Indiana Tribüne, Volume 18, Number 300, Indianapolis, Marion County, 19 July 1895 — Page 2

Atwlans Tribüne.

GrUcht Täglich u:id Sonntagv. ? r t.'lie .Tribüne- stet durch den TrLg?r 32 ÖTts pkr SEJcdie, die eonnt!L?.rribüne6 ts x"x JPelbe zusammen 15 SentS be E' 'i,-nA vcr i-!oflt. Per Po: auberhalb bet zugeschickt tn Vorausbezahlung ? pe, ' K j ? c?sHti lö Tüd Lllavama Stratzt. Indianapolis, 3nd., 29. Juli 1895. ke (kxZ'losion aufderKielerRyede Mltth'rlungen zufolge, welche von (ornpctenter Seite kommen, ist die furchibare Explosion auf der Kieler Rbed: auf ein verhängnisvolles Versehen der Verunglückten selbst zurückzuführen uno wird der Vorgang fce5 !öeklagenswerth?n Ungläcksfalls solgendermzßen dargestellt. Um sich vor den nächtlien Angriffen der heimtüäis.h?n Torpedoboote zu schützen, wirv um ein vor Anker, .liegendes Geschwader eine'Minensverre im großen Bogen gezogen, welche aus einer auf Holzklötzen liegenden Stahlleine besteht, auf welcher mit Schießbaumwolle gefüllte Spr?ngpJtronen besestiat werden, die mir den Schiffen durch ein elektrisches Kabel verbunden sind und , durch dasselb; zur Explosion , gebracht werden können. Auch werden', dieselben Sprengpatronen von den Torpedoboottn angewandt, indem von Bord der'selben Matrosen, mit Schwimmanzünen versehen, sich den zu sprengenden Gegenständen schwimmend nähern, die Patronen befestigen und nachdem sie auf eine gewisse Entfernung wieder fortgeschwommen! sind, dieselben durch mit einem Zeitzünder versehene Kabel, welches sie in der Hand halten, zur !?rplosion bringen. Beide Sprengaricn waren vom Bord der betreffenden Dampfvinasse glücklich versucht. Gel?n 3 Uhr Nachmittags hatte man vom Äord aus an einem vor -Anker liegen den Holzpflock eine an einem'-Sprena-anker (das Ist ein' Stück' Eisen mit Heiken zum festmachen desselben) befindliche Sprengpatrone festgemacht und suchte dieselbe, nachdem die Pirui)e auf etwa 50 Meter sich wieder entfernt hatte, mittels. eines elektrischen urch ein Kabel geleiteten Strom entzünden. Die ' Patron: dersagje, weshalb sie durch eine andere ersetz! wurde. -Als diese nun entzündet werden sollte, irrte man sich in dem Ums.baZt.'n. statt durch das im Wasser lie$enbe Kabel wurde der Strom durch das im Vvot soeben eingeholte Kabel eilend, welches aller Vorschrift zu loider immer noch mit der Sprengpatrone in Verbindung stand. Die erst siiu'.t fnctionirende Patrone explodirte j.I't, wo sie in der Pinasse lag, sofort lichtete ein wahrhaft gräßliches UnUU an. Von dem etwa 300 Meter entfernt liegenden Dampfer Steinmann", welcher Matrosen undSprengiruterial an Bord hatte und zur Assi stein der Pinasse sich in deren Nähe ausl.ielt. sah man, als der Knall erfolgt?, sofort Körpertheile hoch in die' Lust fliegen, die beim in's Wasser fallen dasselbe blutroth färbten. Sofort fuhr der Dampfer längsseit, um Verwundete und Todte an Bord zu nehwen. Lieutenant Starke war über Aord geworfen und hatte Geistesgzen wart genug, um sich so lange festzuhalten. bis ihm Hilfe zu Theil wurde, trotzdem er am Beine und . an der Schulter schwer verwundet war. Der Torpedomatrose Bol.nann glich einer -breiigen Masse, ihm waren Kopf, Arme und Beine weggerissen ode? doch schwer zerstückelt. Dem Seecadet Wahlen war der Leib aufgerissen. Erst nach zweistündiger Qual verstarb er während des Transports. Sofort getödsei wurden die Matrosen Neumann, Elstc? und Fischbeck, ihre Leichen dürften wohl kaum gefunden werden, da sie vollständig in Stücke zerrissen sind. Leicht verletzt wurden Maschinenmaat Glaystein und der Heizer Vetart. währcnd Lieut. Starke und Heizer Schulz schwere Verwundungen erlitten. Die übrigen Verwundeten dürften wieder geheilt entlassen werden, und werden, statt im Herbst als Reservisten entlassen. als Krüppel in ihre Heimath geschickt werden. Nur dem Umstände, daß die Pinasse kein festes Deck hat. ist '"es zuzuschreiben, daß dieselbe manöverirfähig blieb, und daß die 'übrigen, aus sechs Köpfen bestehende Besatzung, darunter zwei Qfficiere und ein Seekavet. mit dem 'Schrecken davongekom:nen sind. Noch in derselben Nacht wurden die so jäh abgebrochenen Sprengverfuche von einer anderen Pinasse ohne Unfall fortgesetzt. ?sslcierehre in Numänicn. Eigenthümliche Streiflichter auf die Zustänve in Rumänien wirft ein Urlyeil. welches soeben das Kriegsgericht in Bukarest gefällt hat. Dem Verfahren lagen die folgenden Thatsachen zu Grunde: Der zu Tiraovest statio. nirte Lieutenant Popp hatte in Erfah ru:?g gevracyr, vaß cin unmittelbare: Bolgesetzter. Hauptmann. Lucasievici. die Zeit seiner Beschäftigung, im: Dienst benutze, um der Braut Popp s. he:m Iii.e Besuche abzustatten. ' Um 'siZz darüber Gewißheit zu,-verschassen, beauftragt? "-det 'Lieutcnant'?seinen Privatdiener, aufmerksame Wache zu halUn, rrb ihn von einem officiellen Ve suche l.rs Hauptmanns bei seinerBraut sofort verständigen. Eines Abend'. als Lieutenant Popp eben einen Käserncnar'.'T: ,,usttzen hatte, erschien der treue Vursche bei seinem Herrn mit der Meldung, daß sich Hauptmann Lucalicvta im Zimmer seines Bräutchens deinde. Sosort verließ der mit gutcm Grunde eisersüchtige Bräutigam d!e Kaserne., um. den Räuber seiner Ehre womöglich aus, frischer That zu eiareifen. . Haubtmann Lucasievicr. welker bei seinem nächtlichen Besuche vorsichtshalber Civilkleider trug, scheint aber Lunte oerocben ?.u baben und sute-beim Herannahen seines Neben, bublers aus pem ffenster zu entkomm

