Indiana Tribüne, Volume 18, Number 274, Indianapolis, Marion County, 23 June 1895 — Page 2
Slttupruirpfe. j
Nicht wahr, meine verehrte Leserin, sie stehen in Ihrer Achtung auch nicht besonders hoch, diese aus dem Geleise der Alltäglichkeit getretenen Frauen? Und dennoch wage ich es, für dieselbe in jeder Weise einzutreten. Ja, ich beObsichtige allen Ernstes. Ihnen zu beweisen, daß es zum größten Theil doch nur böse Vorurtheile sind, die Sie den geistig arbeitenden Frauen entgegenbringen, indem Sie sie allesammt in die Kategorie der Blaustrümpfe rechnen. Ich muß aufrichtig gestehen, daß ich nicht weiß, woher diese Benennung gekommen, aber ich brauche keinen Commentar. um zu wissen, was die Titulatur Blaustrumpf" bedeutet. O, und ich versichere Sie, Alle, die Sie Blaustrumpfe nennen, haben es schon gar schmerzlich empfunden, daß es nur so wenigeMänner gibt, die es für möglich halten, daß eine Dichterin, eine Schriftstellerin, eine Malerin oder Lehrerin auch nur den geringsten Sinn haben kann für häusliche Veschäftigungen, so wenige, die sich zu der Ueberzeugung aufzuschwingen vermögen, daß auch Viz schreibende, die lehrende Frau eine hingebende Gattin, eine.' gute, treue Mutter sein kann. Zweifellos fmir man auch in der Kategor kieiblicher Wesen, die wir meinen, manche, welche gewiß den Tadel verdient, unter dem alle -geistig arbeitenden Frauen zu leiden haben. 'Aber, meine liebe Leserin, seien Sie gerecht und sagen Sie selbst, gibt es nicht auch unter Ihren sogenannten prattischen Schwestern Hausfrauen, Gattinnen, die ihre Männer durch tausend Untugenden elend machen Mütter, die es gar nicht verdienen, so hochbegnadigt zu sein, cm Wesen ihr Eigen n nennen, das Lebn: ist von ihrem Leben? Warum schmäht man also ohne Ausnähme die geistig arbeitenden Frauen? Weil sich da und dort eine findet, die vergißt, daß sie vor Allem doch die Pflichten zu erstellen hat, die ihr auserlegt sind. Man sagt auch den Schriftstellerinnen: nach, baß sie von der Eitelkeit an den Schreibtisch geführt worden. Du lieber Himmel, wie Dielen sind wir auf unserem Lebenswege begegnet, die die angeborene Gabe nur zur Geltung gebracht haben, um ihre Familie, die am Abgrunde taumelte, vor dem sicheren Rum zu retten. Wie viele schreiben auch nach dem Tode des Gatten, damit sie den geliebßen Kindern eine gute Erziehung geben können. Freilich, die meisten im Kreise der schreibenden Frauen haben es. dem Himmel sei Dank! nicht nöthig, um des täglichen Brotes willen ihr innerstes Denken und Empfinden der Welt zu offenbaren. Aber auch sie führte nicht immer der Drang zur Hohe an den Schreibtisch. Es gibt euch noch so viel anderes Elend in der Welt, als nur die Sorge, der Kampf um das Dasein, und von solchem Elend wurde 'ihr Inneres vielleicht früh verwundet und sie suchten Veraessenheit in, angestrengter geistiger Arbett. Aas hölzerne KilchengeMr. Auf Grund der Erfahrungen, ixifc selbst reines, ausgetrocknetes Holz, wenn auch keine bedenklichen Einflüsse uf die darin befindlichen Stoffe ausLben, so doch denselben einen unerwünschten Geschmack und Geruch gefcen iairn, verlangt auch das hölzerne Kuchengeschirr eine gewisse Aufmerksamkeit der Hausfrau. Manche HolzKarten haben einen zusammenziehenden. Gbsäure mithaltenden Stoff und eine Derartig ungünstige Wirkung sann be sonders das Holz der Eiche, btt Erle und des Nußbaumes äußern. Andere Holzarten, z. Ä. tter Ahorn, die Birke und fck Esche, enthalten im Frühjahr tonen zuckerartigen Saft, der, wenn v Baume -um drese Zeit aefallt wer 'bttt, noch reinige Zeit im Holze bleibt. sich auflöst, 5en in solchen Gefäßen sich !befil!dlichen Substanzen mittheilt .und zu ihrem Verderben beitragen kann. B:i allen Geschirren von Holz, selbst vom dichtesten, saugt die Holzfaser ihr kahe kommende flüssige Theile in sich. Tvoraus zwcr Nachtheile entstehen, ein mal wird jede Flüssigkeit, welche man Tu ein hölzernes Geschirr bringt, io Mehr oder weniger .bemerkbarem Grade tincn. Geschmack nach derjenigen Je kommen, welche früher darin gewesen ist und dann werden die Geschirre in solge der L?n ihnen .eingesogenen fjlüf sigkeiten sehr leicht modernd und schimmelig, wodurch "die später hineinkommenden Substanzen, wenn das Ge schirr nicht vozcher auf das genaueste g reinigt wurde, verderben können. Aus V-e.se n Nachtheilen würden für die 33er fertigung nd dai Gebrauch sich folgende BedklZungen ergeben. Es sollte nur dichtes, altes und völlig ausgerocknetes Holz $u Kücheng eschirren verwendet werden. Alle hölzernen c schirre müssen vor dem Gebrauch ausgewässert, ausgelaugt, ausgebrüht wer den, bis der eigenthümliche Geschmack ucd Geruch ihrer betreffenden Holzart entfernt ist. Zur Entfernung des Modergeruches und Schimmels, den die hölzernen Geschirre leicht anmhmen, dient warmer Branntwein und derdünnter Essig; ist der Modergeruch entfern, fo verhindert eine Waschung iriit starken Abkochen von Eichcnlshe oder Eichenspänen die neue ModererFügung; es müssen die Hslzgeräthe ach dieser? Waschen jedoch einige Zeü der Einwirkung don Lust und Sonne dusgesetzt werden. Ein K e n n t n i r e ! ch e r. Professor: Wc2 wissen Sie mir von Uhland zu sagen. Herr Candidat?" Student (für sich): Du mein! Wenn ich -nur jetzt wußt', wo das verfilzte Land liegt!" ,. A
Zier Zjungcr. Zv.-l Tr. Schillcr-TieK. dliiürntilr, t vn Van fccr tlt Pdilosoxhiezusammknhl, CttjtrrlA: sie da miete Durch Hunger und durch Citbt.
