Indiana Tribüne, Volume 18, Number 317, Indianapolis, Marion County, 5 August 1895 — Page 2
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Jndiana Tribüne.
Erscheint Täglich und Sonntags. Die täglich Xrttfine" kostet durch kenXxSger ü dentf her Woche, die eonntags..Tribüne-i Sextf per Soche. Veide ,nsamen 15 Cent der 55 Centi per rksnat. Per Poft au&er$alft der kktkdt geJchUlt in VorauZiezahlung k? per a,r. ortittt 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 6. August 1895. Die Ver. ZtaauntTxuatm
' Unter allen Staaten der civilisirtm Welt hat wohl unsere Bundes-Me-gienmz die vielseitigste nationale Druerei. Mit einem jährlichen sto sienaufwande von etwa vier Millioven Dollars werden alle Phasen der Thätigkeit des Staatsorganismus und alle Vorgange der Fremde, die zu diesem Lande in irgend einer BeZiehung stehen, in unzähligen Berichttn, die von einer halben Seite bis zu einer Bibliothek von vielen Ban'den, z. B. über die UnionZ- und die conföderirte Armee im Bürgerkriege, rangiren, von Experten bearbeitet, in der Staatsdruckerei gedruckt und dann mit mehr oder weniger schlechtem System unentgeltlich vertheilt. Ein Katalog der Regierungspublicationen von 17741881 enthält auf 1400 gewichtigen Quartseiten über 100,000 Lüchertitel und bildet mit den 2 Supplementlisten für die Jahre 1880 bis 1890 einen verläßlichen Führer lurch das verschlungene Labyrinth dr alle Gebiete umfassenden Regierungsbüchereien. Der Druck der nach Congreßbeschlüssen jährlich ausgesührten Werke liegt in den Händen eines Heeres von Beamten und sonstigen Angestellten, deren Jahresgehälter sich auf- 2.900.000 Dollars belaufen; 40,882.598 Cvpien der mannigfachsten Dokumente wurden im Jahre 1894 gedruckt und über eine Million Pfund Druckpapier wurde für ein einziges Departement, das des Ackerbauministers, verbraucht. . Unter dksen Bücherschätzen sind natürlich sehr viele von nur ephemerem Werth; viele sind aber auch von 'der höchsten historischen und kulturellen Wichtigkeit, und ungeheure Quellenschätze liegen in den Archiven Washingtons verborgen, die noch manches Streiflicht auf die bewegte Zeit Europas werfen werden, in der sich diese Republik constituirte und consolidirte. Die Geschichte der Ent'deckungen und Erforschungen dieses Continents zu Land und zu Wasser ist mit seltener Vollständigkeit vorHanden und ist schwerlich schon genügend benutzt worden. Die RegierungSdepartements und die wissenschaftlichen Institute, die Bureaux der Geologie, Meteorologie, Ethnologie, -des Erziehungswesens, das Patentamt, das geodätische Institut, das hydrographische Amt, die Commission der Staatssischereien, das statistische Amt des Department of Labor", die wissenschaftlich außerordentliche Smithsonian Institution, das Ratioalmuseum etc. etc. wetteifern darin, die rasch verschwindenden Schätze veryangener Halbculturen zu bewahren. Dazu kommen noch die Congreßbe richte und Journale, executive Docurnente und Miscellanea beider Häuser, sowie der Congressiona! Record", -der die Debatten enthält und sür jedk Session 3-4.1 stattliche Bände füllt, deren Inhalt freilich nicht immer zur klassischen Literatur gerechnet werden kann. Leider ist die Verkeilung dieser Bücherschatze äußerst mangelhast. Ansiatt dieselben solchen Personen zukommen zu lassen, welche sie am besten verwenden könnten, werden sie oder wurden sie wenigstens früher auf's Gerathewohl an Sieben verschleudert und von den Empfängern nicht selten als Maculatur verkauft. Tausende von Tonnen werden gleich beim Erscbewen von gewissenlosen Speculanten beseitigt oder eingestampft, so daß jetzt viele der werthvollsten Publikationen oft nicht einmal in den größten .- bliotheken mehr zu haben sind. In ten' 'dumpfen Gewölben des Capttols liegen und faulen ungeheure Massen unbenutzter Bücher und Documente. toi in den unzureichenden Oberräumen 'des Gebäudes nicht unterzubringen waren. Wie viele dieser Schätze rettungslos verloren sein werden, wenn einmal das mit einem Kostenaufmande von vielen Millionen herzustellende prächtige Bibliothekzebäude im Osten des Capitals fertig sein wird, ist kaum zu ermessen. Es wär? rathsam, daß die Regierungspublicationen wenigstens zum Herstellungspreise verkauft wurden, um der Verschleuderung einigermaßen Einhalt zu .thun. Von den 500.000 Exemplaren der Berichte, d offiziell von dem Acker-bau-Departement gedruckt werden, soll tUS Mitglied deS Hauses 1000. jeder Senator 1250 zur Vertheilung erhalten, um dem nothleidenden Farmerstand durch Erziehung und Belehrung zu helfen; aber, die meisten Volksvertreter sind eben Städter, die 'mit der Landwirthschaft in keiner Veziehung siehe. Kein Wunder, daß sich Mißstände einstellen und daß sich . überall gewichtige Stimmen erheben. welche die Beseitigung des ganzen System befürworten. Andrerseits ist nicht zu leugnen, daß die freie Ver theilung dieser tausendgestaltigen Literatur. sehr viel' zur allgemeinen Vil- ' 'dunz des Volkes beiträgt.