men. Popp nolte N)n zy: ein. uno M-ägelte ihn gehörig durch. Statt sich mit der empfangenen Züchtigung zufrieden zu geben, erstattete Lucasiet:ä, welcher übrigens selbst verheiratet ist. g--g?n den Lieutenant Strafanzeige, worauf das Kriegsgericht des zweiten Armeccorps den 23jährigen Räche? seiner Ohre zu sechseinhalbirw'. natlichcm Gefängniß und zur Degradirung verurtheilte. Vergeblich hat ten die Vertheidiger geltend gemacht, daß Hauptmann Lucasiedici bei seinem nächtlichen Abenteuer Cioilkleider getragen fyibt und daß demnach dem Lieutenant Popp höchstens der Bruch des Kasernenarrests, nicht, aber auch

em Jnjudordlnatwnsvergeyen gegen seinen Vorgesetzten zum Lorwurfe ge macht werden könne. Das Kriegsgericht blieb bei seiner Anschauung, daß der militärische Vorgesetzte von seinem Untergebenen auch dann als solcher respectirt, werden müsse, wenn er auf Unkosten des letzteren in dunkler Nacht

und in Verkleidung ein Bubenstüme französische- Urtheil über m.. fi ,rrK;al deutslye fflotte

ausführt. Nun Hat zwar allerdings der Ehrenrcny entschleden, daß Lucafievici in Hinkunft nicht mehr würdig sei. das Portepse zu tragen. Damit wird aber das an Lieutenant Popp ausgeübte kriegsgerichtliche Unrecht ke!. neswegs wieder gut gemacht. MiUIoncnfälscher vor Gericht. Einen genauen Einblick, in die - meinschaftliche Thätigkeit einer deutschen Falschmünzerbande gewähren die Verhandlungen in einem Processe, der jungst vor dem Schwurgericht ui Ham burg geführt wurdt. Angeklagt wa rerd der Kaufmann Thieö, der Buchdrucke? Cronemeyer, der Metzger Nestler, der Graveur Gentsch. der Eommrs Weber und der Rechtsconsulent Dechow, lder ebenfalls angeklagte BüffeiJ i i F I H i r . lier lecrmanu, ane pcy rm unieriuchungsgefangniß erhangt.) Im Herbst des Jahres 1892 und dann weiter bis zumJahre.1L94 wurL Y C '- ..' j ven oei oen amourger Velowecysrn häufig falsche 'FünfPfunvnoten' der Bans von England und falsche' Füns1 . 1 t . O iuouainoicn vorgezeigi uno crau gabt, ohne daß es gelingen wollte, die Anfertiger und Verbreiter der sehr ge schickt gemachten Nachbtldungen. zu entdecken. Im Jahre 1892 schon hatte der Kaufmann Thies. der mehrere Jahre .hindurch im Bureau der Amerika-Linie angestellt gewesen war. und von dort her verschiedene Beamte der zu dieser Linie gehörenden Dampfer. kannte, den Vroviantmeister ffreydank ersucht, ihm ein kleines Packetchen, das sich bequem unter der Weste verbergen lasse, nach New Jork einzu schmuggeln und es von da gegen eine gute Vergütung an eine ihm auszugebende Adresse, in Chicago zu schicken. Freydank hatte dies abgelehnt. -Im Sommer 1893 machte.'Thies darm dem damaligen zweiten Offuier der Rufsia Schwadel em ähnliches Anervieien. Bei diesem handelte es sich - um eine Kiste mit ca. 4 bis 5 Centner In halt. Schwabel, dem die Sache ver dächtig erschien, versuchte Näheres von Thies zu erforschen. Dieser aber zog sich plötzlich von ihm zurück undSchwa bcl konnte nur noch dem Polizeilieute