Indiana Tribüne, Volume 18, Number 295, Indianapolis, Marion County, 14 July 1895 — Page 3
Die tolle Komteß. Roman von KrnS von Wakzogm. (17. Fortsetzung.) Der Graf sprang auf und beugte sich Lber sie. Sophie, stirb nicht! Hast Du kein Wort für mich?" Gm matte! Lächeln verklärte für n. ntn Augenblick ihre wachsbleichen Züqt, bann war es aus. Die graue Katze sprang plötzlich wie entsetzt von ihrem Ruheplatz empor und mit einigen Sätzen über d Kissen hinweg an einer der hölzernen Säulen hincus. Sie schlug ihre Krallen in die schweren Falten des Vorhangs ein, ihre grünen Augen richteten sich voll Grau fen aus den stauen Leib der Herrin, dessen Kälte sie aus ihrem Schlummer emporgeschreckt hatte und dann ließ sie ein langgezogenes, überaus klägli ehe Miauen ertönen. Der Graf brach an dem Weite gilsammen und schluchzte wie ein Kind. Die Komteß wußte weiter nichts zu thun, als ihm immer wieder über die Schultern zu streicheln. Da hob er sein thränenüberströmtes Gesicht und rief laut aufjammernd, indem er das seideue Deckbett von den Füßen der Leiche zurückschob: Sieh doch nur! Sind sie nicht göttlich schön? Und das ist nun alles todt verloren auf immer!" Und er bedeckte die kleinen starren Füße mit glühenden Küssen. Angesichts des furchtbaren Schmer zes des armen Vetters war es der Komteß natürlich unmög.ch. ihn Lber den Betrug aufzuklären, dem er sein kurzes Eheglück zu verdanken gehabt hatte denn ihn hatte dieses Weib wirklich zu beglücken vermocht! Aber fc'rc Frau Bandemer nahm sie doch als bald ernstlich in's Gebet. Der erschütternde Tod ihrer angeblichen Tochter hatte doch einen solchen Eindruck auf ihr Gemüth gemacht, daß sie sich bald genug zu dem Geständniß bequemte, Fräulein Sophie habe sie durch die verlockende Aussicht, die Schwiegermutter eines Grasen zu werden und in dessen Hause ihren alten Tagen sorgenlos ent gegenzugehen, zu bestimmen gewußt, sie als ihre Toöter anzuerkennen. Die Paprere hatte sie ihrer wirklichen Tochter abgekauft, als diese, die einer Strafthat wegen polizeilich gesucht wurde, sich unter falschem Namen nach den Südstaa ten begab. Ihre echten Pviere wurden in ihrem Nachlaß gefunden und die Komteß nahm sie, im Einverständniß mit Frau Bandemer, an sich, ohne ihrem Vetter etwas davon zu v?rrathen. Mochte er in glücklichem Wahne ohne Bitterkeit semer Sophie nachtrauern. Es waren nun über fünf Jahre dergangen, seit Frau von Norwig Deutschland verlassen hatte. Und wenn das Gesetz sie auch noch nicht für verschollen erklären durfte, so lag doch in der Thatsache, daß sie so lange voneinander getrennt gelebt und nichts voneinander hatten hören lassen, ein trifticerSchttdungsgrund. Mochte man ihn luch der böswilligen Verlassung für schuldig erklären, weil er sie all die Jahre hindurch nicht unte'tützt hatte was kümmerte ihn dies Schuldig. Er konnte verurtheilt werden, für ihren Unter halt auch ferner zu sorgen aber ihre Spur war ja nun von bet Erde verwischt. Für den wenig wahrscheinlichen Fall, daß eifrigste polizeiliche Nachforschungn in den Vereinigen Staaten die wirkliche Sophie Bandemer entdecken sollten, konnte ja immer noch be wiesen werden, wer in Wahrheit als
Gräfin BenckkT! gestorben war. Aber ! dieser Fall war undenkbar, solange nicht etwa die Wittwe Bandemer sich selbst verrieth und ihre Mitschuld an dem Betrug eingestand. Doch diese ehrwürdige Dame machte durchaus nicht den Eindruck, als ob sie sich von Gewissensbissen llbcr eine derartige Kleinigkeit aus ihrem warmen ÄustragsMberl" in der bescheidenen Residenz des edeln Büsterlohers vertreiben lassen würde. Sie führte ihm sehr umsichtig die Wirthschaft und setzte sich besonders dadurch in Anseben. daß sie ihm unter dem Siegel der Verschwiegenheit eröff ncte. feine verstorbene Galtin sei die Tochter eines Prinzen von Geblüt gewesen. Daher die kleinen Füe! 16. Kapitel. 2 wclch.'m $;tfl ihr ü.rz jar ud? seht, sine neiif, ntir.flf Person ouftti:t, e t tolle Somk?5 wrnüni tg m.rs. n rr rjji?fr mit eitrige tufltnJM S'iJrtM vo.i rin.-rn bai.-n Ä! und g.'iicig.cn Puo l.fo Qftuljrtfn Adschi.ü nnr.itt. Während Gräfin Marie von jenem Sterbebette weg in das Krankenhaus wanderte, um sich der Wissenschaft un ter Las Messer zu liefern, flatterte in Schwerin die glückselige Vicki von Fest zu Fest- Den vereinten Bemühungen l3 großherzoglichen Offizierkorps war es in überraschend kurzer Frist gelun c.en, den seraphischen Lizentiaten aus dem Felde zu schlagen, so daß der holdseligen Pomona bald nichts wurmstichiges mehr anzumerken war. Jungen Edelfräulem, die ganz in ländlich? Abgeschiedenheit groß gewor.den, und auf den kleinen Gesellschaftskrieg der Geschlechter noch nicht eingedrillt sind, pflegt der flotte Lieutenant, besonders wenn er m geschlossener Ko- . lonne auftritt, ein vorzüglicher LehrTneister zu sein vorausgesetzt, daß betreffendes Gänschen nicht als Gans geboren und auf eine fette Leb,'? hin von unverständigen Eltern geistig ver nudelt wurde! Mädchen von Vickis kräftigem Schlage aber, welchen daS Glück zuthsil geworden, zwar in strenger. christlicher Zucht, aber ohne troddlige Sentimentalitäten und verrohrten Gouvernantenkrimskrams auflo-ach-sen zu dürfen, als seelische Prienittur und aesellschaftliche Schwmmaerei durchaus zuträglich. Junge Offiziere sind, wenn schon nichts andres, so doch für's erste einmal Leute von guter Er ziehuna; was die aristokratische Gesellschaft gute Sitte heißt, ist ihnen durch frühe Gewohnheit natürlich ge worden; zum andern läßt ihr harmlo es Geplauder zwar ungern trefe, ent sHedeg köer kein: trübselige Gedan-