! Tuberkulös, deS Nindviehö. Die Rindertuberkulose ist ohne Frage eine der Quellen sür die menschliche Schwwdsucht. Nach dem Urtheil Bollingers nimmt die Rinder. Tuberkulose vor, Jahr zu . Jahr in Deutschland zu, mithin auch die Gefahr, 'welche von dieser Seite der AllGemeinheit droht. Sicher st, daß die Milch von perlsüchtigen Rindern und ziach Prof. Roth auch die Butter aus solche? Milch Suherkelbazillen enthal-
ten 'Zzztu Die Bekämpfung oer :iu berkulose unter dem Rindvieh ist also nicht bloß eine That von großem wirthschaftlichem, sondern auch von hygienischem Nutzen. Das'Tuberkulin ist nun neuerdings mag man über seinen Heilwerih bei menschlicher Schwindsucht danken wie man will, wie daS Beispiel Dänemarks und Amerikas lehrt, ein Mittel, das die Möglichkeit einer erfolgreichen Bekämpfung der Rindertuberkulose gewährleistet. In Dänemark hat das Parlament bereits 1893 auf Befürworwng des Professors Bang ein Äesetz angenommen und dadurch 70.000 Kronen alljährlich auf die Dauer von 5 Jahren zur Verfügung des Ministers des Innern gestellt, um Viehbesitzern, welche das Tuberkulin zur Feststellung der Tuberkulose unter ihren Viehbeständen anzuwenden wünschen. solches unentgeltlich zu liefern; auch die Kosten für daS Verfahren trägt-der Staat. Die Erfolge, die das dänische Gesetz in den zwei Iahren seine Bestehens gezeitigt hat, sind sehr beachtenswerth und der hygienische Nutzen für die Menschheit, indem die Milch von schwindsuchtsverdächtigen Kühen vom menschlichen Verbrauch ausgeschlossen wurde, außer aller Frage. Das Molkereiwesen steht ja in Dänemark in hoher Blüthe; über 70.000 Vauerhöfe und mehr als 1800 große Güter sehen in dem Milchertrag shre Haupiernnahmequelle. Im Jahre 189394 wurden 8401 Thiere mit Tuberkulin behandelt. von denen 3371 nach der Ein spritzung fieberten, also verdächtig waren. Im Jahre 189495 wurden nach 'dem soeben veröffentlichten Iahresberichte des Prof. Bang 19.412 Rinder geimpft, von denen 12.034 als gesund gelten konnten, während 7378 sicher krank oder - verdächtig waren. Die meisten verdächtigen Thiere fanden sich in Jlltland; dort waren unter 4,303 Thieren nur 467 gesund, 3835 verdächtig und von diesen 1933 sicher perls'üchtig. In Jütland bildet also gesundes Vieh gewissermaßen die Ausnahme. Bang erklärt diese auffällige Thatsache damit, daß der jütländische Landmann wenig Vieh aufzieht, sondern fast alles Milchvieh kauft, das anfänglich gesund sein mag, bei der ständigen Stallfütterung aber in den verseuchten Ställen bald den Keim der Krankheit erwirbt. Auf den dänischen Inseln herrscht dagegen lebhafte Viehzucht, alles Vieh bleibt-am Zuchtort und es kommt selten ein krankes Thier von außen unter die Heerden. Eine, Ausnahme bildet Seeland, wo fast der ganze untersuchte Rindviehbestand aus Tuberkulin reagirte. In allen Fällen, wo das Thier auf die, Einspritzung des Tuberkulin fieberte, konnte freilich nach der Tödtung nicht immer eine Erkrankung an Perlsucht festgestellt werden. - Im Durchschnitt wurde unter 100 Verdächtigen bei 7 bis 9,2 nichts gefunden; sie mußten also als gesund gelten. In einigen Fällen täuscht also die TuberkulinWirkung; Professor Bang meint aber,' daß dervirttiche Irrthum sich auf 5 bis 3 vom Hundert verkleinern würde, wenn man einerseits Thiere mit ganz leichtem und kurz andauerndem Fieber nicht zu den verdächtigen zählte, und wenn andererseits nicht mancher erbsengroße Tuderkelherd bei der Untersuchung verborgen bliebe. Es werden auch nicht alle Thiere, welche verdächtig sind, sofort getödtet, sondern' in leichteren Fällen von der übrigen' Heerde getrennt, die Milch dieser Kühe' wird aber nicht sür Meiereizwecke verwandt, sondern gekocht und in der Wirthschaft verbraucht. Die Anwenvung des dänischen Gesetzes hat einmal gezeigt, wie zahlreich die Tuber'ulose unter dem Rindvieh wüthet, Damit aber auch zugleich die Möglichkeit zur Gesundung des Viehstandes gegeben. Dänemark steht mit über 50.000 Stück Rindvieh an der Spitze der Vieheinfuhr nach Deutschland. Der öffentlichen Gesundheitspflege wird diese Maßregel sehr zu gute kommen, aus der mit der Zeit auch die dänische Landwirthschast nur gewinnen kann. ZU internationale Ausstellung zu Atlanta.
