Indiana Tribüne, Volume 18, Number 280, Indianapolis, Marion County, 29 June 1895 — Page 2

Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sonutagv.

. Die täglich Tribüne- kostet durch den Träger 52 Cent per Woche, die EonntaeS.Tribüne' 8 (Xtxtl per Ooche. Beide usame 15 Cent de, u Cents per Elonat. Vtt Post außerhalb bet c?tdt zugeschickt t VorauSöezahlung V per l'.ahr. Osnr 10 Süd ZIMama Straße. Indianapolis, Znd., 29. Juni 1895. Ter Blackwell'Tunnel. ßiaca der bedeutsamsten Bauwerke der Gegenwart, welches seit Langem die Ausmerksamkeit der technischen Welt hüben wie drüben in Anspruch nimmt, der große Blackwell - Tunnel unter der Themse in London, nähert sich mehr und mehr seiner Vollendung und das scheidende Jahrhundert wird den Bau desselben zu seinen GroßthaUn zahlen dürfen. Der Tunnel liegt roeit stromabwärts und wird er die Tower Hamlets auf dem nördlichen Ufer durch die West- und ostindischen Docks hindurch mit den Orten Green wich und Woolwich auf der Südseite in Verbindung bringen; seine Zugänge für den Magenverkehr auf beidenUfern liegen fast einen Kilometer (0.62 Mei len) landeinwärts. Die Zufahrt bilden lange Rampen mit vetrachtlicher Steigung, da de? Tunnel etwas über 13 Meter (ein Meter gleich 39.37 5Zoll) unter NormalNull zu liegen kommt. Die Länge der ganzen Anlage von Portal zu Portal ist 1891 Meter, die eigentliche Flußbreite nur 363 Meter; 529 Meter der ganzen Länge werden auf beiden Ufern als offene Einschnitte hergestellt, von oen verbleibenden 1362 Metern des eigentlichen Tunnels werden 236 Meter über Tage kreisförmig durckMauerwerk gewölbt, und die letzten 1126 Meter, der Haupttunnel, bergmännisch vorgetrieben und mit Eisen verkleidet. Zur Ausführung verwendet man ringförmig geschlossene Brustschilde, wie sie sich in neuerer Zeit vielkack unter übnlichen Verhältnissen bestens bewährt yaoen. a bei der Bodenbeschaffenheit des Themseuntergrundes in jedem Augenblick auf Wasserandrang vor Ort gerechnet werden muß. so sind die Vortriebapparate für die Anwendung von Druckluft eingerichtet worden. Eine Art Lustschleuse sorgt beständig dafür, daß am Arbeitsorte . stets ein höherer Luftdruck vorhanden ist, als im fertigen Tunnel. Der Vortrieb erfolgt durch 23 Druckmasserpressen mit einer Gesammtarbeitsleistung von etwa 3000 Tonnen. Um die Arbeiten an mehreren Zwischenpunkten im Tunnel gleichzeitig beginnen zu können, wurden an vier Sten geräumige Schachte angelegt, je einer an jedem Themseufer und in einer Entfernung von 150 Metern von diesen Uferschachten ein zweites Paar; drei von ihnen' werden später dem Fußgängerverkehr vom und ' zum Tunnel dienen, wahrend der vierte zuLüftungszwecken eingerichtet wird. Die Zugänge zu den Schachten sind breite Wendeltreppen.' die, Straßeneingänge werden mit geschmackvollen Ueberbauten' geziert.' , Im eigentlichen Tunnel wird der Verkehr trotz der bis jetzt bei kreisförmige Tunnel5.ganz außerge wohnlichen Abmessungen ziemlich beengt sein. Die Fahrbahn besteht auZ einem 4.83 Meter breiten Straßendämm, auf welchem nur zwei Wagenreihen, je eine für Hin- und Rückfahrt verkehren können, und es ist wahrscheinlich, daß schon bei einem, geringfügigen Unfall der Verkehr im ganzen Tunnel gesperrt werden kann. Zu beiden Seiten der Fahrbahn laufen die Fußsteige mit 0,95 Mete? Breite, gerade breit genug, um zwei Personen knapp neben einander hinschreiten zu lassen. Ein gegenseitiaes Ausbiegen ist allerdingsnicht nöthig, da sich auf ' - - ST)..AC. ... 1 U , AJ LII ff 1 111 W fekU AfcU Itets in der gleichen Richtung . bewegt. Die Tunnelhöhe über der Mitte des Fahrdamms ist 5.33 Meter, die Pflasterung ist Granit, die der Fußsteige Asphalt. Auf die Dichtung des Tunnels gegen durchsickerndes Wasser ist begreiflicher Weise besondere Sorgfalt verwendet, namentlich in den beiden durch Mauerwerk gebildeten Vortunnels auf jeder Seite. Die Dichtung der eisernen Tunnelröhre erforderte weniger Anstrengung. Die gewaltigen gußeisernen Ringe wurden in der üblichen Weise schachtelhalmartig zusammengesetzt und die einzeln' Ringe aus Bogenstücken gefügt; die Verbindung erfolgte mittels Flanschverschraubunzen, dieStärke der einzelnen Vogenstücke beträgt 5 Ctm. Im Mittelpunkt jeder .Platte befindet sich eine mit Schraubengewinde versehene Bohrung, durch welche nach dem Einbauen der Ringe Mörtel hinter die Außenseite der Röhre gepreßt 1Si,um den Raum zwischen der Tunnelröhre und dem Erdreich dicht auszufüllen und das Eisen gegen Rost zu schützen. Diese Oeffnungen werden später durch Schraubenstöpsel geschlossen. Die fertige Eisenröhre hat einen äußeren Durchmesser von 3.24 Meter, das Ganze erhält schließlich innen eine Ziegelauskleidung. - Wozu Zettungen gut sind. Daß dn .Werth der Presse ein sehr vielseitiger ist und sich keineswegs cuf die ausgedruckten Neuigkeiten und Geiste,blitze beschränkt, wissen die ame ukanischen Landvettern ganz besonders gut; hat doch schon mancher von ihnen seine Zeitung abbestellt, wenn sie z. B. wegen der Veränderung ihreS FormaUZ ihm nicht mehr zu Fenstervor hängen aßte. Von er? neuen Seite hat unlängst Onkel Sn in Oregon den Werth der Presse kennen lernen müssen, leider zu seinem' lebhaften Verdruß. In Portland und FnderwärtZ mußte das Publikum ein seh?ebbaste5 Interesse an dem aton1&4trMÜn ctriu. und

