Indiana Tribüne, Volume 18, Number 275, Indianapolis, Marion County, 24 June 1895 — Page 2

JndZana Trivttne.

Erscheint TagUch und Sonntags Die tlgltche Tribüne- kostet durch den Träger U deut per Woche, dle SonntagS..Tribäne'' CktS per Woche. Beide iufameitl5tjent& es Cents per vkonar. Vtx Post auberhalb tet (tbt zugeschickt t orauSbeihlng per ilahr. OfTUvt 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 24. Juni 1895. lOr1gwarrrelVoen.z Streiflichter von der Gartenstadt. Chicago, Mitte Juni. Ich glaube fast, wenn Sie wieder einmal dazu jommen sollten, die Ez-Weltausstel-lungsstad! mit JHrem Besuche zu beehren, thäten Sie wohl daran, nur in Begleitung eines Strampelrades zu erscheinen, wenn Ihnen überhaupt an der Werthschätzung seitens der Garenstädtler genug gelegen sein sollte. Denn das Vicycle" gehört hier nachgerade beinahe zum guten Ton. Ganz Chicago steht im Zeichen des Bicycle", sogar auf den Kanzeln wird ihm ein großer Theil der Predigten gewidmet, die fashionable Chicagoer Tagespresse scheint sich fast vollständig in eine Radjahr-Sportpresse verwandelt zu haben, und viele Zeitungen dahier überbieten einander im Schenkenvon Zweiradern in einer Weise, welche die - LotterieCriminalgesetze bedenklich nahe streift. (Was sie übrigens vortt auch schon mit anderen Dingen geihan haben.) Gar manche große Kleider und sonstige Geschäfte treiben diese Zwei-rad-Halblotterie fast ebenso schwungihaft, kurzum, das Zweirad zieht sich wie ein rother Faden durch das ganze geschäftliche und gesellschaftliche Leben Chicago's hindurch. Die Zwei rad-Wettfahrten fetter Damen im Dime-Museum seien nur noch als e i n e 3 der vielen weiteren hierher ge'hörigen Beispiele erwähnt. Wären die räumlichen Verhältnisse der Gartenstadt ein wenig enger gezogen, so würde ihr Ztteirad-Cultus jedenfalls schon bei Weitem der auffallendste aller Städte unserer Republik und der ganzen Welt sein; so aber vertheilt sich die Geschichte übe? einen ungeheuren Raum. Das Vorherrschen des StrampelradeS in den Zeitungen hat wenigstens das eine Gute, daß hierdurch die langweiligen Baseball- und Fußball-Be-richte, welche sonst immer um diese Jahreszeit die Spaltei der Blätter bis zum Ekel monopollsirten, ein wenig in den hinjrrgrund treten müssen, und auch das Hundstage-Jägerlatein viel geringeren Spielraum hat." Mit der Zeit freilich mag da? neue Uebel größer werden, als das alte. Jüngst habe ich Ihnen daS klägliche Schauspiel einer Bevölkerung geschildert, die unmittelbar am Michigansee verschmachten ' oder vergebens nach Zöadegelegeicheiteni Hunderttausendstimirrig schreien muß. Cin anderes hierhe? gehöriges Beispiel, das jedem Na-tur-und Menschenfreund sehr nahe gefyn muß, ist mir dieser Tage aufgefallen, als ich wieder- einmal meine Schritte nach dem lieben Lincoln-,Park, der Sommerzuflucht des Deutschthums und der übrigen Menschheit der Nordseite, lenkte. Ach du meine Güte! Man hätte mir schier weiß machen können, daß ich im März in einen magnetischen Schlaf a la Vellamy gefallen, und erst im September oder October wieder aus demselben erwacht sei: denn die Grasflächen in diesem wichtigen Park sahen wenigstens schon ganz spätherbstlich gelb oder braun aus! Natürlich sorgt der größere Andrang nach den wenigen noch halbwegs grünen Oasen dafür, daß auch diese rasch genug absterden. So etwas ganz direkt am Michigansee ist geradezu ein cmsstellungswürdiger Skandal. Man möchte wünschen, daß sich der ganze Park schnell um einige Fuß senken möchte, damit sich der Michigansee erbarme und 'ihn von selbst bewässere. Kein Geschäftsmann Chicagos würde eine solche Wirthschaft wie diefe auch nur eine Stunde lang in seinem Geschäft dulden; aber die Politik derdirbt eben nicht nur den Charakter, sondern auch daö Gras, die Luft und überhaupt Alles. Uebrigens liegt diese Park-Mlskke nicht durchweg an man;elhafter Bewässerung. Leute, d!e von Deutschland oder sonstwoher etwas von