Indiana Tribüne, Volume 18, Number 275, Indianapolis, Marion County, 24 June 1895 — Page 1
o o I H A ? s As V ' r s m i rii v v y w v V w m Wly Ofsiee : No. 18 Sud Mabama Otrasze. Jahrgang 18 Indianapolis, Indians, Montag, öen 24. Juni 1895. No. S7?
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Starb :
Sonntag Morgen um i Uhr, Cornelia Luoovika WeZlacher, geborene Mcnninger, im VltCT von 76 Jahren. II Monaten und 3 Tagen. Die Beerdigung find:t am Dienstag, ten 25. Juni. Nachmittag! i Uhr. vom Trauerhause. Ecke nglilh Adeaue ud Pine Str. au, statt. Um ftille Theilnahme dittea die trauernde Hinter bittbin 5loiWe'.lacher. Andea. U,tlcher. ) otnber. Lizzie S'u i ' lnna Echäfer. ) Kötdch n Wet ach.r. awteaertochter. ??red. H'uK. I Lcbwieaer. E.eft chäser.i lohne.
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Todes-Anzeigc. Verwandten u ,d Freunden die traurige Mit theilung.dak unser gelied'er Sohn und Bruder Heinrich, deute Morgen im Wer vsn 9Ah.en. 8 Monaten und Z7 Lage v rschikd. Die Beerdigung ft .det morgen Bormittag 9 Uhr. Vom Trauodause. . 07 Shelbu Straße, au. statt. Um Theilnahme bitte J.'bn Müller. i altern Ba dar.ua !Üller. "" 9(1 ma Müller. i .t Amister Uvua Biüller.!"' f " I George Herrmann Ä r5jfjrfi1 Wv tery. Br?-?'! ijyf -. .;..e , Office : 26 Süd Delawareft?. eUfle: 120, 122, 124, 126, N3 Ost Pearlstr. Telephon 0 1 1 Offen Tag und Nacht. CHRIST. FEUCHTER'S -Neuer Mchgcr Laden, . 579 HNadion vsnns, . ist der best engkrichlet? Mtz. laden in der Statt Aile Cort n selbst d-niit Wurst. Nur die b.stn Waaren zu d n billigst. Pre fen. Epr chen Sie ei mrl vo:. Bluff Itoud Sommer gesollt. Eine Meile südlich von der Gürtelbahn. Hübscher Garten, gute Kegelbahn, gute Cigarren und Getränke. Zu z-hlreichku? Besuche ladet ein Gottlieb Hafert, Cigenth. Telephon IGS. RIÄLTO Cigar Store. 67 Ost ZDnshinion Strafen Die beste Aukwahl einheimischer und impoxtirter Cigarren. Probiren Sie die XUalto 5c Cigarroll m geneigten Zuspruch bittet . Schiller Nömler. Tisli - I - Mingo ! Iabrizirt von A. Steffen, 220 0. Washington Str. Telephon No. 1600. mm & wsm, . flasoline Stores, Hamniocks, BIcycles 163 169 E. Washington St. Telephone 1724. jssr ir .k SüliT 1 I IV (mmim -.VvVVü . r- 1 ? a Nin( I Allpy vCfcQ.LAWOo2f6 - OPTICIAN- -C5) . f3M.riNN.ST.CENlSSN HCE. INDIANAPOIU-INO.
