Indiana Tribüne, Volume 18, Number 294, Indianapolis, Marion County, 13 July 1895 — Page 2
Jndiana Tribüne.
Erscheint Taglich und SoJntagv. Die tägliche .Tribüne- kostet durch den Träger U Sentt per Woche, die SonntagS.TribüneStt per Woche. Seide nfame 15 Cent ode es Centl per VZonat. Per Post auberhalb de, tdt ugeschickt in Vorausbezahlung V per tZalr. Vffir,, 18 Süd Sllavama Straße JLvianapoliS, Ind.. 13 Juli 1895. Ta) Schwitzsystem in Teutschland. Im Auftrage de5 Vorstandes deutscher Schneide? und Schneiderinnen sowie verwandter Berufs genossen hat deren VerbandZ-Secre-tär Joh. Timm die Ergebnisse von Un tersuchungen, bekannt gemacht, welche über das in dieser Erwerbsbranche in Deutschland immer mehr um sich grei sende .Schwitz system- eingehend Aus Zunft ertheilen. Am stärksten ausge bildet ist dieses System in Berlin, weil dort die Confectionsbranche ihren Hauptsttz hat ; in den Provinzstädten sind die Zustände vielfach noch schlimlner, aI3 in der Hauptstadt. Der ei gentliche Träger deZ Systems ist der Zwischenmeister", de? das Schicksal des Arbeiters bestimmt, welch' letztere: mit dem Unternehme? in den meisten Fällen in ga? keine Berührung kommt, ja nicht einmal weiß, für welchen Un jernehmer er eigentlich arbeitet. So mancherlei Vortheile und Annehmlichleiten diese Einrichtung für den Unternehmer hat, so viel Nachtheil für den Arbeiter. Der Zwischenmeiste?, de? keineswegs imme? gelernterSchnet der ist wie Timm mittheilt, befinden sich unte? den Berliner Zwischenmeistere derConfectionsbrancheSchmiede, Schuster, ehemalige Bureaubeamte u. s. w. ist in den allermeisten Fäl len darauf angewiesen, sein Einkommen aus den Arbeitern zu ziehen, und dieses Einkommen ist in der Regel ern verhältnißmäßig recht hohes. Bedenkt man aber, daß die Preise, die der lln ternehmer dem Zwischenmeister macht, durchgehendS schon keineswegs hoch sind, schon deßhalb, weil sich die Zwlschenmeister untereinander heftige Con currenz machen, so ergibt sich daraus klar, was für die Arbeiter übrig ble!. den kann. Wir sehen hier ab von den elenden Löhnen, die Timm aus den verschiedenen Eonfectionsbranchen an führt, und wollen einen sicher ganz un verdächtigen Gewährsmann citiren, nämlich daZ Organ der Unternehmer der ConfectinZ.-Jndustrie, den Berltner Confectionär". Dieses Blatt sagt bei einer Besprechung der Arbeitslöhne. der Mäntelnäherinnen: .Diese billigen Arbeitslöhne sind jetzt auf einem Standpunkt angelangt, der wirklich nicht mehr übertrafen werden kann.Aus dem Unternehmer-Deutsch üb setzt, heißt das doch nichts anderes als; Die Hungerg:enze ist erreicht oder vielmehr überschritten, wie aus folgendem Passus ersichtlich: .MLntelnäherinnen fjyfy v? frOrtt.! i r r i n II UVVt Vtlt JUIUIUXU. UiUiUl jli UlVtl" ten. Manche Geschäftszweige fordern ein halbe Jahr Lehrzeit, während welcher eine Vergütung von drei Mark wöchentlich gewährt wird. Unmittelbar nach beendeter Lehrzeit bringt man es selten auf einen Verdienst von neun Mark die Woche. Bei einer Be. Zahlung für den Tag erwirbt die An. sängerin 53 Mk. wöchentlich, w'ährend tüchtige ältere Arbeiterinnen es auf 9-12 Mk. bringen; unter tüchtig versteht man aber in Berlin sehr viel. In einigen Geschäftszweigen, z. V. der Mäntelconfectwn, verdienen geübte, geschickte Arbeiterinnen bis zu 15 Mark wöchentlich, auch wohl mehr, wenn sie die halbe Nacht mit zum Arbeitstage rechnen. Solche Ausnahmen sind nicht maßgebend. Gewöhnlich ftrin aen sie eZ nicht höher wie auf neun Mark.So das Organ der Confections-Un ternehmer. Die wenigen Sätze lassen in einen Abgrund von Jammer und Elend blicken. Denn