Indiana Tribüne, Volume 18, Number 282, Indianapolis, Marion County, 1 July 1895 — Page 2

Jndiana Tribüne.

Erscheint Täglich und Sonntags. !Di tägliche , Tribüne- kostet durch den Träger 12 den per Woche, dke EonNtczzS.,TMüne' Gent per Woche, JBelbe usamnt 15 Cent der Z llentS peronat. Per Post außerhalb der tdt tugeschickt i Vorausbezahlung f per lZahr. ffli 13 Süd Alabama Strafe. Indianapolis, Ind., 1. Juli 1895. Sin NadfährPost!llön in Australien Von den Tausenden, welche nach den veswustralffchen! Goldfeldern? gezogen sind, in der Hosfnung, dort, ihr Glück zu finden, sind schon ungezählte bitter enttäuscht wieder in die Heimathz'-. rückgekehrt. Andere müh-n sich 'um kargen Lohn bei yazftt Arbeit ab und nur Wenigen ist s soweit beschieden gewesen, das, wa5 sie erträumt, dervirklicht zu sehen. Zu diesen Wenigen geh?rt auch ein gewisser Bennett, der. und das ist vielleicht das Bemerkenswertheste, zwar nicht mit Picke und Schaufel, wohl aber auf ganz anderem Wege es in kurze? Zeit zum wohlhafanden Manne gebracht hat. Bennett besitzt nämlich ein Fahrrad und ist dadurch aus den Gedanken gebracht worden, zwischen dem Minenmittelpunkt. Coolgardie, und den weit entfernt im Umkreis liegenden einzelnen Gerechtsamen eine Fahrpost einzurichten, welche, die Entfernung von Coolgardie bis DundaS und zurück im Umkreis gerechnet, eine Strecke von 280 englischen Meilen, bedient. Einmal wöchentlich. am Freitage, verläßt der Mann auf seinem Fahrrad Coolgardie, um 50 Meilen weiter bei einer kleinen Niederlassung zum ersten Mal über Nacht Halt zu machen. Am frühen Morgen geht es weiter bis zum Abend, wo Vennett abermals Station macht, um beim Morgengrauen wiede? aufzubrechen, und dieS wiederholt 'sich, bi daZ Ziel erreicht und die Rückfahrt nach dem Abgangsorte endlich glücklich zurückzelegt ist. Trotz ten in nichts weniger als gutem Zustande befindlichen Wege trifft Vennet! an den einzelnen Stationen doch zederzeit mit geradezu erstaunlicher Pünktlichkeit ein. was zur Folge gehabt hat, daß'' er sich in Kürze eines gewaltigen Zuspruchs zu erfreuen; hatte. Heute befördert der Mann, außer Briefen und Zeitungpacketen auchTelegramme sowie Werthbetröge bis zu 50 Pfund Sterling. Für letztere erhebt er 5 Procent vom Werthe, übernimmt dabei jedoch die volle Garantie für sichere Beförderung, wahrend für die Uebermittelung höherer Beträge jeweilig von Fall zu Fall ein besonderes Abkommen mit ihm zu treffen ist. Für jeden Brief, den er befördert, läßt sich Vennett einen Shilling, für jedes Telegramm fünf Shillinge bezahlen, doch tan man auch durch Zahlung eines Wochenabonnements von zwei 5hilUngen, sich die Beförderung seiner ganzen Briefschaften für die Dauer von acht Tagen sichern. DaS Fahrrad, welches Bennett benutzt, ist allein schon einer näheren Beschreibung werth. Dasselbe trägt zunächst einen BriefkaPin, der am Sattel so befestigt ist, daß auf seinem Deckel eine große Anzahl Zeitungen verpackt werden kann. Unterhalb der Maschine hängt ein Wasserschlauch. während an beiden Griffen ebenfalls Packete befestigt sind. Außerdem .muß Bennett sich noch regelmäßig zwei, wenn nicht gar drei Packete aus den Rücken schnallen. Am Gürtel trägt der unternehmende Radsahrpostillon eine für die Aufnahme-son Telegrammen bestimmte Ledertasche, daneben aber auch