Die Thatsache, daß auf der Chicago'er Ausstellung weder die reichen natürlichen Hilfsquellen des Südens, noch seine Industrie in angemessener Weise repräsentirt waren, hat die An. rezung zu einem Unternehmen gegeben, durch welches die zwischen den Südstaaten und den mittel- sowie südamerikanischen Republiken schon bestehenden Handelsbeziehungen gekräftigt und erweitert, sowie neue Verbindungen mit der mercantilen Welt von Europa angebahnt werden sollen. Repräsentative Männer deS Südens beschlossen, in Atlanta, Ga.. eine Ausstellung zu veranstalten, welche am 16. September eröffnet und am 31. December geschlossen werden wird. Das Unter--nehmen fand nicht nur bei den gesetzgebenden Körperschaften einer großen Anzahl von Staaten Anklang, auch die Bundes-Regierung wandte 'demselben durch Bewilligung der Summe von. $200.000 ihre thatkräftige Unterstützung zu. Die an die fremden Länder gesandten Einladungen fanden fast überall freundliche Aufnahme 'und voraussichtlich wird die Utlanta'er Ausstellung vom Jnlande wie vom Aus lande sehr 'ich beschickt werden.' Als Ausstellungsplatz ist der Pied mont Park, welcher zwei Meilen, von dem Herzen der Sladt Atlanta belegen ist und 189 Acres Flächeninhalt hat. ausersehen werben.'. Um die landschaftlichen Reize des Parks zu erhöhen, wurden unter ver7Leitung eineS erfahrenen Landschastsgärtners ausgedehnte Verschönerungen ; auSaefübrt und für diesen Zweck wurde die stattliche Summe von $300,000 verwendet. Künstliche Hügel mit pittoresken Baumanlagen und kleinen Seen sind geschaffen worden und auf letzteren werden elektrische Gondeln 'dem Verkebr sowie dem Veranüaen dienen: mit
wenigen Ausnahmen sind alle Gebäude an dem einen oder dem anderen dieser Wasserbecken aufgeführt. Die Ausstellung wird den Unternehmern einen Kostenaufwand von ca. Z2.000.000 verursachen. Außer dem Bundes. Gebäude werden 12 Hauptgebäude errichtet. An Amüsement wird es den Besuchern der Ausstellung ebenfalls nicht fehlen. Neue Funde auf Kreta. Bei PräsoS auf der kretischen Halbinsel Sitia hat daS amerikanische Archäologische Institut zwei Versuchsausgrabungen vorgenommen, die eine auf der Akrpolis. die andere in der Unterstadt in einer vermuthlich von einem Tempel herrührenden A.'gerung von Tcrracotten. Die ersterwähnte deckte am Ranoe der Höhe ei.ie kleine in den Fels ?ejchnittene $lat form und auf dieser die Reste ei.s Altars aus, di-. ring? von Kohle, Asche und Tb'.srknoche in? Verein mit mykenischcn und a:chaisch-riechischen Gesäßscherben. TerracottaFigurinen cyprischen Stils und archaischen Bronzen umgeben waren. Sbit zweite Ausgrabung brachte eine Sammlung, von Votiv - Pinakeni (Terracotta - Tafeln mit Anrufungen der Götter) und Ter-racotta-Figurinen ein, die nach ihrer Form zu urtheilen von der archaischhellenischen Zeit bis zur makedonischen reichen. Eine noch bedeutendere Arbeit hat das amerikanische Institut in Gortyna geleistet. Dort hatten, Bauern im Feld einen Mauerrest, der eine Inschrift trug, aufgedeckt, worauf das Institut 'Ausgrabungen vornahm und die Ruinen einer großen byzantinischen Kirche zutage förderte, deren Mauern hier und da noch zwei bis drei Meter über dem Pflaster aufrecht stehen. Ihre Bausteine sind älteren Gebäuden entnommen und zum Theil mit Inschriften bedeckt, die nach den Buchstaben zu urtheilen von der archaischen bis zur römischen Zeit reichen und Gesetze sowie Verordnungen wiedergeben. Bekanntlich, war es Brauch, solche in die Außenwände d. Tempel zu meißeln. Einen Tempel des pythischen Apollo, dessen Außenwände ganz damit bedeckt waren, hat man schon 1886 ausgegraben, und es ist also sehr wahrscheinlich, daß die jetzt gefundenen Inschriften ebenfalls von einem Tempel