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Inland. Wetteraussichten. Ein wenig wärmer, gelegentlich Re genschauer heute Nacht und Dienstag. Gestrige Temperatur: Mazimum 90 Grad, Minimum 64 Grad. SchisselS Wassertemperatur 83Grad Ganz unerheblich. Washington, 23. Juni. Eekretar Serbert ging heute ein Telegramm zu, in welchem Admiral Kirkland auS Kiel meldet, daß bei der Szplosion auf der Launch deS Kreuzer? San Francisco Niemand schwer derleht wurde, und daß die betheiligten Seeleute sämmtlich wieder Dienst thun. Die Namen der Verletzten giebt er augenscheinlich auS dem Grunde nicht an, weil die Verletzungen ganz unerheblich sind. ES giebt noch persönlichen Menschenverstand. New Jork, 23. Juni. Eine Brooklyner Zeitung hatte dieser Tage behauptet, Erzbischof Corrigan werde nächsten Sonntag ein Edict verlesen, welch.'S den jungen Mädchen katholichen Glauben verbitte, Bicycle zu ahren. Der Prälat wurde heute wegen der Angelegenheit befragt. Er achte herzlich und bezeichnete die Gechichte als Unsinn, indem er bemerkte, es sei denn doch noch ein wenig gesunder Menschenverst md in der Welt. Dampfer -Ezplosion. Eh icag o,23. Juni. Bei der Er. plosion eines DampsrohrS auf dem Dampfer Christophe? ColumbuS.wurden am Samstag Abend ln der Nähe von Waukugan der Kohlenschlepper Frank Wilson und der Heizer E. 3. Steit getödtet und vierzehn andere Peronen, darunter der Mufikdirigent Ed. Darrow schwer verbrannt. Der Dampfer befand sich aus der Rückfahrt von einer Ezcursion nach Milwaukee. Eö befanden sich etwa 350 Personen an Bord, eS herrschte die beste Stimmung, und man amüsirte sich damit, dem Conkurrenz - Dampfer Virginia daö Leben schwer zu machen, und in Folge dessen befanden sich viele Passagiere bei der Maschine, um den Wettkampf auS allec nächster Nähe anzuschauen. Der ColumbuS machte alle Anstrengungen, dem Gegner zuvorzukommen, und der Dampf-Druck war ein sehr hoher. Plötzlich erfolgte eine Czplosion, indem daö sechSzöllige Dampfrohr auf der Steuerbordseite der Kessel in die Lust flog. Die ganze Umgebung wurde in dichten heißen Wasserdampf gehüllfund unter den Passagieren ent stand eine furchtbare Panik da die meisten glaubten,, der Dampfer werde sinken, und viele Frauen sielen in Ohnmacht. Aus Empfehlung deS anwefenden Richte?? Großcup versahen sich viele mit RettungSgürteln. ES dauerte mehrere Stunden bis die Ordnung wieder hergestellt und für die Verwundeten Sorge getragen war. Nach drei Stunden machte das Boot wieder Dampf auf und setzte die Fahrt fort, obgleich sich herausgestellt hatte, daß eine Batterie von drei Kesseln unbrauchbar gemacht worden war. DaS Boot erreichte Chicago um 3 Uhr 1? Morgens.' Die Cylinder der Maschine waren eist vor etlichen Wochen gewechselt und man glaubte, daß sie auf einen Druck von 256 Pfund geprüft seien, während der vorhandene Druck vor der Explosion nur 180 Pfund betrug. Die Beamten der Whaleback Company waren über die Katastrophe in großer Aufregung, läugnen jedoch, daß eS sich um ein Wettsahren gehandelt habe. Ausland. Die Münzkonferenz. Berlin, 2Z."3uni. Man erwa? tet, daß Deutschland die internationale Münzkonferenz noch vor Schluß deS Jahre einberufen wird. Der BundeSrath ist, nachdem er von den derschiedenen BundeSftaaten Antworten erhalten hat, mit 42 gegen 16 Stimmen zu Gunsten einer solchen Conserenz. Die sechzehn OppositionSmänner st ammen auS drei süddeutschen Staaten sowie auS den drei Hansastädten Hambürg, Bremen und Lübeck. Preußen, -Sachsen und dieMiltelstaaten sind da-
gegen sär Einberufung der Conferenz.
