Indiana Tribüne, Volume 18, Number 288, Indianapolis, Marion County, 7 July 1895 — Page 9

Cffenc VolkSsdracke

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ekelnden .e'ultate d? einnehmen von Su. ,, dede. Soxaida oav e andelel. I. Ferre ' (rou'S achssizerl.Spotter, PartS. er. Z! ' tauft von auen Truzgiften.

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' r sMteln werde, allein c-3 geschah nichts i. i ? . v ; . . . '-uayin 01c aaje ganz I CUltt. Mine Nichte befindet sich in 3$n. f!fn? Falle, sagt, sie Gut jener nung i uocqiimueTiCTi, lcnroereu rani

!&VÄ heit. deren Spuren ja noch nicht völlig WWy.VsZ&tft verwischt sind, vermag Malwine die Selten mit 2v0tl,, ?. .

i'mu u einiacy Niazr zu enraqen. jüaqe gm läßt sich mit Gewalt nichts aus' rZckten. Nacka?ben und Abwarten ist i - rn i das elNZIg Richtige . . ' . . .. J)rfiS2 Ta TU T;. "vj, uuu uuv vnuyvt in ibreit Zimmern, befanden, bericktete Madame Vanessa über ihr Mchmit- ' .. ' iags-ipracy mir oem legrungs rath. Hartwrch gefällt mir mit jedem Tage besser, Malva", setzte sie dann, das Geschäft des Hzaremw:ckelns i kundenlang einstellend, Hinzu, und ich glaube, er lgt ein ernsthaftes Interesse ür Dich. Auch mir erscheint es so. Tante Anna. Nun. Kind? Ich meine, dann sei es an der Zelt, daß Du Dich zurückziehst, im Falle Deine Empfindungen 'den sei nigen nicht begegnen." Tante Anna, ick habe Hartwlch sehr lieb und würde mich glücklich preisen, wenn seine Wahl auf Mich iele!" Malwi Tornow sagte das rn ihrem gewohnten, ruhigen Tone, abu es laa dabei ein warmer Glanz in ihrem Blick, und die sonst so blassen Wangen rötft r p tbetiN filf) ' leise. W w 1 ' 1 die leblose Gegenstände in ihm n,9e6a schienen an dies Fnudc theilzunehmen, denn alle läschchen und Buchschen des Toilettentisches, klirrten hörbar aneinander urrd sammtliche Lockenwickel, deren tue ehrenwerthe Dame zur Herstellung ihres hübschen, i P I rf1 t m . 9 lraujen ianienicncutis oeourste, tanzten lustig gleich berauschten Blutegeln über den Zimmerteppich hin. Wahrhaftig. Malva", begann die alte Dame wieder, fu? mich besteht schon lange kein Zweifel nhr darüber. i . r t'.'t ev." o i f oan eine doccic ,uquna uns in an mich zusammenführte, daß Ihr- für einander bestimmt seid." Fast scheint es so...." entaeankte Nalwine träumerisch. Alles paßt so Vundrbar; sogar der Umstand, daß daZ Unmusikalisch" sozusagen, eine ?ondiiio sine qua non bei der Wahl seiner Lebensgefährtin ist." Bald darauf setzte der ReaierunaJrath Hartwich die Tarnte" und Alles, was zu derselben in Beziehung stand, durch die Thatsache seiner Verlobung mit Fräulein Malwine Tornow Tochter des verstorbenen Universitäts Professors Tornow aus Heidelberg m Erstaunen. Also wirklich! Er hatte