Indiana Tribüne, Volume 18, Number 309, Indianapolis, Marion County, 28 July 1895 — Page 3
Erinnerungen einer Schwiegermutter. Qon Heorge A. Sims.
Erste Erinnerung. Ich. ' ' Seit unvordenklichen Zeiten ist es Mode gewesen, Schwiegermütter der -Lächerlichkeit und Verachtung preiszu geben. Ob der Auödruck unvordenkliche Zeiten ganz zutreffend ist weiß ich nicht, denn ich bin nicht Schriststellerin von Beruf, und in meiner JuSettdzeit wurden junge Mädchen nicht so fein erzogen, als heutigestags. Einfaches Schreiben, einfaches Nähen und einfaches Kochen, und ich kann vielleicht noch hwzufügcn, einfach und offen meine Meinung sagen, das ist's, was ich von meiner lieben Mutter gelernt habe. Meine Mutter sprach immer offen ihre Meinung aus. Häufig habe ich gehört, wie sie meinem Vater sagte, wenn er ihr Vorwürfe über etwas machte, was sie in Gesellschaft gesprochen hatte: Ich kann nicht anders, Zacharias, ich sage immer offen meine Meinung und werde das stets thun, und wenn sich die Leute beleidigt fühlen, kann läji nicht Ändern." Als Mädchen habe ich gesprochen, wie mir der Schnabel gewachsen ist, als junge Frau habe ich's ebenfalls gethan, und jetzt, wo ich eine Frau mittleren Alters bin, thue ich's immer noch, und werde es auch in 'diesen Erinnerungen thun. Ich weiß, daß ich manchmal damit angestoßen habe. Eine Frau mit Vier verheirateten Töchtern, drei derHeiratheten Söhnen, einer unverheiratheten Tochter, die noch bei mir ist, einein lieben, kleinen, nichtsnutzigen Jungen von elf Jahren als Nesthäkchen, eiziem Manne, der noch nicht einmal jöuh" zu einer Gans sagen kann, eS sei denn, die Gans wäre seine eigene Frau, und der während der ganzen fünfundzwanzig Jahre unserer Ehe alle unangenehmen Dinge zu thun mir überlassen hat, muß hie und da anstofcen, wenn sie ehrlich ist und kein Blatt vor 'den Mund nimmt. Natürlich, wenn mein Mann nicht, daß ich ein Wort gegen ihn als Mann sagen möchte seine Pflicht als Gatte und Vater gethan hätte, dann würde ich in gewissen Kreisen nicht im Rufe stehen, ein Drache zu sein. Diesen schönen Ausdruck habe ich einmal von einem jungen Manne aus einer Eisenhandlung in meinem eigenen Hause, meinem eigenen Dienstmädchen gegenüber auf mich anwenden hören. Drache oder nicht, ich habe seinem Prinzipal nicht gestattet, meinen Mann über's Ohr zu hauen; denn der versteht wirklich nicht besser, was die Sachen werth sind, als ein Kind, und man darf ihn nie allein in einen Laden gehen lassen. Er glaubt alles, was die Kaufleute ihm vorschwatzen, und kann nicht leiden, wenn mm schachert", wie 's nennt. Ich habe ihn einmal mitger.ommcn, als ich mir einen Hut kaufen wollte, weil er gessgt hatte, cr hätte einen m einem Schaufenster gesehen, der mir sehr gut stehen würde, und ich denke noch daran, was für einen Auftritt cr machte. Ich hatte kaum ein halbes Dutzend aufprobirt, als er anfing, mit seinem Spazierstock zu fuchteln und unruhig umherzutrippeln, und er derlangte, ich sollte ein schauderhaftes Ding nehmen, worin ich aussah, wie eine Vogelscheuche. Ich wußte gleich, j was er wollte. Er meinte, ich mache den jungen, Frauenzimmern im Laden zu viel Mühe. 0, natürlich," sagte ich. 25ir ist's einerlei, ob ich w eine Vogelscheuche aussehe; Du denkst immer nur an andre Leute." Ich sprach das laut, und er wurde so roth wie ein Puterhahn, was eine unangenehme Gewohnheit von ihm ist, wenn ich in Gegenwart andler Leute mit ihm spreche. Ich wünsche ' durchaus nicht, daß Du wie eine Vogelscheuche aussiehst, meine Liebe," stammelte er; aber Du wirst doch nicht sämmtliche Hüte im Laden aufprobiren und dann weggehen, ohne zu sausen ?" Mir ist'S immer unbegreiflich gewesen, warum Männer eine solche Scheu haben, aus einem Laden wegzugehen, ohne etwas zu lausen. Die Ladeitdiener hätten' freilich a?i liebsten, wenn man alles kaufte, was im Laden ist; aber man geht doch nicht in ein Geschäft, um den Kommis einen Spaß zu machen, sondern um seiner selbst willen; und wenn einem die Sachen, die man steht, nicht gefallen, oder sie sind einem zu theuer, warum soll man dann was taufen? Zwei meiner Töchter arten in dieser Hinsicht ihrem Vater nach. Ich habe es riebt, daß meine Tockter Sabine, wenn wir bei Shoolbred öder Whiteley oder Marshall oder Snelgrove waren und nichts gefunden hatten, was uns gefiel, wieder zurückrannte, wenn wir schon draußen waren, und irgend einen albernen, nichtsnutzigen Firlefanz für fünfzig Pfennige kaufte, und wenn ich ihr wegen dieser Geldverschwendung Vorwürfe machte, dann sagte sie: 0, Mama, wir haben den Leuten so viel Mühe gemacht; ich mußte doch etwas kaufen." Der alberne Gedanke, etwas kaufen zu' müssen, 'hat auch meinen Mann dazu gebracht, den Essig- und Oelständer bei dem Eisenhändler in Tottenham Court Road zu nehmen, der nachher den jungen Menschen veranläßte, mich meinem eigenen Zimmermädchen gegen über Drache zu nennen. Und das un verschämte Frauenzimmer hatte die Frechheit es wußte nicht, daß ich auf der Trepp: stand zu sagen, das wäre ich auch, und ich würde dem armen Herrn bis an sein seliges Ende wegen veS Essig- und Oelständers dre Ohren voll reden. Der arme Herr! Ich muß wirklich sagen! Na, ich 'habe ihr den armen Herrn angestrichen, und am nächsten Ersten ging sie, und wenn
