Indiana Tribüne, Volume 18, Number 308, Indianapolis, Marion County, 27 July 1895 — Page 2
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Erscheint Taglich und Sonmagv. Die tözliche Tribüne- kostet durch den Träger 31 Cents per Woche, die KonntagSTribüne" Se,: per Ooche. Beide zusammen 15 Cent der 65 Cent perrkonat. Per Post auHerhalb btx fttilt zugeschickt in VorauSbezihlung V per tZahr. omef t 10 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 27. Juli 1895. DerZukunftSkrleg. I iDer deutsche Kriegsplan der Zu l'tnM s? Vnn Vrn r?Ti rVi. Ov.i.f. VVIi VlUl lUliltUllUt 11 WViUlltV ler Noudelle Revue", Hauptmann Rilbert entdeckt worden, und den Lesern der Zeitschrift zum Besten gegeben vorden. Von den zwei Gegnern Deutsch bitte schreibt er ist Rußland unerreichbar und unzerstörbar. Ein sofortiger Angriff kann auf seinem Gebiete keine entscheidenden Ergebnisse liefern. Auf der andern Seite ist seine eigene Offensive so langsam, daß man in den ersten sechs Wochen nicht all zuviel Gewicht darauf zu legen braucht. Der andere Gegner, Frankreich, wird seine Heere in zwölf Tagen bereit h den und an den deutschen Grenzen, am Rande des Reichslandes, das der Fuß des Franzosen nicht mehr betreten soll, Fithlung mit dem Feinde haben. Zwischen diesen beiden Gegnern ist die Werhaltungslinie der Deutschen klar dorgezeichnet. Sie werden sie finden in der Legende der Horatier und Euriatier, in den schweren Lectioncn von 1806 und in den Lehren ihres Clause witz bezüglich eines Krieges gegen eine Eoalition: Sie läuft darauf hinaus, zunächst gegen den zu marschiren, der zuerst bereit ist, mit aller Macht über "ihn herzufallen, um ihn gründlich zu Boden zu schlagen und sich dann um zukehren und gegen den Nachzügler zu wenderr. Und da. gibt es Leute, die annehme möchten, unsere Nachbarn würden 'in friedlichem Leichtsinn ihre wahren Angriffsmittel, ihr erstes Linienhee? in zwei gleiche Theile spal ten und 10 bis 11 Armeecorps nach Ostpreußen senden, deren erste Wir kung höchstens di? sein würde, die Rus sen zu zwingen, ihre Aufmarschpunkte zurückzulegen. An der Warthe werde man dann aber den Mangel dieser Armeecorps! bitter empfinden. Man werde sich dort durch eine derartige Theilung der Angrissskräst: von vorn herein dazu verurtheilen, kein entscheidendes Ergebniß im ersten Monat zu erzielen, ja vielleicht auch im weiteren Verlaufe zu einem Vertheidigungkriege an beiden Grenzen genöthigt werden. Sie werden jedoch ohne Zweifel klüger sein und sich begnügen, an der Ost grenze drei active Armeecorps, ein paai Cavallerie-Divisionen und zahlreiche Reserve oderLandw:hrDivisionen zu. sammenzuziehen. Die activen Armee corps werden im Posenschen den festen Kern eines Heeres bilden, das dem österreichischen Heere im Krakauer Gebiete als Stütze dient. Die Landwehr. Divisionen werden hinreichen, das Land gegen Einbrüche der Kosaken zu decken, und das ist die einzige Sorge, die man während der ersten sechs Wo chen zu hegen braucht. Der ganze Rest des activen Heeres, also 19 Ar meecorpS und 7 Cavallerie-Divisionen, wird unverzüglich gegen unsere Nordrstgrenze vorgeschoben. Dieses Heer von 750.000 Mann, das zu drei Vier, teln aus stehenden Truppen besteht, ein Angriffswerkzeug, wie Napoleon selbst nie eins besessen hat, kann schon am neunten oder zehnten Mobilmachungs tage in's Gefecht treten, gegen unsere HeereSmassen, die bis dahin durch die öorhutarmee aufgehalten werden, ma növriren und zwischen diesem Zeit Punkt und dem Ende des Monats eine entscheidende Lösung suchen. Darauf werden dann in höchstens sechs Tagen die Eisenbahnen das Heer, das. die tnU scheidende Rolle der Ueberraschung und Zermalmimg in Frankreich gespielt hat, ganz oder zum Theil nach Osten führen. Auf unserer Seite wird die strategische Periode abgeschlossen sein, und die Periode des Einmarsches der neuen Formationen, der deutschen Re serve- Landwehrarmkecorps beginnt, die zum Hallali mit einer festen Gruppe von 4 5 italienischen CorpS herbeieilen. Deutschland verfügt über rindesienS sechs Wochen nach erfolgte: Kriegserklärung, um an seiner Westgrenze zu einer vollständigen Lösung zu gelangen. Das Ansammeln der ganzen Masse während dieses ZeitraumeS und an einem Punkte, der in einem einfachen Kriege zweier Mächte für Deutschland nur ein erwünschter Vor theil wäre, wird in einem europäischen Zusammenstoß, in einem Kriege mit zwet Fronten, eine gebieterische Notb wendigkeit, eine Frage, von Leben und Streben. Deutschland muß einen Monat nach der Kriegserklärung unsere Hauptstreitkräfte zerstört haben. Es muh mit seinen eigenen Hilfsmitteln die französischen Heere überrumpeln und erdrücken, wenn es nicht selbst in einem Schraubstock eingezwängt werden will. Das also sind die allgemeinen Vor-, aussetzungen, mit denen Hauptmann Gilbert rechnet. Deutsche Militärund Civilssrateaen werden sie schwer.