was damit zusammenhing, gefaxt yaben. Denn die Zeitungspost-Sendun-gen aus Hongkong nahmen stark zu. Merkwürdig war es auch, daß viele dieser Zeitungen an Damen adressirt waren; indeß ist am Ende inseres

Jahrhunderts daran, schließlich aut) nichts Besonders mehr. Als aber diese orientalischeZeitungs Post doch qar auffällig wuchs, da wur den die Vost'Behörden argwöhnisch. und endlich hielten sie dreizehn solcher Sendungen zurück. Sie auszumachen, dazu waren sie zu gewissenhast und aesetzes kundig, sondern sie übergaben dieselben vorerst dem Zollinspector, der t r 11 "Ct 1. r c V!ue eoenfaus niqi orsncic, sonoern oiz Adressaten, resp. Adressatmnen benach richtigen ließ, welche in Gegenwart des Beamten sie ausmachen mußten. Siehe da! Aus den Falten der ersten Zeitung fiel sogleich ein Paar niedlicher Glacehandschuhe heraus, und alle anderen bargen denselben Schatz. Den betreffenden Damen, die sich wetgerten. die Absender zu nennen, kann man nichts anhaben ; dahingegen wurden alle Glacehandschuhe (auf denen ein Zoll von 50 Procent ruht) confis cirt. Der, Verlust der Bundesregierung ist noch kein sehr großer. Daö Briefgeheimnib in Rußland. Die russische PostVerwaltung hat eine Abtheilung, die schwarze Kammer, deren Aufaabe es ist. die durchlaufenden Briefe auf ihren Inhalt zu prüfen, die Beförderung solcher censurwidrigen Textes zu unterlassen und die Absender der Polizei nahmhast zu machen. Die schwarze Kammer ist hierfür mit einem Grade von Macht ausgerüstet, wie sie nur mit der Forderung einer langjähriger Erfahrung in Einklang gebracht werden kann und die ihr gestattet, jede nur mögliche Jndiscretion von Amtswegen zu begehen. Sie gebietet über ein Heer geschickter, erfahrener und ver schwiegener Beamten, die ihre Funktionen sehr gut kennen und ein oft über triebenes Maß von Pflichtgefühl entfalten. Was die Eröffnung der Briefe anlangt, so beschränkt sich dieselbe auf einen gewissen Procentsatz. der in unruhigen Zeiten, z. B. wenn eine hochgradige nihilistische Bewegung im Fluß ist. erhöht, im anderen Falle herabgesetzt wird. Es richtet sich dies ganz nach dem Wetterstande des politischen Barometers; durchschnittlich mag wohl jeder zehnte Brief etwa zur Eröffnung gelangen, und zwar gilt dies für die aus dem Auslande kommenden sowohl als dorthin gehenden Briese. für den gesammten internen, ja sogar für den Stadtverkehr. Bei der Unmöglichkeit, aus dem Umschlage des Briefes oder der Aufschrift -desselben einen richtigen Schluß auf den Inhalt selbst zu ziehen, läßt sich der Beamte von dem einem je den Menschen innewohnenden Instinkt leiten, der durch langjährige Praxis zu einem ganz beispiellosen Grade von Feinheit in ihm entwickelt ist. , Als unter Napoleon I. die Polizei den weitgkhendsten Gebrauch von ihren Machtmit teln machte ud ein