Indiana Tribüne, Volume 18, Number 319, Indianapolis, Marion County, 7 August 1895 — Page 1
o. sl M Y A US A syf f$ ' n ri n I II u V y iy W V W y y y m '4 Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Jahrgang 18. Indianapolis, Indiana, Mittwoch, den 7. August 1895. No. 319
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Editorielles, Für Deutschland ist dieseö Jahr ein Festkahr Seit den Ereignissen
des Iahreö 1870 sind 25 Jahre der flössen, und da die Ereignisse ziemlich zahlreich waren, giebt eö auch viele Feste. Gestern wurde die Erinnerung an die Schlachten von Spicheren und Wörth gefeiert. Die News" hat zwar nichts ge gen TruSler persönlich einzuwenden aber, meint sie, er sei der Kandidat der Maschine. Daran ist aber doch bei unserem Parteitreiben nichts Beson dereS. Die Maschine wird immer ihre Kandidaten durchsetzen, sobald es ihr nicht einerlei ist, welcher von den BeWerbern nominirt wird. Sind ihr die verschiedenen Bewerber gleich werth, dann läßt sie eben die Dinge gehen, wie sie gehen. Im vorliegenden Falle war das eben nicht der Fall. Dr. Wagner mag geglaubt haben, daß er eine Chance habe, in Wirklichkeit aber konnte die Partei ihn nicht brauchen, und bei unbefangenem Urtheil war daö vorauszusehen. DaS Amt deS MayorS ist kein bloßeS VerwaltungSamt. Der Mayor muß in gewissen Dingen eine Politik haben, und die republikanische Partei hat ein so starke Temperenzelement, daß sie für einen Kandidaten, der voraussichtlich diesem Elemente keine Konzessionen machen würde, keine Verwendung hat. Man kann natürlich niemals vorher mit Bestimmtheit sagen, waö ein Mann thun wird, wenn er gewählt ist, aber von Seiten deS Dr. Wagner ließen sich solche Konzessionen nicht einmal vermuthen. Selbst aber, wenn Dr. Wagner Versprechungen in dieser Hinsicht gemacht hätte, selbst dann hätte er bei den Temperenzlern keinen Glauben gefunden. Also mußte die Maschine eingreife. DaS war der Grund, weShalb wir schon früher TruSler als den wahrscheinlichen Kandidaten dr Republikaner bezeichneten. Gouvernör Altgeld von Illinois hatte die Legislatur zu einer Extrasitzung berufen, weil nach seiner Ansicht Gesetzerlasse betreffs verschiedener Punkte dringend nöthig waren. Die Legiölatur aber vertagte sich ohne daS Nöthige zu thun und der Gouvernör hat eS aufgegeben, sie zu vernünftigem Handeln zu veranlassen. Nun treiben die Zeitungen zwar vielfach ihren Spott mit Altgeld, den sie nicht leiden mögen, der aber bergehoch über ihnen allen steht. Welchen Kalibers indeß die Illinoiser Legiölatur sein muß, geht auS folgender Beschreibung derselben durch die Chicagoer Abendpost hervor : Wie manche Menschen so häßlich find, daß sie beinahe schön erscheinen, o ist die Legislatur von Illinois so erbärmlich, daß sie beinahe Bewunderung erregt. Selbst unter den Poliikern, welche in den gesetzgebenden Körperschaften der Einzelstaaten zu sitzen pflegen, kommen solche Prachtezemplare, wie die heuer in Springsield versammelten Staatsmänner, außerordentlich selten vor. Nur ein großer epischer Dichter, der Phantasie genug besäße, die grausigsten Schilderungen Homers, DanteS und MiltonS noch zu übertreffen, könnte dielleicht den geistigen und sittlichen Zustand dieser Legiölatur durch Worte zur Anschauung bringen. Gewöhnliche Schriststeller vermögen das nicht. -" Da eS in letzter Zeit mehrfach vorgekommen ist, daß Dentsch-Ameri-kaner, welche nach Deutschland zurückkehrten, wegen ihrer Militärpflicht verfolgt wurden, so hat daS Staatsdepartement einen Bericht des ConsulS in Hannover veröffentlicht, dem wir folgende Stelle entnehmen : ?n früheren Jahren verlangte die amerikanische Regierung in allen Fällen, wo Deutsch-Amerikaner nicht bereitS zu den Waffen eingezogen und als eingekleidete Soldaten desertnt waren, daß man dieselben als vollgiltige amerikanische Bürger behandle und nicht nachträglich gewalsam zum Heere einziehe oder in'S Gefängniß stecke. Die deutsche Regierung hingegen beanspruchte daS Recht, jeden deutsch - amerikanischen Bürger nach seiner Rückkehr in'S Vaterland für Entziehung der Militärp?icht zu bestrafen, wenn der Betreffende ohne vorherige obrigkeitliche Erlaubniß aus gewandert war.