ein scharfgeschlrffenes Messer und einen geladenen Revolver. Doch ist dem Manne, der seinen Dienst nun schon seit vielen Wochen versieht, bisher noch niemals aufgelauert worden, was, da allgemein bekannt ist, daß er stets recht große Summen bei sich führt, gewiß ein gutes Licht auf den Charakter der Bevölkerung des Grubenfeldes ' wirst. DiePalatla". DaS Schiff Palatia" der Hambürg Amerikanischen PacketfahrtAktttngesellschaft, welches mit der Yacht des Kaisers Wilhelm. Hohenzollern", die erste Fahrt durch den Nordostseecanal machte, stellt in seinem Bau einen besonderen Typus der neueren Handelsdampfer dar. Dampfer dieser Art sollen neben der Beförderung von Auswanderern nach Amerika vorzugsweife der Einfuhr von Getreide und Vieh aus Amerika nach Deutschland dienen. Wenn aucb der .Palalia" an Länge (140 Meter) die deutschen Schnelldampfer Augusta Victona", Havel und Spree" gleichkommen, übertrifft sie mit ibren 13.360 Tonnen bei 8 Meter Tiefganz den größten deutschen Schnelldampfer .Fürst Bismarck" noch um fast. 3000 Tonnen Wasserverdrängung. Die Palatia" und ein Schwesterschiff sind beim Vulkan in Stettin erbaut. Ihr Schiffzsörpe? besteht aus Siemens-Martin-Stahl. Neben den 10 Wasserdichten Abtheilungen besitzt daS Schiff noch einen Doppelboden, der zur Aufuahme von etwa 1170 Tonnen Wasserballast dient. Das Ruderblatt besieht auS einer einzigen dicken Platte. Ganz dieselbe Ausführung besitzen auch die beiden inEngland erbauten Schnelldampfer Lucania" und Campania", und eS sei bie? nebenbei bemerkt, daß deren Ruderblatt von 6,75 Meter Höhe und 3.35 Meter Breite und 38 Mil.limeter Dicke von Krupp in Essen be'zogen werden mußte, weil die englischen Walzwerkt nicht im Stande waren, Platten von so bedeutenden Abmessungen zu liefern. Die Folge davon wa.renkte hitzigsten Beschwerden in den chen Tageszeitungen und Fachdarub?, daß man in Engo Schiff vom Kiel bis zum Flaggenknopf nicht mehr allein zu bauen vermöchte, vielmehr Deutsch landö &llf in AnsoruÄ nebmen

müßte. Durch ihre innere Einrichtung sollen diese Dampfer drei verschiedenen Zwecken dienen,. Zunächst können sie als reine Frachtschiffe verwandt werden. weiter als Auswandererschiffe, wofür in den drei durchlaufenden Decks leicht entfernbare eiserne Veiten für 2490 ZwischendeckspQssagiere aufzu stellen sind, endlich erhält daS Schiff im Oberdeck eine verstellbare Stalleinnchtung für 400 Stück lebende Ochsen. Kommen letztere anVord, so werden die Räume für Auswanderer in Viehställe umgewandelt. In, sachlichem Zusammenhange mit der Stalleinrichtung stehen die hinter dem Maschinenraum angeordneten Fleischaufbewahrungsräume, die mit Vierteln in Amerika geschlachteten Viehes gefüllt werden. Kühleinrichtungen halten die Temperatur hier stets auf 5 Grad Kälte. An den Decken der beiden Fleischerräume sind etwa 400s) Fleischhaken angebracht, so daß 4000 Ochsenviertel bann aufgehängt werden können. Das zerlegte Fleisch kommt bereits in gefrorenem Zustande in die Räume. Die Fracht für einen lebendenOchfen beträgt zu? Zeit etwa 50-) Mark. Hiervon ist auch die Ueberfahrt der Viehtreibe?, Uxtn je einer auf 25 Ochsen kommt, sowie deren Unterhalt während der Fahrt seitens der Rhederei zu bestreiten. Die Schiffe fahren mit einer Schnelligkeit von 13$ Knoten und haben vier Pfahlmasten.