herrühren, dessen Ruinen das Baumaterial für jene Kirche geliefert haben. Unter diesen Texten befindet sich der eines Vertrages aus archaischer Zeit zwischen den Städten Gortyna und Phästos. der auch durch seine Mundart bemerkenswerth ist, ein großes Bruchstück eines den Hausbau und die Anpflanzung von Bäumen betrefsenden Gesetzes sowie eine sehr wichtige Vorordnung über die Einführung von Bronzemllnzen in Gortyna. Zahlreiche Verordnungen stammen aus macedonischer und, römischer Zeit; eine lateinisch abgefaßte aus der Kaiserzeit, die den Tempel des Britomartis in Gortyna betrifft, gibt von einem bisher unbekannten Bau die erste Kunde. So hat sich Gortyna wiederum als eine Hauptfundstätte für wichtige, das alte Rechts- und Verwaltungswesen beleuchtende Inschriften bewährt.
Ter neueste Betuf, ,Herr Armin L. ist-wohlbestallter Beamter eines renommirten Bankinstituts in Wien und wiewohl schon über die erste Jugend hinaus, noch immer Garon. Er hat sich, wie man in Wien sagt, schon wiederholt einen Rand- genommen, ein eigenes Heim zu gründen, im letzten Augenblicke verlor er aber regelmäßig die Courage und so unterließ er immer, den gewissen entscheidenden Schritt" zu thun. Trotzdem bildet ein familiärer Umgang das höchste Ziel seiner Wünsche. Wie aber es anstellen, daß man als Garon.logirt und dabei auch der Freuden eines bürgerlichen Familienlebens theilhastig wird? Herr L. befindet, sich seit Monaten auf der Suche nach einem solchen Quartier. Nach langem Umherfahnden glaubte er endlich das richtige gefunden zu haben. Er erfuhr, daß im dritten Stocke deS Hauses Ro. 18 in der H. Gasse bei einer anständigen" Familie ein passendes Zimmer zu haben sei, und daß dem Zimmerherrn gleichzeitig auch die Thüren der Familie offen stünden. Die nayeren Bedinaungen waren jeden Sonntag von 11 bis '12 Uhr Vormittags bei der Frau vom Hause selbst zu erfragen. Wer am darauffolgenden Sonntag in der bewußten Wohnung pünktlich vorsprach, war L. Auf die Frage, wer die 'Wohnung vermiethe, antwortete man ihm kurz: die gnädige Frau". Darauf wünschte er, mit der Dame selbst zu sprechen. In der nächsten Secunde stand er bereits vor derselben. Die Quartiergeberin empfing Herrn L. mit der gewinnendsten Liebenswürdigkeit. Ihre elegante Erscheinung, die feinen Manieren gefielen Herrn-L. gar wohl und ohne daß er recht wußte, wie ;s kam, saß er sehr bald der hübschen Frau gegenüber und plauderte mit ihr über.Gesellschast und Theater und über anderes. Schließlich wurde Herr L. eingeladen, auch das zu miethendeZimmer zu besichtigen. Davon wollte der von dem ganzen Zauber seiner künftigen Quartiersfrau völlig bestrickte L. nichts wissen, sondern zahlte sofort die Wohnungsmiethe sür drei Monate a eout. Die sichere Aussicht, tagtäg lich den Umgang mit einer so reizenden Frau, natürlich in allen Ehren, genie-' ßen zu dürsen, ließ ihn alles andere vergessen. Nachdem die ' pecuniäre Frage erledigt war, erzählte die char mante Hausfrau noch von ihrer Familie und ließ von ungefähr auch so durchblicken. . daß sie gar manchen schweren Schlag im Leben erlitten, daß ihr bittere Erfahrungen und Enttäuschungen nicht fremd geblieben seien . . . Das Alles trug nur dazu bei. Herrn L. nur noch mehr für die interessante. Frau einzunehmen und er verabschie dete sich mit der Mittheilung, daß er schon TagS darauf das Quartier be-