Um den fortwährenden Confiikten auS dem Wege zu gehen, wurde im Jahre 1868 zwischen beiden Regierungen ein Vertrag geschlossen, wonach alle Diejenigen bei ihrer Rückkehr straffrei sind, welche vor der Loosung und Zutheilung zu einem bestimmten Truppentheile auswanderten; dagegen
können Diejenigen, welche bereits sich zur Stellung gemeldet haben und für einen bestimmten Truppentheil bestimmt sind, wegen Fahnenflucht zu Gefängniß bis zu 2 Jahren und nachträglicher Einstellung bestraft werden, selbst wenn sie noch nicht eingekleidet waren und den Diensteid geleistet hatten." Wer die? beachtet, wird wissen, ob er ohne Furcht vor Verfolgung nach Deutschland gehen kann, oder nicht. ,, ZlrkhllMicljle!!. Inland. Wetteraussichten. Schön heute Nacht; schön und wärmer am Donnerstag. Gestrige Temperatur: Mazimum 81 Grad, Minimum 62 Grad. SchlsselS Wassertemperatur 81Grad. Sie dürfen nicht und dürfen doch. Pittsburg, Pa, 6. Aug. Auf eine Anfrage der Behörden deö hiesigen Arbeitshauses, ob eS ihnen erlaubt sei, die für die Insassen einlausenden Briefe zu öffnen, ist ihnen heute von dem Hülfs. Generalanwalt deS Postdepartements, Herrn Thomas, eine Antwort zugest llt worden, welche, da sie auch für alle anderen Strafanstalten in diesem Lande gilt, von ganz besonderem Interesse ist. ES heißt in dem Gutachten, daß die Briefträger wohl die für die Insassen deö Arbeitshauses bestimmten Postsachen an die Beamten jener Anstalt abliefern können, doch seien letztere nicht berechtigt, die Briefe zu öffnen. Andernfalls jedoch sei eS den Behörden der Strafanstalt freigestellt, die Ablieferung der Postsachen an die Sträflinge zu verweigern, falls jene sich nicht bereit erklären, sie mit dem Inhalt der von ihnen erhaltenen Briefe bekannt zu macheu. Schreckliche Zustände in einem Gefängniß. Montgomery, Ala., 6. Aug. Zustände, schlimmer als in Sibirien, herrschen laut einem soeben verössentlichten amtlichen Berichte deS Herrn Dr. Thou.aS R. Parke in dem Staatsgesängnisse von Alabama zu Coalbürg. Dr. Parke, welcher diese Untersuchung im Auftrage der Staatögesundheitsbehörde vornahm, theilte mit, daß die Sterblichkeitsrate unter den Sträflingen eine ungeheure sei, die größte Sterblichkeit in irgend einer Strafanstalt in der ganzen civilisirten Welt. Der Bericht Dr. Parker'S schließt wie folgt : Vom Standpunkte der Nützlichkeit, sozialer wie moralischer, darf die Frage wohl aufgeworfen werden, ob ein souveräner Staat eS zugeben darf, seine Bürger wegen zumeist unbedeutender Vergehen nach einem Gesängnisse zu senden wo der Natur der Sache nach eine große Anzahl derselben zum Tode verurtheilt ist. Darf der Staat auf daS Leben seiner Bürger einen zugestandenermaßen so geringen Werth legen? Die Legiölatur, und bis zu ihrem Zusammentritt die zuständigen Behörden, sollten dafür sorgen, daß jene Zustände entweder verändert oder derbessert werden, oder daß andere Vorkehrungen zur Internirung der CountyGefangenen getroffen werden. Der Bericht hat großeö Aussehen erregt. Die Cvanöviller wild. werden EvanSville, Ind., 6. August. Die hiesigen freisinnigen Bürgerhaben einen Verein gegründet, der als der Bund der liberalen Bürger bekannt sein und dessen Hauptzweckes sein wird, dem Treiben der Mucker Einhalt zu gebieten. Vlele Hunderte von Burgern, Deutsche und Amerikaner, sind dem Bunde geigetreten und haben den Muckern in einer fulminanten Prinzi pienerklärung zu verstehen gegeben, saß ihr Wühlen und Treiben von jetzt an auf ernstlichen Widerstand stoßen wird. Diese Leute sind zusammenge treten und haben einen Anwalt enga girt, um den Lügenbund gerichtlich zu
belangen, und Schadenersatz zu fordern wegen ungerechter Verfolgung in den Gerichten.