Ernst gemacht! Die Kokette, welche zweifellos nur hierhergekommen war, um mit ihreir einstudirten Ge sichtern uns Toiletten emen Gimpel ;u fangen, hatte ihn durch ihr kluges Spiel in der That in's Girn gelockt. ittun. mochte es sein. Es gab gluckllcher Weise noch mehr uiteressante Man ner in der Welt, denen es nebenher nicht einfiel, vor musikalischen Talen ten davon zu laufen. Punktum. Der Negierungsrath Hartwich ward begra ben. und ein flotter Amtsrichter, wel cher für alle jungen Damen m der Tanne" gleichzeitig schwärmte, dabei hinreißend die Flöte blies und außerdem eine Erbtante erster Güte in Pinne besaß, an seine 'Stelle g: M. Der Lebendigdegrabene ertrug sem Schicksal mit Gleichmuth. Er war so zufrieden und echt-glücklich im Besitz eine: Malwine . . Und als der Hirbst kam. vertauschte sie ihren Namen mii dem seinigen. Es begann-dann ein seh? harmonisches Stillleben für die beiden Menschenkinder, welche so recht für einander geschaffen schienen. Die mittelgroße ' suddeutsche Stadt, worin der Regierungsrath angestellt war, ge nügte ihren Anforderungen; sie besaßen ein hübsches Heim und einen cma nehmen Bekanntenkreis, der sich bakd an die einzige Eigenthümlichkeit der Hartwichs, Frau Musila hartnäckig von ihren hübschen Zirkeln auszuschließen, gewohnt hatte, da der Umgang mit dem liebenswürdigen und gastfreundlichenEhepaar im Uebrigen viele, f i ... i.rjt"i v. o t n.x.f.1 niazl zu unicriagcnoeannciniiisi ten bot. Madame Vanessa, welche den Ober. m I . m l t P t . tnrf yvmtotctyicEjm yauic5 Dt wohnte, hatte ihre Freude an der mit Malwine vorgehenden günstigenVerän ung. Die jungeFrau blühte förmlich auf unter dem stillwirkendenicht der Glückssonne; ihre braunen Augen hatten den Goldalanz früherer age wiedergewonnen und ihre Stimme trug etwas vom Lerchenschlag an q und klana oft wie von heimlichem Jubel durchnttert. . So ging es durch gerau me Zelt; aber plötzlich Madame Vanessa wußte dc8 .Wann?" nicht ge. nau zugeben - zeigte sich eine kleine Wolke am Lebensizorlzynl des rungen Nres: sie batte ibren Si auf der sonst so klaren Stirn des Hausherrn. Irgend etwas mußte Hartwich innerlich m.s mi "f I' . -! ernsthaft beschäftigen; er war biswei j mm m (v W . . len auffallend zerstreut und seine Au aen truaen- zeitweise einen .Ausdruck. welcyer 'JJtairoine vesurcyien urs, wb . i ill. . -... Ws sllA.V,lU l . 7t, , r- X l ! . C V C. eme ijcimuu;c vok vu, miv yw Gatten belaste. ' -Sei versickert, ich werde es bald ergründet haben, Tante Anna," sagte sie m der bekümmerten alten Dame. I ' ? , per. i-rv aivm vermag aus oie auer maji mi qenua ist. die böse Wol ke". welche wich gerade jetzt, wo jeder Schatten aus memem eoen aem vollkommen glücklich wichen. dovveH stört, von der