zieyen werde. Am Montag war L. mit Sack unv Pack in dem neuen Logis. Als er in demselben Umschau hielt, machte er die Wahrnehmung, daß sowohl die Möbel.' als auch die Wände, sowie der Fußboden just nicht in sehr gutem Zustande, ja, daß Alles sogar sehr schäbig- sei und keinesfalls im Einklänge mit dem nicht unbeträchtlichen Miethpreise stehe. Aber das genirte den Mann weiter nichts die Hauptsache war ihm ja der Familien verkehr". Merkwürdigerweise ließ sich die Quartiergeberin am ersten Tage gar nicht blicken und nach ihr zu fragen hielt Herr L. sür etwas unpassend, Am zweiten Tage kam Herrn L. aber Manches etwas verdächtig vor; er ersuchte deshalb das Dienstmädchen, die Hausfrau zu holen. Wie vom Blitze zetroffen. stand L. da. als plötzlich :ine Matrone im Zimmer erschien und Ich ihm als Hausfrau" vorstellte. .Ja, entschuldigen Sie. beste Frau." merkte L. betroffen, die Hausfrau sieht ganz anders aus ..." Weiß schon lautete die Erwiderung das war die Zimmeragentin, die Hausfrau bin ich!" Wie Herrn L. zu Muthe wurde, sowie die schleunige Flucht, die er mit Hinterlassung des Zinses bald darauf unternahm das neue Quartier war gleichzeitig das Heim einer ganzen Legion unangenehmer Thierchen wollen wir hier nicht weiter erörtern. Herr 2. hat für sein Geld wenigstens seine großstädtischen Erfahrungen bereichert, indem er die neueste Berussspecies kennen lernte: die Zimmeragentin. Die so anziehend plaudernde und distinguirte Dame, welche Herrn L. 'die schmierige Bude rn der H.-Gasse angehängt" hat, besitzt übrigens, wie man versichert, bereits mehrere Colleginnen, die mit.holdseliqem Lächeln und unnachahmlichem Chic die miserabelsten Zimmer an den Mann zu bringen verstehen. Das ist, wie gesagt, der neueste Beruf echt ttn de sifccle.
Ein merkwürdiger See. Der russische Geograph Wennkow hat der Pariser Akademie der Wissenschaften die folgenden Mittheilungen über einen merkwürdigen See zugehen lassen: Die Insel Kildin liegt unter 69 Gr. 20 Minuten nördlicher Breite und 32 Gr. östlicher Länge (von Paris) in der Nähe der Küste deö russischen Lapplands und nicht weit von der Stadt Sola. Sie ist durch eine Meerenge' von dem granitischen Festlande geschieden. EinenTheil ihrerOberfläche nimmt ein See ein. der sehr sonderbare Eigenschaften hat. Er ist anscheinend vom Ocean durch einen Landstreifen vollständig geschieden, aber in Wirklichkeit muß dort eine unterirdische Verbindüng vorhanden sein, denn Ebbe und Fluth machen sich im See bemerklich, wenn auch nur schwach,- da sie einige Zoll nicht 'übersteigen während sie in dem benachbarten Meer eine Höhe von 14 Fuß erreichen. Russische Gelehrte haben bei der. Untersuchung des Sees gefunden, daß das 'kleine Becken drei verschiedene Arten Wasser enthält; zu oberst Süßwasser, daS von dem Regen und einigen Bächen herstammt;., darunter Salzwasser wie das Meer; und zu unterst Seewasser, das eine gewisse Menge aus dem schlammigen Grund entwickelten Schwefelwasserstoffes enthält. Die Thierwelt, die dieses sonderbare Wasserbecken bevölkert, sondert sich in zwei Gruppen: die des SüßWassers, nämlich Wferflöhe (Daphniden) u. dgl. ur die des Sczwassers, die aus Schwämmcn, Seeanemonen, Seesternen, Meerschnecken u. s. w. zusammengesetzt ist. Der (Zrund des Sees endlich hat keine lebende Bevölkerunq. wie auch die ganze unterste Qasserschicht, die das llbelriechendilnd gesundheitsschädliche Gas enthält. Dieser letztere Theil des Nordlandsees erinnert an daS Schwarze Meer, wo der schlammige Grund auch Schwefelwasserstoff entwickelt und keine Pflanzen und Thiere duldet. , , , Der Magen in Wien. Welche' gewaltigen Quantitäten von Lebensmitteln aller Art von der lustigen Kaiserstadt an der Donau in einem Jahre consumirt sind, erhellt aus dem statistischen Berichte der . dortigen Markt-Commission. Andererseits läßt uns aber eben der vorliegende statistische Ausweis' deutlich." die. riesigen Schwierigkeiten ermessen, mit welchen die Approvisionirung einer Millionenstadt zu rechnen hat. ' Man höre, was die Bewohner Wiens in einem Jahre verschlungen haben: 222.847 Stück Rinder, 263.748 Stück Kälber.