Indiana Tribüne, Volume 18, Number 292, Indianapolis, Marion County, 11 July 1895 — Page 3
Ein dankbarer Patient. Itx seinen Namen nickt genannt haben will, und der leine vollftändiqe Wiederhersiellung von schwe ttm Lezden einer in einem Doktorduch angegede en Vrznei verdankt, läßt durch unk dafjelde kosten, frei au seine leidenden Mitmenschen verschicken, liefe groke Buch enthalt Rezepte, die in jeder
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Gräfin Ilse.
Kriminal'Rcman von Fritz Frikdmann. (Fortsetzung.) In diesem Wunsche will ich Sie I gern unterstützen erwiderte Schellach, und ich glaube, Horn wird bereitwillig daraus eingehen. Nehmen wir an, wir erführeir nichts Authentisches darüber. ob in der That das Bildnitz des Grafen August in dem Dinge gewesen ist, das Frau Gontard trug, dann er hält Wildaus Erklärung eine größere Bedeutung. Und warum sollen nicht zwei Schwestern, die noch dazu Zwillinge waren, also doch als junge Mädels ihre Geburtstage zusammen gefeiert haben, von irgend einem Freunde ganz gleichartige Schmuckgegenstände geschenkt bekommen haben? Die Sache geht mir furchtbar durch den Kopf ich bin doch jetzt vielleicht das achte oder neunte Mal als Geschworener einberufen worden, habe aber da bei nie einer so schweren Frage gegen über gestanden, wie in dieser Malefiz mordsache. Na, vielleicht bringt uns der morgende Tag etwaö mehr Licht in die Sache es thut wahrlich Noth!" Gott gebe es!" sagte Tilgen ernsthast. Er wollte weiter sprechen, als sich die Thür des Herrenzimmers geräuschvoll öffnete und mit wuchtigen Schritten der vierschrötige Brauereibesitzer Werkmeister in die Stube trat. Vekdrießlich blickte Schellach bei seinem Näherkommen zum Fenster hinaus in die untergehende Sonne. Er kannte de5 Mannes laute und grobkörnige Art. konnte sich aber al vornehmer Mann der durch das gemeinsame Amt aufgedrungenen augenblicklichen Beziehung nicht erwehren. Na.schwemmen die Herren den Aer ger über das steche Leugnen des Kerls, des Wildau, schon mit Rothspon her unter?" begann Werkmeister mit polterndem Lachen sofort die Unterhaltung. Ich habe eben noch zum Thierarzt Peters, als er seinen Verdruk über den verlorenen ArbeitZtaa an mir ausließ, gesagt, daß ich die Lammes geduld unseres Herrn Präsidenten bewundere. Ich an seiner Stelle würde dem Burschen bereits energischer auf's Dach gestiegen sein!" Gemach, gemach. Herr Werkmeister!" mahnte Tilgener. Bis jetzt wissen wir doch wirklich zu wenig, um über einen bis dahin völlig unbescholtenen Mann so zu sprechen. Denken Sie doch nur, er wäre wirklich un schuldig nun so muß ihn ein tüch tiger Vorsitzender doch so auch behandein, bis er überführt wird!" Na, meinetwegen, wenns den Herren so gefällt sagte der Brauer; aher an seine sogenannte Unschuld glaubt Horn nicht daZ hat er mir schon vor Wochen gesagt!" Ihr Wort in Ehren, lieber Herr Werkmeister mischte sich jetzt ein hinzugetretener Fabrikbesitzer in daS Gespräch. Ich bin recht zufrieden, daö ich diesmal nicht Geschworener bin. Aber wie ich den Direktor sonst kenne, so liegt es ihm vollständig fern, in der Kneipe vor einer Verhandlung seine Meinung über Schuld oder Unschuld eines Angeklagten zu äußern. Er hat vielleicht auf eine Frage mal gesagt, der Mann scheine recht belastet zu sein; aber gewiß nicht, er halte ihn für schuldig Na, ich wußte ja gar nicht polterte der Brauer nun ärgerlich los, daß der aus der Luft herabgefallene Vertheidiger mit seinen Fisimatenten schon so große Anhänger hier gewonnen hat; mich haben seine Kreuz- und Querfragen an die Zeugen bisher nicht irre gemacht Auch diesen Vorwurf kann ich nicht gelten lassen erwiderte Herr von Schellach