Indiana Tribüne, Volume 18, Number 316, Indianapolis, Marion County, 4 August 1895 — Page 4

Tndiaua Tribüne.

Erschemt Täglich und Souutagv. Die tZgliche .Tribüne- kostet durch den TrKger 13 Cents per Woche, dle eontagS.Tribüe-l Cents per Woche. Seide zusamme 1 Cent fec 65 Jent3 per rtonat. Per Post außerhalb de, ff5tbt ,ugeschit t VorauSbkiahlung V per Lhr. snt 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 4. August 1895. Sniiiitass - pitai. Letzte Woche laö ich von dem Selbstmord eineö jungen Mädchens, der durch nichts anderes als Klatsch herbeigeführt wurde. Die Klatschbasen sprachen herum, daß das Mädchen über einen jungen Mann geklatscht habe. Das vielleicht etwaö gar zu fein sühlende Mädchen hatte einen Geliebten, und sich vor diesem wegen der Klatscherei schämend, brachte eö sich um. Es ist nur ein Glück, daß nicht Zeder, über den geklatscht wird, sich gleich umbringt, sonst stände der Welt die Gefahr einer starken Entvölkerung bevor. Warum die deutsche Sprache aber nur das Wort Klatschbase und nicht auch daS Wort Klatschvetter kennt, ist mir einigermaßen ein Räthsel. Denn wer da glaubt, daß die Männer weniger klatschen als die grauen, daß beim 'Bier weniger heruntergerissen" wird, als beim Kaffee, der befindet sich in großem Irrthum. Ich muß hier die Frauen in Schutz nehmen. Sie selber sind vielleicht in dieser Beziehung nicht besser als ihr Ruf, aber die Männer verdienen keinen besseren als die Frauen. Und nichts auf der Welt ist grausamer als der Klatsch. In aller Ruhe und ohne die geringsten Gewissensbisse wird da oft der gute Ruf eines Menschen abgeschlachtet, gemordet, alö ob ein guter Ruf bloß eine Bagatelle wäre. Man denke nur z. B. mit welcher heimtückischen Grausamkeit der Klatsch die unglücklichen Eltern der gemordeten Ida Gebhard verfolgt. Weil der Vater einige Tage nach Aufsindung der Leiche eine Reise machte, weil die Mutter die schon halb verweile Leiche ihres KindeS nicht sehen wollte, und einem Anblicke auswich, der vielleicht im ganzen Leben ihr Ge'dächtniß nicht verlassen hätte, flugS steigt in irgend einem klugen Kopfe die Idee auf, daß da etwas Besonderes hinter stecken müsse, und Klatschvettern und Klatschbasen raunen einander allerhand in die Ohren unter dem Siegel der Verschwiegenheit und in der sicheren Voraussetzung, daß eS gerade darum erst recht weiter gesagt werde, daß Äda gar nicht ihr Kind war, daß sie deren Leben versichert und umgebracht haben li. s. w. und machen " die Eltern durch ihren erbärmlichen Klatsch noch unglücklicher alS sie ohnedieS sind. Selbstverständlich erzählen unsere klugen Nachbaren auch mit einer Art gruseliger Empfindung, waö irgend eine weise Person, welche in irgend einem siebenten Jahre mit einemSchleier geboren wurde, und mit den Geistern der Seligen in telegraphischem Verkehr steht, gesagt hat, und nc: da drüben an dem Tage, an dem vermuthlich der Mord begangen wurde, etwas Ungewöhnliches gethan, oder zu ungewöhnlicher Stunde in der Nähe deö HauseS gesehen wurde, hinter dem man die Leiche fand, der ist, wenn er auch gerade nicht angeklagt wird, doch gewiß vor dem dummsten Klatsch nicht sicher. Unsere Nachbaren sind seit dem Morde der Kleinen ganz auS dem Häuschen und seit eine ' Belohnung von $500 sür die Ergreifung des MörderS ausgeschrieben wor- . den, möchte Jeder gern die $500 derdienen, und wenn er nichts weiß, dann klatscht er waSusammen. Nebenbei fällt mir da ein, daß eS doch eine Schande ist, das schöne deutsche Wort Base einzig und allein im Zusammenhang mit dem abscheulichen 'Worte Klatsch zu gebrauchen, sonst aber Zimmer Cousine oder Cousinchen zu sagen. Base und BäSchen ist doch viel schöner, und ich kann doch wirklich nicht einsehen, warum man für einen solch schönen Verwandtschaftsgrad, der sich so gut fürdie Anknüpfung zarter Beziehungen eignet, in srenzössischeS ' Wort gebraucht, wenn man ein gut deutsches dafür hat. Der Plauderer. . m in m $tati Europa! P. Pfisterer'S Passage Agentur, to .10A,Ott Washington Str., verkauft Mcheine-' für 1. Cajüte $45; 2. Cajüte $36; Zwischendeck $16. m , m Wir werden die Bücher, die wir zum Verkauf anzeigen, nur eine beschränkte Zeit führen. Diejenigen, welche eines oder mehrere davon zu kaufen wünschen, sollten dieö deshalb bald thun.