Preukische Lssicicre für Chile. Der chilenische General Körner weilt seit Kurzem in Berlin, um für die militärische ' Organisation und Ausbildung der Wehrkraft seine? neuen chilenischen Heimath wirksam zu sein. Der General, noch vor einem Jahrzehnt preußischer Artille-rie-Hauptmann, hatte es verstanden, durch sein Organisationstalent und seine überlegenen Führer-Eigenschaf-ten der chilenischen Congreßpartei aus anfänglich mißlicher Lage zum glänzenden Siege über die dictatoriale Partei zu verhelfen. Seitdem arbeitet er unaufhörlich und umfassend an der Steigerung der militärischen Kraft Chiles, das ihn als seinen Kriegshelden verehrt und trotz ausgeprägten Nationalstolzes einsichtig genug ist, den militärischen Anschauungen des Deutschen zu folgen. Wer weiß, ob bei den unruhigen südamerikanischen Verhältnissen über kurz oder lang nicht neue Aufgaben an die kriegerische Leistungsfähigkeit Chiles gestellt werden. Ein Staat von derartiger innerer Kraft und Strebsamkeit, welcher die Bezeichnung .das Preußen Süd-Amerikas" erhalten hat, wird sich nicht lange eingeengt fühlen wollen. Bis jetzt besteht das stehende Heer des etwa drei Millionen Einwohner zählenden Staates aus 6000 Freiwilligen. Um möglichst viele Mannschaften ausbilden zu können, werden sie im Allgemeinen nach zweijähriger Dienstzeit entlassen. Einschließlich der Nationalgarde, in der alle Chilenen dienstpflichtig sind, vermag Chile über 50.000 Mann für den Krieg aufzustellen. Höhere Verbände als das Regiment bestehen im Frieden bis dahin nicht. General Körner strebt die Bildung von drei aus allen Waffen gemischten Brigaden im Frieden an, welche bei der Mobilmachung durch Einziehung der Reservisten und Nationalgardisten aus drei Divisionen und drei ReserveDivisionen gebracht werden können. Der chilenische Staat hat als Haupt träger eines kriegstüchtigen Heeres ein; vorzüglich ausgebildetes Officiercorps richtig erkannt. Die eigenen kriegerischen Erfolge, welche er zum größten Theil einem früheren deutschen Officier zu danken hatte, die hervorragenden Leistungen deutscher Officiere als Jnstructeure fremder Armeen, so besonders der japanischen, gaben den Gedanken ein, auch für das chilenische Heer deutsche Officiere, und zwar nur Lieutenants, al Instructeure anzuwerben. General Körner selbst wurde mit dieser wichtigen Mission betraut und hat sie, dank dem Entgegenkommen der deutschen Regierung, bis jetzt auf's Glücklichste durchgeführt. Die En-gagements-Bedingungen der chilenischen Regierung gingen allen Truppentheilen und Behörden zu: Verpflichtung auf vorläufig zwei Jahre, Eintritt in eine um einen Grad höhere Dienststelle als die in der preußischen Armee bekleidete, mit zugesicherter Aussicht auf Wiedereintritt in die preußische Armee, eine für chilenische Verhältnisse vollauf genügende Besoldung, freie Hin- und Rückreise sowie Ausrüstung. In der Hoffnung auf schnelles Avancement und durch den Drang nach selbststän diger Thätigkeit und den Wunsch, die Welt kennen zu lernen, getrieben, folgte eine über Erwarten große Anzahl von Officieren aller Waffen dem Aufrufe, soweit die Officiere nicht als Lehrer an den militärischen Bil-dungs-Anstalten, wie Kriegsakademie und Cadettenschule, Verwendung finden, werden sie auf. die verschiedenen Truppentheile vertheilt werden, um dort zunächst die chilenischen Officiere und Unterosficiere zu mstruiren, dann aber eigene Mustertruppen als Lehr-Compagnien, LehrEskadrons, Lehr-Batterien auszubilden. Die Londoner Armen. Der bekannte Statistiker C. Booth, dessen mühsame aber eingehende Untersuchungen über die Armen und die Armuth Londons bereits mehrere Bände füllen, hat zwei weitere Bande über denselben Gegenstand verökfent licht, welche einen klaren Einblick in das actuelle Leben der arbeitenden und darbenden Bevölkerung unser? Mil lionenstadt gewähren. ES sind gewissermaßen statistische Augenblicksaufnahmen, oder malerischs Statistik anschaulich über alle Maßen. In diesen neuen Bänden prüft Booth die Resultate der Untersuchunaen. zu denen

er in den früheren Bänden mit einer verschiedenen Methode gelangt ist. In den neuen Bänden theilt er das arme London in etwa 90 Gewerbe -und Handwerke ein, classificirt die Bevölkerung nach der Zahl der Zimmer, die jede Familie benützt, nach der Zahl der Dienerschaft, die jede Familie hat und untersucht auf diesem Wege die Frage der Uebervölkerung, des gedrängten Zusammenlebens. Dann vergleicht er die erzielten Resultate, die statistischen Zahlen mit den Zahlen, die er mit seiner früheren Methode erhalten hat und eS ergibt sich eine, wie er sagt, verbluffende Uebereinstimmung. Seine frühere Methode ergab, daß 31 Procent der Londoner Bevölkerung in Armuth leben; die neue Classification dagegen ergibt 31 Procent als crowdod, d. h. in zu engen Verhältnissen lebend. Natürlich kommt dabei das ganze Areal, auf dem London erbaut ist, in Betracht: in einigen Stadttheilen leben die Leute zu nahe bei einander, ohne gerade arm zu sein, in anderen sind sie arm, aber leben nicht zu nahe. Ueber die Dienstverhältnisse gibt uns C. Booth Folgendes an: 80 Procent der Bevölkerung haben keine Dienstboten. 11 Procent haben Dienstboten, 5 Procent sind Dienstboten und der Rest lebt in Anstalten. Von den Dienstbotenlosen sind 188.000 so arm, daß vier bis acht ein Zimmer theilen; sogar 10 bis 11 in einem Zimmer kommt vor; doch traut der Verfasser den Censustabellen nicht ganz. Na hezu eine Million lebt in je einem Zimmer für eine Person, oder 2 für 3 Personen, 3 für 5, oder 4 Zimmer für' 7. Die oberen" Klassen sind die, welche einn oder mehrere Dienstboten für we niglr als 4 Familienglieder haben. Diese belaufen .sich auf weniger als eine Viertelmillion, und nicht ganz 100.000 haben den Luxus, in Familien zu leben, die drei oder mehr Dienstboten halten. Auf diesem Wege häust der Statistiker werthvolles Material an zu unserer Kenntniß Londons.