Gartenkunst verstehen, haben manchmal im Vorübergehen mit Cntsetzen wahrgenommen, wie da und dort hoch am Tage mitten in der Sonnengluth Rasenflächen ganz wahnsinnig aus den 'schlangenartig auf dem Boden gelagerten Schläuchen bespritzt wurden, ohne daß die betreffenden Jgnoianten eine Ahnung davon hatten. wie schädlich solches dem GraswuckiZ ist. Sie darauf aufmerksam machen? Bah. die wissen Alles besser, als die .Ausländers ' Auf solche und andere Weise 'st es dahin gekommen, daß das so seh? gün.stig gelegene Parksystem der Nordseite, welches einst, abgesehen vom Weltaus stellungs-Wlatze. die Krone,, der Chi cagoer Pa?ks überhaupt war, von dem Parksystem der Westseite bereits weit überflügelt ist und fast nur noch als -Haidegrund in Betracht kommen kann. auf welchem nur noch vereinzelt em Röslein roth- spärlich vegetirt! Wie ein grausamer Hohn auf sich selbst sieht e aus, wenn die Parkpolizisten Da mm mit ihren Möpsen aus solchen yaxtt fortweisen, in denen noch das Ljeste daS ist, was man schon außen am Saume genießen kann: -ein Museum mit etlichen vorsintttuthllchen Ge rippen, frisch gebackenen Waffeln und dito Popconi": in der anmuthigen schneeballenärtigen Hülle. Was mich beim Hinblick auf diese wohlfeilen Chicagoer . Straßengenüsse schon oft' gewundert hat, das ist.' daß r'ti ' C.rX..'Vini man yier jenen jene ucw"' Wobltbäter der Menschheit trifft, wel-

cye einen fttegenden Äürftel- und Sauerkrauthandel treiben. Gerade hier sollte es von ihnen wimmeln; denn Chicago mit den umliegenden Dörfern- ist nämlich die größte Sauerkraut-Culturstadt der Ver. Staaten. waS entschieden eine ihrer

günstigsten, sympathischsten Seiten ist. Ich werde Ihnen viell-icht ve: anderer Gelegenheit ein wenig mehr von dieser großartigen Sauerkraut-Cultur erzählen, auf welche ich erst aufmerksam wurde, als ich mich in den Grenzcrdistrikten pardon, Grenzdistrikten dieses RiesendorseS ein wenig umsah. Freilich, das Sauerkraut ist arum in Chicago doch nicht billiger, als end wärts, und wenn man gar etwas anständiges Schweinernes darin stecken 'haben will, so kostet es heuer viel nlehr, als die Chicagoer Blätter der auswärtigen wanderungslustigen Menschheit weißmachen wollen! Doch ich will mich von solchen banausischen Magen-Jdealen abwenden, die ja doch keinen Bestand haben, und ich fühle so recht die Wahrheit der Worte Schillers (der wenigstens im Lincoln-Park ein hübscheres Denkmal hat, als in der deutschen Reichshauptstadt): Rauch ist alles ird'sche Wesen." Ja wohl, an diesen -schönen Spruch wird man hier fort und fort mit aller Gewalt erinnert, wenn man beständig im Herzen und im Unterleib der Stadt die abscheulichen schwärzen Rauchsäulen sich mit unverschämte? Grandezza zum Himmel emporwmven sieht und ihrethalben viermal so viel Wäsche braucht, wie unter normalen Verhältnissen. (Sogar wenn man den größten Theil seiner Existenz in de? Stube unweit geöffnete? Fenste? verbringt.) Die neue Stadtverwaltung (Sie werden ja au den Zeitungsdepeschen erfahren haben, daß vor einiger Zeit eine solche eingezogen ist. deren verheißene Reformthätigkeit übrigens bis jetzt hauptsächlich darin bestanden hat, ihre Vorgängerin schlecht zu machen) will sich ja nächstens wieder einen neuen Nauchinspector" zulegen. Daß aucü der uns nickt erlösen wird von dem Rauchübel, ist mit mathematischer Gewißheit anzunchmen, denn die Geschichte liegt viel zu ttes. Dieselbe ursache, welche in erster Linie Chicago zu einem, so gewaltigen Jndustrie-en-trum gemht hat, nämlich ihre Lage in so großer Nähe wichtiger Weichkoh-len-Felder. hat sie auch zu einer Rauchund Rußstadt ersten Ranges gemacht. Weichkohle durch Hartkohle ersetzen? Hm, das ist leicht gesagt, aber daS kostet mehr Geld, und da schweigen alle Flöten, auch .diejenigen des Gesetzes und seine? Priester. Vor Kurzem haben sie auch wieder einmal einen Rauchverzehrungs-Appa-rat hier erfunden. Es ist wirklich lustig. einen Blick auf alle