- 147.257 'Stück Schafe. Widder, Hammel, Lämmer, 7031 Stück Kitze, L863 Stück Spanferkel, 35.701 Stück Frischlinge.' 499,353 Stück Schweine, überdies 9.196.931 Kilo (ein, Kilo gleich 2.2 . Pfund) frisches Fleisch. 2.031.683 Kilo geräuchertes Fleisch. 404.375 . Kilo Salami. 1.276.455 Stück Truthühner, Kapaune und Gänse. 3.535.243 Stück Hühner und Tauben. 2534 Stück. HirscheundGemsen. 441.843 . Stück Hasen, 22.070 Kilo Hirschfleisch, 31.570 Kilo ausgehacktes' Wildpret 44.216. Stück Fasanen.. Auer- und Birkhühner.. 11.425 Stück ' Haselhühner, ' Wildgänse, Schnepfen, 114L33 Stück .Rebhühner. Schnee- und Steinhühner874 Stück Rohrhühner und Wildtauben' 50.388 Stück , Krammetsvögel und, andere gemeßbare Vögel, 1,324.537 Kilo Fische. Krebse, Schnecken und. Austern, 206. 019 Kilo Weiß-, Stock-, und Schellfisch: ' . . Dazu wurden getrunken: 517.117 Hektoliter (ein Hektoliter gleich 26.4 Gallonen) Wein, 43.184 . Hektoliter Weinmost. 6379 Hektoliter Obsimost. 847.146 Hektoliter Bier und. 5.243.630 Hektoliter andere gebrannte gei? stige Getränke. Ueber diese letzte Post, die im' Vorjahre noch um etwa 1.000,000 Hektoliter größer war, fehlt leider im Ausweis iedes nähere Detail, sö dak
man nicht weiß', ob der Schnapscon sum der ärmeren Bevölkerung oder der Alcoholconsum (Cognac, Liqucure etc.) der sogenannten besseren Stände im Zu- oder Abnehmen begriffen ist. Anderweitig verbrauchter Alcohol gehört wohk auch zu dieser Summe. Zahlreich waren die von den Sanitätsbeamten erhobenen Beanstandungen der zum Verkauf gestellten Waaren. In 20.277 Fällen wurden Mehl, Brod, Milch, Fettwaaren, Eier, Schwämme, Obst. Grünwaären, HUlsenfrüchte. Wein, Bier, Spiritus, Mineralwasser, Preßhefe und Zuckerbäckereien als gesundheitsschädlich oder direkt als gefälscht beanstandet. Noch eine interessante Ziffer: In demselben Jahre wurden in Wien 18.457 Pferde geschlachtet und verzehrt, deren Fleisch in 133 'Verkaufsstellen zum Vertriebe gelangte. Gegen das Vorjahr ist der Consum um 337 Stück Pferde gestiegen eben kein günstiges Zeichen sür die Besserung der Wirthschaftlichen Verhältnisse der ärmeren Vev'ölkerungsschichten Wiens. . 'n Som Inlands. iOer allgewaltige P o I izeipascha Roosevelt von New York hat auch in Richmond, Va., Schule ge macht. Von der dortigen Polizeibehörde wurde ein Edict erlassen, dem zufolge alle Wirthschaften Sonntags hermetisch zu schließen sind. Die Wirthe versprachen genaue Befolgung des strengen Gebots und die Blauröcke ge lobten unnachsichtliche Verhaftung aller Uebelthäter. Aber siehe da, an den, Montage nach dem ersten In krafttreten des Edicts standen im Po lizeigericht mehr Fälle von Trunkenheit zur Verhandlung, als je zuvor, und jetzt bemühen sich die Weisen der Stadt, dieses Räthsel zu lösen. Die Gegend von Brighton, Col.,' war jüngst von einer Heuschreckenplage heimgesucht, welche die dortige Ernte mit gänzlicher Vernichtung drohte. DaS Ungeziefer verbreitete sich mit großer Schnelligkeit nach allen Seiten, bis plötzlich unter ihnen ein allgemeines Dahinsterben bemerkbar wurde, sodaß in wenigen Tagen nur wenige Thiere übrig blieben. Die Heuschrecken sollen von einer JnfectionSkrankheit fortgerafft fein und die Behörden der von einer ähnlichenPlage heimgesuchten Distrikte von Jdaho wollen inficirte Thiere dorthin verpflanzen, in der Hoffnung, das Ungeziefer vernichten zu können. Ein merkwürdiges Testa ment hat N. Conner hinterlassen, der kürzlich in dem Hause No. 315 L Str., Washington, D. C., gestorben. Der vom Pastor James H. Lee aufgesetzte letzte Wille bestimmt, daß die Wittwe