singt Schiller in den Weltwersenund bezeichnet damit in richtiger lir kenntnlk den Hunaer als das treibende Moment und den Kernpunkt aller Volkswirthschast und Nationalökonomie, und die ganze sociale rage lst lediglich die Sorge und Arbeit um das taallche Brot den Hunger zu stillen. Mögen wir noch so sehr mit schönen Worten vom irdischen Tand" absehen und uns in höheren efubcir oeweoen ein leerer Magen ist doch allzu schwer zu überreden, und wenn der Dunaer mit seinem peinigenden Ge fühle auftritt, erinnert er uns nur allzu crak wieder daran, dan wir doch nur Menschen sind: . So hoch war noch kein Sterblicher ge stiegen, Als Keppler stieg und starb in Hun gersnoth. Er wußte nur die Geister zu vergnugen. Drum ließen ihn die Körper ohne Brot." Dak selbst trotz der riesigen Entwickluna. der modernen Verkehrswege auch fyute noch ausgedehnte Hungersnöthe" einzelne Lander und Gegenden heimsuchen können, haben noch die letzten Jahre bewiesen, wenn auch nicht in der Ausdehnung und mit au den Schrecken und Folgen, welche im Mit telalter die sociale Unordnung, den Pauperismus, das sociale Elend auf die höchste Spitze der 'Zerrütwng aller Verhältnisse treiben und einem Unfug und Fanatismus Nahrung geben muß ttn, wie ihn wenige blutbefleckte Blätter btx Weltgeschichte aufzuweisen ha ben. Die Hungerthürme, Hungerbur gen und viele sprlchwortlrche Redensarten in den Rheinlanden, dem Elsaß, 'der Schweiz, :n ganz Sud- und Mir 'teldeutschland bis nach Schlesien entstammen alle der zweiten Halste des Mittelalters, die so ungemein reich war ton allgemein, ausgedehnten Hungersnothen und grassirenden großen Sie? Den", die naturnothwendig mit den ersteren in ursächlichem Zusammenhange standen. Insbesondere erinnern die heute noch gebräuchlichen und nicht mehr in ihrer ursprünglichen Be1)eutung erkannten Ausdrücke, wie: Huntzertuch", am Hungertuch nagen", das Hungertuch weben , das Hungertuch flicken" an jene traurigen Zeiten, wo das Ehor der Kirchen durch ein yroßes Tuch (das Hungertuch) abgeschlössen wurde. Wann und wo das erste Hungertuch aufgehängt und von wem es gemalt wurde und welches seine ursprüngliche Bedeutung und sein eigentlicher Zweck war, entzieht sich heute unserer Kenntniß; übereinstimmend aber melden drei Chroniken das Aufhängen des Hungerstuches in der Kirche zu Rufach im Ober-Elsaß bereits im Jahre 1347. Aninuth:ger als d düsteren Bilde? z?on Hungersnöthen ist die erziehliche Seite des Hungers. Er fordert zur Menschenliebe und zum Mitleid auf wie kaum ein ande?e? Facto? im Menschenleben. Brich dem Hungrigen Dein Brod!" lautet der Ansporn zur Menschenliebe; denn der arme Hungerleiber". der das Gefük des Richtsattseins niemals los wird, ist gewiß der armen Schlucker ärmster", der aller Menschen tiefstes Mitleid wach, ruft. Hunger lehrt haushalten" und Hunger ist der beste Koch" sind zwei weitere erprobte Erfahrungssätze aus der Erziehungslehre des Hungers. '.Andererseits ist umgekehrt 'der Hunger Hon erziehlichem Einfluß gegen Uebermuth, verschwenderische oder unangebrachte Kraftentfaltung und ein Uebermaß von Wohlbefinden, mit anderen Worten, er ist ein . probates Bändi-gungs-und Zähmungsmittel; denn .Hunger lehrt geigen" und nach jeder Flöte tanzen". Diese verschiedenartige Wirkung des Hungers ist in seiner physiologischen Wirkung auf den Organismus begründet. Wie Freude und Schmerz. Lust nnd Unlust, Ekel und Angst. Er. rm'tHuTm Qnm ffU lind Ilnwabls I4IIUVUIIV JVkJlf " ?ri Tn 1 V srytrf V1- C!V1inAr ITt QslY Viil, V vvfc v1" j,vgemeingefühl" und nicht ein Gefühl, welches etwa an irgend ein bestimmte Körperftelle verlegt werden kann, auch nicht .in den Magen, sondern das Hun Zergesühl Zst der Appell des verarmten Stoffwechsels. Das Leben ist Stoffmcchsel, und dem Organismus muß für seine Ausgaben Ersatz geschasst werden, da er sich sonst selbst verbraucht. Das Nervensystem hat ursächlich mit dem Zustandekommen des Zgnngergefühls nichts zu thun; denn selbst nach Zerstörung aller an den Magen tretenden Nervenfäden hört der IHnnger noch nicht auf. sich zu äußern Die weitverbreitete Ansicht endlich, das Hunaergefühl fei das Gefühl auffal Zender Leere im Magen wie im Ver dannngsapparat überhaupt (der Mo gen knurrt"), ist höchstens für den Anfang des Hungers zutreffend, den dann kann das Hungergefühl in der That noch dadurch gestillt werden, daß der Magen selb? mit gänzlich unverdaulichen Dingen gefüllt wird, worauf der Hunger nachiäßt; später jedoch versagt diese einfache und billige Sai tigungsweise gänzlich, wie sie über, Haupt nur kurze Zeit Vorhalt". Eine vollständige Erklärung deS Hungers wonach die Physiologen noch vergbblich suchen ist natürlich nur dann richtig, wenn sie auch zugleich das Gefühl des Sattseins" oder die Sättigung hinreichend erklärt. Beide Gefühle unterscheiden sich nur dadurch von einander, daß das. Sattsein ein Zustand der Ruhe oder wenigjtenö des Beruhigtseins, der Hunger
