Indiana Tribüne, Volume 18, Number 274, Indianapolis, Marion County, 23 June 1895 — Page 3
lZe tolle Komteß.
Roman von ßrnst von Wokjog. (14. Fortsetzunz.) Wie wenn sie die heimlichen (Stirn inen vernommen hätte, erhob sich Grä sin Marie nun plötzlich imi stieg rasch 3ic Treppe hinunter nach dem VorPlatz. Schon wollte sie 'die Hausthür offnen, als sie auf der Bank ein wunderlich vermummtes Wesen erblickte, Äas den Kopf tief auf die Brust herabgesenkt trug. Die Komteß trat geräuschlos heran, spähte tief herniederAibeugt der Sitzenden in's Gesicht und erkannte zu ihrem größten Erstaunen Line, die Küchenmagd, welche diese harte Ruhestätte ihrem weichen Federbett vorgezogen zu haben schien, denn sie war in festen Schlaf verfallen. Seltsam! Das Mädchen hatte ihr nie den Eindruck gemacht, als könnte es etwa mondsüchtig sein, denn das wäre doch immerhin etwas Besondres gewesen, und an Line war schlechterdings alles gewöhnlich! Schon wollte sie ihr die Hand auf die Schulter legen, um sie wach zu rütteln, als die Uhr mit heiserem Schwirren und Schnarren ausholte, um-Mitter-nacht zu verkündigen. Line zuckte zusammen, und die Komteß verbarg sich rasch hinter dem Kleiderständer rechts von der Thür, welcher, mit dem großen Wettermantel des Grafen und verschiedenen andren Kleidungsstücken behängt, genügende Deckung bot. Line fuhr empor, rieb sich verwundert die Augen, schien sich zu besinnen, was sie hier gewollt und schlurfte mit plumpem Schritt nach der Thür. Noch einmal sah sie sich um, 'dann öffnete sie sie mit ziemlichem Geräusch und war verschwunden. Die Komteß sah sie durch das F:nsier am Haus; entlang schleichen, dann ging sie nach der Thür und drehte den Schlüssel herum. So!" murmelte sie halblaut vor sich hin. Nun wollen wir das weitere abwarten." Sie tappte durch den HinterZorridor bis zur Kellerthür, wo in einem Verschlag:, der im Winter zur Aufnahme des Holzvorraths diente, die beiden Hurcde ihre Nachtlager aufgeschlagen hatten. He, Lord! Lady aufgewacht!" Die beiden Thiere erhoben dumpf brummend den Kopf, sprangen jedoch, als sie die Herrin erwittert hatten, auf und schmiegten ich an ihre Seiten, indem sie sich gähnend reckten und mit ihren Fahnen ihr Kleild peitschten. Sie nahm nun denselben Weg wieder zurück und hieß durch einen leisen Pfiff die Hunde folgen. In ihrer Begleitung betrat sie den links vom Eingang gelegenen Hubertussaal, rückte sich einen Korbsessel vor eins der verhängtenFensier und ließ sich erschöpft hineinsinken. ord und Lady duckten sich alsbald bei ihr nieder, klopften mit den Schwänzen auf die Diele und blickten erwartungsvoll zu ihr empor. Schlaft nur. schlaft!" flüsterte sie kachelnd. Da legten sie die schönen Köpfe zwischen ihre Pfoten und ließen sich's behaglich gefallen, daß die Komteß mit ihren Fußspitzen ihnen den zottigen Rücken kraute. Sie stützte den Äopf sinnend auf ihre Rechte und schloß die Augen aber sie schlief nicht! Als seine Frau so plötzlich, wie aus dem Boden gewachsen, vor ihm stand, toaz Norwig mit einem unverständlich:n Ausruf ausgesprungen und hatte zunächst das erste beste Aktenstück über die dicht beschriebenen Briefbogen auf seinem Schreibtisch geschoben. Dann trat er einige Schritte aus sie zu und slüsterte Gebend vor Zorn und Ueberraschung: Was soll das bedeuten? Wie bist Du herein gekommen? Was ist das für ein sinnloses Beginnen?" Mit bittend erhobenen Händen, sprachlos, schwer athmend, stand sie vor ihm. Was willst Du von mir? Sprich! Du darfst hier nicht bleiben." Immer noch schien sie nach Wo:ten zu ringen. Ihre Augen hefteten sich mit lIUnderbarem Glänze an die seinen und dann trat sie plötzlich dicht vor ihn hin und sank laut aufstöhnend ihm zu Füßen. Was soll das?" rief er bestürzt. .Jch bitte Dich, stehe auf! Um alles in der Welt keine Komödie!" Er faßte sie fast hart um die Arme und suchte sie aufzurichten. Da umklammerte sie lerdenschastlich seinen Körper, bog den Kopf weit zurück und blickte mit Augen voller Thränen flehend zu ihm empor. Was willst Du?" sagte er etwas sanfter. Ich kann Dich hier nicht an hören. Versuche unbemerkt in den Park zu kommen ich will Dir dahin folen." Aber sie achtete seiner dringenden Mahnung nicht. Es schien, als hätte sie seine Worte gar nicht verstanden. Sie starrte nur wie verzückt zu ihm empor, und dann endlich sagte sie ganz leise, mit tief zu Herzen dringendem, bebendem Geflüster: Vergib mir, mein Rolf, vergib mir! Ich liebe Dich unsäglich ich kann nicht ohne Dich leben!" Mit einem heftigen Ruck machte er sich