Der einzige Punkt, in dem man noch unentschieden ist, betrifft die Frage, wie weit sich Deutschland selbst engagiren soll, und ob eS als Zweck der Conferenz die endgültige Wiederein sührung deS BimetalliSmuS oder die Aufstellung eineS neuen Werthverhält nisseS zwischen den beiden Metallen angeben soll. Urtheil eineö Sachverständigen über die verschied enen Kriegsflotten in Kiel. Kiel, 23. Juni. Die nautischen Fachleute der deutschen und österreichischen Zeitungen loben alle das schmucke Aussehen der amerikanischen Kriegöschiffe und ihrer Mannschaften. Sie anerkennen bei ihnen die Leichtigkeit und Sicherheit deS ManövrirenS und sprechen ih-en in dieser Hinsicht den ersten Platz zu. ,Die New Sork" bezeichnen sie alS daS schönste Schiff ihrer Klasse, welchiS in Kiel war. Ueberhaupt erregten die amerikanischen Schiffe am Meisten Aussehen und Neugier und wurden von vielen Tausenden besucht und in Augenschein genommen. Dabei zeigten sowohl Offiziere wie Mannschaften diel Geduld und Höflichkeit, indem sie allen Besuchern die nöthigen Erklärungen gaben und sich große Mühe gaben, sich auf Deutsch verständlich zu machen. Nicht wenig waren viele von den Besuchern erstaunt zu sehen, daß die Marblehead" und andere Schiffe deS amerikanischen Geschwaders japanische Stewarts und Neger unter der Mannschaft hatten. In dieser Verbindung ist ein kritischer Vergleich, den ein englischer Fachmann angestellt hat, von besonderem Interesse. Dabei ließ er die englischen Schiffe auö, um nicht in den Vcrdaä.t der Parteilichkeit zu gerathen. Die übrigen aber stellte er, waS Tüchtigkeit und Werth der Mannschaften anbelangt, in nachstehende Reihenfolge: 1) Die deutschen, 2) die französischen, 3) die amerikanischen, 4) die österreichischen, 5) die russischen, 6) die italienischen, 7) die schwedischen, 8) die holländischen, 9) die dänischen, 10) die. rumänischen, 11) die porlugiesischen, 12) die spanischen. DaS französische Geschwader, so sagte er, enthalte die Elite der sranzösischen Marine und mache einen auSgezeichneten Eindruck. Die Leute seien adrett und geschickt, und die BootSMannschaften erregten allgemeine Bewunderung. Die Schisse dagegen, be sonders der ungefüge Cisenkoloß Hoche", fanden wenig Anklang und wurden scharf kritisirt. Alle französischen Schiffe schleppen zu viel Takeläge mit sich herum und, falls dieselbe im Kriege fortgeschossen würde, so würde sie herunterfallen und die BedienungSmannfchasten der Geschütze stören. Ein deutscher Offizier machte in dieser Verbindung die Bemerkung, die französischen Schiffe neigten ebenso sehr zu? Extravaganz und Uebertreibung, wie eS das ganze Volk thue Die russischen Schiffe haben denselben Fehler, wenn auch weniger hervortretend. Ihre Mannschaften stehen weit unter den französischen. WaS daS italienische Geschwader anbelangt, so wurden die Schisse alS gut und die Ofsiziere als tüchtig bezeichnet. Die Boote waren in guter Ordnung und die Leute sahen sauber auS und waren gut angezogen. AlS Kriegsmaschinen flößen indessen die italienischen Schiffe wenig Vertrauen ein und unter den anwesenden Fachleuten war die Meinung vorherrschend, daß man im Kriege am Besten ohne italienische Hilfe daran sein würde, da die Mannschaften nicht den Eindruck machten, als ob sie kaltblütig genug feien, um im entscheidenden Moment die Geschütze ruhig und sicher zu bedienen. 1 9 Sucht immer von sich reden zu machen. Berlin, 23. Juni. Der Kaiser machte letzten Montag eine seiner bekannten Spritztouren, nämlich nach OT fM Munqen, wo er per onua ArrangementS traf wegen der Erbauung der neuen Schackgallene, welche er bekannt lich der Stadt zum Geschenk gemacht hat. Der Gras von Schack hatte bei seinem jüngst erfolgten Tode diese Gallerte dem Kaiser Übermacht, allein dieser beschloß, sie in München zu belassen, was bei der dortigen Einvoh'nerschast große Freude erregte. Die Münchener sind über dai Geschenk so