ihre Mutter nicht gekommen wäre und hätte sich auf meine Muttergefühle berufen, dann wäre ihr ein Zeugniß mitgegeben worden, das sie nicht hinter den Spiegel gesteckt haben würde. Aber heutigestags nehmen sich die einfältigen Dienstboten 'viel zu viel heraus. Dem Eisenhändler habe ich auch keine Schmeicheleien, aber ordentlich meine Meinung gesagt, und das thäte ich unter allen Umständen wieder, und wenn es zwanzig Eisenhänvler wären. Die Sache kam nämlich so: Eines Tages beim Essen sagte ich, wir hätten keinen anständigen Essig- und Oelständer. Wir hatten ja ein paar, aber es waren lauter so schwache, dumme, wackelige Dinger, und ich mußte immer an den meiner lieben Mutter denken, den ich als Kind so bewundert hatte, und der wirklich jedem Tische zur Zierde gereichen konnte. Meine beiden Jungen wollten sich Pfeffer nehmen, und dabei stießen sie den Ständer um, und das schöne reine Tischtuch (eins von meinem besten Dutzend) war ein See von Essig, Oel. und Worcestersauce, von Senf gar nicht zu reden. Ich sprach mich also- ganz unverhohlen aus und sagte, das sei nicht die Sorte von Es-
sig- und Oelständer, die ich erwartet, als ich einen wohlhabenden Mann geheirathet hatte. Was thut mein armer, thörichter Mann, der gutherzigste Mensch, der jemals geathmet hat? Er rennt am nachsten Tage zu dem Eisenhändler in Tottenham Court Road und läßt sich die besten Essig- und Oelständer zeigen, die er bat. Warum er in einen Eisenladen gegangen ist,' weiß ich nicht, und ganz besonders m so einen, der so viel Reilame macht und Feuerzangen und Müllschippen vor der Thür hängen hat. um Käufer anzulocken; aber da ist er hingegangen, und der Eisenhändler mag wohl auch gleich gemerkt haben, wes Geistes Kind ihm da in die Hände gelaufen war, und beschwätzt ihn, ein gemeines, großes, garstiges Ding zu kaufen und sechs Gumeen dafür zu bezahlen. Sowie es gebracht wurde, sah ich aus den ersten Blick, yaß es Plunder war, und als John so heißt mein Mann mir sagte, was er dafür bezahlt habe, war ich geradezu entsetzt. Wenn Du Dir nbildest, daß lch mich so beschwindeln ließe, dann bist Du auf dem Holzwege. Ich werde das Ding sofort zurückschicken und das Geld wieder verlangen." Und nun fing er an zu reden und sagte, er hätte es gekaust und bezahlt, und es wäre weiter nichts als Vorurtheil von mir, weil er es ausgesucht hätte. Ueber eine Stunde haben 'wir geredet und geredet, aber er Tax eigen sinnig und jagte, v$ könne nicht erwarten, daß er in den Laden ginge und dem Manne sagte- seine Frau sei der Ansicht, er wäre ein Esel. Dieser Satz scheint mir nicht ganz klar zu sein. Mit dem sein und er kann ich nie ordentlich zurechkommen; ich bin eben keine Schriftstellerin von Veruf, aber daß des Eisenhändlers Frau behauptet habe, er das heißt ihr Mann sei ein Esel, wollte ich nicht sagen, denn davon weiß ich Nichts. Es ist so viel leichter, auszusprechen, was man meint, als es zuschreiben, und es gelang mir. meinem Manne meine Meinung begreiflich zu machen. Wenn Du den Essigständer nicht zurückbringen willst, dann werde ich es thun und ich wickelte ihn in das lumpige, dünne rosa Seidenpapier, worin er gebracht worden war, nahm ihn am Hen sei und machte inich sofort auf den Weg. Als ich rn den Laden kam, stellte ich ihn auf den Tisch und sprach zum Kaufmann, der mich anglotzte, eil ob er noch nie eine entrüstete Frau gesehen hätte: Sie werden so gut sein und mir die sechs Guineen, die mein Mann, Mr. Tressider, gestern für dieies erbärmliche Dmg bezahlt hat, zurückgeben." . .Ich verstehe bit wohl nicht recht. Madame?-. O, ich werde Ihnen schon klar machen, was ich meine antwortete ich. Mein Mann versteht nichts von Essigständern und Hat Ihnen sechs Guineen für diesen bezahlt. Ich weiß, wie ein Essigständer beschaffen sein muß, und ersuche Sie, mir das Geld wiederzugeben." Wenn Sie damit zufrieden sind. Madame, bin ich gern bereit, ihn umzutauschen aber wieder herausbezahlt haben von noch Nie eiwaZ. Dann müssen Sie s jetzt zum erstenmal thun." Er räusperte sich und starrte mich an, aber ich ließ mich nicht rn's Bockshorn jagen, denn ich wußte, daß ich ihm über war. Er konnte mich nicht hinauswerfen, und die andern Kunden hatten ihrc Verhandlungen unterbrochen und hörten auf uns. Wie ich später erfuhr, war eine Dame da, die eine große Bestellung für eine Aussteuer machte; sie stand ganz dicht bei mir und konnte jedes Wort verstehen. Der Kaufmann fürchtete vielleicht, sie möchte mißtrauisch werden und glauben, sie sei, wie mein Sohn John sagt, vor die falsche Schmiede gekommen." Jedenfalls sah er, daß er mit einer entschlossenen Frau zu thun hatte. So nahm er denn einen andern Ton an und sagte laut: Ich wünsche keinem meiner Kunden einen Gegenstand aufzunöthigen, der ihm nicht gefällt, und werde Ihnen, das Geld zurückgeben, um weitere unange nehme , Auseinandersetzungen zu ver meiden." Und oas that er. Ich ging triumphirend nach Hause und legte das Geld vor meinen Mann auf den Tisch. Da," sagte ick, wenn Du Dir den Rock vom Leibe schwatzen lässest, meinen kriegen sie nicht so leicht. Und dann steckte Ich das Geld in mnne Tasche und ließ ihn sitzen. Er ist lange Zeit nicht wieder in einen Laden gegangen, um Einkäufe für's Haus zu machen, und ich habe mich mit dem alten Esslgstander beholfen. ; .