hingegen ein Znstand der Unruhe vnd
Aufregung ist. Ein Mensch oder Thier t jatt, wenn seine Körpersäste so viele leich: oxydirbare Substanzen (insbesondere Fette und Kohlenhydrates enthalten, baß der unausgesetzt &n Körper durch-, dringende Sauerstoss von diesen dingsest gemacht und dadurch verhindert wird, die Baustoffe (Eiweiß) des Kör. pers anzugreifen und zu zersetzen. Denn sobald der Vorrath an. Eirculationssast und circulirenden KohlenHydraten erschöpft ist, beginnt der Sauerstoff die Zersetzung der Eiweißstoffe, des Baumaterials des Körpers. Mit dieser Zersetzung des organischen Eiweißes treten dann sofort die Hungerdllfte auf. welche wegen ihrer Flüa tigkeit und Löslichkeit rasch alle KörPersäfte durchdringen und wie ein in die Säftemasse gelangtes Medicament direct erregend auf das Nervensystem einwirken. Diese allgemeine Nervencusregung ist der Hunger, das Hungergefllhl. Deshalb liefern auch im Hungerzustande geschlachtete Thiere ein weit schmackhafteres Fleisch, ihr Fleisch ist weit reicher an wohlschmeckenden Bestandtheilen, als wenn die Thiere im Zustande der Sättigung geschlachtet werden. Erklären wir nunmehr den Zustand bezw. das Gefühl der Sättigung und des Sattseins. Wenn wir uns nach dem Auftreten desHungergefühls durch irgend eine Speise sättigen, was ist es dann, wodurch wir satt geworden sind? Die Speisen sind doch noch lange nicht verdaut, denn es dauert bekanntlich immerhin noch einige Stunden, eht das Deficit in der Säftemasse durch die neue Nahrungszusuhr wieder ersetzt und ausgeglichen ist. AndererseitS ist eS bekannt, daß der Geruch frischen BroteS allem schon vom söge Nannten Heißhunger erretten kann. Es ist ferner auch bekannt, daß bei Hungersnöthen und in Zeiten der Noth und Theuerung arme Leute um die Vergünstigung nachsuchten, ihre hun W Ä ' nr -i gernoen lnoer in oie aauuoen onn!gen zu dürfen, um ihnen die dem Volke wohlbelannte - hungerstillende Wirkung des frischen Brotduftes zu Theil werden zu, lassen. Auch alle Speisedüfte lahmen oder stillen den Hunger ebenso, das ist eine allgemeine Erfahrung aller Köche und kochenden Hausfrauen, die der Tische nicht den rechten oder keinen Appetit mehr haden, weil sie die ganze Zeit die Speise düfte in der Küche einathmen, sie sind dom Geruch satt geworden." Die Speisedüfte werden eben einfach ringe'athmet, durchdringen gleichfalls die ganz: Saftemasse und zerstören die Hungerdufte, und damit Hort nicht nur der Hunger, sondern auch der Appetit nach dr betreffenden Speise auf; die in den Spelsedusten enthaltenen Brennstoffe bieten dem Sauerstoff neue Angriffspunkte, und damit ist die Ei weißzersetzung aufgehoben, sishrt der Hunger verschwindet leider nicht für lange! Es liegt sonach hie? genau dieselbe Erscheinung bezw. derselbe Vorgang vor. wie bei der Desinfection und Desodorlsication (Luftverbesse rung) wo ein zu beseitigender übler Ge ruch durch einen hinzugesetzten, bezw. ei i ri r ri pr zcriiauoicn anoeren erucynoss zer stört wird. Wesentlich ist die Thatsache, daß der vom Hunger verursachte Gefuhlszu stand unter den genießbaren Stoffen tint bestimmte Auswahl trifft, d. h. die Nahrungswahl muß auf die gleiche Urfache zurückgeführt werden. Das Thier nimmt, wenn es die Wahl hat nur solche Nahrung, deren Geruch und Geschmack ihm angenehm ist, und weist alles Unangenehme zurück nach dem Nährwerth fragt das Thier doch überhaupt nicht. Der Kernpunkt ist demnach der: was schmeckt ange nehm, was unangenehm? Es ist nicht die Qualltat derNahrungs stoffe. welche hier den Ausschlag, gibt, denn sonst könnte nicht ein und dieselbe Speise dem einen angenehm, dem anderen un angenehm schmecken. Angenehm schmeckt eine Speise, wenn der Nahrungsduft mit dem Eiweiß des Genießenden harmonirt, andernfalls