oes eZlalorK, Louije Bonner zwei Vorderzimmer, die Werkstätte zu ebe ner Erde und ein Zimmer darüber zur Benutzung bis an ihr Lebensende behalten soll. Das Speisezimmer,' ein Mittelzimmer im ersten Stock und ein Zimmer im dritten Stock bleibt der Frau Angeline Sands zur Benutzung, so lange als sie ihre Steuern bezahlt. Ein Hinterzimmer im zweiten Stock und die Küche im Erdgeschoß erhält John Silas Gordon, ein Enkel bei Testators, zur lebenslänglicher BeNutzung. Ueber dem Studium, des Donnelly'schen Cryptogramms, wodurch Donnelly den Nachweis zu bringen ' versuchte, dah . Shakespeare's Werke von Francis Bacon geschrieben wurden, hat John D. Birmingham in Wilkesbarre. Pa.. den Verstand verloren. Er legte Dieser Tage eine Eomdlnation von Worten aus Shakespeare's Werken vor.' welche, seinen Deductionen zufolge, unter Anderem ein Geknonm acon s emvaii. van er Shakespeare ermordet hatte, um ihn zu verhindern, seinen (Bacon's) Plan, die M" i w lonignajc amnie aus ver litfm zu schaffen, zu verrathen. Aus Grund seiner Entdeckung müsse, behauptet Birmingham, die Geschichte jener Zeit neu geschrieben werden: Seit Monaten arbeitete er an mehreren Werken über seine Entdeckung" und das Resultat lst, daß er dem Wahnsinne verfiel. In einem Schreiben an den Präsidenten Eleveland hat Herr Wm. H. Ballou, Vice-Präsident der American Humane Association" in New gork. gegen die Zulassung von Stierkämpfern protestirt, welche während der Ausstellung in Atlanta Stierkämpfe zu veranstalten beabsichtigen. Wie Herr Ballon sagt, können die Stierkämpfer nur mit Genehmigung des Schatzamtssekretärs daS Land betreten und es sei dessen Pflicht, diese Genehmigung nicht zu ertheilen, da die Leute 'nur nach den Ver. Staaten kämen, um eine Handlung vorzunehmen, die unter den Gesetzen von Georgia ein Vergehen sei. Er hoffe, daß der Präsident alles thun werde, um ' einen nationalen Skandal" zu vermeiden, da die Administration hierfür, nachdem ihre Aufmerksamkeit darauf gerichtet worden, die Verantwortung, zu tragen haben werde. In. eigenthümlicher Weise wurde jüngst in San Francisco. Eal.. Polizei sowie Feuerwehr alarmirt und. die Botenzungen ln Bewegung gesetzt. Kurz nach einander ertönten die , verschiedenen Alarmapparate; die Dampfspritzen rasselten nach der Gearystraße, ein Trupp Polizisten und mehrere Botenjungen eilten ebenfalls', dorthin. Die Ursache dieser Bewegung war nicht zu ermitteln, und wurde nur festgestellt, daß die Alarme. von dem Apparat eines .Apartementhauses gegeben worden ' waren. Da ' man einen Bubenstrerch' argwohnte, wurde der' Apparat heimlich beobachtet und schließlich festgestellt, daß ein Papagei,, den Unfug verursacht hatte. Der Vogel amüsirte sich damit, den Zeiaer des Apyarates mit seinem Scknabel'zlu dreHen, und hatte bereits die Polizei zum zweiten Mal alarmnt. eine . Droschke . bestellt und war daran, die Feuerwehr. zu requmren, als seinem Trejben jm Ende gemacht würde. s ' '
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Vom ZluSlanVe. E i n neuer Erwerbs zweig fürBlinde ist durch den russischen Ingenieur Mechaniker Maznew er-, schlössen worden. Wie die Nowoje' Wremja" berichtet, hat' der genannte Ingenieur eine Schreibmaschine mit einer Vorrichtung verbunden, tach Deiche Blinde in den Stand gesetzt werden, nach Dictat zu schreiben. Auf der Typographischen Ausstellung in Petersburg war bereits die Einrichtung ju sehen. Einem muth willigen Scherze fiel dieser Tage in Prag ein Menschenleben zum Opfer. Ein Ma. gazineur.der in dem Vororte Weinberge mit einem Eommis ein Zimmer ge meinsam bewohnte, wollte des Spaßes halber seinem Zimmercollegen zeigen, wie man sich selbst erhängen könne. Der Scherz nahm aber einen furcht bar ernsten Ausgang. Die Schlinge, in die der Magazineur den Kopf