Stirn memeS lieben Mannes zu v:?.

icyeucyen Noch an demselben Taae bot Hart. wich selbst Malwinerv die qewünschte (selegenyelt zu einem vertraullchen Ge sprach, indem er gerade zu der Zeit. für welche er die junge Frau gewöhnlich auf eine Stunde beurlaubte, um oben mt Madame Vanessa eine Partie Schach zu spielen, in das Wohnzimmer trat. Möchtest Du mir wohl heute ein mal das Opfer bringen, unten zu bleiV!. t TL C f -1. ? i ven uno oic lonu oer anie aewiomele Zeit zu meinen Gunsten zu verwenden, Liebste?" sagte er. Ich empfinde heute einen wahren Widerwillen gegen das Allelnseln.' Natürlich bleibe ich mit Freuden bei Dir, Albert. Du kommst im Grunde meinen eigenen Wünschen ent gegen. Mich verlangte längst nach nem gemllthlichmPlauderstündchen mit Dir. Aber fühlst Du Dich auch stark genug, so etwas wie eine kleine In uisition auszuhalten?" Er lächelte, augenscheinlich gezwun gen. Jcy oenre oocy, 'calva. Um 4. W L K A ir W" . was handelt es sich?" Sie zog ihn neben sich auf den'klei nen Eckdlvan nieder und ergriff seine Hand. Du sollst mir eine ehrliche Beichte ablegen, Albert. Ich muß wir r rt:x c.rx'ti'.i " ' ich, was jjiu) uciuiuiuai ooer oeiuminert. Du verbirgst etwas vor mir. Nicht so?" Ja und nein, Malva. Wie man es nehmen will. Etwas Greifbare! steht keinesfalls zwischen uns, dessen sei sicher. Aber ich will auch kern Schemen zwischen Dir und mir dulden. Albert! Beichte nun. Jetzt frage ich: um was handelt es sich?" Eme plötzliche Notye stieq in des Mannes Antlitz und verbreitete sich bis unter die schweren, blonden Haarwellen über der Stirn. .Ich scheue mich wahrhaftig, es Dir einzugestehen. Malwine. Die ganze Sache ist- so sonderbar. Vielleicht wirst Du mich verspotten oder aar 'verachten, wenn Du AlleZ weißt. Ihr Herz begann heftig zu pochen unter dem Einfluß eines heib in ihr aufsteigenden Angstgefühls. Handelt es sich um um ein Frau Albert?" fragte sie stockend. Allerdings. Aber er chrick nickt. Kind; ich habe noch kein Wort mit ihr gewechselt, keinen Blick in ihr Antlitz gethan." Die lunge ffrau beugte sich vor und richtete ihre Augen angstvoll forschend auf Hartwichs Antlitz: er gab ihren Blick halb lächelnd zurück. Du furchtest, ich sei nicht vollkommen bei Verstände? Wahrhaftig! er. r JC ! .3 rrir , luyicu es nur oocy cioi icrjon oemaye so! Aber Du wirst gleich sehen, daß die Klarheit meines Geistes nichts zu wünschen übrig läßt. Sieh, mein Kind, das Sonderbare, was wie ein böser Zauber über mich kam, begann eines Tages xu. dtf 3tV5w gewöhnlich oben beim Schachspiel zubringst. Ich saß am geöffneten Fenster meines Arbeitszimmers, so friedlich und fröhlich gestimmt, wie nur je, als urplötzlich ungewohnte Laute an mein Ohr drangen! Laute, vor denen ich sonst w:e von Furien gepelscht entflo hen: Frauengesang! Und denke Dir, Malva; diese Stimme sie klang sanft und gedampft aus jenem kleinen. entlegenen Pavillon im Nachbargarten, auf welchen mein Fenster hinausgeht, zu mir herüber diese Stimme ver trieb mich nicht! Sie that meinem Ohr. meiner Seele wohl. Wie gebannt mußte ich lauschen und erwachte wie aus tiefem Traume, als es plötzlich drüben still und dunkel wurde und man mir die brennende Lampe in's Zimmer bracht?... Und Ni,'n. Malwlns. nun sang und singt jenes Weid allabendlich um dieselbe Stunde, und die leise, süße Stimme diejenige ei nes Engels oder emes Dämons, wer kann es sagen? hat mich so vollkommen rn ihren Zauberkreis gezogen. daß ich sie sogar in meinen Träumen vernehme! Von der Sängerin selbst weiß ich nur. was der schwache Lichtschimmer mir verrieth: das sie von hoher, schlanker Gestalt ist. Mehr zu erfahren begehr' ich auch nicht. Liegt mir doch schon das Eine, daß mein iahrelana gehegter Abscheu gegen die Musik diesem Sirenensange nicht Stand zu halten vermochte, wie ein schweres Unrecht und der um ttano, daß jene Frau mittelst ihrer Stimme mein Gefühl so intensiv beherrscht gleich einer Untreue gegen Dich auf der . w r f r cnr . L?ee:e. Aver sei unoeiorgl, anawuic. Schon, heute vermied ich eS, mein Zim. mer in dieser verhältnißvollen Stunde zu betreten, und es soll auch ferner nicht geschehen. Dann muß der Gpuk ja weichen M ich wttd? wiedej arbe: en uno ruyen lvnnen wi vor dem. Mein Himmel, Kind, Du weinst fo?' ?kn der Tbat Zlrau taiwme weinte. Aber aus dem Thränen. schleier strahlten ihre Augen gleich Edelsteinen hervor und ein mt am leuchtender Ausdruck lag auf ihrem be weaten Gesicht.' .Gestattest Du nun auch mir eine kleine Beichte. Albert?" fragte sie, wäl rend ihre Hand diejenige des Gatten feste? umschloß. .Dieselbe steht in ewiger zezielzung ncr '. ... rrs ' rene H .Sage mir zuvor, daß Du mir der giebst, daß Du mich nicht um dieses mir selbst unerklärlichen inneren Voraanaes willen für einen elenden Schwächling hältst. Malwine!" .Ich babe Dir Nichts zu vergeben. Albert. 'Nun höre mir zu Als wir einander fanden und Du Dein Geschick r ! 1 w.l. iur immer rn &tm mi?ih Fr test, da genügte es Dir. zu wissen, daß wir in dem einen Punkte übereinstimme ten. Du fragtest memals nach den näderen Uriamen meiner yneiaun ... ' i ' .