nant v. Jensen von demVorfall Kenntniß geben, wobei er diesem gleichzeitig mittheilte, er halte Thies für einen Falschmünzer. Feste Anhalte hierfür ergaben sich jedoch nicht und so ließ man die Sache auf sich beruhen. Im April 1894 gab Thies dem Barbier Reichert in Hamburg eine FünfPfundnote, mit der Bitte, sie für ihn wechseln zu lassen. Dieser schickte seinen Lausburschen nach ernem (StiO Wechsler der die Note cls falsch erkannte, worauf Thies als der erste Verbreiter des Falsifikats ermittelt wurde. Bei seiner Verhaftung fand ma in dem Hause in Eimsbüttel, das er gemeinschaftlich mit dem Buchdrucker Cronemeyer bewohnte, das gesammte Material zur Herstellung des falschen Papiergeldes und bald darauf wurde ermittelt, daß er bei dem Schneider Deichmann eine schwere Kiste mit Packeten eingestellt hatte, in der man dann 5900 Stück falsche 5 Pfd. Sterl. Noten vorfand. Die Untersuchung ergab weiter, daß Thieä sich bereits seit 1891 mit dem Plane beschäftigt hatte, falsches englisches und amerikanisches Geld herzustellen und zwar zunächst auf photographischem Wege, zu welchem Zweck er Unterricht im Photographiren nahm, wobei er es zu recht tüch. tigem Können gebracht haben soll. Damals verband er sich mit dem CommiS Hermann Weber, der in Amerika die Verbreitung des Falschgeldes-besorgensollte. Ob und wie viel Falschgeld Nach Amerika? gesandt ist, hat nicht festgestellt werden können. Thies hatte 1890 den Buchdrucker Cronemeyer in der Odd Fellow Loge in Altona kennen gelernt, in diesem einen seinen Zwecken geneigten Menschen gesunden. Im Jahre 1892 näherte er sich ihm weiter, sie kauften in der Osterstraße ein Haus, in dessen Hintergebäude sie eine Druckerei, Lltkographie und Vyoto graph-Lichtdruck - Anstalt einrichteten, wahrend sie das Vorderhaus selbst be wohnten. Hier beschäftigten sie sich toi Geheimen mit der Anfertigung des Falschgeldes. Bezüglich der Menge der-hergestellten fal chen Noten ist fest gestellt, daß sie in Hamburg im Sepiember 1893 3 Rieö Oriainal-Vavier für" 107 Mark und im v!ärz 1894 1 Ries 240 Boacn anderweitiges Papier für 249 Mark gekauft haben. Zwei Maschinen zum Nummeriren der Noten kauften sie von einem der ersten Häuser in Dresden und' im Januar 1894 waren beide persönlich in Leip zig, um von dem Graveur' Gentsch ein Kupferbild des Prcjsidknjcn Grant sie chen zu lassen, da? angeblich' zur Ler stcllung von Cigarren-EtjquetteK pf nutzt werden sollie Im December. 1892.. schickten sie dann den Metzger Nestler mit Geld, das sie auö der bei Deichmann'.eingestellten Kiste genommen hatten, na Amerika, von wo er im April 189 zurückkehrte, um mit neuemi Falschgelde nach Australien zu reisen. ...Da inzwischen die Verbaftuna des TbikS

erfolgt war. würde Nestle? auf Reqi?i'n tet Hamburger Staatsan nal'tschast bei seiner Ankunft in Ad laide noch auf dem Dampfer vtthiftet: in seinem Koffer fand man 2500Stiick falsche 5 Pfd. Sterl. Noten. Auch der nach Hamburg zurückgekehrte We-

