Indiana Tribüne, Volume 18, Number 302, Indianapolis, Marion County, 21 July 1895 — Page 8

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"POCXZST KODAHS" Das neueste Produkt der Eastman Kodak Co. Sie sind vollständige Miniatur CameraS man kann sie leicht in die Tasche ecken und doch entweder Platten oder roll film" gebrauchen. Sie machen 1)4 bei 2 Zoll große Negative, aber so perfekt daß man sie vergrößern kann. Einerlei wie viele Camera? Sie haben, sehen Sie den Pocket Kodack." Die H. LIEBER COMPANY, 33 Süd Meridian Str. George ?. Kreitlein. Achtung : Achtung : Achtung : Die gan,e Woche werden ttrocerie-Waaren und Schuhe zu Auttionspreisen verkaust in 250 West Washington Str. Es werden nur feine Waaren verkauft, andernfalls wnd daS Geld zurückerstattet. Mehl! Mehl! Mehl! $4.00 für 1 Faß Mehl, daS Beste. $2.00 für 100 Pfd Mehl, daS Beste. $1.00 für 50 Pfd Vehl. das Beste. ÖOe für 25 Pfd. Mhl, daS Beste. 30c für WA Pfd. Mehl, daS Beste. Zucker! Zucker! Zucker! $1.00 für 22 Pfd granulirten Zucker. Seife! Seife! Seife! 25c für 8 Stück braune Seife 25c für 8 Stück Alltagsseife 25c für 9 Stück Pittsburgseife 25c für 7 Stück Puritansnfe 25c für 7 Stück Starseise 25c für 7 Stück Hammerferfe 25c für 7 Stück Toiletfeife 25c für 7 Stück Husleeseife Slöube. Pantoffel und Oxfords. 25c und höher für Damen Hauspantosfeln . .. . r. d k lZ 1 25c und höher für soenenauspaiuvn 59c und yoyer Tur seine vamen?cyuye aqc iinh höfipt für Damen Oriord-TieS c und hoher für patentleberne Herren Oxfords. mc itS hthtr für feine Staatifchuhe. '.'V 4iV J 1 Sllle Tramen linS 5ettenfcbube lllt $3. 54 und $5, werdm zu ?2 und $2.50 ausverkauft verden. . . Der einzig richtige Platz um zu kaufen ist 250 West Washingtonstr., Ecke Weststr. Tr Laden ist bi 9 UhrAbrndZ offen. Hiesiges. Indianapolis, Ind., 21. Juli 1895 Chas. Oden ist zum Spezial Polizisten für den lZentralbahnhof er nannt worden. Mit Vergnügen empfehle ich Dr. August König's Hamburger Brustthee gegen die hartnäckigsten Erkältungen; er wirkt immer. ChaS. W. Lauster, 420 R. Caroline-Straße, Baltimore, Md. T Der badische Unterstützung? verein hat heute Nachmittag seine re gelmäßige Versammlung. CT Den Apothekern und narnentlich den unsicheren Kantonisten unter ihnen wird Powell morgen ganz besonders aus die Finger sehen lassen. Kaufe Mucho'ö Best Havanna Ciqars." ECT 45 Geburten, 33 Todesfälle, je 3 Fälle Masern und DiphtheritiS, 2 Fälle TyphuS und 1 Fall Scharlach wurden in voriger Woche angemeldet. gj?m Gestern Vormittag um 11 Uhr schlug der Blitz in den Stall aus B. F. Kuhns Farm, anderthalb Meilen nördlich von Brightwood. Der Schade an dem Gebäude war gering, aber zwei werthvolle Milchkühe wurden vom