gegen die Musik in der Annahme,

dieselbe sei lediglich aus zene schwere Nervenkrankheit zurückzuführen, welche ich zur Zeit unseres Bekanntwerdens kaum überstanden. Ich ließ Dich da bei, da es mir damals noch zu schmerz lich war, über die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit zu sprechen. Heute kann ich Dir sagen, was mich mupkkrank gemacht: der Verlust meiner Stimme! Ich sang ehemals viel und, wie man sagt. gut. Die Musik war meine größte, nahezu einzige Lebenssreude, in ihr fand ich mein echtestes Glück. Nun male Dir aus, was ich empfinden mußte, als eine starke Erkaltung mich plötzlich meiner Stim me beraubte. Erst nachdem verschie dene ärztliche Eapazitäten mir das Unfaßbare, das Entsetzliche als Gewißheit wiederholt, lernte ich daran glauben. Das Resultat war jene heftige Nervenkrankheit. Und als ich lang' fam genas, als ich mich endlich mit der grausamen Wahrheit vertraut ge macht hatte, da haßte ich die Musik! Da vermochte ich es nicht, auch nur ei nen Ton auf dem Flügel anschlagen zu hören, ohne heftigen Seelenschmerz!... Einer meiner Aerzte hatte mir der Ansicht seiner College widersvre chend die Möglichkeit einer Wieder erlangung meiner Stimme in Aussicht ...ft.fti ..mW . C 1! f n yticui uii tun mcyuuunauicqe jfrl angesetzt, nach deren Verlauf er ein endgililges Urtheil fällen wollte. Ich hoffte nichts mehr. Lediglich aus Pflichtgefühl stellte ich mich 7- es war vor acht Wochen, während Deiner Dienstreise zur besprochenen Zeit bei rhm ein. Die Untersuchung ging vor sich und des Professors Ausspruch fou lete: gerettet!... ' Wer . beschreibt die Gefühle, mit welchen ich zum ersten Male wieder zagend, mit pochendem Herzen und bebender Stimme einige Liedertakte sang?! Dann kam der selige Augenblick der Erkenntniß! Ja. ich hatte meine Stimme wieder und mir war's, als habe. mir der gnädige Gott auch noch ein paar Schwingen dazu geschenkt, mit denen ich mich lerchengleich aufzuschwingen vermöge zum klaren. leuchtenl.'n Fruhlinashimmel! ... Ach. Albert, wie schmerzlich entbehrte ich Deine Anwesenheit, Deine Antheilnahme in jenen Tagen geheimer Wonne! Durfte ich Dich denn je zu nieinemVertrauten machen?WUrd!stDu mir vergeben oder Dich von mir abwen den?! Jedenfalls mußte ich erst sondiren. schwieg also vorläufig, alles Glück und alles Bangen so gut es anging in meine Brust verschließend. Tante Anna allein wußte darum. Ich hatte Mir, da tägliche Uebungen zur Kraf tigung meiner Stimme nothwendig waren, den kleinen Pavillon drüben sur meine Zwecke gemiethet und einen Flügel darin aufgefüllt. Ich nahm Nicht an, daß Du das Singen, da ich mich meine Stimme stets vorsichtig dämpfte, wenn Du 'daheim warst, ver. nehmen, und noch weniger, daß Du ifirn nrtK x,ö. ' Berechnungen trogen! Und jetzt. Albert Jetzt ist es keine Sünde mehr. wenn ich mich von jener Sirene vollends um den Verstand singen lasse, vollendete Hartwich mit einem Lacheln,, vor dem alle ihre Besürchtungen zerflossen, wie Marzschnee in der Sonne. Du zürnst nicht. Albert?! O. ich danke Dir! Aber liebster Mann, Du verträgst doch that achlich die Musik nicht ! Deine Abgneigung dagegen ist ja leider nicht nur eine sire Idee!" Vielleicht habe rch ihr dennoch zu viel Vorschub geleistet. Ich bin jetzt überzeugt, daß eS auch für mein Leiden noch einen Arzt, ein Heilmittel gibt, und daß mir der Himmel Beides in Deiner Person gesandt hat. Willst Du mich in die Kur nehmen. Sirene?" Ich will. Albert! Du sollst Deine Güte und Großmuth auch niemals zu pi 4 t V bereuen yaven. ernstlich weroe ta? bestrebt sein. Dir jedes Zuviel" fernzuhalten, dann lernst Du die Musik vielleicht nach und nach lieben, wie ich sie liebe, und vergönnst der lebenslang geflohenen Polyhymnia schließlich noch gerne ein Plätzchen an der Feuerstelle Deines Hauses." Vielleicht. Malva. . . Aber laß uns jetzt gleich einmal in Deinen Pavillon hinuberqehen! Mir ist wie in einem Märchen zu Muthe. 'Du mußt mir unverzüglich jenes Lied singen, jenes kleine, melancholische, mit welchem die Sirene" gewöhnlich den Schluß zu machen pflegte. Weißt Du, welches ich meine?" .Ich denke, ich weiß es. Albert." Nun b:fand er Polyhymnias r klärtet Feind sich inmMten des ihrem KultuK geweihten Tempels!. . . . Malwln: nahm vor dem Flügel Platz und begann leise zu praludiren. Dann setzte ihre weiche, klare Stimme lieblich ein. . . . Niemals vordem nicht 'vor dem gefurchteren Kritikern des Conser vatormms hatte Malwine so zag haft, mit so angstlich pochendem Her zen gesungen: . Jch will Dir's immer sagen, Wie ich so lieb Dich hab'... JNl tl das reckte. Albert? Er antwortete nicht, oder doch nur mit den Augen. Was sie darin las, entlockte ihr emen jauchzenden Ausruf der Freude. O, Albert, Du bist zufrieden! Du magst -mich auch in der Nähe hören! ,Du bist nlcht langer mustkkrank! Ahnungsvoll. Frau, des Hauses (zu einer hübschen jungen Frau, die verspätet m s Kassee'Kränz chen" kommt): .Soeben, liebe Iran Dok tor. haben wir von Ihnen gesprochen!" Junge Frau (betroffen): ..Ahda? in .t. 'j( 1 r . - 4 i. 111 uoer Nicyr icyon; icy yaoe ja oen Damen gar nichts yethan!"

Murawjew und Potebnja.