ist die Wi kung der Speise eine unangenehme : Ekel. Ekel gegen eine Speise stellt sich auch dann ein, wenn man eine Zelt 'lang eine Speise immer wieder genießt. man überißt sich eine Speise . Da durch wird gewissermaßen der ganze Korper vom Duft dieser Speise durch drungen, durchsättigt oder imprägnirt. und dann kann letzterer nicht mehr ap petitreizend wirken. Hierfür könnten Unzabllae Verspiele des täglichen Le bens rn's Treffen gesührt werden. allein sie liegen ja alle auf der Hand. Das ist der Widerwille gegen Speisen. Aus unserer Untersuchung ergibt sich noch eine hygienisch hochwichtige Folgerung bezüglich der Zugänglichkeit der Speisen; nämlich eine Speise wird nur dann wohl bekommen-, wenn die Düfte der betreffenden Speise noch ei nen Appentreiz erzeugen, d. h. tin Ge Liste nach der Speist wachrufen. Alle Spersen aber, welche kem Gelüste mehr wachrufen, sind unzugänglich, und wenn sie dennoch der Noth gehör chend, nicht dem eigenen Triebe ge nossen werden, so kann der Organ mus dadurch wohl gesättigt, aber auch $is m gefährlichen Erkrankungen ge schädigt werden. Das Sprichwort Hunger ist der beste Koch- gehört so nach zu jenen mit nur vedmzter Gll 'tigkeit. Hygienisch ist der Tisch am besten bestellt, der weniger Massen richte als Mannigfaltigkeit an Gerichitrt ausweist, unter denen jeder leichter das ihm Zusagende finden wird. Km 5er gewissermaßen gewaltsam zum Enen dieser oder jener ihnen nicht zu sagenden Speisen' zu zwingen, ist eine Versündigung gegen alle Hygiene und : den gesunden Justine:. ...
Per Engel mit dem verhulttcn
Anlmz. ,i Von Termine P.llingcr. Hoch über der Schluckt, in deren un absehbaren Tiefe die wilde Alb ihr tosendes Lied sang, lag das kleine Wälderdorf etwas zurück, einem Hügel zu, auf dessen Mitte Kirche und Wirthshaus thronte; dahinter lag der w wi i i L üuaio unv vorn, am Avgruno. o Wiese; schroffe, jäh aus der Schlucht steigende Felswände umschlossen sie. und hier. -unter einem mit Moos bewachjenen Felsstuck, stand em Bilder-' stock; er stellte in roher, ungeschickter Zeichnung einen Engel dar. in blauem Gewände, wie er m ein rothes Taschen- I tuch weint; darunter stand: Herr, sei der armen Kleinen gnädig!" Eine Mahnung an jene Männer des Dorfes, die dem Laster des Trunkes ' ergeben waren und wegen ihrer Rohheit, Faulheit und Diebsgelüste in den Nachbardörfern eines traurigen Rufes genossen, Der es aber am schlimmsten getrieben von . Allen, hieß Balthes Trönkle; so lange er noch emen Groschen im baci hatte, fand er den Weg nicht nach Hause, und es kümmerte ihn wenig, daß derweilen seine Kleinen in der dunklen Stube des am Ende des Ortes gelegenen Hauses ängstlich auf sein Kommen harrten. Diese Angst aber steigerte sich zur Verzweiflung, wenn hinten aus dem Stall das jämmerliche Meckern einer Ziege kein Ende nehmen wollte. Wenn sie doch auf der Stell sterben
thät!" Wie oft schon war dem nächt- Als Trönkle sich seinem Hause nalichen Himmel dieser Wunsch unter I berte. ließ er das Muchen. das n den
heißen Thränen anvertraut worden. So auch emes Abends. Die Kinder standen am Fenster und starrten rath
los in die Nacht hinaus, dieweil der so m längerem Lauschen; es war ofsenMond, der eben hinter einer schwarzen bar, die Ziege hatte ihr Futter.bekomWolke hervorkam, das trotz Noth und men. denn sie war still, und trönkle
Entbehrung runollche Klndergesicht des größeren Mcwchens verklärte: neben ihr aber, bleich und streng, mit Augen w:e die einer Katze, lehnte die Schwesier: in ihrem Nacken erbob sich ein Hocker und sie umklammerte den sonnenverbrannten Arm der Kleinen mit dürren, stahlharten Fingern. Wir wollen sie todtmachen." sprach sie im Flüstertone, ganz todt, dann brauchen wir kein Futter mehr zu stehlen und keine Angst mehr zu haben vor dem Feldschütz, dann hört sie auf mit ihrem Meckern, und wir kriegen
keine Schlag' mehr." Und plötzlich sich zu erreichen vermochte, den wimmerneng an die Schwester schmiegend: den Kindern nach, die blutend und zer-
.Bring' Du sie um, Lenle. bring. Du rie um " Das Kmd schüttelte den Kopf, ,mmer ich immer ich." . .Well Du stark bist: Dir thun die Knochen nicht so weh, wenn er haut, aber mir, o mir!" Die Auaen der kleinen Vuckliaen schillerten, und über, iöre unkindlichen Züge ging ein nervöses Zucken. Stoß' ihr die Stricknadel hinein, in's Ohr." .' . .