Der Rassenkrieg in Spring Valley. Chicago, 6. Aug. Eine Ver fammlung von 500 Negern beschloß heute, den Gouverneur Altgelo um Schutz sür die Farbigen in Spring Valley zu ersuchen, und falls ihrer B tte nicht entsprochen werde, dorthin beute Abend abzugeben. Die Leute hielten sebr erregte Reden und die Stimmuna war sebr erbittert. Ein weißer Anwalt, NamenS Waters, wel cher versuchte, zur Mäßigung zu mah nen, wurde ohne Weiteres zum Fenster hinausgeworfen. Der Mayor . Swift und der Polizeichef Badenoch haben beschlossen, die wüthenden Neger nicht nach Spring Valley abreisen zu lassen Spring Valley, 3ll,6 Aug' Heute Abend herrscht hier völlige Ruhe. Die 9!eger machen keinen Versuch, zurückzukehren, und selbst der Bericht, daß bewaffnete Neger auS Peoria und Chicago im Begriff stehen, ihren Racengenossen zu Hilfe eilten, macht keinen sonderlichen Eindruck. Sie würden eö mit der ganzen Stadt zu thun bekommen, in der etwa 2000 Minenarbeite? ezistiren. Auch die Nachbarschaft hat schon Hilfe für diesen Fall versprochen. Die Weißen behaupten, daß eö mit den Negern nicht mehr zum Aushalten gewesen sei, und daß die Presse die Berichte über die Verletzungen und Todtschläge am Sonntag sehr übertrieben habe. Schlage erhielten vielleicht 10 bis 12 Neger und getödtet wurde keiner. ES war auch nicht darauf abgesehen, sondern man wollte den Negern nur einen' heilsamen Tchreaen einjagen. Ein Correspondent hat wegen seiner heillosen Uebertreibungen und Entstellungen aus Veranlassung der Bürger die Stadt verlassen müssen. Die Grubengesellschaft hat Agenten nach Seatonville gesandt, um die Schwarzen zur Rückkehr zu bewegen, welche zweifellos zu neuen Krawallen führen würde. 3n den Gruben wird nicht gearbeitet. Heute Nachmittag um 6 Uhr lief die den Negern bewilligte Frist zum Abzüge ab und sind die meisten bereits nach Seatonville gezogen, wo sie größtentheils Beschäftigung sinden.' 77:e Arbeit wird hier voraussichtlich morgen aufgenommen werden. Chicago,. Aug. Hier sind zwei flüchtige Negerfrauen, Frau Mary Stanton und Frau Lizzie Dizdee, aus Spring Valley eingetroffen und thun Alles, um die Neger in Wuth zu versetzen. Frau Stanton'ö beide Söhne sind verschwunden und sie glaubt, daß sie ermordet find. Frau Dizdee vermißt ihren Ehemann und nimmt gleichfalls an, daß er umgebracht ist. Sie machen eine ziemlich schlimme Beschreibung davon, wie mit den Negern umgegangen worden ist. Ein Comite ist in Folge dessen beaustragt, die Mittel zur Expedition gegen Spring Valley und zur Beschafsung von Waffen zu sammeln. . Springfield, IllS., 6. August. Gouvernör Altgeld hat beschlossen, einen Vertreter nach Spring Valley zu senden, da der Sheriff des CountyS berichtet hat, daß er keiner Hülfe bedarf und die städtischen Behörden die Nachrichten über den Rassenkampf sür übertrieben erklären. Bestraster Leichtsinn. Chicago, 6. Aug. HanS von Barnekow, ein Korrespondent sür deutsche Zeitungen auS St. Louis, der erst gestern hier angekommen war, mußte bereits recht traurige Erfahrungen ,n der Gartenstadt machen. Er lernte in einer Wirthschaft zwei Manner kennen, mit welchen er sich Morgens 2 Uhr nach dem Jackson Park begab, um von dort auS in einem Ruderboot I, r IN ven ee vlnauszusayren und zu fischen. Nachdem man geraume Zeit gefischt hatte, beging Barnekow die Unvorsichtigkeit, sich zu entkleiden und in den See zu springen, um zu schvim men, während er seine Kleider und Uhr in der Obhut der ihm nicht näher berannten Gesahrten ließ. Plötzlich ruderten diese immer weiter von ihm weg und riefen ihm auf seinen Protest hin, in rohen Worten zu, er solle nur ruhig ertrinken. Der unglückliche, seinem Schicksal überlassene Mann wurde nun 1 Stunde lang von den Wcgen deö SeeS hin- und hergeGrieben, bis ihn endlich zwei Fischer,