lich in ihrem, ganzen Umfange gelten ) lassen. Sie werden wahrscheinlich die
. sechZn?öchentliche Gnadenfrist, in der man sich an der Ostgrenze nur mit Reserve und Landwehrtruppen russtschev Kosakenschwarme zu erwehren hätte, in Anbetrsä!' der aron An fMmfungen russischer Truppen im Zustande der KrtegSdeiellicyasl. oie sich seit Jahren in der Nachbarschaft ,de? deutschen Grenze ruhig und stetig vollzogen haben, schwerlich ernst neh men. Immerhin aber bieten diese Zukunftööilder rn3 französischer Feder in dem Blatte derProphetin der Revanche, Frau Zuliette Adam, ein gewisses In. eresseFesonderZ. auch weaen der Em-
pscylungen, die der Verfasser an dieselben knüpft. Es ist nach seiner Ansicht von der größten Wichtigkeit, daß die französischen Heere sich bei ihrem Auf. marfifie -nirfit au rnetr tonrtoslrrMt und
i dadurch in den deutschen Schraubswck I V V CYVJC. V V....I ciniianrncn. $n oer Jiayz uci ucui scken Grenze würde sich, wie er behaupt tet, der Aufmarsch auf einem Schauplatze vollziehen, wo alles sich verein: gen würde, eine Umgehung der Franzosen durch einHeer, das früher kämpfbereit wäre, zu erleichtern. Daher räth er in erster Linie zur Vertheidigung, die sich von selbst nach kurzer Dauer zum wirksamen Angriff entwickeln würde. e?ttthrasmyster;um in Lothringens Ein kostbarer Fund aus der Römerzeit, närnlirt ein Mythrasmysterium, wurde kürzlich in Saarburg bloßge legt. Beim Ausgraben der Fundamente für die neuen Stallungen des Ulanenregiments No. 7 stieß man nämlich auf die Ueberreste eines großen Gebäudes von ausgesprochen römischem Charakter. Bei den vom Garnisonbau?knsvector v. Fisenne fachmännisch geleiteten Nachgrabungen wurde zu nächst ein Sarkophag mit einem nach Osten gerichteten Skelett bloßgelegt, ebenso eine größere Anzahl römischer Münzen aus dem 2., 3. und 4. Jahrhundert. Auch fand sich ein aus Stein gehauener Kolossalkopf vor. DaS her vorragendste Interesse beansprucht aber eine Hochrelieftafel von 1,78 Meter Höhe und 1.75 Breite. Auf ihr ist der Sonnengott Mithras dargestellt, mit Tunica und Mantel bekleidet, wie 'er mit der Linken in das Maul eines mit ährenförmigent Schweif ausgestatteten Stieres greift und mit der Rechten ihm den Dolch in den Nacken stößt. Ein Hund, wohl als Bild des Sirius gedacht, leckt das ausfließende Blut ab, während ein Skorpion als Bild des Herbstes und der absterbenden Zengungskrast und eine Schlange-als das Sinnbild der erstarrenden' Winterkälte gedacht werden müssen. Die ganze Darstellung entspricht dem von den alten Jndiern auf die Römer Lbergegangenen Mithras symbol: Mithras, der Sonnengott, beendigt durch den Dolchstoß das Jahr: er öffnet das Maul des sterbenden Thieres, das nach der Lehre der Seelenwanderung das neue Jahr gebiert. Verschiedene weitere, architektonss ausgearbeitete Fundstücke berechtigen zu dem Schlüsse, daß die Relieftasel auf einer Art Altar aufgestellt war. Zwei Figuren in hal ber Lebensgröße lassen sich unschwer als die zu beiden Seiten des Altars aufgestellt gewesenen Fackelträger, der eine mit erhobener, der andere mit gesenkter Fackel, erkennen. Eine Platte, die wahrscheinlich als Altarplatte diente, enthält daS Wort DE0", ohne Zweifel der Anfang der auch bei anderen Mithrasmysterien vorgefundenen Weiheschrift Deo-soli invicto Mi tln-ae Nach Ansicht des Garnison bau-Jnspectors v. Fisenne ist es wahrscheinlich, daß der Tempel unter Valentinianus II. (ermordet 392). der alle heidnischen Culturstätten planmäßig zerstören ließ, der Vernichtung anheimsiel. Die schalenförmigen Absprengungen an den Gesichtern, die nicht durch den bloßen Einsturz des GebäudS herbeigeführt sein können, deuten jedenfalls auf absichtliche Verstümmelung hin. Weitere Ausgrabungen