Die TabakSfrage. HumoreSle von A. Lez. In der Stadt Tümpelhagen lebten zwei Bürger, die sich bitter , haßten. Das kam alles vom Tabak. Herr Piepmüller war nämlich Tabakshändler und naturgemäß ein wüthender Gegner der Tabakssteuer und des Ta. baksmonopols; Herr Siebmüller aber, sein Feind, war ein Rentier, der nicht rauchte und das Rauchen für eines der abscheulichsten Laster hielt. Deswegen war Herr Siebmüller für eine mög lichst hohe Tabakssteuer und schließlich auch für das Monopol. Die Aehn lichkeit der Namen bewirkte, daß man die beiden Feinde häufig verwechselte, was die Bitterkeit der Beidln g?gen einander nur steigerte. Jeder der Beiden hatte eine bestimmte Partei, und es kam vor, daß' sich die Anhänger des Herrn Piepmüller -mit denen Siebmüller's prügelten. Dann ließen die beiden ParteihSupter lange Erklärungen gegen einander loS, die bei Herrn Tabakshändler Piepmüller gewöhnlich dahin gingen, daß die Ren tierS, diese Nichtsthuer, die Hälfte ihres Einkommens als Steuer zahlen müßten, während der Rentier Sieb müller immer mit den Worten zu schließen pflegte: .Der Tabak muß noch mehr bluten! Die Feindschaft der Beiden war so grimmig, daß man glauben mußte, sie könnten sich nimmermehr versöhnen. Und doch . geschah dies eines Tages, und zwar aus folgende Weise: In der genannten Stadt war daö Amt eines Stadtverordneten erledigt, und Herr Tabakshändler Piepmüller wurde von seinen Anhängern als Ean didat aufgestellt. DaS verdroß die Anhänger deS Herrn Siebmüller nicht wenig, und sie proklamirten, kurz entschlössen, die Candidatur des Herrn Siebmüller. Zu diesen beiden Candi. daturen kam noch eine dritte, und zwar die deS Kaufmanns Haupt müller. Die eine Partei sagte: Wir wählen nicht Siebmüller, sondern Pup müller." die andere: Wir wählen nicht Piepmüller, sondern Siebmüller,und die dritte: Wir wählen weder Piepmüller noch Siebmüller, sondern Hauptmüller.Der Wahlkampf war sehr lebhaft, da mancher Doppelkümmel und Cognac auf die verschiedenen .Müller- getrun ken wurde. Jeder dieser Candidaten hatte seine Agitatoren, welche die Wäh lerlisten vor sich hatten und die säumigen Wühler zur Wahlurne schleppten. Für diese anstrengende Thätigkeit soll ten sie Abends mit einem Schmause belohnt werden. Die Agitatoren des Herrn Piepmüller hatten ihre Schuldigkeit vollauf ge than. Ihr Führer war ein Dienst mann, den man als einen losen Vogel, wie man sagt, kannte. Vor dem Wahllokale trafen die Schlepp" so nannte man die Wahlagitatoren des Herrn Piepmüller mit denen des Herrn Siebmüller zusammen. Die Schlepper des Herrn Siebmüller wurden von einem Kutscher commandirt. Die Führer der beiden Schlep percolonnen warenSchulka.neraden und gute Freunde; sie begrüßten sich: Na, Christian," sagte der Dienst, mann, darum keine Feindschaft nicht. Laß uns einen kleinen Kümmel trin ken." Woll, Hinze," sagte der Andere. Man trat in die Schenke ein, und die beiden Führer flüsterten eifrig mit einander. Als sie das Wirthshaus verließen, hatten sie sich offenbar über etwas verständigt. "Kinder", sagte Hinze, der imTienste Piepmüllers stand, Ihr eßt und trinkt gerne, oft. gut und viel nicht wahr?" Jawohl," erscholl es einstimmig. Ihr schmaust doch lieber zweimal als einmal?" Jawohl!" Nun. dann folgt mir, und thut was ich sage. Wollt Ihr das?" Das Versprechen wurde gegeben, und der von Herrn Piepmüller engagirte Dienstmann Hinze führte seine Schaar nach der Wohnung des Herrn Sieb müller. Die Schlepper" machten erst ver, wunderte Gesichter, allein sie folgten, der Verabredung gemäß, schweigend dem Führer. Auf der Treppe kam ihnen die wohl beleibte Haushälterin des Herrn Siebmüller mit dem freundlichsten Lächeln entgegen. Ah," rief sie, das sind die Herren von der Wahl. Kommen Sie nur; es ist schon alles parat!" ' Die tapferen Schlepper" ließen sich nicht lange aufmuntern und wurden' von der Haushälterin in ein Gemach geführt, in welchem ehe lange Tafel

