Indiana Tribüne, Volume 18, Number 331, Indianapolis, Marion County, 18 August 1895 — Page 5
Dein ZNagen
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I OssSne? Carcidcdries des Philipp I eauerampser.
Mein Iieftcr Herr Nedattionär. Ich denke eZ bot kein zweite Mensche mehr, wo mit so e gro ße Aufmerksam seit das Püpei lese duht wie ich. To iS nit en einzige Paragraf drin, roo ich nit lese duhn. Ich denke, der Mensch werd so alt, wie e Kuh un lernt immer noch derzu un was Sie, Herr Redacktionär un die annere Edittersch schreiwe duhn, deZ Hot Hand un Fuß un fchoht Kopp, Schennie un Elleboge. Nor een Ding wollt ich, hätt' ich liewer nit gelese, es hätt mich lattse Truwel gespart. Wisse Se, schon seit e lange Zeit zerick war so viel in die Päpersch geprint von Bazzillie un, Mickrokohben un was es so dehnscheres wär, wann mer die Jnseit von sein Stommeck kriege fahr. Ich hen off Kors nit gewißt, was das sor Dinger sein un hen's so ausgemacht, daß es mehbie en Stoff wär, wo mer mit zu Picnics nehme deht. Ich hen awer emol en Dacktor gefrozt. wisse Se, en studirter Mann, wo ich schon von die alte Kontree her kenne. Er Hot mich alleens zehn Johr lang geschehft un bei dem weiß ich schuhr. daß er mich nit suhlt. Well, den hen ich gefrogt un der Hot mich genau Jnformehschen gewwe. Wei, Hot er gesagt, Bazillie sell sin wunzig kleene Ennimel? un Ungeziffer, wo in das Fuht, wo mer alle Dag genieße, ecksiste duhn un in unser Bellee komme, daS meint, wenn mer nit verdollt gute Zähn Hot un denn Bazzillie die Köpp abbeiße fouhi. Wie die Dierncher inseit vom Mensche sin, dann hen se kee anne? Bissneß, als sich uf die faule Haut zu leg un sich zu vermehre. Sell duhn se awer auch so räppid, daß en Hund jammert un m leß denn no teim ist der Swmmeck un die Longs un in fäckt eineges Deil von den Battie so krautet mit den Oosezeug, daß kein Ruhm for ebbes annerscht iwwrig bleibt un der Mensch kann in so en Kees nicks anerscht 'duhn, als hmlege un sterbe. Das einzige Ding, was mer duhn kann, for so e sierfulle Kandischen zu priwente is, daß mer arig kehrfull is, was mer zu sich nimmt. Am merschte Bazillie,- wo auch Teufeud Fiewer bringe, sin im Wasser un mit jedem Drink, wo mer nimmt, schwalloht mer so ebaut siwe Million? achtmol hunnerdtausend dreihunnerd und acht und ferzig Mikrokobe mit enunner.Gutnes Grehsches!" hen ich gesagt, do sin ich awer sroh. Wasser drink ich nämlich verdollt wenig un heit noch werd die Heidrant in mei Haus abgedreht, die Kldds misse de ganze Dag ans Wasser hänge.- Ja-, sagt der Dackter, mit das Wasser alleins is es nit'gedahn, ich sage Jhne, waZ mer anguckt, do sin Bazzillie drin, also sin Se kehrfüll, das is all." Well, daö Ding Hot mich doch gebattert un ich hen e gut Diel driwwer nochgedenkt. De annere Dag hen ich e Reit dauntaun geno7nme un do hen ich en Mann an die Stritt gesehe. wo Mikroskops feil ge halte Hot. Er Hot mich emol in eins gucke geloßt un sagt: Sehn Se, sell is e ganz kleine Stickche Limburger Tschies, wo mir deitsche Leit doch all so arig gut gleiche.". Ich gucke inseit un wa wer'n Se denke. Hot jo das ganze Ding voll allmächtig große Bocks un Worms gesesse! Fui Deiwel, hen ich gesagt! un hen auszespitt; un sellen Stoff ißt mer! Is daö waS mer sagt Bazzillie? hen ich den Mann gefrogt. Schuhr Ding. Hot er gesagt, das is wat's die Matter. Alles, was Se zu duhn hen. wenn Se ebbes inwestigehte wolle, is. daß Se e kleines -bische ' davon unner daö Mikroskop lege duhn Well, ich kann Jhne sage, es Hot nit lang genomme. do hen ich eens von die Dinger in mei Packet gehabt. Der Mann hat nur zwei -Schilling davor gefrogt. Wie ich heim sin komme. Hot die Lizzie. was mei Altie iZ. grad Steh! von dem Butscher gebracht, un