Ich habe diesen kleinen Vorfall er-
zählt, um den Leiern eine sckiwacte Vorstellung von der Venn!wo::I:!e:: zu geben, d:e als :ba:iack!:Ä:s am: lienhaupt auf meinen schultern lag. Einen besseren Mann. ztt meiner :r. vieler Hinsich: ist, kann sich keine Frau wünschen, und ich muß ehrlich gestehen, ich wollte, meine Töchter wären ebenso glücklich angekommen. Aber wenn al!es Unangenehme der F. 'au überlassen bleibt, dann kann man sich nicht wun dern, daß sie in den Ruf kommt, das zu sein, was der unverschämte Schlin gel aus der Eisenhandlung er brachte nur eine ausgebesserte Kohlenschausel wieder, und wenn ich's gewußt hätte, wäre die Arbeit nie seinem Prinzipal gegeben worden einen Drachen ge nannt hatte. Weiß der Hiinnlel! Ich habe genug erlebt, was auch eine aeduldigere Frau zum Drachen gemacht hätte! Man erzieht keine neun Kinder und verheirathet sieben davon, ohne daß man seinen Aerger hat und gelegentlich das Vertrauen in die menschliche Natur verliert, ganz zu schweigen von den Dienstboten und einem Manne, der, wenn auch em sehr tüchtiger Geschäjtsmann, bei der geringsten Unannehmlichkeit ganz hilflos ist und dabei doch so am Hause hangt.x daß ich ihn nur mit der größten Schwierigkeit über reden konnte, um der Madchen willen manchmal in Gesellschaft zu gehen. Rette Partien hätten sie gemacht, wenn ich nicht gewesen wäre, und auch so mache ich mir wegen zweier meiner Schwiegersöhne ernstliche Sorgen. Meine Madchen Gott segne sie! sind immer die besten Töchter gewesen, und jetzt sind sie Frauen, auf die jeder Mann stolz sein kann, aber ich habe meinen Mann nie dahin bringen können, die einem Schwiegervater aebührende Stellung einzunehmen. Wenn einmal ein ernstes Wort nöthig war, dann mußte ich es immer sprechen. wahrend ich doch der Ansicht bin, daß es des Vaters Sache ist, die Schwiegersöhne' in Ordnung zu halten. Man sagt gewöhnlich, ein Sohn se! ein Sohn, bis er sich eine Frau nehme, und eine Tochter bleibe das ganze Leben lang eine Tochter, und ich war von vornherin entschlossen, daß meine Töchier meinem Einfluß nie ganz entzogen werden oder meinen Rath entbehren sollten, wenn sie einen eigenen Haushalt hätten. Was meine Söhne anlangt nun. ich kann nur sagen, daß ich anders für sie gewählt haben würde. Was aus John Tressider geworden wäre, wenn ich meines zweiten Sohnes William Frau geglichen hätte, weiß ich. Sie ist ein allerliebstes Frauchen und ihr Äenehmen ganz reizend, so daß es wirklich schwer ist, sie zu tadeln, aber ihre Ansichten sind nicht die meinen. Ich zweifle manchmal, ob sie überhaupt Ansichten hat. Wenn die Leute sagen: .Wie reizend ist Ihres zweiten Soh nes Frau, dann muß ich immer .den Kopf schütteln. Ihre Schönheit, ihr einnehmendes Wesen denn das besitzt sie unleugbar haben William ganz, blind dagegen gemacht, daß sie - nichts vom Hauswesen versteht. Ich war geradezu entsetzt, als mir William einmal sagte, wie hoch seine Hausbaltungsrechnungen seien und wie viel er für ihre Kleider bezahle. Ich habe versucht, ihm Vorstellungen zu machen, und ihm zugeredet, einmal ernstlich mit Marion, so heißt sie nämlich, zu sprechen, und der ganze Z)ank, den ich davon hatte. war, daß er sagte: 30, Mutter, ich bitte Dich um alles in der Welt, laß nur Marion in Frieden; sie ist so empfindlich und würde es sich so furchtbar zu Herzen nehmen. Sie hat die ganze Zeit über dem Metzgerbuch geweint, seit Du den Rechenfehler von neun Schillingen gesunden hast. Du hast's ja gewiß herzlich gui gemeint, liebe Mutter, aber das und Deine Frage bei unserm letzten Diner, wie viel sie für das Hammelfleisch bezahle, hat sie ganz unglücklich gemacht. Sie meint. Du hieltest sie nicht sür die rechte Frau für mich." Natürlich entgegnete ich. es sei doch eigentlich sehr hart, daß ich auch nicht die kleinste Bemerkung machen könne. ohne beschuldigt zu werden, meines Sohnes häusliches Gluck zu untergraben. Ich habe bei der erwähnten Gelegenheit allerdings kein Blatt vor den Mund genommen, und ich hatte meine Pflicht als Mutter versäumt, wenn ich s gethan hatte. E? kam so natürlich. William gab ein kleines Mittagessen, eine reine Familiengesellschaft; niemand, als seine und der lieben Marion (sie ist wirklich ein liebes Kind) Angehörige, und während wir beim Essen saßen, sprachen wir darüber, wie furchtbar theuer jetzt alles in London sei, und da