von ihr los, trat einen Schritt zurück und streckte gebieterisch die Hand nach der Thür aus. Geh!" rief er heiser. Zwischen uns ist alles aus! Glaube nicht, daß Du mich noch' einmal schwach sehen wirst. Dein ganzes Leben ist Lüge gNvesen von jeher. Hättest Du mich je geliebt, dann hättest Du nicht so grausam mem Leben zerstören können. Wozu also die erbärmliche Komödie!" Es ist wahr," sagte sie, ich habe mich schmählich gegen Dich vergangen ich war ein eitles, selbstsüchtiges Geschöpf ich war Deiner. Liebe nicht werth ich habe sie schändlich ausgebeutet, um mein elendes Dasein mit hohlem Glänze zu füllen in einem ewigen Rausche Entschädigung zu su 'Nsür die Leere, die das Aufgeben
meiner Kunst in meiner Seele gelassen hatte." Das lügst Du wieder! Du bist niemals ine echte Künstlerin gewesen. Die Bühne hat Dir gerade so wie die Ehe nur dazu dienen sollen, Deine maßlose Selbstsucht und Eitelkeit zu befriedl gen. Deine Rollen hast Du ebensowenig ernst genommen, wie nachher Deine Pflichten als Hausfrau, als Gattin uud Mutter. Wenn Du mir nach eini Ker Zeit gesagt hättest: Laß mich fort ich kann ohne meine Kunst nicht leben", dann hätte ich Dich sicherlich nicht zurückgehalten und meinen Namen nicht entehrt geglaubt, wenn eine wahre Künstlerin ihn in die Öffentlichkeit getragen hätte. Aber eine solche Sehnsucht hat Dich nie angewandelt leugne es nicht! Die leichten Triumphe, die Deine wenig wählerische Gefallsucht in der Gesellschaft Dich feiern ließ, waren Dir weit werthvoller, als der Pöbel beifall. den Deine erlogene Kunst fand. Im Salon fühltest Du Dich als große Schauspielerin auf der Bühne konnte ein Hauch von Natur und Empfindung den ganzen Zauber Deiner Reize vernichten. Du bist viel zu klug, um das nicht selbst empfunden zu haben! Was hinderte Dich denn, jetzt wieder zur Bühne zu gehen, wenn der Drang so mächtig in Dir wäre? Aber Du ziehst ja auch jetzt noch das Komodiantenspiel in der Gesellschaft weit vor. Es wäre mir wahrhaftig lieber. Du trätest als Frau von Norwig in Krähwinkel auf, als daß Du hier unter falschem Namen Dich in ein Haus einschleichst, das...." O schweig! Wie kannst Du mich so verkennen? Was anders hat mich denn in die Heimath zurückgetrieben, als die Hoffnung, Dich wiederzufinden? Ist nicht der Zufall, der uns hier zusammenführte, ein deutlicher Wink des Schicksals? Kannst Du nicht vergessen? Habe ich Dir nicht auch so viel zu dergessen? Und doch liege ich hier und bettle demüthig um Deine Liebe die Liebe, die Du mir einst mit tausend Eiden zugeschworen hast!" Er trat rasch auf sie zu, blickte ihr finster in's Auge und rief: Ich fage Dir, Du lügst wieder! Warum der erborgte Name, warum dies unwürdige Versteckfpiel, warum all der Hohn, die
Drohung?... Ich wählte die Maske, weil Dein Name hier in Deutschland uns beiden gefährlich werden konnte. Ich habe sie beibehalten, wahrhaftig mehr um Dei-net-als um meinetwillen. Kann es Dich wundern, wenn zunächst der tiefe Groll sich Luft machte, den ich aegen Dich hegen mußte? Du magst recht haben mit allem, was Du mir hier vorwirfst ich bin Deiner Liebe unwerth gewesen. Aber als Du mich verließest, mein Kind mit Dir fortnahmst und für mich verschollen bliebst Jahr und Tag da begann sich erst die große Leere in meinem Herzen fühlbar zu machen. Und als ich hörte, daß Du Dich nun auch vor dem Gesetz von mir scheZden wolltest, da ergriff mich eine furchtbare Sehnsucht da erst, das gestehe ich Dir heute, da erst begann ich Dich zu lieben. Es war die Liebe, die mich über das Meer zu Dir trieb!" Norwig lachte kurz auf: Damals hast Du anders gesprochen. Ich sehe noch die wilde Schaoenfreude aus Deinen Augen blitzen, als Du erfuhrst, daß es Dir gelungen war, mir abermals die Möglichkeit eines neuen Glückes, eines würdigen Lebens zu zerstören." Zeige mir die Frau, die nicht zur Furie würde, wenn sie sich so schmählich verrathen sieht!" lief sie laut. Schweig, ich bitte Dich die Wände haben hier Ohren!" Siehst Du, wie Du zitterst vor den Folgen Deines Verbrechens!" Sie erhaschte seine Hand und sah, sie fest zwischen ihre beide pressend, mit lohnenden Blicken zu ihm empor. Ich zittere nicht vor der Entdeckung meines Betruges. Bedingungslos will ich mich Dir hingeben und Dir folgen unter welchem Namen Du willst. Und wenn die Strafe Dich ereilt sie muß Dich ereilen, denn diese Menschen sind unversöhnlich dann will ich die ganze Schwere Deiner Schmach mit Dir tragen und das alles, weil ich Dich liebe, weil ich nicht ohne Dich leben kann!" Sie schluchzte