Hlntlr den Coulissen. p: Ein pikanter Skandal auZ der ödjjtai Aristokratie Deutschlands fand kürzlich vor dem Schwurgericht in München ein hochnothpeinliches Nachspiel. Angeklagt war der Hauptmann a. D. Arnold dortselbst wenn Beleidigung des Prinzen Alexander von Preußen, begangen durch einen Aufsatz Lassen das ist die Frage" im Berliner Kl. Journal". Die Redaction dieses Blattes hatte auf eine Anfrage des Berliner Gerichts den Hauptmann als Einsender" angegeben, weshalb sich das Münchener Gericht mit dieser niedlichen Geschichte zu befassen hatte. Hauptmann Arnold ist eine in literarischen Kreisen wohlbekannte Persönlichkeit. Er gehörte in den Jahren 1892 bis 1895 der Redaction der Allg. Ztg." an und hat sich namentlich auf dem Gebiete der baierischen Alterthumskünde einen Namen gemacht. Den Inhalt des von ihm dem Kl. I.eingesandten Artikels geben wir zunächst in den wesentlichen Zügen wieder, da die betreffende Nummer confiscirt ist: In dem" idyllischen kleinen Bade Steben waltete mit vollkommener Anerkennung der leidenden FrauenWelt der Dr. med. Stiefler. Jedoch scheint er in seiner Eigenschaft als barmherziger Samariter, mit seinen edelmüthigen Bemühungen, weibliche Schmerzen zu lindern, kein Verstandniß bei seiner Gattin gefunden zu haben. Sie ließ sich von ihm scheiden und erhielt das einzige Kind, eine hoffnungsvolle, kleine, schlanke Tochter, zugesprochen, welche sie ihrem neuen Gatten, dem Premierlieutenant v. Zahlberg im bayerischen Jnfante-r-Leib-Regiment. als holde Morgengabe in die Ehe brachte. Kaum sechzehn Jahre alt. verlobte sich diese hoffnungs-, reiz- und talentvolle Tochter nach einigen Champagnersuiten" mit dem Hauptmann FreiHerrn Max. v. Seckendorff, welcher ebenfalls imLeibregiment stand. Hochbeglückt eilte der hochadelige Gatte mit seiner süßen, jugendlichen HauSehre" dem wellenumsplllten Lindau zu. Des Nachts vernahm plötzlich das Personal des von den Dreien aufgesuchten Hotels einen fürchterlichen Lärm: Schwiegermutter und Tochter waren mit dem Freiherrn in einen erbitterten Kampf gerathen.... Der Gatte reiste sofort nach München zurück, und die Ehe ' wurde getrennt. Allein Freifrau v. Seckendorff. blieb Freifrau v. Seckendorff, daran konnte das Gericht nichts ändern trotz der äußersten Bemühungen der freiherrlichen Familie. Mit der Erlangung dieses wohllautenden Namens schienen alle Absichten, welche Mutter und Tochter mit dieser Eheschließung verknüpften, erfüllt zu sein, denn schnöden Mammons besaß das Geschlecht derer v. Seckendorff nicht übertrieben viel. Allein der ästhetisch und akustisch so schöne Name sagte dem Naturell der Helden wüthigen Jungfrau über Alles zu, denn sie erglühte bis in's tiefste Herz von elementarer Begeisterung für die Kunst. Sie nahm Unterricht, studirte Heroinenrollen und verstand es außerordentlich, auch den damaligen Intendanten, Herrn v. Perfall, von ihren Talenten zu überzeugen. Er versprach ihr das Engagement an der Hosbühne. Allein Herr Possart vermochte es nicht, sich in diesem Falle von den gleichen Intentionen leiten zu lassen wie sein Vorgänger, und hielt dessen Verfprechen nicht. So mußte denn unsere Heroine einige Stufen am Parnaß tiefer sieigen, um endlich beim Gärtnerplatz-Theater zu landen. Hier hielt sie nun einen kleinen Wechsel für angebracht: sie färbte sich da? üvpige Haupthaar hellgoldblond und stabreimte sich Liane von Lassen". Bald darauf stand im M. G. Anz." in einem Blatte, welches die Lebens-Romane modernder Mnstlerinnen besonders cultivirt.