fuhr ne zu sprechen fort, das merkt "i izinzTl nops gcsayroeien, icinerNiemand. und dann nt sie aestorben: lei Sorgen und ihr ruhig athmendes
es geht schnell, nur recht zustoßen. Kindergesicht zeugte nicht von Träudann ist's aus." Sk verschwand im wen. die die düstere Gegenwart wieder-
Dunkel der Stube und kam mit einer Nadel zum Fenster zurück. .Nimm. nimm!" drängte sie. Aber das Lenle wandt? n von ibr ab. Geh' mit Deiner Nadel. Du ' ich mag nicht!" ' u ' D e Sckwester lack e ' Kart auf. .Dann mach' ich mich selber todt o
ja. ich thu's! Besser, man liegt im Wotn, ,o war's der Feldschutz, der Grab, als alle Tag' Schläg' kannst fie im Traume ängstigte und sie erDein Butter sucken. wirst sckon ieben. tappte auf ihrem Wege durch die Wie-
wie Dir's seht." , i- , ? 1- i , i-- ' ikb htr" sckirik das Lenle aus und, verließ mit der Nadel die Stube. Im Stall, die Ziege warf sie fast um, jo prallte t aus oas Nlnö los Mit vorgestreckter Schnauze nach dessen Handen haschend 5ak' nichts." seufzte das Lenle. .aber, komm, sei schön still, sonst muß ich Dich umbringen.' Sie streichelte das Thier und gab ihm gute Worte; da dies nicht half. versuchte sie dem widerspenstigen GeMpf die Schnauze mit der Schürze' zu umwickeln: da that das Thier erst recht verzweifelt, und die Kleine stürzte liq vor die. Thüre und lauschte in die Nacht hinaus, ob der Vater nicht komme. Dann kehrte sie in den Hof zurück und siarrte hinauf zum Lindenbäum, im Nachbarhause. Wenn sie von dort eine Schürze voll Blätter hätte holen können aber der Nachbar, der Feldschütz, war auf seiner Hut; ein großer, grimmiger Hoshund bewachie das Eigenthum seines Herrn, Lenle näherte sich dem Gatter und lauschte hinüber; dann erhob es die Hand und griff vorsichtig in dicZweige des Baumes: der Hund schlug an und voll Schreck fuhr die Kleine zurück. Aus dem Nachbarhause . aber trat eine Frau, ries mit leiser Stimme den Hund beim Namen und holte ihn zu sich herein; das hatte-sie schon so oft gethan, denn dem kinderlosen Weibe sloß das Herz .über, vor Mitleid mit den armen Kleinen drüben. . Sie war der Meinung, daß man sich ihrer annehmen müsse, allein ihr Mann, der Feldschütz, wollte nichts davon wissen und fertigte sie immer mit der Weisung ab: Jeder kehre vor seiner Thüre denn er sah es auf der Welt nicht tin, Gutthaten an Solche zu verschwenden, die ai'.f nichts weiter bedacht waren. als ds Eigenthum Anderer zu gefährden. Auch der Pfarrer und der Bürgermeister,' die die Frau für das Schicksal der Kinder' des Trunkenboldes zu inieressiren suchte, hatten nur ein bedauerliches Achselzucken für ibren Vorschlag, die Kleinen von dem rohen Manne wegzunehmen. " Er ist nun einmal der Vater," hieß es. und außerdem, der Trönkle galt für Einen, der sich nicht lange besann, mit dem ersten besten Stuhlbein den
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ersten besten Schädel einzuschlagen wer wollte wohl mit so Einem zu thun haben? So.thak denn die Frau m aller Stille und für sich allein, was sie. für das Richtiae hielt: allein so sehr sie sich auch bemühte, das Lenle, dessen allezeit freundliches Gesichtchen es ihr angethan, an sich heranzuziehen, die Vrigitt' ließ es nicht zu; sie erlaubte nicht, daß die Schwester der Nachbarin Haus . , , betrat, und das Lenle stand ganz unter dem Bann der um zwei Jahre älteren und so diel klügeren Brigitt'. Es nahm wohl jede Gabe, die ihr die Nachbann reichte, freudig m Empfang, lief !ber gleich damit zur Schwester, bie tn lallen Dingen den Hauptantheil für sich in Anspruch nahm. Indeß dem fonnigen Gemüth des Kindes konnten auch die schwärzesten Ungerechtigkeiten nichts anhaben; es saß jetzt ganz vergnüat im Innern des Baumes, ließ geschäftig Blatt um Blatt in das aufgehobene Schurzlein gleiten und sang dazu, alle Noth vergessend, mit silberhellem Stimmlein in die laue Sommernacht hinaus. Und die Frau des ffcldschutzcn stand lauschend am Fensier und murmelte seufzend vor sich hin: Warum gehört das Kind nicht mir?" Unterdessen taumelte , Balthes ! Trönkle. der Vater, in völliger Trunkenheit die Landstraße einher' und brauchte fast eine halbe Stunde zu dem fünf Minuten langen Wege vom Wirthshause bis zum Ende des Dorfes. ganzen Weg her keinen Augenblick ausgesetzt hatte, plötzlich bleiben, reckte den Hals nach dem Stall hin und verharrte riß die Hausthure aus und taumelte m l d Stube. Die Kinder lagen schon, droben auf der obersten der stemgedeaten, uberern ander geschichteten Ofenbänke und starrten mit großen, angsterfüllten Au gen dem Vater entgegen. Sonst, wenn sie meckert, die Ziege, riß der betrunkene Mann d:e zitternden Kleinen von ihrer Lagerstätte herunter und schlug fs lange blindlings auf sie ein, bis er nicht mehr konnte und aus Die unterste Ofenbank sank; von dort warf er seine Stiefel, feinen Rock und was er sonst schunden m ihr armseliges Nest krochen und. Wange an Wange, sich in den schlaf weinten. Hatte iedoch die Ziege ihr Futter be kommen, ließ der Mann die Kinder in Ruhe und nahm, da er doch einmal das I Malträtiren in der Gewohnheit hatte. tn Ermangelung von etwas Anderem Pas nächste scheibenlose Fensterchen auf's Korn. Das Lenle machte sich aus diesen Wurfgeschossen, so lange sie I :jCl f.I ..!