wollt's an's Feier stelle. Stopp", hen ich gehallert. Es wird nicks mehr gegesse, was ich nit vorher ecksämint hen. ob auch keine Bazillie drin sin Ich hen mich e ganz kleine Stickelchö von das Fleisch abgetschoppt un hen's unner das Instrument gelegt un was wer'n Se denke: Das Fleisch Hot gewimmelt wie noch nie. alles Hot gelebt un ich sin schuhr. die Bocks wäre so groß, daß se häite alleins die Dohr ufmache könne. Mehbie. ich hen das Stehk daö Fenster enaus geworfe. Die Lizzie Hot for Pohrk geschickt un daZ war- ecksäcktlie in 'dieselwe Schehp. wie das Lief. Die Lizzie Hot sich so verekelt, daß se geschmore Hot. se deht in ihr Lewe kei Miet mehr tehste. Esse mußte mer awer doch etwas ün do Hot die Lizzie ihrn Meind usgemacht, von unsere selbstgelegte frische Eier zu koche. Eier gleich ich einige Zeit zu esse. 'awer ich war'n keinder suspisches un hm auch eins von die Ehks ecksämint. Well, das M awer doch einiges geböte, war ja auch das Ei ganz voll Bocks! Wet. bot mer denn schon enul so ebbes erlebt! Die Lizzie Hot of ttors auch emol in vas Glas geguckt un Hot gewammit wie alles. Kann mer denn gar nicks mehr esse?" Hot die Lizzie gesrogt. Du liewer Hlmmel, do misse mer jo an Potehtes UtoL," Well. Ntwer Meind, Lizzi? frj ich gesagt, ich srn mit einigem sattiöfeit Mer hm die Potehtes unersucht, UN schuhr genug, se , wart voll Bazillie! .Des biet, die Bettbocks". hen ich fast. we!. wann das so fortgeht, dann I kärme mer all for Hunaer starfe. 5fcb
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I hen zuinWebeZweNc? aeschZcrr, 70? e' Pemtche Vier, bikohZ etwas muß der Mensch doch genieße. Das Vier kommt, ich inwcstigete un bei Tschinko, auch das Bier war soll mit bt Worms UN Bocks! O, mei, o mie, yen ich awer do gefielt! also noch nit , emol sei Pemtche Bier kann mer, nemme, oh::e daß mer sich veussone 'duht! Ich sin zum Wedesweiler un hen den gucke geloßt: Siehste Du se dann nit?" hen ich gefrogt. un Ser telle" Hot der Wedesweiler gesproche.
Awer ich bette Dich eimges, daß der Stoff nit in mein Bierche ist. Sei nor for gutneß Sehk still, sonst mei Bruerie verklagt Dich for Demmetsch." Jwwerdem Hot der Wedesweiler das Mikroskrob von alle Seite ecksamind. er Hot den Droppe Bier ewegzebutzt un Hot -dann inseit geguckt. Ja, was is dain deß?" sagt er ganz sottenlie, setzt hen ich alles geklient un die Bocks sin noch immer do; Du bischt en Humbugger Phil, das is all was Du bisckt." Bald hen mer awer ausgefunne was die Mätter war. Das tickelche Limburger, wo ursprunglich in das Mikroskob war, Hot still zwische zwee Glasplättcher gelege, mitaus das ich's genohtist hen. Of Kors hen ich do jedesmal, wann ich dorchzeguckt hen, selle verdollte BockZ gesehe. Wisse Se was ich gedahn hen? Das Mikroskob hen ich uf die Stritt geschmäscht, dem Wedesweiler hen ich en Kiß gewe un hen das ganze Haus ge triet. Wenn mich noch emol Eeener von Bazillie spricht, dann geh ich for ihn. Womit ich verbleiwe Jhne Ihr liewer Philipp Sauerampfer. Ein humanistisches Stammbuch. Bon Tr. 23. Scharf. Es dürfte wohl interessant sein, einige Blicke in ein Stammbuch aus dem Zeitalter des Humanismus zu werfen, wie es damals Gelehrte und Studenten auf den Universitäten führten. Es gehört 'der Bibliothek des Gymnasiums in Lahr i B., wohin es wahrscheinlich aus dem ehemaligen Benediktinerkloster des in der Nähe gelegenen Badeö Ettenheimmünster gekommen lst. Em Album im heute gebräuchlichen Sinne ist das in Per gament gebundene, nahezu 1000 0c tav-Seiten umfassende, aber doch ziemlich handliche Buch freilich nicht, denn dle sich darin Einzeichnenden fanden kaum ein weißes Blatt, um ihr lateinisches oder griechisches Spruchlein zu ihrem ewigen Anden- j ken" einzuschreiben. Vielmehr ist