Indiana Tribüne, Volume 18, Number 300, Indianapolis, Marion County, 19 July 1895 — Page 1

o 0 A W XV? s AA w v US A Y AO l5 1 A I 1 f 1 I 1 ri ly v k O W W O W V . ? '-' 'ttfU.K i .'-. Mee : No. 18 Vüd CUaftass c?trage. Indianapolis, Zndiana. Zreitag, öen Zuli 1895. Jahrgang 18. No. 300

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Lditorielles.

Es giebt Amerikaner, welche die Deutschen beschämen. Wir bemerken dies, weil es unter den Deutschen unstreitig Viele giebt, welche eö nicht für der Mühe werth halten, ihren Kindern deutschen Unterricht angedeihen zu lassen. Zu Nutz und Frommen Solcher lassen wir hier einen Auzug auS einem Vortrag folgen, welchen Sohn B. PeaSley, früher Superintendent der öffentlichen Schulen in Cincinnati vor dem Staatslehrerbund hielt. Er sagte unter Anderm Folgendes : Nach meiner Ueberzeugung würde es für die geistige Entwickelung der Schüler unseres Staates gut sein, wenn Alle die deutsche Sprache in Verbindung mit der englischen studirten, auch für die großen HandelS-Jn-teressea unseres Landes wäre eS vortheilhast, wenn auf Erlernung der bedeutendsten unter den lebenden Sprachen der modernen Civilisation mehr Gewicht in unseren Schulen und Univerfitäten gelegt würde. Auö langjahriger Srsahrung weiß ich, daß wenigstenS zwei Sprachen ohne Nachtheil einer jeden, dielmehr mit Vortheil für beide, zu gleicher Zeit gelehrt werden können. Darum hoffe ich ausrichtig, daß dieser Verein dahin wirken werde, den Sprachen den Hauptplatz auf unseren Lehrplänen einzuräumen, und nicht der Mathematik, wie eS bisher geschehen ist. Der Mathematik ist unstreitig zu große Wichtigkeit beigelegt, und daher wird auch zu viel Zeit darauf verwendet. Ein großer Theil dieser Zeit wird ohnedies vergeudet in Lösung einer großen Anzahl verwiese!ter Aufgaben, welche meisten? über die Fähigkeit der Schüler hinausgehen, und welche sie nach auswendig gelernen Formeln auflösen müssen. Der Grund, welcher dafür angegeben wird, warum so viel Zeit und Arbeit der Arithmetik in den Distriktchulen, und der höheren Mathematik n den Hochschulen gewidmet wird, ist der: sie sei zur Entwickelung der Urheilökraft so wesentlich. Dagegen behaupte ich, daß daS Studium einer weiten Sprache, wie die deutsche, weit besser geeignet ist, diUrtheilökraft der Schüler zu entwickeln, als das Studium der Mathematik, wie es in unfeen Schulen gewöhnlich betrieben wird. Massachusetts hat die Ehre, das erste öffentliche Schulsystem aus diesem Continent gegründet zu haben; dem deutschen Volke aber war eS vorbehalen, der zivilisirten Welt die besten lnterrichtömethoden und den vollkommensten Lehrplan zu geben. Ich halte sehr wenig von dem Unter richt in einer modernen Sprache, wenn er von Leuten ertheilt wird, die sehr wenig oder gar kein Interesse für die Sprache, in der sie unterrichten, hegen ; nichts halte ich von den Lehrern, welche die Sprache, die sie lehren, nicht lieben, und die Liebe zu ihr nicht bei jeder Gelegenheit zeigen. Auch halte ich nichts von Denen, die englisch prechen, wo sie deutsch reden sollten, lnsere Lehrer sollten ihren .Schülern zeigen, daß sie selbst die deutsche Sprache ehren, indem sie mit ihnen deutsch reden, wo immer sich Gelegenheit dazu findet. ES ist für den deutLehrer nicht am .Plahe, Fragen an die Kinder englisch zu stellen und Befehle an dieselben auf englisch zu ertheilen. Auffällig ist eS mir, daß eS in diesem Lande eine so große Anzahl Deutscher giebt, die, ihre Muttersprache nicht gebührend schätzen. Die Anzahl von solchen Deutschen, welche die. deutsche Sprache nicht brauchen, wenn sie nicht dazu genöthigt sind, und die sie ihre Kinder nicht lehren oder lehren lassen, ist nicht gering. ES kommt bei derartigen Deutschen öfterS vor, daß sie ein mangelhaftes, ja erbärmliches Englisch sprechen. Indem sie dieS aber mit ihren Kindern thun, sollten sie doch wissen, daß, wenn zu Hause ein schlech teS Englisch gesprochen wird, dadurch die Fortschritte der Kinder in der englischen Sprache gehemmt werden. ES wäre daher besser, wenn die Kinder zu Hause gar kein Englisch hören würden. Sie würden sich dann nicht so diele Fehler in der Grammatik und AuSspräche aneignen und den Lehrern die unsägliche Mühe sparen, ihnen solche Fehler wieder abzugewöhnen. Von einigen Deutschen habe ich Ursache zu glauben, daß sie sich sogar schämen, die Anglo-Amerikaner wissen zu lassen, daß sie Deutsche sind, oder'