Spionirsystem ohne Gleichen zur Einführung gelangt war, galt es als höchste Errungenschaft des damaligen Zeitalters, es in der Verletzung desBriefgehennnisses zu einer so!chen Virtuosität gebracht zu haben, daß die Hülle keine Spur, einer Beschädigung bot, der Inhalt aber nichtsdestoweniger auf das Genaueste revivirt worden war. Es geschah dies, indem man eine.eingeschlagene Seite desVrief couverts über Wasserdampf löste und alsdann wiederum verschloß. Anders verfährt man gegenwärtig in Rußland. Es wird eine verschiedenartige Methode zur Anwendung gebracht. Die gebräuchlichste besteht in dem Aufschnei den des Couverts an der Schmalseite; mit einem in Gummi getauchten Ka. meelhaar wird die Stelle, für ein menschliches Auge kaum sichtbar, nach der Revision des Briesinhalts zugeleimt. Der Absender glaubt ganz sichn zu geben, wenn er dem Umschlage Siegel mit seinem Petschaft versieht. Ist das Eröffnen eines so verschlossenen Briefes auf der Rückseite überhaupt nothwendig, so verfährt man in der schwarzen Kammer so: Zunächst wird die Form des Stempels abgenommen. Man bedient sich hierzu eines Jnstru. mentes von einer cylinderähnlichen Gestalt, in dessen Hohlraum zahllose, ne beneinanderlausende, feine Stahlstifte liegen, die sich einer jeden Form mit arökter Genauiakeit unbedingt anvassen. Der Aufsatz des Instrumentes auf das Siegel genügt, und die tfoim ist vorhanden: mit großer Sorgfalt wird der Lack iekt abaeschabt. derBriefUmschlag über Wasserdampf geöffnet und der Verschluß mit Leichtigkeit mittelst des in allen Farben voryanoenen Siegellacks und des Petschaftes wieder vorgenommen. Die Arbeit ist von emer solchen Akkuratesse, die der Postcensur alle Ehre macht. Für die in Rußland veriretenen ausländischen Botschaften bilden diese Schwierigkeiten eine ernste Gefahr. Die Wahrung dipwmatischer Gebeimnisse ist so dringend geboten wie die rasche Jnkenntnißsetzung der Regie . . f 1 t . v r n i r rung oaoon 0i rccqi wuniazensrveriy ist. ftiir die deutsche Botschaft sind deshalb Feldiäaer thätig, die Depeschen bis zur Grenze befördern und sie dort ihrem weiteren Schicksal durch den Staatsteleqrapben aetrost überlassen. Auch unter dem jetzigen Zaren, auf den man Anfangs so große Hoffnungen setzte, ist eine Reform des CensurWesens nicht vorgenommen zu wer den. Zum Schutze gegen Torpedos. ftn den drei lekten ßrisli bon ot'6 ßerer Bedeutung, dem chilenischen, brasilianlschen und ostasiahschen, haben die selbst beweglichen. Torpedos eine aroße Rolle gespielt. Die Vernichtung des Panzerschisses Blanco Encalada" durch die Torpedokreuzer Lynch" und Condell" im Hafen . von Caldera, die Zerstörung des Aquidaban- an der Küste von Brasilien und besonders das Unheil, welches die japanische Torpedosiotllle rm Hasen von Wn-Hat-Wel über die - chinesischen Kriegsschiffe

