufstieg vom gewöhnlichen Menschen mit seinen rcin irdischen Neigungen und Impulsen hinter sich hat, sondern die Fragen eine? gerechten Vertheilung der Kräfte im gemeinsamen Zusammenwirken der produzirenden Factoren der Gesellschaft. Und solche Fragen allen in daS Erbiet der praktischen Politik." So weit der Herold, und was den ersten Theil deS Artikels betrifft, so hat er ja ganz Recht. Auch lst eö ganz richtig, daß sich die Fragen, welche durch die Entwicklung deS modernen Erwerbslebens entstanden sind, in den Vordergrund drängen, aber daS war mmer der Fall, eS kommt dabei in der Politik nur daraus an, welcher Grad von Verständniß für solche Fragen man hat, und waS man für solche Fragen halt. Ueber daS, waS der Herold" von den Forderungen der sozialistischen Elemente sagt, wollen wir nicht mit ihm streiten, denn waS Einer nicht verstehen will, daS versteht er eben nicht. WaS aber der Satz: Die Fragen einer gerechten Vertheilung der Kräfte im gemeinsamen Znsammenwirken der produzirenden Faktoren der Gesellschaft" heißen soll, daS verstehen wir nicht und wahrscheinlich auch sonst kein Mensch. ES ist dieS einer der Sätze, mit denen wahrscheinlich überhaupt nicht? gesagt werden, sondern im Gegentheil daS Verständniß aller Fragen verhindert werden soll, denn nicht aus die gereckte Vertheilung der Kräfte kommt eö an, sondern aus die gerechte Vertheilung dessen, waS durch diese Kräfte geschaffen wird. MMssMen. Inland. Wetteraussichten. Schon heute Nacht; am DonnerStag ein wenig wärmer nnd wahrschein lich Regenschauer. Gestrige Temperatur: Mazimum 75 Grad, Minimum 53 Grad. ScbisselS Wassertemperatur 80Grad. Hii Arbeiter-Angelegenheiten. New Jork, 20. Aug. 2500, Union - Wkpenmecher, darunter 700

Frauen und Mädchen, sind am Streik, um eine Erneuerung ihreö UebereinkommenS zu erzielen. Die Mäntel-macher-Union No. 1 hat einen Stück-arbeitö-Preiö unterbreitet, wonach die Raten für daS Anfertigen von Mänteln 25 bis 50 Prozent höher werben als die gegenwärtigen. ES sind 10,000 Arbeiter dabei interessirt, welche falls

