Indiana Tribüne, Volume 18, Number 281, Indianapolis, Marion County, 30 June 1895 — Page 5

Die Ursache chromscher Krankheiten wurde endlich entdeckt. Das Publikunl nahm regel mäßig Blutreinigungsmittel und konnte nicht begrcifen, weshalb durch dieselben keine vollständige Heilung erzielt wurde. Dr. S ch o o p ging einen Schritt rooi ter und widnicte seine Zeit dem speziellen Studium der Ursachen der sich so stark vermehrenden chronischen Krankheiten. Erfand, daß gewisse Nerven vollstem dige Kontrolle über den Magen, die Leber und Nieren und alle inneren Or gane haben. Wenn diese Nerven geschwächt sind, so kann der Magendie Nah rung nicht verdauen, die Leber wird träge und das ganzeKörpersystem wird hinfäl-l!g,dadenVerdauungs-OrganendieNer-venkraft fehlt. Dr. Schoop's WiederHersteller ist ein Magen-, Leber-und Nieren-Heilmittel,welches aufdie Nerven, welche diese Organe kontrolliren, einwirkt. Diese Arznei ist kein Nervine oder giftiges Nervenreizmitel, sondern dient zur Kräftigung der Nerven und zur Hebung der Verdauungskräfte und heilt alle Magen-und Leberleiden durch die Entfernung der Ursachen. Ein Versuch wird Dich davon überzeugen. L Lpotbekeu der frei? per Erprck für $1.00.

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Der NlkeyoliSn:? in Frankreich.