erbaut, daß sie in der Gallerie eine
eine Statue deS Kaisers ausstellen wollen. Auf dem Piedestal soll das Telegramm Platz finden, in welchem der Kaiser seinen Entschluß kund gab DeS Kaisers Besuch kam ganz unerwartet und in Folge dessen befand sich Niemand zum Empfang deS hohen GasteS auf dem Bahnhofe. Der Kaiser sprang in eine gewöhnliche Droschke und ließ sich nach dem Palais deS Prinzregenten fahren. Die ihm besegnenden Offiuere erkannten ihn nicht und grüßten ihn einfach als Kameraden. Unter diesen Offizieren befand sich auch der Prinz Arnulph, der jüngste Sohn deS Prinzregenten und Kommandeur der ersten bayrischen Infanteriedivision. Auch er erkannte indessen Se. Majestät nicht und der Regent traf den Kaiser erst eine Stunde später im Atelier eineS Malerö. Die Künstlerwelt von München ist indessen entzückt über diesen zwanglosen Besuch und über deS Kaisers Bonhommie. 9 Kaiser Wilhelm an Bor.d der San Francisco". Kiel, 23. Juni. Kaiser Wilhelm besichtigte heute daS amerikanische Kriegsschiff San Francisco", das Flaggenschiff deS hiesigen Geschwaders, Er unterhielt sich auf daS LiebenSwürdigste mit Admiral Kirkland und den Ofsizleren, und sprach seine Bewunderung sür die hier anwesenden amerikanischen Kriegsschiffe sowie seine Anerkennung sür die Betheiligung an den Festlichkeiten auS Allerlei au S Deutschland. Berlin, 23 Juni. 3n Lichten. stein 6ei Berlin hat sich unter der Aegide der Fürstin Blücher und ande rer hochstehender Damen eine neue Sekte gebildet. Dieselbe neigt zum Spiritualismus und glaubt an Visionen und Prophezeiungen. Herzog Karl Theodor von Bayern hat dieser Tage seine zweitausendste Augenoperation aufgeführt und zwar an einem armen Patienten aus Tyrol. Die Deutsche Fleischerzeitung" beschuldigt die amerikanischen Fleischpacker, sie brauchten Arsenik, um daö nach Deutschland importirte Fleisch besser zu erhalten. DaS SanitätSamt wird aufgefordert, diesem Unfug ein Ende zu machen. Ein Amerikaner auö Dubuque, 3a , der sich Sargen: nennt, ist bei dem Rennen in Westend wegen betrügenscher Praktiken verhastet worden. Unfall im neuen Kanal. Grünthal, 23. Juni. Die Augusta Victoria" gerieth heute im Kaiser WilhelmS-Kanal auf den Grund und wurde nach einer Ausweichestelle geschleppt, wo sie bleiben wird, bis der Kanal genügend ausgebaggert ist, um ihr die Passage zu erlauben. Man erwartet, daß dies schon heute Abend der Fall sein wird. Die englische MinisterkrisiS. L 0 n d 0 n, 23. Juni, AbendS. Soeben wird angekündigt, daß in Folge des Beschlusses des KabinetS über die am Freitag im Unterhause erlittene Niederlage der Premierminister, . Lord Rosebery, der Königin seine Resignation eingereicht hat. Die Königin hat daraushin Lord SaliSbury, den gührer der Konservativen, nach Windsor zu dem Zwecke berufen, ein conservativeS Ministerium zu bilden. Die leitender Konservativen erklären, der MarquiS von SaliSbury werde formell daS Amt nicht eher antreten, als bis daS Parlament aufgelöst sei. Er wird daraus bestehen, daß vor Uebernahme der Aemtersiegel die Regierung die Bewilligung der AuSgaben sür zwei Monate durchsetze, um die Abhaltung einer allgemeinen Wahl zu ermöglichen. Die Konservativen werden dadurch in der Stellung der Angreisenden und nicht in der der Vertheidiger sein. MfM Nachrichten au S Hawaii. Honolulu, 17. Juni. Die erste Legislatur unter der Republik trat am 11. Juni hier zusammen. In der Botschaft sagt Präsident Dole bezüg lich der Annexion : Die Annexion die seS Landes an die Ver. Staaten ist noch nicht vollzogen, bleibt aber die Politik dieser Regirung. Ihre Vall ziehung tyird ernstlich angestrebt in dem Glauben, daß sie ein bleibender Segen sür das Land sein werde. '
Bezüglich des Kabels sagt der Pra