ber wurde verhaftet, ebenso der Hamburger Nechtsconsulent Dechow, der Wiederholt falsches Geld, das er von Thies empfangen hatte, verausgaben ließ. De? Gerichtshof verurtheilte die An. geklagten Thies uno Cronemeyer zu je 3 Jahren, Nestler zu 4, Dechow zu 3 Jahren Zuchthaus und Weber zu 4 Monaten Gefängniß; die Strafe des letzteren wurde als durch d:e Unter suchunqshast verount erachtet. Der Angeklagte Gentsch wurde, auf Antrag des Staats-Anwalts selbst, freigesprochen; der bedauernswerthe Mann hat elf Monate unschuldig im Gefängniß gesessen. die Das Seemanöver, welches von der Deutschen Flotte bei Gelegenheit der Kieler Festlichkeiten abgehalten wurde, fcrt auch den franzosischenFachmannern Unerkennung abgezwungen, wie aus einem Berichte des Journal des D6bäts" erhellt. In demselben heißt es unter Anderem: Bei d?r Rückkehr aus See kamen sie mit einer Fahrt von 8 bis 9 Knoen an uns vorüber und hinter rhnen öer Torpedo-Divisionen. Dieses Schaiel war wirklich außerordentich imposant, jede Division setzte sich aus 7 Booten zusammen, welche sich um das Torpedo-Divisionsboot drangen. Sie bildeten eine dichte Masse. fest aneinander", gekettet schienen sie zu sein, so nahe lagen !.sie beieinander, das Divisionsboot' än 'der Spitze mit einem Torpedoboot zur Seite, die vier ande ren dicht folgend, so jagten sie vorwärts. Eine außerordentliche Trainirung der Mannschaft kann nur solche Resultate hervorbringen, es war dies kein Zufallsspiel, die Schiffe in dieser Lage zu sehen, denn plötzlich wurden sie auseinandergezogen und bildeten nach kurzer Zeit wieder dieselbe Formation und dieS alles mit einer Schnelligkeit und Präcision, die bewundernöwerth war. Es zeigte sich, daß . ihre Qfficiere diese Manöver gründlich geübt haben müssen und keine Furcht zeigen, sich einander zu beschä digen. Vielleicht mag dann und wann eine Collision eintreten, aoer eines ist gewiß, durch, diese tollkühnen und zugleich kaltblütigen Uebungen werden die Qfficiere der Zukunft geschaffen. Solch ein Torpedolieutenant muß spa ter , ein ausgezeichneter Panzerschiffcommandant werden, das ist keine Frage, nur ine solche Schule bringt vollkommene Seeofficiere hervor. Es kann wohl der Fall sein, daß nur btl ruhiger See solche Evolutionen auSge fuhrt werden können, wie ich sie sah. aber was schadet das? Zeigt es doch i 4 eine auijeroroentticye A,ralNirung oer Mannschaft. DieS ist es hauptsächlich, was uns Franzosen imponiren und in. teressiren muß. Man merkt es bei je dem: Schritt und überall, daß in der deutschen Marine ein einziger Wille regiert und die Organisation derselben leitet und mit einer Methode, der man nur Anerkennung zollen kann. Vor 10 Jahren sprachen wir kaum von eincr deutschen Marine, seit dieser Zelt wächst sie riesig empor, und meinerMeinung nach - hat der deutsche Kaiser heute dem Reichstag ein Bild der Seemacht Deutschlands geben wollen, um ihn in Zukunft bereitwilliger in der Unterstützung zur Vermehrung derselben zu machen. Ich wiederhole es nochmals, die deutsche Flotte ist ein Factor. mit dem zu rechnen sein wird, sie zwingt uns. unseren Nordgeschwadern größere Beachtung zu schenken als bisher. Man sah vom ersten Augen, blick der Eröffnung des Canals das plötzlicheVerdoppeln der deutschen Seemacht, und Russen und Franzosen ei nerseits. Deutsche. Englander und Italiener andererseits mit Oesterreich zusammen zeigten, daß die Lage der Politik unverändert geblieben. Wir haben den Fehler begangen, zu spröde gewesen' zu sein. Bei dem Einsegeln der ! französischen Flotte wurden wir den Ersten Tag von allen Seiten mit Hurrah auf das Herzlichste begrüßt, während wir stumm ohne Erwidern zusahen, am zweiten und dritten Tage fuhr man schweigend an uns vorbei, während die Schiffe der anderen Nationen mit Freudenrufen begrüßt wurden.welche ebenfo herzlich erwidert wurden.', Ferner hätten wir, wie ich schon gesagt, nicht solche Eile entwickeln sollen. wieder fortzukommen, wir haben uns selbst den größten Schaden .damit gethan; wahrend andere Nationen Zeit hatten. Alles zu sehen und ihre Beobachtungen zu machen und zu lernen. wurden wir daran gehindert." ahinln und Jieber. v 1 " Schon seit Jahren hat die indische Legierung ihr besonderes Augenmerk aus die Anpflanzung von Chinin erzeugenden Bäumen und die Zubereitunz desselben gerichtet. Um dieses unschätzbare Heilmittel auch den unbemittelten Klassen zugänglich zu machen. hat man versucht, es in kleinen Packeten zum Preise von einem Viertel Penny durch die Postämter zu verkaufen. Das Resultat übersteigt alle Er Wartungen, besonders wenn man die fast unüberwindliche Abneigung der Eingeborenen gezen sogenannte europäische Medizinen in Betracht zieht. Eine Beobachtung von weitgehendem Interesse hat man beim Anbau der Cinchona gemacht. Durch längere Untersuckungen ist jetzt unzweifelhaft festgestellt, daß, je mehr fieberverseucht die 'Gegend.' um desto höher der Ertrag deS in der Rinde der Bäume enthaltenen Chinins ist, während an fieber freien Orien die Anpflanzungen zwar gedeihen, jedoch wenig oder gar kein Chinin enthalten. Der Schluß, daß Ebinin ein malarisches Gift ist. welches