Von Eugen v. Jagom. 2er ausgezeichnete Pariser Irrenarzt Legrain hat vor Kurzem ein .Gesellschaftliche Entartung und Alkoholis-mus-betiteltes Buch veröffentlicht, dessen reichen Inhalt ich der.nachfolgenden, durch manche persönliche Beobachtunq ergänzten Schilderung zu Grunde lege. Der Alkoholismus hat gerade in Frankreich, und zwar seit dem Auftreten der Reblaus fo reißende Fortschritte gemacht, daß das caveant consules eines Legrain, der gleichzeis tig ein guter Patriot und ein scharf beobachtender Fachmann ist, nur z.l gerechtfertigt erscheint. Und das um so mehr, als man erkannt hat, daß die Trunksucht mit der Zunahme der Massenarmuth. mit der von den Volkswirthschaftern miti einer patriotischen Beklemmung festgestellten Abnahme der Bevölkerung, mit dem Wachsthum des Verbrecherthums, mit der geistigen und sittlichen Verrohung der Bevölkerung in ursächlichem Zusammenhang steht. Ich habe vor längerer Zeit schon hervorgehoben, daß - nicht so sehr die Zahl der Verbrecher als die der Verbrechen stark angeschwollen ist, mit anderen Worten, daß die Bestraften immer häufiger rückfällig werden, und ferner, daß ihr Durchschnittsalte? von Jahr zu Jahr sinkt. Die Anklagebank der Zuchtpolizeigerichte ist mit ganz jungen Burschen überfüllt, deren das Gepräge der Entartung tragender Kopf gleich aus den ersten Blick ihre Abstammung von Säufern verräth. Die Statistik läßt darüber keinen Zweifel obwalten, und Legrain begründet wissenschaftlich eine Thatsache, die den Aerzten zwar längst wohlbekannt istaber dem mit Gewohnheitssäufern nur zu nachsichtigen großen Publikum leider um so weniger. Die Lösung der socialen Frage, ein wenig an die Quadratur des Cirkelz erinnernd, würde, durch eine erfolgreiche Bekampfung des AlkoholismuS sicherlich mehr gefördert werden als durch alle chirurgischen Versuche am Gesellschaftskörper. denn mit einer körperlichen und geistigen Veredlung des Menschen wird man immer mehr erreichen, als mit Gesetzesparagraphen und einer noch so strengen Bestrafung der unter dem Einfluß des Schnapses begangenen Gewaltthätigkeiten. Die Zahl der Schänken, der caliarets, auch assommoirs genannt, hat sich,da sie durch keine obrigkeitliche Verordnung' beschränkt wird, in wenigen Jahren verzehnfacht. Sie haben nichts mehr von dem Charakter ihres Vorfahren, der Herberge, in der man von der Wanderung rastete und sich zu neuen Märschen stärkte. Das Cabaret ist. um zuerst von dem am meisten gefährdeten Arbiter zu reden, dessen Stelldichein, dessen Salon und Comptoir geworden. Dort erledigt er trinkend die Geschäfte und trinkend läßt er sich zu solchen beschwatzen, die besser unterblieben wären. An den Wahltagen wird es zur Agentur, wie der Schnapswirth zum ehrlichen Makler. Das berüchtigte pot-dovin (Trinkgeld), von dem in den Skandalprocessen so häufig die Rede ist.verräth, wie Legrain treffend bemerkt. seinen Ursprung, das Cabaret, wo der Arbeiter mit nüchternem Magen seinen coup da rnatin", ein Morgenschluckchen nimmt, wo er den blauen Montag verbringt, wo er sich mehr noch als sein deutscher Berufsgenosse verschuldet, denn er ist gastfrei: er zahlt für die ganze Runde! Und dann will sich der Nachbar nicht lumpen lassen, er fürchtet auch wohl den Spott und machts ebenso, und so fort, bis die tourpö" beendigt, die Köpfe heiß. .ie Geldbeut:l leer sind und die Kinder daheim hungrig zu Bett gehen. Das ist der Ursprung der dramatischen Familienscenen". von denen man so oft in den vermischten ??Schrichten der Pariser Blätter liest. Es ist schwer zu entscheiden, ob das beständige Anwachsen des Alkoholismus einerseits die Zahl der Schänken. anderseits die Massenarmuth vermehrt hat, oder ob das Umgekehrte der Fall ist. Vermuthlich handelt es. sich da um eine grauenvolle Wechselwirkung. Thatsache ist. daß zahllose Assommoirs oder Giftbuden die Fabriken. Casernen, Gefängnisse und Irrenhäuser fangnetzartig um schließen, wogegen Legrain mit Nkcht gesetzliche Maßregeln fordert. Auch der Student besucht das Cafe weit mehr als ehedem, was umso be dauernswerther ist, als der zu verar beitende Wissensstoff, zumal in der Medjcjn, von Jahr zu Jahr größer wird. Seihst die rn Frankreich be kanntlicb in gleiche afy gekleideten Gymnasiasten begegnen einem biöwtilen auf dem Boulevard in so eigen thümlicher Gangart, daß man meinen sollte, sie versinnlichten das europäische Gleichgewicht. Dabei ist mancher von ihnen fijx die Reize deS Cafes mit weihsicher Bedieuuttg nicht unempfäng lich. Zwischen den Zeilen des Learains schen Buches findet sich sogar die schwere Anklage, daß selbst der Lehrer den ihm Anvertrauten nicht immer .nit gutem Beispiele vorangeht. Die Be Horden erfüllen durchaus nicht ihre poök Pflicht, Die Polizei duldet beispieltweise, daß Schnapsspelunken aller Art weit über die vorgeschriebene Stunde hinaus offen dlkihtn, und wiewohl die Zahl der Trunkenbolde In ifst Straßen wächst, drückt sie doch meist ein Auge, bisweilen alle beide zu. Das Aergeiniß ist um so größer, als man immer bäusißer teuntene Mejher erblickt. So M tn PsrzS sn dem kurzen Zeitraum von vier Jahren (r Prg centsatz der Alkoholiker für die Män ner von 24 auf 28, für die Frauen von

3 auf 8 aefticeien; -514 rnoate den Le

ser ntcht 'mit zuviel statistischem Material belästigen, wiewohl beispielsweise der ziffermäßlge Nachweis für das erschreckend schnelle Wachsen des Alko Holverbrauchs gerade in dem ehedem an guten Wein gewöhnten und ihn nun vielfach durch Schnaps ersetzenden