gedeckt bereit stand. Ein hübsches Dienstmädchen t.ug Wein uno kalten Aufschnitt auf. Thun Sie nur. als ob Sie zu Hause wären, meine Herren," sprach die freundliche Haushälterin. DaS ließen sich die Tapferen unter Hinzes Führung nicht zweimal sagen, und alsbald erhob sich ein scharfes Zechen und Schmausen. Mancher dachte gewiß and Worte der Variante, die da heißt: Esse, wem Appetit gegeben!" und kam diesen Worten auch nach Möglichkeit, ja sogar bis zum Aeußersten nach, denn schließlich hatten sie sich über Gebühr sattgegessen und jattgetrunken. Die Gläser mußten immer wieder frisch gefüllt werden, und eben schäkerte Hinze mät dem hübschen Dienstmädchen des Hauses da ward die Thür aufgerissen, und herein stürzte Siebmüller, hochgeröthetee Antlies. Schändlich, iederträchtia!" rief er, durchgefallen aber ttu$ ist das?!" Bei seinem Anblick erhob sich Hinze, und rief, daS GlaS erhebend: Auf das Wohl des Herrn Piepmüller!" Xlle erboben . sich, um anzustoßen.

Aber Hcrr' SiebmttUcr trat wüthend an den Tisch: Was, Ihr wollt meinen Feind hoch. leben lassen? Und was thut Ihr denn hier?": Ja, sind Sie denn nicht Herr Piep müller?" fragte Hinze anscheinend arglos. Zum Teufel mit Ihrem Picpmül. ler! Ich bin Siebmüller!" schrie der Rentier zerschmettert. Dann entschuldigen Sie gütigst un seren Irrthum," sagte der Dienstmann und verabschiedete sich. Die Haushälterin stand starr vor Entfern. Die Schlepper aber concentrirten sich schleunigst nach rückwärts, und horten noch auf der Treppe, wie Herr Sieb müller schrie: Gibt die dumme Gans den Schlepp pern noch meinen Wein zu trinken großartig!" All der Tbüre konnten die Schlepper nicht mehr an sich halten und brachen n ein homerisches Gelächter aus. Hinze aber commandirte: Leute, nun aber zu Piepmüllers!" Auf halbem Wege begegnete man den wirklichen Piepmüller'schen Schlep