- . . ( c . . gaben. Anders die Briaitt'. Mit weit offe I.? Augen lag sie da und ihr elender orper zucne allemal kramp ha t zulammen, so oft ein Gegenstand yon der I Ofenbank her gegen das Fenster flog. I it..t (" r . t i uno wenn lieg cnoiirn in Der naamiHen uue Die Augen oer kleinen Buckligen r .. ry-i c -. , , - . en. oeim Kiemen oes ullers; und t wimmerie lm-cylaie und bat und flehte: Einmal noch, einmal noch möge er's hingehen lassen und dem Vater keinen Strafzettel bringen, sonst schlage er. sie todt er hatte es gesagt noch einen Strafzettel und er schlage todt. Schweißgebadet fuhr das Kind aus em Schlaf und setzte sich auf Mit bebenden Gliedern, indeß die- schmale, emgesunkne Z Brust nach Athem rang, Und sie saß und starrte m's Dunkle und bose, seltsame Wünsche iften in der jungen Brust. Heiß, inbrünstig )nte sie sich nach dem Tode ihres Peilgers der da unten lag und schnarchte und dessen harte Hand ihr so viel Schmerz anthat. Und Schlag' lJn ?"nem Bich todt, Gottvater," lautete die Bitte, welche allnächtlich us der baufälligen Hütte des Balthes trönkle zum Himmel stieg. Des Morgens wanderten die Kinder aus; das Lenle mit der Sichel unter der Schürze, die Brigitt' mit einem' Sack unter dem Rock; sie nahm sich neben dem rosigen, hellblonden Kinde wie ein Schatten aus, wie das Elend und Leid neben der Kraft und Gesundheit; allein ihr katzenartiger Blick sah und pruste Alles und ließ sich keinen Vortheil entgehen. Mochte das Lenle in Gottes Namen vor Hunger weinen,' wenn nur sie. die Brigitt'. satt wurdet Mit einer List, die nicht ihres Gleichen hatte, schwindelte sie der Schwester das Stückchen Brot aus der Hand, den Schluck Milch von den Lippen; und die Püffe und Ohrfeigen, die der Vater Tags über, im Zustande der Nüchternheit. austheilte, sie trafen immer nur das Lenle; denn die Brigitt' wußte es so einzurichten, daß das Lenle immer die Schuldige war. Es ist so dumm, daß es singt, wenn's stiehlt verklagte sie's beim Vater, den sie wie eine Katze umschmeichelte, um es dann freilich immer wieder erleben zu müssen, daß er des Abends, wenn er betrunken war, keinen Unterschied zwischen ihr und der Schwester zu machen im Stande war. Denn es ließ sich nicht verkennen, die Brigitt', galt ihm mehr, als das Lenle, das ihm mit aufrichtiger Scheu aus dem Wege ging und ihm nie schön that, dagegen entsetzt aufschrie, so oft die
Schwester in verbissenem Groll die
Worte murmelte: Wenn er doch gleich ind KZ?;,!''" 5s wollte überbaut)! n ckts Lom I sterben wissen, das Lenle. und dackte an kein Leid mebr. wenn's mit der ctKrfhr i?w KZ, MZl,n frfin H und die wundervolle Jagd mit dem Feldvl"- l " I s fecn slnrttim. 3Vi d nkte ibr ant so herrlich, ihn zu überlisten, und wie ks di? Nriaitt' dastand' Kerade als 5f. Kr inmin ylnn im tfnhf 5ltt Zwtt' hna VtnU tn nnrr llnhfmmift ' : q--o-3 r "r" i kmvsand die aanz, Sacke als ein vures 1-1 - o U ' ' 1 Vergnügen, während die Brigitt', die Todesangst tm Herzen, wie um ihr Leben spielte. Sie ahnte die Nähe des Gefurchteten oft, bevor sie ian sah, und wenn es vorkam, daß der Feldschütz die liCinen Diebinnen bei der That ertappte, da war sie, die Brigitt'. stets die Unschuldige.' ju nur keinen Strafzettel, nur kei jt n ikiiiin wiiu iiui, liui in l s;rnFi.HT - fTf,4, n s wt I an, denn sonst schlägt uns der Vater " " w. ,stfc.w.r ,.vV.v ,iw u alle Zwei todt, und ich hab' doch nicht stehlen wollen, das Lenle allein hat's gethan." Und der Feldschutz ließ sich von dem inmrrrfrbnflfn in hrnrißri rtitFiTnff n UII)UIVVVUVtl( it .HlUtttU UUlUilVIUII Geschöpf immer wieder bethören, gab in Gottesnamen dem aesunden Lenle ein paar Ohrfeigen und kündigte den Strafzettel für das nächste Mal an. Eines Tages schrieb er sie denn auch auf, und Brigitt's Beredsamkeit, ihre Thränen und auch die Drohung der Water schlagt uns Beide todt - machte ....... l I lemen Clnorua meyr. vvk, jvg il ir kttiuttv ll( I lent