daß sie deutsch sprechen können. Aber vaS sind daS für Menschen, die sich schämen.Deutsche zu sein Kinder jenes Landes, welches das bedeutendste auf dem Festlande Europas ist, dessen Errungenschaften aus den Gebieten der Künste und Wissenschaften die aller anderen Nationen der Welt übertreffen, dessen Gelehrte in Bezug auf Selehrfamkeit und durch die Tiefe der Erforschung einzig dastehen und die Bewunderung der Welt erregen !" WlWMn. Inland.

Wetteraussichten. Kühleres, allgemein schönes Wetter, möglicherweise unterbrochen von lokalen Regenschauern, wahrscheinlich GeWittersturm heute' Nacht und Sonnabend. Gestrige Temperatur: Mapmum 93 Grad, Minimum 70 Grad. SchisselS Wassertemperatur 83Grad. um Die Ernte in Europa. Washington, D.E., 18. Juli. Die Berichte der europäischen Agenten über die Ernte und den Stand der Saaten für den Monat Juli in Europa sind im Ackerbauamt eingelaufen. AuS denselben geht hervor, daß in einem großen Theil von Großbritannien ungenügender Regenfall die Aussichten auf eine gute Ernte geschädigt hat. Die Wirkung der Dürre macht sich besonderS .im mittleren und südlichen Theil Englands geltend und in mehreren CountieS erwartet man von Weizen, Hafer und Gerste kaum eine halbe Ernte. Die Heuernte hat zeitig begönnen und der in letzter Zeit gefallene Regen verbürgt einen reichlichen AuSfall deS zweiten Schnittes von Klee. In Schottland sind, wie gemeldet wird, die Aussichten gut. In Frankreich hat der Weizen in Folge ungünstiger WitterungSverhältnisse zu früh geblüht und die Ernte wird deshalb nach den Schätzungen etwa 40 Millionen Busbel weniger betragen als im letzten Jahr. Roggen und Hafer versprechen eine DurchschnittSernte. 3n Deutschland ist die Witterung günstiger gewesen alS in Frankreich und den Berichten deS statistischen BureauS zur Folge wird Weizen, Gerste und Hafer eine DurchschnittSernte, Roggen jedoch weniger als eine solche ergeben. Oesterreich erwartet, da der Stand sämmtlicher, geldsrüchte sich gebessert hat, eine gute DurchschnittSernte, in Ungarn macht man sich jedoch darauf gefaßt, daß Weizen 5 biö 6 Millionen Bushel weniger geben wird alS im letzten Jahr. 3n Spanien haben starke Regengösse und Überschwemmungen im An fang deö Monats Juli bedeutenden Schaden angerichtet und die Aussichten deuten jetzt nur auf eine Durchschnittsernte. In Italien ist eine Durchschnittsernte jetzt gesichert. Im südlichen Rußland gehen die Aussichten dahin, daß Winter- und Sommerweizen, Roggen und Mais mehr als eine DurchschnittSernte ergeben werden. In Algier und Tunis ist die Ernte eingebracht und hat an Weizen etwa 40,000,000 Bushel ergeben. I n einer Grube.einge-schlössen.- . Iron Moutain, Mich.,. 18. Juli, Neun Bergleute sind in der ersten Sohle der Pewabic Grube eingeschlossen und die Wahrscheinlichkeit liegt vor, daß einige von ihnen umS Leben gekommen sind. Eine unge heure Masse von Gestein und Holzwerk stürzte ein, als die Leute den Schacht gerade verlassen wollten und man be fürchtet, daß mehrere der Leute von dem fallenden Gestein erschlagen sind. Die Rettungsarbeiten wurden so fort mit großem Nachdruck begonnen. es werden aber wenigstens 10 Stunden vergehen, ehe man die Leute erreichen kann, denn die Trümmermass'e, welche vorher weggeräumt werden muß, ist 40 Fuß dick und die Arbeit kann mit Rück, ficht auf das Leben der RettnngSmann schalten nur. langsam von Statten gehen. Die Namen der eingeschlosse nen Bergleute sind nicht alle in Ersah rung zu bringen, man weiß aber, daj sich Stephen Bowden, Fred. Webbund John Johnson unser ihnen besinden.'