man darf nicht vergessen, daß diese wenigen Mark, welche die Arbeiterinnen verdienen, wenn sie die halbe Nacht zum Arbeitstage rechnen-, erst die Brutto-innah-me verzeichnen, von der noch mancherlei Ausgaben für Arbeitsmittel, bei vielen noch die Miethe für die Nähmaschine abgehen. Dabei sind die Mäntelnähe, rinnen noch nicht einmal die am schlecht testen Bezahlten, es kommen noch schlimmere Löhne bei männlichen und weiblichen Arbeitern vor. Zudem ist die Confecbion Saison-Jndustrie; in einzelnen Branchen wird nur das halbe Jahr gearbeitet. Ein wichtiger Um. stand darf ferner nicht vergessen focr den. Die Ablieferung der fertigen und das Abholen der neuen Arbeit nimmt außerordentlich viel Zeit fort, mitunter einen halben Tag, , der für' den Arbeiter natürlich verloren ist. So kommen denn unglaublich niedrige Löhne für die Arbeiter heraus. Der Zwischenmeister, der ein Drittel bis zu zwei Dritteln des vom Geschäft beahlten Lohnes als sein redliches Ver teilst" betrachtet und in seine Taschen gleiten läßt, ist dagegen je nach der ZaKl der von ihm beschäftigten Arbei ter ein mehr oder' weniger wohl situir ter Mann. E? hat entweder eine Werkstätte eingerichtet oder läßt außer dem Hause arbeiten. Das letztere ist das Häufigere, weil es für? den Zwischenmeister das Vortheilhaftere ist. Er zahlt allerdings in der Werkstätte we"niger Lohn als für Hausarbeit, aber dieser Unterschied wird mehr als aus geglichen durch die höheren BetriebsUnkosten bei der Werkstätten-Arbeit. Bei den Hausarbeitern, die man übn gens neuerdings auch sogar in den Dörfern des Taunus, des Thüringer Waldes, des Spessarts und des bayerU schen, WildeS anwirbt, erreicht denn auch das Elend den höchsten Punkt. Timm citirt eine Reihe von Gewerbe-gerichts-Vechandlungen, in denen Arberter oder Arbeiterinnen ihren Lohn auf dem Klagewege zu erhalten suchen mußten; eS kommen dabei geradezu unalaublic Löbne mr Kenntnik deZ
Gerichts. Ueber die sociale Lage' dieser Arbeiter und Arbeiterinnen braucht nichts gesagt zu werden; eS sind zum Theil entsetzliche Zustände in Bezug aus Arbeitszeit, Wohnungs- und Nahrungsverhältnisse, von denen da Mittheilung gemacht wird. Wer kann sich-, ruft der genannte Verfasser aus. bei diesen Verhältnissen wundern. wer wagt den ersten Stein zu erheben, wenn die eine oder die andere dieser ausgehungerten und überarbeiteten ConfectionSarbeiterinnen nach lern gen Kämpfen dem grauen und hoff. nungslosen Elend der Arbeit das glan zende Elend dr Prostitution vorzieht?" In dem Zwischenmeister- und dem daraus sich ergebenden Schwitz-System erblicken die Arbeiter der Confectionsbranche mit Recht den Hauptgrund der besonderen Mißstände ihres Berufes und sie fordern deshalb das Verbot die. ses Systems unh Einrichtung von Be triebswerkstätten durch die Unternehme? NeueundatteEanalprojecte.
So manchem Canalproject wird die. ErösfnÄngsseie? des Nordostsee-Ca-mls der Geburtstag sein, so manchem lange schwebenden Plan de? Tag der beginnenden Anerkennung cr - L?bensfä'higkeit. Große Ereignisse' wersen aber auch ihren Schatten, voraus. Gedeihlich scheint . sich in diesem Schatten in Rußland das Project eines Canals zwischen dem Baltischen und dem Schwarzen Meer entwickelt zu haben. ; Der Canal wird 1600 SU lometer lang. Die Querschnitts-Ab-Messungen nähern sich denen des NordostseeCanals mit 8,22 Mete? Tiefe gegen 9 Mete?; 64.90 Mete? Wasserspiegelbreite gegen 65 Meter; und 34.73 Meter Sohlbreite gegen 22 Meter Sohlbreite des Nordostsee. Canals. Von Riga dem Laufe der Düna, de? Beresina und des Dnieper folgend, mündet de? Canal am Ausfluß des Dnieper in's