und Untersuchungen sind eingeleitet. DieNansen'sche Expedition. Die Frage, wann die Nansensche NordpolEfpedition zurückzuerwarten ist, tritt in Norwegen allmälig mehr in drn Vordergrund. Die Expedition verließ am 25. Juni 1893 Cbristiania. an, 21. Juli als letzten norwegischen Ort Vardo und am 3. August Chabarowa an der Jugorschen Straße, einem der Eingänge in's Karische Meer, seit welcher Zeit man dann nichts von Nansen gehört hat. Zur Beruhigung veröffentlicht jetzt der Bruder Nansen's einen Theil eines während der Ausreise an Bord des Fram" geschriebn nen Briefes, der wegen des felsenfesten Vertrauens. daS Dr. Frithjof Nansen in das. Gelingen seines Planes setzt, der, wie bekannt, nach dem ursprünglichen Plane darauf ausaebt. mit dem Schiff bis zu den Neusibirischen In)tn zu gehen, dann sich so weit wie möglich in's EiS hineinzuarbeiten und sich mit diesem über den Nordpol tragen zu lassen Nansen schrieb u. a.: Wie lange ich fortbleiben werde, weiß ich ja nicht, aufrichtig gesagt, glaube ich aber nicht, daß große Wahrschein, lichkeit dafür vorhanden ist. daß wir in zwei wahren wieder zurück sind, sofern wir auf Grund besonders ungün stiger Eisverhältnisse nicht schon diesen Herbst (1893) heimkehren. Ich glaube, wir kommen auf keinen Fall vor drei Jahren heim. ja. eS können vielleicht vier, sogar fünf Jahre darüber hingehen, aber wir kommen darauf kannst du dich verlassen, daran ist nicht im mindesten zu zweifeln, denn so wie wir ist niemals eine Expedition ök3 gerüstet worden. Es ist ja die Möglichkeit vorhanden, daß wir in diesem Jahre nicht ganz biS zu den Neusibirl. fchen Inseln kommen, sondern den Winter über an der einen oder andern Stelle der asiatischen Küste bleiben müssen, und dann geht ein ganzes Jahr verloren; außerdem ist ja nicht gut zu berechnen, wie lange Zeit die Eistrift selbst dauern wird, zwei Jahre aber wird sie mindestens dauern, dessen bin ich sicher. . . '.Auf der Venuö. .An der Südselle'ber VenuS hat die Kieler Sternwarte- Erscheinungen beobachtet, die die Wißbegierde der Astronomen in hohem Maße erregen. Es zeigt sich daselbst eine helle Einbuchtung, die bisher noch nicht wahrgenommen worden war, die regelmä ßiz um vier Uhr in Erscheinung tritt und um acht Uhr verschwindet. Von der Einbuchtung schießen helle Licht streifen nach dem Centrum zu. Die
Zvenus wird von den Astronomen als ein Himmelskörper erachtet, der bewohnt gedacht werden kann. Es erhebt sich die Frage, die ähnlich auch gegenüber den eigenthümlich regelmäßig angeordneten Kanälen des MarS aufgeworfen worden ist, ob die be obachteten Erscheinungen nur auf mechanischen Vorgängen? im Kosmos beruhen, oder ob sie durch intelligente Wesen verursacht werden. Ja, man könnte auf die Frage kommen, ob es nicht etwa ein Signal ist. das die Bewohner der Venus den Schwesterplaneten geben wollen. Bekanntlich hat man schon früher vorgeschlagen, die Zeichnung zum Pythagoräischen Lehrsatz durch v.itt riesige Illumination den Marsbewohnern vorzuführen, in der Voraussetzung, daß. wenn intelligente Wesen auf dem Mars ezistiren. sie den Sinn dieser Darstellung verstehen und durch eine analoge Jllumination beantworten könnten. Auf ähnliche Ideen könnte man jetzt auch der Venus gegenüber gelangen, leider aber muß es bei der Idee bleiben. Unsere weitest tragenden Scheinwerfer können noch nicht auf 125 Meilen hin wahrgenommen werden, eine Jllumination mit genügend starken Lichtspendern zu veranstalten, um unser Lustmeer und Millionen von Meilen des Weltenraumes zu durchdringen, würde Kosten verursachen, für die man den Isthmus von Panama endgiltig durchstechen könnte. Die Vorgänge auf der Venus sind übrigens schon mit ziemlich schwachen Instrumenten wahrzunehmen.
