Indiana Tribüne, Volume 18, Number 272, Indianapolis, Marion County, 21 June 1895 — Page 2

Jndiana Tribüne.

Erscheiut Täglich trab Sonntagv. Die tZgliche trttäne" kostet durch den TrSger M Seat per Woche, die eonntags-.Trtbüne" 5 CXcwt) per Woche. Beide zusammen 15 Cent der 65 Seilt per rkonat. Per Post außerhalb der c?tdt ingefchift in Vorausbezahlung V per lZahr. srut 18 Güd Alabama Strabe. Indianapolis, Ind., 21. 3uni 1895. Ter Nrdeiter Minister" Albert. Der Arbeiter Albert, Mitglied der provisorischen Regierung im Jahre 1848, ist in Mello bei Crerl, wo er .seit kurzer Zeit 'ständig wohnte, ick SU Icr von sl&hia Safiren atWaihm. AI fort, mit seinem wahren Namen AZexnder Martin, war der letzte UeberGebende jener Männer, bxt iuch der Febiuarrevolution von 1643 die proÄisorische Regierung bildeten. Erst m vorigen Jahre verließ er den bescheiden Posten, den er seit 1859 bei der Pariser GaSgescllschast bekleidet hatte. Nach der Einnahme der Tuilerien am 24. Februar 1848 zog die Schaar der isiegreichen Revolutionäre nach der De,putirtenkammer, wo -auf Antrag 2a martine's die provisorische Regierung, 'bestehend aus Lamartine, Dupont (be. ure), Arago, Ledru-Rollin, Gar-ier-Pagös, Er6mieux und' Mane, eingesetzt wurde. Die provisorische Re--gierung begab sich nach demStadthausk und hier wurden in der' Menge die Namen Louis Blanc, Marrast, Flocon und Albert ausgerufen. ; Auf. Antrag Garnier-Pagös' beschloß die provisorische Regierung, diese vier Männer als Secretäre aufzunehmen, allein der Un terschied verschwand. Die Rolle, die Albert im Schooße der provisorischen Regierung spielte, tvar eine höchst bescheidene; er hielt sich stets an Louis Blanc, dem er als Vice-Präsident der Regierungs-Commission für die Arbeit beigegeben wurde. Wie es heißt, kannte Louks Blanc den Namen Albert's, eies der Redacteure des 1840 gegründe4en Arbeiterblattes 'Atelier", gar nicht, als auf der Redaction der Reforme" am Abende des 24. Februar die. Liste der Mitglieder der provisorischen Regierung, auf der Albert nicht stand, ausgearbeitet wurde. Eine Stimme foß den Namen Albert hören und Louis Blanc setzte ihn mit ider Bleich nung Arbeiter" auf die Liste; in allen Proklamationen der provisorischen Re gierunz folgte auf den Namen Albert die Bezeichnung ouvrier". Alberi war Präsident der Commission der Na tionalbelohnungen und wurde am 23. April 1843 zum Volksvertreter in die Constituante durch das Seine-Depar-tement als 21. von 34 gewählt. Tr übte sein Mandat nicht lange aus, da er schon beim Aufstande vom 15. Mai, als er mit Louis Blanc von einem Balkon aus dfc Menge zu beschwichtigensuchte, ' unter dem Verdachte, den Äolksaufruhr geschürt .zu haben, verhaftet wurde.. Man brachte ihn nach dem Fort von Vincennes und dann vor den' Staatsgerichtshof von Bourges, dessen Kompetenz er nicht anerkennen wollte. Er, verweigerte jedwede Antwort und wurde am 2. April 1849 zur Deportiruna verurtheilt. Er verbüßte seine Strafe in Doullons, dann in Belle;sle-nMer und schließlich im Gefängniß von Tours, das er erst im Augenblick der Amnestie im. Jahre1859 verlief Albert fand eine' Anstellung bei d?r GasgeseUschast und hielt sich beinahe gänzlich vom politischen Leben fern. Nach dem 4. September 1870 ernannte die Regierung der National Vertheidigung ihn mit Schoelder, Bastide, Rochesort. Floquet u. A. zum Mitglied ir Barrikaden-Commisston. Im Jahre 1878 empfahl Victor Hugo ihn als Candidaten für den Senat, aber ohne Erfolg. Vor einigen Iah r:n verklagte ein Individuum ihn we gen angebllcherUsurpirung -des Namens ÄAlbertTouvrier", hatte aber damit nur den Erfolg, auf Grund einer Gegenklage . Albert's zur Zahlung eines V . C P . X - azaoeneriaZes von zuuu Francs oerurtheilt zu werden. Unbekannte Gase. Immer überraschender lauten die Nachrichten von der Auffindung neuer Gase in verschiedenen Mineralien. Nor man Lockyer untersuchte außer dem Cleveit, dessen Behandlung mit ver dünnter Schwefelsäure zur Ausfindung des mit Argon verbundenen Helium führte, achtzehn verschiedene Mineralien, darunter das dem Cleveit ver wandte Uraninit. 99i Erhitzung der selben im leeren Raum gelang es ihm, 'daraus Gase abzuscheiden, die in der spectroskoprschen Untersuchung etwa 60 der irdischen Chemie noch ganz un bekannte Linien lieferten. Das Merk würdigste hierbei ist, daß ach! von du scn Linien übereinstimmend sind mit den unbekannten Linien tm Spectrum der weißen Sterne des Orion, andere mit Linien des Sonnenspectrums, die bisher nur in diesem gefunden worden sind. Die gelbe Linie 'des Helium ist im Spectrum aller dieser Gasgemische vorhanden; ebenso eine ausfällige Linke m ultravioletten Theile des. topec trums. Ramsay untersuchte auch die in Meteoriten eingeschlossenen Gase und sand dann Argon und Helium. was um so ausfallender ist, als Argon .in der Sonnenatmosphäre bisher nicht 'entdeckt werden konnte. Ramsay schließt einen Brief an Berthelot mit ven dorten: Jch habe bisher das Helium in den meisten Mineralien bei leitenen iirdnt gefunden, die ich un tersuchte. und halte es für sehr merk würdig.daß man -diese Entdeckung nicht viel früher schon aemacht hat.- Die Dichte des Helium hat Ramsay inzwiscyen aus 3.8 aljerstoss gleich 1 gejetzt) vtjtlmmr. In Lancafler, Ky., starb neulich ein junges. Mädchen in dem Operationsstuyle eines - Zahnarztes. während Letzterer sich anschickte, fctr 5V rc' ' ' !..' vunumn www Jsyn uszuzieyeir.