vsn 5e:i iiTncrona-'ö;5i,.i:fn den: Erd bodcn entzogen und in der Rindi ausgspeich?rt wird, ergibt sich von selbst, beider ist es ein weitverbreiteter Irrthum, von d:m selbst viele indische Aerzte nicht frei sind, daß das Chinin bei jeder Art von Fieber mit gleiche Erfolge angewandt werden könne und

daft man vor der Anwendung ein Herabgehen der bei Fieberansällen gewöhnlich hohen Korpertemperatur abwarten müsse. Beide Ansichten sind auf der in Kalkutta abgehaltenen ersten lndifan Aerzte-Versammluna widerlegt worden. Bei allen malarischen Fiebern ist die Wirkung des Chinins unschätzbar, ja man kann behaupten, daß es das einziae. uns bekannte, wirksame Heilmittel ist. Dagegen ist sein Gebrauch bei den sogenannten Um rVvers, die in einer fortwährenden Erböbuna der Körperwärme und Abnähme aller Kräfte bestehen, sowie bei den untezder localen Bezeichnung Bombay- oder Kalkuttafieber bekannten Krankheiten nicht allein nutzlos. sondern in den meisten Fällen geradezu schädlich. Ueber die vlatux dieser zwei ten Art von Fiebern ist noch ziemliches Dunkel verbreitet, obwohl ihnen iäbrlich eine ungeheure Anzahl Menschen erliegen, ycacy statistischen Angaben sind mehr als 65 Procent aller Todesfälle in Indien den verschiedenen Fiebern zuzuschreiben. Eine ernste, wissenschaftliche, von der Regierung un terstüdte Erforschung der Fieberkrankheiten .in Indien wäre gewiß am Platze. Landschwindler in Florida. Nicht nur die Oranaen und Alliaatoren gedeihen im schönen Florida üppig, sondern auch die Landschwmdeleien. V!an hat dem Publikum schon eine Unmasse Geschichtchen aufgetischt. wie im Westen Käufer von Bergwerksoder Farmland schnöde 'reingelegt wurden, und hat damit den westlichen Schwindelhubern vechältnißmäßig Unrecht gethan. sofern nämlich hier durch der Glaube entstehen konnte, als od Im Osten dergleichen langst Nicht mehr vorkomme. Deshalb scheint es angezeigt, von Zeit zu Zeit dieses wenia erbauliche Bild auch in 'Bstlicher Richtung auszumalen.. Erner, der in Florida .Lebraeld" bezahlen mußte, schreibt neuerdinas über dortige bodenlose" ', Bodenschwindeleien: Ich bin zu der Ueberzeugung gekom wen, daß der Florida' Grundeiaenthums - Agent von keinem anderen in ver unst uberrrvfsen wird, Verkäufe werthlosen Landes zu bewerkstelligen. ES fällt nur nicht ein, Florida imGanzen schlecht machen zu wollen. Was an ihm gut ist. kann sich küchnlich mit irgend einer Gegend vergleichen, wo Milch und Honig fleußt; waS aber schlecht ist, das ist spottschlecht und nicht nur ganz unergiebig, sondern auch Fieber- und Schlangenland erster Güte. Und die Welt würde überrascht sein, wenn je eine statistischeAufstellung darüber veröffentlicht wllrde, wie viel Sumpfland vertrauensvollen Fremden aufgehängt worden fsi. Namentlick sind viele Englander, meist junge Üeute, welche von Amerika nichts wußten, bemogelt worden. Mitten in der letzten aronen Gefckäftsmlsere, als so viele Engländer mit ihrem Witz zu Ende waren, unb manche Va ter nicht wußten, wo sie ihre Söhne unterbrinaen sollten, erscbien erne aan,e Fluth hochpreisender Schriften über wrwa, und daö Publikum wurde sogar durch Vorträge schwunghaft bearbeitet. Es entwickelte sich denn auch eine wahrhafte Florida - Auöwanderungsmanke. und die von idr Erariffe nen ließen, nur zu schr die kühle Vorslcht aus den Augen. Der Gedanke, auf einigen Acres jungfräulichen- (schon mehr alkjüngferlichen) Bodens durch AvsellinenZucht ohne große Mühe und Unkosten Geld zu gewinnen, tanzte wte ein Irrlicht vor den Gimpeln her, sie mit magischer Gewalt lockend, und gewissenlose Agenten machten sich das weidlich zunutze. Damit hängt es zusammen, daß man gegenwärtig so viele Versallene Häufer und Hütten, sowie verwüstete Haine und zerstörte Einfriedigunßen in der unmittelbaren Nachharschaft von Städtchen und Dörfern antrtfkt: lauter Grabmäler früh' geknickter Unternehmungm von Schwindler-Opfern. Im Interesse des guten Landes ist es kigenttich zu bedauern, daß diese traurigen Reliquien, welche auch das Auge jedes Muchers beleidigen und nicht selten abschreckend gewirkt haben, nicht langst ausgetilgt sind. Alle im Westen bekannten Schwindelmittelchen, und wohl noch manche andere dazu, wurden auf das Unversxorenste angewendet. Meine eigenen Erfahrungen will ich verkneifen: aber zwei andere Falle wenigstens mögen als bezeichnende Beispiele dienen. 453 kam so weit, daß die Schwindelmeier manchmal unter sich wetteten, was sie Alles im Gimpelfang leisten könnten. Einer derselben aina rn, einem Efuh ejne Hot Wette ein, daß er ?in gewisses Landstllck, Pas zu bey a lerfaulsten gehörte, wenn es auch male risch gelegen war. in einer bestimmten Jett zu einem fürstlichen Preise losschlagen ttiürde,- Er ging an's Werk, erließ die Anzeige, und bald wollte ein Nordländer wettere Einzelheiten sowie eine Photograph 'dieses Paradresflejtens haben. Des Agenj dient? damit losort und erwähnte umer den Verschiß denen ungewöhnlichen Attractionen daß auch tn Quell herrlichen eiskalten Zasters am Grunde eines Brunnens ließe. Der Nordländer wollte das Gut auf ?lle Fälle, persönlich in Augenschein W , t' . j i iceyincn. un cern yicrsur oerelnoarren Tage nun erschien er und ließ sich von dem vrndagemen nach allen derb Stel len fahren, welche diesem beliebten Aber m ist der Brunnen mit dem eiskalten Quellwassez? fragte der Kauflustige endlich. ' .Ach. das' bätte ich beinahe vergessen antwortete der Agent lässig, lorwtn Sie nur. ES wurpe rasch em Glas Wasser emdorae?