laut auf und bedeckte seine Hand mit brennenden Küssen. Er ward wider seinen Willen ergriffen. Er fürchtete sich, ihrem Auge zu begeqnen, und versetzte, düster zur Seite blickend: Es ist zu spät. Ich babe Dich zu oft in Deiner wahren Gestalt gesehen. Ich will glauben, daß diese Regung Dir aus dem Herzen kommt, aber ich kann nicht glauben, daß sie andauern wird. Kein Mensch ändert seine Natur so völlig Du bist nun einmal nicht zum Dulden und Entbehren geschassen. Verlasse dieses Haus und ich will versuchen. Deiner ohne Groll zu gedenken." Du weisest mich von Dir wie eine Schuldige," sagte sie mit mildem Vorwurf. Haben wir nicht beide schwer gefehlt? Konntest Du von mir erwarten, daß ich mich so ohne weiteres in die Stellung einer Landedelfrau hineinfinden , würde, ich, ein Schauspielerkind, das kaum eine andre Natur kannte, als die gemalte der Koulissen. Ich war ja so jung und lebenslustig hast Du wirklich geglaubt, daß ich ohne Verkehr, ohne Vergnügen, ohne allen nervösen Reiz des Gesellschaftslebens glücklich sein könnte? Warum hast Du allen mei nen Wunjchen nachgezeoens Wenn Du nicht selbst eitel auf mich gewesen wärst, hättest Du ja meiner unsinnigen Verschwendung beizeiten einen Riegel vorschieben können. Und wenn ich auf Deine Ermahnungen nicht hörte, warum hast Du nicht Gewalt gebraucht? Du hättest mich einsperren, hungern lassen, mich schlagen können ich hätte es Dir alles vergeben und vergessen, denn ich hätte doch daraus gesehen, daß Du um keinen Preis mich , aufgeben
wolZtest, daß Dir daran lag, dei; Sä
mon meiner Eitelkeit zu besiege mich zur Liebe zu zwingen!" Dich zwingen? Wer vermöchte überHaupt ein herzloses Werb zu irgend etwas zu zwingen? Mein Gedächtniß ist nicht so kurz, daß Du mir dergleichen vorgaukeln könntest. Habe ich nicht, schon ehe noch unsre Flitterwochen ab gelaufen waren. Deine furchtbare Herzensleere. Deine völlige Gemürhlosigkeit erkennen müssen? Und als das Kind geboren war und ich es erleben mußte, wie ein Weib selbst den Naturtrieb der Mutterliebe verleugnen kann, da starb die Liebe in meinem Herzen völlig ab, und was zurückblieb, war nur noch die halb wahnsinnige Sehnsucht meiner Sinne, die Deine verruchte Koketterie immer noch lebendig zu erhalten wußte. Du zwangst mir die schmachvolle Rolle eines eifersüchtigen Ehemanns auf und triebst die Frechheit so weit, mich im Beisein Deiner Liebhaber zu verspotten." O, Rolf, was habe ich Dir gethan!" rief sie in tiefer Zerknirschung, als gingen ihr jetzt erst die Augen auf über die wahre Größe ihrer Verworfenheit. Hättest Du mich doch damals vor allen den Leuten in's Gesicht geschlagen das hätte mich zur Erkenntniß gebracht! Ich fühle es heute das hätte mich gerettet!" So? Wirklich? Erinnerst Du Dich nicht mehr Deiner Worte, als ich wirklich einmal die Hand zum Schlage gegen Dich erhob, damals, als unser Bill im Fieber lag und Du durchaus zum Balle fahren wolltest? -Schlage mich nur" sagtest Du ganz kühl dann lasse ich mich wegen Mißhandlung scheiden. Du mußt mir noch eine Rente zahlen und über neun Monate beglücke ich irgend einen andern mit meiner Hand den erlauchten Büsterlöher zum Beispiel er ist reicher als Du und hat dabei noch den Vorzug, so dumm wie ein Puter und so verliebt wie ein Frosch zu sein!" Du siehst, ich habe sogar Deine geschmackvollen Vergleiche auswendig behalten Du wußtest mir jede Stunde, die wir miteinander allein waren, zu einer wahren Höllenqual zu machen. Ich sah meinen Ruin vor mir und ich ließ mich mit vollem Bewußtsein mit in den Strudel hineinreißen, denn ich wußte, daß Du das Leben der Entbehrung und der Arbeit, das meiner wartete, nicht mit mir theilen würdest Du hättest Dich dann doch endlich einem andern an den Hals geworfen und ich wäre befreit gewesen !' Du weißt, es kam nicht so. Ich bin Dir treu geblieben, selbst nachdem Du mich mit dem Kinde heimlich verlassen hattest. Der Verdacht, auf den hm Du Dich scheiden lassen wolltest, war grundlos ich schwöre es Dir!" Das weiß ick. aber ich weiß nicht, cb nicht kühnere Bewerber mehr Glück be! Dir gehabt haben. Doch wenn das auch nv'qt der Fall gewesen wäre, so wärest Du doch nur standhaft geblieben, um Deine Rache wirksamer zu machen. Diese Zurückhaltung läßt Dich unendlich viel verworfener erscheinen, als ein heißblütiges Weib, das im Rausche einer unwiderstehlichen Leidenschast ihre Pflichten als Gattin verletzt. Hat Dich Deine Treue je ekien Kampf 'gekostet? Nein! Du wartetest nur die Zeit ab, um Deinen Haß befriedigen 'zu können. Du wolltest