brachte, haben die Wichtigkeit dieser Höllenmaschinen für den Seekrieg dargethan. Die Nothwendigkeit dieser furchtbaren Kriegsmaschinen wird überall anerkannt und unser Congreß hat derselben in der letzten Session durch Annahme eines Gesetzes, den Bau von drei neyen Torpedobooten betrefsend. Ausdruck verliehen. Daß mir der Entwicklung der Torpedos die Beschaffung geeigneter Defensivmittel nicht außer Acht gelassen wurde, dersteht sich wohl von selbst, doch hat die Effectivlt der Letzteren mit den Ersteren nicht gleichen Schritt gehalten. Man hat Schnellfeuer- und Maschinengeschütze erfunden, welche einen sich nähernden Feind in wenigen Minuten mit einem furchtbaren Hagel von Geschössen zu überschütten vermögen; elekirische Scheinwerfer sind construirt, um die unheimlichen Gesellen zu entdecken, und die Schlachtschiffe sind mit Schutznetzen von Stahldraht umgeben, um die Torpedos fernzuhalten. Alle diese Maßnahmen gewähren keinen absoluten Schutz. Es werden Torpedoboote von fabelhaster Fahrgeschwindigkeit construirt, ja man baut solche, die unter Wasser fahret, und die Torpedos selbst werden mit scheerenartigen Vorrichtungen versehen, welche denn Anstoßen an ein Schutznetz dasselbe zerschneiden und dann dem feindlichen Schlachtschiffe auf den Leib rücken. Von englischen Marineosficieren wird nun neuerdings die Anwendung eines Schutzmantels von solidem Stahlblech, das mindestens einen Achtelzoll dick ist, empfohlen. Angeblich läßt sich ein solcher Schutzmantel vom Verdeck eines Schiffes aus viel leichter hantiren und in Position bringen, als ein sogenanntes Crinolinenetz: ein Torpedo würde durch den Anprall an den Schutzmantel zum Explodiren gebracht werden, dem Schiffsrumpfe aber wenig Schaden zufügen können. Mittheilungen über Versuche, welche mit derartigen Schutzmänteln von Stahlblech gemacht wurden. liegen zur Zeit noch nicht vor. und sfibt dzher noch abzuwarten, ob die--rfI6en sich bewabren werden. , ,, , Wenosfen der Standard 0il Co. vor Gericht.

Die Petroleumpreistreiberei der Standard Oil Company und das Streben derselben nach dem Petroleumeltmonopol fanden dieser Tage eine eigenthümliche Beleuchtung durch eine Verhandlung in der Berufungsinstanz der ersten Strafkammer zu Bremen, in der es sich um eine Privatklage des Vorstandes der DeutschAmerikanischen Petroleumzesellschast, der Herren Karl und Franz Schütte dortselbst und res Commerzlenraths Riedemann m Hamburg, gegen den Kaufmann Gustav Rassow, Mitinhaber der Petroleumfirma Rassow. Jung & Co. handelt:. In der Berliner Bank- und Handelszeitung- vom 3. October 1894 erschien ein längerer Ar tikel über die künstlich: Vertheuerung des Petroleums und das Streben der Standard Oil Co.. resp, der Herren Rockefeller. Rothschild etc.. den Petroleumhandel der Welt zu monopolisiren. In diesem Artikel wurde sür die amerikanischen Outsiders und die damit in Verbindung stehenden, noch freien Petroleumlmporteure in Deutschland, die Herren Rassow, Jung & Co. in Bremen und Philipp Poth in Mannheim, energisch Partei genommen, dagegen die Standard Oil Co. und deren ver bündete ' Töchtergesellschaften, die Deutsch-iAmerikanische Petroleum-Ge-sellschaft in Bremen und die American Petwleum Company in Antwerpen und Rotterdam, scharf angegriffen. In dem Artikel wurde besonders auseinandergesetzt. wie die Standard Oil Company es verstanden habe, sich zur Beherrscherin des gesammten Petroleumhandels in Amerika aufzuwerfen, und wie sie plane, sich den deutschen Markt völlig willfährig zu machen, in dkm sie einerseits alle Raffinerien an sich reiße und andererseits jede K?neurrenz im Verkauf lahm lege, wobei auf die ihr zur Verfügung steh.-nden, ganz enormen Geldmittel hingewiesen wurde, die ein Aufkommen des reellen Wettbewerbes nicht zuließen. Diesen Artikel versandte am 6. October 1894 der Angeklagte Rassow an eine Menge von Firmen, die sür das Petroleumz:schäft interessirt sind, an die bremische Handelskammer u. s. w., und fügte ein Begleitschreiben bei. Im Einganz dieses Letzteren heißt es u. a.: Wir behändigen Ihnen beiliegend ein Exemplar der .Bank und Handelszeitung, die einen Artikel übe: dab von dem Standard Oil Trust angestrebte Petroleummonopol in Deutschland bringt.- Weiterhin! wurde das Bedauern ausgesprochen, daß dieser A?" tikel leider zu sachlich gehal!: sei und die .Art und Weise der Geschäftsführung der Standard Oil Co. und ihrer Töchterinstitute nicht genügend brandmarke", ferner war v?n der Gewinnsucht" der genannten Gesellschaften die Rede, die das Aufkommen reeller Geschäste nicht mehr gestatte u. s. w. Gegen den Verfasser dieses Circulars, Gustav Rassow, erhobn die Leiter der Deutsch-Ameräkanischen Petroleumgesellschaft, die schon erwähnten Herren Carl vnd Franz Schütt: und Rieoe nann-Hamburg, die Prlvatilaze vor vkM Schöffengericht. S'e gaben zu. daß im Wesentlichen die Darsteuunz lN der Bank- und Hndelszeitunz" den Thatsachen entspreche, daß aber die Aeußerungen Rassow's' in dem Circular beleidigend sür sie seien. Das Bremer Schöffengericht erkannte 'auf die Freisprechung Rassow's; wohl sei die Actiengesellschaft Deutsch-Amerika-Nische Petroleumgesellschaft beleidigt, nicht aber eines oder mehrttt Mitglieder derselben; ferner habe Rassow in dem Circular einen Kamps um seine Existenz geführt, somit in der Wahrnehmung bttechtigter Interessen gehandelt. Mit diesem Urtheil waren die Herren Gebr. Schütte-Bremen und NiedemanN'Hamburg n!cr;t einverstanden; sie haben gegen das Schöffengerichköurtheil Berufung eingelegt. Der Beklagte bestritt auck in der Zwei-