pumpt, und köstlich war der Geschmcick. Der Nordländer . war ganz entzückt, ohne Weiteres, wurde der Handel ab geschlossen 'ttnd der hohe Preis sofort bezahlt. Fürchterlich war freilich hinterher die Enttäuschung. WaS aber

das kalte Quellwasser" anbetraf, fo V. Awvinks.. ' ijaux vec v3uu'Liiwiu, va er .genau wußte, wann slin Opfer kommen würde, einige Stunden zuvor eiu-fach eine genügende Quantität Eis unter die Erde gebracht! Ein anderer Nordlander hatte durch Briefwechsel mit einem Agenten einige Acres Land gekaust, welche sehr reich an Phosphat-fein sollten, und ebenfalls nnen hohen Preis dafür erlegt. -Mit der Zeit paßte es ihm doch einmal, selber nach dem Gut zu seyen. Er traf auf demselben einen zerlumpten Wildsasscn. welcher sich eine kleine Hütte gebaut hatte. Vielleicht ließ der Mann vernünftig mit sich reden. Wo sind denn hier die Phosphatlager?" fragte ihn der Besitzer. El, können Sie nicht selber sehen, daß es hier keine Unze Phosphat gibt?" war die Antwort. Nichts als Sumpfgras." Dem Bemogelten kam ein Gedanke. .Möchten Sie nicht hier auch weiterhin leben, und hätten Sie Lust, das Land zu kauftn?" fragte er weiter. .Ich hause hier zwar schon einige Iah," erwiderte der Wildsasse, aber, kaufen hm! Ich habe überhaupt nichts, als den Stier, den Sie dort grasen sehen." Und das Ende vom Liede war, daß der bisherige. Besitze fctf Gut für den Stier eintauschte und noch sehr ftoh darüber war! Die meisten dieser Schwindelmeier sind, wie auch die reellen Spekulanten, keine Florida' Eingeborenen. ' Deals 0 SteaUflaQttQUn. Vvcvn ?ranfrttbttV0. Berlin, ffrau - Dr. SchraderLrehm, frilher langjähriges Mitglied des National-TheaterS, ist in Pyrmont einem Herzschlage erlegen. Das 30jährige Dienstmädchen Hulda Bar in Ntdorf hat von ernem m wHweoen verstorbenen weitläufigen Verwandten etwa 8 Millionen Mark geerbt. DaS Mädchen , lebte in kümmerlichen BerHältnissen und bezog Armengelder. Beim Baden seiner Hunde ertrunken ist der 20jährige Kaufmann Gustav Franke auS der Museumsstraße 5 im alten Spreekanal. AIS Franke an der Natwnalgallerie einen der Hunde ms Wasser werfen wollte, verlor er das Gleichgewicht und fiel von der Kanalmauer drei Meter tief in den Kanal. Bevor ihm Hilfe gebracht werden sonnte, war der Unglückliche ertrunken. Spandau. Wegen der vielen Brände ist die Polizei zur Verhaftung von drei Personen geschritten, wtx Fuhrherr K., der sehr belastet, ist bereits nach Moabit übergeführt; der Re staurateur L., befindet sich noch in Un tersuchungshast. Dagegen mußte eine wegen Verdachts verhaftete Frau wieder freigelassen werden. . Provinz Vofen. Erone a. d. B. Seinen Muth mit dem Leben bezahlt hat hier ein Mllllergeselle. der in der Nahe der Kantakschen Mühle ertrank. Der junce Mensch sah einen dort Badenden in Gefahr und schnell entschlossen sprang er ihm nach. Er erreichte auch den mit den Wellen Ringenden, aber an dieser Stelle befielen