die diesbezuglichen Erfindungen zu werfen, die sich schon gar nicht mehr zählen lassen, und deren jede sich vorzüglich bewährt hat, And dabei konunett die Gartenstädtler niemals auch. nur eine Spanne weit aus dieser Lappländer-Misere heraus! Noch immer leuchten" gar rnanche abendliche Strahlen von der unlergegangenen Weltausstllungssonne 'über einige der beglückteren Stätten Chicago's, ja sogar etliche verirrte Strahlen von der San Franciscoer Mitt-wlnter-AuSstellung, sei es . Midway Plaisance" oder Fe?risqRad" oder Goldgraber-Lager" u. s. w. Jüngst hat auch daS Field'sche Weltausstel-lungs-Museum seinen ersten Jahresbericht veröffentlicht, und besonders ermuthigend ist selbiger gerade nicht, denn ee gipfelt in einem Deficit. Es zeigt sich eben imme? meh?, daß dieses so chochbedeutende Institut, ein so wunderscköneS Quartier es auch im ehemaligen Kunstpalaste im JacksonPark hat, zu weit aus dem Wege liegt, und wenn nicht alle Zeichen trügen, werden es binnen wenigen Jahren die staunenden Besucher ganz wo anders, an der LakeF?ont- nämlich, genießen können; dann dürfte die Besucherzahl auf daS Zehnfache steigen, und damit auch die Lebhaftigkeit der thatsächlichen Unterstützung. Es hat sich herausgestellt, daß mehr als die Hälfte der Besuche auf denSonntag entfiel, wenn es nach dem Herzen der Mucker gegangen wäre, so wäre also der moralische geschäftliche Mißerfolg noch viel gröhü Glücklicherweise ist auch nicht die leiseste Aussicht auf einen- Sonntags schlub dieser weitaus wichtigsten Volks-belehrungs-Anstalt von Neu-.Paris vorhanden. , ; . I. K. Fürst und Dichter. De? reiche Mrst Linguaglossa, der bekanntlich im verflossenen Januar die Tochter deS Herrn Crispi geheiraihet hat, befindet sich mit seiner jungen Frau immer noch auf der Hochzeits reise. Das Paar reist mit Dienerschast, einem Kammerdiener für den Herrn und eine?. Kammerjungfer für die Frau. Vo? einiger Zeit nun kam der Fürst mit seiner Begleitung von Venedig her auf dem hiesigen Bahnhof an. Als beim Verlassen des Bahnsteigs die vier Billette vorweisen sollte, waren diese verschwunden; dr Fürst hatte fit unterwegs verloren. Er mußte nun neue Billette lösen, waS er auch sofort that; er konnte sich aber nicht enthalten, dem Beamten, als e? die Billette bezahlte, voe allen Leuten zuzu?ufen: Sagen Sie He?rn Cavallotti,' laß ich die Billette auS meine? eigenen Tasche bezahlt habe!" Das wa? nun seh? unvorsichtig. Herr Cavallotti, der bekannte Dichter und Führer der Aeußersten Linken in der Kammer, sieht zwar He?m C?ispi stets seh? scharf auf die. Finge?, abe? mit' de? Unannehmlichkeit, die demi Schwiege?sobne Cnspi'S auf dem Marlände? Bahn Hofe Passirte, steh! er in gar keinem Zusammenhang., Seinen Namen hereinzuzerren, war außerdem um so unvorsichtiger, als eö m Italien bekannt ist. daß .tuö fürstliche Paa? sammt Diene?schaft die Hochzeitsreise mit GraliSbillett? auörubrr. Die Eilen-

bahngesellschaftcn! nämlich, als sie erfuhren, daß dzs junge Ehepaar die Hochzeitsreise durch ganz Italien nu chen wolle, hatten sich beeilt, dem Fürstrn die Freibillette dazu zu. überreichen. und der Fürst hat diese angenommen. obaleicb er von Hause aus reich

ist und erst kürzlich noch von einer alten Großtante etliche Millionen geerbt hat. Die stolze Aeußerung des Fürsten, man solle Herrn Cavallotti melden, daß er seine Billette bezahlt habe, kam an ihre Adresse. Die Zeitungen berichteten sie. und so wurde sie auck von Sytxtn Cavallotti gelesen. Dieser setzte sich hin und schrieb an den Fürsten Linguaglossa einen Brief, oen er gleichzeitig veröffentlichen ließ. Der Brief lautet: Herr Linguaglossa! Ich nenne Sie so und lasse den Fürsten weg. weil die Bezeichnung ein feineres Benehmen, und ein gewisses Maß von Würde voraussetzt; Ihr Verhalten im Bahnhof aber beweist mir. daß mein braver Hausmeister, der in seinen freien Stunden daS Schtterhandwerk betreibt, viel eher ein Fürst ist wie Sie. Es freut