Schwarze Meer bei Cherson. Dem Wasserbauer dieten sich keine ernstlichen Schwierig!ten auf diesem Wege: Wie der Nord-ostsee-Canal soll auch dieser in der ganzen Länge elektrisch beleuchtet werden,' sodaß man Tag und 'Nacht fahren und bei 11 Kilometer stündlicher Geschwindigkeit in sechs Tagen vom Baltischen zum Schwarzen Mee? gelangen würöe. Die Bauzeit ist auf fünf Jahre veranschlagt, der KostenÜberschlag schließt mit 400 Millionen Mark, das ist 250.000 Mark für den Kilometer, ab. Bauzeit und Kosten lassen e?kennen, wie gering die zu überwindenden Schwierigkeiten im Vergleich zum NordostseeMnal sind. Denn dieser hat bei 98,65" Kilcmete? Länge acht Jahre Bauzeit gebraucht und für jeden Kilometer 1,53 Millionen Mark gekostet, waS angesichts der kolossalen Schwierigkeiten, die in den Mooren zu bewältigen waren, in umso günstigerem Licht erscheint, als die Kosten für den Kilometer bei dem 25 Kilometer langen Nordcanal von Amsterdam nach Smuiden 2.04, be! dem 160 Kilometer langen Suezcanal 2.23 und bei dem 6.34 Kilometer langen Canal von Korinth gar 6,78 Millionen Mark betragen haben. Auch das Project eines Canals zwischen dem Atlantischen Ocean und dem Isslitttlmett wird wieder an die Oesfentlich'cit gezogen. Schon im Jahre 1880 stellte Duclerc den Plan für einen solchen Canal auf. Aus dem Ocean sollten die Schisse die Gironde hinaus und dann bei den Fluthbassins Bordeaux in den Canal einfahren, um nach 406 Kilometer Fahrt bei Narbonne in das Mittel nttx zu . gelangen. Dieser Canal sollte eine einfache, am Wasserspiegel 22 Meter, am Grunde 8.5 Meter breite Fahrstraße mit Ausweichungen und 61 Schleusen sein und ungerechnet die Arbeiten und Befestigungen zur Sicherung und Vertheidigung der Mündungen 550 Millionen Iran ken kosten. Ein zur Beurtheilung des Entwurfes eingesetzter Ausschuß fand ihn ausführbar, berechnete aber die Kosten auf 1 Milliarde. Offenbar würden sich in diesem Canal, der die Fehler des Suezcanals wiederholt und dieselbe unzureichende Breite sowie den gleichen Mangel großer Bassins aufzuweisen hätte, die dem Suezcanal eigenen Schwierigkeiten mit de? soviel größeren Länge vervielfacht haben. Trotzdem fand sich eine Gesellschast. die bei einer Gebühr von 3.5 Mark für die Registertonne den Canal im Wesentlichen nach dem Entwürfe ausführen wollte,, wenn der Staat eine 4$ Procent Verzinsung garantire. Aber das Marine-Mini-sterium erklärte die Schifffahrt in diesem Canal für so schwierig und gefährlich,' daß Kriegsschiffe ihn im Frieden nie und im Kriegsfalle nur im äußersten Nothfalle passiren dürften. DaZ Ergebniß der Verhandlungen war die Ausa?beitung eineZ neuen, besseren, aber ". auch ' theureren Planes, wonach der Canal am Wasserspiegel 44 Meter Breite und an den Ausweichstellen 63 Meter Breite. sowie 8,5 Meter Tiefe haben sollte. In demneuen Profil, worin auch eine Vergrößerung der. Schleusen zu Doppelschleusen von je '200 Meter Länge und 23 Mete? Breite vorzesehen ist, würde der Canal von Bordeaux aus zunächst 85 Kilometer dem linken Ufer der Garonne folgen, bei Castels über die Mündung des bisherigen -Garonnecanals hinweggehen und bei Castelsaerasin die Gaeonne übe?schreiten, um dann bis in die Nähe von Toulouse dem rechten Ufer zu folgen. Die Schwierigkeiten des Baues zwischen Castelö und Castelsarrasin sollen sehr groß sein. Nordwestlich von Toulouse würde de? Canal den Fluß abermals kreuzen und südlich von der Stadt auf das ?echte Ufee zu?ückkeh?en In de? großen Ebene von Toulouse sollen zwei geräumige Hafenbassins, das eine für die Kriegsflotte, , das andere für Handelsschiffe, ausaeboben werden.