ihn Krämpfe, er sank unter und wurde kurz , darauf von einem hinzugeeilten Fischer als Leiche an's Land gebracht. Der Andere rettete sich selbst, er hat keinen Schaden erlitten. . . ' ' ä K r o t o s ch i n. In einer der letzten Nachte wurden hier der Bäckermeiste? Jtzig Neustadt und dessen SchN'ester ermordet.' Der Morder ist verhas. tet. ' prov!n vftpreugen. D i r s ch a u. Daö neuerbaute Johanniter-Krankenhaus 'in Dirschau wird am 25. d. M. durch den Hochmetster des Johanniter-OrdenS," Prinz Albrecht von Preußen, seiner Bestimmungen übergeben werden. ' Dt. Eylau. In der Nacht brach in dem Kowalskischen Hotel Feuer aus, und der Brand bedrohte auch die angrenzenden. Däuser. Dem energischen und muthigen Einschreiten der Feuer Wehr und des Militärs ist es jedoch gelungen, das Feuer aus das Dachgeschoß zu beschränken. Lyck. Ein schwerer Unglücksfall hat sich am sog. Borrea ereignet. Die Pferde deS Fuhrwerks des Herrn Rit. t;rgutsbesitzerS Koch.Pistken. auf welchem sich der Kutscher mit zwei seiner Kinder, einem Knaben von zwölf und einem Mädchen von drei Jahren, befanden, wurden scheu und rasten an genannte? Stelle die hohe Böschung her-, unter, wobei der Wagen umschlug. Leider ist der Knabe bei dem Sturz sofort tödtet..während der Kutscher und daö Mädchen sehr schwere Verletzungen er sitlen haben, . Vv0t?int v?,lpr,uff,n. Pelplin. Weil ihm die Angelruthe dabei gebrochen werden könnte", weigerte, sich der Schmied S., den in seiner ' unmittelbaren Nähe : ertrinkender, 12jährigen, Pächterssohn Schulz gu? dem gleichen Orte retten zu helfen. Dä der Knabe ertrunken ist, hat man dies Verhalten 'dem Staatsanwalte mitgetheilt. . . ' Gr. Katz. In voriger Woche wurde unsere neue Kirche feierlich ein. geweiht, Die Ceremonje -rlahm im Auftrage des Bischoss. Dr Redner Her? Dekan Howald . von. Prangenau ror. Kahlbude. In. der Ortschaft Ziegelei Babenthal (bei Kahlbude) .ist Nach amtlicher Feststellung eine Fleck-typhus-Epidemie auSgebrochen.' K ä s e m a r k. Hier fand unter sehr großer, Betheiligung .die.. Beerdigung des ycrstorbenest Amtövsrftebers Hrn. Friedrich Hornkmann statt. Der Trauerseierlichkett im Hause wohnten über hundert Leidtragende bei, von denen ein großer Theil meilenweit herbeigekommen war. um dem Todten die letzte Ehre zu erive'isen. pro, Vnnvn. K L s l i n. Die Darlow'sche Dampfschneidemühle in der Buchwaldstraße wurde in der Nacht ein Raub der

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Nikolaus Kreß, Tempkws Centre, zvtta). Unverdanlichkeit. Längere Zeit an Unverdaulichkeit leidend, gebrauchte ich mit ausgezeichnetem Erfolge Dr. August Kö nlg'ö Hamburger Tropfen. Sobald jetzt mein Magen nicht in Ordnung ist nehme ich diese Tropfen. Henry Mormann,

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r Magenleiden. Beinahe Jahr litt ich an einem heftigen Ma , 1 . aenleiden , nachdem ich verschiedene Mittel ohne Erfolg ange-

