Indiana Tribüne, Volume 18, Number 281, Indianapolis, Marion County, 30 June 1895 — Page 2

IM

I der Fremde. Von A. W. S ch ! e g e L

Oft hab' ich dich rauh gescholten, . Muttersprache, so vertraut. Höher hätte mir gegolten, Südlicher Sirenen Laut. Und nun irr' ich in der Ferne Freudenlos von Ort zu Ort Und vernahm', ach, wie so gerne, Nur ein einzig deutsches Wort. Manches regt sich mir im Innern. Toch wie schaff' ich hier ihm Luft? All' mein kindliches Erinnern Findet in mir seine Gruft. Einsam schweif' ich in die Felder, Such' ein cho der Natur; Aber Bäche, Winde, Wälder. Rauschen fremd aus dieser Flur. Unverstanden, unbeachtet. Wie mein deutsches Lied verhallt. Bleibt es. wenn mein Busen schmachtet Und in bangem Sehnen wallt. In der Uebersetzung von A. Bas!er ville: AIH10AD. By A. W. SCHLEGEL. Ost a.a Larsh tave I reviled tteo, Thou familiär motber tongue. And I deerned a southern siren Sweeter accents would Lave snng. Joyless, in the land of strangers, 2Jow from place to place I roam; A! how gladlj -would I listen To ono single wox-d of Lame! Thoughts aro-crowdlngin mybosoia, But how stall I Jent them breath? All the memories of -childbood Slumber ia me as in death. Lonely in the fields I wander, Nature's echo fain would bear; I3ut winds, streams, and forests whisper Unknown accents in mj ear, Tbus my German songs tinheeded, Not a trace behind them leave, "When I feel mj -bosom languish And with timid longing heave. Ein Sdiiprufe Von Marg. Krrj. Dichter. Mdurchringlicher Nebel liegt über der unendlichen Wasserfläche. Vergebens schaut der Gxtaixäa des mächügen Dampfers nach dem Leuchtfeuer der nahen Küste, riach dem Leuchtthurme bti Insel aus., in deren Nahe er sich wähnt. Vergebens Nicht einmal auf dem Schiffe .ist ein Lichtschein zu erlennm. Die Passagiere haben sich langst zur Ruhe begeben, die meisten soiglas, sie Hzffen ja am nächsten Vkargen die nahe .üste, das Ziel ihrer .Reise erreicht zu aben. Hier und dort hört man noch -cnS den Katimen die Stimmen kleiner Äinder schallen; sie können sich noch immer nicht mit ihren Angewöhnten Lagerstätten! befreunden. Erst die beschwichtigenden Stimmen der Mütter beruhigen sie ullmalia. In einer Kabine flüstern noch zwei leibliche Stimmen Eme 'junge blonde Frau klagt ihrer Gesährtin. einem schönen blühenden Mädchen, daß t ihr schon den ganzen ?ag über wie nahendes Unheil auf der Seele läge. Sie Zonne sich deshalb noch gar nicht -recht ras das Wiedersehen mit ihrem Gatten freuen. Derselbe W den Seinen eine tieue Heimath gegründet, an dem Orte, den sie morgen zu erreichen hofft. Sie "hätte die Reise nicht gewagt im Winter mit den Kleinen, aber die sehnsüchtigen Briefe ihres Gatten, der das nahe Weihnachtsfest nut 'den Seinen zu -ver-Leben hofft, hätten sie endlich trrzu bepimmt. Bei ihrer .ErzahlnnF ruhen rhre Augen oft mit inniger Zärtlichkeit auf Zhn schlummernden Lieblingen, einem Knaben von vier rrnd einem Mädchen Don zwei Jahren. Diese bieten mit ihren vom Schlafe gerötheten Wangen, den blonden Lockenköpschen, ein reizendes Bild. Auch die Micke des junge Mädchens haften immer wieder an ihnen. Sie tröstet, so gut sie es derrnag, die besorgte Mutter. Auch sie hofft mit bangem Herzen cuf ein Wiedersehen mit dem Geliebien. Vor drei Jahnn ist er von ihr gegangen, um in der Ferne das zu erkämpfen, was ihm in der Heimath nicht gelungen, eine sorgenfreie Zukunft für sich und das Mädchen seiner Wahl. Die stolzen Verwandten derselben wollten eine Verbindung mit ihm nicht zuHeben, weil ihnen das Loos ihres Lieblings nicht glänzend und gesichert getrug erschien. Jetzt steht er auf sicheremBoden, und ta sie nun mündig ist. will sie ihm trotz Abredens der Verwandten in die Ferne folgen, und sie hofft dort das Glück zu finden, das die Heinrath ihr versagte. Sie dankt noch einmal herzUch ihrer Reisegefährtin, einer Frau Vrandau, daß sie sich ihrer, der Einsamen, auf der Reise so angenommen, so daß ihr die bangen Stunden der Erwartung in ihrer und der liefan Kleinen Gesellschaft so augenehm verflossen seien. Die junge Frau wehrt lächelnd ab; sie freue sich, auf dZeser Fahrt eine Freundin gewonnen zu haben, und sie hoffe, da ihre künftigen Heimwefe nicht zu weit von einander entfernt layen, auch fernerhin im fremden Lande. 5m Verkehr mit ihr zu bleiben. Auch -ihre Kleinen würden jubeln, sie haben Tante Ellen" schon dsn Herzen lieb gewonnen. Und sollte ich jenen Ort, wo mein -Gatte meiner harrt, nicht erreichen iahrl die ujgst Frau feuchten Auge?