ten aufkommen; drittens, und das ist das beste, gilt es unter ihnen selbst für lächerlich und unsoldatisch, jungen Mädchen gegenüber den Romanhelden des Backfischsthles zu spielen: den Ho-hen-Hehren, den Unverstandenen, den faselhaft Siristreichen, den tief Schwerwüthigen, den übermenschlich Edeln, den dämonisch Vulkanischen, ben gletscherhaft Keuschen und wie sie alle heißen mögen. Dazu besitzt der Licurenant fast immer auch ein. scharfes Auge für alles Unnatürliche an den Damen und weiß alberne Heuchelei durch ge bührende Neckerei oder gar härter zu bestrafen. Nur dumme Mädchen, wie gesagt, gerathen leicht in die Gefahr zu verlieutenanten", klugen und natürlichen jedoch werden so ein oder einige Ballwinter in einer feschen Garnison durchaus zuträglich sein. Und wenn daS Herzchen , an einer Lieutenantsangel hangen bleibt was thut's? Offizie re haben den Nuf, die besten Ehemänner zu stellen! Ob es wahr ist. das konnte
vielleicht eine amtliche Umfrage bei den Lieutenantsgattinnen feststellen. Thatfache rst, daß Offiziere mit Geigen und Weinen die Eigenschaft haben, daß sie je älter dsto besser werden. So sammelte denn auch .das Pfungksche Komteßchen auf dem Manöverfelde des Hofparketts reiche Erfahrungen, lernte besonders des Feindes Schwächen erkennen und zu Zwecken der Vertheldigung wie des Angriffs taktisch ausnützen. Das Gefühl der Hilflosigkeit im Verkehr mit Mannern verlor sich sehr bald, sie lernte sich als junge. Dame fühlen und gab sich doch mit voller kindlicher Unbefangenheit dem Genusse des Augenblicks hin. Ihrer frischen Jugend, ihrer robusten Anmuth huldigte alles. von der Frau Großherzogin bis zu der Friseuse herab, welche sie m BeHand lung hatte, von der ältesten Exzellenz bis zum jüngsten Pagen. Aber sie wurde darüber nicht eitel und gefallsüchtig, wenn es sie auch mit übermüthiger ?reude erfüllte. Daß die allgemeine Anbetung sie gegen die des einzelnen gleichgiltiger machte, war be! ihrer FeuergesahrllchZeit gewiß kein Unglück. Die gute Mama, die mit schweren Seufzern alle die Balle. Thees, Routs, Konzerte u.s.w. über sich ergehen ließ, versäumte zwar nicht, hie und da Gelegenheit zu nehmen, ihr Töchterchen in seinem glücklichen Rausche zu mahnen an das Eine, waS da noth thut"; aber sie hütete sich auch wohl, allzuviel Wasser in ihren Freudenwsin zu schütten. Ja, ja Jugend muß sich austoben pflegte sie zu sagen. Es ist ja auch eine wahre Freude, wie sich das gute Kind die Finken und die Würmer aus dem Kopfe schlägt! Jammerschade nur, daß es sich nicht schickt, solch Ding allern tn der Residenz zu lassen! Alle Abende sich in das französische Korsett schnüren lassen, und em- bis zweimal d?e Woche gar ausgeschnitten ! Nein, nein, das ist doch 'n bischen zu viel für eine solide Frau in meinen Jahren. Ich wünscht', ich säß' erst wieder in Räsendorf und könnt' mit min' Fründ Jehan Sörbier Pladdütsch snaken! Den Grafen griffen die Strapazen der Faschingskampagne sogar noch mehr an. als seine würdige Gemahlin. Unter ihrem wachsamen Auge war es ihm unmöglich, seine immer noch slugkräftigen Schmetterlingsflügel zu ent falten, und das ewige Whistspiel mit den Großwürdenträgern des Reichs wünschte er zu allen Teufeln. Vickis glänzende Erfolge aber stimmten ihn geradezu ernst und wehmüthig. Der Gedanke, daß nun täglich die Stunde zu erwarten war, in der er seine Lerche ei.nem fremden Vogelsteller überlassen mußte, brachte rhm erst recht zum Bewußtsein, wie sehr das Kind ihm an's Herz gewachsen war. Mit Grausen malte er sich die Zukunft auf Räfendorf aus, ohne seine Vicki. Nie hatte tz es so schmerzlich empfunden wie retzt, daß kein Sohn da war. der die Verwaltung des Gutes ihm abnahmen könnte besonders jetzt, seit die arme Marie durch rhr Unglück gehindert wcrr mit derselben männlichen Energie wie vordem sich der Wirthschaft anzunehmen seit an dre Stell: des so klugen, uberlegenen und doch weltmännisch verbindlichen, unterhaltsamen Norwig der geistvolle Luoolf Reusche mit seinem gewichsten Schnurrbart und . seinen Froschaugen getreten war und seit die hübschen Stützen durch die entzü ckende Sophie für ewige Zeiten auf Rä sendorf unmöglich gemacht worden waren! Jede Nacht, wenn Graf Pfungk zu seinen Balldamen in die Kutsche stieg, war ferne erste Frage an Vicki: Hast Du Dich wirklich auch nicht verliebt heute?" Und wenn sie dann lachend erwiderte: Nein, wirklich nicht aber