mich ungemein, zu hören, daß Sie Sie haben ja ausdrücklich gewünscht, daß ich es wisse das Geld zu der Hochzeitsreise besaßen. DaS stellt aber den schoflen Umstand, daß Sie mit vier Gratisbilleten aus die Hochzeitsreise gehen, nur in ein um so helleres Licht. Dabei beleidigen Sie noch, Beamte, die ihre Pflicht erfüllen, und machen einen Aussall gegen mich, aus lauter Aerger. daß man Sie auf der That ertappt hat. Sie haben sich die Gewohnheiten, Ihrer neuen Familie schnell angeeignet, oder besser gesagt: Sie waren wirklich dazu geboren, der Tochtermann Ihres Schwiegervaters zu werden. Felice Cavallotti Das war sehr grob, aber nicht unverdient. Der Fürst hat darauf Herrn Cavallotti geantwortet, er stehe zu seiner Verfügung, aber auf einem andern Terrain, als demjenigen der Polemik in den Ze! tungen. Fürst Linguaglossa hat in einem Briefe an Cavallotti zugegeben, daß er diesen habe beleidigen wollen, und Ca vallotti hätte ihn dafür fordern müssen, wie es unter Ehrenmännern üblich sei. Auf eine Zeitungsfehde lasse er sich nicht ein; doch steht er Cavallotti jetzt noch zu Diensten. Dieser könne ja mit seinem schuheflickenden Hausmeiste? darüber berathen, ob ein Duell stattzufinden habe ode? nicht. Cavallotti erkläte darauf im Secolo-, er könne sich mit einem obskuren Fürsten, der zufällig die Tochter der dritten Frau Crispi's geheirathet habe, nicht schlagen; er habe 30 Duelle gehab! und habe auch vor dem 31. keine Furcht, aber sein Leben sei viel zu kostbar, ab daß er es dem Schwiegersohn eines Wechselschwindlers und Ordens schacherers zur Versügung stellen könne. Eiiz Degenstich ' könne die gegen Crlspi erhobenen Anklagen nicht widerlegen. Er habe im Augenblick Besseres zu thun, als sich mit einem Menschen zu duelliren, der seine Hochzeitsreise auf Kosten der- Steuerzahler mache; er schreibe Crispi's Geschichte. Der Bergsturz dei Lauterbrunnen. Jedem Besucher des .Lauterbrunnenthales sind die steil in's Thal abfallenden Felsgründe des Schwarzen Mönches (des FußeS der Jungfrau) be kannt. Sonntag, den 20. Mai. Abds. gegen ö Uhr, hörte, man im Doch'e Lauterbrunnen ein donnerähnliches Getöse, das man. im ersten Augenblicke einem heranziehenden Gewitter zuschrieb. Schnell wurde man durch eine den Hintergrund des Thales einhüllende graugelbe Staubwolke, die sich lclnge nicht verziehen wollte, eines Anderen belehrt. Es kam die Kunde, daß nicht bloß , einer jener häufigen Steinbrüche losgegangen sei, sondern daß ein förmlicher Bergsturz, der Schrecken der Alpenbewohner, stattgefunden habe. Am Anfang verlautete sogar, ein Theil der Ortschaft Stechelberg (eine Stunde südlich von Lauterbrunnen) wäre verschüttet worden, gleichwie vor eine? Anzahl Jahren das Glarner Bergdorf Elms. Eine ungebeure 5?elsmasse batte fick weit oben an dem den Stechelberg dominirenden Mönch losgebrochen und hatte etwa in der Breite einer halben Stunde die tiefer liegenden Theile des Thales mit Felsblöcken, Steinen. Erde und Schlamm überschüttet. Die Gegend hat ein völlig anderes Gesicht bekammen. Man war daran, die nächstbedrohten Häuser in der Gegend des lLänzwaldes und der Skoitweid zu räumen, da man neue Abstürze befürchtete. In unmittelbarer Nähe des Schulhauses erblickt man einen niedergegangenen Felsblock von vielleicht sechzig Kubikmetern Inhalt, ein nahes Kartoffeläckerlein hat ein Felsen ganz durchwühlt. . Die ganze Thalbreite von den Felswänden des schwarzen MönchS über die Lütschine hinüber bis an die gegenüberliegende Felswand von Mürren schien mit einer grauen Staubdecke überzogen. Noch drei Stunden nach dem Bergsturz war die Luist geschwängert von .feinem Staub, der sich dem Geruchsorgan eindringlich bemerkbar machte. Durch geschlossene Thüren und Fenster drang der Staub, Menschen undGeräthschaften bedeckend. Ein großes Stück Wald, Eigenthum des Staates Bern, ist glatt rasirt und wie mit einem eisernen Besen herun tergewischt. Ein Wunder, muß man es