fort, so bringen Sie ihm unsere letzten

Grüne, wenn Sie dorthin kommen! Da plötzlich. Ellen hat die junge Frau eben beruhigend umfaßt, ein furchtbarer Anprall des Schiffes. Die Frauen, werden an die Wand der Kabine schleudert. Die zunge Mut ter stürzt angsterfüllt zu ihren Kindern. um sie in ihre Arme zu reißen. Das junge Mädchen stürzt nach oben, um zu sehen, was geschehen ist. Sie kommt sofort zurück und schreit: Schnell auf Deck, das Schiff ist im Nebel auf einen Felsen gefahren!" Die junge Frau schreit entsetzt auf: Oh, meine Ahnung!" Dann folgt sie mit einem Kinde ihrer nach oben eilenden Gefährtin, die das andere in den Armen hält. Oben herrscht entsetzliche Verwir rung. alle Lichter sind verlöscht, und da ergießen sich schon brausend die Wo gen über Alle. Der Eapitän befiehlt schreiend Allen, sich Rettungsgürtel umzulegen und die Boote flott zu machen. Kaum hat er ausgesprochen, da leqt sich das Schiff auf die Seite, so daß das Deck fast senkrecht steht. Ellen ruft ihrer Freundin zu. sich fest anzuklammern. Im nächsten Augenblick schläat eine furchtbare Welle über das Schiff hin und ißt Alles, was sich nicht angeklammert hat, mit fort. Die Eapitänsbrücke verschwindet mit dem Capitän in den Wogen. Der erste Officier.und ein Theil der Mannschaft stürzen sich in das eine Boot; nun ist Niemand mehr da, der die Ordnung aufrech! erhält. Das entsetzliche Geschrei der Frauen und Kinder macht die Scene noch schauerlicher. Mehrere beherzte Männer wollen nun versuchen, eine Leine an die Küste der Felseninsel, die nur vierzig Meter entfernt ist, zu bringen. Zwei bezahlen diesen Versuch mit dem Leben, erst dem dritten gelingt es endlich, die Leine hinüber zu bringen, doch so viel er sucht, es ist nicht möglich. dieselbe an dem kahlen Felsen zu befestigen. Mit größter Anstrengung hält er die Leine fest. Endlich kommen noch zwei Männer zu seiner Unterstützung. Es ist eine furchtbare Arbeit, auf dem nackten, schlüpfrigen Felsen stehend, die Leine fest anzuspannen, aber es hängen ja so viele Menschenleben von ihrem Gelingen ab. Auf dem Schiffe herrscht noch dasselbe Bild des Entsetzens. Wie viele Mütter mit ihren Kindern sehen dem sicheren Untergang entgegen! Denn keine von ihnen will sich von ihren Lieblingen trennen und den Rettungsweg an der Leine antreten. Ellen Hai wohl Muth, das Letzte zu wagen, doch sie zaudert; sie möchte nicht die neugewonnene Freundin in dZeser schrecklichen Lage verlassen. Sie hat das kleine Mädchen derselben noch im Arm, es zittert vor Kälte, sie Ättet die Mutter, ihr die Kleine einen Augenblick abzunehmen, damit sie die ihr entalittene.schützendeDecke wieder emporziehen kann. Da, in diesem Augenblick eine furchtbare Sturzwelle! Die Kinder auf dem Arm der Mutter erschrecken heftig und umklammern die Mutter, diese schwankt, verliert den Halt, und ehe Ellen sich noch besinnen kann, ist die junge Frau, mit den Kindern im Arm. das steile Deck herabgestürzt und: in den brausenden Wogen verschwun-' .den. Das Alles hat sich im Zeitraum iner Secunde vor EllenZ entsetzten Augen abgespielt! Zitternd umtlammert sie das Gitter, das ihr einen Halt bietet. Wie lange wird's noch dauern, bis sie dort nnten den letzten Kampf kämpft, wie ihre arme Freundin mit ihren Kleinen? Doch nun fliegen ihre Gedanken zu ihm, der ihrer sehnsuchtsvoll harrt da drüben. Soll sie ihn wagen, den Weg an der Leine, hinüber auf festen Boden? Er ist schauerlich, aber drüben winft Rettung! Nun kein Zaudern mehr, sie gleitet Dorsichtiq. überall Halt suchend, bis zu der Stelle, wo die Leine befestigt ist. Noch ein Gebet nach oben, und sie springt, sich fest an die Leine anklammernd, in die brausenden Fluchen. Wie die Wogen sich über sie ergießen, glaubt sie ersticken zu müssen, doch wei4er, weiter, er harrt ja ihrer dsrt! Hat er nicht auch gekämpft mit den Wogen des Lebens, Jahre lang, ihretwegen? Muth. Muth, und alle Kräfte engespannt! So gelangt sie weiter und weiter, nun ist sie gleich am Felsen angelangt; jetzt heißt es aber doppelt alle Kräste angespannt, um durch die tobende Brandung zu kommen. Da end!ich. ein Anprall ihres Körpers an etwas Hartem, sie ruft die Manner auf dem Felsen um Hilfe an und fühlt, daß sich ihr eine helfende Hand entgegensireckt. Gerettet? Dankesthränen in den Augen. versucht sie jetzt am Felsen emporzuklnnmen. Mit Hilfe der Männer gelingt & ihr. einen Platz zu finden, wo sie ewigermaßen .sicher steht. Da steht sie nun erschöpft und zitternd, das' erste weibliche Wesen, das den Weg machte. Die Männer fühlen, daß sich wieder Jemand dem Felsen nähert, Ellen harrt jetzt auch angstvoll der Näherkommenden, sie weiß ja, wie schrecklich der Weg ist. Jetzt inüssen sie gleich heran sein, da ein furchtbarer Aufschrei zweier weiblicher Stimmen! Zwei junge Mädchen hatten, durch Ellens Beispiel muthig gemacht, den Weg gewagt, doch zuletzt hat die Kraft sie verlassen, sie haben den Halt an der Leine verloren und sind an den Felsen zerschmettert worden. O fürchterliche Nacht, man:, wirst du enden, und welchen schrecklichen Bildern wird der Morgen sein Licht UU hen!