ten , Instanz die Absicht, den Kläger persönlich zu beleidigen, sonst, würde er den Inhalt seines Circulars in die Presse lancirt haben, statt ein Circular an die Interessenten zu versenden. Lekteres babe ihm nur als Beaitbrief

gedient, um seine Kundschaft auf den Artikel der .Bank- und Handeiszei tuna" aufmerksam zu machen und i ihr über das verwerfliche, zahlreiche Er lsienzen ruinirende System der amerika nischen Gesellschaft die Augen zu öff nen. Seit Jahren stehe er in e:n: m Existenzkampf gegen die Standard Oil Co., daher seien ihm einige scyarsc Worte nickt übel zu nehmen. Nach etwa dreistündiger Verhandlung fand das Berufungsgericht, daß allerdings nicht nur eine Beleidigung der Deutsche Amerikanischen Vetroleum-'.GeseUschaft sondern auch der Direktoren, daß aber der Angeklagte trotzdem freizusprechen sei. da er nickt in der Ad't. ,u velei digen, sondern in der Wahrnehmung berechtigter Interessen gehanoeit uno das Circular nur im Kamps um d Existenz verfaßt und versandt habe. Graphologie. ic Die Wissenschaft macht in ihren Anschauungen schroffe Wandlungen durch.. Was sie früher befehdete, pflegt sie heute mit großer Hingabe. Der Hypnotismus. als Mesmerismus und thierischer Magnetismus in seinen Anfängen von der Schulmedicin einst als Humbug verachtet, findet jetzt vorwiegend bei ihr seine eifrigste Förderung. Auf diesen und anderen Gebieten ist der Anfang nicht von den gunftmäßigen Gelehrten gemacht. sondern von Laien, die Wissen cya t kam erst viel später nach. So war auch die Graphologie bisher nur Laienwissenschaft. Es ist seltsam, daß man sich der Handschriftenkunde gegenüber so lange ablehnend verhal ten hat und ihr keine oder nur eine gani unbedeutende psychologisch-phy siologische Bedeutung 'zusprach. Daß es Nationalqesichter, Natwnaltrach ten. nationale Geberden gibt, gesteht Jeder zu. Allmälig glaubte man auch an eine Nationalhandschrift. Daß die englische Schrift von der französischen, von der italienischen und von der lateinischen Schrift, die ein Deutscher schreibt, in besonderen Eigenthümlichkeiten abweicht, kann Jeder wahrnehmen, der Briefe von Angehörigen der betreffenden Völker vergleicht. Ferner sind die Schrift züge der beiden Geschlechter verschieden. Ebenso die einzelner Stande. Die Schrift eines Kaufmanns kann auch der Ungeübte von der eines ArbeiterS und wieder von der eines gewerbZmäßigen Schreibers unterschel den. Bildungsgrad, Lebensalter bringen gleichfalls in der Handschrift besondere Verschiedenhten hervor. Alles dieses räumte die Wissenschaft willig ein. Nur die individuelle Verschiedenheit der Schrift, den Zusammenhang zwischen der Individualität einer Person und ihrer Handschrift anzuerkennen, weigerte man sich. Vielleicht gewinnt die Schriftenkunde auch außerhalb der Laienkreise in Zukunft mehr Kredit, nachdem ein berufener Vertrete? der physiologischen Wissenschaft. Prof. Dr. W. Preyer, sich der Sache angenommen hat und die individuellen Verschiedenheiten der Handschrift in den Rahmen seiner Untersuchungen miteinbezogen hat. Im Allgemeinen unterscheiden sich Handsriften, abgesehen davon, daß die eine mit mehr Sorafalt, leserlicher geschrieben ist. als die andere, zun'ickist noch dadurch, daß die eine natürlich. die anbtxi nicht natürlich ist. d. h. im er'cn ?(cU den'! der Schrei 5e-!" nur an das, was er schreibt, nicht daran, wie das Geschriebene aussieht: ein Muster liegt ihm nicht vor. er ahmt also Einzelheiten nicht nach, er malt keine Schriftzeichen. Eine Handschrift nimmt aber leicht schon fremde Eigenthümlichkeiten an. wird unnatürlich wenn Jemand einen Brief, der vor ihm liezi. beantwortet. Es entsteht so eine Nach'mini von der der Schreibende selbst nichts weiß, bis er von anderer Seite darauf ausmerlsam gemacht wird. Auf diese Weise nehmen Frauen mitunter Eigenthümlichkeiten der Handschriften ihrer Ehemänner an. Kinder solche ihres Lehrers. Die Zahl der individuellen Ver-. schiedenheiten. die die Schriftzüge im Einzelnen auszeichnen, sind aüßerordentlich mannigfach. Schon durch die Winkelstellung der Buchstaben, durch die Länge der Striche, ob dick, rund, eckig, durch die Richtung der Zeilen u. s. w. können die Schriften Klrakteristische Eigenthümlichkeiten zeigen. Wie kommen nun diese Verschiedenheiten der Handschriften zu Stande? Es handelt sich hier natürlich nur um ursprünglich individuelle Merkmale einer Handschrift, nicht um solche, die nebensächlichen ESnwirkungen, Rauhigkeit des PaPiers, unbequeme Härte oder Spitzig keit der Feder u. s. ' w. ihre Ent stehung verdanken. Die individuellen Merkmale der Schrift sind für den Schreibender persönlich charakteristische Buchstabenformen, die nicht etwa von Besonderheiten der Muskeln, Nerven, Knochen, Bänder u. s. w. abhängen, welche be'nn Schreiben in Thätigkeit treten. Schreibt Jemand mit dem Munde, mit den Füßen, dem Knie, so bleiben auch bei allen diesen Schreibversuchen die individuellen Merkmale bestehen; das Geschriebene zeigt denn auch ' immer - noch die charakteristische Handschrift" des mit der Hand Schreibenden. Es ist damit bewiesen, .daß der Charakter einer Handschrift gar nicht von der Hand abhängt; es müssen also gewisse Theile der Gehirnrinde sein, von der die motorischen Impulse zur Bewegung der Federspitze ausgehen und die nur durch den Z)chreibunler richt ausgebildet werden. Es sind beidezseitig symmetrische Gebilde in der Großhirnrinde, von denen das rechte für das , linke eintreten kann, wenn die rechte Hand gelähmt ist. Der Schreibact bänat. ebenso wie das