eS ein gedrucktes wissenschaftliches, für die damaligen Mediciner wichtiges Werk, betitelt: Kemberti Dodonaei medici de stlrpium historia commentariorum imajnnes etc. Antverplae Anno MDLIX. (Abbildüngen zu den Erklärungen der Na turgeschrchte der Pflanzen von Nem bert.Dodoens.) Da Papier urd Bucher m iener Zeit weit theurer waren, als jetzt, erschien es dem Besitzer des Buches, Melchior Sebitz aus Breslau. sündhaft, den neben den Abbildungen leer gebliebenen Raum unbeschrieben zu lassen, und er glaubte ihn am besten dadurch ausnützen zu können, daß seine Freunde und Lehrer einigeWorte und ihren Namen eintrügen Aus den verschiedenen Daten entnehmen wir, datz M. Sebl dem Studium 'der Medicin oblag wahrend der Jahre 156663 aus der Hochschule ZU Montpellier, damals e:ne der bedeutendsten sür Aerzte, ferner in Lyon, Genf. Straßburg und Heidelberg, In Straßburg finden wir ihn 1576 98 als Arzt und Dr. med. angeredet. Bon den Einträgen sind nur zwei in deutscher, wenige in französischer, die meisten nr lateinischer, griechischer oder hebräischer Sprache. Blättern wir ein wenig in dem interessanten Album, so finden wir manchen Namen von gutem Klang, manchen einfachen, nach der damaligen Sitte in's Lateinische übersetzten, dann auch wieder bekannte, noch jetzt häufige Namen. Gleich auf der Rückseite dfs Titelblattes hat sich unter lateinischen Hexametern des Angelus PolitianuZ verewigt: Christophorus Eomes Palatinus Rheni Du? Bavariae. Gens. November 1667. Ferner begegnen uns: Sebestian und Joannes a Lichtenstein, Bernhardus de Schulenburgk, ein Walters Hausen, ein Polanus a Polansdorf, NicolauS a Marwitz, vielleicht eine Ahne des berühmten Generals dieses Namens, endlich auch ein Georg. Ludovicus a HuUcn, legerer mit dem Verse: 8i t)0na vlna cupis, qulnque haec laudantur In illls: "jrtia, sormosa et fragrantia, frigida frisca. WaS wir in freier Form etwa übersetzen können: Willst an gutem Wein dich laben. Muß fünf Tugenden er haben,' Feurig und von Farbe rein Feinen Duft muß er entsende: Frierend soll in deinen Handen Frischen TrankeS Becher sein. Daß unser Sebitz einem guten Becher Weines wohl auch nicht abhold war, lesen wir auch auö anIN Zeilen, die Paulus Breidinger auS Strakburg im August 1563 dem Holzschnitt des Blau-ÄerlchenS beigeschrieben: Sieh, Dein Räuschlein verfliegt.Haarweh und kläglicher Jammer, ' Purpur'neS Veilchen Dich heilt, wie schfve? Uch Ziemst darnieder; Wenn Dir der nächtliche Trunk be! Bachus Gelage geschadet. Trink Du am Morgen es früh, so, wird es die SchmerzenDir heilen. , Aber auch beim Wasser scheint fotfl
Schreibern der gute Humor Nicht ausgegangen ZU sein. Einer schreibt seinem Gedicht, das etwas verwischt ist, die Worte bei: Getauft in den Wassern von Montpellier." Die beiien deutschen Einzeichnungen scheinen uns weit unbeholfener zu sein, als die lateinischen, vielleicht sind sie auch von weniger gebildeten Männern geschrieben. Die eine ist die des Kilianus Brosamer, genannt WirtzburgensiS: Ich wardt der Zeit stirbt der Mann so mmt ichs Weib." Ueberwältigt von feinem Liebes schmerz ruft er am Ende die kernigen Worte: Krach Herz und brig nicht! (14. Juni 1566. Lyon.) In der andern sagt Paulus Zimmermann von Leipzig, unter demselben Datum, etwas weniger melancholisch, auf seine leeren Taschen anspie!end: Schildt klagt und schreibt alle Welt Dan es weiß niemandt wuß manchen ihm beuiel feldt. Auch Beziehungen auf Zeitereignisse fehlen nicht. Bekanntlich wurden in den genannten Jahren die Hugenot tenverfolgungen eifrig betrieben und haben, wie aus den Worten geschrieben während der Unruhen in Montpellier, ersichtlich wird, auch diese Stadt nicht verschont. Die Daten zweier Einträge mit solchen Bemerkungen sind der 14. und 