Stunde auf Stunde verrinnt, und nach und nach haben sich dreiunddreißig Menfchen durch den Weg an der Leine gerettet, auch einige Frauen darunter.

Der erste bleiche Tagesschimmer zeigt jetzt, daß das Schiff fast ganz gesunken ist. Immer noch braust Woge über Woge darüber hin und reißt die wenigen Ueberlebenden nach und nach in's feuchte Grab. Herzzerreißende Bilder bieten sich den Geretteten dar. Hier und dort kauern noch Mütter mit Kindern auf den Schiffs trümmern. Ellen wendet sich schaudernd ab. sie will nicht Zeuge sein, wie auch diese Armen heruntergerissen werden. Einige der Männer wollen jetzt versuchen, einen Weg zu den Einwohnern der Insel 311 finden, die ihnen helfen könnten, denn beim Morgengrauen fehen jetzt Alle, daß die Insel oben mit dichtem Walde bestanden ist, und Hoffen daher, menschliche Wohnungen dort zu finden. Es gelingt wirklich, nach vieler Muhe, einen einigermaßen gang baren Weg zu entdecken. Einer dem Anderen helfend.' steigm nun Alle empor, es ist ein gefährlicher Weg, auf dem nassen, nackten Felsen auf unbekanntem Pfade emporzuklimmen Aber die Verzweiflung leiht ihnen Riesenkräfte. Sollten sie sich deshalb gerettet haben, um zuletzt vom Felsen zu stürzen? Endlich, endlich hat man eine große bewaldete Platte erreicht; und dort hinten srnd das nicht menschliche Wohnungen? Aufjubelnd eilen mehrere Männer voraus, sie finden ihre Hoffnungen bestätigt, finden den ersten Einwohner, mit dem sich glücklicher Weise einer der Männer verständigen kann. Er hört entsetzt von dem "furchtbaren Unglück und verspricht ihnen schleunige Hilfe. 5r geht in die benachbarten Hütten und erzählt von dem furchtbaren Schiffbruch, und bald wetteifern Alle, den armen zum Tode erschöpften Menschen Hilfe zu bringen. Auch Ellen Nordon dankt mit Thränen in den Augen ihrer Wirthin, die sie schnell mit trockenen Sachen versieht und ihr ein bequemes Lager bereitet. Dann streckt sie endlich ihre müden Glieder aus, und mit einem Dankgebct nach oben und seligen Gedanken an ihn. für den sie sich mit Anstrengung all' ihrer Kräfte gerettet hat, entschlummert sie endlich. Vergebens erwartet man am folgenden Morgen das Schiff an der Küste; es wird Nachmittag. Abend nichts Zu sehen! Noch trösten sich Alle, daß daZ Schiff des Nebels wegen, nicht vorwärts gekommen wäre und am folgenden Tage anlangen würde. Doch auch dieser Tag vergebt unter qualvollem Warten nichts, nichts zu schen! Jetzt sinkt den Meisten schon der Muth, sie fürchten das Schrecklichste. Da endlich, am dritten Tage, naht ein Fischerboot dem Strande. Es kommt näher, so daß man mehrere Männer darin erkennen kann. Da ruft ein Mann am Strande: Mein Brüder, er war auf dem Schiffe!" Nun ahnen Alle, daß das Boot dort schreckliche Nachricht bringt. Kaum hat es gelandet, so stürzt AI les auf die Männer zu und bestürmt sie mit Fragen. Das Schiff, das Schiff, wo ist das Schiff?" schallt es wild durcheinander. Gestrandet antworten die Männer dumpf, im Nebel auf einen Felsen gefahren." Ein Entsetzensschrei durchschallt die Luft, dann wieder wildes Rufen. Aber die Menschen, wo sind die Menschen, wie viele sind gerettet?" Dreiunddreißig haben sich auf eine Felseninsel gerettet." lautet die Antwort. Dreiunddreißig nur," schreit Alles entsetzt, von zweihundertzehn Menschen nur dreiunddreißig? Ist der Capitän darunter, daß man Rechenschaft von ihm verlangen kann?." Er steht schon vor einem höheren Richter, er war einer der ersten, die den Tod fanden," antwortet einer derMänner. Jetzt sind sie Alle verstummt. Keiner wagt nach den Namen der Geretteten zu fragen. Endlich hört man eine zitternd: Stimme: Sind auch Frauen und Kinder gerettet?" Kinder keine und Frauen nur sechs,", antworten die Männer. Jetzt ist's vorbei mit der Fassung der Männer, die Frau und Kinder erwart:n; keiner schämt sich mehr der hervorstürzenden Thränen, keiner wagt auch mehr zu hoffen, daß eines von seinen Lieben unter den Geretteten sei. Eiligst wird nun ein . kleiner Dampfer in Stand gesetzt, um nach der Insel abzugehen und die Geretteten abzuholen, die schon sehnlichst darauf warten, wie die Fischer erzählen. Alles drängt herzu, um mitzufahren, doch der knapp bemessene Raumgestattet tZ nur Wenigen, die Uebriaen müssen die qualvolle Ungewißheit bch länger ertragen. Jetzt seht sich der Dampfer in Bewegung. Viele schauen ihm trüben Blickes nach was wird er bringen, wenn er zurückkehrt? Auf dem Deck des Dampfers sieben zwei stattliche Männer; sie haben sich in den Tagen der Angst aneinander geschlössen. Der Eine wartet auf Frau und Kinder, der Andere auf seine Braut, mit der er seit Jahren verlobt ist und die ihm in die neue Heimath folgen wollte. Sie schauen Beide schweigend auf die unendliche Wasserfläche, deren brausende Woaen schon so viel Menscherglück verschlungen Habens Ich hab: seine Hossnunz, mehr." sagt endlich der Aeltere dumpf, .wo