Im weiteren Verlaus müßte der
Canal den Col de 'auronze uverwinden, wobci seine Scheitelflrecke 160 Meter Meereshöhe erreichen würde, müßte dann Castelnandary und Carcassone berühren und über die Pässe von Monx und Montredon zum Mitielmeer geführt werden, in das er ostlich von ' Narbonne bei Gruissan eiinnünden würde. Für diesen der Kammer vorgelegten Entwun, den die Gesellschaft gegen 3.75 Franc Tonnengebühr ausführen wollte, verlangte der Abgeordnete Bartissol vom Staate die Concession auf 99 Jahre und eine Zinsgarantie von 2 Procent. Aber auch jetzt fand das lln ternehmen so wenig Gegenliebe, daß man ihm jeden Nuken für die Schifffahrt absprach, weil bei angemessener Fahrgeschwindigkeit der Weg durch das offene Meer über Gibraltar der langsamen Fahrt durch den 406 Kilometer langen Canal vorzuziehen sei; dazu komme, daß sein Profil auch jetzt noch nicht völlig genüge, da die großen Panzerschiffe der franzöfischen Flotte bis 9.3 Meter Tiefgang und. bis 22 Meter Breite haben. Man hätte nun annehmen sollen, die Sache sei hiermit abgethan gewesen. Aber nein! Nun erhob sich die Bevölkerung der an der Canalfrage interessirten Landstriche und bestürmte dte Gene ralräthe. worauf, diese im, Verein mit den Unternehmern die Minister drängten, dies große Werk der nationalen Vertheidigung- zu verwirklichen. ein Unternehmen. daZ zugleich für diese Gegenden eine unversiegbare Quelle des Reichthums werden müsse. Diesem Ansturm ist nun nachgegeben worden. Abermals hat der Präsident der Republik einen Ausschuß zum Studium des Canals zwischen dem Atlantischen Ocean und dem Mittelmeer eingesetzt. Ueber die Höhe der Kosten und die Dauer der Bauzeit scheint man sich noch unklar zu sein. ; Neu, versuche über Lebenöstarre. Ueber die Möglichkeit deZ Eintretenö einer echten Lebensstarre (des s genannten anabiotischenZustandes nach Preyer) durch Abkühlung hat Kochs zu Bonn neue Versuche angestellt und im Biologischen Centralblatt" veröffentlicht. Entgegen den zahlreichen Beobachtungen anderer Forscher, wie namentlich Pflüger's.Preyer'S und Pictet'S. hatte Kochs bisher stets behauptet, es sei unmöglich, einen wirklich hartgefrorenen Fisch oder Frosch durch langsames Aufthauen wieder in's Leben zurückzurufen. Seine neuen Versuche haben ihn nun überzeugt.daß sich dieser Widersp?uch thatsächlich nicht meh? halten läßt; gleichzeitig kommt e? abe? auf Grund mikroskopischer Untersuchung solcher anscheinend hart gefrorenen Thiere zu dem Ergebmsse, daß in Fällen, in denen die Wie-, derbelebung möglich war, die innere Vereisung doch nicht vollständig gewesen sei, sondern daß sich zwischen der Hauptmasse harter Eiskrystalle in den Geweben noch Rückstände zäher EiWeißflüssigkeiten befunden hätten. Versuche mit Hühnereien und Salzlösungen zeigten ihm nämlich, daß ein vollständiges inneres Gefrieren nur sehr schwer und durch Anwendung sehr hol,er Kältegrade bei sehr langer Einwirkung des Frostes zu erreichen ist, da crst das Wasser für sich allein ausfriert, und eine immer gesättigtere Lösang von immer niedrigerem Gesrier punkte zurücklaßt. In thierischen und pflanzlichen Geweben erfolgt der gleiche Hergang und erschwert so durch sich selber das Gefrieren der letzten Flüs sigkeitsreste. Plötzliches Aufthauen hat aber nach Kochs trotzdem die bekannte tödtliche Wirkung, weil dadurch an unzähligen Stellen ein plötzliches Rebeneinander von chemisch reinem, flüssi. gem Wasser und gesättigter Lösung hervorgerufen wird, das zu sofortigen, heftigen gewebezerstörendenMischungs. strömen Veranlassung gibt. Sollten sich die Befunde von Kochs bewahrheiten, so wäre es allerdings zweifelhaft, ob in den von seinen Gegnern geltend gemachten Fällen völliges inneres Hartsrieren stattgesunden habe; die Unmöglichkeit eines anabiotischen Zustandes wäre jedoch damit noch nicht dargethan. Die Anabiose setzt nur voraus, daß Unterbrechung aller Lebensthätigkeit stattfindet (im Gegensatze zum Winterschlaf und ähnlichen Erscheinungen, wo sie nur herabgesetzt ist). Eine solche Unterbrechung ist aber auch denkbar, wenn noch Flüssigkeitsreste