ich finde sie alle reizend l" dann drückte er ihr so zärtlich und dankbar die Hand, als hätte sie ihm ein persönliches Opfer gebracht Eines schönen Tages aber Vicki war gerade mit einer FreundinSchlittschuhlaufen gegangen ließ sich Herr von der Maltitz aus Senthin bei den Pfungkschen Herrschaften melden und erklärte, es sei ihm daheim, so einsam geworden, 'daß er eine Woche in der Resldenz zubrmgen möchte. Trotzdem der Graf es ihm noch nicht vergessen hatte, daß er an iin so viel schönes Geld für Sumpf und Sand los geworden war, wurde er doch recht gut aufgenommen. Er dehnte seinen Besuch auffallen) lange aus und bemühte sich mit etwas nervösem Eifer, ein Gespräch über allerlei Gleichgültigkeiten im Fluß zu halten. Mindestens eine Wbe Stunde hatte er schon so dagesessen, als vre Gräfin durch einen Danrenbesuch abgerufen wurde. Und kaum hatte sie den Herren den Rücken gewendet, als Wolf Dietrich von der Maltitz ohne wertere Einleitung dem Grafen die Eröffnung machte, daß er Komteß Viktorias ad zückendes Bild nicht aus seinen Gedan ken zu verbannen imstande und 'daß die Vorstellung ihm geradezu unerträglich sei. wie sie hier tm Wirbel des Tanzes von einem Lieutenantsbusen an den andern sinke. Mit einem Wort, er. sei
sich während ihrer Abwesenheit darüber klar geworden, daß der Eindruck, den Vicki gleich damals be! der ersten Vorstellung als Wassernixe auf sein Herz gemacht, sich inzwischen zu einer ernsten Leidenschaft ausgewachsen habe er bitte um die Erlaubniß, um Konteß Viktorias Gegenliebe werben zu dürfen. Was sollte der gute Graf hierauf erwidern? Seine Gemahlin, die gewiß auf der Stelle eine entscheidende Antwort gegeben hätte, war nicht zu: Hcrttd es wurde ihm überhaupt schon schwer, einen Bittenden abschlägig zu bescheiden zudem hatte er ja Gelegenheit gehabt, an diesem Manne allerlei vertrauenerweckende CharakterEigenschaften zu entdecken et konnte ihm also doch wirklich nicht crut etwas andres sagen, als daß sein Töchterchen eigentlich wohl noch zu jung zum Heirathen sei. -daß er aber ihren Gefühlen niemals Zwang anthun werde und also das weitere ganz rhm überlassen müsse. ' Mit dieser Antwort zog denn auch der Senthiner ganz zufrieden ab, der Gras aber befreundete sich mit dein Gedanken, ihn zum Schwiegersohne zu bekommen, um so leichter, als ihm dann ja wenigstens die liebe Vicki so nahe blieb, daß er sie tagtäglich erreichen konnte. Am selben Abend war Hofball. Am Fuße der Treppe hatte sich Herr Wolf Dietrich aufgestellt, um die Pfungks abzufassen. Eine gute halbe Stunde mußte er dort ausharrenehe er endlich des ersehnten Komteßchens ansichtig wurde, wie es in Pelzkragen und Shawltücher verpackt, die Füße m schrecklichen Frlzüberschuhen und den raschelnden Drachenschweis - von Tüll und gestickten Unterrocks kanten mit der Linken so gut emporrasfend, daß man auch ein hübsches Stück der prall si tzenden schwarzen Seidenstrümpse be-
wundern konnte, über den Vorplatz huschte. Da machte der Senthiner eine kurze, stumme Verbeugung vor den Eltern und wandte sich dann rasch an die Komteß Tochter: Guten Abend, Komteß kann ich wohl den Kotillon mit Ihnen tanzen?" Und er schritt an ihrer Seite die Treppe hinauf. Ah sind Sie es wirklich Herr von der Maltitz?- rief Vicki überrascht und musterte khn mit einem lustigen. wohlgefälligen Blick. Und in Uniform! Das ist ja reizend, daß Sie sich auch einmal hier sehen lassen. Aber denKottlllon haha, wo denken Sie hin! ten habe ich schon vor acht Tagen vergeben! Wissen Sie was den Souperwalzer habe ich noch frei den reservire ich immer für besonders wurdige Herren." Vielen Dank für die Ehre soupiren wir also zusammen." Im ersten Vorzimmer ward Vicki sofort von einem dichten Schwärm von Verehrern umdrängt, so daß Maltitz nichts Besseres thun konnte, als sich für's erste zurückzuziehen. Der Anstand gebot, daß er sich im Laufe des Abends auch ein wenig am Throne der Frau. Mama sehen ließ, um ihr seine Pflicht schuldigen Huldigungen darzubringen. Er ergriff die nächste sich darbietende Gelegenheit hierzu. Nun sagen Sie bloß," schnitt die Gräfin ihm die ersten höflichen Redensarten ab, nachdem sie ihn eingeladen, neben ihr Platz zu nehmen. Sie haben es sich wirklich in den Kopf gesetzt, meine Vicki zu heirathen? Das Nestküken, das eben erst flügge geworden ist!" Aber wie flügge! Sehen Sie nur, gnädigste Gräfin, wie es flogen kann!" Jawohl, von einem Arm in den andern und immer rundum wie em Brummkreisel; aber. denken Sie bloß, lieber Maltitz. all diese Lieutenants liebt sie Sie müßten eine ganze Brigade durch Ihre fabelhafte LiebensWürdigkeit niedermcheln, ehe Sie an das Herzchen herankommen!" Wolf Dietrich nahm ihren Ton auf und versetzte: Und wenn ich bis an die Kniee im Blute meiner Nebenbuhler waten müßte ich wage den Versuch, mich durchzuschlagen! Es ist zwar eine große Vermessenheit, den Kampf gegen so viele jüngere, glänzendere und besser situirte Kameraden ausnehmen zu wollen, aber " Nun, was den letzten