daß' sich diese .kalte Schönheit"' in Ostende mit dem Prinzen Alexander von Preußen verlobt habe. Der Prinz, welcher damals 74 Jahre zählte und noch nie verheiratet gewesen war. sollte nicht beabsichtigen, seine Braut dem 5lünstlerberufe zu entziehen, sondern nur die SommerMonate in der Villa Jltx6 zu Ortende mit ihr verleben wollen. Seine morganatische Gattin" blieb dem Ensemble des Gärtnerplatztheaters erhalten bis auf den heutigen Tag. Es ist überflüssig, darauf hinzuweisen, daß die ganze Nachricht von h'r Vermäbluna des Bringen mit der Nrau v. Seckenborfs-assen erfunden ist. Auch der incriminirte Aufsatz des Hauptmanns Arnold läßt dies durchblicken, wie derselbe denn durchaus den Eindruck macht, als wolle er den Machenschaften der reclamebedürftigen Frau v. Lassen" nebst der sie unterstützenden Zeitung ein für alle Mal den Boden entziehen. Diese Zeitung ist der M. G. Anz.", welcher die Nachricht der Verlobung" zuerst brachte, jedoch merkwürdiger Weise, ohne verklagt zu werden. Der M. G. Anz." hielt sogar diese Nachricht gegen ein officielles Dementi der Nord. Allqem. Ztg." aufrecht und schwang sich selbst zu einem romantischen Vergleiche mit der morqanattschen Ehe des Großherzogs Ludwig IV. von Hessen und der Gräfin v. Kolemine auf, wobei auch die Nachricht von der Verehelichung officiell dementirt worden sei, jedoch erst nachdem die Ehe wieder geschieden war etc. Charakteristisch für die Art. wie Frau v. Lassen diese ganze Affaire" ausnutzte, ist zum Beispiel ein Artikel des genannten Münchener Blattes, worin wiederum des Langen und Breiten nachgewiesen wird, daß es sich um thatsächliche Vorgänge handle, worauf es dann heißt, man könne die liebreizende Braut" des Prinzen allabendlich im . Gärtnerplatztheater in den und den Rollen sehen und sich dabei von ihrer wunderbaren! Schönheit überzeugen. (!) Nach dieser Leisiung waren sich alle Kenner der Verbältnisse darüber klar, daß Frau v. Seckendorff. aenannt Liane v. Lassen, einen zufälligen gleichzeitigen Aufenthalt in Ostende für ihre Carriere als Künstlerin" mit 5)ilfe guter Freunde ausbeuten wollU Thatsächlich geht die Klage vom Hausminister aus. Das Berliner Kammergericht erklärte in der VerHandlung gegen die Redacteure des Kl. I.", es liege keine Beleidigung des Prinzen Alexander vor, wogegen der Staatsanwalt Berufung einlegte. Das Reichsgericht verwies dann die Verhandlung gegen Arnold an das Münchener Landgericht I, da es seinerseits die Ueberzeugung gewann, die Angelegenheit sei zu verfolgen. Die Verhandlung endete mit der Freisprechung des Angeklagten.