Deine Stellung in der Gesellschaft verbessern und das konntest Du nur, wenn Du- eine .Scheidung zu Deinen Gunsten erreichtest. Du wärest mir nicht nach Amerika nachgekommen, wenn Du nicht ersah ren hättest, daß ich mich dort emporgearbeitet hatte, dafc es mir gut ginge. Ein amerikanisches Abenteuer war ganz nach Deinem Sinn und Du magst wohl schon im Voraus geschwelgt haben im Genusse Deiner befriedigten Rachsucht. Was hast Du in New York getrieben nach meiner Flucht?" Ich habe mich mit den Clarks verbunden, Dir nachzuspüren, um Dich Deiner Strafe 'zuzuführen erwidert: sie reuig. Aber seitdem ich Dich nun wirklich gefunden hatte, da schwanden mir alle Rachegedanken. In diesem freudlosen Jahre bin ich zr Besinnung gekommen über mich selbst, und ich habe gelernt die Welt zu erkennen, seit ich genöthigt war, nur unter Fremden mein Brot zu verdienen. Und als ich Dich hier wiederfand, als ich sah, wie Du, 'der Du zum Dienen gekommen warst., Dich sofort und ohne Widerspruch ?um Herrscher aufwerfen konntest in diesem Jnselreiche des geistlosen Hochmuths und der pfäffischen Beschränktheit, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen, da erkannte ich erst Deinen wahrenWerth und liebte Dich
mit der ganzen Gluth einer ersten, reinen Liebe!" Worte.' Worte, nichts, als Worte! Du hast Dir Dein: Rede herrlich einstudirt! Aber das verfängt jetzt alles nicht mehr. Auch mir sind in diesem Jnselreiche der Ausdruck ist wirklich gut auch mir sind hier die Augen aufgegangen über die verhängnißvolle Thorheit meiner Jugend. Hier ist es mir erst klar geworden, was in unsrer Zeit ein Edelmann sich schuldig ist! Be schränkt mögen diese Menschen sein, aber sie sind aus edlem Stoff gemacht, sie sind kerngesund, weil sie wahr sind gegen sich selbst. Ich will jetzt auch wahr sein gegen mich weißt Du, was ich thun werde? ch werde mich selbst den Gerichten stellen, ich werde meine Strafe auf mich nehmen, und dann werde ich hingehen und die Scheidung von Dir verlangen! Und diesmal werde ich durchgingen! Dank dem Zufall, der diesen Fink in's Haus führte, werde ich Dir beweisen können, was das Gesetz verlangt. Der junge Wuvermann" Mit wuthfunkelnden Blicken war sie emporgesprungen und unterbrach ihn nun fast, schreiend: Und dann willst Du diese garstige, plumpe Person heirathen, die Dir' das alles zugetragen hat, der Du im Pferdestall Liebeserklä rungen machst.... ah! Laß doch sehen,
was Du da.jür cinJotrarc3 Mrift?
siiick so e?lig zu verstecken hattest!" Mit einem Sprunge war sie am Schreibtisch und hatte, ehe er es verhindern konnte, die beschriebenen Briefbogen an sich gerissen Er versuchte sie von hinten zu umfassen, um ihr die Arme an den Leib zu drücken. Doch sie drehte sich mit einem kräftigen Ruck herum und stieß ihn mit beiden Händen vor die Brust, so daß er einen Schritt zurücktaumelte. Einen Blick warf sie auf das zerknitterte Papier in ihrer Rechten und las laut die Worte: Sie. theuerste Komteß, werden die Verworfenheit dieses Weibes..." Er umspannte mit eisernem Grisf ihre Rechte. Nicht weiter!" knirschte er. Ist auch nickt nöthig," höhnte sie. Ich weiß genug!" Und blitzschnell griff sie mit der freien Linken zu und riß die Papiere in Fetzen auseinander. Er ließ sie los und trat erbleichend zurück.' Unfähig zu sprechen, wies er mit bebeirden Lippen nach der Thür. Ja, ich gehe," sagte sie kurz auflachend. Und da so werfe ich Dir Deinen Namen und all den lächerlichen Plunder vor die Füße! Du hast.es nicht anders gewollt Du sollst bald von mir hören!" Noch einmal riß sie die Stücken durch und warf sie heftg vor ihn hin, so daß
sie weit zerstreut über die Diele hinff. ii ...i is . r r r -r l Tianenen. ann oetr.en )iz razcyen Schrittes das Zimmer. Rolf Norwig sank wie gelähmt in den Sessel vor seinem Schreibtisch und vergrub das Gesicht in seinen Händen. Als Jofephine von Norwig aus der Hausthür trat, stand Inspektor Reusche vor ihr. Er stieß einen Ruf der Ueberraschung aus und sagte: Haben Sie mich dort gesucht, Sophie? Ich glaubte schon.. Ach, Du bist ein süßer Schelm!" Er wollte sie umarmen, aber sie entzog sich ihm behende und rief verächtlich: Was fallt Ihnen ein?" Und ohne ihn noch weiter eines Blickes zu würdigen, schritt sie eilig davon. Der Inspektor war aus allen Himmeln gefallen. Falsche Schlange! murmelte er grimmig und trat über die Schwelle. Komteß Marie hatte nicht lange auf ihrem Beobachtungsposten auszuharren gebraucht. Schon nach etwa zehn Minuten hatte sich Lines' schlurfender Schritt wieder auf dem Kies