Frankreich höchst lehrreich wäre.' Und dabel drucken die Zahlen noch nicht das ganze über die Gesellschaft hereinbrechende Unheil aus. da in ihnen die mit der Vervollkommnung der von Fäl schern und Volksvergiftern eifrig ver'wertheten chemischen Methoden sich immer mehr verschlechternde, immer gesundyÄitsgesayrllchere Beschaffenheit der gsgohrenen. weingeisthaltigen Getränke keinen Ausdruck findet.' Nicht minder nachsichtig als die Polizei ist der Richter. Das Gesetz gestattet ihm, die väterliche Gewalt des Trunkenbolds einzuschränken, aber obwohl er weiß, daß dessen Einfluß auf die Kinder der unheilvollste von allen ist und daß die Moral von der Gesell schaft den Schutz derselben fordert, so bequemt er sich doch dem atavistischen ornrf nil cn. daß d?e Reckte des Naers heilig bleiben, selbst wenn derselds keine seiner Pflichten erfüllt, und läßt die Kleinen untergehen. Und thut der Staat den Armen gegenüber, wo der Alkoholismus am leichtesten zu bekampfen wäre, seine Schuldigkeit? Legrain bezichtigt: ihn geradezu der Mitschuld an der Ausbreitung des AlkoholismuS. va er den Verkauf von Schnaps m den Eantinen gestatte, wo bis dahin mäßig ebende Zunge Leute Saufergewohnheien annehmen. Manövergelände, Schießftände sind von fliegenden Schnapshändlern umschwärmt. .In der Armee muß man tüchtig trinken." agr ver übersatter, wenn man nicht ür ein Frauenzimmer aelten will." Mir persönlich ist es aufgefallen, wie große Massen des bcnders gefährlichen. Epilepsie und verbrecherische An riebe erzeugenden Absinths von den aus Afrika heimgekehrten Soldaten vertilgt werden. Und was soll man dazu sagen, daß der Staat den Gefangenen, wiewohl diese fast alle Säufer ind. geistige Getränke zu verabsolaen gestattet! Und letztere dringen nicht nur in's Gefängniß, sondern sogar in's Irrenhaus, wo die Heilung 'der auf den Alkoholismus zurückzuführenden Gei teskrankheiten schon dadurch ganz unmöglich wird. Hören wir Legrain, der. ich wiederhole es. selbst Irrenarzt st: Man muß den Muth haben, es zu bekennen: in gewissen Asylen findet der gewöhnliche Geisteskranke Mittel, sich zu betrinken. Und was thun erst die Alkoholiker? Der Wein- und Bierverkauf sollte nicht nur im Realement verboten werden! Man muß 'wissen, daß es in den Asylen ehrenwerthe Beamte gibt, für die der'Verkauf verb?ener Ding: eine Quelle reicher Ein nahmen ist, auf die sie nicht leicht verZlchten wurden." Das ist in der That eine ungeheuerliche und verbrecherische Ausbeutung" der unglücklichen Geisteskranken! Das Bild der franzosischen Trunksucht ließe sich mit Leichtigkeit ausmalen, doch diese unvollständige Skizze möge genügen. Sie laßt errathen, daß der Alkoholismus auch den Volkscharakter wesentlich verändert hat. Der alte Rabelais war auch kein Trunkoerächter. aber sein Humor war doch urgesund. Die vfcllle gaulol serie" ist mit dem Wein entartet. Von höchstem Interesse sind die Beobachtungen, die Lezrain in seiner Kl!nkk über die Vererbung des Alkoholismus von den Eltern auf Kinder und Kindeskinder angestellt hat. Er wählte sich 215 Stammbaume von Sauferfamilien aus, über die er sich zuverläs sige Angnben verschaffte, und fand schon in der ersten Geschlechtsfolge 608 Individuen, deren allgemeiner Gesundheltszustand. Nervensystem und Geisteszustand abnorm sind, und unter ihnen 163 Entartete. Viele, leiden an Krämpfen, zumal im Kindesalter, viele sind brustkrank und viele höchstselber Säufer. In der zweiten Gefchlechtöfolge, also bei den Enkeln, sieht's noch schlimmer aus. Da wiegen die Geistesschwachen, die Idioten, vor. die für die Fortpflanzung des Menfchenaeschlechts also völlig verloren gehen und der Gesellschaft nur zur Last sind. Letztere wird überdies durch die vielen Entarteten bedroht, denen der moralische Sinn völlig abgeht und die an moralischem Wahnsinn leiden. Aus diesen erblich Belasteten recrutiren sich die Prostituirtep, die Lüstlinge und Verbrecher ' alle? Art. Hier wimmelt es von Hysterikern und Epileptikern. In den Ehen dieser hredo alcoo liques" (der erbliche Alkoholiker, wie sie mit einem der Akademie allerdings nicht würdigen neuen Worte bezeichnet werden.) sind die todtgeborenen Kinder, die Fehl- und Frühgeburten, die jung verstorbenfn Kinder überaus zahlreich. Kann' unter diesen Umstanden die Entv'ölkerung Frankreichs ' noch Wunder nehmen, besonders, wenn ich hinzufüge, daß die Säuferfamilien in der dritten Geschlechtsfolge fast ausnahmslos aussterben? Zur Ergänzung dieser alkoholischen, 'Erblichkeitstragödie noch diese drei Aphorismen : die Berhiyu.nz zwifchm ' Säufern bringt 'stets Binder hervor, deren Antrieb zum Trinken beinahe unwiderstehlich ist. Die Verbindung von (in Frankreich dank der unseligen Sitte, der sogenannten ap& ritiss so zahlreichen) Absinthtrinkern gibt beinahe ausnahmslos und die Verbindung von Absinthtrinkern und öpikpttkern ausnahmslos Epifeptlker. Wis 'den AlkoholismuS bekämpfen? Legrain schlägt eine große Zahl von Maßregeln vor. darunter die höhere Besteuerung des Alkohols, die Entlqstung von Mein, Apsklweifl ntz Pie dif Elnscyrarzfung der Branntwein? brennereien. wiNsamen Schutz gegen, die Verfälschung der Getränke, dii Verbilliguna von Kaffee. Tbee. Ebo-