sagte ich zu meiner Schwiegertochter: Was bezahlst Du denn in diesem Stadttheil sür das Hammelsfleisch, liebe Maiton? Kann eine Schwiegermutter wohl eine harmlosere Frage stellen? Und doch, es ist kaum zu glauben, wurde das einfältige Ding puterroth, fing an zu stottern und sagte sie wisse es nicht. Was? Das weißt Du nicht?" entgegnete ich. Rechnest Du denn das Metzgerbuch nicht roch? Lässest Du ihn anschreiben, was er Lust hat?" - Ich sprach ganz freundlich; aber mein Mann fing an, mir zuzublinzeln, und William, mein Sohn, starrte mich wüthend an. Er hat eine sehr unangenehme Gewohnheit, einen anzustarnn, die ich ihm schon, als er noch ein Kind war. abzugewöhnen versucht habe. Ich kann mir gar nicht erklären, tso tz diese Gewohnheit her hat, denn sein Vater thut es nicht, und auch in meiner Familie war ein solches Anstarren nie Mode. .Was ist denn los?" fragte ich, und dann bemerkte ich, daß dem albernen Ding die Augen voll Wasser standen. DaS ärgerte mich, und ich sprach es auch auS. nicht unfreundlich aber fest. .Mein Kind.- fcnte ich. .es thut mir Uto, wenn ich. Dir wehe gethan
ha-be. aber eZ war nur n:eine Mutterliebe, die mich zum sprechen ?e?an-
laßte. Wenn ts William J'eichziltiz ist. was Du für das Hammelfleisch bezahlst, dann geht mich die Sache za weiter nickrs an." Einen Augenblick herrschte Schweigen, und dann begann mein Mann eine von seinen einfältigen Geschichten ZU erzählen, aus der ernen Zeit, wo wir anfingen, hauszuhalten. Das that er natürlich nur. um dem Geiprach eine andre Wendung zu geben. Er hat die Geschichte schon an die hundert Mal erzählt, und sie wird immer sehr belacht, deshalb kommt er immer damit: ich habe aber nie herausfinden können. wo der Witz steckt. Die Geschichte, die er immer sehr übertreibt, ist nämlich so: Kurze Zeit nach unsrer Verheirathung fand ich einmal eine Ziaarrenrechnuna von meinem Manne, und da ich gern wissen wollte, was alles kostet, fragte ich ihn. wie viele Zigarren er für das viele Geld bekäme, und er saqte es mir. Ich hab: vergessen, wie viele es waren, aber lch weiß noch, daß nach meiner Rech-. nung jede etwa sechs Pence kostete. Ich meinte, das wäre doch ein furchtbares Stück Geld für ein erbärmliches kleines Ding, das ein Manu in einer halben Stunde in die Luft pafft, und als ich eines Tages an einem Laden vorbeiging und einige Zigarrenkisten im Schaufenster sah mit emem Zettel daran: Vortheilhafter Gelegenhcitskauf," kam mir der Gedanke, ich wollte einmal sehen, ob ich John feine Zigarren nicht billiger beschaffen könnte. Ich trat also ein, fragte nach dem Preise, und der Krämer sagte mir, das Kistchen von hundert Stück koste zehn Schillinge sechs Pence. Ich kaufte ein Kistchen und nahm es mit nach Hause. Lieber John, sagte ich, als er aus dem Geschäft kam, ich glaube, es wäre besser, wenn Du es in Zukunft mir überließest. Deine Zigarren zukaufen. Ich kann sie für zehn SchAinge sechs Pence das Hundert bekommen. uttd Du hast fünfzig Schillinge bezahlt." Mein Mann nahm eine heraus. betrachtete und beroch sie, fing an zu lachen und sagte, er wäre mir seh? vnbunden, allein er mochte um mrärertoil len noch ein paar Jahre leben. . Ich glaube, er hat sie demGärtner geschenkt, der damals noch einmal wöchentlich kam, bis ich entdeckte, daß wir für seinen ganzen Jahreslohn nur vier Ge-. ranien und den Schmutz, den er an seinen Stiefeln mitbrachte, kriegten, und da habe ich der Geschichte ein Ende gemacht und den Garten mit Hilfe der Dienstboten selbst besorgt. Ich weiß bis heutiaestaas nicht. weshalb John die Zigarren nicht tan chen wollte, weil ich weniger als den gewöhnlichen Preis dafür bezahlt hatte. Zigarre ist Zigarre, und die rauchten ganz prachtvoll, denn ich bm dem Gärtner einmal an einem Sonntag begegnet. wie er eine im Munde hatte. und sie roch viel starker als die, die mein Mann gewöhnlich raucht. Aber alle Leute lachten über die Geschichte; ich ließ sie ruhig lachen und sagte wci ter nichts. Nach dem Essen kam William zu mir. Mutter." sprach er. .ich weiß. Du meinst es gut, aber Marion ist so ängstlich, und keine junge Frau hat es gern, wenn sie in Gegenwart ihrer Gäste als dumm hingestellt wird. Bitte, laß das in Zukunft." .O ja, William, versetzte ich, wenn es Deine Frau nicht leiden kann, daß ich am Tische meines eigenen Sohnes einmal eine Bemerkung mache " Er sah. daß