pern unter ihrem Führer Knüppel, welche erzählten, daß sich im Piepmü! ler'schen Hause ganz dieselbe Scene ab gespielt hätte: nur wären sie dort von der Frau piepmüller selbst und lhren beiden Töchtern bewirthet worden. Als die richtigen Schlepper nun bet Sievmüller ankamen, machte er ei saures, die Haushälterin ein sehr dummes Gesicht. Allein man mußte sein Wort halten, und die wackeren Schlep per ließen sich 's nochmals wohl fern an der relchvesehten Tafel. Bel Ptepmüllers ging'S gerade so. Anderen Tages wurde Herr Haupt müller als gewählt proklamirt und Herr Piepmüller sagte: Nun dln ich durchgesallen, und dle Siedmüller'schen haben meinen Wein getrunken." Und Herr Slebmuller jammerte : Nun bin ich durchgefallen, und die Piepmüller'schen haben meinen Wein getrunken." An den verweinten Gesichtern der Frau Piepmüller und der Haushälterin bemerkte man, daß die für den Durch fall doppelt bezahlte Zeche sehr schmerz lich empfunden wurde. Die Sache wurde bald ruchbar, und eS ergoß sich eine solche Fluth von Spott über die beiden Durchfallscandi daten, daß sie kaum mehr auszugehen wagten. Da begegneten sie sich eines Tages in einer abgelegenen, ruhigen Straße. Piepmüller!" tönte es schmerzlich von drüben. Siebmüller!" antwortete es weh müthig von hüben. Und sie versöhnten sich bei dieser Gelegenheit, und so käm eS, daß sie gute Freunde -wurden. Sogar in der Tabakssrage sollen sie nunmehr einig sein. Der Lotteriegewinn. Humoreske von Wilhelm Thal. Sieh nur, Heinrich, eine Ueber raschung!" sagte die hübsche, kleine Frau Willert zu ihrem Gatten, als derselbe aus seinem großen Fabritgeschüft nach Hause kam. Eine Ueberraschung! o weh! da hast Du Dir wohl wieder einen furchtbar billigen Hut für 50 Mark gekauft?" seufzte Heinrich, dem vor den Ueberraschungen stets ein wenig grauste. Nein, nichts dergleichen," jauchzte die kleine Frau. Also das nicht? Na, hat vielleicht die Mama ihren Besuch angemeldet? Dann müßte ich sofort auf 14 Tage geschäftlich verreisen." Nein, die Mama ist leidend!" Gott sei Tank!" platzte Willert loS, verbesserte sich aber schnell mit einem O, wie bedauerlich!" und sagte dann neugierig: Na. worin besteht denn aber nun die Ueberraschung?" Also höre!" wisperte daS Frauchen geheimnißvoll, ich habe drei Loose zur K berger landwirtschaftlichen Lot terie genommen." Ach. du lieber Gott!" rief Willert enttäuscht, daS ist auch was Rechtes!" .,Aber ich bitte Dich, Heinrich!" fuhr das Frauchen ganz entrüstet fort, wie kannst Tu so etwas sagen; der erste Gewinn ist 1000 Mark, der zweite ein Pferd mit Wogen, der dritte eine Kuh, der vierte ein Schwein, der fünfte ein Lamm, der " Aber Kind," fragte Willert spot tend, willst Tu Dir denn 'ne Men? gerie anlegen?" ...Nein, aber die 1000 Mark wären doch nicht übel, und Pferd und Wagen könnten wir auch ganz gut gebrau chen!" Wenn wir's gewinnen," warf der Gatte ein. Nun gewiß, wenn wir's gewin nen!" bestätigte die kleine Frau; aber warum sollten wir's denn nicht gewin nen? Wir haben doch dieselbe Berechtig gung wie alle Anderen!" Gegen diese Logik ließ sich allerdings nichts einwenden, und wie der WunsÄ, den man recht zuversichtlich hegt, häusig in Erfüllung geht, so geschah es auch hier. Eines Abends kam Willert nach Hause, als ihn seine Frau wieder mit einer Neuigkeit überraschte. Denke Dir," rief sie ihrem Gatten entgegen, wir haben in der Landwirth schastlichen Lotterie den zweiten Gewinn,, das Pferd mit dem Wagen, bekom men!" Allmächtiger!" stöhnte der Fabri kant und dachte an die Kosten, die der Transport deS lebenden Lotteriegewinns Verursachen würde. Aber Du sreust Tich ja gar n'.cht, Heinrich?" fragte die kleine Frau mit enttäuschter Miene. $p natürlich freue ich mich! hahahq! hahahäl Hurrah! hurrah! brüllte WlIe.rt ugd . verfluchte innerlich