Blitze erschlagen. E. E. Reese, deutscher Zahnarzt, H Ost Ohio Etr. . CT Der Alhambra Club No. 3, zur Förderung unabhängiger Politik und gesellig-geistigen Vergnügens gegründet, ist inkorporirt worden. DaS Lokal deS Klubs befindet sich über Mittendreffe'S Saloon in Broad Ripple und Versammlungen sinden nicht allein alle Sonntage sondern auch Wochentag? statt. Der StaatSanwalt hat Ordre ausgegeben, die KlubS, welche zur Umgehung deö Nicholsong:setzes gebildet z'i sein den Anschein haben, vorläufig unbelästigt zu lassen und den Entscheid dcs im Gericht anhängig gemachten Testfalls abzuwarten. Deutsch - amerikanischer HauSarzt von Dr. Maximilian Herzog. Ein populär geschriebenes Buch von einem respektablen Arzte. Bei leichten Erkrankungen, Unfällen etc. leistet ein solches Buch außerordentliche Dienste, weit mehr alS das planlose Verschlucken von Patentmedizinen. Für nur 25 Cents in der Office dS. Bl. zu haben. 7 Der Baurath hat mit der Phöniz Telephone Co. daS Abkommen getroffen, daß in vierzehn Tagen de? Kontrakt abgeschlossen werden soll, widrigenfalls alle Verhandlungen abgebrochen werden. In dem zu unterzeichnenden Kontrakte ist der KostenPunkt eines Telephons in GeschäftsHäusern mit $12, der eineS solchen in einem Wohnhause mit $30 daS Jahr festgesetzt. Bei Ueberschreitung eines gewissen RadiuS tritt für jede Meile Entfernung ein Zuschlag von $G ein. Die Gesellschaft hat während der zwanzigjährigen Dauer ihreS Freibriefs jedes Jahr 5 Prozent ihrer Bruttoeinnahmen an die Stadt abzuliefern. Bernhardt Thau-Ne'saUriFkt ! Den feinsten Pumpernickel, guteS Roggenbrot und Kuchen aller Art, befonderS den beliebten Sträue!kuchen. Am Östlichen Marktstand 123 und 124 oder Hosbrook Straße No. 81.

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Die angeführte Warnen find die de Vater oder der Mutter.) Geburten. ChaS. und Minnie Quack, Knabe. Julius und Dora Galley, Mädchen. B. C. und Julia Eldrige, Knabe. Heirathe n. A. M. Carney Cora McHassey. Thomaö Haase lZva Houppert. Todesfälle. Donnie Boatler, 8 Monate, 19. Juli, 124 Spann Ave. Mozart .Halle. ' Montaa Vormittag Lunch, Turtel-Suppe, Sauerbraten etc. JmportirteS Münchener Märzenbier. Henry Victor. m in m Aus den Gerichtshöfen. Kriminalgericht. Gestern kam im Kriminalgericht die vom Polizeigericht appellirte Strafsache gegen den Saloonbesiher Philipp Zapf zur Verhandlung. Beweisauf nahme fand nicht statt, da der Delikt unter Paragraph 2 der Nicholsonbill, welcher eS strafbar macht, einen Saloon während der Feiertage oder Sonntage oder nach der Polizeistunde zu betreten, eS sei denn der Wirth selber. vom Angeklagte zugegeben wurde. Zapf betreibt nämlich in Verbindung mit seinem Saloon eine Speisewirth schaft und hielt sein Restaurant am 4. Juli geöffnet. Neben der Staatsanwaltschaft trat Eli Ritter alt Anwalt der Good Citi zenS' League für die VerfassungSma ßigkeit deS streitigen Gesehparagraphen ein. Für Zapf argumentirten Baker und Daniels. Sie erklärten den Pa raaravhen für unkonstitutionell. Der Richter hat die Rechtsfrage in Er wägung. $100 Belobnung $100 Die Leser dieser Zeitung werden sich freuen zu erfahren, daß eS wenigstens eine gefürchtete Krankheit giebt, welche die Wissenschaft in all' ihren Stufen zu heuen lm tanoe ist ; Hau's Katarrh -Kur ist die einzige