sprechen. obgeZehen von einem mo!orischen Äebirncentrum. noch von einem sensorischen ab. Beim Sprechen ist die Mannigfaltigkeit der überflüssigen Mitbe'wegungen groß; die Mimik der Gesichtsmuskeln, der Au-

gen u. s. w. ist untrennbar aber indl viduell mit dem Sprechenden verbunden. Sollten nun beim Schrekben. der stummen Wiedergabe des Gefühlten. Vorgestellten. Gewallten u. s. w.. wo das Mienenspiel ganz fortfällt. Mitbemmunaen. Mitbewegungen unmittelbar nicht betheiligter Organe, nicht vorkommen? Gewiß, und zwar zeigt sich uns hier das Mienenspiel in den Bewegungen der ffedersvitze auf der Schreibfläche. Und dieses Miene.sviel in der H?ndschrift hat nun auch seine besonderen Eigenthümlichkeiten, die de? Kundig? herauslesen kann. Auf die Bedeutung der individuellen Merkmale der Schrift können wir hie? nicht weiter eingehen. Jedenfalls darf angenom men werden, daß derselbe Charakterzug bei den verschiedenartigsten Individuen Zedesmal vorhanden ist, wenn sie alle dasselbe handschriftliche Merkmal, z. B. dieselbe unwillkürliche Mitbewegung zeigen, wie man ja auch an solchen bestimmten ungewollten Mitbewegungen, Gestilulationen etc. im gewöhnlichen Lebnrdle Gemüths art und Denkweise eines Menschen mit Recht zu beurtheilen pfeqt. Ein Theil ihres Charakters hängt der Schrift allerdings von der Schule her an. Die Handschriften der meisten ffrauen haben wegen ihrer noch ge ringen Unabhängigkeit von derSchule und der zu lange bewahrten Abhan aiakelt - von der Kalligraphie mit Rücksicht auf die Form der Buchstaben weniger Charakter, als die der Männer. Uebersehen darf ma-, da bei allerdings nicht, daß die Frauen km Allgemeinen viel weniger schreiben. als die Manner. . Hl Deutsche 2ocaU7aQvl$tctu Mecklenburg. S ch w e r i n. 22 Wehrpflichtige auö oen Ausyeoungsbezirken Grevesmuh len, Schwerin, Wismar, Jahrgang 1872, wurden jeder in zweihundert Mark Geldstrafe aushilflich 40 Tage rj . r j . ;t r . ,. . esangniß, joroie ?n oie ozien verurtheilt, well sie für überfuhrt erach tet wurden, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet verlassen zu haben, um sich dem Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen. F e l d b e r g. Bei der kürzlich durch den Major Dehne-Neustrelitz vorgenommenen Jnspicuung der yie sigen Gendarmerie wurde von dem selben dem Gendarm Jahnke daS Militärdienstkreuz 2. Classe für 15 jährige tadellose Dienstzeit überreicht. Neustrelitz. Für das hier zu errichtende Kriegerdenkmal sind bis jetzt 11,4) Mark gesammelt wor den. Das Denkmal soll 15,000 Mark kosten. Wann es enthüllt wer den wird, ist noch nicht bestimmt. Oldenburg. Jever. Die Maler- und Aus schmllckungsarbeiten in der hiesigen Stadtkirche, für welche der Dekorarionsmaler Mohrmann in Oldenburg die Plane entworfen