dte Jnltttutton der ottcrien aus oas heftigste. Tenke Dir nur, wie unsere Bekann ten sich ärgern werden, namentlich die Banquier Goldsteins," fuhr die Gattin fort, ,,plot)en werden sie vor Neid, wenn wir mit einem Kutscher auf dem Bock an ihnen vorüberfahren werden." Was? einen Kutscher brauchen wir auch?" fragte Willert ängstlich. Gewiß!" versetzte die kleine Frau; oder kannst Du etwa fahren?" Ich weiß nicht!" entgegnete der Fabrikant schüchtern, versucht habe ich es wenigstens noch nie!" .,Nun also!" sprach die bessere Hälfte; da siehst Tu, wie nöthig wir einen Kutscher brauchen, und zwar einen in Livree!" Was! Livree kriegt d.r Kerl auch:" suhr Willert auf. Aber gewiß, er kann uns doch niZ t in Hemdsälme'n fahren." Aem, das geyt auercings nicy.:" stöhnte der arme Gewinner un) zrg seufzend einen blauen Sckein in ler Tasche, den er seiner Gattin für die ersten Ausgaben über? IC te. Acht Tage waren vergangen, da saßen Willert und Frau beim Kaffee, und Frau Willert sprach zu ihrem Gat ten: Heinrich, morgen hat unser Kleines seinen ersten Geburtstag, und um den Tag recht würdig zu begehen, habe ich meine besten Freundinnen eingeladen, unter anderen auch Frau Weber, dieses gräßliche Geschöpf. Du könntest zehn bis zwölf Herren aus Deinem Bekann tenkreise mitbringen, je mehr desto besser, und vergiß nicht ihnen zu sagen, daß daS Kind Geburtstag hat!" Aha!" lachte Willert, auch die kleinste Gabe wird dankbar angenom men!" Nun gewiß!" rief die kleine Frau vorwurfsvoll; heutzutage gelten doch alle Vortheile. Apropos," wandte sie sich zu ihrem Gatten, der sich eben den Paletot anzog, ich habe einen Kutscher gemiethet und ihm eine rei zende Livree gekauft!" Aber Kind, wie voreilig! Wir haben ja daS Pferd und den Wagen noch gar nicht!" Ich bitte Dich. Heinrich!" rief das Frauchen gekränkt, wie kannst Tu nur zweifeln, da wir 'S doch schwarz au weiß gelesen haben! Ach Gott, es wäre reizend, wenn der Gewinn Morgen Nachmittag ankäme! Ich sage Dir. alle meine Freundinnen würden krank vor Neid!" Um Gotteswillen, dann müßte ich auch noch Kurkosten bezahlen!" schrie der Mann, riß sich loS und stürzte auS dem Zimmer. Vierundzwanzig Stunden später war großer Empfang" bei den Willerts. Der sogenannte Salon strahlte im Lich terglanz und etwa 20 Damen und Her ren gaben sich krampfhaft Mühe, sich zu amüsiren, was verschiedenen älteren Herren auch dadurch gelang, daß sie sich in unmittelbarster Nähe des kalten Bussets bewegten. Die belegten But terstellen schmolzen immer mehr zusam men, obwohl Minna, der Küche lieb Iiche Hüterin. eS nach dem Befehle ihrer Herrin wohlweislich unterließ, die Leute zu nöthigen. An der Thür aber prangte in der neuen Livree Johann, der Kutscher" und machte die HonneurS, daS heißt auf gut Teutsch, er ließ die Thee und Biergläser mit merkwürdi ger Gewandtheit zu Boden rollen. Plötzlich ertönte die Thürglocke, und herein trat der Briefträger, der ein großes Packet in den Händen hielt. AuS tt. . . .berg!" rief Frau Wil lert und riß dem Manne das Packet fast aus den Händen. Aus K. . . .berg?" wiederholte das Heer der Gäste. Ja, wahrscheinlich gehört das zu unserm Pferd und Wagen!" suhr die Hausfrau fort, die natürlich ihren Freunden von ihrem Glück erzählt hatte. Erwartungsvolles Schweigen folgte, als Herr Willert, mit einer riesigen Scheere bewaffnet, die Schnüre des PacketS löste. Etwa zehn Papierhüllen sielen, dann kam ein Pferd und ein Wagen auS Pappe zum Vorschein, der berühmte zweite Gewinn de? land wirthschaftlichen Lotterie, dem ein höf liches Glückwunschschreiben der Lotterie Direktion beigelegt war. Wie ein Berserker fuhr der Fabri kant auf, da traf sein Blick auf Johann, den Kutscher, der sich ihm unvorsichti ger Weise genähert hatte. Mit eiser nem Griff packte er den Unglücklichen und warf jhn die Marmortreppe hinunter, obwohl dies nur der Aufgang für Herrschaften war. ' Vorher aber zog er ihm noch 'wohlweislich die' Affenjacke aus, wie er die schöne Livree schmachvoll jitulirte. Und wie vom Sturm zerstoben war all' der Gäste Schwärm, in einer Ecke aber lag Frau Willert und weinte bit terlich, accompagnirt von dem zarten Stimmcheu des Geburtstagskindes. Herr Willert aber hat ein feierliches Gelübde gethan, nie wieder in der Lot terie zu spielen, und hat bis heute sei nen Schwur getreulich gehalten. in gar nicht seltenes Ereigniß lenkt die Aufmerksamkeit neuerdings aus die überaus seltene und seltsame politische Position des Reichs, tagsabgeordneten für Metz Dr. HaaS. Dieser. Herr hat seinen Sohn in der Wsicht, ihn späterhin als Offner in die französische Armee eintreten zu las. sen, auf der französischen Militäraka. demie untergebracht, ein Vorgang, der seinerzeit ein Grund lebhaften Befrem. deö in Deutschland geworden ist. Wie jetzt berichtet wird, ist der Bekundung des französischen - Patriotismus des jünger?, Herrn HaaS einstweilen ein Hinderniß dadurch entstanden, daß n die Officierprüfung nicht bestanden hat. . DaS ist eine überaus belustigende Wendung.