Der Abslnthgenub in Frankreich Be! der Berathung der Getränke steuer in der Deputirtenkammer ist der furchtbare Fortschritt, welchen der Absinthgenuß in Frankreich macht, zur Sprache gekommen. Im Jahre 1880 wurden 18,000 Hektoliter (c.nc Hektoliter gleich 26.4 Gallonen) ge trunken, im Jahre 1885 stieg der Consum auf 50,000. im Jahre 1L83 auf 72.000, im Jahre 1891 auf 96. 000. im Jahre 1893 auf 103,000 Hektoliter. Das sind die Ziffern der amtlichen Statistik. Für 1895 werden 120.000 Hektoliter jedenfalls nicht reichen. In 15 Jahren hat sich der .Absinthverbrauch nahezu oersiebenfacht. Der Schnaps, der unter oem Na men Absinth geht, enthält' außer -nem Extrakt des Kräutchens Wer muth (absintliiuin ofücinale) noch die flüchtigen Oele verschiedener ande rer Pflanzen, namentlich Fenchel, Anis. Jsop, Sternanis, Engelwurz, Wohlgemuth und Pfefferminz. Mäßig genossen, ist keines dieser dem Branntwein zugesetzten Elemente schädlich; sie wirken anregend auf den Gaumen, den Magen und die Nerven. Man trinkt den Absinth in Frankreich meistens mit Wasser vermischt, wobei ein Stück Zucker die Bitterkeit des Geschmacks theilweise aufhebt. Namentlich benützt man ihn als appetitreizendes Mittel vor der Mahlzeit. Was in Deutschland der Frühschoppen ist, das ist bei den Franzosen der Absinth um 11 Uhr Morgens und besonders um 6 Uhr Nachmittags vor dem Hauptessen, nur daß Vier oder Wein ungleich harmloser ist, als der französische Nationaltrank. Seine Liebhaber gewöhnen sich rasch, die Mischung mit immer mehr Branntwein und immer weniger Wasser her zustellen. Von einem Achtel des ersteren schreiten sie rasch zur Hälfte fort und Viele trinken ihn unvermischt. Immer stärkere Dosen werden ihnen zum Bedürfniß. Die Zahl der Alkoholiker hat sich seit anderthalb Jahrzehnten in den französischen Spitälern schrecklich vermehrt, und in ihr bilden die Fälle des Absinthismus weitaus den größten Theil. Mehrere Kliniker, besonders die Doctoren Magnau, Lalorde, Ladeac, Meunier und Lancereaux haben die letztere Krankheit zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen gemacht. Bei der Prüfung der einzelnen Essenen des Absinthes fanden sie zwei Gruppen. Erstens die Gruppe derjenigen Essenzen, deren Mißbrauch zu epileptischen Zufällen führt:- Wermuth, Fenchel und Jsop, zweitens die Gruppe der betäubenden Stoffe: Anis, Pfefferminz und Sternanis. Einer der genannten Kliniker gab ei nem Versuchshunde eine Injektion von Wermutheztract. Zuerst stellten sich heftige Zuckungen der Halsmus keln ein, die sich bald über Schultern und Rücken verbreiteten. Das Thier sprang auf, als wolle es sich gegen den Krampf steifen, stürzte aber sofort wieder nieder und fing mit den Pfo ten heftig zu zappeln an. während der Schaum ihm aus dem Maule rann. Als er sich dann von seinen Convul sionen erholte, fiel er wüthend den Doctor an, der sich nicht anders retten konnte, als indem er den Hund niederschoß. Das arme Vieh war einfach absinthui." Die Symptome der Krankheit aber, die sich bei ihm im Laufe einer Stunde abspielten, sind dieselben, die bei den Absinthtrinkern mit den Jahren eintreten. Doctor Lancereaux constatirte die Ubsinthvergiftung mit allen ihren greulichen Folgen schon nach acht bis zehn Monaten gewohnheitsmäßigen, obwohl Anfangs langsam liebenen Absinthgenusses. Seine meisten Beobachtungen machte er an jungen Frauen, die neuerdings besonderen Geschmack an dem gefährlichen Getränk zu finden scheinen. Im Gentrum von Paris, auf den großen Boulevards, ist immer viel geschnapst worden. Dort hat die Nachmittagsstunde von 5 bis 6 Uhr schon seit langer Zeit den Namen: L'lieure de l'absinthe. In den Vorstädten aber ist der Mißbrauch deö genannten Reizmittels neueren Datums. DaS Arbeitervolk, das früher Wein trank, vergiftet sich jetzt mehr und mehr mit aromatisirtem Branntwein. Fragt man aber bei den Kneipwirthen der Vorstädte an, wer den meisten Absintb trinkt, so hört man überall die