ich verletzt war, nahm mein Gesicht zwischen feine Hänoe und küßte Mich. .Ser doch Nicht ärgerlich. liebes Mütterchen. Wir wollen nicht mehr darüber reden. Du weißt, daß Marion Dich für die vollendetste Haus"41 C 5 , I C V 3 frau gan, oie je geieoi yai, uns oas thue ich auch." William war immer ein guter Sohn, und sein Herz ist noch jetzt so weich und sanft, wie es als Kind war. Ich kann ihm nicht bose sein und habe das nie gekonnt, aber trotz alledem bin ich der Ansicht, daß eine junge Frau, die nicht weiß, was sie dem Metzger für Hammelfleisch bezahlt, nicht die rechte Frau ist für einen Mann, der sich sein tägliches Brot verdienen nnuß. Schwiegermutter sind immer mißverstanden worden und werden es wohl auch stets werden. Niemand hat die Sache bis jetzt von ihrem Standpunkt aus beleuchtet. Das ist der Zweck mei nes Buches, und deshalb habe ich mich jetzt, wo alle meine Kinder bis aus zwei verheiratet sind und-mir viel Zeit zur Verfügung steht, entschlossen, die Sache der am schwersten verleumdeten Menfchenklasse auf der ganzen Welt zu vertreten. Ich bin fest über.zeugt. daß sie in einem ganz andern Lichte erfcheinm wird, wenn ich meine Ersahrüngen erzählt habe. Daß ich dabei einige meiner Schwiegersöhne kränken und daß auch ein paar von meinen Schwiegertöchtern brummen werden, ist wohl vorauszusehen und thut mir auch leid, aber ändern kann ich3 nicht; ich habe nie ein Blatt vor den. .Mund genommen und werde gewiK rn meinen alten Tagen nicht damit anfangen. Es ist die höchste Zeit, daß jemand ein Wort für die Schwiegermütter einlegt. In den mePen Buchern. die ich gelesen habe, sind sie ganz falsch bärge stellt, und auf der Bühne werden sie immer lächerlich gemacht, wenn nicht noch waS SchÄmmenS. Ich habe nie mals begriffen, weshalb ein so abat schmacktes Vorurtheil gegen sie besteht. Daß ein mann, der ein mnaes. ver trauendes Mädchen, das noch nichts vom Leben weiß, heirathet. nicht gerade gern sieht, daß feine Schwiegermutter, eine erfahrene Frau von Welt, zu viel sehe oder wisse, kann ich wohl verste hen, aber es ist doch die Pflicht einer jeden Mutter, ihrer Tochter den richti- ! en Weg zu zeigen, wie sie ibren Mann behandeln mutz, und ir die Wohlth
der Erfahrungen zu theil werden zu lassen, die da-"a?m: Ding (die Schwie-
g:rmut:er) mi: Schmerzen erkasft hat. Ich hab; von 'ieher die Absicht gehab:, mein: persönlichen Erlebnisse aufzuicbreiden. un) habe mir zu dem Zwecke Aufzeichnungen gemacht und cm Tagebuch geruhr:. Das habe :ch immer unter gehlen, und Riegel gehalten, denn mein Mann hat die sebr unanaenehme Gewohnweit, jedes Stückchen bejchrieoenes Papier, das zufällig aus meinem Tische liegen bleibt, aufzunehmen und zu lesen; und in's Tagebuch schreibt man doch mancherlei, was nicht gerade für jedermanns Auge ist. Kommt, mir nur nicht damit, daß Neugier ein vorherrschend weiblicher Fehler sei. Ich habe noch nie eine Frau getroffen, die halb so neugierig war, als einige Herren, die ich kenne. Hm, hm! Aber mein Tagebuch hat mein Mann nie zu sehen bekommen, und von meiner Absicht, meine Erfahrungen als Schwiegermutter zu veröffentlichen, weiß er auch nichts. Wenn ich ihm auch nur ven leisesten Wmk gegeben harre. dann hätte er, wie ich keinen Augenblick bezweifle, in seiner thörichten, weichherzigen Art alle möglichen Einwendüngen gemacht und gesagt, meine Schwiegersöhne und -tochter wurden. wenig erbaut von meiner Absicht seiw. Da ich aber nichts sagen werde als" die Wahrheit, sehe ich wirklich nicht ein. was sie dagegen haben können. Jedenfalls werde ich sie nicht um Erlaubniß fragen. Was ich thue, das thue ich im Interesse einer sehr zahlreichen und sehr verkannten Menschenklasse, und wenn auch die Schwiegersöhne und -töchter hie und da Gesichter schneiden werden es qrbt eben wenig Menschen, die die Wahrheit vertragen können bin ich ganz sicher, daß ich. ehe ich fertig bin, jede Schwiegermutter auf Gottes Erdboden zu Dank verpflichtet haben werde. Soviel will ich- als Einleitung über mich selbst vorausschicken. Etwas mußtc ich sagen, obgleich ich nie zu den Menschen gehört habe, die viel von sich z:lbst reden. Aber ich mochte nicht aern mißverstanden werden, wenn ich auch eigentlich daran gewöhnt sein müßte, denn mcin Mann hat mich nie verstanden, und meine Kinder haben auch meine mütterliche Sorge und Barsicht für ihr