Punkt betrifft," unterbrach ihn die Gräfin, ihm gutmüthig den Arm mit dem Fächer klopfend, so viel, daß Sie wieder ganz munter obenauf zu schwimmen kämen, gäben wir unserm K'mde schon mit. Aber nun lassen Sie mich aus dem Spiel: wenn d:e Grundlage gut ist. dann haben sich die Alten in Herzensangelegenhelten der Jungen nicht zu mischen." Der stattliche Dragoner küßte der Gräfin dankbar die Hand und machte sich dann auf. um Vicki zu einer Extlator aufzufordern. Sie willigte ein, obwohl sie eben erst, schier athemlss, von der letzten Runde Halt gemacht hatte. Maltitz war ein vorzüglicher Tänzer und die große, üppige Komteß ein wenig zu. schwer, um für eine Sylphe erster Klasse gelten zu können. Aber ir. seinem starken Arm kam sie sich sel5er federleicht vor und hätte am liebsten ihren Tänzer, einen spinnenbeinigen Grenadier, im Stiche gelassen, um Sie je Wonne ganz auszukosten. Mit glänzenden Augen und hochklopscndem Herz:n lieferte er sie ihrem Ritter wieder W wS. . . Hören Sie. Herr von der Malttß. ich srh: Sie schon -den ganzen Abend !ha!:::l2Z an den Thüren herumstehen das zht nicht. Sie dürfen uns Ihre liX?rh3oll: Kraft nicht entziehen. Seben Sie. d-a hinten sitzen noch eine ga.ize Masse überzähliger Damen wollen Sie sich wohl gleich nützlich machen!" Wenn Sie besehlen. Komteß." ' . Ja, ich befehle." Und sie hieß ihren Tänzer als Ad futanten mit ihm gehen, um ihm xnx ininderschönen, aber um so dankbareren Mcmerblütben vorzustellen. Als die Souperpüuse gekommen war. stellte sich Wolf Dtrich wieder bei Vicki
rt. Sie legte zutraulich ihren Arm in den seinen und schwatzte so eifrig auf it)n ein. daß er kaum zu Worte kommen konnte. Absichtlich schloß er sich dem langen Auge nach dem Speisesaal so zögernd an. daß sie bereits alle die kleinen Tische zu vier bis sechs Personen besetzt fcrreden, welche für die nicht zur herrschaftlichen oder zur Marschallstafel Befohlenen gedeckt waren. Ein einziges Tischchen für zwei Paare stand noch verwaist, und dort nahmen die Beiden allein Platz. Auf diefe Wahrscheinlichkeit hatte der Senthiner gerechnet, denn er hatte die feste Absicht, wenn irgend möglich, gleich heute Abend zu reden. Zunächst freilich eröffnete Vicki das Gespräch: Nun, wie sieht es denn jetzt bei uns zu Haufe aus? Papa hat Sie ja sozusagen zum geheimen Oberion trolleur von Räsendors ernannt.Ich bin auch oft drüben gewesen. um nach dem Rechten zu sehen, sehr oft, Komteß ach!Warum seufzen Sie 'denn so ko inisch?" Weil es dort gar zu gräßlich aus-sah!-Gräßlich?" Ja, so einsam, so öde, so kalt und todt wie überall, wo Sie nicht sind, Sie Reizende. Sie Einzige, Sie Unvergleichliche!" Vicki begann plötzlich sehr hastig von dem Ragout zu essen nnd machte den schwachen Versuch, ihren gar zu überschwenglichen Nachbar auszulachen. Der aber fuhr unbeirrt fort: Ich kann mir nicht helfen und wenn Herr Ludolf Reusche inzwischen ganz Näsendorf und Senthin dazu einpackte und 'damit durchginge! ich mußte hierher und Sie wiedersehen, Konrteß." Aber nein, wie können Sie so reden! Das ist wirklich nicht hübsch von Ihnen, sich so über mich lustig zu machen." Lustig ich mich Lber Sie lustig machen? O Komteß bitte, schauen Sie mich einmal an sehe ich so aus, als ob ich mich über Sie lustig machen wollte?" Statt ihn anzuschauen, verbarg das Komteßch:n vielmehr ihr erglühendes Gesicht hinter ihrem Fächer und wehte sich eifrig Luft zu. Wollen Sie nicht? Ahnen Sie, was jetzt kommen muß? Wissen Sie, daß es mich ganz toll macht, so zusehen zu müssen, wie alles Sie umschwärmt? Daß mir zu Hause allnächtlich die Liebeserklärungen in den Ohren, summten, die Ihnen hier gemacht wurden, und mich nicht einschlafen ließen?" Wieder lachte Vicki verlegen. Aber' mir hat doch kein einziger eine Liebeserklärung gemacht." Wirklich nicht? Dann käme ich armer Landjunker doch noch nicht zu spät, wenn ich Ihnen nun....." Ein Lakai präsentirte den zweiten Gang Rehrücken. Komteß Vicki. spießte in der Verwirrung drei große Stücke auf, die schwer auf ihren Teller aufklatschten. O weh!" sagte sie erschrocken: Was mache ich denn da? Nehmen Sie das,' Herr von der Maltitz denken Sie, ich hätte es für Sie genommen." Sie wechselten die Teller und Vicki wählte nun bedächtig ein ganz dünnes Scherbchen für sich aus. Soll das vielleicht ein Wink sein, Komteß," fuhr der Dragoner fort, sobald der Diener sich entfernt hatte, daß' ich meinen Mund zu etwas Besserem gebrauchen soll?" Nein, gewiß nicht, ich.... ich , weiß nicht, wo ich hingucken soll.... die Leute sehen uns gewiß alle an!" Nun. dann lassen Sie mich Ihnen im Angesichte 'der ganzen Menschheit sagen, daß ich Sie liebe, Komteß, von dem Augenblicke an, als ich Sie zum erstenmal sah! Sie kamen aus denr Wasser, wissen Sie noch? Aber mir legten Sie Feuer an's Herz! Ich liebe Sie über alles in der Welt, Vicki. ich kann nicht ohne Sie leben!" Sehen Sie doch, sehen Sie doch auf " mahnte Vicki mit bebender Stimme. Der Herzog Paul möchte Ihnen zutrinken."