iefet der ätlichen Brüderschaft bekannte positive Kur. Katarrh erfordert als eine Konstitutionskrankheit eine konstitutionelle Behandlung. Hall's Katarrh - Kur wird innerlich genommen und wirkt direkt auf das Blut und die schleim!aen Oberfläche deö Systems, dadurch die Grundlage der Krankheit zerstörend, und dem Patienten Kraft gebend, indem sie die Konstitution des Körperö ausbaut und der i'iatnr in ihrem Werke hilft. Die Eigenthümer haben so viel Vertrauen zu ihren Seilkräften. daß sie einhundert Dollars Belohnung sur leoen ,all anbieten, den sie zu ruriren verfehlen. Last Euch eine Liste von Zeugnissen komnen. Man adres sire : F. 3. Eheney & Co., Toledo, O (0- Verkanft von allen Apothe. kern, 75 CtS. . Neue Klagen. Annie Nelson hat die Railway Of sicialS & EmployeeS Accident Ass. auf Bezahlung eine LebenöbersicherungS Police von $5000 verklagt. Ihr Gatte, der Schaffner Jas. Nelson, wurde am 22. Juli 1894 in einem Eisenbahn glück getödtet. Andrew Grant gegen Otto und Anna Schön. Notenklage auf 51500 und Annullirung einer Vermögenöüber tragung. JosephuL Gambold gegen Fred Nolting. Kassirung eineS Urtheils. Meerschaumpfeifen, lange deutsche Pselfen, Eigarrenspltzen :c., bet Wm. Mucho, 190 Ost Washington Str. HJ ' Die dreijährige Tochter von George Gebhardt, Woodlawn Avenue, West Indianapolis, wurde als der mißt angezeigt. Peter Psisterer, Oessentlicher Notar, 103 Ost Washington Straße. Schiffsscheine nach und von Europa. vollmachten ausgestellt und Erbschaften erhoben. Geld aus erste Hypothek auö zuleihen. Richter Harvey hat der auf Scheidung von ihrem Manne Wm. Crayton klagenden Frau Maggie Crayton einen temporären Einhalts befehl bewilligt, der den ersteren bei der Verfügung über sein Eigenthum und seinen Lohn unter die Kontrolle deS Gerichts bringt. Crayton arbeitet in den Car & Foundry Works von West Indianapolis.

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VergnügungSkalenber. Nächsten Donnerstag, den 26. Juli

giebt der Gärtner UnterstützungSverein sein jährliches Picknick im White River Park. Die Gärtner sind ein fleißiges Völkchen und verdienen im Schweiß ihreö Angesicht? ihr Brot, aber einen Tag jedes Jahr machen sie frei und feiern dann ein Picknick, daß eS eine Art hat. Wer es besucht wird sich amüsiren. Der Liederkranz veranstaltet heute über 8 Tage eine große Ezcursion nach Lafayette und feiert mit dem dortigen Concordia Verein ein großeS Waldfest. Wir verweisen auf die Anzeige. Der D e u s ch c gegenseitige Unterst. Verein giebt Sonntag, den 23. Juli, ein großes Picknick in KnarzerS Grove. Der Deutsch-amerik.Unter-stützungöverein giebt am Sonntag, den 11. August, sein zweites Picknick im White River Park. m ni m Guter Verdienst. Deutsche Männer verlangt Welche Willens sind sich e,n rentable Geschäft zu gründen. Wir wünschen, daß Jeder, der ohne Beschäftigung ist, oder keine zufriedenstellende Arbeit hat und die Vertretung für unsere Firma gegen gute Bezahluna zu übernehmen wünscht, vertrauensvoll