nennen, daß die stürzende Masse keine Häuser erreichte und keine Menschen tödtete. . Ntlllonen für Tabak. Mit . absoluter Genauigkeit die Summen festzustellen, welche in unserem Lande alljährlich für Tabak verausgäbt, werden, ist wohl ein Ding der Unmöglichkeit; allein auf ihre gewaltige Höhe lassen sich Schlußfolgerungen aus dem Tribut ziehen, welchen Raueher. Schnupfer und Kauer an Onkel Sam zahlen müssen. Dieser Tribut belief sich im verflossenen Jahre auf die ungeheuere Summe von $23.617.898.62. während die Bundes-Regierung im Jahre 1893 aus derselben Quelle sogar um $3,271,813.12 mehr an Re-

venuen vezog. Dieser bedeutende Nückganz ist unzweifelhaft auf die schlechte Zeit zurückzuführen, welche den Tabakconsumenten Einschränkungen auferlegte. Im Jahre 1804 wurden ca. 341,000,000 Pfund Tabak consumirt oder, wenn die Bevölkerung der Ver-

einigten Staaten auf 00.000.000 Mil'lionen beziffert wird, beinahe 6 Pfund per Kopf. Daß das Schnupfen bei uns durchaus nicht außer Mode gekommen ist. beweist die Thatsache, daß 11.lZ27.092 Pfund Schnupftabak fabmirt wurden. Wieviel Prieschen mag dieses ungeheuere Quantum wohl enthalten haben! An dem bedeutenden Rückgang in der Tabakssteuer participirte übrigens der Schnupftabak mit Ausnahme der Cigaretten Verhältnißmafcb am weniasten: der Verbrauch "'IJ O ' ' der Letzteren war soaar ar'öner. als im Vorjahre. Das Äerhältniß der Abnähme war ungefähr folgendes: Cigarren und Eheroots 63.ö. Kauund Rauchtabak 23, und Schnupftabak 0.55 Procent; bei den Cigaretten wurde eine Zunahme von 0.125 Procent constatirt. Die in Wirklichkeit gezahlte Steuer und die Ab- resp. Zunahme .stellt sich hinsichtlich der verschiedenen Tabakfabrikate wie folgt: Reach- und Kautabak $14,127, 108.31, Abnahme $1,016,876.60 ; Schnupftabak $697,625.52, Abnahme $17,148.11; Cigarren und Cheroots $12.200.752.30. Abnahme $2.241.. 829.05; Cigarett:n$1.592.412.49, Zunähme $4,050.01. Der Gefammtverbrauch an Cigarren sowie Cheroots stellte sich im verflössenen Jahre auf '.066.917.433 und an Cigaretten auf 3.187.101.531. im Ganzen auf 7.254.019.014 Stück. Nimmt man die rauchende Bevölkerung auf 10 Millionen an, so kommen auf den Kopf 725 Cigarren. Cheroots bzw. Cigaretten. Hierin sind die Giftnudeln", welche sich die Raucher selbst ver fertigt haben, nicht mit einbegriffen. Unsere Cigarrenaussuhr war im Vergleich mit der Einfuhr verschwindend klein, denn Erstere belief sich nur auf 2.247.055 Stück, während Letztere sich auf 36.358.690 Stück stellte; im Uebrl gen war die Einfuhr im Jahre 1894 um ca. 10 Millionen Stück geringer, als im Vorjahre. Gehoben hatte sich dagegen, die .Ausfuhrl von Cigaretten, und zwar betrug dieselbe 401.606,300 Stück oder um nahezu 5 Millionen mehr, als im Jahre 1893. Welche Länden ihre heranwachsende Jugend mit diesen Giftnudeln", die nicht zum kleinsten Theile mit Opium getränkt sind, langsam hinmorden, ist in dem statistischen Bericht nicht gesagt. , Uu, Geschichte der Motorwagen. Die in letzter Zeit so überaus vervollsommnetcn Gas und Benzinmotoren haben nicht allein für industrielle Betriebe und als Ersatz der Dampfkraft bei Schiffen und Booten Anwendung gefunden, sondern man hat auch mit mehr odsr weniger Ersolg versucht, diese Kraftmaschinen ihres im Verhält niß zur Kraftleistung sehr geringen Gewichtes und Volumens wegen zum betriebe von Landfahrzeugen, gewissermaßen als Ersatz der Droschken, selbst zum Bewegen von Fahrrädern zu benutzen. Die so konstruirteu Wagen lassen allerdings kaum etwas zu- wün schen übrig, haben aber immer noch einen so hohen Preis, daß dieselben sich doch noch nicht recht einführen wollen und nur hier und da das Erstaunen der Menge erregen. In größerer An zahl gaben sich die verschiedensten der ortigen Systeme im vorigen Jahre ein Rendezvouö zu Paris in einer mit Wettfahrten ?c. verbundenen Ausstel lung solcher Motorwagen, die des Interessanten Vieles bot. Da also diese Motorwagen