selbe Antwort: D5e Frauen und Mädchen nehmen nicht nur die meisten Gläser zu sich, sondern mischen sich das Getränk auch am stärksten. Viele Weiber trinken den Absinth unvermischt, wäbrend dies bei Männern verhältnißmäßig selten vorkommt. Außerhalb Paris hat sich Absinthgenuß hauptsächlich in Südfrankreich verbreitet. Sein Consum ist am stärksten von Bordeaux zu den Pyrenäen und ostwärts bis zum Mittelländischen Meer und den savoyisch:n Alpen. Dort ergeben sich auch die Bauern der Absinthvöllerei. Unter den Bergleuten jener Gegenden richtet der Ab'sinthismus greuliche Verheerungen an. Es sind dies Thatsachen, die um so trauriger auffallen, als die französische Nation sich ehemals unter allen mitteleuropäischen Völkern durch Mäßigkeit im Trunke auszeichnete. Die Gefahr liegt nicht blos darin, daß jährlich viele Säufer und Säuferinnen zu Grunde gehen, sondern auch in dem Umstand, daß die Kindör der Absinthtrinker mit schweren Erbfehlern belastet zur Welt kommen. Die Kliniker fanden an ihnen namentlich Schwindsucht. Epilepsie. Geistes'nd tfl-'rverschwäche. Ein beträchtlicher Tüeil der jungen Blödsinnigen, die n öffentlichen Anstalten unterge&?7.:H w?rden. gehört nachweislich zu Vipern entarteten Geschlecht.
Kunftlltbe der Massen. Im neuesten Heft des Forum" sin det r eine Anzahl bemerkenswerther Beiträge Ueber erfolgreiche Bemühungen. den Massen Kunst zu lehren", Beiträge, welche sämmtlich aus praktischer Erfahrung der Leiter und Leiterinnen von Kunstsammlungen für das Volk, innerhalb und außerhalb wohlthätiger Anstalten, entspringen. Das Interesse an der Kunst zeigt bei uns noch einen ausgesprochen demokratischen Charakter und scheint ihn auch fernerhin bewahren zu wollen. Es ist mehr in die Breite, als in die Tiefe gedrungen. Letzteres ist noch der weiteren Zukunft vorbehalten. Wer aber glauben möchte, daß unter dem Interesse an praktischen" Dingen dasjenige an der Kunst hoffnungslos leide, und daß bei den ärmeren und am anhaliendsten vom Kampfe um's Dasein in Anspruch genommenen Massen der echte Kunstsinn sehr spärlich oder gar nicht vertreten sei, der kann sich aus jenen Mittheilungen eines Besseren belehren. Garlands Schilderung des Erfolges der Central Art Association of America". Vernheims Mittheilungen über die University Settlement Society" von New Jork und die höchst ermuthigenden Erfahrungen von Frl. Jane Adams, vom Hull House" in Chicago, zeigen sämmtlich, daß die KunstWißbegierde der von der Hand in den Mund lebenden Massen nicht minder groß und weitverbreitet ist, als ihre literarische Wißbegierde, an welche früher manche verbohrte aristokratische Köpfe ebenfalls nicht glauben wollten. Freilich wird letztere bis jetzt viel mehr, durch die Billigkeit einheimischer Wücher und Zeitschriften, gefördert, alö eS mit der Kunst der Fall ist; es erscheint aber gewiß, daß in letzterer Beziehung sich fast ebenso viel erreichen läßt, wie in ersterer, und dabei vielleicht die Ge-schmacks-Verderbung wirksamer verhü tet werden kann. Es mag Manche überraschen, aus jenen Berichten zu erfahren, wie sogar die Aermsten der Armen, die weder Nahrung noch Kleidung, noch Obdach in ausreichendem, den höheren Lebenszwecken halbwegs entsprechendem Maße haben, sehr vielfach Kunstgeschmack zeigen. Dies ist jedoch experimentell vollkommen bewiesen und ist ganz ksonders wegen dessen, was es für die Zukunft verspricht, erfreulich. Die Genannten und Andere vertreten die Anschauung, daß höhere Erziehung und Kunst überhaupt nicht mehr als Luzusdinge Weniger, sondern abgesehen natürlich von Fach-Vervoll-kommnungen als allgemeine Lebensbedürfnisse