Von der Grube wird soeben gemeldet, daß wenigstens ein Theil der Leute noch am Leben ist, denn sie haben durch Schlagen an die Röhre, welche den Schacht mit Luft versieht, Zeichen gegeben. Die Grubenbeamten

hegen die zuversichtliche Hoffnung, daß die Leute unversehrt aufgesunden, werden werden. Der Streik in Ishpeming. Jshpeming Mich., 18. 3uli. Der Streik der Bergleute in Negaunee und Ishpeming dauert fort und es ist wenig Aussicht auf eine baldige Beiegung vorhanden. Der Betrieb in den Gruben ist ganz zum Stillstand gekommen und uur die Pumpen werden bedient. Die Northwestern & South Shore Bahn hat die Züge zu? Beförderung von' Erz ausgesetzt und eS ist kein Versuch gemacht worden, Waggons zu beladen. ' ' Die Bewegung in Scuador. San Francisco, 18 Juli. Nach Privat. Nachrichten auS Ekuador steht der Jnsurgentenführer General Alsero in Guayaquil bereit, mit 10,000 Mann nach Quito, der Hauptstadt der Republik und dem letzten AnhaltsPunkt der Regierung, vorzugehen. ; Einsturz eines Hause S. DallaS, Ter,, 18. Juli. Heute Morgen stürzte daS im Umbau begrissene Thompson'sche Gebäude, Elm Str. No. 248, ein, die ganze bisherige Arbeit wurde demolirt und die Arbeiter geriethen großentheils unter die Trümmer. Vier von ihnen wurden schwer, die übrigen leicht verletzt. . Der Einsturz erfolgte durch daS Zusammenbrechen der Stützen, welche man an die Stelle einer beseitigten Theilung?wand gestellt hatte. Der Contraktor L. Pieur, . welcher an beiden Beinen verletzt wurde .und innerlich Schaden nahm, wird vermuthlich nicht mit dem Leben davonkommen. : " Der Hund bellte. Eieinnati, O., 13. Juli. Durch daS Bellen eines WachthundeS wurde heute Morgen der vollständigen Zerstörung deS Price Hill Zncline Power House vorgebeugt, welche einen Geldchaden von $12 5,000 und die Ab schneidung von 10,000 Vorstädtlern vom Verkehr zur Folge gehabt haben wurde. 3n Nolge deS BellenS des reuen HundeS wurde noch rechtzeitig der Alarm gegeben, und die Ablöschung deS FeuerS gelang mit einem $8000 Schaden. Der Verkehr konnte noch am Vormittag aufgenommen werden. Waffentransport nach E u b a. Kingston, Jamaika, 18. Juli. Ein offenes, mit Waffen beladeneS Boot ging am Dienstag Abend von Oracabessa nach Gabina Point, um dort andere Boote mit ähnlicher Ladung zu treffen. Die Ladung dieser Boote wurde auf offener See anderen Booten auS Cuba übergeben, welche sie dort landeten. Auf solche Weise wurde die Polizei übertölpelt. Verhangnißdolle Kollision. Peoria. 3ll., 18. Juli. Nicht weit von hier kollidirte heute ein Personenzug der Chicago, Peoria und St. LouiS Bahn und ein Güterzug der Big Four auf den Geleisen der Peoria und Pekin Union-Bahn. Der letzte Waggon deS Personenzuges wurde te leSkopirt und Fräulein Martha Wright auS Eurek auf der Stelle getödtet Sechs Passagiere wurden verletzt. Die Leiche und die Verwundeten wurden heute Abend um 11 Uhr nach Peoria gebracht. Ausland. t Stambulofs. f Sofia, 18. 3uli. Ex-Premier Stambuloss, der am Montag von un bekannten Männern auf offener Straße meuchlings überfallen und schwer verletzt wurde, ist heute Morgen um 3 Uhr 20 Minuten gestorben. Er war 40 Jahre alt. Stambuloff hatte einen schweren TodeSkampf dürchzumachn. Schon gestern Abend um 10 Uhr glauhjen die Aerzte, daS tzndk 'sei gekommen, abe ; die Todesqualen dauerten noch mehrere Stunden