colade und Zucker u. s. w. Alsvann eine völlige Umgestaltung des Irren Haus- und Gesängnißwesens, Gesetze, die dem Richter gestatten, dem gemeingefährlichen Alkoholiker bis zu seiner Heilung die Freiheit zu entziehen, dlt Schaffung von Asylen, die in der Schweiz, in Deutschland, lZngland und Nordamerika wohl bekannt sind und eine Art Mittelding zwischen Gefängniß und Irrenanstalt sein müßten, denn derFranzose ist zu freiheitslustig,' als daß er sich freiwillig in eine solche Anstalt begäbe und darin bis zu seiner Heilung verbliebe; haben wir doch erst kürzlich in der Kammer erlebt, daß die Einfübrung des Zwanges selbst bei der Altersversicherung als dem französischen Ratior.alcharakter widersprechend lebhaft bekämpft wurde. Und doch könnten die Alkoholiker nur durch einen längeren Zwangsaufenthalt in den ..soeben gekennzeichneten Sonderänstalten geheilf werden, während sie gleich nach dem Verlassen der Irrenänstalten, , wo man sie nur zurückhalten darf, bis sie von ihren tobsüchtigen Erregungen und 'Sinnestäuschungen geheilt sind, und wo man sie überdies gern los wird, weil ihr Verkehr für die übrigen Kranken gefährlich ist. immer und immer wieder rückfällig werden. Bleiben schließlich die sogenannten moralischen Mitte! zur Bekämpfung jener von Geschlecht zu Geschlecht sich fortpflanzenden Krankheit übrig, die unheimlicher ist. als Cholera und Pocken zusammengenommen, so die Gründung von Mäßigkeitsoereinen. deren es in Frankreich erst einen einzigen, kaum bekannten gibt, von Temperenzcases, von Gemeindecantinen. wo reine Ge-

tränke billig verabfolgt werden, und voo Allem die Belehrung der Jugend über die Gefahren der Alkoholvergiftung und deren Wesen. Der Arzt und der Lehrer müssen in dem Kampfe gegen den Alkoholismus die Führung übernehmen. Der Arzt kommt in viele J Familien und kann da durch seine Vorschriften und Belehrungen den heilsamsten Einfluß üben. Legrain fordert von ihm allerdings etwas mehr Begeisterunq für die gute Sache, als er qemeiniglich zu zeigen pflegt, anderseits vom Lehrer eine hinreichende Kenntniß ver Natur und der Gefahren deS lllkoholismus. damit er im Stande ist, seine Schutzbefohlenen davor wirksam ;u warnen und die Vorurtheile zu zerstören, die sich wie die Krankheit selbst auf die Kinder vererben. Nur durch diese und nicht durch die höchst seltene Bekehrung ihrer dem Laster des Trun kes ergebenen Väter ist der Alkoholismus zu besiegen,, dem durch die fabrikmäßige Herstellung von Alkohol auZ den mineralischen Urstoffen Kohle und Kalk leider bald ein neuer Bundesge nasse erwachsen dürfte. Sächsische Ballade. Der Ridder Gunz schlug uff'n Tisch. Daß er 's ganze Geschcrre nunder schmln. Vor Wuth ganz grien un weißlich 's war scheitzlich ! Te Äidderssrau saß dodenblaß II n weent n ganzen Debbich naß. Se aß ooch nich ä Häbbchen Weeß Gnebbchen! Der Ridder greift nach seinem Schwert. Stirmt aus'm Schloß, springt uff sei Ferd. Te Oogen funkeln em greilich Abschcllich! . Es fliegt der Helmbusch, fliegt der Zaum, Te Gnabben gennen ihm folgen gaum, Jn'n dustern Wald geht's bletzlich Entsel)lich! Der Ridder flucht un dobt vor Zorn, Se jagen wild dorch Busch un Dorn. Als wenn besessen wär'n se Nu här'n Se! Weeßt Du, weshalb in wiethger Hast, Der Ritter Gunz is fortgerast? Der Gassee war 'm zu dinne Pfui Spinne! (Srabschrift auf einen Kritiker. Er hatte nichts zu beißen. Drum ward eS fein Metier; Im Beißen und im Reißen D war er stets au fait. So biß er alle Leute, blleichviel. ob wen und was. Ten gestern, diescn htutt, Und i '!''""' ? r Mektrizitüt beim Barbler. Auch in die Barbierstube ist Ze!)t die Elektricität in ihrer praktischen Anwendung eingedrungen, nänflich in Gestalt ejneZ neuen. Apparates, welcher gleichzeitig das Haar schneidet und sengt, und welcher sonderbarerweise Kamm- genannt wird, woran er allerdings ku'r lich erinnert. Ueber die Zinken die es KammeS" ist ein Platinadraht. & spannt, welcher, sobald man finei ?!e irischen Strom. (Yurch Drücken eines tkniipse an dem einen Qnbe) hindurchgkyen läßt, weißglühend wird, jedoch ohne Flamme. Das Haarsengen, irn angeblichen Interesse der Erhaltung der. öligen Substanz des Haares, ist ja in den letzten paar Jahren xm in Schwung gekommen: seine gefahrlos Anwendung jst joch nur bei gewisser VeMlichkeit und Uebpng möglich. Ter neue Apparat aber kann sogar von jedem Lehrling mit ' vollkommener Sicherheit für den Kunden angewendet werden und sog sehz ifasch und gleich mflfjia arbeiten. So versichern wenig, sttnz feine Erfinder und Verkäufer. ' Mettschaumpseifen, lange beutseZe Yfeifen, Ciganeuspitzen :e., bei W.