hat, werden von den hiesigen Malermeistern Popken, ffrerichS und Reents für reichlich 6000 Mark ausgeführt werden. Die Orgel m der hiesigen Stadtkirche wird einer gründlichen Reparatur unterworfen und mit emer Schwell Vorrichtung versehen werden, wofür 3300 Mark bewilligt worden sind. Diese Arbeiten wird Orgelbauer Schmid m Oldenburg ausführen. V a r e l. Hier, feierte de? Vareler Männergesangverein" im Hotel .Ebole" sein Stiftungsfest. Kranst7n?ig. B r a u n s ch w e i g. Für das bevorstehende große Nordwestdeutsche Bezirksschießen hat der Regent zwei werthvolle Ehrengaben gestiftet. Die eine besteht in einem inhaltreichen Silberkasten, die andere in emem l bernen Tablett mit Eierbechern. In der letzten Lotterieziehung fiel ein Gewinn von 30.000 Mark in die Hauvtcollekte von L. Gutkind hier selbst. Gewinner sind Landleute und eine Gesellschaft von Beamten in Braunschweig, welche letztere zwei Viertel des Looses spielt. Durch Erhängen hat der hiesige Bodenmel ster W. seinem Leben ein Ende ge macht. Hüttenrode. Hier feierten der Fleischer Koch und Frau ihre goldene Hochzeit. Das Jubelpaar erhielt vom Regenten eine . Prachtbihel. Anhalt, Zerbst. An der hiesigen Bau schule fand vor der Prüfungscommission unter Vorsitz des Regierungsraths Januskowsky die mündliche Prüfung zum Abgange statt. Von den 35 Kandidaten erhielten 33 das Reifezeugniß. KQrkngen. C o b u r g. Der Lehrer Welsch in Höhn bei Neustadt hat sich in einem Anfall von Geistesstörung, entleibt. G e r a. In der Bieblacher Flur bei Gera wird eine Konservenfabrik errichtet werden, die hauptsächlich Feldhüh ner, aber auch alles andere Wild nach einem eigenen Verfahren wie frisch konserviren wird. Jena. Es ist eine bemerkenZwer the Fügung, daß unsere Universität gerade in diesem Semester, in dem sie von falschen Propheten einem baldigen Untergang geweiht wurde, zu außerordentlich hoher Blüthe gelangt ist. Bis jetzt beträgt die Zahl der immatrikulirten Studirenen 736. die Zahl der Hörer 34, mithin die, Gesammtzahl der Besucher 770. "Eine so hohe Zahl ist in diesem Jahrhundert noch nicht erreicht worden. Orlamünde. Die billigste Eisenbahnfahrt im Deutschen Reich und wohl in ganz Europa besteht für die Strecke Orlamünde-Freienorla der Saalbahn. Hier kostet die Hin- und Rückfahrt (Sonntagsfahrkarte) fü? einen Erwachsenen in dritter Klasse nur 5 Pfennig, für ein Kind aber nu? 3 Pfennia. .

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MordtMtts des Wagens leiden; und wie diel besser fühlen wir, wenn wir sofort Dr. August König'S Hamburger" Tropfen

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gebrauchen. DaS wohlbekannte deutsche Heilmittel, giebt nichts besseres.

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Sichere Kur.