vernehmen lassen. Die Komteß war sofort nach der Hausthür geeilt, hatte aufgeschlössen und sodann, die beiden Hunde am Halsband festhaltend, Lines Eintritt abgewartet. Das Mädchen mußt: das Knacken des Schlosses überhört haben, denn es trat arglos herein und kreischte laut auf, als es die hohe Gestalt ihrer jungen Gebieterin mit den knurrenden Hunden zur Seite so unvermuthet vor sich stehen sah. Wo warst. Du, Line?" frug die Komteß streng. - Ach Gott, ach Gott! Ick.... wär man 'n bäten in'n Gaarden. Dat Fröln he! mi seggt, ick süll man nah'n bäten nah den Marcd kieken, de schint so schön!" Ist das Fräulein etwa auch im Garten?" Dat weit ick nich. Dat Fröln hct mi blot de Döhr upsloten, un denn, seggt dat Fröln, ick sall nah'n bäten täuwen. bis de Klock Twölfe sleiht. Ach Gott, gnä Kunteß. ick wihr j nich alleen rut dat Fröln het mi bloß tum' Narren hallen woll'n!" Schon gut, Line, schon gut! Lat mi man blot mit din Fröln tosräden. Geh to Beer und holl din Mul, sust Du weitst woll as dat Sprüchwurt seggt: Wer den Schaden hat, brauch für den Spott nicht forgen." Das Mädchen brach in Thränen aus und schlich sich zitternd davon. Die Komteß aber schloß wieder zu und' setzte sich sodann auf die Bank im Vorplatz. Wiederum hatte sie nur "wenige Minuten gewartet, als die Klinke vernehmlich heruntergedrückt wurde. Ltasch war sie zur Stelle und öffnete. Lord, den sie dabei hatte loslassen müssen.' war mit einem Sprunge draußen und hätte fast die erschrockene Frau ' von Norwig rückwärts die steinernen Stusen hinunter gestoßen. Unwillkürlich war sie über die Treppenwange auf den Rasen heruntergesprungen - und drückte sich aufschreiend an die Wand, um sich den Rücken zu decken. Zurück. Lord!" rief die Komteß geAber die Thiere waren durch das Ungcs.vöhnliche dieses nächtlichen Abenteuer, durch das Warten unruhig geworden und sahen in der ihnen , noch nicht vertrauten Person der Stütze den erwarteten Feind. Lord gehorchte nicht gleich, sondern sprang an der angst voll in die Ecke gedrückten Frau hinauf, freilich ohne nach der gutmüthigen Art seiner Rasse zuzubeißen. Auch Lady zerrte so heftig vorwärts, daß Kom teß Marie die Treppe mit hinunter mußte. Dann aber gelang es ihr, auch Lord wieder beim Halsband zu fassen und beide Thiere mit aller Kraft zurückzureißen. Während sie noch damit beschäftigt war, die Hunde zu beruhe gen, vermochte Frau von Norwig Athem zu schöpfen urd sich zu saut meln. Ah, bravo Komteß!" keuchte sie mühsam hervor und preßte ihre beiden kleinen Fäuste gegen ihr? heftig crrbeitende Brust. So ist es recht hetzen Sie nur Ihre Hunde auf die Leute, die Ihnen ein Dorn im Auge sind! Das ist vermuthuca sehr aristokratisch! Schweig! Sie und antworten Sie mir, was ich Sie frage!" herrschte die Komteß sie an. Wo kommen Sie her? Mit vorgebeugtem Nacken, wie ehre zum Svruna bereite Kake. trat das falsche Fräulein auf dis Komtek zu. Sie war fast um zwei Kopfeslängen kleiner als diese und . sah hohnlächelnd xu ihr empor. 10 dak rhre dunkeln Au ensterne fast unter den. Lidern ver- , schwanden und dzZWeiße unheimliä
glänzte. Wo ich herkomme? Nun, Jh. nen kann ich es ja sagen aus dem Zimmer meines Mannes." Die Komteß war keines Wortes ülächtig. Sie mußte ihre ganze Kraft zusammennchmen, um dieser Frau gegenüber ihre Haltung zu bewahren. Und jene fuhr fort: Leider störte lch ihn bei einer sehr wichtigen Beschäftigung. Er war im Begriff für eine gewisse .theuerste Komteß" ferne Memoiren zu schreiben. Sie verdenken es mir hoffentlich nicht, daß ich so frei war, dies kompromittirende Schriftstück zu vernichten!" Das haben Sie gethan? Was glauben Sie damit erreicht zu haben?" entgegncte die Komteß. .Sind Sie noch nicht überzeugt davon, daß für Sie kein Raum in diesem Hause ist? Sie werden es morgen verlassen!" . Allerdings werde ich das, und zwar ohne Sie zu fragen." Hoffen Sie nicht, daß man Sie weiter schonen wird aus Furcht voi Ihren Drohungen. Was Herr von Norwig auch gefehlt haben mag, den Dank hat er sich um unZ verdient, daß wir ihn von der Schmach der Lüge befreien, die Sie ihm aufzwingen wollen. Da Sie einmal wissen, daß ich Ihre Beziehungen kenne ich ahnte sie von dem Augenblick an, als ich Sie