aiebt's einen Strafzettel und Wpin tfcf W2 Ait2 - .rfTXr. I bannt fertia " I m j u " Die Brigitt' nahm das weinende ' n ' l i- i enie oe: oer Hano: Trag' ihn nur hin, trag' ihn hin, schrie sie dem Feldschützen nach, aber das sag' ich Dir, todtschlagen lassen wir uns nicht lieber machen wir uns selber todt." Der Feldschütz lachte und schaute ih nen nach, wie sie über die Wiesen eilten und dann den kleinen Pfad einschlugen hinaus zum Felsen. Droben auf dem grünen Fleck weivwt mui virn uiunni (Iivu beten die Ziegen des Dorfes, gehütet von einem?steinalten Hirten, 'der faß und strickte und die Kinder nicht weiter beamtete Die haltend fcUtfp tb.Zss iifor mu mTs üUt Wn ' w w nuw xm uu wtuuv Abarund nttnte. link ki ki,in, NnkfWv w w itt hfuhh fitntft Z to ÄAff ,,a ' ' fcn- d2 nmto sT ysss. ff? '3 v.v.v ... Vv w.uvm., ' - f M r MVWV b'V I W V ' ' il hn ft'2 UuShri hn& G nS da müssen wir hinunter.dann sind wir " ' ' l r v"" todt. Das Lenle riß die Augen weit auf: Ich will aber nicht todt sein l m mmr u u W A h & w W b I k 111 Sfirrnifi' hnUt nur ,?N,N hrninn Blick für diese Aeußerung und hockte siü nieder, indem sie vorsichtig den Rock um's Haupt schlug, denn es regnete, . . 1 l'.W . ' T " 7 V w . mvm v v und die Sonne stieg hinter dem Dorflein in nett sckwnrn gUnlfnrnrf drunten auf der Wiese beeilten sich die Leute, das Heu unter Dach zu bringen, . . . W . und da und dort schwankte ein voller Wagen dem Dorfe zu. Die Brigitt' schaute über das Alles weg: Was hat man von dem Leben. murmelten ihre Lippen, immer bie Kais, bie Kutte? will, und der Vater, der brein schlagt das ist Alles ' . ' " ' ' Aber vielleicht," meinte das Lenle, und ein freudiger Schimmer oing über fern Gesichtchen, vielleicht giebt uns die Nachbarin an Weihnachten wieber Gipfel Im Himmel kriegt man alle Tage Gipfel, warf die Brigitt' hin. Glaubst Du?" kam es etwas zwei selnd von des Kindes Lippen, .aber ich will doch lieber nicht sterben," fetzte m m es gleich darauf mit einem heft gen .. . . ' . ' . . 1 1 feajuttcln des Kovses btnm. Dann oeb' nur allein Untier balen." sagte die Briaitt'. .ich mach' mmmer mit." Es zuckte keine Muskkl in hem b.irten Kinderaesicht. und der Blick.der zum lenten Mal das Bild der frrimaih in slck aufnabm. drückte keine Webmutb aus. " Sei nicht dumm." saate sie ,um Lenle. was besinnst Dich lang?" , , v Aber dieGais muß ja verhungern. Itammelte die Kleine. y)tqtst iyr recht, sie soll nur draufgehen.' Lenle suchte nach einem neuen Ein wand: Alle Leut' beten zum lieben Gott, wenn sie sterben, wir woNkn stnrf Itttn." ' Brigitt' schüttelte den Kopf: Das ist nicht nöthig, wenn man's so schlecht sebabt " Am End' könnt's aber doch nöthig r.:- cci. r.T. . r c lein, vzi)amz oas x,cmz, woraus oie Schwester mit einem Achselzucken wiederfiolfe Dann geh' nur allein Dein Futter . ' '
Brigitt'. das Lenle bei der Hand ü": ?m lS..nicgi DZK Speien
, zerrte es vor bis zu jener urgermei,ler zwei-, fc.r r, lnJv,u dreimal hab' ich's Euch an's Herz et
holen. viele, JU oii jci mein nino oaJetzt überkam die Kleine ein tiefes m hat mir unser Herrgott keines geAnastaefübl: geben, damit ich Dich in mein Haus
Briqittle," bat sie, komm heim, ich . . " ' . . ' ' zeig' Dir was. ich hab' ein - kleines Püpple von der Nachbarin hinten im Garten vergraben ich hol' Dir's, Brigittle ' Sie wollte davon eilen, allein die Schwester hlelt sie fest: So. Du bau was vor mir versteckt gelt, Du denkst, jetzt haltet ihr zusammen, Du und die Nachbarin, und Du kriegst Alles allein und darfst bei ihr in der Stub' sitzen aber die die ist auch so schlechte die ist so schlecht wie der Vater wart' nur, bis sie Dich hat. dann zieht sie Dir die Haut über die Ohren." - Au? der Wiese, die Bauern waren nicht wenig erschreckt, plötzlich zwei t..s Xnmr tinn nnn i2 Vi vunut- ivuifu uu w 0;;. f..5.n s,f.,. ,Zn,s h,r cn ,l4Ilii iuu tu ) lv"i v der stürzte hart an der Wiese vorbei hinab in die Schlucht, das andere fiel
uj erncn rnazr am Mgruno negenoe