QHeuklicher Sport. Roubair. eine Stadt von rund 110,X)0 Einwohnern, liegt im französischen liord-Tepartement, Ärrondinement de i'ÜIe, ud ist bcrüh.nt wegen seiner Zkattenkämpfe. Das heißt: ' eigentlich ;inb es Kämpfe zwischen Ratten und funden, bei denen die ersteren natur gemäß unterliegen. In einem nicht gerade sehr vornehmen Viertel der Stadt befindet sich ein Haus, eigentlich ist eS nur eine hölzerne Baracke, in wel chem der Sport betrieben wird. Wenn oas Stadtviertel auch nicht sehr fein und daö Haus nicht sehr verlockend aussieht, so begeben sich an den Kampftagen" doch zahlreiche Herren und nicht wenige Damen (zumal englischer Rasse) dorthin, ehenso wie eS chic" ist, in Paris um 2 Uhr Nachts nach den in der Umgebung der Central-Markthallen gelegenen Kellern und Spelunken zu pilgern, um dort eine urkräftige saup a Toignon et au frornatre einzunehmen und dem Leben und Treiben im Venrrs Je Paris zuzuschauen. Im Innern deS Cporthauses stehen einige umfang reiche Käfige, in denen daS rohe Spiel vor sich geht. Für die unterhaltendste Art gilt ein Hindernißrennen-, bei dem an den Scharfsinn des Hundes die größten Anforderungen gestellt werden. Bier Ratten werden einzeln unter um gestülpten Blumentöpfen versteckt, und neben diesen gefüllten Töpfen" stellt man noch ebenso viele leere" auf, d. h.' solche, unter denen sich keine Ratten befinden. Alle Töpfe haben genau die gleiche Größe und Form, die Auffiel lung erfolgt in Abwesenheit deö Hun des, so daß dieser von vornherein keine blasse Ahnung hat, wo sein Wild ver steckt ist. Trotz dieser erschwerenden Umstände hat Master Jack" nur 50 Sekunden Zeit, um sein Werk zu vollbringen, daö weiß er auch, und man kann sich den ken, wie sehr sein Point d'lionneur durch die Schwierigkeit der Aufgabe gekitzelt wird. Sobald er den Käsig betritt, verläßt er sich nur noch auf sein seines Ohr und vor Allem auf jeinen haarscharfen Geruch: das Gefäß, aus dem ihm Rattenduft entgegenströmt, stülpt er mit kunstgerechtem Pfoten schlage um. Kaum ist die beengende Hülle gefallen, so stürzt die Ratte her auS, aber weit kommt sie nicht, denn Jack, seiner Sache sicher, schnappt zu und erdrosselt sie hinterrücks. So geht es weiter, bis alle Blumentöpfe auSge räumt, alle Ratten erwürgt sind. Im Grunde sieht die Geschichte schwieriger auS, als sie eigentlich ist,demi nur bei der ersten Ratte darf Jack keine Zeit verlieren; läuft er dieser einmal nach, so fallen zwei, drei andere Töpfe ganz von selber. Bei einer solchen Stople chase ereignete es sich einmal, daß eine riesengroße schwarze Ratte dnrch den plötzlichen und unvermutheten Anblick des Hundes einen Wuthanfall bekam und ihrem Verfolger entgegensprang. Sie verbiß sich in die Unterlippe deS HundeS und ließ nicht los, obwohl er sie, heulend vor Schmerz, mit aller Macht hin- und herschlenkerte. Endlich bekam er sie am Genick zu packen und brach ihr alle Knochen im Leibe ; sein Zorn war aber so groß, daß er sich selbst, die 50 Sekunden Rennzeit und die auf ihn gesetzten Unsummen ver-

ga, um nur der Racye zu sröynen. Rache schmeckt süß", dachte er und ver schlang das Unthier mit Haut und Haa ren, zum Entsetzen der Zuschauer. Und nun noch von einer ganz desonde ren Art des Hindcrnißkampfes." Die Ratten werden, ebenso wie bei dem oben beschriebenen Nennen, in umgestülpten Blumentöpfen untergebracht, doch wird der Schwanz durch das kleine Bodenloch des Topfes gezogen und dann ein Knoten in ihn gemacht, so daß er nicht wieder zurück kann. Würde der Topf nun umgeworfen, so bliebe die Ratte trotzdem an ihn gekettet, und könnte sich durch das Gefäß schützen. Deshalb gelangen bci diesem Spiele nur die allerintelligentesten Rattenfänger zur Verwendung, die daraus abgerichtet sind, zuerst den Schwanzknoten abzubeißen, dann den Topf umzuwcr fen und schließlich die srci gewordene Ratte abzuthun. Der Billigkeit halber giebt man ihnen für diese schwierige Arbeit etwas mehr Zeit, nämlich 54 Sekunden, für jeden Knotenabbiß" 1 Sekunde. Dad neueste GaS.