sehr ernst und nachdrücklich und erhob sich, da die Stammgäste all mälig das Zimmer füllten. Herr Doktor Alt hat bis jetzt seine Pflicht gethan; er scheint ein ruhiger und vornehm denkender Mann zu sein, zu des sen Art es sicher nicht gehört, Mohren weiß zu waschen. Wenn ihm das Ge setz das Recht verlecht, Fragen an die Zeugen zu richten und er dies Recht ausübt, so darf ihn Niemand ldeswegen schelten; Alles, was er bisher gefragt, hatte Hand und Fuß Ja, dar:n haben der Hr Kreisdeputirte vollkommen Recht sagte ein hageres Mannlem, der Schullehrer eines benachbarten OrteS. der mit scheuem Augenblinzeln bisher verfolgt hatte, woher der Wind wohl wehe, und als er bemerkte, daß der in dem Kreise hoch angesehene und vielvermögende Schellach sich gegen die Loreingenom menheit Werkmeisters wandte, sofort Feuer und Flamme für Wildaus Unschulv wurde. Schien dem verehrten Herrn konlglichen Kreisschullnspektor so wandte er sich dann devot an Tilgener, während Schellach nach Hut und Stock griff des Herrn Vertheidigers Art dem Haushofmeister Gumbert gegenüber nicht auch sehr richtig? - Wenn. ich meine Meinung zu sagen mir submissest erlauben darf, so hat Herr Gumbert bei Schuderung der Festnahme deS Angeklagten doch sicher zum Nachtheil desselben über trieben Da haben Sie ganz gut beobachtet, lieber Winter sekundirte Tilgener, dem über sein geschicktes Laviren Hoch erfreuten. Herr Doktor Alt hat mit der Bemerkung Recht, man sei immer bereit, aus dem Benehmen emes vlotzlich Verhafteten falsche Schlüsse zu zie? yen. Ich wurde auch nicht ruhlg blei len. wenn man mich unter der Anklage eines Mordes fesselte. Und der Mensch soll wohl noch geboren werden, der nicht erbleicht, und dessen Stimme nicht versagt, wenn er unter solch einer gräßlichen Beschuldigung unvorbereitet dem Leichnam gegenüber gestellt wird,' Jedenfalls würde ich die Herren. Geschworenen freundlichst bitten tönte jetzt noch emmal die stimme. Schellacks von der Tbüre. deren
Klin?e er bereit's'in der Hand hiritzii den eifrig Sprechenden hinüber, nach Möglichkeit die Debatte hie? zu unter lassen und auf Morgen nach Schluß der Beweisaufnahme zu vertagen. Die ganzen Zeugenvernehmungen, welche wir bis jetzt hinter uns haben, stirb zweifellos nebensächlicher Natur. Wie weit sie durch die noch ausstehenden Aussagen nach der einen oder anderen Seite hin vervollständigt werden, müssen wir abwarten Bei den letzten Worten wich der alte Herr einem kräftigen Drucke, der von der Außenseite der Thür ihm bemerk bar wurde. Alle sahen erstaunt in das hochgeröthete Gesicht des Landrichters Marx, den man als einen sonst pünkt lichen Genossen desStammtisches schon seit geraumer Zeit erwartet hatte. Der Untersuchungsrichter hatte offenbar noch die letzten Worte des Herrn von Schellach vernommen und sagte: Auch ich würde bitten, daß die Herren das Gesprächsthema aufgeben. Ich kann Ihnen zu morgen für die Sitzung eine Ueberraschung verspre chen, welche alles vorherige Hin- und Herdebattiren als unnöthig zeigen und die Sache schnell ausklären wird. Ich hätte mich auch sehr gewundert, wenn ich in diesem Falle zm ersten Male Unrecht behalten hätte! &xz ist man