betrachtet werden mllssen, ehe unser Geschlecht bedeutend größere Fortschritte machen kann, und künsirische und wissenschaftliche Ausstellungen nebst Vorträgen nicht minder als Volksbibliotheken, billiger Verkehrsdienst, öffentliche Bäder und Er-Holungs-Äelegenheiten. zu' den wirklichen Bedurfnissen der Armen, im Interesse des allgemeinen Wohles, gehören, und nimmermehr ein Schaden daraus entstehen kann. Da?terlenlmSi?. In der jetzigen Jahreszeit, in welcher Eisverbrauch ein ungeheurer ist. .'rsch.'inen die Mittheilungen, welche ?er Arzt Dr. van der Stadt in Arnheim über das Vorkommen von Bakterien im Eis veröffentlicht hat, von hervorragender praktischer Bedeutung. Im Allgemeinen wird die Reinheit des Eises von der Reinheit des dazu verwandten Wassers abhängen, und man kann deshalb auch bei der Herstellung von Kunsteis, das mehr und mehr an die Stelle des Natureises tritt, besser für reines Material sorgen. Bakterienhaltiges Wasser gibt auch bakterienhaltiges Eis; zwar wird durch den Gefrierungsproceß ein großer Theil der Bakterien getödtet, dies ist aber doch nicht in dem Maße der Fall, daß der Genuß geschmolzenen Eiswassers in manchen Fällen nicht ebenso gefährlich sein kann wie der des ursprllnglichen Wassers selbst. Ja, aus neueren Untersuchungen hat sich ergeben, daß das geschmolzene Eiswasser mehr Vakterien enthält, als dieselbe Menge ungefrorenen Wasserö. Natureis von verschiedenem Ursprung zeigt natürlich auch große .Unterschiede in der Reinheit: in einem Cubikmeter Eis auS Spreewasser fanden sich , 1700 Colonien von Bakterien, in derfelbenMenge aus dem Wasser deZ-Genfersek nur 210. wäbrend daS aus geschmolzenen
Hagellörnertt gewonnene Wasser noch 72 Colonien zeigte. Interessant sind in dieser Hinsicht die Untersuchungen von ChristomanoS in Athen. Derselbe nahm zwei Wassersorten, und zwar Wasser, das die Stadt Athen aus der Wasserleitung des Kaiser Hadrian erhält, und Wasser aus den Brunnen einer Eisfabrik in Athen. Bei dem ersten Wasser wurde vor dem Gefrieren festgestellt, daß die Menge organischer Stoffe 30 Milligramm das Liter betrug; nach dem Gefrierungsproceß zeigte sich ein weißlich trüber, körniger Kern, welcher von einer durchaus färblosen, durchsichtigen und sehr harten Eishülle umgeben war; nach der Trennung beider Schichten ergab sich, daß auf hundert Theile Eis etwa 75 Procent helles und durchsichtiges und 25 Procent trübes Eis kam. Beide Sorten wurden geschmolzen, und da zeigte sich, daß von dem hellen, durchsichtigen, farblosen Eis im Liter Wasser nur 2.8 Milligramm, im trüben dagegen nicht weniger als 105.5 Milligramm, also mehr als dreimal soviel als in dem ursprünglichen Wasser, Bakterien gefunden wurden! Bei dem aus dem Brunnen der athenischen Eisfabrik verwandten Wasser erhielt Christoma. nos ein ähnliches Ergebniß: das Wasser aus dem Brunnen enthielt im Liter 64.0 Milligramm organische Bestand. theile, das Wasser aus dem hellen, farblosen Eis 5,5, das Wasser aus dem trüben Eis 202.0 und das im trüben Eis eingeschlossene Wasser sogar 863.0 solcher Bestandtheile. Die Schlußfolgerung für den Gebrauch von Eis zur Abkühlung der Getränke liegt also auf der Hand. Das vollständig durchsichtige Eis ist dem trüben in je der Hinsicht vorzuziehen, beim Genuß des ersteren ist man vor der Aufnahme schädlicher Bestandtheile ziemlich sicher, während sich im letzteren die im Wasser, aus welchem beide Sorten gewonven wurden, vorhandenen unreinen Bestandtheile förmlich concentriren. Wer also seine Speisen und Getränke mit Eis abkühlen will, wird gut daran thun, nur helles und durchsichtiges zu nehmen; am sichersten ist es aber, ber dem Abkühlungsproceß das Eis nicht direkt mit den betreffenden Gegenständen in Berührung zu bringen. IM Deutsche Loeal5kachrlHle.