Eine feine Gesellschaft. Der Berliner Criminalpolizei ist es gelungen, eine Einbrecherbande von KwauAig Kopsen aufzuheben, darunter Veteranen der Einbrecherzunft, die em halbes Menschenalter im Zuchthause . , crn rn CO.TÄ4..

Kugevracyr ycroen. eusic unc. ier melden,befinden sich unter den Ver hafteten auch solche, die bisher noch gar nicht bestrast sind, und zwei, die unmittelbar vom Bauplatz, wo sie am Tage arbeiten.während sie in der Nacht Einbrüche verübten, abgeholt wurden. Ein anderer hat drei Feldzüge mitge macht, ist Wachtmeister gewesen vnd trägt Orden und Ehrenzeichen auf der Brust. Diese Bande hat seit mehreren Monaten die vornehmeren Viertel von Verlin-Charlottenburg und Schöneberg in Schrecken versetzt, indem sie Nachts Einbrüche in feineren Häusern ausführte und dort baares Geld, Werthpapiere und Gold- und Silbersachen raubte. In mancher Nacht wurden zwei Stockwerke desselben Hauses von der Bande ausgeraubt. Ihr widerstanden weder Kunstschlösser, Sicherheitsketten noch eiserne Thüren oder Geldschränke; alles wurde kunstgerecht oder gewaltsam geöffnet, und selbst Hunde schützten nicht vor dem unheimlichen nächtlichen Besuche. Der Werth der bis jetzt in etwa dreißig Fällen festgesetzten Beute mag sich auf 100.000 Mark belaufen. Den arößten Theil "des Silbergeräthes und Goldes haben die zur Bande gehörigen Hehler eingeschmolzen, darunter auch ein Kreuz ' des ' katholischen Armeebischoss Aßmann in, Berlin, daS von der Bande bei einem Einbruch erbeutet war. , Einer der Führer der Bande war ein gewisser Radetzky; dieser wurde von? Crimlnolbeamten. welche die Nacht hindurch in seiner Wohnung gesessen hatten, festgenommen, als er gerade vom Geschäft" kam und für etwa 2000 Mark Sob" in sei nen Taschen hatte. Am Abend zuvor war der Anführer der Bande.Mechaniker Seibt. bei einem der Hehler fest genommen worden. Die Nachricht hiervon lief aber bet Radetzky erst em, als letzterer bereits auf dem Weae zu dem neuen Treff" war, was zur Folge hatte, daß dieses Geschäft" ohne Seibt gemacht wurde. Nach und nach sind dann die übriaen Mitglieder der Bande, die zum Theil in Schöneberg. zum Theil überhaupt nicht wohnten, dingfest gemacht worden. Bei den Durchsuchungen ist ein aanzes Arsenal von Diebeswerkzeugen gefunden worden, so kunstvoll und ! reichhaltig, wie eS bisher Ut Berliner Einbrechern noch nicht vorgekommen ist. Alle diese Sachen sind von Seibt und Radetzky selbst gefertigt und werden spater das Criminalmuseum zieren. Ferner sind Golv- und Sikbersacben. iurn Tbeil zerbrochen, Brillanten und andere Edelsteine, werthvolle Stöcke und schirme, Pelze und ueberzieher gefunden, deren Sicbtuna noch einiae? Zeit bedarf. In' der Drechslerwerkstatt eines Hehlers wurde unter mehreren . Baumstümpfen einer gefunden, der einen nicht wahrnehmbaren Verschluß gehabt hatte. 