sident: Eine Angelegenheit, auf die ich besonder? Ihre Aufmerksamkeit lenke, ist die Kabelverbindung mit der Außenwelt. Bis eine solche Verbindung hergestellt ist, bleibt Hawaii iso lirt. AlleS zu thun, was in unserer Macht steht, eine solche Verbindung zu erlangen, bleibt eine Hauptausgabe der hawaiischen Politik, bis sie erreicht ist. BiS jetzt sind zwei Bills eingebracht. Ei neues Landgesetz und eine Nach tragS-Bewilligungsbill zu Gunsten der Prinzessin Kaiulani. Sie soll vom 1. April n. I. an jährlich von der Regierung Z4000 erhalten, solange sie sich nicht in.die Politik einmischt. ochiNs.Nachrichten. Angekommen in : New Sork: St. LouiS" von Southampton. Havre: La Touraine" von New Sork. Southampton: Illinois" von New Sork. Bremen: Kronprinz Friedrich Wilhelm" von New Sork. m , m The Germania Life Ins. Co. 520.000.000 Aktiva. Größte deutscke Lebenöversicherungs - Gesellschaft. A. Metzger Agentur, Agenten. - (Allerlei. uinztg in ihrer Art ist gewiß die Familie eines armen Schelmes Namens William Webb in Wauchula. Fla. Der gute Mann hat ein forsches Weib und zehn Kinder, von denen noch kein einziges über 3 Jahre 6 Monate alt ist. Zuerst beschenkte Frau Webb ihren Gatten mit Zwillingen, im nächsten Jahre folgten Drillinge und kürzlich gab sie Fünslingen, vier Knaben und einem Mädchen, das Leben. Die Kinder gedeihen zusehends. Da , der arme Bater kaum genug verdient, um die hungrigen Mäuler zu füllen und. die Kleinen zu bekleiden, wird beabsichtigt, für die bedürftige Familie die Hilfe des Staates in Anspruch zu nehmen. Frank Smith, der Schatzmeiste? des im letzten Winkr in Jersey City.- N. I.. gegründeten Selbstmörder-Clubs war, ist wegen Verletzung einer Regel des Clubs aus demselben ausgestoßen worden. Der Club hatte ein Picnic und eine Versammlung abgehalten. Die Mitglieder zogen in derselben Loose, um zu entscheiden, wer von ihnen noch vor Mitternacht Selbstmord begehen solle. Dabei wurde tieWes Stillschweigen beobachtet, aber jeder, den das Loos nicht traf, athmete erleichtert auf.' Smith zog das verhängnißvolle Loos, und machte sich gleich darauf unsichtbar, während die glücklicheren Mitglieder weiter kneipten. Da Smith an dem Abend nicht nach Hause kam, glaubte man, daß er sich umgebracht habe. Nach einigen Tagen tauchte er aber in bester Laune wieder aus, und erklärte, daß er beschlossen habe, noch eine Zeit lang am Leben zu bleiben. Darüber entstand unter den anderen Mitgliedern große Entrüstung, eine Sitzung wurde anberäumt, und ohne Weiteres beschlossen, den Schwächling auszustoßen. AonderNewAorkerEinWanderungsbehörde wurde ein junger Franzose Namens Daniel Ardonin, der auf der Bark Sayson Tucker" als blinder Passagier, die Ueberfahrt gemacht hatte, als mittellos detenirt und wurde ihm erst nach Anstellung einer Untersuchung die Landung gestattet. Vor dem .Board of Special Jnquiry- erklärte Ardonin, er wäre nur momentan mittellos und zwar aus dem einfachen Grunde, weil er in Paris eine Wette abgeschlossen hätte, in 5 Jahren eine Fußtour um die Welt zu machen, und zwar ohne einen Groschen Geld in der Tasche zu haben, d. h. mit anderen Worten, sich durch die sämmtlichen fünf Erdtheile durchzubetteln. Dem Board- erschien die Sache nicht recht plausibel und er detenirte den Franzosen als Pauper. Ernwanderungs-Commissär Dr. Senner nahm sich des Falles an, setzte sich mit dem französischen Eon sul in Verbindung und es wurde festgestellt, daß die Angaben des unternehmungSlusttgen Wanderers thatsächlich auf Wahrheit beruhen und Ardonin somit keineswegs Einwänderer. sondern Tourist ist. Es touxU ferner festgestellt, daß die Eltern Ar. donin's wohlhabende Leute sind und jederzeit mit' den nöthigen Mitteln herausrücken würden, falls lhrem Svröklina- die Lust für die Fortsetzung seiner. Fußtour vergehen sollte. Ardonin hos t. den $10,000 betra genden Preis noch vyr Ablauf der 5 Jahre einheimsen zu können. Von .New Vork richtete Ardonin seine Schritte über Albany nach Canada. UM dann über Montreal und Bustsala nach Chicago und werter wez'.wartZ ZU wanver.si, ,