am Ende denn doch ctn zu alter Praktikus und läßt sich auch von den schlauesten Komödianten nicht dumm machen Während Schellach das Zimmer derließ, umringten die Zurückgebliebenen den Landrichter und bestürmten ihn mit Fragen. Er entzog sich aber Allen mit überaus wichtiger Gehelmntfzkra merei und beschäftigte sich angelegen!lich mit seiner Abendmahlzeit. So blieb dem Stammtlsche rnchts übrig, als in die ausgetretenen Geleise der allabendlichen Unterhaltungen zu ruckzukehren und sich wieder der Lieblinasbeschäftigung der Kleinbürger, sich die Köpfe der Regierenden zu zerbrechen, hinzugeben. XIV. Obwohl der Präsident für den zweiten Tag den Beginn der Gerichtssitzung auf neun Uhr festgesetzt hatte, war schon mehr als eine halbe Stunde über diese Zeit verflossen, ohne daß irgend welche Anzeichen auf die Wiederauf nähme der Verhandlung schließen lie ßen. Wiederholt war der Sekretär m das Berathungszimmer der Richter, in welchem sich sowohl der erste Staatsanwalt. als Herr von Seckendorf, seit einer Stunde befanden, hlneingerufen worden und hatte dasselbe jedesmal mlt immer wlchtlgerer Miene und unter geheimnißvollen Anordnungen an die gleichfalls überaus würdevoll sich geberdenden Gerichtsdiener verlassen. Auf Anordnung des DlrektorsHorn war dem Publikum der Eintritt in den Saal noch nicht gestattet worden. Die breite Masse desselben staute sich auf j den Treppen und Korridoren, während diejenigen Bevorzugten, welche durch die Richter und andere Beamte erngeführt waren, in einem unbesetzten kleinen Raum neben dem. tzchwurgerichsssaale Platz genommen hatten. Ueber die L)ründe der Verzögerung gingen die Meinungen welt auseinander. Glauben Sie mir, mein Sohn sagte der alte Reporter zu dem mächtig aufgeregten fchriftstellernden Jüng? lmg neben lhm, da ist etwas überaus Wichtiges im Gange. Umsonst läßt unser pünktlicher Direktor nicht eine Minute später anfangen Oh Gott, wenn mir ahnte, was eö wäre!" seufzte der Jüngling. Es ließe sich so schon letzt noch telegraphl- ! Nur Geduld!" erwiderte der alte Herr. Was uns jetzt sehr wichtig erscheint, ist es ixtrum doch nicht der Menge draußen. S werden es schon noch lernen, welch großer Unterschied zwischen dem dramatischen Leben einer Gerichtsverhandlung selbst und ihrer Wiedergabe in der Presse ist Tobias Schmidt hatte nur mit halbem Ohr der belehrenden !ede seines älteren Genossen zugehört. Wenn man nur wenigstens wüßte sagte er verzweifelt, was der Verthei diger jetzt mit dem Wildau spricht! Sie sehen ietzl wirklich beinahe mehr aus, wie zwei junge Professoren, die über ein heikles Thema streiten, als wie ejn Angeklagter und sein Rechts belstand Nun erwiderte -fast höhnisch de? ältere Mann, ich möchte wetten.dafz sie selbst nicht wissen, wovon sie reden. Offenbar wissen sie auch nicht, welch' ein Garn hinter ihrem Rücken gesponnen wird, und schleppen sich mit nichtssagenden Redensarten durch die entsetzliche Qual dieser Stunde Während dieser Gesprö, bewegte sich Landrichter Marx in ausfälliger Weise zwischen den Gruppen der Ho noratioren. welche auf die Eröffnung der Sitzung warteten. Er blähte, sich sichtlich in dem Bewußtsein, das Geheimniß jener langen Berathung im Richterzimmer zu kennen. Auch ließ er halbe Andeutungen fallen, um sie ebenso halb , wieder zurückzunehmen. Er umkreiste aber trotz alledem mit allen Anzeichen kaum zu zllgelnder Neugier da Berathungszimmer der Richter. TroJdem- er vermuthen durfte, daß diese Beamten mit den beiden Staatsanwälten über die. Form beriethen, in welcher das neu aufgetauchte Zeugniß Grothes in die Beweisaufnähme gefügt werden solle trotzdem er aus dem Zenehmen des GerichtsschieiLs schließen zu können glaubte, daß die Staatsanwaltschaft weitere Recherchen an die von ihm am vorher aeb-nd,n 7.1 it ni:deraesckrkebenen Aussagen GrotheS knüpfe so konnte er sich doch nicht verhehlen, daß die? allein d von Minute zu. Minute wachsende unheimliche Unruhe im Gerichtsgebäude kaum 'rechtfertigen, könne. Jhm war es nicht entaanHkN., daß in einem Gemach gegenü.d der sogenannten Rumpelkammer seit eini gen Minuten drei Damen unjorge'bracht waren, welche, wie ihm ein NuntiuS flüsternd anvertraut' fcrth.