An arausiaer Nomanik ist kaum in anoercs Capitel neuerer Geschichte o xcia?, wie die Chronik der letzten polnischen Erhebung und ihrer Niederwer(ttrtj rc ! . fc.r c - r. -. w iuu9. viuic oezonoers spannungsvolle Episode aus den letzten Tagen der Dietawr Murawiew's. des .f,enkers tan Polen", theilt Kojalowitsch in einer cn."re ... .5 .' ' . . . ero senlllWuna über den Dictator mir. ulr geben sie in Kurze wieder: Mitternackt War längst ünrühtr Murawjew saß . noch am Schreibtische, ais ein lym oeiaeaeoener Garde-Ofr . cier in wichtiger Angelegenheit gemeloer wuroe. :in feiner Äertolaunassucht Tag und Nacht auf der Lauer liegend, war der Proconsul für seine Untergebenen zu ieder Äeit zu svrecken. er islcier orachte einen eben vom Kriegsgericht! verurtheilten L4jährigen Polen, Romuald S.. mit. der durck . . " ir eine wichtige Entdeckung feine N?N.1digung erkaufen wollte. Mit nicht geringem Erstaunen hörte Murawjew den jungen Polen an, der, sobald er feineyeimniß entdeckt 'hatte, ohnmächtia zu Boden fcrnf. So rniifcte htr Proconsul schließlich doch seinen! Fuß in das Kloster der Visitandinen setzen, wo der Monate lana aesuckte rufafäe Capitän Potebnja versteckt .sein sollte, der sich den Aufständischen anaescklos. sen hatte. Schon wenige Stunden später wäre er, als Nonne verkleidet, mit den Visitandinen nach Frankreich abgereist. -DaS war ein ftam nath dem Geschmacke des Proconsuls von viina: Unter Bedeckung von Gendarmen und Kosaken eilte Murawiew in das Nonnenkloster. Es war in der dritten Moraenstunde. 3um ledten Male wa ren die Visitandinen in ihrer spärlich erleuchteten Kirche versammelt. In dieser letzten, Nacht waren die sonst üblichen Vorsichtsniaßregeln? unterölieben und unbemerkt konnten daher die Kosaken alle Ausgänge besetzen. Murawjew trat in die Kirche. Die ganz schwarz gekleideten Nonnen, schwarze Holzkreuze, worauf das weiße Bild des Gekreuzigten, auf der Brust, lauscktn den Worten deö greisen Visitators der Wilnaer Klöster. Vlöklick erblickten sie die unförmliche Gestalt des gesürchreien Dictators, und ein SchreckenSruf durchhallte den heiligen Raum. Junge Nonnen sanken ohnmächtig zu Ä?den. Murawjew stand regungslos inmitten feiner Begleiter und rief in aebietendem Tone: .Eavitän Votebnia ist Kxtr. YMAusgänge sind besetzt. Ich rathe, der Maskerade ein Ende zu machen, ibn auszuliefern!" Sie werden uns docki nickt durch suchen lassen!" rief ihm verächtlich eine ältliche Nonne zu. Sie kämvsen also selbst mit Frauen!" Nein," entgegnetc scharf der Dicta.,.si.ejämpi