Wohlergehen nicht so zu würdigen gewußt, wie ich das wohl hatte wünschen mögen. Ich bin aber nie davor zurückgeschreckt, meine Pflichr zu thun. und ich werde unerschütterlich fortfahren, sie zu thun, so. lange mein Name Jane Tressider ist. Ich werde nun zu meiner ersten Erfahrunz als Schwiegermutter übergehen, oder vielmehr als zukünftige Schwiegermutter, dem peinlichen Augenblick, wo ich erfuhr, daß meine älteste Tochter Sabine Neigung zu einer nicht zum häuslichen Kreise gehörigen Persönlichkeit gefaßt hatte, und daß ein junger Mann wünschte, sie aus dem Schooße der Familie zu entführen und ihrer hingebenden Mutter zu entreißen! Für eine liebevolle Mutter ist es natürlich ein schwerer Schlag, wenn sie Anzeichen wahrnimmt, da das erste ihrer Kinder den Schutz ihr mütterlichen Fittiche zu verlassen wünscht. Ich' schäme mich nicht, zu gestehen, meine erste Empfindung, als ich Grte, daß sich em junger Mann m meine Tochter verliebt habe, war Entrüstung. Ich halte sein Benehmen allein der junge Mann soll der Gegenstand mnner Zweiten Erinnerung werden. 2. Erinnerung. Miß Sabines Schatz. Miß Sabines Schatz!" Das waren die Worte, die eines Morgens an mein entsetztes. Ohr schlugen, als lch ohne den geringsten Gedanken an Horchen zufällig ein Gesprach zwischen dem Zimmermädchen und der Köchin mitanhörte. Ich war in die Küche gegangen, mn. nach dem Backofen zu sehen, denn die Köchin schob die Schuld immer aus diesen, wenn Kuchen oder Vasteten entweder nur halb gar. oder zu KohZle verbrannt auf den Tisch kamen. Ich habe jetzt sehr vie5 Erfahrung im Haushalt, aber noch nie habe ich eine Köchin, und einen Barkofen gesunden, die zu einander paßten. Mein Ofen backte: für einige z:i rasch, für andre zu lanasam. Was, die Köchinnen über den Ofen sagen, weiß ich ganz genau, aber ich mochte yhr gern 'mal hören, was. der Ofen ühzz die Köchinnen sagen, würde, wenn er sprechen u: - . . ä , i l r l. könnte, und der vtn. aat oie ia)uio auf sich, W nehmen, rächt nur, wenn das Gebäck mißraty, sondern auch weqen der 5!ohlen. Te Art. wie in unsrer 3. .. . . 2. r . ' c T, .. ttuche die Noylen verzcywlnoen, inj geradezu eÄsetzlich. Sicaxm ist der Keller gefüllt, fz ist er cuuS schon vneder leer, irtd wenn ich klage und die Dienstboten darauf aufmerksam mache, daß, die Kohlen ein kleines Vermögen kosten, und daß nreia Mann uad ich nicht gern infolge der unsinnigem Versckwenduna der Dienstboten uxxt aU ten. T?ze 5m AMenhause verleberki möchten, dann wird mir stets itgegei-. halten, daß -der Fehler genz allein. m m f- -rn Tl . f Xi am notte ihojl: na in ein ocqcgrocix je? rischer Rost ein Rost, der ungehcsre Massen von Kohlen verschlingt, ein Roft, worauf na kleines Kuer zn un terhalten tret unmöglich, ist, unk die ganze Hitze gecht zum Schornstein hinauö. Ich hzbe Unsumnzm auszegeb-. und alles mögliche versucht um den Ofen und den Noft in Ordnung pi bringen, damit die Dienstboten keine Entschuldigunq für ihre Faslheir und Nachlässigkeit haben sollten. Ich habe Backsteine hinter den Rost legen und allerhand Vorrichtungen am Schornstein anbrinaen lassen, und mein Mann hat sogar einen wacyverstanoigen zu Rathe aezoqen, der für sne Untersuchuna deö Ofens eine Guwee berechnete, an einem regnerischen Tag kam, seine
Stiefel nicht abkratzt,' seinen nassen Schirm in's Eßzimmer stellte unv den ganzen Teppich vFÜtröpfelte. Und Sann ging er fort und scyickte meinem MaZl.ne eine Zeichnung für p eille neumodische Geschichte, die siebzig Pfand koste follte und so aussah, als ob das HalbeHaus abgerissen werden müßte, um sie aufzustellen. Als mein Mann mir dm Brief des Menschen zeigte, habe ich mit meiner Meinung nicht hinter dem' Aerge ge Kalten und mich erboten, ii) fchriftlich zu antworten, aber meiw Mann, der höchst nervös ist, bat mich, ich möchte es unterlassen, denn daÄ Gesetz verstehe keinen Spaß mit Beleidun gen und sei hierzulande ganz sigenthümlich. so daß es gefährlicher sil einen wirklichen Schwindler SchwinÄkr zu nennen, als einen ehrlichen Mann. Wenn das wahr wäre, entgegnete ich, dann sei das eine Schmach für die,. die das Gesetz gemacht haben, und wenn wir Frauen mehr mit der Gesetzgebung zu thun Wtten. dann gäbe es nicht so viele dumme Gesetze. Die Behauptung) daß Frauen nicht für's Parlament taugten, weil sie keine Logik besäßen,, ist mir angesichts der von den