5n dem ausaehöhlten Stamme befanden sich 4300 Mark. Manche Instrumente., deren sich die Diebe bedienten,, sind so geistreich erfunden, daß ein gewandter Mechanlker sich ihrer nicht zu schämen brauchte. Neu war der Criminalpolizei u. A. eine Zange zum Durchschneiden von Klcheryett5ketten; neu sind auch die Vorrichtungen, die es ermöglichen, ein Sicherheitsschloß, worin der Schlüssel von innen steckt, zu öffnen. Hierzu gehört em Dreizack zum Einstoßen in das Schlüsselloch, welcher durch einen harmlosen Radirgummi in Blechhülse verdeckt wird, wie ihn die bekannten Taschenbleistifte als Haube tragen. Das Einsatzstück an Stelle des Bleistifts ist hier das Diebsinstrument. Bewunderung erregten bei den ältesten rimlnaldeamten die der Gesellschaft abgenommenen Dietriche durch die Sauberkeit ihrer Ausführung. Sie weroen vurcy etne Sammlung von Kunstschlüsseln ergänzt, welche die Diebe bei ihren Einbrüchen durch Aneignurg aller neuen Schlüssel, deren sie habhaft werden konnten, für künftige Fälle vervollständigten. Eine Sammlung von kleineren Dietrichen war seh? sauber in einer Cigarrentasche untergebracht, die das Wappen des früheren Besitzers.' des Grafen Matufchka, zeigt. Mehrere Paar Gummischuhe dienten zum geräuschlosen Durchschreiten von Schlaszimmern; eine Collection von Revolvern, die gleichfalls bei Einbrüchen nach Möglichkeit vervollständigt wurde, sollte für die persönliche Sicherheit der Einbrecher sorgen. Zur Vertheidigung war auch die übliche Dose .mitSchnuvstabak vorhanden, die auS Tulasilber gearbeitet ist und 'gleichfalls von einem Einbruch herstammt. Brecheisen, Apparate zum Erbrechen, von R,rk. schränken in jeder Form sind reichlich vorhanden, interessant ist hier wieder ein im Innern eines harmlos aussehenden Spazierstockes untergebrachte? Stemmeisen. Auch einige Regenschirme fanden sich: die Diebe baben sie mitgehen heißen, als sie bei einem Einbruch vom Regenwetter überrascht wurden. Dem Crtminalmuseum ein verleibt wird endlich auch ein etwa an derthalb Fuß langer ausgehöhlter q?ozzliooen, welcher Der Bande als .diebessicherer-. Geldschrank diente. Abermals ein Arzt über das Nad fahren. Die Freunde des Radfahrens werden - r w w . . von. ei nem engiijcycn Arzle m der ,Si. JameS .Gazette" auf die Ursachen aufmerksam gemacht, welche, bei manchem Bicyclisten physische .Wirkunaen erzeu. gen. die von den erhofften wrij entfernt sind. Men erwartet, daß der Radhrsport. zumal die 'jungen "Leute. kräftigt und stählt, wird aber in dieser Erwartung nur zu häufig enttauscht, jr ftvirt ,.:4.1 TV Zr ' 3 Vu"llä UNgll licven" Blick und tn iinrfnnVistt. " V V Vj V HIV V Nichts färbe, so daö man fast von einem

Radsahrer-Auslehen" Iprechen darf, das mit den äußeren Symptomen der eiervösen Erschöpfung beinahe identisch ist. Man war zuerst geneigt, diese Er scheinung mit der ungesunden Haltung oder der Ueberanstrengung der betreff