ich fertig. Die Wagen stehen bereit. Ein Gendarmerie Officier und der Blsitator sind beordert, Sie zur preußischen Grenze zu bringen. Um sechs Ubr reisen Alle ab. Alle auker dem Eapitän Potebnja. Eapitän Potebnja! rt ?r:. c., ?. evt jtujuuicu vr?ic ljziuui, uiuucii vic ren Beschützerinnen keine Unannehmlichkeiten!" . Eme hohe Gestalt in Nonnentracht, mit zurückgeworfenem Schleier trat aus dem dunklen Hintergrunde hervor. Ich bin verrathen. Fluch dem Berräther, Euch aber, liebe Schwestern, ewiger Ruhm und Erkenntlichkeit, daß Ihr dem durch ganz Litthauen Gehetz i .it.. i. t i . i cv .. r . i f. r.c icn voafug geioayiici. vepii, icü wohl!" Seine iunae ??rau stürzte an feine Brust, Weder Murawjew noch seine Begleiter rührten sich. Plötzlich stieß Potebnja seine Gattin von sich und mit i i rrt r rr - rn. f.. .tu dem lauten ytuse: wvj9 ieoe Poien: feuerte er einen Revolver gegen seine r- n r r 11 - r Y jt . . r run ao. auiios orary er zuiam men. Die Nonnen schrieen auf, wie eine Wabnstnniae warf sich die Gattin Potebnja's über seine Leiche. Plötzlich schnellte sie empor. Das aus der Brustwunde desTodten hervorquellende Blut Yatte rhr letv, lyre Hanoe uno ihre langen, goldschimmernden Zöpfe befleckt. :yr Antlitz war ounios, wie das der auf dem Boden liegenden Leiche. Sie wankte zu den Offizieren, in deren Mitte Murawjew mit smster zusammengezogenen Brauen stand. Laßt sie!" gebot der Dictator, und seine Begleiter wichen zu beiden Seiten zurück. Bor Murawjew sank sie .nieder, mit tonloser Stimme flehte sie. ibr den Leichnam zur Bestattung zu überlassen. Seine Liebe zu ihr habe ibn vernichtet, sie habe ihn aetödtet. nun müsse sie ihn auch bestatten. Nur für einige Tage solle man sie rn xmma lassen, und nie werde ein Fluch gegen Murawjew über ihre Lippen kommen. Murawiew verlangte nur die Papiere Potebnja's. Da schleppte sie sich auf den Knieen zur Leiche, zog aus oem Sammetrock, den er unter dem Klosterkleide ankatte. ein Packet und übergab es dem vortretenden Dictator. Abgerissen stieß er hervor: .Sie können bleiben bestatten Sie ihn, doch ohne Aufsehen zu machen. Dann reisen Sie. wohin Sie wollen " n der siebenten Morgenstunde war das Kloster verödet. Zehn Tage nach dem geschilderten Borsall veruen 'curaw ew den Swauplak einer Bluilyaten. Seine' Dictatorrolle war ausgespielt.. Bernbardt Tbau Ne'saUri'snt. Den feinsten Pumpernickel, guteö Rog aenbrot und Kucken aller Art. beson der den beliebten Sträußelkuchen. Am östlichen Marktftand 123 und 124 oder Hoibrook Straße Ro. St.