Männern gemachtenGefetze immer furchtbar abgeschmackt erschienen. Ich. möchte wirklich' dieFrauen setzen die so unlogische , Parlamentsbeschlüsse: zustande brächten,, wie sie die Männer seit Jahrhunderten gefaßt haben.. Aber das fytt nichts mit meinem Backofen und meiner Küche zu schaffen, obgleich ich', wenn ich einmal -Zeit habe, meine Ansichten über die gegenwärtige Stellung der Frauen zur Poütik gern veröffentlichen möchte. Mein Mann,, nreine Söhne und Töchter haben für ureinen Standpunkt irr. Beziehung auf diesen Gegenstand nie. rechtes Verständniß gezeigt und mich mit Thränen' in den Augen , beschworen, doch ja tax Frauenliga nicht beizutreten, die vor einigen Jahren gegründet wordem ist..Sie thaten so, als ob sie fürchteten,, ich könnte, wenn ich 'maltzum Worte. kämez. das rechte Maß nichtt finden. Nun, ich hätte meine Meinung offen: ausgesprochen, einerIn, ob Zeitungsberichterstatter anwesend gewesen wärew oder nicht, aber ich würdet ganz bestimmt, nichts gesagt haben, dessen sich mein: Mann und meine Kinder hätten schämen müssen. Mein Sohn William war ganz außer sich, als ich erzählte, mehrere Damen hätten mich zum Beitritt aufgefordert: und gebeten, die- Schriftführerstelle für unsern. Staattheil zu übernehmen. Um- Gottes willen-,. Mutter," sagte er, denk doch nur nicht, daran. Du bist zu ehrlich, zu osfen. um thätigen Antheil an den öffentlicher? Angelegenheiten zu nehmen. Es wäre Dir doch sicher nicht angenehm,. von der Vorsitzenden zur. Ordnung' gerufen zu werden, oder daß Dir das, Wort: entzogen würde, ehe. Du fertig wärest?- . Derr. Menschen möchte ich sehen, der mir das Wort; entziehen könnte, ehe ich ausgesprochen habe, was ich sagen will," entgegnete ich.. Sie thäten: es. Mutier, Du kannst Dich drauf verlassen," versetzte William, und danmgäbe:es einen schrecklichen Skandal, und iw der Aufregung des Augenblicks sagtest Du der Vorsi-tzenden.vaelleicht-.wasDu von ihr dächtest, und dannl käme.' nachher im Daily Telegraph eim langem Artikel mit der fett gedruckten Ueberschrift: Stürmifche Auftritte im der Frauenliga. Höchst merkwürdige Aede des Mrs. Tressider." Es. wäre.' wirklich nicht hübsch, Mutter;, das meinst- Du doch auch?" Ich, überlegte min die Sache und gab den. Gedanken, fceä Beitritts auf, aber, ich kann, in; der That nicht begreifen,, warunu meda Kinder mich immer: als sdlchx Wegäre hinstellen.. Eines Tagest wenn' och nicht mehr da bin. weiden sie: einsehen, was sie an
min gehabt haben,, aber dann ist eö ' zu. spat; wie. ich. ihnen immer sage, wenn sie mich ärgM und zur Verzweiflung bringem. Ich will nicht in Abrede., stellen-,, daH ich ein bischen hitzig kuw,, aberi ich Üzibe auch wirklich sehr.'viellzu trauein, was meine Nerven angreift;, und. aust der andern - Seite bin ich sehr leicht! zu besänftigen und vergesse, sehr rasche Als. ich hörte., wie die Köchin und das. Stubenmädchkn in so unpassender Wttse.uber munt älteste Tochter spra. chen, . wurden ich allerdings rasend vor Wuth, wie: meil? Mann immer fagt Sie hatten nniH augenscheinlich nicht aebÄrt, denn st kicherten und redetm ganz laut-.. Ich hörte, etwaj-von einM hübschen liingea Manne . mit emzm, dunklen lNMrbart, unddann kain die: Worte, die mich einen Augenblick starr? vor Entsetzen machzes. so dafj ich wie angewurzelt stehen: blieb: Lttß AöbineS Schutz!" IG frage euch, liebt'LeserinnW -das. heißt dÄzcnigen vcmrnch, dieMütterisind. und, Töchter kkzogen haSenwürdet- ihr nicht eines? Schreck bekom-, men llb wenn ibrrzwei eisfältige Frauenz-immer von Dienstboten vc eurw ältrsten Tocht,r? Schatz'- sprechen hörtet-., während ihx: nicht diki blasscfle? Ahnuny habt. daK es uberiupt ne solche Personllchrazt- gibt? AlZ ich das vemahm. fWteiaX.w'e nnr: das Blut hb zu 5Uzfe stikJ. und ich hatte die größte Lust, geradeswegs in die VorrathMrmmer zu gektt-, wo d beiden Fvmszimme5 schwatzten. ured sie zu frigM, wie fit? sich exfrechi r . li. . n. ronnren, jo wa iqxzx: zung? yzxx&z zu sprechen, aber es gmna nM nnd tu ner gewalrZgen AnstmigurH. mich zu beherrschen Ich fürchtete, nch' könnte zu viel sagw. und wznn. rzaS ich fcdoch kaum für möglich hielt, meine Sabine diesen Frauenzimmern wirklich Gründ gegeb hatte, Zören Namen mit dem des jungen Mnnnes in Verbindung zu bringen, danw war es besser, ich hörte Wcchrhiv von meiner Tochter selb. i , (Fortsedez folgt.)