steckt, zog sich zusammen, der, Mann verlor das Bewußtsein, durch die Schwere des Körpers, riß der Riemen und der Nagazineur fiel leblos zuBoden. Rasch herbeigeholte Aerzte konnten nur den eingetretenen Tod des Unglücklichen constatiren. S e i t e ns dem Chefs der Hamburger Justizverwaltung und Präses des Gefängnißwesens, Senator Dr. jur. Hertz.ist neuerdings ein Reglement für die unfreiwilligen Bewohner oes unleriucyungsqVesangnisses und der übrigen Strafanstalten erlassen worden, das über die von den Jnhafirrten gegen die Anstaltsbeamten edentuell zu erhebenden Beschwerden unerihörte Bestimmungen! trifft. Das Reglement 'bestimmt nämlich wörtlich: .Die Beschwerde 'ist selbst dann unberechtigt und disciplinarwidrig, wenn der Beschwerdeführer in dem einen oder dem anderen Falle die Strafe wirklich nicht verdient hätte. Auch eine unverdiente Strafe, die im Discipli--narwege auferlegt wird, muß mit Be. scheidenheit und Ergebung Hingenommen werden. Beschwerden gegen die Entscheidung des Directors im Discrplinarwege gibt es nicht. Solche werden bei mir nie Gehör finden und je desmal scharf, wenn nöthig, mit der schärfsten Strafe aeahndet werden." Der sächsische Erzbergbau. einst der Stolz des Königreichs Sachsens und eine reiche Einnahmequelle, ist, wie überhaupt in den letzten Jahren, so auch wieder im Jahre 1894 bedeutend zurückgegangen. Von den 154 Gruben haben jetzt nicht weniger als .95 den Betrieb einstellen müssen. Den größten Rückgang haben die Silbergruben des Erzgebirges zu verzeichnen, 'deren Ertragswerth an Erz von 243.65 M. auf 169.10 M. für die Tonne gegen das Vorjahr gefunken ist. Ueberhaupt arbeiten die sächsischen Silbergrubon schon seit Jahren mit Verlust, und die Regierung läßt sie nur um deswillen noch nicht ganz eingehen, um nicht plötzlich eine größere Menge Arbeiter brotlos zu machen. Auch Eisen, Zink. Blei, Zinn, namentlich aber Wismuth sind im Preise zurückgegangen. ' So geht diese einst glänzende Industrie, die früher einem großen Theil der Bevölkcrung deS Erzgebirges ein reichliches Brot gab, mehr und mehr ihrem Ende nkitntn , k . . , , . , - 12 t eigenartiges L e t chenbegangniß bewegte sich neulich von der Wandsbecker Seite der' Horner Koppel aus - nach dem Friedhos in ' ? rr . r' V- V!. onnoors. , . ne jigcuneroanoe, uw seit etwa acht Tagen auf der Hörner Koppel, auf der die großen Rennen abgehalten' werden, gelagert hatte. wurde von dem Mlßgeschut ereilt. du 32jährige Frau ihres ' Häuptlings durch -iden Tod zu .verlieren.- Ihre Leiche wurde ln ferllchem Zuge zur letzten Ruhestätte gebracht. Voran schritt - eine Musikkapelle, neben dem Leichenwagen ritten zwei der Zigeuner und die übrigen Mitglieder der Bande folgten in fünf . Wagen hintendrein. Nachdem -der. Häuptlmg seiner Frau in der Zigeunersprache eine Trauerrede gehalten hatte, kehrte,' die 'Zigeunerbande in ihr Lager zurück, um sofort die Weiterreise anzutreten. Bezeichnend für ihre Eigenart .ist,;. daß die. Zigeuner selbst aus diesem Traüerfall Capital für sich geschlagen haben. Ihren . Gebräuchen gemäß wurde' die -".Leiche' der Verstorbenn gleich nach, dem Tode, angethan mit dem prächtigen Brautstaat, in einer neben der Todesstätte errichteten Hütte feierlich aufgebahrt. An den Seiten 'der Bahre, brannten in silbernen Leuchtern hohe Lichter, Weihrauch-dufte-'' durchzogen das Innere ' der Hütte, während sie außen. von mächtig emporlodernden und ständig . unterhaltenen 'Feuern magisch beleuchtet wurde. . Jedermann stand der Besuch der' Hütte ; frei ; er hatte nur die Worte: Gott sei'der Seele der' Verstorbe'nen gnädig !" zu sprechen und. 10 Pfennig Eintrittsgeld zuzahlen. - j
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