Wolf Dietrich erhob sein Sektglas, verbeugte sich 'dankend gegen den Herzog, der ihm liebenswürdig zulächelte, und trank dann auf einen Zug aus. leerte mein Glas auf das Glück in der Liebe," wandte er sich slüsternd an die Komteß. Werde ich es finden? Darf ich hoffen?" Zögernd, ängstlich erwiderte Vickl: Ach Gott.... ich weiß wirklich nicht.... was man in solchem Falle sagt.. Mama wird mich auslachen.... ich bin noch so jung und viel zu dumm zum zum Heirathen. sagte Mama." Sie möchten also noch nicht heirathcn?" Ach doch furchtbar gern; aber Mama " Oh mit Mama habe ich schon gesprachen. Die erlaubt es!" Mama erlaubt's?! Nein, ghen Sie aber energisch vor!" rief Vicki. indem sie zum erstenmal und zwar bewundernd, zu ihm aufblickte. Nicht wahr, .Komteß? Schneidige. Kavallericattacke! Schlage Sie ein? Sagen Sie ja?" Ach Gott ich bin ganz wirr!' Wenn ich nun ja sage, dann ten wären wir ja verlobt!" Allerdings, das wäre dann freilich die nächste üble Folge." Seien Sie mir nicht böse. Herr von der Maltitz ich schwatze so dummes Zeug, aber mir ist o wirr im Kopf ich kann mich noch nicht fassen. Lassen Sie mich erst zur Besinnung kommen. Morgen früh um. elf Sie taufen doch Schlittschuh? da bin ich aus dem großen See. Wir könnten ja vielleicht nach Kaninchznwevder oder ZipMdors laufen. , . : Bis an den Nordpal, wenn Sie ti wünschen. Komteß! Uebriaens haben I Sie recht: es ist eine garstige Idee, sich , berm, Essen zu verloben!" . . Kalt ud klar war der, andre Tag,
heraufgezogen,, kein böses Thauwetter machte das Eis und 'die schöne Hoffnung des verliebten Sentyiners zu
Wasser. Und Vicki tzm ihm frisch und roth, mit leuchtenden Blauaugen entgegen und rief: Wissen Sie schon das Allerneueste, Herr von der Maltitz? Heute früh kam ein Brief aus Berlin 0sT i a r l i. uvi jyiunt jic yai II? inil Jjzzxn von Norwig verlobt. Papcr und Ma ma waren ganz starr. Abn natürlich müssen sie es zugeben, denn gegen Marie richten sie dock nichts ans. wenn die sich etwas in den Kopf gesetzt' hat. Glauben Sie nicht auch, daß die beiden sehr gut zu einander passen?" viewlk ick weiß es fonafi. dcm sie sich liebten," versetzte Wolf Dietrich lächelnd. Und was wird jetzt aus uns, Komteß?" , Lange zögerte Mcki mit der Antwort Sie hatt: ihre Hand in die seine gelegt und in sausendem, köstlichem Flirac glitten sie über die glatte Bahn, über das grüne, krystallklare Eis dahin. Endlich, als sie den großen Schwärm der Schlittschuhläufer weit hinter sich gelassen, begann Vicki: Ich muß eine nbescheidene Frage khun, Herr von Uz Maltitz. mt Mwlssensfrage: haben Sie wirklich Keine vor mir geliebt?" Ich schwöre Ihnen, daß ich bis fetzt, wo mch die wahnsinnigste Sehnsucht und Angst, daß ein andrer Sie mir rauben könnte, hierher trieb, noch ncht gewußt habe, was Lrebe st!" rief Maltitz feurig und ohne sich ehta Moment zu besinnen. Dann ach mein Gott!" schluchzte Vicki urplötzlich auf, indenr sie seine Hand losließ und den kleinen Pelzmuff gegen ihre Auqen drückte. Dann bin ich Ihrer gar nicht werth? denn ich habe schon zweimal oder eigentlich dreimal geliebt." Wirklich. Vicki?" flüsterte Wolf Dietrich lächelnd und legte seinen Arm um .ihre Taille. Aber darf man fragen. wie? Oh. das erste Mal aber das dauerte nur acht Taae und war nicht sehr Herr von Norwig gefiel mir nämlich so gut." Der kommt nicht mehr rn Betracht. Seinen Schwager darf man, auch ein wenig lieben. Und vaL' zweite Mal?" Das zweite Mal ach. das war sehr schlimm, da da habe ich mich sogar küssen leistn und...." Wieder geküßt?" Ja auch wieder qetußt!' Nicht wahr, Sie habe.i gewiß rwch nh ein fremdes Mädchen gekükt?". O, das mochte ich nicht: eben beschwören; ein Heiliger bin ich auch nicht gerade gewesen. Küssen ist ja noch uicht immer lieben!" Sie haben geküßt wirklich? Kann ich mich darauf verlassen?