Man hat großes Aufhebens von dem kürzlichen entdeckten Argon" ge macht, welches bekanntlich schon mit Wahrscheinlichkeit als die Ursache der Nordlicht - Erscheinungen bezeichnet worden ist, und welches einige kühne Köpfe bereits auch, ohne bestimmte Anhaltspunkte, mit den Phänomenen des HypnotiSmus" in Zusammen hang gebracht haben. Doch die Entdeckung neuer Elemente scheint äugenblicklich mrtSiebenmeilen-Stiefeln vor anzugehen, und schon sfel Argon" nicht mehr am äußersten Ende, sondern fc3 Helium" ist ihm angereiht wor den, und die Entdeckung eines dritten neuen gasigen Elements soll nächstdem" erfolgen. Das neue GaS hat den sonnigen Nainen Helium" deshalb erhalten, weil sein 'Lichtspectrum in dem gelben Streifen eine besondere Linie enthält, von der man lange Zeit annahm, daß sie durch ein nur in der Sonne (wenigsiens unter den bis jetzt unserer For schung zugänglich gewesenen Himmels lörpern) vorkommendes Element verUrsacht werde. Als Sonnen-Element wurde es schon im Jahre 1872 von Professor Lockyer, einem Engländer, angenommen und Helium" getauft. Als irdisches Gas aber ist eS erst jüngst von 'LockyerS Collegen Ramsay ezperimentell entdeckt worden, und zwar auf eine Andeutung hin, welche sich in einem Aussatze von W. F. Hildrbrand unter den Publicationen unseres Geologischen Bundes - VermessungS BilreauS findet. UebrigenS scheint eS, daß das Helium nicht ohne 'die vorhe rige Entdeckung 'deS Argon mit Bestimmtheit lhätte festgestellt werben löi nen. In der Sonnen-Atmosphäre soll das Helium einen höheren Rang, als Wasserstoff obti Sodium einnehmen und die äußerste Lage in jener Atmosphäre behaupten. Wie weit eS in unserer Atmosphäre und in der Erde verbreitet ist, daS läßt sich noch nicht feststellen; man vermuthet aber, daß es in sehr bedeutende. Menge vorkomme, und natürlich theilt ihm die wissenschaftliche Speculation auch bereits allerlei Rollen zu, welche es spiele oder noch zu spielen berufen sei. So meint ein gelegentlicher Streif zügler auf 'dem Gefilden der Wissenschaft, das Helium könne sich als die größte Kraftquelle entpuppen, welche jemals auf künstlichem Wege vom Menschen gefunden worden sei. (Das wäre tticht Herade sehr! verwunderlich, wenn dasselbe wirklich von so großer Bedeutung in der Sonnen-Atmospyäre sein sollte, wie sie ihm zugeschrieben wird.) Unter Anderm stellt dieser Streifzügler die vollkommene Lösung deS Luft-schifsfahrts-ProblemS durch 'daS Helium in Aussicht. Ferner erwartet er von ihm, in Verbindung mit anderen Elementen, die Entwicklung eines neuen Sprengstoffes, welcher alles bisher in dieser Art Dagewesene weit hinter sich lassen und nur das Eine gegen sich haben soll, daß er a l l z u fürchterlich ist, u. s. w. So ganz von Weitem heißt es auch, daß der vielgenannte Erfinderich" Keely, dessen Charakterbild noch so unbestimmt in der Beur. theilung seitens seiner Zeitgenossen schwankt, am Ende schon längst mit dem neuen Element herumgepfuscht habe, ohne es zu wissen. Doch daS Alles sind Vermuthungen, welche vorläufig noch nicht einmal Hypothesen genannt werden dürfen. Es ist naturgemäß entschuldbar, wenn auch nicht logisch zu rechtsertigen, daß jehes neuentdecktc Element das dicke Ende" tragen muß, das heißt in diesem Falle, zur etwaigen Lösung aller noch räthselhafter Fragen und Problem der Menschheit, herangezogen wird, und dieses Schauspiel wird sich wohl noch gar manchmal wiederholen! Was das sogenannte Dritte Neue Element betrifft, so wird dessen Entdtckung von einer Zersetzung des Argon oder des Helium erwartet, welche selbstverständlich dann aufhören müßten, als Elemente" zu gelten. Bereits hat man die merkwürdige Wahrneh tnung gemacht, daß jas Argon seine Purpurstreifen im Llchtspectrum unter dem Einflug des Hettum verliert, und man darf daher mit Spannung weiteren experimentellen Ergebnisse entgegensehen. Unter den Studenten deZ College von Roanoke, Va., befinden sich zwei Coreaner, drei Japaner und mehrere Choctaw-Jndianer. Dem Baseball - Club von Topeka, Kas., gehören vier VollblutIndianer an. Ef?e? derselben! ist Pitcher" und alle sind vorzügliche Spieler. Vor Kurzem he, rathete in Montana ein Indianer, 'der den vielsagenden Namen Man-Afraid-of-Nothing" führte, eine Weihe. Kaum war seit dem Hochzeitstage eine Woche . verflossen, als er bei seinem Stamme um die Erlaubnm. seinen Namep andern zu dürfen. nachsuchte.