eine Kleinen sind, ist auch merncFrau, sie hat sich nicht von ihnen gerrennt. Alles, alles verloren!" Der Andere findet kein Wort des Trostes, er muß den Befürchtungen ja leider Recht geben. Seine Hoffnung, die Geliebte zu finden, ist sie nicht ebenso trügerisch? Da taucht schon die verhängnißvolle Felseninsel auf. Düsteren Blickes schauen die Mitfahrenden nach ihr hin war sie doch die Veranlassung dieses furchtbaren Unglücks. Näher und näher kommt man. hier und dort sieht man , Schiffs trümmer auf den Wellen schwimmen. Jetzt wenden sich die Blicke Aller wieder der Jnlel zu, da, dort oben über der schroffen Felswand, sind das nicht Menschen? Ja, es sind die Geretteten, sie winken mit Tüchern Willkommen. Jeder müht sich. Jemand zu erkennen, aber es ist vergebens in dieser Entfernung. Endlich ist ein AnlkLepunkt für den Dampfe? gefunden, die Getteten steigen jetzt herunter, von den Jnselbewohnern geführt. Angstvolle Blicke fliegen den Kommenden entgegen. . Da hört man schon den ersten Ruf des Entzückens und Wiederfindens; in 'Sohn hat seinen alten Vater unter den Geretteten gesehen. Unsere beiden Bekannten sind Seite an Seite geblieben. Da schreit der Jüngere auf, dort, jene Gestalt, ist das nicht Ellen, seine Ellen?! O. nur jstzt keine Täuschung! Geduld, bald sind wir heran! Da schallt eine jubelnde Madchen stimme herüber: Rudolf!" Ellen!" ruft er jauchzend zurück. Noch ein Abhang und sie liegt in feinen Armen, lachend und weinend zugleich. Ellen, mein Lieb, hab' ich Dich wieder," flüstert er ihr zu und blickt entzückt in ihr schönes Gesicht. Sie schmiegt sich selig in seine Arme, doch nur einen Augenblick, dann macht sie sich sanft los; hier ist nicht der Ort, sich der Wiedersehensfreude hinzugeben. Auch hat sie ja noch eine traurige Pflicht zu erfüllen. Ihr Geliebter zieht ihren Arm in den seinen und wendet sich mit ihr zum Gehen. Jetzt sucht er seinen Gefährten mit den Augen. Da. dort hinter den Anderen steht er. fein Körper sucht einen Halt an der Felswand, trostlos starren seine Augen aus dem fahl gewordenen Antlitz zu den Glücklichen, die sich gefunden haben, hinüber. Ellen durchzuckt es seltsam. Sollte das etwa der Mann ihrer Freundin sein? Sie fragt hastig ihren Rudolf nach dem Namen des llnglücklichen. Brandau." antwortet er. Meine Ahnung!" ruft sie entfetzt. Nach wenigen Minuten stehen sie vor dem Trostlosen. Rudolf reicht ihm tief ergriffen, sprachlos die Hand, da sagt Ellens thränenerstickte Stimme: Ich bringe Ihnen die letzten Grüße Ihrer Gattin. Ihrer Kinder!" Er fährt auf und starrt sie an. Sie haben sie gekannt?" fragt er hastig. Und nun erzählt ihm Ellen Alles vom Beginn ihrer Bekanntschaft bis zum schauerlichen Ende. Als sie geendet, ergreift er ihre beiden Hände und küßt sie mit zuckendem Munde und flüstert tief ergriffen: O. wie danke ich Ihnen, daß Sie ihr beigestanden haben bis zum letzten Augenblick, es wird mir ein Trost sein in meinem Schmerz!" Bald stehen nun Alle am Landungsplatze, die Geretteten, die ihre Angehörigen nicht unter den Mitfahrenden des Dampfers gefunden haben, harren ungeduldig der Abfahrt, um ihre Lieben endlich aus der entsetzlichen Angst erlösen zu können. Unsere Bekannten haben sich ein stilles Plätzchen in der Kajüte gesucht und hier erzählt Ellen von ihrer gesahrvollen Rettung, von dem Opfermuth der armen Mütter, die bis zum letzten Augenblicke ihre Kinder umklammert hielten und lieber mit ihnen in den Tod gingen, als daß sie allein den Rettunasweg betraten. Tief ergriffen hören die Männer zu. Wie viel Menschenglück ist da vernichtet worden! Jetzt kommt der Strand in Sicht, Rudolf und Ellen verabschieden sich von Brandau und bitten ihn herzlich, sie in ihrem neuen Heim zu besuchen, und er verspricht's ihnen. Der Dampfer legt an, und Rudolf sucht Ellen so schnell wie möglich durch das Gedränge zu führen. Er will ihr die erschütternden Scenen ersparen, die sich dort noch abspielen werden, sie hat genug gelitten in den letzten Tagen. Sie nehmen einen Wagen und sahren zu einer alten Freundin Rudolfs, die Ellen bei sich aufnehmen will bis zur Hochzeit, die möglichst bald stattfinden soll. Dort in dem traulichen Heim der alten Dame erholt sich Ellen allmälig von den Schrecknissen der Nacht. Nach Monatsfrist kann sie ihrem Rudolf in das reizende Häuschen folgen. das er hat erlB.uen lassen; eine trauliche Friedensstätte. nach den Stürmen des Lebens.