m sein Zraimer treten horte in der ersten Nacht Ihres Hierseins! so mö gen Sie auch wissen, daß ich alles daran setzen werde, um die Bewelsmtttel zur Stelle zu schaffen, wie unwürdig Sie sich seiner gezeigt haben. Und sich dann selbst an meine Stelle se-tzen ha ha! Entschuldigen Sie, meine gnädigste Komteß, daß ich lache! Ihr Schicksal ist wirklich tragikomisch! De: erste Mann, der Ihr sto:zes Herz zu rühren vermochte Ihr Achilles, schöne Penthesilea er hat einen dummen Streich begangen, eine Mesalliance Du lieber Gott, das kommt in den besten Familien, v! Man beweist einfach der Person einen kleinen Fehltritt der nothige zunge Mann stellt sich ja wie gerufen ein! und dann reicht man ihm selbst die allergnädigste gräfliche Hand und sühnt damit den Frevel wider das blaue Blut." Unverschämte ich verbitte mir diese Sprache!" Haben Sie nicht, auch einen Revol ver in der Tasche?" höhnte die zierliche Furie weiter. Ich möchte mich nicht gern in einen Kampf mit diesen Biersüßlern einlassen da ich leider nicht über Ihre Körperkräfte verfüge, Kom teß!" Die Komteß schleppte sich die Stufen wieder hinaus und betrat mit den beiden Hunden den Vorplatz. Dort ließ sie sie los und jagte sie in ihren Verschlag zurück. Frau von Norwig war ihr in's Haus gefolgt und hatte die Thür hinter sich zugeschlossen. Mit herausfordernd erhobenem Haupte wartete sie die Ruckkehr derKomteß ab. Diese wollte stumm an ihr vorbei die Treppe hinaufschreiten, als sie sie mit gedämpfter Stimme nochmals anredete: Nur ein Wort, Komtek!" Ich habe keine Lust, Ihre Insulten weiter anzuhören." Ich will auch nur meinem Mann ! die Mühe sparen, ein zweites Manu- j skrivt zu verfassen. Tica itoax ii. auch 1 mit meiner Tragikomödie noch nicht ser-j tlg! Also denken sie sich: 'wenn Sie mich arme Unwürdige auch wirklich in mein Nichts zurückstoßen ha ha! so ist er darum doch noch nicht frei für Sie, denn.... Sie trat dicht an die Komteß heran und flüsterte ihr langsam' und deutlich, jede Silbe betonend, m s Ohr: Er hat noch ne zweite Frau in Amerika, die nur darauf wartet. daß ich ihr seinen Ausenthalt ver rathe, um ihn den Gerichten auszuliefern." Komteß Marie mutzte sich an das Treppengelander anklammern, um nicht umzusinken. Eme zweite Frau! stöhnte sie heiser. Ja, so ist es Bigamie nennt man das ja wohl? Er hat ein so weites Herz, mein theurer Gatte! Die Dame, Miß Clark hieß sie. wenn Sie es wissen wollen, verliebte sich ur ihn. wie Sie, Komteß! Er war bei ihrem Vater in Stellung und sollte als Theilhaber in das Geschäft mtreten, wenn er die Tochter mit in den Kauf nehmen wollte. Es wäre doch unritterlich gewesen, einer werbenden Dame nnen Korb zu geben, nicht wahr? Zudem war Miß Clark gar nicht so übel, eine sehr energische, gebildete junge Dame wie Sie, Komteß! Und dabei eine stattliche Erscheinung hm wie Sie, Komteß! Was that es. daß sich Norwig als.Wittwer ausgegeben hatte? EineSchei? dung mußte sich leicht bewerkstelligen lassen. Ein guter Freund empfahl ihm Ihren edlen Vetter Karl Egon Emch als Sündeabock aber leider haäte der gute Gras niemals? an so unmoralische Dinge gedacht! Und außerdem ging die Sache unsre Gerichte nÄhts an. weil mein Manir feinen Wohnsitz drüben hatte. Als ich, etwa drei Wochen später in New Fort ankam, d-z war das Unglück geschchen und uns gemeinschaftlicher GTtte sah sich veranlaßt, sich in die Pampas zu flüchten. Da höben Sie den ganzen Roman, Vluxt fehlte nur nocy. oay Mir nac Saft Lake City auswandert!: und Sle sich als Dritte ist Bunde ihm nsieg6n liefen! Und, nun wülrftze ich whl zu schlafen, Komkß!" Sie streifte die zie?lichN Schuhe, von den Füwn und huschte leicht wie: eine Sylphe die Treppe hinaus und n ihr Zimmer. Die Hausuhr verendete du,pj; die erste Stunde s neuen Sarxs als Komketz Marie auZ einer tien Ohnmacht zu sich lavcu Schwerfällig schleppte si? sich hinauf in ihr Zimmer. Ge aui Morgen erst, sönckte der barmherziae Schlaf das wUde Heer quälen, . . j. , n 9 HedarM nn- ;rr:nx zzn..
14. Kapitel. $ QiaMt d?ß Abschickn un N,-bkrraschunz?r, if.njl sine kblprod? vcr M:Nve Bnmki uat endlich lich in; Verlobung. Tie teil: Ärntt3 nimmt: ciat tztt: Bch: at. Ant andern Morgen um acht Uhr fand ein thränenreicher Abschied stztt. Vicki war schon ganz verweint zum F'rühstück heruntergekommen, und als ihr Hanswurstfink sehr gerührt sem Aquarell als Erinnerungszeichen einer unvergeßlich schönen Stunde überreichte, da. brach der Jammer vollends los und machte sich in herzbrechendem Schluchzen und irr einem Strom von Thränen Luft. Der Künstler beeilte sich zur Thür hinaus zu kommen, denn des alten Theerfinken Sohn mit einem Hanz unvernünftigen Konrteßchen um die Wette heulen zu sehen, das sollte man auf Räserldorf nicht erleben. Ganz besonders gerührt war die Dienerschaft, die einmüthig für ihre Komteß Viktoria schwärmte. Sötb:er,.der