senden Radfahrer in Verbmdung zu bringen. Aber die Erfahrung hat gelehrt, daß auch bei solchen Bicyclisten, die zu diesen Ausstellungen mnen Anlaß gaben,. Kopfweh und Müdigkeit sich einstellten Gleichzeitig aber hat der Gewährsmann der St. James Ga zette" gefunden, daß sich diese Erscheinung nur bei den Benutzern des Zweirads, nicht auch bei den Dreiradfah rern, deren Maschine doch mehr Anstrengung erfordert, einstellen. Dieser Umstand wird in folgender Weise erklart: Die Hauptschwierigkeit im Zweiradfahren besteht in der Erhaltung des Gleichgewichts und die Anstrengung des Fahrers muß darauf gerichtet sein, die Maschine aufrecht zu erhalten. Der Arrfanaer wem das gar wohl, aber wenn er einmal die nöthige Uebung erlangt hat, hält er sich mehr oder min des automatisch :m Gleichgewicht unö alaubt nicht, daß dies noch eine Anstrengung und gar eine 'solche des. Gebirns und Nervensystems erfordert. Die Erlernung des Bicyclefahrens besteht lediglich darin, das Glelchge-wichts-Centrum im Gehirn daran zu gewöhnen, unter neuen Umständen seine Vflxbt.zu thun. Eine con tante Reihe kleiner Muskelbewegungen. die durch ein besonderes, am Hinterkopf gelegenes Centrum regulirt, ist erfor , it i r rr c n..!.W . T 'veriy, um oas sauenoe uusreckt zu erhalten. Der Druck auf die-. ses Centrum ist unaufhörlich, wenn auch unmerkbar, und erzeugt das Kopfweh und die nervöse Erschöpfung. Bei Leuten mit starken Nerven ist die Affektion nur gering, bei solchen mit empfindlichem Nervensystem vagegen stärker. Erfahrene Radfahrer wissen auch, daß das Dreirad und selbst das alte hohe Zweirad weit weniger Anstrengungen erfordern, als das gegenWärtia int Ausnahme gekommene Bicycle. lediglich weil das Gleich wicht deS letzteren schwerer zu erhal ten ist. Sonnenschein und Krankheiten. Uebt der Sonnenschein unter allen Umständen sowie auf alle Menschen einen heilsamen . hygienischen ' Einfluß aus oder gibt eö Leiden, welche durch die Strahlen der Sonne dekschlimmert werden? Auf diese Fragen ertheilt die in der wissenschaftlichen Welt hoch angesehene Zeitschrift Nahue" eingehende Antworten, welche auf zahl reichen Experimenten beruhen, und zwar wird in denselben die weit verbreitete Ansicht, daß ein Sonnenbad jedem Patienten bezw. R'.convalescenten heilsam sei, widerlegt. Ehe das Blatt sich mit den neuesten Experimenien befaßt, wird auf De Renzi's Forschungen hingewiesen, welcher unter den Ersten war. die den Einfluß des Sonnenscheins auf die Entwicklung von Krankheiten, namentlich der Tuberculose, studirten. De Renzi verwandte zu seinen Experimenten Meerschweinchen, welche durch Impfung tuberculös gemacht worden waren und zwar setzte er einen Theil der . Versuchsthiere, in Glaskästen,, täglich 5 bis 6 Stunden dem direkten Einfluß der Sonnenstrahlen aus, während er andere Thiere in undurchsichtige Holzkästen placirte, welche in die Sonne gestellt wurden. Es ergab sich, daß. die Meerschweinchen in den Glaskästen, welche eines größeren Quantums So nenschein theilhaftig wurden, nach 24, 39, 52 bezw. 89 Tagen starben, während die Thiere in den Holzkästen nur 20. 25, 26 bezw. 41 Tage lebten. Hieraus erhellt, daß der Sonnenschein den Versuchsthieren größere Mderstandskraft gegen die unheilvollen EinWirkungen der Tuberculose verlieh und diese Experimente lieferten die Bestätigung der Annahme, daß der Aufenthält an Plätzen wie Davos. wo das größtmögliche Quantum von Sonnenschein erhältlich ist, auf tuberculose Personen einen sehr heilsamen Einfluß äußern. Als noch günstiger erwiesen sich die Einwirkungen der Sonnenstrahlen auf die giftigen Eigenschaften von Tetanusculturen. Bei einer Temperatur von 35 bis 43 Centigraden (95 bis 115 Grad Fahrenheit) und während einer Dauer von 15 bis 18 Stunden dem direkten Einfluß der Sonne ausgesetzt, verloren solche Culturen ihren Giftgehalt vollständig. Auch das Gift der Klapperschlange wird weniger gefährlich, wenn es unter den gleichen Bedingungen und während derselben Zeitdauer den Sonnenstrahlen exponirt sind. Wie Roux und Fersin festgestellt haben, werden die giftigen Eigenschaften von Diphtherieculturen schon " in hohem Grade gemildert, wenn diese 5 Stunden lang von der Sonne beschienen werden. Andererseits ist durch zahlreiche Experimente ermittelt worden, daß Sonnenbäder gewisse Krankheiten bedeutend verschlimmern und daß viele Kranke vor dem direkten Einfluß der Sonnenstrahlen zu bewahren sind. Besonders bemerkenswerth waren die diesbezüglichen Versuche des Dr. Masella.' welcher einer Anzahl von Meerfchweinchen Cholera- und Typhusbacillen einimpfte. Dieser Arzt unternahm seine Experimente, um zu erMitteln, ob Thiere, welche vor der Impfung der direkten Einwirkung der Sonne exponirt waren, für . die genannten Krankheiten empfänglicher gemacht würden, welche Wirkung die Sonnenstrahlen auf die Thiere nach der Infektion hätten und ob die Resultate dieselben blieben, wenn die Temperatur während der Exponirung auf derselben Höhe gehalten würde. Es ergab sich, daß voraufgehende Exponirung die Empfänglichkeit der Thiere für Cholera und Typhus bedeutend erhöhte. Unter. de? Einwirkung direkter Sonnenstrahlen starben die Aersuchsthiere, denen die. Erreger dieser Krankheiten eingeimpft waren, viel schnelle? als solche, welche in ae-