Mit Herrn Vrander verkehren sie rn treuer Freundschaft, und oft noch hat ihm Ellen jedes Wort seines Weibes, seiner Kinder auf jener Fahrt erzählen müssen. SonderbareFrage. Richter: Sie haben diesen Herrn, aler Ihnen auf den Fuß -trat, einen Esel genannt!" Angeklagter: Allerdings aber was hätte ich ihn denn sonst beißen sollen?" ' Unüberlegte Antwort. Besuch: Saa.cn Sie, ich . hörte, in Ihrem Schlosse soll ein Gist umgeben." Schloßherr (sehr beschränkt): Unsinn! Wo sollte denn der herkom-men?"

Das neue ZNaTim-Eeschütz. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird unsere Bundes-Armee im Laufe deö nächsten Jahres das neue MaximGeschütz erhalten, dessen Effectivität bei dem jüngst auf Sandy Hook im Beisem des Capt. Heath. Maj. PhippS und anderer Officiere stattgehabten Probeschießen zur Genüge constatirt ist. Das Geschütz ist eine tragbare und automatische Maschinenkanone, die hauptsächZich zur Verwendung im Jnfanteriege fecht bestimmt ist. Mit seiner vollen Ladung von 600 Patronen kaum 25 Pfund schwer, ruht das Geschütz auf einem Dreifuß, welcher mit einem Sitz für den bedienenden Mann versehen