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PAn. Karlsruhe. Während ' der Pfingstfeiertage fand hier das sechste Sängerfest des. Badischen Sängerbundes statt. 153 Gesangvereine mit etwa 7000 Sängern nahmen daran Theil. Brennet. Der verheirathete Arbeiter Gallmann, Vater von sechs Kindern, kam in der Buntweberei mit der elektrischen Leitung in Berührung und wurde sofort getödtet. F r e i b u r g. Aus der Straße von Kirchzarten nach Zarten wurde Graf Max v. Kagenek. Grundherr inStegen, der ein junges feuriges .Pferd ritt, von diesem abgeworfen und derart verletzt, daß er starb. H e l m s h e i m. Hier hat einWolkenbruch auf den Feldern Schaden angerichtet. Huttenheim. Postagent Bader, der wegen Unterschlagung flüchtig gegangen sein sollte, wurde im Walde erhängt aufgefunden. v?kttemv,rs. Stuttgart. Der namentlich -auch in der Stuttgarter Forst- und Jägerwelt vielbekannte, selt 1891 pen sionirte Forstwart Renz. welcher z. Zt . c. (n :c.: er r.: in vor oil aiiuycu u. y. icui, ci erte am Pflngstsonntag das Fest seine goldenen Hochzeit im Kreise seiner Fa milie. C r a i l s h e l m. Wahrend eines schweren Gewitters wurde beim Holz führen im Walde bei Goldbach Oeko nom Bäuerlein von hier vom Blitze er schlagen. Freuden st ad t. Das von einer gemeinnützigen Actiengesellschaft be arunoete uryaus Palmenwalo. an dem vom hiesigen Berschönerungs verein anaeleaten Panoramawea und m der Nähe des soa. .Palmenwaldes ist nunmehr im Aeußerenind Inneren fertiggestellt und zur Aufnahme von Gästen hergerichtet. M a r b a ch. Der Bau unserer Was serleitung schreitet rasch fort. Die Hauptstraße ist schon ganz fertiage stellt, und die an derselben llegenden Hauser haben schon Wasser. Am süd westlichen und südlichen Theil der Stadt mußten große Felsensprengungen vorgenommen werden. Sk7V. Bern. Die kantonalen Zeughäu ser verkaufe.? die alten Vetterli-Ge wehre um 4 bis 6 Francs per Stück Der schweizerische Jägerverein legte deshalb Beschwerde beim Bundesrathe em, wen dieser Waffenverkaus dem Wildern Vorschub leiste. Zugleich wurde das Gesuch eingereicht, daß im Frühjahr Verkauf und Transit von Wachteln in der Schweiz verboten werde. Genf. Der Genfer August Vrun, früherer Leibarzt Napoleons III starb hochbetagt in Paris. G r a u b ü n d e n. Der deutsche Unterricht in den romanischen Schulen soll nicht mehr obligatorisch sem. L u z e r n. Von 21 liberalen Mit gliedern ist im Großen Rathe die Mo tion eingereicht worden auf Einfüh rung der Verhältnißwahl bezüglich der Großrathe, der Versassungs- und Ge meinderäthe, sowie der Richter. 0ftl4;. Budapest. Der Minister des Innern hat zwei Belgrader Blättern, Sztar Pryately- und Beogragya nm", den Postdebit sür Ungarn entzo gen. Nach einer aus Genf in Buda vest einaetroffenen Depesche ist der Journalist S,eles. der das Attentat auf das Hentzi - Denkmal verübt hat. ' . r r?pjr.. - rvr von der sranzoilicyen Polizei in Anne masse auf französischem Boden verhaf tet worden. Dobrowoda. Der Or! Dobrowoda im Bezirke Zbaraz ist von einer furchtbaren Feuersbrunst heimgesucht worden. Innerhalb mehrerer Stunden wurde die ganze Ortschaft eingeäschert; nicht ein Haus blieb unversehrt. Viele Hunderte von Familien sind brot- und obdachlos. B r e g e n z. Bei Langen am Arlberg stürzte dies Tage ein jugendlieher, bei den Lawinenschutzbauten be schäftiater Arbeiter. Namens Schmala aer, 800 Meter ab und war auf der Stelle todk. in ES ist mehr Katarrh in dieser egulv QC0 anveS alt von allen an deren Krankheiten zusammen, und bis in oen lesien ayren galt er als un heilbar. Viele Jahre lang erklärten Doktoren ihn für eine lokale Krankheitnd schreiben lokale Heilmittel vor, und da sie ihn mit ärztlicher BeHandlung beständig nicht kurirten, erklärten sie ihn für unheilbar. Die Wissenschaft hat bewiesen, daß Katarrh eine Constitutionskrankbelt ist und debhalb konstitutionelle ' Behandlung er örtert. Hall'S Katarrh Kur, sabrizirt von F. 3. Eh eney & ( o., im Markte. Sie wird innerlich in Dosen oder Gaben von 10 Tropfen bis zu eiNk Theelöfel voll genommen. Sie wirkt, direkt auf daS Blut und die schleimige Oberfläche deS Systems. Sie bieten einhundert Dollars für jeden Fall, den sie zu kuriren verfehlt. Laßt Euch Circulare und Zeugnisse kommen. -l Aoremrt : ff. 3.Cheneyk5o., Toledo, O. verkauft von allen Apothekern, 7äe.

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