Gärhur, Hatte den guten Einfall, einen Korb voll der ersten reifen Aepfel zur WegzeHrung darzubringen, denn ihre Vorliebe für dieses Obst war von früher Kindheit an eine wahrhaft leidenschaftliche gewesen. Sie ließ auch ihren Aepfelkorb nicht aus dem Arm, als sie.' endlich die Kutsche bestiegen hatte, und. stellte so in ihrer frischen saftigen Fülle, ihrer zarten reifen Rundung das Idealbild einer jugendlichen Pomona- dar. Komteß Marw hatte von ihrer Schwester schon im' Bett Abschied genommen. Sie fühlt: sich so.' elend, daß sie nicht, auszustehen vermochte. Doch stellte sie ihren baldigen Besuch in Berlin in Aussicht, wohin, sie doch bald werde reisen müssen, um einen berühmten Frauenarzt: zu Mthe zu ziehen. Das Fräulein. Sophie hatte beim Frühstück ihres Amtes- gewartet wie gewöhnlich; doch war dem Grafen Karl Egon Emich nicht entgangen.. wie merkwürdig alt und übernächtig sie' aussah. Er machte sich die heftigsten Vorwürfe darüber, daß sein', kecker Streich und die Angst vor. den möglichen- Folgen desselben dem armen' Mädchen eine schlaflose Nacht bereitet habe. Auch fiel es ihm auf, daß die Gräfin das Fräulein heute mit kränkender Absichtlichkeit wie nicht vorhanden betrachtete, und einmal glaubte er auch einen vorwurfsvollen Blick aus den großen, dunkel umränderten, Augen. Sophiens empfangen zu haben.. Am Nachmittag desselben: Tages reiste auch Fräulein Sophie, ab mit dreitägigem Urlaub nach Lüneburg. Norwig hatte sie vorher nicht wiedergesehen, da er sein Mittagessen zu früherer Stunde auf seinem. Zimmer eingenommen hatte. Es war ein arbeitsreicher Tag gewesen, und man hatte später. Feierabend gemacht als gewöhnlich.. Noch niemals hatte der sanfte Ludolf Reu sche so grimmig geflucht und gewettert wie heute. War es das abscheulich: Regenwetter, das ihn so verstimmte, oder war es eine Mittheilung des. Wirthschafters Vrinkmann, die. er am frühen Morgen entgegengenommen hatte. Sicher war, daß zwischem diesen Beiden,
die sonst einigermaßen. aus dem Kriegsuße standen, eine plötzliche Busenreundschaft ausgebrochen war, welche ich besonders darin zeigte, daß die Beiden mit auffallender- Uebereinstimmung die gleiche steife,, kühle, schweigsame Haltung gegen den Herrn Obervermalter einnahmen. Trotz, des schlechten Wetters warf sich der Inspektor nach Feierabend noch in. seinen feierlichsten Sonntagsstaat, um. bei dem Herrn Predigen seine. Aufwartung zu machen. Und am nächsten: Tage, kurz vor Tische,, erbat tt sich eine Audienz bei der gnädigen Frau Gräfin, in welcher er seine. Verlobung mit Fraulein Beate Meusel. anzeigte. Am dritten Tage, naro der Abreise des Fräuleins. Sophie traf für Herrn Maler Hans W.. Fink: tm Brief mit dem Post simpel. Lüneburg ein, welcher von diesem der Gräfin, vorgelegt wurde und also lautete: Sehr geehrter Herr: Fink! Obwohl ich von Ihre Familie, die mich nie auch nur. das. Schwarze unter dem Nagel nicht gegönnt: hat weder vor dem Wachtmeister, noch als Wittwe sondern im Gegentheil, nur immer über der Acksel . angesehen, und nicht von mir wissen: wollen außer mal geuhzt weqen deniPapaaei: ich habe ihn den Hals umgedreht, und-ausstopfen lassen! So will ich doch Ihr Bitte endsprechen da sie in anstänge Form cdgefakt ist..5tö theile. al5o mit, daß die Dame, wo sie. das. Bild von gezeichend haben, meine. Tochte? Sophie nicht ist und bemerke, noch vorzüglich dah mir von Bildung und. Sprachen und was Sie sonst schreiben: an meine Tochter nichts, bekannt: ist außer das elleaande Auftreten was. sie: von mir habzu muß. Ich hahe zwar die Soph immer fleißiz zur. Schule, rgehalten ui& einen morallsOm Wenswanoel nproien ober das Göhr wsr immer.- faul wiedii Sunde. und nicht zu halte und wa? 6- höh, m. mit mit vierzGn Jahreu r5r. Vater daK Geld schickte, daß ich sie ?ach Amertta: schicken konnte denn q& anställdige. Wachtmeister Tochter paß 1 -v -r 1 i . 1 r- . - r jT- t t gar nicyr. Jeni yar ire ge,lyriVen vor $inf Jahren daß sie nen Schoarzen gehearher hätt? der: Koch in nem reichen Hause war und dedaure ich dieftu Menschen'. Seitdem: habe ich. nichts weiter aehört und srvrt mich ds sehr denn ich bin eine Mständige Wittw4 And roüßie auch rcht was, sie x Deutschland zu suche hatte. Ihre Grüße erwiedere ich sreundlzchst und. zeichne ergeenst Selma Band?mer verw. Wachtmnsterin jetzt Posarrentir urrd Schnlttnxearen. Da Fräu&m Sophiz selbst weder zurückkehrte, noch sonst etwas von stch boren liep so hielt man sich für u'oerzeugt, oaß die kecke Abenteurerin da.3 Weit gesucht habe. (Fortsetzung folgt.)