Maxim-Geschütz im Feuern. ist. Es hat nur einen Lauf, Kaliber 803, aber eine Leistungsfähigkeit von 600 Schuß in der Minute. Das Ge schütz nebst Gestell, einem Reserverohr, Reservetheilen für den Mechanismus, Werkzeugen u. s. w. hat ein Gewicht von 55 Pfund; diese Last kann erforderlichen Falles von einem Manne auf dem Rücken getragen werden und des halb kann das Geschütz auch in coupir tem Terrain, das selbst Packpserden. von Feldgeschützen ganz abgesehen. jede Bewegung unmöglich macht, verwandt werden. Maxim hat bei der Construction dieser Mord Waffe das bei seinen größeren Geschützen angewandte Princip zu Gnm So l d a t mit Maxi m-G eschütz. de gelegt. Die Patronen sind in einem Ledergurtel enthalten, der m steter Be wegung ist, und werden dieselben dem Lauf automatisch zugeführt. Nach Abgabe des ersten Schusses aeht das weitere Feuern, bis der im Magazin befindliche Patronenvorrath erschöpft ist, auf automatischem Wege vor sich, und zwar geschieht dies dadurch, daß durch den Ruckstoß des Rohres nach ie dem Schuß eine Kurbel in Bewegung gesetzt wird, welche das Magazin in gleiche Richtung mit dem Rohr bringt. die Patrone vorschiebt und den zurück springenden Hahn auf's Neue nieder schlägt. Selbstverständlich können auch Maschinenkanone G a r d n e r. Einzelschüsse abgegeben werden. Die Trag ähigkeit beträgt 3200 Yards, bei einer Fluggeschwindigkeit von 1850 Fuß rn der Secunde, und die Geschosse durchschlagen auf einerEntfernunz von i 2000 Nards nock txmn Kickenklok von 40 Zoll dicke. Das Geschütz kostet ca. 51000. Bei dem Probeschießen war dasselbe rn 57 Secunden zum feuern fertig. Daß die ungewöhnlich große Feuergeschwindigkeit das Heißwerden des Laufes nach ungewöhnlich kurzem Gebrauch im Gefolge haben muß. liegt auf der Hand und aus diesem Grunde ist ein jedes Geschütz mit einem Rescr verohr versehen, .so daß das Feuer keine Gatlingkanone. nennenswerthe Unterbrechung zu erle den braucht. . Für die Offensive dürfte das Geschütz kaum verwendbar sein, dagegen, in der Defensive, einem anstürmenden Feinde gegenüber eine geradezu furchtbare Wirkung ausüben. Unsere Illustrationen veranschaulichen das neue Maxim-Geschütz und behufs Anstellung von Vergleichen sind Abbil düngen derGardner sowie derGatling Kanone beigefügt. Ein Greis hat- gesagt: erst das kommende Alter vermag über das gegenwärtige zu trösten. Verhängnißvolle Vergeßlichkeit. .Hilfe! Hilfe! Ist das Ihr Hund?" .Jawohl!.Na, so rufen Sie ihn doch zurück!.Das ist's ja eben:-ich hab' ihn vorhin gekauft und vergessen, nach seinem Namen zu sragen!j. . . L .. i

W iflL flkW : li; fmJ L i5i - t' w

s I v' i 'M "iii

lJ- 's "Y" '