- Wie oft wohl schon?" Vezählt habe ich es nichts Jedenfalls aber öfter als Sie. meine süße,, offenherzige, kleine Komteß!" O, dann., dann.... Aber- wissen Sie. Herr Fink war w'.rklich zu. nett und ich hätte ihn gern geirathet;. wenn sein: Philosophie es ym er'aubt hatte." Wolf Dietrich lachte hell amSne Philosophie erlaubt: ,ö ihm nit? Das smde ich ausgezerchm,! Herr Fmk ei. ei! Eine Künst.'erliebe. die macht jedes junge Mädchew. einmal durch. Darum grämen Sie sich nicht! Sie sind mir jetzt aber och den dritten Vorgänger schuldig." . Ach, der hieß Wurm das Schaf vor dm rtt ich gar nicht!" Und Viäi, vergessend', daß sie die: Holländer an den Fußen hatte, wollte, ärgerlich aufstampfen, mischte dabei aus und" setzte sich mit wuchtiger Plötzlichkeit auf's Eis. Das war so überraschend: gekommen-. daß alle beide. Wolf und' Vicki,' nicht Ukchin konnten in ein lautes, herzliches Gelächter auszubrechen. das lustig übe? den weiten glitzernden S hinschallte. Er faßte sich zierst, hob sie lachend aus, nahm sie m die Arme und küßte' sie wohl ein 'dukendmal rasch hintereinander auf die vollen Lippen, ehe sich sich losmachen und, immer noch lachend, die Tbauspuren seines gefrorenen Schnurrbart-Z aus ihrem glühenden. Gesicht reiben konnte. Nun waren sie also verlobt! um sie fragten nicht darnach, ob diese wunderliche Lrebesszene unter allerfreiestem Himmel Zeugen gehabt haben mochte., sie kehrten vielmehr spornstreichs um ihr Glücl der ganzen- Welt zu verkümden. Mit Mariens überraschender Verld bungi'aber hatte es si,lgende Bewanvt--niß gdjabt. Es hatte sich in r That ant: cvt ratwn. als nothwendig herausgestellt: und. sie hatte sich derselben ohne Zö ctm unterworfen.. Sie war vVLständiz l c' gegmai und nun tag o:e iümotun tzu Krankenhause unÄ ließ sich von tor Mtreffllchen Tante Auguste und öcrl Schwestern gesunzd pflegen.. Acht Tage . W , tog pe, fast ohne naz zu ruyren insa dabei hatte 'sie Muße, Tder die Zukunft nachzudenken. Ernt stille HstterIttL eine himmlische Rule. war LSer sie gekommen, s daß Tanck Auugsie die tolle Komtch von erntf gar nicht wieder erkannte. Der berühmte Professor, der sie opeiirt. hatte ihr offen gesagt, rag sie aller Voraus,zlcht nach dollkommen gquad werden, wuroe.. aoer vre Hoffnunz aufgeben, müsse, knalsMutterfreudcn zu genAßen. Und diese, EröffnuwA. statt sie niederzudrücken, 'richtete su dielmchr aus ihrer Verzagtheil auf. Jetzt konnte sie sogar den Kuß ver... ze!hen. der ihvl erst jüngst so grausam die Augen qe'ösfnet hatte über das trri Verhairgniß iZres reizlosen Vefcchfrs. Sie konnte dies Gesicht nun nicht an ihre Kinder vererben, "die es dann dem alternden Vater beständig wie einen Spiegel vorhielten von dem er in mühsam verhaltenem Groll seine schönheitsdurstigen Augen abwenden wußte. Sie fühlte sich jetzt ganz frei und völlig der Ausgabe gewachsen, Nor-
tvig eine' neue Geföhrtw für vas Lxbea und seinem Sohne eine wirkliche Mut-" ter zu werden. Und er war auch frei und 'durfte von seiner Freiheit den Gebrauch machen, den fnn Herz ihm vorschrieb. Aber nun wcrc er ja auch für sie verschollen, denn niemandem hatte er gesagt, wohin er fth wenden wollte. An 'dem Tcrge,crn 'dem sie zu erstenmal ihr Bett verlassen durfte, brachte ihr die Schuster die sie bedient, einen prachtvollen Blumenstrauß. Von totmV" frug sie froh bewegt:. Der Herr hat. szeire Karte in die Blumen gesteckt. Er fragt, ob er JtM. vielleicht" in den. nächsten Tagen seiner Aufwartung machen, dürfe. Er hat
ven wunderhübschen 5waben bei sich.? r . i.c. ci'ii.. vw p juvz nomieiz yaire einen ziicr ausdie versteckte Karte. grw?rsen und rief leicht erröthend: Bitten lassen Sie den Herrn sogleich emtreten' Wenige Minuten später erschien Heinz Rolf . von Norwig- auf der Schwelle und führte adsrHaÄ) seinen elfjährigen Bill herein,.em wirtlich ungewöhnlich hübsches Kind miö dunklem Krauskopf, frischen, gefunden Farben und großen, lustigen blauen. Augen. Er verbeugte sich stumm an. der Thür und dann flüsterte er dem Knaben, in's Ohr: uGo up to this ladyr Billy and tiis her band she- Uus been very, very kind to youc- poor papar Und mit strammem, stolzem Schritt ging der kleine Amerikaner, auf.' die Komteß zu und streckte ihr. seine. HrS entgegen. Sie aber kniete. rasch nieder zog.ihn an sich und sagte, indem sie'ihn: mit. überströmender Zärtlichkeit: in's Auge, sah: Willst Du mir. 