nicht Zugeständnisse gemacht werden, an einen auaemelnen rrelr gegen werden. Jshpeming, Mich, 20. Aug. Hier hielten die Grubenleute gestern Nachmittag eine Versammlung ab, in welcher sie beschlossen, daS Anerbieten der Grubenbesitzer zurückzuweisen und weiterzustreiken. Die Star West Mine", südlich von Negaunee, hat den Streikern nachgegeben und den verlangten Lohntarif bewilligt; dieselbe eröffnet heute den Betrieb. Rocksord, 30 20. Aug. 150 Angestellte der Royal Mantel Co." haben gestern die Arbeit eingestellt, weil einer ihrer Führer entlassen wurde. Die Gesellschaft ist eie der bestgestellten in der Stadt und hatte selbst während der Panik keinen Tag auögesetzt. P ana, 2ll., 20. Aug. Die nördliche Grube der Pana Coal Company" wurde gestern auf unbestimmte Zeit außer Betrieb gesetzt. Die Arbeiter werden in der alten Grube beschäftigt werden. Superior, WiS , 20 Aug. Die Kohlenschlepper, welche hier seit dem 5. August streikten, find zu den alten Löhnen gestern wieder an die Arbeit gegangen. PittSburg . Pa . 20 Aug. Die GlaSfenster-Arbeiter triumphiren, ihr Lohrtarif ist so gut wie anerkannt. Die Lohnerhöhung beträgt 10 Prozent IM D i e B a d e n s e r. Cleveland,O20. Aug. Gestern Nachmittag ging der fünfte Convent deS Badischen Central'BundeS vsn Nord Amerika mit einer Ertka' Sitzung zu Ende. Die Beamtenwahl hatte solgendeö Resultat : Präsident, Phil. Bürkle, Sandukcky; Vice-Präki-dent, H Baumann, Circinnati; Sekreär, G. R. Stattelmann, Dayton; Schatzmeister Christ. Geiger, Cleveland; Vertrauensmänner, C. 2. Ludwig, Allegheny, Pa ; Carl Eichin, Chicago; Louis Wächter, Cleveland; Adam Schmidt, Buffalo; Charles Stahl, Chicago. Der nächste Convent findet im Jahre 1896 in Dayton, O , statt. Bescheidene Bahnräuber. Grand Rapid s, Mich, 20. August. Der Fly?r" genannte Ex Preßzug der Chicago und West-Michi-gan Babn, welcher Chicago um 5 Uhr verläßt, wurde heute Abend, um 9. Uhr in einem kleinen Gehölz kurz vor dem Kalamazzoofluß von 5 Räubern überfallen. Sie gaben mit einer weißen Laterne daö Haltesignal und als der Zug hielt und der Condukteur E. H. Rice auf die Platform deS GepäckwagenS tra, wurden zwei Revolverschüße aus ihn abgegeben. Gleichzeitig wurde auch auf die Lokomotive gefeuert, welche 2 Leute erstiegen, woraus sie dem Maschinisten und dem Heizer befähle) die Bremsen anzulegen und sich ruhig zu verhalten. AlS der Bremser Timothy Murphy von der Hinteren Platform mit einer Laterne absprang, feuerte einer der Räuber auch auf ihn und Murphy stürzte in die Seite getroffen in einen Graben, auS dem er sich erst wieder erhob, nachdem die Räuber abgezogen waren Condukteur Rice hatte sich in den Ge Packwagen zurückgezogen. Die Räuber aber legten eine Dynamit - Patrone unter die Seitenthüre deS WaggonS und sprengten sie. Dann wurden der Condukteur, der Gepäckmeister und der Ezpreßboote geplündert, wobei die selben $7 50 und ihre Uhren einbüßten. 3n Zeit von 20 Sekunden hatten die Räuber auch den Geldschrank ge sprengt, fanden aber nichts darin und händigten sogar dem Condukteur seine Uhr wieder ein, da er sagte, er könne sie nicht entbehren. Mit dem Wunsche einer guten Nacht zogen sich die Räuber daraus in'S Gehölz zurück, ohne die 42 Passagiere irgendwie belästigt zu haben. Man mußte eine Schiene vom Geleise entfernen, welche die bescheidenen fötfitf h.rrtitf nnt VIHVt Q H WlWVItl VMMM j) V . V jj . I hatten, und dann konnte man weiter fahren.

Die Räuber trugen Farmerkleider und waren nicht maSkirt. Die Sheriffs der benachbarten Städte wurden benachrichtigt und haben die Verfolgung begonnen.