Schönheitspflege. ' Unter dem Titel .Die Kunst, schön zu bleiben- hat Ilona Pataki in Wien ein Büchlein veröffentlicht, welches über die Schönheitsmittel der eleganten Damenwelt ausführliche Mittheilungen macht. Es ist Morgen, die Modedame hat eben ihr Schlafgemach verlassen und das Heiligthum der Toilette betreten; der erste Blick fällt auf den Spiegel, die erste Sorge gilt der Pflege des Teints; derselbe muß zart, fein, rosig, frisch und sammtweich sein, wenn er Jugend bedeuten soll, und waS ist Schönheit ohne Jugend? Für Frauen ist .am schädlichsten für die Schönheit der Haut Wasser, das Kalk enthält-; also Reinigunz des Gesichtes mit Creme, dann allenfalls abgekochtes und ausgekühltes, mit Eau de Cologne oder Benzoe gemischtes Wasser und das Gesicht nicht abgewischt, sondern nur abgetupft. Nun folgt das Bad. welches lau sein soll, mit cosmetischem Zusätze, wie mit Salz, um zu stärten, mit Soda, um Ueppigkeit zu vermindern, mit Rum zur Erhöhung der Spannkraft der Haut, mit Hausenblase zur Verhütung der Runzeln, mit Benzoe zur Belebung und angenehmen Paöfumirung. Steigt Venus aus dem Bade, das ziemlich lange dauern muß, um die Abschuppung der Haut zu fördern, ist die nächste Zeit dem Haarschmucke gewidmet, - dieser Krone, welche die Natur auf das Haupt der-Frauen gesetzt als Diadem, das alle Juwelen ersetzt". Die Schönheit der Haare besteht darin, daß sie glänzend, weich, glatt, reichlich und nicht vorzeitig ergraut sind. Den Glanz bekommt das Haar durch Bürsten, trockene und spröde Haare werden mit Oelen und Pomaden gefettet, deren Ausfallen durch grai8e d'ours verhütet, einzelne graue Haare dürfen nicht ausgerissen werden, denn sonst wachsen an derselben Stelle mehrere graue nach, sie müssen gefärbt werden; der Färbemittel gibt es seit den Zeiten der Egypter, Römer, der italienischen Renaissance eine Unzahl, und es haben sich die Stoffe wenig geändert; das Kräuseln mit heißem Eisen ist verpönt, hierfür gibt es eine Menge Maschinen. Nun greift die Dame zurSchminke, ber nur wenn es nothwendig ist; es bleibt ihrem Geschmacke überlassen, ob sie Rouge Vg6tal, Vermillon oder Pompon Wählt. Gebot ist Handhabung der Puderquaste, denn Puder ist zur Erhaltung des Teints wesentlich. Die Augenbrauen müssen sich in einem feinen Bogen über den Augen wölben, ein .Würstchen mit Rosenwasser erhält sie schön; sind sie spärlich oder nicht schön gezeichnet, muß die Kunst nachhelfen, die flüfsige Schminke Kohol. deren Hauptbestandtheil Lampenruß, wird aufgetragen und damit auch die Wimpern benetzt, wodurch das Auge sich vertieft und der Blick leuchtend wird. Die Pflege des Auges bleibt der Medicin überlassen, vor Belladonna wird gewarnt, es schädigt in kurzer Zeit die Kraft der Pupille, die unnatürlich erweitert wird, wie von Arsen, das meist eine chronische Vergiftung nach sich zieht. Die Nase, .dieser auserkorene Lieblingsplatz aller kleinen kosmetischen Fehler des Teints", ersfordert manche Sor,ie; für kleine Fehler empfiehlt sich eine Paste von -Schwefel-milch, Alkohol und Glycerin, bei den Ohren, die rosiq. klein und fein gesäumt sein müssen, kann die schlechte Form nur durch eine geschickte Frisur gedeckt werden. Der Mund gibt dem ganzen Gesichte Ausdruck und meistens stimmen die Charaktereigenschaften einer Person mit der Formation ihres Mundes überein. Dicke Lippen deuten auf Gutmüthigkeit, schmale auf Bosheit und Neid. Da muß dii Lippenschminke helfen, ein schmalen Munde seinen häßlichen Ausdruck, ein kleiner Strich nach oben an den Mundwinkeln wird den boshaften Zug in ein fanftes Lächeln verwandeln. Die Zahnpflege gehört weniger zur Kosmetik als zur Arzneikunde. Furchen am Halse werden durch Frottirungen mit einer harten Bürste und heißem Wasser curirt. die Büste festigen Abwaschungen mit Eau'de Cologne. Creme macht die Arme weiß, heißes Wasser bleicht rothe, rauhe Arme, die Hände, deren Zartheit bei jeder Arbeit durch das Tragen fester Handschuhe gehütet werden muß, dürfen nicht zu oft gewaschen werden, was die Hand rauh und rissig macht, sondern mit Glyccrin und Lanolin behandelt werden. das Bein soll durch Fußpromenaden seine richtige Form bekommen, die Pflege der Fingernägel haben die Manicure zur förmlichen Wissenschaft erhoben, selbst die Härchen der Oberlippe, so pikant sie der Jugend stehen, müssen der Ekectrolyse veii.'allen, da sie in späteren Zeiten einen martialischen Zug verleihen. Von Tag zu Tag hat die Frau endlich darauf zu achten, ob ihre Körperfülle zu- oder abnehme, um bei Zeiten auf Abhilfe denken, ob sie einer drohenden Abmagerung durch .Faulenzerei-, kräftige Kost oder eine förmliche Mastcur begegne oder dem Zunehmen des Embon Points durch Entfettungscur oder Massage entgegenwirke. Im Waggon. Erster Reisender: .Bitte, können Sie mir sagen, ob an dem Zug ' Signalleinen angebracht sind?" Zweiter Reisender (nachdem er zu beiden Fenstern hinaus gesehen): .Nein, ich sehe keine." Erster Reisender: .Dann darf ich Sie vielleicht um Ihre Börse ersuchen."

Das GlülN.