vorhanden sind, falls sie nur keine chemischen Wirkungen mehr entfalten. Daß sie dies bei den in Be. tracht kommenden Kältegraden noch thun, müßte erst bewiesen werden. Ser Mord in Dscheddah. Ueber den Consulnmord in Dscheddah .sind jetzt ausführliche Berichte eingetroffen. Der Vorfall wird in folgender Weise geschildert: Der englische Consul Richards mit seinem Vice-Consul Abdel-Razzak, dann der russische Consul Brandt mit dem französischen Vice - Consul Derville hatten sich nach einem etwa 600 Fards vom Stadtthor entfernten Platze begeben, wo sich meh rere von Europäern errichtete steinerne Bänke ' befinden. Zwischen diesem Platze und dem Stadtthor ist eine Kaserne gelegen. Die Herren nahmen auf den Bänken Platz. Gegen halb 8 Uhr sahen sie aus der Kaserne acht' Neger in Beduinentracht kommen, von denen sieben mit Pistolen bewaffnet waren, der achte jedoch blos einenStock trug. Als dieselben in die Nähe der Europäer kamen, erhoben sie auf ein Zeichen, welches der Beduine' mit seinem Stocke gab, ihre Pistolen und feuerten auf die Europäer, worauf sie das Weite suchten. Aice-Consul Ab-del-Razzak war auf der Stelle todt. Richards an der Hüfte verwundet, dem Consul Brandt hatte eine Kugel die Wange und den Gaumen zerschmettert, während Derville die Nase weggerissen wurde. Richards, der weniger schwer ve?wundet wa?, als die Anderen, ging nacb der n'aben Kaserne und b.it.um
Hilfe, wurde jedoch von den Soldaten
und den Oss:cieren abgewiesen. Hierauf schleppten sich die drei Sckwervermundeten mühsam nach der Stadt zu- ; rück. Beim Stadtthore kam ihnen der ' ftinl S3 nft rrtsf?r(JFii.f is vtkttnuyiiiy'UilullU(U Jice-Consulals. Herr Galimberti. der in der Nahe dieses Thores wohnt und, auf der Terrasse weilend, die Schüsse gehört hatte, mit seinem Dragoman Mino Kominas entgegen. Beide führten die Verwundeten auf die SanitätsStation, wo ihnen die erste Hilfe zu Theil ward. Hierauf eilte Herr Galimberti mit dem französischen Consul zum Vice-Gouverneur Samid Pascha (der Vali weilte eben in Mekka- und zum Militärkommandanten Mehemet Bey und bewogen beide Herren, Militär-Patrouillen durch die Stadt zu senden und sole auch vor den Wohnungen der Consuln aufzustellen, da für die Nacht ein Massacre befürchtet wurde. . Tie Mitternachtssonne. Um die Mitternachtssonne zu sehen, braucht man nicht immer bis zum Nordcap zu fahren, auch in Schweden gibt es nicht wenig Punkte, von denen aus man dieses Schauspiel genießen kann. Einen der besten Aussichtspunkte bietet der im berühmten Eisenerzbeziek von Gellivara belegene ca. 2500 Fuß hohe Gellivara Dunder, von dem aus die Sonne vom 5. Juni bis 10. Juli ununterbrochen zu sehen ist. Mittels der im vorigen Jahre zum Abschluß gebrachten Nördlichen Stammbahn, durch die eine Eisenbahnlinie durch Schweden von der Südküste bis weit über den nördlichen Polarkreis geschaffen worden ist, kann man jetzt von Stockholm aus, das naturschöne Norrland durchfahrend, in drei Tagen nach Gellivara reisen, von wo aus der Gipfel des Gellivara Dunder in etwa zwei Stunden erreicht wird. In derjenigen Hälfte des Lehns Nordbottens, die nördlich vom 67. Breitengrade liegt, kann die Mitternachtssonne fast von jedem beliebigen Punkt aus beobachtet werden, sofern nicht hohe Berge die Aussicht gegen Norden verdecken. Je nördlicher man sich begibt, je länger ist die Mitternacktssonne wahrnehmbar. Doch auch südlich vom Polarkreise gibt es Stellen, von denen aus die Beobachtung wenigstens einige Nächte hindurch möglich ist, so vom Lappberge aus, der an der Landstraße etwa sechs Meilen von Nieder-Kalix liegt. Von hier aus kann man auf der Rückfahrt im Boot die Stromschnellen hinab bis zur Küste fahren. .