Eisenbahnräuber all der Arbeit. North Platte, Neb., 20. Aug. Der Overland Flyer", der um 11 Uhr hier abfuhr, wurde eine Stunde später von Räubern angehalten und auöge plündert. Wie viel sie erbeuteten, ist noch unbekannt. Da die Gegend ziem lich gut besiedelt ist. hofft man die Banditen einzusangen. Minnie R. Williams det sich. m el Philadelphias Aug. Dem Anwalt deS -Massenmörders H. H. Holmes, W. A. Shoemaker, ging heute eine ..Minnie R. Williams" unterzeichnete Depesche zu, welche auS Pro vidence, N. 3., tatirt war, und sagt. die Gerüchte über ihre Ermordung seien unbegründet, und sie befinde sich vollkommen wohl. HolmeS erblickt darin natürlich die Bestätigung aller seiner Angaben, waS aber eigentlich von der Depesche zu halten ist, steht dahin. Der deutsche Kriegerbund. C 0 l u m b u S , O., 20. Aug. In der heutigen ersten offiziellen Sitzung deS Nationalen Kriegerbundeö, an welcher sich 142 Delegaten betheiligten, hielt Präsident C. I. Walruff die BegrüßungSrede und erstattete dann seinen Jahresbericht. Der Schatzmeister, Julius EggerS auS Chicago, berichtete, daß im vorigen Jahre ein Kassenbestand von 31,901 vorhanden war, die JahreS. Einnahmen $1,001, die Aus gaben $996 betrugen und deshalb ein Rest von $1,966 verbleibt. Zur DiSkusfion standen die Fragen, ob die Mitglieder gezwungen sein sollen, dem gegenseitigen LebenöversicherungSverein beizutreten und ferner auf daS Organ deS Bundes, ein in St. Louis erscheinendes Blatt, zu subscribiren. 3n den den Vorsührungszwang betreffenden Angelegenheiten wurde ein Kompromiß erzielt, wonach alle neuen Vereine und alle neuen Mitglieder diesem Zwang unterworfen werden. Ein Komite wurde ernannt, welcbeS die Konstitution und die Nebengesetze revidiren soll. Bezüglich deS angeblichen Defizits von $6.000 in den Rechnungen dcS Ex Schatzmeisters Hildebrand in Chicago erklärte der Präfident, daß ein Freund Hildebrand'S sein Ehrenwort dafür verpfändet habe, daß er daS Defizit ersetzen wolle. Ht Hochofen-Exposion. PittSburg, Pa., 20. August. Durch eine GaS. Explosion wurden heute Morgen um 5 Uhr beim Hochofen H in den Carnegie'schen Werken in Braddock 6 Arbeiter getödtet, 3 andere tödtlich und 15 leichter verwundet, während sie gerade mit der Reparatur der Maschinerie auf der Spitze des Hochofens beschäftigt waren. Außerdem wurde ein pekuniärer Schaden von etwa $30.000 angerichtet und von den Verletzten sind noch fünf dem Tode geweiht. Die sämmtlichen Opfer der Kata strophe sind mit Ausnahme deS Vor manneS, JameS Harrison, Ungarn. Die Explosion entstand dadurch, daß ein großer Theil sog. Ansatz sich plötz lich loölöste und dadurch eine enorme Quantität GaS entwickelte, welches auf dem gewöhnlichen Wege nicht schnell genug Abzug fand und in Folge dessen explodirte. Die Detonation wurde in ganz Braddock vernommen und eine Menge Menschen eilten sofort herbei, um den Verunglückten Beistand zu leisten. Nur ein Mann wurde auf der Stelle getödtet, von den Uebrigen erlagen ihren schauderhasten Verletzungen fünf noch ehe sie am Fuß des Elevators an kamen und Drer noch vor 8 Uhr. Der Rest wurde in ein improvisirteS Hoö pital geschafft und von Aerzten auS McKeeSport und PittSburg in BeHandlung genommen. Zu den Opfern gehört auch der 30jährige Deutsche John Grucha. Der Inhalt deS Hochofens wurde Hunderte von FardS weit geschleudert, und die glühende Masse setzte die ZimmermannS-Werkstatt in Flammen, durchschlug daS Dach der Gießerei und beschädigte den Hochofen selbst, gleich falls stark.

Die Feuerwehr von Braddock war sofort zur Stelle, hinderte die VerfirMfnnrt h 1, li fmTf f?