T. JAKOBS OEL, bekannt auf der ganzen Erbe, als das - größte Echmerzenheilmittel heilt . . Rheumatismus, Neuralgie,

Deutsche Lokal-Nachrichten. Saairen. Dresden. Der Schauplatz eines Liebesdramas war die Gegend von Hochburkersdorf. Der erst 18 Jahre alte Sohn des Gutsbesitzers Köhler hatte mit einem Dienstmädchen, der 16jährigen Martha Kunath, ein Liebesverhältnik. Letithin wurden beide vermißt. Nachmittags, als man nach den Verschwundenen Nachforschungen anstellte, fand man sie unweit eines TeicheS, die Kunath als Leiche, den jungen Mann mit einer Schußwunde, noch lebend. Neben dem Letzteren lag ein sechsläufiger Revolver, womit er seine Geliebte getödtet hat und sich todten wollte. Köhler hat noch sein volles Bewubtsein,doch ist sein Zustand bedenklich. F r e i b e r g. Im sogenannten Soldatenteich hat am 23. v. M. die Frau eines Einwohners mit ihrem 6jährigen Töchterchen den Tod gesucht und gefunden. Kamenz. In dem an der säch sisch-preußischen Grenze gelegenen HauSdorf ist ein Elternpaar mit einem Schlage seiner vier blühenden Kinder im Alter von 6 bis zu 2 Jahren beraubt worden. In Abwesenheit der auf Feldarbeit befindlichen Eltern hatten die Kinder von den Medikamenten genascht, welche der Vater im Schrank hatte. Darunter befand sich Carbol, und unter unsäglichen Schmerzen mußten die vier Kleinen, die davon gekostet, sterben. S?ftl,ir,aUmt 0nm Gießen. Der ordentliche Professor in der juristischen Fakultät der Landes Universität, Dr. Gustav Kretschmar wurde auf sein Nachsuchen it Wirkung vom 1. Oktober 1895 an. in den Ruhestand versetzt. G o n s e n h e i m. Dieser Tage stürzte beim Aufschlagen des Gebälkes an der gedeckten Reithalle an der neuen Kaserne ein Arbeiter Namens Jean Rath aus Gonsenheim so unglücklich, daß ihm das rechte Bein zerschmettert wurde. Offenbach. Mit allen gegen zwei Stimmen hat der Stadtrath in zweiter Lesung beschlossen, die Lieferungen für die Erbauung eines Elektricitatswerkes auszuschreiben. Man will 135.000 Mark dafür aufwenden. VlsagLotkrino,n. Groß-Hettingen. Im Bache von Soetrich wurde die Leiche des seit einigen Tagen verschwundenen Ackerers Peter Leikgen auö Soetrich aufgefunden. Wie der Verunglückte in den Bach gekommen, konnte bis jetzt nicht genau festgestellt wrden; ein Verbrechen dürfte ausgeschlossen sein. Leitgen war Wittwer und ein Siebenziger. Jnsmingen. In de? Nacht sind 5 Häuser durch eine Feuersbrunst in Asche gelegt und mehrere stark beschädigt worden. Obernspach. In der Familie des Bauerngutsbesters Buhr herrschte schon seit einiger Zeit' infolge eines verlorenen Prozesses Unfrieden, und der Familienvater hatte seiner Gattin, der er alle Schuld zuschob, schon mehrmals gedroht, er werde sie umbringen. Jüngst nun wollte der Mann seine Drohung wahr machen. Der Frau gelang es jedoch, zu entfliehen; der Sohn wollte der Mutter zu Hilfe eilen, erhielt aber vom Vater einen t'ödtlichen Stich in die Herzgegend. Ein gleiches Schicksal widerfuhr dem Schwiegersöhn. Die beiden Unglücklichen sind bald darauf ihren Wunden erlegen. Der Mörder wurde sofort verhaftet und in das Gefängniß nach Mühlhausen eingeliefert. Cauirn. München. Der als Kunstmäcen bekannte, 53 Jahre alte, hier Arcisstraße 10 wohnende Privatgelehrte Dr. Konrad Fiedler ist beim Aufziehen der Jalousien verunglückt, indem er aus dem Fenster des ersten Stockwerkes kopfüber auf. die Stufen des HauSeingaiuzs stürzte und einen tödtlichen Schädelbruch erlitt. D i l l i n g e n. Der in der Fabrik Schretzheim in Arbeit stehende 53Jahre alte verheirathete Arbeiter Karl Schrettle kcun auf gräßliche Weise ums Leben. Demselben wurde von einer Karterie-Maschine der Kopf und der rechte Arm abgerissen und total zermalmt. Schreite hat die Feldzllge 1866 und 1870 71 mitgemacht. Fürth. Hier hat bei dem Vorstand und dem Vereinkwirth deS Vereins der Frauen und Mädchen Urths" eine Haussuchung nach politischem Material stattgefunden. DaS scheinen ja ganz fiaatsgefährliche Evaötochter zu sein. XXijitpfalu Be r g z a b e r n. Der Stadtrath beschloß, eine Turnhalle für die Schule und die Turner zu bauen. L a n d a u. Die .Actienbrauerei Englischer Garten" dahier erwarb die bisher Herrn Bierbrauereibesitzer Karl Kaul gehörige, seit mehreren Jahren außerBetrieb befindlicheBrauerei .zum Baren mit der gestimmten Einrichtung UNln Preis von 100,M M. ,,,, Neeksöaurnpfeifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen :c., bei W.

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