an unS schreibt, und wir werden denselben unser Anerbieten nebst'Proben kostenfrei übersenden. W$ wünschen nur ei len Vertreter für jeden Districkt, welcher noch nicht besetzt ist. Man wende sich sofort an Dr. C. 3. Schoop, No. 3G State Str. Racine, Wiö. . WO" Beim Straßenbau verletzte sich gestern der farbige Arbeiter Joseph Cowhard. Er erlitt starken Blutver lust und wurde von Aerzten deS in der Nähe befindlichen städtischen Hospitals verbunden. Verlangt Mucho'ö Best Havanna Elgarö. ECT W. W. Peabody auS Ein cinnati, Vizepräsident der Baltimore & Ohio Southwestern Bahn, plädirte gestern vor dem StaatSfteuerauöschuß für eine Herabsetzung der Einschätzung von $22,000 aus $20,000 die Meile. Die ursprüngliche Bahn in Ohio, sagte er, sei sogar nur mit $7500 die Meile veranlagt. Er klagte auch über einen Rückgang in den Geschäften, der Haupt sächlich durch die Mißernte in Nebraska hervorgerufen worden sei. Die Grand RapidS & Indiana Bahn machte dem Board einen Vorschlag den im Bun desgericht schwebenden Steuerprozeß unter gewiss en Bedingungen beizulegen, die Kommission ging aber nicht darauf ein. Montag wird die Union Rail way Co. von Indianapolis vor .die Kommission kommen. ECJ Für den Monat Juli sind den Vorstädten von Indianapolis folgende Beträge aus den eingekommenen Steuern zurückgezahlt worden : West Indianapolis : Lehrfond $7, 852.03, Spezialschulfond $3,306.17, Landstraßenfond $86.59, Korpora tionssond $6,593.11, SchulhausbondS $1,965.20, Abtragsfond $999.92, Bibliotheksfond $589.55. Haughville : Lehrfond $2,531.81, Spezialschulfond $1,864.55, Land straßen $657.29, Korporation $1,393. 25, SchulhauSbondö $1,288.11, AbtragSfond $2,123.16. Brightwood: Lehrfond $2,110.11, Spezialfchulfond $1,113.10, Korporation $1,174 38, SchulhauSbondö $509.75. Irvington Lehrfond $1226.10, Spezialschulfond $1200.99, Landstraßen $1298.81, Korporation $699.64, SchulhauSbondö $999.53, Abtragösond $499.76. Mt. Jackson Lehrfond $606.77, Spezialfchulfond $407.73, Landstraßen $213.34, Korporation $222 35, SchulhausbondS $100.92. Woodruff Place Lehrfond $656.93, Landstraßen $12.20, Korporation $2055.73. Im Ganzen erhielten West Zndianapolis $21,397.57, Haughville $9858.27, Irvington $5924.83, Brightwood $4907.34, Woodruff Place $2724.91, Mt. Jackson $1581.11. Mucho'ö Cigarrenladen befindet sich in No. 199' Ost Washington Str.

Vollständige Gesundheit wird durch Entfernung der derdesten Produkte der Verdauung auö dem Körper erhalten. Verstopfung und die schädlichen Folgen der Absorption der Scremente werden rasch durch Lemott Tonic Laxa tlve geheilt. ' Die erfrischenden Eigenschaften der Zitrone und die abführende und stärkende rast anderer Kräuter ergeben ein wohlschmeckendes Abführmittel. Frauen werden ek werthvoll sinden, denn manche vermeindliche Sebärmuttervergrößerung kommt von Verftopsung her. Männer werden sinden, daß (I Appetit und klaren Kopf acht, und schlechte Verdauung, Kopfweh und Galle kurirt. Große Flasüe 80 CiS. in allen Apotheken.