'nichtc lieber den Mund küssen, Bill?" Der Kleine küßte sie herzhaft.' auf die bebenden Lippen und: sie. preßte seine, schmächtige, zierliche Gestalt: fest, an sich, nnd bracb in lautes Schluchzen, aus. . Kcunteß, theuerste Komteß waö! bewegt. Sie so?" rief Norwig...Sie?sehen, ich löse mein Wort ein, soweit :ich, es vermag Bill gehört Ihnen.? . Master Bill machte sich ungeduldiä aus der Umarmung los und riefsnut: possirlichem Stirnrunzeln: "Row now! 5 dont like to see great big,' people-a crying. Pa says, youiwas. rather- a jolly wornan and would let nie' have a pony to ride oni" ' Durch Thränen lächelnd trat . die Komteß auf Norwig zu, reichte: ihm beide Hände hin und sagte: Seien Sie mir herzlich willkommen Beide! Ihr Bill hat, mit seinen unschuldigen '.Lip pen das. Mal verlöscht, das sein, böser Papa...?' Sie erröthete tief und ließ den J Satz unvollendet. Wie haben Sle.nücn, hier entdeckt?" Jch wandte mich an meinen Freund Herrn von der Maltitz er hat mir Ihre Adresse mitgetheilt. Und als ich in der Zeitung las, daß sie gestorben ist, da. konnte ich nicht widerstehen: ich mußte es wagen, zu Ihnen zu dringen um Ihre Verzeihung zu erflehen !" Sie hielten einander so lange umschlungen, bis der kleine Bill sie sehr energisch auf 'die Langweiligkeit ihreö Betragens aufmerksam machte. ' Ja, wir drei wären nun wohl anite einander im Reinen sagte Heinz !Mn nn Verlause ves Gesprächs. Aberrwte werden es die Eltern aufnehmen? Wie werdttk sie Dich empfangen, wenn Du ihnen den Mann, den sie mit Schimpf und Schanden aus 'dem Hause geiagk als Deinen Verlobten wieder bringen J willsN" Schimpf und Schande werden wohk auf mit sitzen bleiben müssen," versetzte Manien indem sie ihr Haupt an seinem Schulter lehnte. Sie sind ja die TMheiteNt von mir gewohnt.urw haben mit: schon- mancherlei zu verzeihen gehabt,, tvas; man für gewöhnlich slioclrinz:: findet. Sie haben mich ja immer damit: geneckt, daß ich mich wie ein Mannst bilid betrüge nun, ,da bin ich ja ggr nichr emmal aus foen vioüt aelallen. als ich damals den ersten Schritt i ttjüt" Sie legte rhrecArme um seen Hals und flüsterte ihm erglühend jm's. Qhr.2 Nicht wahr, mein Rolf, Du ver? sffrrchft es mir, daß zwischen uns -.nie dan 'dieser Geschichte :die Rede seinsöll?.' Ich wußte ja damaU nicht, was ichj that wirklich,. ich wußte es nicht! Aber seit mich die: Liebe zum Weibe gernacht hat, empfinde ich es erst .daß.' " v rr ' ! cv I es roicye rnge gtcj; rn eine rau nie--mals ungestraft tht! Nun Du hast. Wich dafür gestraft, und, ich habe nichts: $n vergeben; aber.ectzt. nicht wahr, jetzt: erinnerst Du mM nie mehr daran?" Er strich ihrczMich über ö'asHaar jütön gutes Her?, ich verspreche Dir;, was Du willst'!' wir konven ja sl gar Potrimposund ObotritÄbschaffen, damit uns dieZeugen Den tausendmal gesegneten. Tollheit auden Aier. kommen. Merr Du tonnst mir nicht. verwehren, an. jene Stund ig kerni bar zurückzudenken. Hättest Du nicht das erlösende. Wort geochen wie hätte ich armseliger, schuldbeladener Mensch ZemalZ wagen, dürfen, um Der ne Hand: zu Verben um di starke, liebreiche: Hasd, die witso unverzazr aus dm Sumpfe mtiner- Vrrganasn h 't hcrauäaeholfen fctf In überftro-n.-rdem Gefühle InvM er vjov. ihr nie der und bedeckte ihre Hand mit Küssen. Und) sie drückte kosnrd seinen dimkta Kopf zwischen ihr HaMächvr und erwiderte glücklich lächelnd: Und was ZaKe: ich Dir zu danken, mtto Freund? Du hast glücklichtrweise: gar föne Ah NUN.J, was für ein unwissendes talent und gedankenllses Frauenzimmer ich im Grunde di! Seit ich Drch kennen lernte, sind inir erst die Äuaen aufge aanaen über mick seidss und über noch so manches andre. Wichtigere in de? tm I f& f . . iiseii. Vaoel aui nur ein: inciot Mama totrd nicht eben sehr erbaut r von sein, daß Du mich denken lehrtzst! Sie HAt .Dich. seit Du Dich 'mal so offen zum Darwinismus bekannt hast. für einen ganz schlimmen Atheisten, weißt Du!". . 1 (Fortsetzung und Schlich fojcjt,
pr die Küche. Bereitung von Jus. Der Voden einer Kasserolle wird sit sein geschnittenem Rindertalg, Speck ode? auch mit Bouillonsktt bedeckt und Zwiebel Mohrrüben- und Schinkenscheihen darauf gelegi, die man nun wied mit' einer Lage tv in Stücke ge schniäenein. Rind- und Kalbfleisch bedeckt. Marr gießt nun re Kelle voll BouiüÄl'oderWasser darWer und läßt das GcAze langsam einkochm, bis sich auf demiBoderk der KasseroLd ein dunkelbraun?rr Satz gebildet hak. Dann zießt ma' das Fett rein b, füllt, nachdem rläkr noch etwas rohes Rind-, Kalb- odesr Wildfleisch dazu gethan tzat. die Kasserolle voll Wassez oder Nachbouillo?,' (attfi ein Psund Fleisch rer P!ni5),. schaun aus und läßt sie- mit den?? nöthigen Wurzekwerk einige StundeV''kochar,. öis das gleisch ZÄr'lft. Die sS'gewvmrese Jus wird durch eine Serviette- grMen und zu braunen SuprN mar Saucen verwandt. Man kttoir jede Fleischabgangi sowie auch KnochM'dzcHl verwen--den, erhält dann aber' nur? eüne schwächere Jus.. Englisches : Miftpespeer mit Salat Wttfr KwapotU Das Rippenstück vom-ScAvein welchesman in 'vielen Gegeirdn'Nltt:deIl Ausdruck Rpespeer bezeichne. wirv meist gefüllt und krustirt.. Initkt die Rippen hin und wie'ttr:er'li7. damit sie sich leichter zertheilen' lassen?, hackt die starken Ruckgratknoch' abtreibt das. Fleisch mit Salz ein.fülltldte: untere Seite mit fauber giroafchrnen' Jackpflaumen und gerieberZlNU'Rdggenrot. sowie mit Aepfeln, umwickelt alleS mit starkem Faden, damit ds FulluVg'.mcht herausfällt, oder zieht tte':Rippen:her