Sturm in der belgischen Kammer. Brüssel, 18 Febr. Eine ungewohnliche Scene spielte sich heute in der Deputirtenkammer ab. Während der Diskussion über daS neue UnterrichtSgesetz äußerte der Ministerpräsident B. Burlet, bedauere die El-

tern, welche ihre Kinder in dem Morast deS Atheismus wandern ließen. Diese Bemerkung schwor einen Sturm von Beleidigungen seitens der Sozialisten gegen die Minister herauf. und insultirende Aeußerungen wurden zwischen ihnen und der Ministerbank ausgetauscht. Sogar Thätlichkeiten onnten nur durch die schleunige VeraLung der Sitzung vorgebeugt werden. - Ueber d i e Ermordung StambuloffS. London,18.3uli. DieVossische Zeitung sagt, Fluch und untilgbare Schande wird auf der bulgarischen Regierung ruhen, welche sicherlich an dem Meuchelmord Antheil hatte, und um die Mord Komplotte wußte und trotzdem nichts that, nm notorische Mörder an der freien Bewegung in Sophia zu yindern. - Wenn gegen einen gewöhnlichen Bürger," sagt daS Blatt, solche Beschuldigungen vorlägen, wie gegen Fürst Ferdinand, so würde er verhaftet worden sein. Der Fürst Ferdinand hat daS Recht, eine europäische Krone zu tragen, verwirkt. Er muß fallen." Die TimeS sagt in ihrem heutigen Leitartikel: Stambuloff war einer der glänzendsten Staatsmänner, welche der Balkan in diesem Jahrhundert hervorgebracht hat. Bei geringer Politur der Civilisation, und wenig distinguirem Auftreten verbarg er unter einer rauhen Hülle eine natürliche Zartheit und Feinfühligkeit, welche nur Diejenigen zu würdigen wußten, welche ihn genauer, kannten.. Bei 'ihm gab es weder Humbug noch Affektirtheit. . Gr war ein Mann und ein großer Mann. Welches auch feine Fehler gewesen sein mögen, an seinem Patriotismus und einer Anhänglichkeit an sein Vaterand bestand kein Zweifel. ....... L o ndon, 18. 3uli. Eine Depesche deS Standard auS Sophia sagt : Die öffentliche Meinung deutet aus Haloss, Nieola, Tufektchieff und 3 van 0 ff all die Urheber deö Verbrechens. Wie ich erfahre, hat die Regierung beschlossen, Tufektchieff, welcher am Di?rstag freigelassen worden war, wieder zu derhaften. Stambuloss bezeichnete stets die Brüder Tufektchieff als die Mörder BeltchessS. DaS RegierungS-Organ Mir" deutet an, daß StambuloffS Bedienter Tezoross und feine Genossen daS Verbrechen begangen haben. E!n von 16 wüthenden Ruffenfreunden unterzeichneter Brief ist Radoclavoss, dem Führer der russenfeindlichen Partei, zugegangen und enthält die Drohung, sein Haus in die Luft zu sprengen. Der Aufstand in M a c kd o -nie. London, 18. Juli. Nach einer Dep:sche der TimeS auS Sophia bringen die dortigen Zeitungen beunruhigende Nachrichten auS Makedonien. ES wird behauptet, daß sich der Aufstand verbreitet, und daß die Insurgentenbanden,' welche in den Distrikten Strumnitza, Maleshewo und Drama Erfolg haben, schon zwei Ortschaften und drei Dörfer niedergebrannt haben. Die Türken sollen eine starke Abtheilung kurdischer Kavallerie nach dem erstgenannten Distrikt gesandt haben. Karl Emanu el Schenk 9" starben. Bern, Schweiz, 18. Juli. Karl Emanuel Schenk, der hervorragende schweizerische Politiker, ist heute in Folge von Verletzungen gestorben, welche er ttü bei einem durch daß Durchgehen von Pserden veranlaßten Unfall am 8. Juli zugezogen hatte. . Branchen Sie Geld? Loans zu irgend einem Betrage niedrigste Raten, Rückzahlung nach BeUeben gestattet.. A. Metzger Agen tur, Ecke Washington und Pennsylvg. nia Str., zweiter Stock. t OchiffS.ttachrichten. Angekonusen in :. ... Loydon: Mississippi" tzon New Sork. .