In d Sommerte , Schmerzen und sonstige Leiden nicht ausbleiben. Rheumatische Schmerzen, Neuralgie, Lüften- und Bückenschmerzen.

Cs ist ebenso wichtig Jetzt iakoös zum Gebrauch an Hand zu habe irgend einer Zeit, tt heilt sicher allen ex

Wus Andern atfäUt, Gefallt Euch vielleicht nicht immer, Aber waS einem gelehrten Mechaniker gefällt, der mit der Construktion eine BicycleS vollständig bekannt ist, von dem Standpunkte eines Radfahrers wie auch eines guten Mechanikers, ist ein ziemlich guter AnhaltSpun't für Solche, d daö Beste im Markt kaufen wollen, R. ff. Masw.ll. Geschäftsführer Jndwna Bicvcle Co . JndianapottS? llU' 3unt 1895, Werrber Herr : Bezug am da Wsverly Bicycle. welche ich vor einigen Wochen kaufte, muß ich offen sagen, dag ich sehr zufrieden bin. Ich war erstaunt über die Leiäittakeit tm Fahren. E scheint ark genug zu sein. Ich halte e für ein sehr gute Rad, sonst hätte ich ti nicht gekauft. Hoffend dah Sie erfolgreich find, verbleibe ich Eraebenst A r t h u v Ebb, Chief Engineer, Snead Co.. Jron WorkS. Kommt und beschaut Euch die Räder in unserem neuen Laden, Ecke Pennslyvania und Ohio Straße.

Sommer-Schule 43. Jahr. Elektrische Fächer. Große kühle Zimmer. Elevator.

im neuen hergerichteten When Block. Schönere Räumlichkeiten als irgend ein anderes Busineß. College in Amerika. Bestes System und Lehrer. Verschafft Schülern gute Stellen. Die einzige derartige Schule, welche in dieser Stadt dauernd Boden gewonnen. Jetzt ist die Zeit zum Eintreten. Morgen? Schreib-Klasien. E. j. HEEB, Eigenthümer.