scheinbar ein . durchaus modernes neues Verkehrsmittel dar stellen, so muß es gewiß von Interesse sein, zu erfahren, daß dies durchaus nicht der Fall, sondern daß Motorwagen, und zwar durch Dampf betrie bene, schon zur Mitte des vorigen Jahrhunderts, also noch eher als Watt die Dampfmaschine erfunden, mehrfach construirt und gebaut wurden. - Es scheint nämlich der französische Mechaniker Joseph Eugnot im Jahre 1725 geboren, der Erste gewesen zu sein, welcher die Idee mit Erfolg verwirklichte und zwar ging seine Absicht dahin, die Geschütze der Artillerie au statt durch Pferde, durch Dampfkraft zu transportiren. Im Jahre 1770 führte kr denn wirklich dem General Gribeau val eine derartig bewegte ttanonenlafette vor; der Dampfwagen lief sehr gut, sogar besser wie nöthig, da er schließlich vor den Augen des Erfinders und der geladenen Interessenten durch ging, mit Heftigkeit gegen ein HauS rannte und dadurch in Stücke ging. Durch diesen, bei einer so unreifen Ausführung einer neuen Idee entschuld baren Vorfall sah sich das französische ttriegsministerium doch veranlaßt, der Sache , keine weitere Aufmerksamkeit zu schenken: die Maschine, obgleich wieder hergestellt, wanderte in der Revo lutionszeit von einem Arsenal zum andern und fand schließlich ihre Ruhestätte im öonservatoire deS ArtS et Metiers, wo sie heute noch zu sehen ist. Was die Eonstruction derselben anbelangt, so zeigt sie natürlich auch die undeholfenen schwerfälligen Theile deS da maligen Maschinenbaues; trotzdem steht aber deren 'Dampfmaschine dem modernen TypuS im Wesen hiel näher wie die Wattsche Maschine; sonderbar erscheint der wie ein Theekessel gestaltete Dampferzeuger, der, hinten frei an der Lafette angehangen, zwei einfach und wechselweise wirkende, stehende Bronze cylinder antrieb, die mit. Zugstange und Kurbeln auf daS Vorderrad der Lafette einwirkten. Als ein anderer Vorläufer der Dampfmotoren ist jener der Amerika nerS Evans anzusehen, welcher letztere im Jahre 1786 zu Philadelphia für seine Idee Interesse zu erregen suchte, ober daS LooS vieler Erfinder theilte, indem man ihm überall Hilfe und Mittel verweigerte; schließlich im Besitze einigen Geldes, führte er denn auch einen Dampswagcn nach seinen Plänen aus, der jedoch kurz vor der Fertigstellung durch eine FeuerSbrunst

vernicyltt wurde, was vcn Erfinder so entmuthigte, daß er bald darauf vor Kummer starb. Tie .Pläne Evans waren jedoch nach England und dort in die Hände zweier Mechaniker Trcvithick Vivian gelangt, welche, auf diesen Grundlagen weiter arbeitend, im

Jahre 1801 eine Dampfdroschke fertlgstcllten, die mit hochgespanntem Dampf arbeitete und eine horizontal unter dem Sitz gelagerte Dampfmaschine besaß, deren Eonstruction recht interessante, neuerdings erst wieder aufgenommene Details und Anord nungen zeigte, wie z. B. den Maschi ncnc'ylindcr der völlig im Dampfkessel lag; aber auch diese Maschine erwies sich als zu schwerfällig, wurde schließlich eine Zeit lang sür eine Schicncnbahn eines Bergwerkes als Lokomotive benutzt, gericth aber auch bald in Vergessenheit. Mehr Glück hatte schon der Enalän der Eurncy mit seiner Eonstruction eines Dampfwagens, der, sehr lang ge baut, im Aeußcren einem FeuerwehrLeiterwagen nicht unähnlich sah und wo die Personen zu beiden Enden deS Wagens hoch aus Bänken faßen, währeno die Mitte von einer geschlossenen Kalesche gebildet wurde; die horizontale Dampfmaschine lag auf einem von den beiden Radächsen getragenen Rahmen, während eine vordere, zwei kleine Räder tragende Achse, drehbar angeordnet war und vom Kutscher gesteuert wurde. Dieser Wagen, der einige Zeit zwischen London und Bath wirklich zum Per soncntransport benutzt wurde, stellt also die erste, wirklich praktisch ange wandte Ausführung eineS MotorWagens dar; aber auch er wich schließ lich der Eisenbahn und wurde in Ver gessenheit begraben. Ebenso wurde um 's Jahr 1833 vom Italiener Ghurch ein derartiger, sehr solid und ähnlich wie ein moderner Tramwagen gestalteter. Wagen zu Bir mingham fertiggestellt, der zwischen dieser Stadt und London verkehrt haben soll, obgleich die Nachrichten darüber nur einem Holzschnitt aus jener Zeit entstammen, und auf welchem die Wagenthüren die Aufschrift in Italicnisch tragen: Lrndra e Birmingham 13 posti intemi. 