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ndiana ist das inzige Blatt in Snbiana, welcheö die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der PlutoKatte vertritt. U Organ des Volkes und nicht einer Partei oder yartettn teressen kämpft sie unentwegt für Freiheit . Recht auf allen Gebieten bet Lebenk. Die Arbeit deß Volkes ist- die Schöpferin a?eö Wohlstände und darum wirken wir für solche sozialt ! orrnen, welche die Arbeit zur sreubebringenden Luft, statt zur nieierdrückenden Last machen. Jeder foetschrittlich Gesinnte, ssllte eö als moralische Pflicht empfinde, Leser &e Jadisaa Tribüne zu sei Dö reichhaMze Sonntags - Vlalt bietet eine gülle üttthatteriben LeseSöffet. Der Abonnements Preis der täglichen Tribüne ist 12c, deö Sonktagöblatts Sc, beider zusammen IS GW., per Woche oder SS (5tS. per Monat. Durch die Poff versandt, kostet brt Tageblatt 03, bat Sonntagöblatt H2 per Jahr, beide zusammen in Vorautbezahlung. VUlcksMchen aller Art werden rasch und billig ausgeführt Qiuitimtatitn, Qnittnus, Gonültutiontn, NeHnnngen, GeschSstskarten, OriesSSpse, JirkRlflre, VrogramÖe n. s. w. für CeschAftsleute und vereine werd geschmackvoS antgefühkt. El VM Zv$2$m3, 355. . ...

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