NamenS Ed. Mead und Joseph Richards, entdeckten und in Sicherheit brachten. Barnekow hätte sich kaum noch länger über Wasser halten können, da feine Kräfte nahezu erschöpft waren. Der mit genauer Noth Gerettete entstammt einer alten deutschen Adelsfamilie und ist seiner Angabe nach
Offizier in der deutsch-n Kolonial Armee gewesen. Von den beiden ge lssenlosen churren, die ihm zenen Streich spielten, ist bisher keine Spur entdeckt worden. Ausland. Er kauft seiner Tochter einen Baron. Lan g e n sch wa l b a ch, 6. Aug. Fräulein Clara Hazel Busch, Tochter von AdolphuS Busch auö St Louiö, hat sich gestern mit einem westphälischen Edelmann, dem Herrn Paul von Go tard, verlobt. Fräulein Clara ist die Zweitälteste Tochter deö St. Louiser Bauer-M,l liooärö AdolphuS Busch, von der Firma Anheuser Busch. Sie ist eine reizende Blondine von mittlerer Statnr. Clara ist 20 Jahre alt. Ihr Vater ist zur Zeit in Europa. Sie selbst spielte in den gesellschaftlichen Kreisen, ia denen sie während ihreö Aufenthalte? in Deutschland verkehrte, eine bedeutende Rolle, wobei sie mit Baron von Gotard zusammentraf. Sie feiern weiter. Berlin, 6. AuguS. Der Iahreötag der Schlacht von Spicheren und von Wörth wurde heute in ganz Deutschland gefeiert. 3a Weimar bekränzte der Großherzog das Kriegerdenkmal. s Friedrich Engels, t Lo n don,6. August. Friedrich En gels, der Führer der internationalen Sozialisten - Bewegung, ist hier heute gestorben. - Die Christenversolgung in China. Hongkong, 6. August. Einige tteberlebende deS Massacres in Ku Tscheng erklärten heute in einem 3nerview, die Schandthat sei in der euflischsten Weise und augenscheinlich mit Ueberlegung und unter sorgfältiger Vorbereitung, sowie ohne jede Provokation ausgeführt worden. Die Bewohner der MisfionSstation wurden imSchlaf überfallen und die Leichen der Opfer später in Fu Tschau verbrannt. Gerüchtweise verlautet, daß die Unruhen an Orten in der Nähe von Fu Tschau noch fortdauern. Zu diesem Distrikt gehören die Stationen der englischen Kirche in Zenana und die amerikanischen Methodisien-Stationen n Iukhien, Fuhning, Layong, Ringaig. Hok Chiang und Huighwa. S h an g h ai, 6. Aug. Nch einer Depesche deS hiesigen Mercury" befindet sich die Provinz Fu Kien ,m Ausstande und die amerikanische Mission in Fung Fuk ist niedergebrannt worden. Die Europäer und Amerikaner haben telegraphisch die Absendung von Kanonenbooten zum Schutze der Ansiedlungen der Ausländer erbeten. Eine andere Depesche deS Mercury" auS Fu Tshau meldet, daß in Folge der offenen Feindseligkeit der Eingeborenen und der chinesischen. Beamten die Lage der Europäer eine höchst kritische ist, und daß die Beamten nicht im Stande sein werden, einen Aufruhr niederzuschlagen. L o n d o n, 6. Aug. DaS auswärtige Amt hat den britischen Gesandten O'Connor in Peking angewiesen, die Sicherstellung aller britischen Unterthanen in den aufrührerischen Distrikten zu verlangen und auf Untersuchung deö Massacreö zu bestehen, sowie dafür zu sorgen, daß die Schuldigen bestrast werden und daß die Untersuchung dem britischen Konsular-Gericht übertragen wird. Washington, 6. August. Dem Staatsdepartement ging heute aus Shanghai folgende Depesche vom Generalkonsul 3ernigan zu : Shanghai, 6. August. Konsul Hiron in Fu Tschun telegraphirt : DaS Eigenthum der arr:rikanischen Mission in Jun Fuh verbrannt. Entsetzliche Einzelheiten über daS Massacre in Ku Cheng. Die Häuser wurden heimlich umzingelt und die schlafenden Frauen und Kinder ermordet. Die Verhält'nisse noch ungeordnet.