- - m rdbeben alS andeömehrer. Seid der Erwerbung Alaskas, von ktußland. durch Kauf, hatte Onkel 6am keinen Gebiets - Zuwachs mehr )u verzeichnen. Man könnte sogar von Gebietsverlufien. sprechen, die er ander Ostküste entlang allmälig erlitten und noch erleidet, da sich bekanntlich dort langsam, aber deutlich das Land senkt, und das Meer von Zeit zu Zeit Tribute beansprucht. Doch darübe? braucht er sich nicht weiter zu grämen; erhalten doch wiederum an anderer Seite die Ver. Staaten in ungefähr? demselben Tempo Zuwachs. Jüngst aber hat d Natur urplötzlich den Ver. Staaten ein neuesStück Land geschentt, das sie aus geheimnißvoller Tiefe herausreichte. Im Stillen Ocean sind ja schon öfters durch Erdbeben und unterseeische vulkanische Thätigkeit neue Inseln emporgeschossen, aber schon seit vielen Jahrzehnten ist nichts Aehn. Iiche mehr in der Nähe unserer tfüsie vorgekommen. . Etwa 60 Meilen von der californischen Küste, ungefähr im selben Breitengrade wie Los Angeles, liegt die Santa Barbara . Inselgruppe. Eine der kleineren dieser Inseln ist San Miguel, deren einzige Bewohner Capitän W. G. Waters und seine Schafhirten und Arbeiter sind. Diese Leutchrn waren nicht wenig überrascht, als sie eines schönen Morgens gewahrten, daß sich die Insel um etwa 35.000 Quadratyardö vergrößert hatte. Capitän Waters zählt darüber: Während der Nacht hatten wir etwas Erdbeben verspürt; aber eS ist nichts Ungewöhnliches, daß die Erde bei uns ein wenig wackelt. Ich nahm deshalb weiter keinen Vermerk davon und setzte die Lntüre, mit der ich zur Zeit in meiner Wohnung beschäftigt war, ruhig fort. Alle anderen Bewohner der'Jnsel lagen um diese Zeit schon in Morpheus Armen (besondere ViehWächter brauchen wir ja keine) und ließen sich erst recht nicht beunruhigen. Am anderen Morgen wollte ich nach dem Vorstrand gehen und nach meiner Schaluppe ausschauen, die vom Festlande eintrefsen mußte. Als ich mich dem Hafen und der Stelle näherte, wo das Boothaus sein sollte, mußte ich plötzlich stehen bleiben, und wußte im ersten Augenblick nicht, ob ich wachte oder träumte: Denn der ganze Vorstrand war verschwunden, und wo vorher eine Bai friedlichen Wassers zu schauen gewesen wa?, da erhob sich jetzt eine gewaltige Masse rissiger Klippen! Ich e?klomm eine gute Aussichtsstätte und gewahrte jetzt, daß das Boothauö und ein Schafpferch, welche sich am Abend zuvor unmittelbar am Wasserrande befunden hatten, 300 Fuß landeinwärts und mehr .als 40 Fuß über dem Wasserniveau lagen. Ich näherte mich dem BoothauS und da bot sich mir eine neue Ueberra-fchun-g. Das Gebäude stand so fest, wie nu? je, hatte aber eine fast völlige Drehung durchgemacht, so daß jetzt seine Frontseite von der Bai weggewendet war. Sonst war Alles in schön sie? Ordnung. Während ich auf den neugebildeten Klippen herumging, merkte ich erst, daß die große Felsmasse noch immer etwas zitterte und schwankte, und von Zeit zu Zeit vernahm ich ein Geräusch, dasein Poet mit einem scherzenden Kichernder Natur hätte vergleichen können, und das offenbar dadurch entstand, daß eineö ode? das andere Felsstück sich wie der ein wenig setzte und sich sozulaaen
In seinen neuen Verhältnissen" häuslich
einrichtete. Die neue Landmasse ist ungefähr 1000 Fuß lang und 300 Fuß breit. Es scheint nach den bisher an ihr gemachten Studien, daß sie auch früher zur Basis der ?lnsel gehörte und tief unten los gerissen und aufwärts gestoßen wurde. Andererseits ist der Meeresboden zum Theil bedeutend gesunken. und an Stellen, wo vorher das Wasser nur 6 Faden tief gewesen war. konnte man mit den zur Aersugung stehenden Leinen überhaupt keinen Grund mehr erreichen. Im Uebrlgen bietet das neue Land keineswegs einen so gewöhnlichen Anblick, wie die erste beste Felsmasse. Das Seegras hängt noch in langen Strähnen von den Klippen herab, und alle Arten Schalthiere sind um dasselbe herum gruppirt. Hummer, Krabben, große und kleine Fische, Pflanzen und Blumen, wie sie sonst nur auf dem Meeresgrunde vorkommen und blos in Aquarien manchmal gezeigt werden, sind rings auf der Felsfläche zu schauen. Freilich kann diese Herrlichseit nicht von langer Dauer sein, vielleicht aber bildet sich ein nützliches Erdreich auf dem Felsboden. Natürlich hat man, als die Geschichte auf dem Fest' lande bekannt wurde, nicht versäumt, ein kleines Heer Zeitungsmenscben zu weiterer Beobachtung auf den Schauplatz zu senken. So beschaffen ist Onkel SamS neueste Landerwerbung. möge sie von Dauer fein. deutsche Loeal'SZaczrlchlen. frovlni tanambura Berlin. 