mildertem Lichte gehalten ' wurden: ferner erwiesen sich Dosen, welche auf Meerschweinchen, die vor der Impfung nicht der Sonne exponirt waren, keine tödtliche Wirkung ausüb'en, bei exponirten Thieren als tödtlich. Fand die die Exponirung nach der Impfung statt, so wusde der Tod in hohem Grade beschleunigt, und die exponir-

ten Thiere starben n 3 bis 5 Stunden, während sie sonst 15 bis 24 Stunden lebten. Um festzustellen, ob daS beschleunigte Sterben der Thie durch oie yoyere Temperatur, welche naturgemäß in den der Sonne direkt ausgesetzten Glaskästen vorherrschte, verursacht worden war, ließ Dr. Masella Kästen mit doppelten Glaswänden anfertigen und leitete zwischen dieselden einen Wasserstrom, so daß die Temperas? unverändert blieb. Trok. dem zeigten die vor der Impfung den sonnenfttaylen expornrten Verfuchsthiere dieselbe beschleunigte Sterblichkeit. wte in den Glaskästen mit einfachen Wänden und steigender Temperatur. Aus diesen Experimenten folgert Dr. Masella, daß die Bösartigkeit von Typhus und Cholera durch den Sonnenscheinerhöht wird; es empfehle sich daher, bei dem Grassiren dieser Krankheiten sich möglichst wenig der Sonne auszusetzen. Unter diesen Umständen sollten die mit dichtem Rauch geschwängerte Atmosphäre Unserer Industriecentren, sowie dicker Nebel bis zu einem gewissen Grade Präventivmittel gegen die genannten Seuchen bilden. Indischer erusteln. Die Annahme, daß wie vor AlterS der Bernstein noch jetzt lediglich im Bereiche NorddeutschlandS (und zwar in lohnender, d. h. für Handel und Industrie .unserer Zeit allein in Betracht kommender Menge ausschließlich an der samländischen Küste) gefunden wird, ist allgemein verbreitet und an sich auch nicht anfechtbar, weil man im Publikum unter Bernstein" eben nur das ostpreußische fossile Edelharz zu verstehen gewohnt ist. Es ist weiteren Kreisen noch immer unbekannt, daß eine Rekhe anders zearteter. aber äußerlich ihrem werthvolleren Vetter meist zum Verwechseln ähnlicher Fossile 'den gleichen Namen usurpirt hat, dem auch in der Wissenschaft bezw. dem Handel erst in neuerer Zeit unterscheidende Benennungen zurSelte gestellt worden sind. Es haben diese oft genug (mit oder ohne Absicht) erfolgreich für echten Bernstein ausgegebenen Harzarten, die charakteristisch, durch ihren Gehalt an Bernsteinsäure von dem baltischen Harze abweichen, ihre Heimath überwiegend in weiter Ferne vom Ostseestrand von einigen auch dort heim!schen Arten, wie Glessit, Stantienit, Beckerit, Gedanit abgesehen. Solche Fundorte sind Frankreich. Schweden, Italien, Sicilien, Spanien. Mexico, Oesterreich (Böhmen. Mähren, Galizien, Jstrten), New Jersey, der Liba ton, Ural, ferner Rumänien, der arktische Norden (Kamtschatka, die Gebiete an der Mena. dem Taymir, am Behringsmeer. am Ausfluß der Lena,' ttvischen Jenisei und Ob, am weißen Meer bei der Halbinsel Kania), endlich Japan (Nippon und Kiusin) und Indien. Der in letztgenanntem Lande vorkommende Bernstein", ist. wie auS mehrfachen Belegen der Literatur deS Alterthums geschlossen werden darf, schon vor dem sechsten Jahrhundert vor Christi Geburt bekannt gewesen; man hat daher neuerdings die Vermuthung ausgesprochen, daß Indien auch das älteste Ausfuhrland für ein als Bernstein verhandeltes Harz, dessen Importeure schon zu Homer's Zeiten die Phönizier waren, gewesen sein möchte, mit welchem erst Verhältnißmäßig spät die anQualität wie Quantität unvergleichlich reicheren Gegenden an der (Nord- und) Ostsee in obsiegende Concurrenz getreten seien. Angesichts dieser Hypothese ist die Thatsache doppelt interessant, daß noch jetzt in Hinter-Jndien die Gewinnung eines lernsteinähnlichen Harzes, . betrieben wird, und zwar vorgeblich in Gruben von hohem Alter, über deren Lage und Ergiebigkeit die fabelhaftesten Gerüchte verbreitet werden. Europäern ist die Annäherung an den BernsteinDistrikt nur unter, großen, SciMierigleiten gelungen und zwar zuerst dem Capitän' Hannay 1336, sowie Dr. William Griffith 1847. Auch Dr. Fritz Noetling (Calcutta) unternahm im Winter 1891 92 auf Veranlassung der enalischen Regierung eine Forschungsreise, mit deren Ergebniß freilich, wie er selbst schrieb, .es Essig war". Wirklich bekannt gttvorden ist daS Vorkommen des in . Rede stehenden Harzes zur Zeit nur für eine fünf englische Meilen südwestlich von der Ort. schaft Maingkhwan in Ober-Burma belegene Hügelreihe. Es wird dort in primitivster Art mit Holzwerkzeugen aus dem Boden gewühlt und zeigt alle Nüancen vom lichtgelben und Rubinrothen bis zum Schwarzbraunen mit alleiniger Ausnahme der 'nur dem Ostseebernstein eigenen milchigen Färbung. Die Entstehung des Fossil? L- , r . " '1 - uno oie ri Iklner Avlagerung, welche der deS baltischen Harzes völlig analog zu denken ist, gibt nun allerdings der ihohen Wahrscheinlichkeit Raum, daß mindestens in. Ober-Burma noch eine , größere . Anzahl von zerstreuten Nestern vorhanden war und vielleicht auch noch ist. Eigentliche Minen, von denen noch immer , gefabelt wurde und die südlich des durchforschten Gebiets an geheimnißvollen, unter religiösem Schutz stehenden Oertlichkeiten belegen fein sollten, gibt eS aber, wie der Indienreisende Otto E. EhlerS. nach den Aussagen von eingeborenen Khamtis und SingppS letzthin mittheilte, zur Zeit nicht, auch ist eS noch keinem Europäer geglückt, einem Bernsteinfunde selbst beizuwohnen der selbst, einen solchen zu machen.- Man kann' daher, wenn wirklich einstmals die ' Gewinnung von Burmit, wie fragliches Harz