Der Sozial. Sängerbund hat

heute Morgen eine sehr wichtige Geschäftöversammlung. Beginn um 10 Uhr. Schön und rein Soll daS Hauö stets sein l Die besten Bürsten kauft man bei H. Schmedel, 420 Ost McCarty Straße. CX? Die Farbigen opponiren der Wiedernomination und Wiederwahl deS Polizeirichters StubbS, weil er in dem Fall Stewart gegen die Gleichberechtigung ihrer Race entschieden hat. Wir werden die Bücher, die wir zum Verkaufe anzeigen, nur eine beschränkte Zeit führen. Diejenigen, welche eines oder Mehrere davon zu kaufen wünschen, sollten dies deshalb bald thun. Jupiter Pluviuö meint eö ossenbarlich wieder gut mit den garmern. Die gestern und vorgestern niedergegangene Regenmenge ist die größte seit langer Zeit. Gestern Vormittag, als eö zwischen 10 und 11 Uhr säst wolkenbruchartlg medergoß, konnten die Siele daö Wasser nicht schnell genug abführen und eö bildeten sich auf denStraßenlleineUeberschwemmungen. Beim Bahnhos hatte sich ein Siel verstopft und daö Wasser schwoll derartig an, daß es schlleßllch einen AuSwea ln den Tunnel der Illinois Str. fand und hn 18 Zoll tief mit Wasser füllte. Der Straßenbahnverkehr wurde da durch auf der Strecke zeitweilig zum Stillstand gebracht. Rikß BiSmarck und die Wieder j erichtung deö deutschen Reiches. Eine ausführliche Biographie BiSmarckS Populär geschrieben. 25 CtS. in der snce os. vi. SluS russischen Kerkern. In der Rußkaja Starina" findet sich eine hlstorlsche Erinneruna aus den russischen Kerkern, die wohl auch heute noch manches Seltenstuck m Run land fmben dürfte. Es handelt sich um die Jnhafthaltungi des Generalmajors nutkln :n Orenbura durch den veruch tigten General Araktschejew und den nicht minder berüchtigten Iwan Pestel, den Bater des hmgenchteten Dekabn sten. Das Blatt erzählt: .Kutkin war ein Riese und 6 Fuß 5 Zoll hoch. Auf Befehl Pestels wurde er m einem ZlM mer untergebracht, welches die Höhe von 6 Fub 2 Zoll hatte, so daß Kutkin immer gebückt umhergehen mußte und zwölf Jahre hindurch, die er in zenem lttaum zubrachte, sich nicht aufrichten konnte. Spaterhin ueß tjn Pestel ver listen, wodurch der unglückliche Gene ralmajor von seinen Qualen erlöst wurde. Im Jahre 1824 besuchte Kai ser Alexander I. Orenburg und besich träte unter anderem auch die Gesäng nisse. Auf einer Thür erblickte der ttalser die Ausschnft (5in Unbekann ter", welche seine Neuaierde wachrief. so daß er sich an den ihn 'begleitenden GeneralGouverneur Essen mit der Frage wandte, waö diese Aufschrift zu bedeuten habe, da ihm, dem Kaiser, nichts unbekannt sein, noch bleiben dürfe. Essen war im ersten Augenblick so verwirrt, daß er nicht antworten tonnte und sich besinnen mußte, sodann antwortete er: Wir wissen nicht, wer dieser .Unbekannte ist, der b'eits neun Jahre in dieser Zelle lebt, i'enn einem Jeden ist es streng verboten, auch nur das geringste Wort Mit ihm zu wechseln . Zorn und Unwillen spie gelten sich im Antlitz des Kaisers und drohend fragte derselbe: General, wer hat Ihnen diesen Unbekannten zugeschickt?" Auch jekt war es Essen, nicht möglich zu ' antworten und der Chef der Gefängnißkanzlei trat vor und sprach folgendes: ,Jn dem und dem Jahre wurde uns unter Nr. so und so dieser Unbekannte vom General der Artillerie Araktschezew zugeschickt, welcher uns befahl, denselben in dieser ge Heimen Zelle unterzubringen und kein Wort mit ihm zu sprechen. Der Kar ser erbleichte und befahl die 'Thür der Zelle sofort zu offnen. Man sah in einem halbdunklen, niedrigen, von widerlichemi Gestank erfüllten Raum, in dessen fernster Ecke die Gestalt eines zum Schatten abgemagerten ManneS kauerte. Der Kaiser konnte die Zelle nicht betreten und befahl, den Arrestan ten herauszuführen. Weißt Du wer ich bin?" fragte derKaiser den Unglück, lichen. Der Arrestant antwortete nicht sogleich auf die Frage, denn ihm schien AlleS ein Traum, ein Phantasiegebilde zu sein, zudem mußte sich sein Auge an's Licht gewöhnen, da er neun lange Jahre hindurch das helle Tageslicht nicht hatte schauen dürfen. Erst als der Kaiser seine Frage wiederholte, riß er den, unglücklichen Arrestanten aus seinen Träumereien, der laut schluchzend zu seinen Füßen niedersank und mit vernehmlicher Stimme antwortete: Ich weiß, daß Du unser allergnadigster Herr undKaiser Alexander I. bist." Der Kaiser hob den Unglücklichen auf. bedeckte sodann seine Auaen mii dem Wll