'Ein interessantes photographisches Gruppenbild hat die Po-lizei-Behörde zu London an die hiesige Criminalpolizei geschickt. DaS Bild stellt nämlich die 18 Mitglieder deS Blut- und Leichenbundes" dar. ausschließlich deutsche Verbrecher und Zuhälter. denen hier der Boden zu heiß geworden ist und welche in London einen Club gebildet haben. Vier diese? photoqraphirten Verbrecher werden von den hiesigen Behörden verfolgt. Der vielgenannte Bankier Guido Löwy, der am 25. Feb?ua? wegen U?kundenfälschung und Bet?ugS zu d?ei Jahren Zuchthaus verurtheilt wo?den wa?, ist, nachdem das Reichsgericht die Sache in die Vorinstanz zurückgewiesen hatte, in erneuter Verhandlung zu drei Jahr,n Gefängniß verurtheilt worden. . Spandau. Der frühere Mrektor des hiesigen Feuerwerks-Laborato-riums. Oberst a. D. Theodor Rletz, der zuletzt in Charlottenburg wohnte, ist gesiorben. Er saß am Abend seines jüngst ersolgten 50. Geburtstages im Freundeskreise beim Kartenspiel, als er, plötzlich vom Schlage gerührt, lautlos vom Stuhle sank. Vrovin, Vosn. P o s e n. Die Gutsbesitzer Mikulskt und Gröger, die sich s. Z. in Schroda gegenseitig mit Revolvern angeschossen haben, standen jetzt vor Gericht. Mikulski wurde unter Annahme mildernder Umstande.die darin gesunden wurden, daß er du?ch Gröger gereizt worden war und daß er durch die ihm von Gröger zugefügte Verletzung sein Lebenlang ein Krüppel bleiben wird, zu 300 Mark ' Geldstrafe veruriheilt. Gröger wurde von der Anklage de? Körperverletzung freigesprochen, weil Nothwehr angenommen wurde. Vrovin, vstprugen. Tilsit. Sein 60jährige3 Bürgerjubiläum seierte der Oberpostcommissär und Major a. D. Fischer. Vom Trompetercorps unseres Dragonerregiments wurde dem 84jährigen Jubljar ein Ständchen gebracht. Am Vormittag erschienen Oberbürgermeister Thesing und Stadtverordnetenvorsteher Schlegelberger. um ihm als dem ältesten Bürger die Glückwünsche der Stadt darzubringen und einen Jubelbürgerbrief zu überreichen. provln, V?,stpr,uNen. Danzig. Der im vorigen Jahre wkgen Urkundenfälschung und versuchten Betrugs zu einem Jahr Gefängniß demrtbeilte Recktsanwalt und Notar Grolp aus Neustadt ist vom Kaiser. begnadigt worden. Grolp ist zent 75 Jahre alt. D i r s ch a u. Durch die Gnade deS Kaisers Wilhelm ist vier in dürftigen Verhältnissen lebenden Personen WestPreußens eine große Freude bereitet worden. Vor mehreren Jahren verstarb in Groß-Lichtenau bei Dirschau der Lehrer Billasch. Derselbe hinterließ ein Vermögen von 42.000 Mark. Rechtmäßige Erben besaß er nicht; denn die vier Kinder seiner Mutter, die aus der Ehe mit einem Besitzer stammten, konnten als Erben im Sinne des Gesetzes nicht in Betracht kommen. Somit wäre das ganze Vermögen dem Fiscus zugefallen, und die vier in ärmlichen Verhältnissen lebenden Personen wären leer ausgegangen. Auf ein Jmmediatgesuch hat nun der Kaiser genehmigt, daß den Leuten drei Viertel der Erbschaft ausgezahlt werden. L i s s a. Die Erkrankungen an Scharlach in der hiesigen Gegend gewinnen immer weitere Ausdehnung. Nachdem die beiden Schulen zu Gruschno bereits geschlossen worden sind, ist nun auch in Belenzin aus den gleichen Ursachen der Unterricht ausgesetzt worden. In Großlenka sind allein zwanzig Kinder dieser Krankheit erlegen. Vvovini Vommtvn. D e m m i n. Ueber das Vermögen des Nähmaschinenfabrikanten H. Dur kopp Hierselbst ist das Conkursverfahren eröffnet. Greifswald. An der hiesigen Universität wird ein AusbildungsKurses für Turnlehrer von dem nächsten Wintersemeste? an eingerichtet werden. Die praktische und technische Leitung desselben wird der akademische Turnlehrer Her? Wehlltz übernehmen, ebenso die Vorträge über Geschichte des' Turnens u. s. w., während Herr Professor Solger Vorträge über Anatomie und Physiologie halten wird.
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hervorrufen. Man nehme fcfm S?.AMkÄAtzk HAMBURGER TROPFER3 so vobl bekannt als ein Hellmittel ßkgen diese Leiden, undin kurzer Zeit wird man im Stande sein, die Freuden des Sommers zu genießen.