ZArdie Küche.' Gemischter Salat. Mai kraucht dazu zwei Teller gekochte, feinblätterig geschnittene Kartoffeln, emm halben Teller voll grüne blan chirke weich gekochte Erbsen, ebenso viel edünsteie grüne Bohnen, vier eckig geschnittene rothe Mben, weichgekochte weiße Bohnen, klemgeschnitt'Me harte Eier, drei erchrätete zer schnittene Heringe, sechs zertheilte länglich geschnittene SaZÄllen em VieÄel Pfund gekochten, wiuflkg g: schnitten? Schinken und e5enso' vie5' PökeszUng. Man ordnet die- Rr - schieden . ZuHuten, jede St5 sursich, nebeneinander in einer passende Salatschale.. Dann rührt mcsr eine? Remoulädensändh. der man zuletzt dwas gewiegten Schnittlauch zvsetzt' und übergießt' damit die Sachen). de-' ren Oberfläche nnrn mit kleinen mit? sVf RrKirr. Qnrfr rrnS hifni &ffrr-
"f 11 jjr Vr- V f angemachten' Salatherzchen garnirt: Kalb s'örcrtenfalat. Eli Pfund Kalbsbraten vier Gurken und' zwei Löffel Perlzwiebeln schneidet' nnrn in feine.' Streifen. Dann rührt" man zwei Löffel Mehl mit einem. Pint Milch glätt), gibt sieben Eigelb, . drel Theelöffel: Srtzv drei Eßlöffel: saure Sahne, einen' hÄöen Theelöffel -Pfeffer, einen Theelöffel Zucker, vier' LöffÄ Oel, fünf' Wffcl Essig und zwei Theelöffel Mostrich' hinzu und schlägt dies Alles WerrgMldem Feuer zu' einer dicken Möyi?nnaffenfauce, die man' durchstreicht und' sch-ichtweise mit dcir zerschnittenen Zuthaten in eine Msschale füllt. Man: garnirt den Sälät' mit zierlich' abgestochenen Scheiben Cervelatwursi.. Schneebälle. Ea halbes Pint: Milch wird wlicd und einer halben'. Unze Butter und etwas Zucker aufgekocht, dann ein", halbes Pfund Mehl 'gut hineingerührt: mrd der Teig, -so. lange: gerührt, hÜ tr trocken geworden, ist und sich vvTi. der Pfanne löst. . Nun läßt man ihn ertalten, gibt sechs bis'acht Eier undeiir wenig Salz hinein., und verarbeitet: dem Teig recht fein, . formt kleine Ballen-, drmon und backt: sie- in schwimmendem Schmalz schön -geli hebt sie mit: der Gabel heraus. bestreut sie noch warm mit Zucker roder nach Belieben, mit Zucker und Zimmet und träaiste? nrit Eom Pott zu Tische. Kalb sgek rose.-. Das Gekröse wird mehrmals in warmenr Wasser gewaschen-und mit Salz, abgerieben, sodann 'eine halbe Stunde.' rn kaltes Wasser gelegt, dann ab'ernrals ge waschen und nun in gesalzenes, lo chendes Wasser gelegt und weich gekocht. Alsdann röstet 'mmr Mehl in SckmaU' bellaelb. füllt' mit Fleischbrühe auf.' gibt Essig daran, ebenso eine Zwiebel, ein Lorbeerblatt, eine bis zwer-Nelken, mehrere Psefferlor-ner,-ein - wenig Salz, ern- Stuck Ci-tronenschäkö.-. schneidet' da? Gekröse halbflngerlamz. legt esin-Qe vsauce. kocht es eine? Halde ?tunoe:orin uno richtet es 'mit derselben-arn. Sackflttsch. Uedrig- gedlledees7 gekochtes' oder gebratenes Ochsensleisch wird-mit Zwieveur uno eiersilie fein - gehackt oder.? gewiegt, mit Vfesfer und-Salz vermengt: und m einer Pfanne' mit heißenr Schmalz etwas geröstet.' Nun werden zerklep perie Eier- ddmit vermischt und so länge auf' mäßigem- Fiuer gerührt, bis 'sie -anziehen; die Eeri Mn jedoch Nicht gerinnen.Seidld'ee? -.P'u:d d i n g. Zwei TaMn-Zucker,-, eine- tzakbe Tasse Butter,-eine -Tasse Milch,, vier Eier und drei Tassen Mhi'. mit Backpul ver aemischt Man -rerbt' Zucker und. Butter-zu-Eream. zerkkeppert die Eier und vermischt- sie' nnti der juma?.. Dann-schüttet 'man-dks' zv der erstge-. rührten Masse- und fugt' eine Tasse Mehl hinzu.- Nachdem: dies glatt ge-.. rührt ist. kommt-em-Quart Heidelbieren hinzu -und znM die anderenbeiden Tassen Mshl.' Dann bäckt : man dir Masse drei-' Viertel Stunden!Ztt'mittelheibem Ofen und servirt dea : Pudding-mit einer' Wmce. j Stach'elb ee-r-eir. Puddl ug.. Ein -Quart Stachelbeeren werden be- .. lesen, .'das' obere 'und? untere Ende -At- -lernt, und in ciner-Kasserolle mit ei- . nem Viertel' Pfünd Zucker f's Feuere gestellt.' SolM man sie ganz : langsam- eine- Stunde' lang sÄen.'. wobei man-sehr-darauf achten mutz.', datz sik-nicht anbrenneir. Dann treibt r- , t-t-. rr i r vl. J' mair-iie 011119 ein.- .yiairjicuk p. v. fer Masse - sögt :nM mm einihalbe r m 11. . . rr- " -i -I I .ane Ulur? enre? --jw Jlluzr. cmPint SemNelkrmnen-. Ist die Masses, f 4 i. . P. . ? , . .V.! .If.B.l aC'gcliimi. 0 313' rrrxit -oici aciucp Herte Elerhinzi. nnMis Alles m eme blaeburlerte' und mit Smelkru-' en aus gestreute: Porzellanfm kommt.- El? rlbe Snde deS;. Backens? dürie? genügen. Nachdemder Puddings fert ist. bereut, rnanr ihn m?t- Puderzucker. G 5l'e e- a-u-S F-allbst.. Fall-," ähfel.' geben Geke. Die - Früchk- wer-, den., unter- gerrgend Wsserzusatze. so. ,weich gekocht daß maie- sie wit- einem.-, Strohhalm- darchstechs- kanz, in einDich' ge?omn.n und. abgepreßt. Auf! n Qmrt Saft nehmen man ein? Pfund Zucker U reifen Fruchten:zenugk schon ein halbes Pfund und bnnge den unter tüchtigem AuSZchäum-en, s' lange zum ttochen. bis ein auf ewk.n Teller gefallener' Tropfen sich, ohne Rückstände zir hukterlzssen, abheben laßt. DaZ noch ömrme Gelee, wird in Geleegläser ge-.' füllt, welche man luftdicht erschließt und an einem kühlen Orte aufbe-! wahrt. Um ein vollständig klares Gelee erhalten, gebe man bnt; Xtnrfr. OUi. Z. TsvItftvufvi ifrt 41 ttl wut tiuiit -,vvl- ' ßfM (2;ffiTrnm?h tn , tikfäfi.'' w J welches sofort als dicker Schaum auf Ut Oberfläche erscheint und sofort :bzuneh2ien ist. .