von der Rückseite des EebäildeS daS Haus betreten hatten und dort hinge leitet worden waren. Ich kannte nur eine sagte der Unterbeamte, das war die Tochter von unserem ersten . Staatsanwalt. Ich bringe so oft Akten zu ihm, daß ich mich in der Person der Dame nicht irren kann, obwohl sie, wie die beiden anderen Damen, verschleiert war Mehr war von dem Manne nicht herauszubekommen. Kein Anderer wußte überhaupt von dem Erscheinen der Frauen, da die Aufmerksamkeit des auf dem vorderen Gebäudecomplez zusammengeZirängten Publikums einzig und allein den Thüren zugewandt war. welche sich noch immer nicht geöfftiei hatten. Unterdessen stand Erika Decius neben dem Lehnstuhle, in dem Alice in gebeugter Haltung saß, und sagte fast mütterlich tröstend: Mein armes, Kind, es mußte so sein Du hast es selbst als das un weigerlich Richtige erkannt! Wie sollte die Wahrheit an das Tageslicht kommen. wenn wir mit der Uebergabe der Papiere und Deines schrecklichen Ab teuers im Walde gezögert hätten? Es ist ein Glück, daß ich Swfendorf so nahe stehe, daß ich ihm franl und frei Alles schreiben dürfte. Papa vorzu tragen, was. ich mir zusammengereimt habe, hätte mich verwirrt; er hätte meine Muthmaßungen vielleicht als phantastisch verworfen oder mich gar darüber ausgescholten, daß ich mich in diese Dinge mische. Erhard aber ist jung wie wir er ist gar keinStaatsanwalt, wie man ihn sich sonst denkt, und er war nie von WildauZ Schuld völlig überzeugt. Wenn er vielleicht auch nicht unserer Meinung ist, so wird er doch aufmerksam prüfen, was ich geschrieben habe, und wird sicher das Rechte finden." Ja aber alle die unseligen Briefe das ganze Geheimniß mei ner armen Mutter .wird jetzt aller W-lt verkündigt werden Der zarte, noch unter den Nachwe-
hen der Krankheit leidende Körper des unglücklichen Mädchens erschauerte bei dem Gedanken, der ihr. armes Gehirn' die ganze schlaflose Nacht hindurch' zermartert hatte. Dennoch hatte Alice kernen Auaenbllck gezögert, Erika? Drängen Folge zu leisten, diese schrecklichen Briefe dem Gericht zu übergeben und den Richtern sowohl von dem Angriff, den Grothz auf sie gemacht hatte, als von seinem Einbrüche in den Pavillon zu berichten; denn sie ahnte. daß alle diese Dinge mit einander und mit dem Morde rn Verbindung stehen, konnten und wähnte in ihrer mädchen basten Art, der Mann, von dem sie sg p:el Uehles schon erfahren hatte, könnte auch der Mörder ihrer Mutter sein. (Fortsetzung folgt.) ,,5olima" . ttnglücksromantik.; Daß Wahrheit oft seltsamer und auch aufregender ist. als Dichtung, dies bestätigt sich auch an verschiedenen Episoden, welche nachträglich vom Un tergang des Dampfers Collmg aus dem Stillen Ocean bekannt werden. Drei derselben mögen nachstehend verewigt" werden: Als daZ Schiff gescheitert war. er reichten, drei Männer ein umhertre.!bendes Stiick des Cabinen-Daches und erlebten dorj Dinge, welche eines Sindbad würdig wäre. Es gelang ihnen, ein herumschwimmendes Fatzchen Zstothwem zu kapern. Nach "langen pergeollchen Bemühungen (da ne oyne alle Werkzeuge waren) öffneten sie das Faß. und zwei der Manner tranken sich n ihrer verzwelflungsvollen Glelchgiligkeit einen entsetzlichen Rausch an. Der eine der Betrunkenen fiel in Schlaf, der andere sing mit seinem nüchternen Kameraden Etretf an und wurde endlich in die Wogen gestoßen. Da erbarmte sich sein Gegner, und es gelang ihm gerade noch, den halb Ertrunkenen auf da Nothfloh zurückzubringen. Das kalte Bad hatte diesem