rMlgJ - V V MMVVV MMV V Vfr Bergung der Verunglückten, deren v ' grauen und Kinder jammernd und weh klagend die ganze Größe deS Unglücks? n t- t r m 1 erst recht fühlbar machten. Ausland. Der intern, kooperativC 0 n g r e ß. L 0 n d 0 n, 20. Aug. 3n der heutigen Sitzung deö' internationalen Co-operativ-CongresseS wurde über cooperative Vertheilung debattirt. Rev. Dr. George C. Lorimer auS Boston hielt eine Rede, in welcher er erklärte, falls daS Geheimniß der Cooperation erst von allen Klassen endeckt sei, dann werde die Welt in eine Periode allgemeinen Friedens, deS Glückes und der Wohlfahrt eintreten. Amerika sei nicht soweit vorgeschritten wie Eng land, Belg, n und Frankreich, aber wenn eö die Cooperation einführe, so werde sie in den Ver. Staaten tiefere Wurzeln schlagen als irgendwo in der alten Welt Ex-Konsul 38 aller' Fall. London, 20. Aug. Herr Ethelbert Woodford, welcher der Gattin deS amerikanischen Ex Konsuls John L Waller die Mittel gewährte, um von Tamatape in MadagaScar nach MauritiuS zu gelangen, ist hier eingetrosen. Er hatte im Febru in Madagasca? mit der Hova-Regierung Gechäfte zu erledigen, und fand Waller bereit? verhaftet. Nach seiner Angabe stützt sich die ganze Beweisführung gegen Waller auf dessen Brief an seine Frau, worin von den Schandthaten der Franzosen gegen die eingeborenen Frauen die Rede war. Herr Woodford meint, der Hauptgründ deö französischen Vorgehen gegen Waller sei der gewesen, laß er von den Hovaö werthvolle Konzessionen erangt und daS Exquatur von der HavaS. Regierung erhalten habe, dessen Crthcilurg die Franzosen als ihr Recht betrachteten. Der summarische Prozeß gegen Waller fand am 8. Mai statt. Herr Woodford hat AlleS, was er über den Waller'schen Fall erfahren, auf der Rückreise über Paris dem Botschafter Eustis daselbst mitgetheilt. grau Waller sollte heute auS MauriiuS nach Paris abgereist sein. Nach Herrn Woodsord führen die Franzosen in MadagaScar einen bloßen Flibusturkrikg und lassen sich viele chicere Verbrechen zu Schulden kommen. Alle aus oer Insel emgehenoen Postsachen werden von französischen Beamten untersucht, namentlich solche, welche auS Amerika kommen oder dahingehen. Paris, 20. Aug. Der Gil Blaö meldet, eS habe eine wichtige Conferenz zwischen dem amerikanischen Botschafter Eustiö und errn Benoit stattgefunden, in welcher letzterer erklärte, die französische Regierung sei bereit, der von Washington gestellten Forderung aus Vorlegung der Akten in dem Prozeß des Exkonsuls Waller zu entsprechen, aber es bedürfe Zeit, um die Papiere auS MadagaScar zu erhalten. Herr Waller soll sich in einem vorgeschrittenen Stadium der Schwindsucht befinden. - Die Cubaner geben keinen - Pardon. London, 20 August. Wie der TimeS auS Havana gemeldet wild, soll der Jnsurgentenführer Maceo Befehl ertheilt haben, fortan keinen Pardon mehr zu geben, weil die Spanier ein Feldlazareth der Insurgenten ange griffen und viele Ausständische getödtet hätten. Zwei Schsfö -Unfälle. L on d on, 20. August. Der Dam pfer Lyon kollidirte im N?gel 25 Mei len von Newbaven mit dem Passagier dampfe? Seaford, welcher von Dieppe nach Newhaven bestimmt war, und der Seaford sank in Zeit von 45 Minuten Seine 235 Passagiere und seine auS 42 Personen bestehende Mannschaft fanden Zeit, auf die Lyon zu gelangen und nur drei Leute, welche die Beine gebrochen hatten, sanken mit dem Schiff' . Köln, 20. August. Ein Passa gierdampfer rannte in der Nähe von Mehrum eine Barke an, brachte sie zum Kentern und 8 Personen kamen in den Wellen um.

Elnen seltsamen Fund pachten zwei Einjährigreiwillige inr Lager f?riedr!cbsfe!d bei Wesel.