Ur. JB. 21. Nun Nervoese Dyspepsie Heftige Ochrnenen von Unverdair llchkelt und schlechtem Btutumlauf. Letzten "Winter war. Ich sechrohn "Wochen krank. Als Ich wieder aas sein konnte, hatte mir die Krankheit Unverdauliohkeit oder neryoese Dyspepsie hinterlassen. Ich konnte nicht essen and wenn Ich es that Litt Ich heftige Ochrnenen. Heine Frau hatte Hood's Sarsaparille genommen und grosse Linderung davon erhalten. Ich nahm es auch In ein wenig heissext. ' Wasser vor meinen Mahlzeiten. Es brachte mir bedeutende Linderung, und nachdem Ich drei Fluchen genommen hatte, konnte ich fast Alles essen. Hood's hat mir wunderbar geholfen. Ich kann es auf das Hoechste empfehlen. Es thut alles was man davon ruehmtund Alle die an dieser schreclichen Krankheit Dyspepsie leiden, sollten einen Versuch mit Höoa'g Sarsaparilla machen." . M. Nrrrr, West Barnaxd Street, Westehester, Pa, Hood's Sana rgrWMrvtrv Seid sicher, dass Ihr Hood's bekommt. Sm HOOd'S Pillen Lad rein vcget&bU. bq. faafen irgend einen der übrig gebliedenen Cape und Jackets werth $10 bis 835. ES sind von denselben, die letzte Woche angezeigt waren. Diejenigen, die dieselben gesehen haben, wissen ganz genau den Werth derselben. Sie können jetzt irgend einen in der Partie kaufen für 55. Ebenso sp'zielle'Bargains in Echten französischen (awns, Importirten und Einheimischen plisses, (einen Ouck Suitings, Schwarzen Seiden, farbigen Seiden. ei Kl ! MI, Gasoline Stores, Hainmocks, Bicycles. 163 - 100 E. Washington St. Telephone 1724. IM -1 - Mingo ! Fabrizirt von Ä. Steffen, 220 O."washing!on Str. Telephon No. 1600. Cigar Store. 67 Sst Wnshington Strnßs. Die beste Auswahl einheimischer und importirter Cigarren. Probiren Sie die. 33i&lto 5c Cigarre. Um geneigten Zuspruch bittet Schiller Nömler. mm. KLEIS, Wirthschaft nnd Sommergarten, 154 SUd ZZew Jersey Ltr. Feine Getränke und Cigarren. Guter Lunch und feines Bier der Jnd'anapolii Brrwinq Co. HEKfilAAA MMJV ' 197 Süd Meridian Straße. Deutscher Messerschmied, , ! - - Rasinnesser, Sckeere - ud alle Arten

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