vorläufig recht gut gethan, und holder Friede- herrschte nun. Aber der Gerettete war ein unverbesserlicher Saufer; er machte sich bald wieder an das verführerische Getränk.stürzte diesmal von selbst in das Meer, und der dunkle Wogenabgrund behielt ihn! Inzwischen hatte der andere Betrunkene seinen fürchterlichen Rausch ausgeschlasen und erwachte in einem keineswegs kampflustigen Zustand; als er überdies hörte, welches Geschick den Dritten betroffen, nahm er sich dies tief zu Herzen und trank nur ab und zu einen Tropfen des purpurnen Weines. Nach vielen weiteren Abenteuern wurden die Beiden endlich gerettet. Weniger glücklich war ein Mezikaner. welcher sich auf einen treibenden Balken rettete. Er hatte weder etwas Gefährliches, noch etwas Harmloses zu trinken, und ist durch das beständige Trinken von Salzwasser hosfnungslos wahnsinnig geworden! Was hilft ihm daS rosige Licht"? Ehe ' der Capitän des Dampfers, Taylor, in den Wogen verschwand, gab er im letzten Augenblick drei schrille Pfiffe mit der Dampfpfeife.- Dieselben hatten eine ganz besondere Bedeu tung für ein liebendes Frauenherz fern am Strande. Capitän Taylor und seine Gattin lebten überaus glücklich miteinander, und zwar nur für sich selbst, da' sie keine Kinder hatten. Als der Capitän sich zu seiner letzten Fahrt anschickte, zeigte seine Gatlin eine Unruhe um ihn, wie nie zuvor; ja es fehlte wenig, so hatte sie ihn mit Gewalt zurückgehalten. Gegen ihre sonstige Gewohnheit, ging sie an das Dock mit ihm, und vor allen den fremden Leuten gab es eine Scene, die dem Capitän beinahe we.gen einer Stellung peinlich und sehr räth elhaft wl. Endlich sagte er zu ihr, sollt? nach Point. LoboS ganz hinausgehen: dort werde er ihr noch dreimal zum Abschied die Dampfpfeife er? tönen fassen, und dies sollte auch seiiz letzter Gruß an sie sein, wenn er unteraeden sollte. . . .. .....
Ersteres - geschah und Letzteres auch. Aber Frau Taylor erhielt diesen Todesgruß erst durch die Zeitungen.
Sine elektrische" Stadt. Wer sich tücktia elektrislren lassen. aber eine besondere Bebandlunia will plaudert ein Correspondent ,,? TO !..:, cm i t i w . uux inmg, 'jjtaniiDoa oer oraucyl nur hierher zu kommm. ' ffrn Som mer mag er zwar nicht viel vom Elek rrlitrrwerixn spuren, desto mehr aber im Winter! Es ist wirklick auffallend iini für den Fremden eine Quelle unaukbörlicher Verwunderuna. wie stark elektrisck Alles in Winnipeg während der Winrerszen tt. xangt man z. B. nach ei ner elektrischen Klinael. so föfo o Miß, ehe der Finger bis auf drei Zoll an den Läuteknopf herankommt, ein cntiL. t. , J . r "S yeraus. weicyer durch den ganzen Arm geht und Einen unter Umständen zu einem ganz gehörigen Hochsprung Und beim Berübren jeder metallischen Substanz gibt es einen mebr oder weniger starken Blitz. Legt man sich zu Bette, so entsteht wahrscheinlich ein merkwürdiges Knistern im Bettzeug, uns wenn man einen Blick über das selbe wirft, möchte man fast alauben. der Hauswirth t?be es mit Leuchtkäfern oecorltt. Bald kann man durch derartige Er. scheinungen so nervös werden, daß man es kaum noch wagt, überhaupt etwas anzurühren. Mir wenigstens ist es so ergangen. Ehe ich das Gas anzünde oder die elektrische Klingel in OT AOT 5 r ? I . . . muH öuiujnuwcr ocnugf, läppe ich lieber im Dunkeln berum und ftofce mich da oder dort an, oder ich verzichte aus eine Dienste, wenn lch derselben nicht aanz unbedinat bedarf. lrf curiose Verhältnisse sind mir wirklich un ganzen tordwesten