Das Glück ist für uns Menschen nicht ein leuchiender. vom Himmel gefallener Stern, nicht eine duftende Wunderblume, die über Nacht erblüht, den Schläfer am Morgen begrüßt, sondern ein mühsam zusammengesuchter Strauß kleiner Vlü-then.-den zwei Bänder: Erinnerung und Hoffnung, umschlingen. Da heißt es sich bücken, da heißt es sich drücken durch Busch und Dorn, willst Du ihn gewinnen. da heißt es steigen und keuchen über Fels und Gestein, diese oder jene Blume zu erringen, da heißt es festhalten, was dieser oder jener Wandersgeselle aus seiner Fülle freundlich bescheert. Es heißt netzen und erquicken, damit die zarten Dinger nicht allzu schnell verwelken. Ja, die kleinen Freuden des Lebens sind es, aus denen sich das zusammensetzt, was wir Glück nennen. Nicht ein Ganzes ist es,- sondern tausendfach Zersplittertes, täglich Errungenes, immer wieder neu Erkämpftes. Denn was hätte Bestand auf dieser Welt? Gesundheit? Ein Zufall kann sie zerstören. Geldbesitz? Verschwendung, Unwissenheit und ungünstige Conjunkturen können ihn verkleinern. Liebe und Freundschaft? Ein Neider, ein einziges Mißversländniß können sie untergraben. Das Schicksal schenkt nichts, es leiht nur. Und wenn es dem unerfahrenen Blick auch scheint, als schütte es sein Füllhorn aus; nur aus der Ferne gesehen, glänzt und gleißt fremdes Schicksal. Der Reiche weiß, daß er Sorgen hat, und seinem übersättigten Gaumen ist mancher Genuß schal und nichtig. Talente bedürfen unausgesetzten Fleißes zu ihrer Entfaltung, follen sie sich nicht in Enttäuschung verwandeln. . Selbst Lorbecrkräze welken ohne Schweißtropsen ibrer Besitzer. So ist nichts, was Gottesgäbe scheint, von Bestand, selbst nicht das Reinste und Beste in der Weit: die Elternliebe, denn der Tod mit seiner Hippe steht drohend dahinter. Wehmüthig durchklingt noch immer, die ewige Sehnsucht nach dem Glück das Lied des Dichters ewig und ungestillt. Und doch sollte es nicht also sein. Werdet wie die Kinder, lehrt dos Christenthum. Nehmt freudig aus der Vaterhand Gottes, was er in Gnaden gibt; nehmt es als ein Geschenk mit dankbarem Sinn und pocht nicht auf ein Recht, das euch Niemand verbriefte. Dann wird auch die rechte Freude in eure Herz:.? einziehen und das Glück das Himmelreich auf Erden zu euch kommen und die ewige Sehnsucht in Zufriedenheit verwandeln. Einschränkung lehrt auch unser Goethe, der philosophischste unserer Dichter. Mählig senkt sich dann der stillere Blick und erkennt in jedem Siege, den der Mensch über sich selbst gewann, in jedem Gelingen seiner Arbeit, in jedem Entfalten seiner Kräfte, in jedem andächtigen Schauer über die Wunder der Schöpfung, in jedem fröhlichen Genießen treuer Liebe und Freundschaft ein Blümlein in dem Strauße seines Glückes. Nahrwerth der Eier. Ueber den Werth der Eier als menschliches Nahrungsmittel hört man im Leben oft Urtheile, die durchaus nicht richtig sind. Weit verbreitet ist die Ansicht, Eier seien nähr hafte? als Fleisch. Dem gegenüber muß folgendes erklärt werden: Ein Hühnerei hat etwa 1.75 Unze Inhalt; dieser ist aber stark wasserhaltig. und ein Ei liefert in Dotter und Eiweiß zusammen an Nährstoffen 108 Gran Eiweiß und 60 Gran Fett. Somit sind im Ei etwa 14 Procent Eiweiß und 8 Procent Fett enthalten. Nun haben vielfache Untersuchungen ergeben, daß das Fleisch eines mittelfetten Ochfen etwa 21 Procent Eiweiß und 5 Procent Fett enthält. Das Ei ist also durchaus nicht nahrhafter als Rindfleisch. Vergleichen wir es mit fettem Schweinefleisch, so finden wir. daß es auch diesem nachsteht; denn das Fleisch vom fetten Schwein besitzt denselben Eiweißgehalt von etwa 14 Procent, aber dabei den weit höheren Fettgehalt von etwa 30 bis 40 Procent. Oft wird auch gestritten, was nahrhafter fei, das Gelbe oder das Weiße vom Ei. Im Dotter sind 45 Gran Eiweiß und 60 Gran Fett enthalten, im Eierweiß dagegen nur 60 Gran Eiweiß und kein Fett. Der Dotter ist also dem Eierweiß überlegen, denn er enthält Fett und fast dieselbe Menge Eiweiß, obwohl er im Durchschnitt nur 0.75 Unze wiegt, während das Eierweiß 1 Unze schwer ist. Ein ganz vollkommenes NahrungsMittel sind aber die Eier überhaupt nickt: denn es feblen in ihnen die zu unserer Ernährung unentbehrlichen Kohlenhydrate, wie Starke, Zucler u. dergl. Der Nährwerth der Eier wird schließlich durch die Zubereitung beeinflußt. Am besten werden rohe Eier ausaenukt. namentlich wenn sie in Suppen oder Thee gemischt werden. Hartgesottene Eier sind dagegen schwer zu verdauen, namentlich, wenn sie in größeren Stucken verzehrt werden. Wir ersehen daraus, daß das ja sehr schmackhafte Ei dem ??leiscke doch keineswegs überlegen ist und daß man gewöhnlich, wenn Eier als Ersatz für Fleisch dienen sollen, ihre Menge zu gering bemißt. U ndan k macht leiden, haup? sachlich.wenn dieWohlthaten alt Kapi talsanlage betrachtet werd. . j