ldle Selvjterrennltt.l,. Das Beilngrieser Wochenblatt" enthielt kürzlich folgende liebenswürdige Anzeige: Zurücknahme. Ich Unterzeichnete? nehme die von mir ausgegangenen Beleidigungen gegen Nikolaus Schools zurück und erkläre mich als einen recht saudummen Kerl. Pondorf, 1893. Dietl Josef. Bauerssohn.Im Gefängniß zu Courdille entstand kürzlich unter den Gefangenen eine Revolte. Der Directo? und die übrigen Angestellten des Gefängmsses wurden mißhandelt und verjagt. Als die Gendarmerie zu? Unterdrückung de? Revolte einschreiten wollte, verbarrikadrrten sich die Aufständischen im Gefängniß. Es wurde schleunigst Militär aus Chartres bu fen. und nun gelang 4s erst, die Ruhe wieder berustellen. DurchgenaueErhebungen über das Ergebniß der Einkommensteuer im hamburgischen Staat ist festgestellt, dafc in der Stadt und in allen Gebieistheilen von 173.024 Steuerzahlern für ein Einkommen von 439.795.000 Mark eine Steuer von 12.434.993Mark entrichtet nrurde. Davon entfällt auf 287 Actiengesellschaften mit einem Einkommen von 32.043,900 Mark ein Steuerertrag von 1.478.096 Mark. Von einer drolligen Verwechslung wird aus München berichtet: Zwei Familien kehrten! einem Wirthshaus an der Nymphenburger Straße ein. Die eine Partie brach früher auf als die andere. Als nun die zweite Familie sich ebenfalls zurHeimkehr rüstete, fand die Frau, daß die andere in der Eile und im eifrigen Klatsch ihr Wägelchen mit dem darin liegenden Kinde fortgefahren hatte. Es blieb ihr nichts anderes übrig, als 'den fremden Kinderwagen in die Wohnung der zerstreuten Freundin zu fahren und dort ire Sprößlinge gegenseitig wieder auszutauschen. Ein halbes Jahr hu n dert ist verflossen, seitdem in England der letzte Mann in einem Duell siel. Es war Lieutenant Setan, den der Lieutyant Hamkey bei Gosport todtschoß, weil er seiner Frau zu sehr den Hof gemacht hatte. Hawkey floh sogleich nach Frankreich, denn schon im v'orhergehendenJahre waren dieKriegsartikel so geändert worden, daß sie das Duelliren verboten. Im vorangegangenen Jahre hatte Lieutenant Munro seinen Schwager, den Colonel Fawcett, im Due. getödtet; das hatte die öffentliche Meinung so aufgeregt, daß sit ein- für allemal mit dem Duell ausräumte. Im Dorfe Spaß unweit Moskau nahmen dieser Tage Mitglieder der russischen Archäologischen Gesellschaft an den dortigen Kurganen (Grabhügeln) Ausgrabungen vor, die bei der noch gesrorenen Erde nicht leicht durchführbar waren. Es wurden 15 Gräber geöffnet und nebst vielen OhrgeHangen. Armspangen und Halsreifen in einem Grabe auch ein Paar Männerstiesel gefunden. Wie die Archäologen annehmen, stammen - diese Männerstiefel, deren Leder noch ziem 'ich gut erhalten ist, aus dem zehnten Jahrhundert und sind das einzige -Nüster von Schuhwerk aus jenen Zei ten.
Adolph Bollraih, ein Metzger in No. 83 Madison Ave., wurde gestern Abend von einem Pferd inö Geficht geschlagen und schwer verletzt. Das Hufeisen traf ihn voll inS Gesicht und zerschlug ihm Lippen und Nase. Er wurde inS städtische Hospital gebracht und man denkt, daß er davonkommen wird. Er ist achtzehn Jahre alt. Der deutsche Pionierverein hatte gestern ein Picknick in Mösch'S Grove, Nord Indianapolis, während der Verein deutscher Kampfgenossen sich mit seinen Freunden in Knarzer'S Grove von den Mühen der Woche erholte DaS letztere Picknick, bei dem auch anzgelegenheit vorhanden war, war. gegen Abend hin recht zahlreich besucht. Der New York Store. (Etablirt 1853.) Die (Qualität QilU In Drill-Anzügen, sowie auch in irgend etwa? Anderem. Ihr wißt eS a fragt irgend Jemanden, welcher Qualität die Anzüge waren die sie bei uns gekauft haben und wie gut gemacht sie waren. .Du Preise, sind auch alle niedrig. Gemacht um auszuverkaufen. 81.50, $2.50, 94.50. 85, 98. Unser VreiS: Alle Färbn Reefer. Blazer und Eton Facon. Gehen rasch ab beeilen Sie sich. M E
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