17 egtvrni" ; merkwürdigerweise fehlen aber sonst alle Nachrichten über die Maschine, und selbst die bekannten ältesten Leutedieser Städte können sich nicht entsin nen, die Maschine gesehen zu haben, so daß wahrscheinlich das Fahrzeug nur aus dem Papier existirt haben dürfte. Jedenfalls ist es jedoch interessant, zu erfahren, daß man schon so früh, als die Dampfmaschine kaum erfunden war, dergleichen Anstrengungen machte, pie heute zwar wieder nach den modern ften Prinzipien aufgenommen werden, wobei jedoch noch keineswegs vorausgesagt werden kann, ob die modernen Motorwagen nunmehr eine dauernde, allgemeine Anwendung finden werden oder ob die spätere Zeit dieselben eben falls nur als Versuche zu erwähnen baden wird. ,, Deutsche Lokal-Nachrichten. Vvovin' Vojetx. Meseritz. Uus Anlast seines 25jährigen Amtsjubiläums war der hiesige Superintendent Müller Geaen stand zahlreicher Aufmerksamkeiten. In den. Mittagsstunden bealückwllnsck ten den Jubilar eiie Deputation der Stadtverordneten, sowie die Mitglieder der Gemeinde- und Kirchenvertretung; die letzteren überreichten ihm kostbare Geschenke. Qstrowo. Die hiesige Strafkammer verurtheilte nach dreitägige? m .t Vf.. V!. c v cr crllvluiig oic oeiocn leyoanoier Pollatsch und Ostrowski zu je drei Jahren Gefängniß und 1500 M. Geldstrafe, weil sie Rindvieh aus Rußland zu einer Zeit über die Grenze gefchmuggelt haben, als die Regierung die Einfuhr desselben in das preußische Gebiet wegen der in Rußland herrschenden Rindviehseuche verboten hatte. Drei Viehtreiber erhielten wegen Beihilfe je 9 Monate Gefängniß. Der hiesige, unter der Leitung des Herrn B. von Dembinöki stehende polnifche Gesangverein feierte das 10jährige Jubiläum seines Bestehens. S ch n e i d e m ü h l. Die Stadtverordneten - Versammlung- .hat U schlössen, den auf Empfehlung deS Ober - Berghauptmanns Freund aus Berlin über dem Unglllcksbrunnen heraeNellten Sandhugel beseitigen zu lassen. provlnx Sachsen. Erfurt. Großes Aufsehen erregt has Verschwinden des Inhabers der Weinfirma A. Vurghardt. übe? die der Concurs eröffnet worden ist. Es soslen sehr beträchtliche Passiven vorhanden setn. Halle. Die kürzlich hier versiorbene Frau Assessor Müller vermachte der Stadt ein großes werthvolles HauSgrundstück und 300.000 M. Ca pital für eine milde Stiftung. Naumburg. Das hiesigeSchwurgericht hat den früheren Kämmerer Huhn in Nebra wegen Veruntreuungen im Amt zu drei Jahren Gefängniß verurtheilt. Wiehe. Die Bewohner Wiehes beabsichtigen, dem am 21. Dezember 1795 daselbst geborenen großen Gelehrten und Historiker Leopold von Ranke an seinem 100. Geburtstage in seiner Vaterstadt ein Denkmal zu errichten und bitten um Zusendung von Geldbeiträgen zu diesem Zwecke an die Kammereikasse zu Wiehe. Vrovln, Lannover. Clausthal. Dem Hüttenwerke Director Beraratb Sckultbeis zu Ro thehütte ist anlaßlich seines 50jährigen Dier,stjubiläurns der Rothe Adlerorden vierter Klasse mit der Zahl 50 verliehen worden. Otterndorf. Die Jubelfeier aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der vereinigten Otterndorfer Liedertafeln verlief in allen Theilen glänzend. Um 2 Uhr fand ein Festessen in der schön dekorirten Schützenhalle statt, um 4 Uhr ein Umzug durch die festlich geschmückte Stadt. Den' Glanzpunkt des Festes bildete das Concert um halb 7 Uhr Abends. Stade. Der Pastor Dankwerts in Kircbwistedt. der kürzlich wegen wel-

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so wohl bekannt als ein Heilmittel gegen dieses Leiden, und in kurzerZeit wird man im Stande sein, die Freuden des Sommers zu genießen.