vauien Jetzt liefen die Leute zusammen und r. r.rjt ...in . . o f- - I cm gros üqqiei eniuano, ms wm dem besinnungslosen Kind des Balthes Trönkle Lenle erkannten. Jemand lief nach dem Vater der Kleinen: ZUf ji i ;t (v.ari"L v f'" iam " """'"S 1"" "v. . Trönkle starrte wie ein Blödsinniger m ie Schlucht, als man ihm das Schicksal seines ältesten Kindes Mit..m.. v. , r.. " vi-uvuim uuu tua4 ia, lautes Weinen ausbrechend, über das Lenle hin. Abgestürzt?" fragte der Geistlich der mit dem Bürgermeister herbeigeeilt war. Ich weiß nicht." stotterte der Feldschütz, ich hab' sie beim Futterstehlen getroffen und aufgeschrieben, da hat die Brigitt' gesagt, der Vater schlag' sie todt, und mir nachgerufen todtf , fr. f r t vi IHgen Itefeen l sich Nicht. t wollten r;.c.. r.Tfcsi i-u- - ''VV'" 1ÜT,?7T . ..-V1 ?Ucm "s5 " ai Hirte, der auf dem F:lsen droben die Ziegen hütete, ganz aufgeregt über, die VMit)t gerannt. Jesus Maria. Jesus Maria I rrv , keuchte er schon von Weitem, was ist 3? 'n, was ist geschehen 's Brigitt' hat's Lenle vom Fels hinunter gezerrt ich denk', sie machen Spaß auf einmal ist's rr?V?vrr " Das ist ja fürchterlich!" entsekte " uno der Burgermeifugte hinzu: Mord und Selbst. rnorb nntfr ßTnVyrn" fT je. Ti?rir! f l l m 'Z 2 '.tV". ... ,iiawiUJCU UVCC OIIIIC CCS VCIC r jr "i rrn 'ff. ' . " schützen Weib dem Lenle das Hemd von M. -i 11 . . . rr t zutinn gerben, um nacy dem -41.. r r i, 'zu auen i unn nn irim rirtsrt nn in nt und da. welch' einen Anblick bot der kleine, mit blauen Mälern, Schwielen und Striemen über und über bedeckte Körper. O du Leiden Christi." schrie die Frau auf. da schaut her. schaut Alle her so Einem gibt Gott Kinder! Um ein bisle Butter, das aestoblen wird, kümmert sich's Gericht, aber einem Trunkenbold legt Keiner was in den Weg, und wenn er seine Kinder . . , , , , , bcn Sob treibt. Ja wohl Herr r. b bot) . der Vater ist's, der "lt i""?1 -?r U . T I wuiu ic, uiu.ji uu uiz siin I v i i .. , . . ' . - lezr oem Bronne einen N'ndern I m y r l m , , muB man oclscn, oic mun man retten. i tt ijt. .zi ... .3 ... rvi gciugi, ucüüt vo zu ipai. ln-t.o t-l r-.-. , n., v 'oer yar illl) reiner geruorl, I5yr Nl: Ullü vct uihcuuci ict nuui im löu I , , , - , tV x vu WM. ! jk i 1 jl. riY rit- ...:r.. o : jr. ju,'iuciytji, ijui tjccitjcu, a uuu nichts an, ich soll vor meiner eigenen hur kehren. Jetzt aber schweig ich nimmer, denn hattet Ihr aus mich ge- . -v Hort, das Unglück war' Nicht geschehen v' - m t -r . zur rlmcn freilich, da yavt iyr Manner alle em Verständniß und memt. was im Trunk geschieht, das st: ir V ' IV . . W 1 1 V. , 'J " 01 , ' ba6 s:me Kinder in's Laster treibt. n tx:m Rausch heimkommt, und mit onfelen muffen. a8 bet Uttt All? .hVAM. Ml.l. . JU 1 CPV . -cutm uua iitiu üuiu yiuuai. jjzi aber" und sie wies mit ausgestrecklem Zeigefinger aus den an allen GlieL il t s w oern zitternden A.ronüe hin nein, weg da," schrie sie ihn an, als er mit linkischer Geberde sich bem Lenle na ic. , Tr i . rr . . c . pi i)tin roouxc üju qai lein iho mehr, Du hast Dein Recht verscherzt und magst Di: sagen: ich hab' sie Beide in den Tod getrieben das da gehört jetzt mir. Ja wohl, Herr Psarrer, und Ihr sollt' mir helfen, daß er's verspricht da, vor allen Bauern und's Euch schriftlich gibt, daß r von dem Kind läßt, denn der giebt's Trinlen nimmer auf, und an dem armen 5nnt 3's sehen, wie der i a Ti C X MM CX am ' 1 i r r 9 'clIlc ücrjiancrn nai. qüy, I cn C . oc r.ci rjt .. : i . : . viuct, lagi mi maji wie der umsonst reden. New. nein." sagte der geistliche Hr. wenn's Eurem Mann recht lst. und Ihr das Kind wirklich aufnehmen wollt, so will ich mit em Trönkle schon sertlg werden. J, mir ist's recht, Herr Pfarrer, erklärte der Feldschütz, wurde aber von Trönkl? unterbrochen, der mit etwas unsicherer Stimme aufzubegehren suchte. ' Aber da hießen sie ihn Alle schweigen, die Männer und Weiber, die da standen und lauschten; mit einem Schrei der Wuth und Entrüstung ruckten sie aus den Trunkenbold e:n, der sich erschreckt hinter den geistlichen Herrn flüchtete; er sah, er war allein es stand ihm Niemand bei, er hatte m der That sein Recht verscherzt. Die Frau aber nahm das Lenle in lhre Arme, das jetzt die Augen öffneteI itnh TrnHfi firrTft fifnnff vinn Yem fftn '.. ' 7 . ' ' s N? angtit' an oen jpais inner schutzerin klammerte. -3. Du gehörst jetzt mir." sagte I t.r- rrv .;ri 1.1.1. 1. aufnahm' und gut' mach, was an Dir l m'T -T f . M geilen. Das Lenle schaute sie angstvoll an: Aber die Gais, darf ich sie auch m;l nehmen und sie alle Tage füttern?" Es soll ihr an nichts fehlen." dersprach die Frau und schritt mit dem Kind davon; hinter ihr stand Alles und starrte ihr nach, und auf der großen weiten Wiese herrschte Todesstille. An der Stelle aber, wo des BaltheS Trönkle Brigitt' den Tod gefunden. errichtete man eine Tafel von Holz. welche einen Engel auswies, in blauem Gewand, der in ein rothes Taschentuch ! weinte, darunter stand: Herr, sei der armen Kiemen gnadig!' srn4v. t.. Mancher geht immer leer .11 r , . ?uZ,, weil er bitte . wo er fordern, unv lo?wt, wo er bitten soll.
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