cujttnprotttm. E l b e r f e l d. Der Eisenbahn-As-sistent Schwankte ist nach Unterschlagung von 12,000 M. Pensionsgeldern und Fälschung der erforderlichen Quittungen flüchtig. Die Voruntersuchung gegen die Absender des hier kürzlich in die Luft geflogenen Pulvers, die Inhaber der Pulverfabrik zu Rumenohl, Gebrüder WLnckhaus in Hagen, sowie gegen die Adressatin des Pulvers, die Wittwe des Feuerwerkers Lippold Hierselbst, ist bereits geschlossen worden. Der technische Leiter der Fabrik, Wilh. WöluthauZ, sollte Anfangs verhaftet werden, ist aber gegen eine Caution von 6000 M. auf freiem Fuß belassen worden. Köln. In einer hiesigen Gastwirthschaft erschoß sich der beim Postamte m Neuwied angestellte Postgchilfe Salterberg. der nach Unterschlagung von 3000 M. flüchtig geworden war. Die Criminalpolizei verhaftete einen Zimmermann unte? dem Verdacht des Todtschlags. Es handelt sich um einen Fall, der sich vor 10 Jahren hier zutrug und nicht aufgeklärt werden konnte. Damals wurde ein Bahnwärter augenscheinlich ermordet in einem Festungsgraben aufgefunden. VrsVln, VJifttaiin Bielefeld. Der Arbeiter MlHelm Schlottmann, der am 19. Novemder 1894 vom hiesigen Schwurgericht zum Tode verurtheilt wurde, weil er im hiesigen Stadtpark ein Mädchen ermordete, wurde durch den Scharfrichter Reindel hingerichtet. Dortmund. Ein entsetzliches Unglück ereignete sich auf. den Bahngeleisen an der Sedanstraße. Dem an den Uebergängen diensthabenden Stations - Assistenten von hier wurden beide Beine abgefahren. . Solde. Vor Freude gestorben, die noch dazu grundlos war, ist hier vor einigen Tagen ein Taglöhner, ein schon bejahrter Mann. Witzbolds erzählten ihm in der Kneipe, seine von ihm beantragte Altersrente in Höhe von 280 M. wäre beim Gemeindevorsteher, Hrn. Eickhoff, zur Auszahlung an ihn eingetroffen. Der alte Mann glaubte dies auch und gab in lauter Weise seine Freude zu erkennen, brach aber nach einigen Sekunden lautlos zusammen, und ehe die erschreckten Gäste wußten, waS geschehen, war er eine Leiche. Ein Schlaganfall hatte seinem Leben ein Ende gemacht. )vtnt Ön-HsTw. Hochstadt. Als der Jagdpächter Robert von Frankfurt in der Frühe gegen 6 Uhr auf dem Anstande bei Hochstadt angekommen war, um einen Rehbock zu schießen, wurden zwei Schüsse von Wilddieben auf ihn abgefeuert, welche alücklicherweise ieblainaen. so dab er nur'leicht an der Hand gest-eift wurde. Netra. Unter donnerähnlichem Getöse, das auf eine halbe Stund- gehört wurde, stürzte im sog. Königinthal zwischen Nambach und Netra ein Mächtiger Felöblock von ca. 100 Meter Länge, 18 Meter Dicke und 21 Meter Höf e c.n der Bergwand hinunter, einen Woncr. Buchenwald' unter sich begrabend. Frei St,. Hamburg. In der Nachi gerieth ein vierstöckiges, von 20 Familien bewohntes Haus in der Frankenstraße im oberen Stockwerk in Brand. Der Schornstein, stürzte ein, schlug die Treppe bis zum ersten Stockwerk durch und begrub die auf der Treppe stehenden Löschmannschaften. Branddirector Westphalen und zehn Feuerleute wurden schwer verletzt. Die im vierten Stock befindlichen Mannschaften retteten sich auf Rettungsleitern durch die Fenster. Die beiden in der Berliner und Hamburger Sportwelt bekannten Geschäftsleute Kirchmann und Theodor Leander haben umfangreiche zweifelhafte Geldgeschäfte und Wechselbetrügereien ausgeführt, durch welche eine. Anzahl höherer Personen bei der zu erwartenden Gerichtsverhandlung, blos gestellt werden dürfte. Kirchmann ist geflüchtet. Leander wurde verhaftet. Bisher wurden Wechselverbindlichkeiten in Höhe von 30.000 M. festgestellt. S ch m a l k a l d e n. Hier kam kürzlich ein 97jähriger Greis an, der sich noch auf de? Wanderschaft befindet. D? alte Mann heißt Seile? und ist im Jayre 1789 rn Zwatzen bei Gera geboren. Wegen angeschwollener Füße wurde der nahezu Hundertjährige im Landkrankenhaus untergebracht. 0raunTrjrotl. B ? a u n s ch w e i g. Auf schreckliche Weise veeunglückte auf Station Jsenbüttel der Zugführer Werner aus Stendal. Werner war auf dem Zuge die Mütze vom Kopfe geflogen. Sich bückend, stürzte Werner von dem Zuge und gerieth unter dessen Räder, die ihm den Kopf vom Rumpfe trennten. Er hinterläßt eine Frau und 7 unerzogene Kinder. C a l v L r d e. Hie? wurde unter großer Betheiligung des hiesigen und auswärtigen Publikums unser Schützenfest gefeiert. Zum König schoß sich' der Bierbrauereibesitzer Voigt. um Meersüaumpfeifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspihen it., bei Wm. Mucho, 199 Ost Washington Str. J
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