Jür'oZe Küche. Welss-Einörennsuppe. Man röstet zwei Unzen Mehl in fr!, scher Butter gelö, verkocht dies mit einem Qiertel Quart kschenden Wasftr, fügt eine Prise Sstz, Zucker, Cirronenschale und etwas Zimmet und Ingwer an unk fugt' zuletzt ein halbes Quart rothen Frnchtwenr sowie .ein Glas Kirschsaft an'. Dtfnir röstet man Brotschnittchen in' Kutter, öesiebt sie mit feÄem Vanillez'ucker und glasirt sie dann' mit glühender Schaufel um sie neben' der Suppe auf besonderer: Schüsseschen zu reichen'. M a fsi n a t cr (italienische Fruchtkaltsch'aM Man nimmt' Erdbeeren, Himbeenn, Johannisbeeren Brombeeren, Pfirsiche. Aprikosen and Kirschen. Die entsteinten Kirschen werden mit etwas Wein und Vanille gar gelocht, Johannisbeeren, Himbeeren, Erdbeeren und Brombeeren nur eben in dickenr Zuckersaft überwallt, ebenso die.' geschalten, halbirten Aprikosen' und' Pfirsiche. Man legt alle diese Früchte 'irr eine Fla sche Weißwein, läßt sie eine' Swnde durchziehen, fügt dann' den Zuckersaft der . Früchte und ein' Achtel Quart kleingeschlagcne, sauber' abgespülte Eisstücke hinzu und richtet' die Kaltschale über Makronen an und legt zu letzt noch auf jeden "Teller eien Löffel steifgeschlagener' Sahnen Will man diese Kaltschale-noch verfeinern, fügt man zuletzt eine halbe Flasche Schaum wein an. Vereinfachen kann man sie dagegen wenn man die theuren'Früchte fehlen läßt, auch seine- Schlagsahne uflegt. Frankfurter' KirschenPudding. 10 Unzen Butter verTÜbrt man schäumig, fügt neun Eigelb, 10.1 Unzen feinen Zucker und 77 Unzen geriebene, süße Mandeln,' sowie' etwaS Citronenschale und gestoßene Vanille hinzu, gibt 3 Unzen krockenes, geriebenes Schwarzbrot an- die Masse und eine Prise Salz ..und -zieht : den steife Schnee der neun' Eiwilß' durch de Teig. Vorher hat man ein bis ein-unk ein halbes Pfund ausgesteinte Kirschen, mit feinem Zucker vermischt und durchziehen lassen. Man drückt sie fest aus und füllt nun - abwechselnd' mit' Teig und Kirschen eine gut: ansgestrichene und ausgestreute Form.- Man stellt die Form in kochendes Wasser und kocht den Pudding ein und eine halbe Stunde. Indeß bereitet' man- die Sauce, zu der man 7 Unzen' Kirschen tntkernt, ein Viertel der Kerne.- stößt und mit etwas rothem Wein füns Mi-
nuten auskocht. Man gießt' die. FWssiqkeit durch ein fewes Sieb, giebt die usgesteinten Kirschen. ; den Sast der zum Puddinaausgedruckten- Kirschen, sowie Citronenschale und einige Scheiben Mundbrot hinzu und kocht Alles, bis die Kirschen weich sind. Der-erhal-tene Brei wird durch ein Sieb gestrichen, mit Zucker versüßt ud mit'Rothwem verdünnt und heiß gerührt.. Man maskirt mit 'einem Theil der Sauce den gestürzten Puddina, während die andere nebenher gereicht wird. Gebratenles K a I bSÄla t t mit saurer Sahn. Man nimmt dazu ein starkes, recht weißes Kalbsblatt, häutet es. sauber ab. spickt es recht krans mit -Speck, thut das Blatt in eine Bratpfanne, bestreut eZ mit Salz übergießt es mit: zerlassener Butter und' bratet es' unter, öfterem Begießen'in-ca. ein und 'eine HÄbe bis zwei Stunden lmQfen gar.. Zu Ende der Bratzert thut' man- drei Viertel Quart dicke", saure.- Sahne- Wer den Braten und -läßt 'ihn- damit vollends gar und'zu schöner btauner Farbe braten, doch ist auch ' hierbei eiir. fleißiges Begießen - Hauptbedimzuna Beim Anrichten -löst man -die 'auf der breiten Seite des-Blattes 'beflndllÄcn beiden. Muskeln vom Knochen,- schneidet sie in; Querscheiöen und?brmg! sie.- wieder inihre vorige,Läge.'Ebensö.'kki7ahrt man: mit dem -näher am -Gelenk' befindlichem Fleisch. Die Braten-Jus wird bereit tet, indem man die ' Bratpfanne mit? etwas Böuillon- und- säurer Sahne ausspült, die Sahne-dlirchgießt und? mit etwas Kartoffelmehl! seimig machte K a l bs Z u tlf 3s. papillotea. Nachdem - man die; Kalv'5zungen gar gekocht schneidet inarn sie halb durch, hackt gewaschene - und. geputzte Cha:spignoris, Petersilie- nntv Schnittlauch recht -fein, schwitzt-diese Jngredienzpn mit Butter auf dem Feuer ab und vtx bindet 'sie mit -einem-pM5 Löffel recht dick eingekochter- weißer.' Sauce. Tönn kneift man so Viertele, reit Schreibpapier all: rrnsr Zungenftncke hjtt, der Hälfte naöf znsammen, schnei-et-die Ecken -rud.sicksb das Ustier ie herz'zörmige Gestüt bekommt, und bestreicht -es mit. QlirMöl. Nun uimmt man ein solches: Paßstück, tkrt auf die ein- Hälfte, dezllen einen? Löffel voll von - den- gehaben Kräutn, legt ein Stück Zunge darauf, kdeckt dies wieder, mit .iräufcrra, klappt d andere Hälfte 'des Papisä darüber ind kneift die offene Seite.- m übereina:Äerliegen Falte?: fest um die Zue. Sind al! ZunMstüite so in Pa-pier einge nuckelt, ß; legt man sie au einen Rost, rHUi diesen ee Viertelstunde über czelindes KohleTfeuer, ricknct die Papil loten, wenn sie recht he.c$ sind, an nd giebt eine gute Jus dazu. E r p r 0 b r. Besitzer eine? RaziütenccibiNets, die vorhandenen Foltttinstrumente erklärend: Jn dies (Ztöck, meine Herrschaften, wurden zur Z6t des Mittelawrs zänkische Weiber rlngesperrt, übrigens seh? praktisch; ich habe meine Alte auch schon mal drin gehabtr KovfloS. Sie: Ach Gott! Immer das langweilig Ankleiden vor dem Theater! Ich bin zchon ganz kopslos!" Er: .Na. das wird ja Deine HintermaM im Theatei cht sn