- Shanghai, 6. Aug. Der bntische Gesandte in Peking, Herr
O'Connor, hat vom Tsung Li Iamen'
eine militärische Eskorte für den britischen Konsul in Foo Chom verlangt, um rhn rn dle Lge zu setzen, den Schauplatz des Massivs in Ku Tscheng in Augenschein zu nehmen und eine Untersuchung anzustellen. Httr O'Con nor hat auch entschieden den Erlaß eineö Dekrets verlangt, welches die Todesstrafe über die Verbrecher ver hängt, und alle Missionäre in China unter wirksamen Scbutz stellt. Die chinesische Regierung hat versprochen, dieser Forderung ohne Verzug nachzu kommen. - SchiffS-Nachrichten. Angekommen in : Glasgow: lnchoria" von Ntw Jork. AI M . & . m mm 1 1 -vitro V o r l : wt n tirpi" von London. Bremen: Ems" von New Zjoik und Weimar" von Ballimore. London: British Princeß" von Philadelphia. ,, i Miethe. Miethe pünktlich einzuziehen und Häuser in guter Ordnung zu erhalten, machen wir zum speziellen Geschäft. A. Metzger Agentur, Odd Fellow Hall, zweiter Stock. Die Big Four Bahn beförderte gestern 60 WagonS in vier Zügen nach den Niagarafällen. Sammtliche Wagonö waren vollbesetzt. tBO Wm. Henderson wurde gestern Abend wegen grfährlicher KörperverVerletzung des Bennett Mecum verhaftet. EG" A. E. Conway soll unter Vorspiegelung falscher Thatsachen der Maly Scott $7 abgelockt haben. Er wurde gestern verhaftet aber gegen Kaution aus freien Fuß gesetzt. tBCT Unter den von dem Wahrsager Dr." Hunter Gerupften befindet sich auch ein junger Farmerssohn aus 3ohnson County, Namens E. E. Miller. Er kam vor wenigen Wochen hierher um sich von dem Alchymisten wahrsagen zu lassen. Hunter merkte sofort, daß er keinen von den Erzschlauen vor sich hatte, und flunkerte dem leichtgläubigen Tropf vor, daß auf' der Farm seine? Vaterö eine Goldmine von unerschöpflicher Ergiebigkeit verborgen sei, daß er ihre Lage wisse und daß er $180 sowie ein Drit tel deS geförderten GoldeS für die Angäbe der Stelle verlange. Der letzte Rest deS bikchen Gehirns, daS der Jüngling sein nannte, ging bei der Aussicht aus Gold und Reichthum vollendö flöten und Gier erfüllte ihn ganz. Er brachte dem Hexenmeister $100 der geforderten Summe und sina an der bezeichneten Stelle an zu graben, aber ohne Erfolg. Als er gestern den Doktor aufsuchen wollte, erfuhr er, daß er sich verduftet hätte. Die Stimmung von GoetheS Schatzgräber mag vielleicht auch die deS armen Schluckers ausdrücken : Arm am Beutel, krank am Herzen Schlepp' ich meine langen Tage Armuth ist die größte Plage, Reichthum ist das höchste Glück. Wir wollen ihm wünschen, daß er von der Goldgier ein sur allemal kurirt sei und sich wie Goethes Schatzgröber trösten werde. Der New York Store. lEtablirt 1853.) Der Größte Schuh-Verkauf, der je in Indianapolis gehalten wurre, beginnt morgen. Der Preis aller unserer SommerSchuhe (eö sind gerade 1023 Paar) wurden um 25 biö 60 Prozent herabgesetzt und wird so bleiben, biö sie alle verkauft sind. werden Sie diese Gelegenheit versäumen ? kW 1 H Hffi .
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