l wandt, griff ich schließlich zu

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Flammen; da illmmkliche Maschinen zerstört wurden, düish der B:trieb längere Zeit ruhen. L a s s a u. Die Gesellschaft Lenz u. Co. in Stettin, welcher der Bau der Schmalspurbahn Lassan-Anklam mit Abzweigung nach Buddenhagen. über tragen worden ist, hat hier sowie an fünf anderen Stellen dieser Strecke mit den Erdarbeiten begonnen. T e m p e l b u r g. Die hiesige Schützengilde feierte' wie alljährlich nach althergebrachtem Brauch ihr Schützenfest,' verbunden mit dem Königsschießen im sogenannten Werder, einem 4 Kilometer von der Stadt am Dolgensee gelegenen Buchen- und Eichenwald. Wovim Sachsen. E i e l e b e n. Wasserrohr- und Gaörohrbrüche sind hier immer noch an der Tagesordnung; zur Genüge wird dadurch bewiesen, daß die Erdrevolution unablässig thatig ist. Dagegen sind Erderschütterungen seit einigen Wochen nicht mehr verspürt worden. Erfurt. DaS Deficit der Thüringer Gewerbe- und Jndustrie-Aus-stellung ist bereits auf 102,000 Mark gestiegen. -Halle. Der Saaleztg.- zufolge plant ein Consortium die Anlage einer elektrischen Bahn zwischen Halle und Leipzig. VrsVink Bannv(ra Hannover. Am 11. Oktober v. I. wurde der auS Linden stammende Handelsmann Schäfer auf der Chaussee 'bei Niedernstöcken mittels einer Wagenrunge erschlagen und seiner Vaarschaft beraubt. Der der That ver. dächtige Hausschlächter Clausing wurde als schuldig befunden und zu lebenS lichem Zuchthaus verurtheilt. . N e u h a u s. Einen Mordanschlag auf den eigenen Vater verübte der Schuhmacher Vathel in Dellien. indem er mehrere Revolverschüsse aus den alten Mann abfeuerte, von denen einer die Lunge lebensgefährlich verletzte. Auch auf den Bruder, welcher dem Angegriffenen zu Hilfe eilte, schoß der Unhold, ohne jedoch zu treffen. Bathel gewann nach vollbrachter That leider die Flucht. Vrovin? SchlNn. Breslau. Im December 1893 war der sehr angesehene, sehr begüterte hiesige Wurstsabnkant (Liefche u fünfjähr. Zuchthaus und zehnjährigem Ehrverlust weaeni Sittlichkeitsverbrechens verurtheut worden. Jetzt verurtheilte das Schwurgericht die unverehelichte Marie Schneider, ehemalsBer kauserin bei Giesche, welche durch eine Denunziation daö Strafverfahren ge gen ihn herbeigeführt hatte und die HauptbelastungSzeugin gewesen war, p dreijährigem Zuchthaus wegen eineS ,n der damaligen Verhandlung geleistet ten MeineidS. Die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Giesche ist damit gesetzlich geboten. G l a tz. Der ZZfleischer Benedict Siegel aus Brzesowie, welcher, wie seiner Zeit gemeldet.- am 6. Oktober v. I. die Botenfrau Köpprich bei Neurode ermordete und beraubte, wurde hingerichtet.' Görlitz. Der gefährliche ZuchtHäusler Kretschmer, der vor einigen Tagen auf dem Transporte ; nach hier entsprang, wurde bei Marklissa verhaftet. Hierbei . verwundete er zwei Personen durch Schüsse. Liegnitz. Unweit der Stadt ließ 'sich ein Liebespaar von einem Bahnzuge zermalmen. Der Mann war derMilchpächter eines DominiumS bei Liegnitz und verheirathet. ' Er hatte Mit emem auf demselben Hofe dienenden Mädchen ein Liebesverhältniß, das nicht ohne, Folgen blieb. Vvovlnt HhlnlsSolNe!n Kiel. Unweit des Dorfes Redersiall bei Heide brach ein heftiges GeWitter auS. Ein Landmann mit feinem Schwieaersohn und ein Taglöhner flüchteten sich mit ihrem Pferde hinter eine aus Latten und Strohgeslecht besiehende (Schutzvorrichtung. Plötzlich fuhr ein Blitz nieder, der die drei Männer und das Pferd in einem Augenblick tödtete.. Schleswig, Bei der Ausgra bung eineö Hünengrabes bei Wollerup wurde ein wissenschaftlich interessanter Fund gemacht, nämlich ein Bronze wagen mit vier Rädern, auf dem neben einer Urne mit einein zerbrochenen Schwert. Pfeile und Speerspitzen lagen;' außerdem fand man auch ein gut erhaltenes aoldeneÄ Armband. Svl Ktit,. Hamburgs Unweit des Berliner Bahnhofes gab der Rentnerssohn Eggers auf seinen' Schulfreund Karl Schmidt aus Eifersucht' zwei RevolVerschüsse ab. Schmidt wurde todtl'ch verletzt, ist aber noch am Leben. Der Mörder wurde verhaftet. , V. 3 k s a ck. Ertrunken ist der bei' dem hiesigen Schlächtermeister Seeger 'iir Arbeit stehende Schlachtergeselle Joh. Engel, der mit einigen Freunden an der Lemwerder Enge in der Weser badete. Lübeck. Der Kassirer des hiesigen Spar- und Lorschußvereins, Bufchow, . wurde . wegen Betrugs und Unterschlagung vyn 40,000 M. mit vier Jahr Gefängniß und fünf Jahr Ehrverlust vestrast,

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