CV V CT , Nahe des Officler-CasinoZ I pnbcn sie neben einer Telegraphenstange leicht mit Erde bedeckt eine mit etwa 60 Mark Silberaeld gefüllte C! !n i .'. garrenkl te und. als sie weiter nack sahen, auch noch ein unkrepirtes Geschoß. Letzteres wurde nach, erstatteter Meldung sofort gesprengt. Dabei stellte es sich heraus, daß auch dieses Geld enthalten hatte; denn man fand zerstreut umherliegend etwa zehn ge. schmolzene Goldstücke und eine Menge verkohltes Papiergeld. Die Wahl eines ungeladenen Geschosses als Sparkasse ist jedenfalls ungewöhnlich. Die benutzte Cigarrenkiste stammt aus Münster. I n Note, einem La n d - städtchen des südöstlichen Siciliens. treiben zwei gefährliche Wahrsager ihr Wesen. Vor einigen Tagen trafen dieselben auf. dem Felde einen jungeni Bauer Namens Carbonaro mit seiner Schwester und prophezeiten dem Geschwisterpaar, daß es am Vorabend der Madonna del Carmine einen gemeinsamen ?,od finden würde. Diese lürc V'ösage machte auf die beiden ar:.en Menschen inen, so tiefen Eindruck, daß sie den Verstand verloren und mit wahnsinnigen Geschrei durch die Straßen 'liefen. Ein anderer Bruder schrieb die plötzliche Geistesumnachmng seiner G-schwrster vonHeren-yy-t' r , . Illnuen ser sllesmulle? zu UNO schlug sie in blindem Jorn mit einer Hacke todt. In dem letzten Bericht der englischen Jrrencommissäre finden sich auch hochinteren'ante Angaben über den Einfluß des Berufs auf aeistige Erkrankungen. Am meisten Irrsinnige liefern die i)öker und Hausirer. Ihr nmenstes Leben scheint sie zum Irrsinn eneigt zu machen. Danach aber kommen die Arbener der Textilindustrie. Der Grund möchte in diesem Falle schwer aufzuinoen sein. Ihnen reihen sich Aerzte und Apotheker an. Gewöhnliche Ar beiter und Eisenbabnanaestellte l:eern den geringsten Vruchtheil für die Irrenhäuser. Die gewöhnlich? Annähme, daß religiöse Aufregung eine Saupwrsache -'des Irrsinns bildet. wird in dem Bericht der Commissäre gründlich widerlegt. Die Zahl solcher Fälle ist außerordentlich selten. Meanchone kommt unter allen Theilen deS Ver. Königreichs am meisten in Irland vor. '. General'Agentur. Feuer.Versicheruna, Collektion von Miethe, Geld an- und auszuleihen. Schiffsscheine, Reisepässe, Vollmachten und Erbschaftserhebnngen. A. Metzger GrunderaenthumS0?wn tti ftlit..fcf 10(!0 gv.t.M.. vijjiuiivil IUUiJ, lC7 Die Parkkommissäre haben den Kontrakt für Steinarbeiten an dem Wehre deö zu bildenden Teiches im Garfield Park für $1257 an Koß & Fritz vergeben. Mein Gesicht, Hals und Rücken waren bedeckt mit Abschlägen und Ge schwüren. Ich nahm Hood'S Sarsaparilla und ha.be nun keinen Auöschlag mehr und mein Blut ist diel reiner. ThomaS M. Fullington, Adr. Brown, Ketcham k Co., Haughville, Ind. Hood'S Pillen kuriren alle Leberleiden. WO" Eine große neue Schlächterei und Viehhos wird demnächst hier erbaut werden. Eine Gesellschaft hat sich mit $500.000 Kapital zu diesem Zweck inkorporiren lassen. 183 Die Lehrerin in Schule No. 17 Frl. Margaretha Günther hat ein nen eir.,ährigen Urlaub erhalten. Sie wird sich zur Kräftigung ihrer Gesund heit nach Calisornien begeben. Der New York Store. (Etablirt 1853.) Versäumen Sie nicht den Verkauf ver zwei großen Bankerottlager zu besuchen. Das RaSmussen Lager enthält Ellenwaaren, Rurzwaaren, Schuhe ic, und das u. S. Co.'s Lager Mäntel, Schmucksachen, Alei derstoffe ic. Besondere Attraktionen im Mäntel, Kleiderwaaren und Schuh Departement. IS 5 .111

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