15. Oct. 1567. also nicht lange vor der Schlacht bei St. Denis. die Eonde gegen Montmorency (am "10. Nov. d. I.) lieferte. Andere bemerkenswerthe Namen, deren Träger unter die Freunde des Sebitz zählten, sind: Jmhoff und Scheurl aus Nürnberg. Jetzler aus Schaffhausen. Mozk aus Freiburg, mit dem Titel Dr. Brisgaviae, Etschenreuter aus Ueberlingen, Samuel Aurifaber. Peter Besenbek, I. I. Fabritius. Ehelius. Brizelius. Pithopoeus (Faßbinder). Strutan'der. Albinus etc. Auch manche bekannte Namen, deren derzeitige Träger Söhne, Enkel oder entferntere Verwandte berühmter Männer waren, fehlen nicht. So finden wir einen Sigismundus Melanchlhon (Schwarzert aus Weißenbürg) unter dem Spruch: Lerne leben, willst Du frohen Tod erwerben; Willst Du richtig leben, lerne sterben! Ferner finden wir Einträge von Simon Grynaeus, dem Sohn des
gleichnamigen Humantsten und Freundes von Ph. Melanchthon, von Zwei Söhnen des bekannten Joachun Eamerarius. nämlich Ludwig und Philipp. Ersterer ' macht drei kurze Einträge in griechischer, franzosischer und lateinischer Sprache, welche in der Uebersetzung lauten: Das Leben ist kurz; Geh' mit der Zeit! Süßer als die Wurzel ist der Halm. Väterliche Ermahnungen finden wir von der Hand, des Thomas Era stus (Liebler) eingeschrieben, der ein berühmter Arzt und Leibarzt des Kurfürsten Otto Heinrich von der Pfalz' war. Erastus war später Prosessor der Medicin in Heidelberg, wo er auch in die kirchlichen Angelegenheiten seiner Zeit thatkräftig Eingriff. Nicht weniger zu beachten sind die Worte des ersten deutschen Philosophen", wie ihn Schmrd aus Schmarzenberg bezeichnet, des Nicolaus TaurelluS (Oechlle). Er ist geboren 1547 zu Mömpelgard, war Professor der Medicin in Bafel und der Philosophie in Altdorf, wo er 1606 starb. Im Jahre 1567, wo er ein Studiengenosse unseres Sebitz war, zeigt sich in dem zwanzigjährigen Jüngling bereits die Anlage zum Philosophen in seinen Worten: Der Philosoph spricht: Die Wahrheit ist daö Ehrenvollste. Der Politiker spricht;. Die Ehre ist das Wahrste. Auch ein Dichter erscheint unter den Freunden unseres Studenten. Es ist Johannes Posth. mit dem Veinamen De? Deutsche-, welcher l.einische Epigramme auf Melanchthon und andere Humanisten dichtete. Wir erwarten ein Epigramm von ihm. sinden aber in dem Stammbuch neben der Abbildung der Aloe die prosaischen Worte: Das Leben des Menschen hat mehr Aloe, als Honig, -mit Beziehung auf den Bitterstoff, der aus dem Mark der Aloe gewonnen wird. Melchior Sebitz war offenbar ein eifriger Botaniker, 'denn wir finden, daß ihm oft Titel beigelegt werden. wie: eifrige Förderer der Pflanzen künde, seh? gelehrter Jüngling u. s. w. Daß er die Botanik neben seinem ärztlichen Studium fleißig betrieb, nimmt unZ nicht Wunder, denn die Mitte deZ 16. Jahrhunderts erst im Entstehen begriffene Wissenschaft der Pfanzenkunde lag fast ausschließlich in den Händen von Aerzten und Apo thekern. Darum finden wir auch, dav namhafte Botaniker j.er Zeit mit ihm verkehrt und sich in seinem Stammbuch verewigt haben. Wir zählen unter diesen auf: Mathias, de Lobel, flander insulanua, dez Hop botaniker König Jakobs X., lebte 1533116. Nlch ihm ist die Pslanzenfamlie ke Loieliaceen benannt. Er schreibt die einfachen Worte: Macht wird durch Tugend erworben." Ferner Johannes Bauhinus, Doator medieug, Bruder und Nachfolge; des - berühmten Botaniker ', Kaspar Bauhin; er war Leibarzt des Herzogs Ulrich dan Württemberg und gab in Basel 1658 ' daS theatri botanici liber uniens feines .Bruders heraus. Er schreibt umer Anü?erM das Album: . Arbeit überwindet Alles. , Lyon, 1 , Juni 1566. ' Drei Tage vorher ' hatte sich ein anderer BÄrnkundia riftfata
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