mrgends sonst vorgekommen. Stelle Dir vor, lieber Leser, daß Du Dich nie im Veite um drehen kannst, ohne daß die Decken ffunken svrüben. und Dir stets ein Blitzstrahl entgegenfährt, wenn Du nach etwas klingeln willst! Mein Zimmergenoi.se wollte recht vorsichtig sein und wickelte sich ein Stück Vavier um den Finger, ehe er die Klingel berührte, aber er fuhr mit einem Schrei zurück, und das Papier schien sich m einen Feuerbrand verwandelt zu haben. Es ist ein schon sert mebreren 3ab ren bekanntes Unterhaltungsstückchen in manchen Gesellschaftskreisen,, daß eine Person, die gut hierzu veranlagt ist. erst strümpfig" oder doch nur ta leichten Pantoffeln über den Teppich schlurft und dann ohne Streichholz mit ihrer bloßen Finaersvike daZ Gas anzündet. Diese Leistuna. welcke anderwärtö, wie gesagt, nicht von Jedem ausgeführt werden kann, ist hier etwas aan. Alltägliches und Selöstverständlich:S. (Die Streichholz Fabrikanten durften freilich eran kejne Freud! haben.) Wer sich aber an diese Verbältn sse gewöhnen kann, muß sich wohl seh? gut dabei stehen. EZ scheint mir, daß hier ein die Hoffnung und den Arbeitsgeist c v.if!j& c.r.c v. nf! außcrorucuuiu ucicvcuuc nurna uoi herrscht, und ich glaube fast, die mei-. sien aroken Männer, mit denen Ca? nada noch beglückt wird, werden aus Winnipeg kommen! Gedankensplitter. Manche Leute möchten Einem ihre Trauer weiß machen, indem sie Schwarz anlegen. Kaufe Temer Frau noch so viel kostbare Hüte und Costumes sie wird immer nur das Allernothwendlgste be sitzen, um sich zeigen zu können. Kein Mann ist Herr seines Schick. sals, keine Frau Herrin ihres Her zens. Auch verunglückte Experimente beweisen. Die Höflichkeit ist die Kunst, ta angenehmer Weise zu lügen Die Leute, die am meisten Geld verdienen, verdienen häufig am wenig sten Achtung. Memoiren verdanken ihre Ent stehung dem Bedürfniß alter Leute. yuS der Schule des Lebens zu plau dern. Einen Menschen kannst du kennen lernen aus den Briefen, die er schreibt 'aber noch besser aus den Briefen, dle er bekommt. Schöne Worte sind der wohlfeilste Trost. man dem am 1. A v r! l er hon Köln nach Aachen verlegten 40. Regimente sind seit diesem Zeitpunkte Nicht weniger ars neununozwanzig Mann defertirt. Elew'aZtige Ausdehnung hat die Verwendung von Holzmasse in der Papierfabrikation genommen. Nach Ansicht von? Sachverständigen werden im laufenden Jahre für diesen Zweck ca. 800.000.000 Fuß Pechtannenholz gebraucht werden. Auch eine Nuß. Erster Bauer: Do. schau ber. Sevvl. waS mir der Ävotbeker für zwanzia Vfennia so wenig Rhizinus - Oel gegeben hat. Zweiter Bauer: Wahrscheinli' sind heuer wenig Nizi-Nuss g wachsen. . E i n f a ch, Noch niemals habe ich geHort, daß ein junges Madchen die Sonne in Liedern verherrlicht bat: immer nur besingen - sie den Mond Warum wohl, nur?" Ganz einfach. weil ein Mayn. darm ist! " ' . Bescheidenheit, Wl, der Wt, der 'Ihren Oheim so lange-be bandelt hat. war nicht heim Begrab Riß? Nein, er wollte anonym bleiben. Gutgemeint. Graf (zu seinem Diener): Schändlich! Du brst ia total, oetrunlen: Wie, wenn man Dich in diesem ZuJande'aus derStrah, anhält?? - Diener; .Da können S aani. rübia sein. Sbixx Öraf! !tcb habe immn eine ' Visitenkarte ' des Her Erafen bei mir!"
g Columbus entdeckte Amerika, g 0 wir aber sorgenfür seine Reinhaltung f3 s Santa ian$ Seife s ö Veberall zn haben. Q 1 Hergestellt von 5 f fcl Q The N. K. Fairbank Company, Chicago, o
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