Nunmeyr oenann: ist. etne umsahen dere war, nur vermuten, daß die Kenntniß reicher Fundorte den Einge borenen selbst entschwunden ist und nur in sagenhafter Uebertreibung noch in der Tradition fortlebt. So viel

jedenfalls steht fest, daß nich) allein der einst über Aünnan nach Cbina aebende Handel mit diesem Harz ganz erheblich elngebutzt tjai. sondern auch das Versiändniß für die Bearbeitung des Roh stoffes beträchtlich zurückgegangen ist. Die Stücke scheinen heute mu? noch als Ringe und Knöpfe' oder cylindersörmige Ohrgehänge aus den Markt zu kommen; nur in einem Kham!idorfe am Noa Dihing fand Ehlers in einem Tempel einen auS krystallklarem Bernstein" geschnittenen Vuddba. Da das burmesische Fossil häufig tiefgedende. mit anderen Stoffen erfüllte Sprünge zeigt, nicht selten auch anscheinend große Stücke nach mühevoller Arbeit nur einen minimalen brauchbaren Kern unter uoerdlaer Oxydatwnskruste herausgeben, so würde letztgenanntes Kunstwerk. einen unsckäkbann Werth haben; gelten doch selbst Schmuckstücke einfachster Art schon 6 60 Rupien an Ort und Stelle. Die Ähnlichkeit des Burmits mit dem echten Bernstein ist übrigens nur eine rein äußerliche und dieser Umftanv fast allein schon geeignet, t'xntn ältesten indischen Bernsteinhandel nach Europa in Abrede zu stellen um so mehr, ais vie ältesten in Südeuropa gemachten Funde von BernsteinArtefacten zweifellos nach chemischer Bestimmung als tfee-iBernstein anzusprechen sind. Deutsche Lseal-Nachrtchte. Vrovin, z?randnbrg. Berlin. Hier ist eine Einbrecherbände von 20 Kopsen aufgehoben worden, die seit mehreren Monaten die vornehmen Viertel von Berlin - Charlottenburg und Schöneberg durch ihre verwegenen Raubzüge in Schrecken gesetzt hat. Der Werth der bis jetzt in etwa 30 Fällen festgesetzten Beute beläuft sich auf ca. 100.000 M. Der größte Theil des gestohlenen Silbergeräthes und Goldes, darunter auch das Kreuz des Armeebischoss Aßmann, ist eingeschmolzen worden. Beim Baden ettrunken sind die neun- und elfjährigen Knaben Franz und Wilhelm Gränz, Söhne eines Schuhmachermeisterö aus der Flensburgerstraße. Die Knaben waren dicht bei der Borsigmühle, an einer Stelle, wo das Baden verboten ist, in die Spree, gegangen. Eberöwalde. Ein gewaltiger Fabrikbrand hat in de: Morgenfrühe ca. 4 Uhr hierorts gewüthet. Die große Motz'sche Hufeisen - Fabrik ist vollständig niedergebrannt; blos ein Theil der Umfassungsmauern nebst den Schornsteinen ist stehen geblieben. Vrovln, Ostpreußen. Königsbergs Unsere elektri sehe Straßenbahn dürfte demnächst in vollem Umfange dem Betrieb übergeben werden, nachdem zahlreiche befriedigende Probefahrten unternommen sind, und zwar zunächst zur Prüfung der ganzen Anlage bei Nacht, dann zur Uebuna der Shüfchn" im regen Tageöverkehr. ES sind zunächst 3 Wa1 en der Steinsurt schen Fabrik erngetellt. Gerdauen. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat nochmals angeordnet, eine genaue Ermittelung der Kosten des Grunderwerbes für eine Nedenbahn von Loewenhagen nach Gerdauen vorzunehmen. Heiligenbeil. Die hiesige .LandwirthschaftlZche '. Vesellsapfi", wohl die älteste in der Provinz, begeht im nächsten Jahre ihr 100jähriges Bestehen, wozu eine größere Feier geplant ist. Xßvavlni ftriRrt. C a r t h a u s. In einzelnen Ortfchaften unseres Kreises sind Scharlach - Erkrankungen in so großer Zahl vorgekommen, daß, wie in Mirchau und Sklana, die . Schulen geschlossen werden mußten. Die Krankheit hat einen bösartigen Charakter, selbst Erwachsene sind ihr erlegen. Elbina. Das 50jährige Amtsjubiläum beging der Prediger der hiesigen Mennoniten - Gemeinde, Herr Hardr. Anläßlich dieses Tages war das Gotteshaus derMennoniten festlich geschmückt und von Andächtigen bis auf den letzten Platz gefüllt. Tiegenhof. Zu der Nordostdeutschen Gewerbe-Ausstellung in Königsberg sind auch von hier drei AnMeldungen, ebenso ist aus unserem, nahen Tiegenort eine Anmeldung ergangen. Thorn. Der ostliche Teil des Kreises Preußisch - Eilau ist von einem argen Unwetter heimgesucht worden. VrsVtni pornrnim. G r e i s s w a l d. Der Gartenbau, verein für Neuvorpom'mern und Rügen veranstaltet gelegentlich der Feier seines 50jährigen Bestehens vom 12. bis 15. September hier eine Jubiläums-Gar-tenbauausstellung, wozu der Kaiser als Ehrenpreis für die vorzüglichste Leistung eine goldene Medaille gestiftethat. Pasewalk. Für das Kaiser Friedrich-Denkmal hat die Corporation der hiesigen Kaufmannschaft einen Beitrag von 200 M. bewilligt. Stettin. Einem hiesigen Bankaeschäst wurde ein LooS der Freiburger MLnsterbau - Geld - Lotterie, aus das ein Gewinn von 1000 M. gefallen war, zurZahlung vorgelegt und demJnhaber des Looses auch der Gewinn auöbe zahlt. Das Laos wurde nun kürzlich zur Abrechnung dem General-Collec-teur in Hamburg eingesandt und' von diesem als gefälscht erkannt. Der ErHeber deS Gewinnes hatte sich als der Deutschestraße 52 zu Stettin wohnende Geometer Pietsch legittmirt, jedoch ist ein solcher natürlich nicht zu ermitteln gewesen. - Swknemünde. Einer der bekanntesten und geachtetsten Bürger unserer Stadt, der königliche Geh. Sanitatsrath Kreisphysikus Dr. Wilhelmi,' ist im Alter von 72 Jahren gestorben.