Mecklrnbnrg. Ludwigslust. Ein 100jähri;es Stiftungsfest einer Kegel-Gefell-chaft ist sicherlich ein erwähnungswer. heZ Unicum. Diese Säcularfeier beging die hiesige Societät", welche im Jahre 1795 von dem damaligen Prinzen Jnstructor Jeanrenaud als Kegelgesellschaft gegründet wurde. Malchin. Dem hiesigen Maalstrat ist kürzlich aus Florenz ein eingeschriebener Brief mit zehn Mark Inhalt und dem Ersuchen zugegangen, diese Summe den Betrag einer im Jahre 1867 gemachten Bierschuld einem namhaft gemachten Wirthe in Mlchin auszuhändigen. Da dieser längst verstorben ist, so wird weiter nichts übrig bleiben, als das Geld den Erben zu überweisen. z?raunshwetg. Braun schweig.' Das 350jährige Jubiläum der hiesigen Schützen gilde. verbunden mit dem 19. Bezirks schießen des Nordwestdeutschen Schi! tzenverbandes, wurde mit einem präch tigen Festzuge durch die Stadt erösfnet. Das Fest verlief in glänzender Weise. svti sta,. Bremen. Der kürzlich verstorbene Kaufmann I. Menke hat verschiedeuen hiesigen Wohlthätigkeits-Anstalten Legate im Gesammtbetrage von 50.000 Mark, vermacht. Der Wasserstand der corrigirten Unterweser bleibt anhaltend außerordentlich günstig. Unter anderen legte jüngst fcer 5000 Tonnen große Norddeutsche Lloyddampfer Witte lind", von Baltimore kommend, mit einem Tiefgang von 18 Fuß 7 Zoll englisch, direkt in den Freihafen. Der Dampfer hat außer voller Ladung ei nen Theil der Hagenbeck'schen Mena gerie an Bord. VKSvtng, A l t e n b u r g. Das Geraer Schwurgericht verurtheilte den frühe ren Sekretär im deutschen Consulat in Smyrna, Pitschel aus Altenourg, wegen Verbrechens im Amt zu zwei Jahren und drei Monaten Zucht Haus. Buttstädt. In der Nähe von hier wurde kürzlich nach einer stürm! schen Regennacht die 75jährige Frau Erfurth aus Großneuhausen auf freiem Felde, im Wasser eines Grabens sitzend, todt aufgefunden. Anscheinend ist sie durch einen verhäng nißvollen Zufall verunglückt.' Cölleda. Unser Städtchen hat in diesen Tagen aufregende Scenen erlebt. Der hiesige Oberpfarrer und dessen Gattin sind nämlich plötzlich geisteskrank geworden und mußten einer Irrenanstalt zugeführt werden. Das Ehepaar fiel durch die Art seiner Bekleidung auf der Straße auf; die Frau zeigte sich sogar einmal ganz unbekleidet in der Oeffentlichkeit. Zu bedauern sind neben dem unglücklichen Ehepaar auch deren fünf noch unversorgte Kinder, von denen das älteste erst im 13. Lebensjahr steht. Weimar. Die 17jährige Soubrette des hiesigen Tivoli-Sommer-Theaters, Vilma v. Köttnitz. sprang von der Naturbrücke im Park in selbstmörderischer Absicht in die Jlm; sie ertrank, denn ihre Begleiterinnen, zwei junge Damen, konnten, des Schwimmens unkundig, ihr keine Hilfe bringen. - Verschmähte Liebe soll die Ursache de? That sein. Im benachbarten Dorse Umpfersteht ist die frühere Gastwirthsfrau Ritter unter dem dringenden Verdacht, ihren Mann ermordet zu haben, verhaftet worden. &aaiTn. Dresden. Hier erregen folgende beide Verhaftungen großes Aufsehen: Wegen Hochstapelei wurde die angebliche Rittmeisterwittwe v. Wöllner, eine ehemalige Kellnerin, die in Dres-den-Neustadt. eine . elegante - Wohnung inne hatte und Reit- undWaaenpferde
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öCftt 3t heißer der Tag, desto schlimmer fühlen wir, wenn wir an irgend einer Nnordnmtg des Magens leiden; und wie viel besser fühlm wir, wenn wir sofort Dr. August König'S mf 'ä$f
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gebrauchen. Das wohlbekannte deutsche Heilmittel. Es giebt nichts besseres. Sichere Kur. C