Deutsch 0 amerikanischer Hausarzt von Dr. Maximilian Herzog. Ein populär geschriebenes Buch von einem respektablen Arzte. Bei leichten Erkrankungen, Unfällen etc. leistet ein solches Buch außerordentliche Dienste, weit mehr als das planlose Verschlucken von Patentmedizinen. Für nur 25 Centö in der Office dS. Bl. zu haben. Kaufe Mucho'S Best Havanna CiqarS." Der echte Artikel ! Per Pfund Bester Old Gov. 3ava, grün, . 3öc Bester Old Gov. Java, gebrannt 40c Arabischer Mokka, grün ... 36c Arabischer Mokka, gebrannt . . 40c Sie können Java und Mokka Kaffee, der echt ist bekommen be: El 11 üwkw X 61 Massachusetts Ave. Oeftlich von 110 Ost New Aork Str. Delawarestr. Telepbon 575. 20 Pfund bester gestoßener Zucker für $1.00. Clemens Yonnegot 184 & 186 Ost Washington Str. 4 2 5 B Alle Sorten Werkzeuge in größter Auswahl. llaiiiinock, Cliildrciis Wagons, Baby Carriages, Bicycles, Gas- H Gasollnc Stoves, Refrigerators, zu den billigsten Preisen. El t . EäSIVUiibal hImIIIIuwUII 163 - 169 E. Washington St. i Square östlich vom Court-Hruse. I'elepkone; 1724. Zuverkaufe oder vertausche 1 ker Land mit Hau von 4 Zimmern Scheune SO bet l stutz und mehreren anderen Sebäuden. aurB!ellen tödlich von Washington Str.. sehr billig. 72 Acker, angrenzend an Haugdville ud ganz nahe an der Straßenbahn mit twetstöckige ackstetngebäude von 11 Zimmer mit grogen Stauungen und anderen webandrn, die $10,000 toftettn, für viel rveniaer alt ftoftcnprctf dei (Bebautet, da Land allein ist SH per cker werth, in der Nachbarschaft: muß verkauft der verhandelt werden. Mehrere andere Stücke an grenzend, davon welche mit 10. 20, 30, 40, 80 100 und 00 Acker, alle vom denen Land, mit und ohne Gebäude. iO. 50 und 70 cker Stücke in der Nähe von Jrvmgton. Eine. Farm von 80 cker, 60 Meile von hier, mit guten Sbäuden. teh, garmgerathen und yurter (die garmarbett ist für den Schneider ,u hart), in Hau tt i Zimmern, westlich von 176 Nord Pine fctr im beste Zustand, neu renovirt, nur S800. Si. 607 gXadison venue, 833 und 8S7Eoburn 5tT rneh rere Hauser und Lotten an dem mit Asphalt ge. ,Nafterten Theil der Shelbystraüe. mehrer, gut gelegene Häuser auf monatliche Zahlungen. Zu vermiethen o. J5d Süd Teunessee Str., Zim er. a. gut gelegen. Z9. M Vtadison venue. Zimmer, neu. mit Oa, lll.' N. 175 Buchana Str 6 Zimmer, $10.60 ; mehrere kleine d grob Sara. v O. B. Sriler. SS Oft Washington vtr.

' & h 5 , i i . . ri L j feyfSn IC 55 ; CC

wie zu zu

ten

INDIANA BICYCLE C0.