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Baltimore : Bremen. Weimar" von Hood's Pillen sind da, als was sie repräsentirt werden. MemMann und ich gebrauchen dieselben und wir vereinigen unS in ihrem Lob. Frau Will Clark, 18 N. Noble Str., 3ndianapoliö, Ind. Hood's Pillen kuriren Verstopfung. m ,, m Allerlei. E i n gelähmter Schnei der mit einem Jahreseinkommen von 40.000 Mark dürste wohl als ein Na. turwunder angeschen werden. Und in der That ist er ein Naturwunder, der Schneider Julius Keller, welcher daS Publikum in dem zur Zeit in Königs bera m Preußen gastlrendm Cirkus Corty-Althoff in Erstaunen setzte. Derselbe hat nämlich nur sehr schwach entwickelte Bernmuskem, weshalb er sich auf Krücken bewegen muß, doch sind auf Kosten jener die ArmmuSkeln weit über das natürliche Maß entwi. ckelt, so daß der seiner Lähmung- we gen früher zum Schneider bestimmte Kraftmensch jetzt ganz außerordentliche Leistungen mit seinen Armen her. vorzubringen im Stande ist. Keller ist ein geborener Königsberger, jetzt aber überall so begehrt, daß der gelähmte Schneider mit seiner Kunst eine jährliche Einnahme von 40.000 Mark erzielt. Eine eigenthümliche Prazis ist bei den serbischen Gerichten in' die Mode gekommen, nämlich der Actendiebstahl. Will man sich einen unbequemen , Civil- oder Strafprvceß gründlich vom Halse schaffen, so läßt man einfach die betreffenden Acten aus dem Gerichte stehlen. - Für ein gute? Trinkgeld wird dieser Liebesdienst entweder, von irgend .jemand, wenn nicht anders, von einem Schreiber ode: von einem AmtSdiener besorgt. DaS Werkzeug findet sich schon, wenn nur eine zahlungsfähige Kundschaft sich meldet. Kürzlich hatten die Acte, diebstähle , im Nischer! Gerichte so schr llberhand genommen, daß der Justiz, minister die Mehrzahl, der Beamten strafweise versetzen mußte. Beim Ge. richte in Negotm hat der Amtsdiener, der sogenannte Pandur, einen förmli chen Ausverkauf mit den GerichtSacten eröffnet. Die Acten eines Todtschlägers lieferte er sür 10 Franken auö. Für die Acten eines Mörders oder Räubers mußte die doppelte Taxe er. legt werden. Sind einmal die Acten verschwunden, so ist eö natürlich auch mit dem Processe vorbei. Am Abend des 31. Qkto. ber v. I. !am der Neger Harrison, der einer Artistengesellschaft angehörte-, in die Wirthschaft von Martin Blech in Hannover. Der gichzeitig anwesen de, noch nicht 18 Jahre zählende HauSdiener Kühn bot dem Neger ein GlaS Bier an. Dieser aber erklärte, Schnaps sei ihm lieber. Als der Schwarze den Schnaps mit Grazie vertilgt hatte, bot ihm Kühn 1 M., wenn er noch drei Schnäpse trinke. Harrison war sofort dazu bereit, trank drei Schnäpse und erhielt die Mark. Er wurde nun etwas animirt und rühmte sich, er könne noch fünf Schnäpse trinken. Kühn bot 2 5011., wenn er innerhalb 15 Minuten die fünf Schnäpse ver. tilge. Nun mischte sich Blech hinein und meinte, man möge solche Dumm heiten unterlassen. Da aber de? Neger ungemüthlich wurde und die Schnapse verlangte, gab Blech sie ihm. Die neun Schnäpse, die der Neger nunmehr getrunken hatte, machten drei Viertel Liter auS. Der Neger starb noch in derselben Nacht an acuter Alkoholvergiftuna. Das Landgericht Hannover verurteilte. Kühn zu einem, Blech zu zwei Monaten wegen fahrlässiger Tod. tung. Die von Blech eingelegte Redl. sion. welche die ganze Schuld dem tod ten -Neger aufbürdete, da er seinen freien Willen gehabt habe, wurde vom Reichsgericht in Leipzig verworfeni. Der New York Store. lEtabllrt 1853.) Mltt - Sommer - BargainS in waschbaren Waaren. Mittlerer Bargaintisch. ShantongS eine große Partie die Sorte, für welche Sie 12jc be zahlten Mitt - Sommer - Verkaufs preis 4c die Jard. Westgang. Feine, weich appretirte LawnS, ein guter Werth zu 9c genügend für morgen zu 3c. Gemusterte Battiste volle Aard breit werth lIzc-Mitt-Sommer-Verkaufspreis 6jc die Jard. W 1 "

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