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hd II 0 Taschentuch u id weinte bitterlich. Erst nach zehn Minuten hatte er sich so weit gefaßt, daß er im Stande war, folgende Frage an den Arrestanten zu richten: Wer bist Du eigentlich?" Mein Kaiser antwortete der Arrestant, indem er sich aufrichtete und in militarischer Haltung dastand , ich heiße Kutkin, was ich jetzt bin, das weiß ich nicht mehr, vor meiner Einkerkerung aber war ich Oberst des und des Regiments Der struppige Bart und bleiche vergrämte Gesicht nahmen Um Kaiser die Möglichkeit, in dem Manne den betreffenden Oberst wiederzuerken nen. Endlich sagte derselbe: Ja. ich erinnere mich Du bist es! Ich weiß. Du hast hast Deinen Dienst immer gut erfüllt weswegen bist Du hierher verschickt worden?" Daß weiß ich nicht, mein Kaiser", erwiderte der A? restant. Wie ist es möglich, daß Du das nicht weißt," forschte der Kaiser weiter und wandte sich sogleich an Essen, der ihm keine weitere Auskunft geben konnte. Der Arrestant erzählte alsdann mit kurzen Worten, wie ti zum Kriegsminister citirt worden war. der ihn sogleicb arretiren und nach Orenburg schaff: ließ. Der Kaiser war durch diese Erklärung tief bewegt und befahl Essen, dem Unglücklichen sofort ein reines, guteö und helles Zimmer einzuräumen und ihn seinem Range gemäß zu halten. Zum Arrestanten gewendet, sprach der Kaiser folgende Worte: Es klingt mir unwahrscheinlich, waS Du hier erzählst, aber ich werde bei meiner Rückkehr nach Petersburg Deine Angelegenheit unter. suchen. Ich gebe Dir die Versicherung. ich habe es nicht gewußt, daß man Dich so hält." Aller Wahrscheinlichkeit ist tZ Araktschejew gelungen, den Kaiser Alexander I. von der Schuld Kutkin's zu überzeugen. Vom Kasernenhofe. Sie, Grenadier Kruschinstt. warum lächeln Sie denn immer so sanft und mild, wie ein verliebtes Muster schwrin?" Die Cholera - Epidemie gewinnt nach einer Meldung aus Kon stantinopel in Vilajet Adana an AuSdehnung; sie herrscht gegenwärtig in den Städten Tarsus, Sis, Adana und deren- Umgebung. Auch in Mekka ist die Cholera wieder ausgebrochen, was um so schlimmer ist, da icfet der Rück transport der Pilger stattfindet. Eine Weiterverschleppung der Epidemie nach Norden durste durch die strengen Qua rantäne Maßregeln verhindert weroen. Nach dem Sanitats - Reglement haben die Pilger eine fünfzehntägige Quarantäne ln El-Tor durchzumachen; kommt dann aus der Weiterreise kein neuer Cholerafall vor, dann haben sie :n der Endstation nur noch eine dreitä gige Quarantäne zu bestehen. Im entKegengesetzten Falle jedoch werden sie vom Datum der letzten Erkrankung an immer wieder einer Quarantäne von 16 Tagen unterzogen. Neue Besorgnisse für den Gesundheitszustand Konstantinopels erregen choleraverdächtige Erkrankungen, die in der Militär-Vor-bereitungsschule Kuleli? am Bosporus vorgekommen sind und von welchen zwei tödtlichen Ausgang hatten. Es ist zu hoffen, daß durch strenge Absperrungsmaßregeln die Verschleppung der Krankheitskeime verhütet wird. Eine beunruhigende Erscheinung bleibt es jedenfalls, daß die Krankheit in der türkischen Hauptstadt immer wieder von Neuem austaucht und daß , dies hauptsächlich in Kasernen und sonst! gen militärisch Anstalten geschieht.

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