aus und näht das Fleisch' ZiamMen leat es in eine Bratpfawre-,?areßt'Wzs-ser auf, fügt Salz unfeine 'Zwiebel bei und bratet es im Heißzn-Oseruntrr fleißigem Begießen schön. braanr. Rostiz-Salat. Mn:rochl'"ai ! Salzwasser einen Teller:ü'!Spargiri spitzen, ebenso viel Blumenkohlroschcn, .'rn schräge Viertel oeschnMene grün? ! Bohnen, junge Erbsen,würflig.'yeschnid,trne Karotten und etwa-2 Selltrre ' weich, schüttet Alles, wenn Äveiäxist, !znm Abtropfen auf ein Eitb 'und'nia--!rinirt Alles einige Stunden -mit-(5ssi5 iirnd wenig Oel. Dann häuft Ännr. in ?ver Mitte der Schüssel. 12 drs IS'.unt: Oel. Essig und wenige Salz vermiMe Kopfsalatherzchen aw,' richtet die' ge- . lnischten Gemüse ringsheruman, garniri sie mit Vierteln hartgekochter Eier jund gießt zuletzt ewe us 2 harten 'Ewlb, Pfeffer. Sälz,'6 "Löffeln Sa!l!rtöl und 2 Löffeln Eitronrnfäft g.erührte dickliche Sauce darüber. , Epigramme von. Hü hfre xrn !Man macht nicht aus gewachsen Hüh '.ne? in Bouillon und Würzelwer! gar, 'schneidet, wenn sie erkaltet sind.;, die 'Keulen und das Brustfleisch irt- zwer 'Stücken ab und putzt -alles saubere .Sind die Keulen kalt,, so taucht man sic '.nachdem man die Haut-abgezaen, irr Itiizt dicke, aus der Keulenbrühe mib Meißmehl, einem Glase Wew und; 3 !kiZ 4 Eigelben bereitete iSaucepanirr: ; für nach dem Erkalten erst inemmel '.dann in Ei und Semmel -und bäckk sie 'berm Anrichten in heißem Backfett zu: : schöner Farbe. Die Bruststücke'' M nnrn in einen flachen Deckel kLergretzt: !sse mit Bouillon und bedeckr sie' mit j einem Papier. Man schneidet ferner'aus recht rothe: Pökelzunge-ebenfö-viek 'Stucke, als man Bruststücke'chät undZaröt ihnen auch dieselbe Fornn Von ! der Hühnerbrühe bereitet ' man- ehre i nicht zu dicke Sauce und set-'sie? im ! Wasserbade heiß. Zunr Gärnnen der wendet man entweder ein Rögeut oder- ! in Citronensaft und Butter ?empafsirte i Champignons oder -in Scheiben- ge ischnittene Trüffeln.. Beim-Anrichlew ! nimmt man die vorher bereiteten K'eu ' fat und macht die Brust- und' Zungen stücke in der Bouillön heiß'- Nun-legt i Man die Keulen auf-'den -Boden-einer--mit einem Rande-' versehe'nen rundere i Schüssel, richtet die' Hühnerbrüste - unv !Zunaenstücke abwechselnd ick- Kranz ' darüber an und füllt das'"Rägout' die i Champignons oder Trüffeln ist- die l Mitte. I Kalbszun-gen & Tnrtare. ? Die von der Häut befreiten Kalbszun gen werden der Lange nach" in-Halftere crefchnitten. mit' Salz und - Pfiffe r be streut, mit Ei-und geriebener-Senrmek panlrt, in Butter gebrcäen -or -in Backbutter zu fchoner. lpldgelber Farbe ausgebacken, zierlich, angerichtet; mit gebackener Petersilie garnirf unv mit einer Saucs tartarezu - Tisch' gegeben. Die Sauce. tartare besteht aus nner Vermischung von etwas' Majonnaisen Sauce nn? grobkörnig- gehäckknr Pfeffergurkerz ehackten NÄperzr-, fernem Mostrich.' und ferngehckter- Petersilie. Um die auce recht pZänt zu machen, mischt man auch' ein wenz-. CayennePfeffehinzu. GfUllt k.r-K cf'a k a t. Man befreit recht fesiew Kopfsalat von den Äißeren Vl'ättern; wascht ihn rein und ölanchirihn Ä-Wass mit Salz. Hierauf tronet man ihn auf einem TuHe, legt-in-dre-Mitte eines jedenSaÄtkopfk etwa. von einer vorher berriteten Kalbfleisch farre, hüllt dse i?..die Better yft und preßt ste et.vas Arider L.and- zusammen, damit der, Sakr e'me. gute Form bekommt. Herauf igt TNzr ih dicht aneinander rn eine mit 5Sutter auszestrichene Kasserolle, iefei soviel Bouillon dazu, da ste. über steh. fügt noch Salz, Pfeffer und eine jfa&brt hinzu und läßt Salat langsam weich und ku einkuchen. Tann richtet man ihn an nd übergießt ihn mit einer kräftigen oraunen Sauce. Als Garnitur gieb. man gebackene Hühner, Cotteletieö. oder Kalbsmilch dazu. . .. . . t