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aWa virti, serner der Wanderrevner Llobert Steller aus Bedin, der über seine angeblichen Erlebnisse bei der Schutztruppe in Westafrika als Dr. Roberty Vorträge halten wollte, wegen BetrugeS in Haft genommen. Eine für die Geschichte der Schauspielkunst denkwürdige Stätte wird demnächst in dem wenige Wegstunden von der Residenz entfernten Elborte Laubegast vom Erdboden verschwinden; das idyllisch am Strome gelegene Häus chen, in dem am 30. November 1760 Caroline Neuber die thatkräftige Neugestalterin der deutschen Schauspielbühne im größten Elend verschied. L e ip z i g. Die üble Gewohnheit, Stecknadeln mit dem Munde zu halten, hat sich bei einer in der Westvorstadt wohnhaften Maschinisten-Ehe-frau bitter gerächt. Dieselbe war am Fenster mit Aufstecken von Gardinen beschäftigt, wobei sie die dazu gehörenden Stecknadeln der Bequemlichkeit halber mit dem Munde hielt. Plötzlich aber wurde sie von heftigemHusten befallen und verschluckte dabei eine Nadel. Die Frau bekam nach einigen Tagen derartige Schmerzen, daß sie mittelst Krankenwagens nach dem Krankenhause gebracht werden mußte. Zschopau. In Waldkirchen feierte der Bäckermeister Herr Gustav Sacher mit seiner Ehefrau Amalie geb. Herbarth im Kreise seiner Ange hörigen daS goldene Ehejubiläum. Der 74jährige Jubilar wie auch die 70jährige Jubilarin erfreuen sich noch größter Rüstigkeit. Z w i ck a u. Die vom hiesigen Schwurgericht wegen Mordes zum Tode verurtheilte Armenhaus-Bewoh-nerin Müller aus Waldenburg ist vom König zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt worden. aZrsgh,r,satbum Lellsn. Darm stadt. Dieser Tage starb hier im 78. Lebensjahr der Kessische Oberforstrath E. Braun, der sich als Schriftsteller auf forstwissenschaftlichem Gebiete bedeutenden Ansehens erfreute. B i n g e n. Die Adler-Apotheke der Frau Wme. Karl Roth, hier.- ist sammt Wohnhaus etc. um den Preis von 250.000 Mark in den Besitz des Herrn Apotheker Eller aus Worms übergegangen. Im Rhein bei Rüdesheim wurde eine männliche Leiche geländet. Groß-Gerau. Ein tragischer Fall ereignete sich bei Gelegenheit des hier abgehaltenen Turnfestes. Ein junger Bursche aus dem Elsaß, Namens Lambour. feuerte auf seine ehemalige Geliebte, die hier wohnhafte Anna Veith drei Schüsse ab. Nachdem er das Mädchen blutüberströmt zu .Boden sinken sah, richtete der Mörder die Waffe gegen sich selbst und schoß sich in die Schläfe. Beide wurden in das hiesige Krankenhaus geschafft und dürfte das Mädchen, da edle Theile nicht verletzt sind, möglicherweise mit dem Leben davonkam men, während der Bursche wohl ster ben wird. tVfxmxtxnvtva Stuttgart. Das zum Gedachtniß des Heimgegangenen Königs Karl und seiner Gemahlin, Königin Olga, im Schloßpark errichtete Denkmal, zu dessen Kosten (ca. 54.000 M.) ungefähr 30.000 M. von der Bevölkerung in Stuttgart durch freiwillige Gaben beigesteuert wurden, ist nunmehr am Jahrestage der Thronbesteigung des Königs Karl feierlich enthüllt worden. Prinz Hermann zu Sachsen-Weimar hielt in seiner Eigenschaft als Präsi. dent des Vereins zur Forderung der Kunst die Weiherede. Ludwigsburg. Der Bahnarbeiter Mößner von Eglosheim kam auf dem hiesigen Bahnhöfe beim Abspringen von einem Güterzuge unter die Räder eines WagenS, wodurch ihm beide Beine.das rechte oberhalb.das linke un terhalb des Knies, abgefahren wurden. Der Schwerverletzte wird wohl schwer lich mit dem Leben davonkommen. Oehringen. Unlängst feierten Metzgermeister Bauer sen, und dessen Gattin das Fest ihrer goldenen Hoch zeit, das sich zu einem Familienfest im wahren Sinne des Wortes gestaltete. Altbreisach. In Folge eines Sturzes beim Kirschenbrechen starb der 63 Jahre alte Spitalpförtner Leopold Bernat. B r u ch sa l. Der verheiratete, 43 Jahre alte Maurer Jakob Jösel auS Unterwörisheim stürzte von einem Neubau zwei Stock hoch hinab und starb am anderen Morgen. Heidelberg. In einem hiesigen Hotel erschoß sich die 24 Jahre alte Tochter des im vorigen Jahre verstorbenen Oberamtsarztes Dr. Pfluger in Mergentheim. Knielingen. Kurzlich sind Wohnhaus, Scheuer und Stall des Landwirths Christ. PH. Kiefer abgebrannt. Die Bewohner konnten kaum das nackte Leben retten, während das Vieh, darunter ein jungeZ Pferd, verbrannte. W a l d u l m. Der 47 Jahre alte Landwirth Joseph Oberle wurde nahe bei seinem Anwesen erhängt aufgefunden. .Oberle lebte in geordneten VerHältnissen, Er war Invalide von 1870 bis '71. . .
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