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::: da beste Witte! gegen ::: . Kopfschmerzen. Jahre lang litt ich häufig an Kovfschmerzen, wenn ich jedoch einige Tropfen Dr. August Königs Hambur ger Tropfen in Wasser nehme, werde ich jedesmal geheilt. Nikolaus Kreß, Tompttnö Centre, Mich. jc.c:j. o;.... ri ..e.lt r.iv

UiWvVOtlUilUJICIl. r .miyu& uu uuvcivuuiuviii iiwiv, gebrauchte ich mit ausgezeichnetem Erfolge Dr. August Stb nig'S Hamburger Tropfen. Sobald jetzt mein Magen nicht in Ordnung ist nehme ich diese Tropfen.- Henry Mormann, 183 S. Broadwa. Baltimor?. Mi,.

Magenleiden. Beinahe Jahr litt ich an einem heftigen Magenleiden ; nachdem ich Verschiedene Mittel ohne Erfolg angewandt, griff ich schließlich zu Dr. August Königs Hamburger . . Tropfen, welche mich tald wieder herstellten. Jgnodz Weiß,

ysi xizv Broaoway, Vainmore, 17

1 1 m-a- il - Crornni Sl,!esnlgVollZeln. AI tone. Der Knecht Witt. der im Jahre 1892 in Hamburg das Dienstmädchen Giesfeld. und in diesem Jahre die Näherin Cordes ermordet hat, wurde vom hiesigen Schwurge richte zum Tode verurtheilt. G l ü ck st a d t. Der hiesige Bürger, meister hat im Einverständniß mit der Stadtverwaltung eine Kurtaxe verLffentlicht, gemäß welcher derjenige, der sich hier über drei Tage aufhält, als Badegast angesehen wird und sich eine Aufenthalts karte demgemäß zu lösen hat. Kiel. Mit Einschluß der zahlreichen Föhrdedamvfer der Kieler neuen Dampfercompagnie sind bis jetzt fast 100 Passagierdampfer bei der hiesigen Hafencommission angemeldet. Die Zahl wird noch beträchtlich steigen. 60 bis 60 Motorboote' werden außerdem den Verkehr zwischen den gewaltigen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd und der Hamburg-Amerika-Ge-sellschaft sowie den anderen hier eintreffenden großen. Schiffen und dem Festlande vermitteln. Die drei Haupte festtage sollen als gesetzliche Feiertage gelten. Sämmtliche schulen werden geschlossen; das Loschen und Laden im Hafen ist gänzlich untersagt; der Frachtgutverkehr wird vollständig eingestellt. IXbtlnpvavlnu Bonn. Der Bonner MännerGesangverein wird die Reise nach Kiel gemäß der Einladung des Prinzen Heinrich am 20. Juni antreten und bis zum 23. Juni in Kiel verweilen. Am 24. Juni reisen die Sänger nach Kopenhagen, wo ein Concert veranstal tet wird und von dort über Malmö nach Lübeck. Bon Lübeck aus erfolgt die Heimreise über Hamburg, wo eben falls ein Concert in Gemeinschaft mit dem Hamburger Männer-Gesangverein stattfindet. B u r g a. d. W. Die Bevölkerungszahl unseres Ortes ist- im Rückgänge begriffen. Während 1890 bei der Volkszählung 1461 Bewohner ermittelt wurden, zählte man bei den letzten Personenstandsaufnahmen nur- noch 1406. Die Verminderung besagt 55 Seelen. E l b e r f e l d. Hier wurde der Erd arbeite? Kretzler, während er schlief, von dem