Saloon u. Billiard-Hall o.92 Oft Washington Str. Jokn Meilacher. Seiaentbürae? Nicholson Bill vder keine Nicholson Bill. IF:n?ö-IL IKSLUoils wirthschaft, No. 154 Süd New Jersey Straße, wird immer anständig geführt und die Gaste erhalten die besten Getränke und stet ein gutes Glaö Bier der Jndiana poliö Brewing Co. Bluff Itoad ?ommEijesoijt. Eine Meile südlich von der Gürtelbahn. Hübscher Garten, gute Kegelbahn, gut Cigarren und Getränke. Zu ahlreichem Besuch ladet ein Gottlieb Hasert, Ligenth. Telephon 1627. Warum nach dem Markt gehen, wenn Sie in Clias. Aisenhrey's Metzger - Laden, No. 25 Virginia Ave., daS beste Fleisch zu Marktpreisen bekommen können. Alle Serien selbst aemachte Wurst. Tel. Bestellungen werden prompt aogelusert. Südseite Fleischmarkt. Die Bewohner der Südseite . können alle Sorten Fleisch und ausgezeichnete, selbst fabri zirte Wurst so billig wie auf dem Markt bekommen, bei CHRIST. FEUCHTER, 579 Mudison pve. Blumen und BouquetS für Corninencernents. Blumen werden überall hin gut und sicher verschickt und Bestellungen per Telegraph überall hin in Amerika und Europa auSge, führt. Bertermann Bros. 3743 Mass. Ave. Tel. 840. Ecke Penn. & Wash. Str. Tel. 1044. 3;r-arcA . a -m.LANM Vfllir(sXvy V .Vis. j . ÖOPTICIAM-ÖVO I LI inia M atru .-. - 9-briNn.i. vcroon noct. INDIANAPOLIS-IND. Brillen werden nach den besten Methoden dm ugen angepaßt. Schicke Sie Selb nach der alten Seimatl, durid AMERICAN EXPRESS Co's Geldanweisungen. UifelBen finh flfefnsut ftifir und find in ithfT Offtee btt ttmerican Expreß Co., lablbar tn Deutschland, ,u folgende niedrigen Raten , IJUUCH. St ml 6- 6 Cent! i zu t 40-15 kentl . S 6018 ; , 110080 - ü 8 ttO-10 . $30-13 .

. Lenkgardt, SALOON,

Ecke Ohio ö5 Skoble Straße. Veße Setränke und Cigarren. OoluWdm Malle! 65e NeTsrty 4? Delsvtte Ctt. Die schönste, größte und mn bequemsten ein gerichtete Halle der Südseite. Sie steht zur Verfügung für Abhaltung vo Conzerten, Zlnnz.Nränzchsn, Vnrties cic. Besonders ist sie Vereinen zu npfehlen. Die schönste Wirthschaft w dn Stadt. Nur die besten Getränke vnden der abreicht. Zu zahlreichem Besuche ladet ein Mozart chsöe 5 Henry Victor. DaS größte, schönste und älteste derartige Lokal in der Stadt. Die geräümige und schön eingerichtete Halle steht Vereinen, Logen und Privaten zur Abhaltung von Bällen, Conzerten und Versammlungen unter liberalen Bedingungen zur Verfügung. Feine alte Weine finden Sie w bester LuSroahl und jede? Sorte bei eU IDoa Weinkeller: Ro. SS Süd Delaware Otv Vittigfts preis. Freie, vronste Wliefmms aJ allen Stadttheilen. Ttlttbou 1669. To celebrate properly ANY OCCASION When you go MI i 1 1 e mi, mm to supply your SUMMER HOME. JACOB METZGER & CO., can t ornlsh tbe greateet yariety ok pure and wbolesorne drinks. In bottles, to alt The Teetotaler and Connoisseur, for men, womeo and children in all eonditlona such aa , Beert, Ales, Win es. Whlskies, Brandies, Champagnes. Waters. Mineral Waters. Soda Waters, etc., foreign and domestic. Call or send Orders to 30&32East Maryland St. Telephone 407. John Weber, Ecke Noble und Market Str., Deutsche Wein, und Bier-Wirthschaft. Warmer Lunch Vormittag? m.d Nachmittags. Ä 0 mm t n a ch V5o. 330 Massachusetts ttxt. zum Er-Tchwoba-Schu!teS Konrad cheetz, wo man die besten Getränke und Eigarren und stets einen guten Lunch findet. niAL. TO Cigar Store. 67 Gst Washington HtrnHs. Die beste Auswahl einheimisSer und importirter Cigarren. Probiren Sie die Zlialto 5o Cigarro. Um geneigten Zuspruch bittet Schiller Nömler. Sroßs Vusn?H junger Papageien, billiger alö ie ,uvor. Jett ist die Rtii um billig u kaufen. 133 MassachnsettS.Nve. Qm X Hloppor,

kW

mm