sischer Aeußerungen bei einer wunav Adolf - Feier zu 2 Monaten Festungshaft verurtheilt wurde, ist zetzt vom hiesiger? Consistorium des Amtes entsetzt worden. Der 29,ahrige Zllleyhändler Heinrich Pieper aus Stade, der rn Hamburg, um sich einen großeren Geldbetrag zu verschaffen, mehrere Papiere mit de? Unterschrift angeseheew r"rjf i. c c m . 1 " . ner Firmen sacyre uno o rage erhob, ist. nachdem die Sache ruchbar wurde, flüchtig geworden. VrsVln, Kri,iesten. L'öwenberg. Der wohlhabende Flachshändler Kriebel aus Hartliebsdorf ist von einer Geschäftsreise nach Friedeberg im Riesengebirge nicht zurückgekehrt, auch die Recherchen haben keine Spur ergeben. Der mit großen Geldmitteln versehene Mann ist wahrscheinlich das Opfer eines Verbrechens geworden. So rau. In Grabow wurde der Grubenarbeiter Hoppenheim von einem Arbeiter Namens Rädel ermordet. Der Mörder schlachtete sein Opfer, mit dem er gemeinsam nächtete, förmlich ab. Vy,inpsalk., Neustadt a. H. Frau Wilhelm Gabelmann, in den 40er Jahren stehend und in wohlhabenden Verhältnissen lebend, wurde im Rehbach ertränkt aufgefunden Die Selbstmörderin führte Processe und glaubte, ihren Besitz zu verlieren und nicht mehr leben zu können. P i r m a s e ns. Hier wurden dem Menageriebesitzer Vuttweiler durch einen Besucher zwei Löwinnen vergiftet, welche kurz vor einer Vorstellung verendeten. , Zweibrücken. Die Errichtung eines Technikums in unserer Stadt ist dem Ziele um einen Schritt näher gerückt, insofern die kgl. Regierung ihre Genehmigung dazu ertheilt hat. Die Districtsbehörden inspicirten die von der Stadt der Schule zur Verfügung gestellten Räume. Es sollen sich bereits ziemlich viele Schüler angemeldet haben. t&apittmbera Stuttgart. Der Garantiefonds für das 5. Deutsche Sängerbundesfest beträgt jetzt 265.000 M. Soviel bekannt geworden, ist zum Fest auch eine größere Anzahl Sänger aus r i rv m vimtxua zu erwarien. uson einem Einbrecher wurden im Comptoir des Schwäbischen Merkur einige Tau send Mark aus der Kasse gestohlen. Aalen. Daß ein Mann mit sei ner zweiten Frau die goldene Hochzeit feiert, gebort gewiß zu den Seltenhei jen. Hier war dies bei dem 87jährigen Zimmermann Ranger der Fall. Gleichzeitig feierte einer seiner Söhne die silberne Hochzeit. D ö s f i n g e n. OA. Böblingcn. - . i. cmiii. t Aias von ocr vliiwe ienie uno Anna Maria Schmidt meinschaftlich ,. wohnte Haus brannte vollständig nie der. Eßlingen. Die Vauthätigkeit ist auch in diesem Jahre hier eine ziemlich rege. Neben verschiedenen gr' ßeren und kleineren Wohngebäuden, die in, den einzelnen Stadttheilen neu aufgeführt werden, sind zwei ausae dehnte Fabrikanlagen zur Herstellung von Metallwaaren im Bau begriffen. ..t w i jt.f.. r. ö 7 eine uu ucin uuzroacn, vle anoere an der Ottilienstraße.' H e i l b r o n n. Wegen UnregelMäßigkeiten in der Verwaltung wurde Buchhalter Nestle von der Armenver waltung auf Anordnung des Stadt Vorstandes-verhaftet. k?avn. Altnheim. Letzthin feierte der hiesige Gesangverein sein 25jähriges Bestehen, zugleich Fahnenweihe. Etwa 30 Vereine betheiligten sich bei dem Feste. Mannheim. Zur Zahlung von 34.000. Mark Entschädigung wurde v.. r.::c. v i tx..?, . t

vn liuyctc Aajaioi ol vom mengen Leihhause verurtheilt, der enorme Quantitäten Schweizeruhren über ih ren Wertlsbeliehen hat. Riela fingen. Der Schuhmachermeister Joos von hier, der im Ber dacht stand, der, Anstifter des großes Brandes in Gottmadkngen zu sein. wurde aus der Untersuchungshast wie. der. entlassen, da Beweise für seine Schuld nicht erbracht werden konn ten. ?mt. Bern. Die Stadt Bern läßt weiiere 26 Arbeiterwohnungen mit einem Kostenauswand von Fr. 130,000 er. stellen. Ein gewaltiger Bergsturz ist in's Lauterbrunnenthal niedergegangen und hat nahe beim Dörfchen Stachelberg den Thalgrund in einer Länge von 20 Minuten verschüttet. ' Menschen und Häuser blieben verschont; aber ein schöner Wald und manches Ackerlein sind dahin. ' T h u r g a u. Zum Präsidenten deS Großen Rathes wurde Herr von Streng gewählt; seit 1869 steht also die oberste Behörde zum ersten Male unter der Leitung eines conservativen Katholiken. . U r i. Im Canton Uri sind sämmt. liche . Gefangnisse zur Zeit völlig leer. Sowohl im Zuchthaus, also auch im Arbeitshaus und den Arrestzellen sitzt kein, einziger. Mensch. . , ., verlangt Nuüo's J0(fi Catasza ; Ei;,."

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