Erdarbeiter Adolf Henzerling durch einen Messerstich in die Brust ermordet. Der Mörder ist flüch. tig. K r e u z n a ch. De? Fuhrmann Opp, Vater von sechs Kindern, ist auf der Landstraße von seinem 14jähriaen Knecht aus Rache meuchlings erschla gen worden. Der Thäter ist verhaftet. Vvovlm S,l7nVlia. E s ch w e g e. In Königinthal an der sog. Schäserburg hat ein mächtiger Felssturz stattgefunden. Eine 100 F. hohe Felswand ist abgestürzt, ein gro ßes Stück Buchenwald mit sich fortreißend. Die Erschütterung war so gewaltig, daß die Bewohner der umliegenden Ortschaften Anfangs an ein Erdbeben glaubten. Frankfurt. Ein frankfurter Rentner. Herr Wilh. Pentzel, der kürzlich in Port Said auf einer Orientreise gestorben ist, hat außer mehreren Legaten zu wohlthätigen Stiftungen auch ein originelles Vermächtniß hinterlassen, das geeignet ist, allen Wirthen und Kellnern Zuvorkommenheit gegen die Gäste zu empfehlen. Für die gute Aufnahme, die er bei seinen täglichen Mahlzeiten im Restaurant Malepartus fand, hat nämlich Herr P. dem ihn bedienenden Personal die Summe von 15.000 Mark vermacht. H o m b u r g. Die Tochter deS 1874 in; Friedrichsdors verstorbenen Erfin derS des Telephons, des Lehrers Philipp Reis, hat von der Oberpostdirek tion in Frankfurt die Mittheilung erhalten, daß ihr vom 6. d. M. ab aus dem kaiserlichen Dipositionsfond ' ein Jahresgehalt von 400 Mk. ausgewor fen ist. Olbenbura Oldenburg. Todt aufgefunden wurde !n ihrer Wohnung an der Lin denstraße eine schon bejahrte Wittwe. Dieselbe lebte von der Welt ziemlich abgeschlossen. Ihre großen Einkünfte an baarem Gelde legte sie nicht auf irgend eine Weise auf Zinsen an, son dern speicherte sie in ihrem Hause auf. wo sie daS Geld sorgfältig verbarg. Als sie sich dem Tode nahe fühlte, sam melte sie ihre Schätze um sich. Jnmit. ten derselben starb sie und wurde todt aufgefunden. In dem Dorfe Gan derkesee erkrankten mehrere Personen infolge Genusses von Kalbfleisch und ist bereits ein Briefträger an den Folgen desselben gestorben. Brake. Maschinenhaus, Lagerhaus und ein großer Theil der Schup. pen der Tauwerkfabrik von I. B. Reiners & Co. sind abgebrannt. Schierbrok. Im Nutzhorner Gehölz, in der Nähe der Haltestelle Schierbrok. beabsichtigt Herr Gutsbe sitze? Müller eine Wartehalle zu er bauen und hat zu diesem Zweck bereits um Conzessionsertheilung zum Ausschank nachgesucht. . Varel.. Der Direktor der-hiee im nächsten Herbst zu errichtenden Vaugewerk- und Maschinenhalle, Architett Herr H. Diesener,- kaufte das an der Muhlenfiraße belegene Hegelersche cv. ,: to rvv ffn, M ..(, VW VUit. j t

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K mi i r Marktbericht. WholesawPreise. GroeerteS. Zuck: Harter $5 08. Guter gelber 4 15. Gewöhnl. gelber $3.65. Kaffee: geröst. Banner, Lion und Java i. sc(tniPfdsaeen) Capital 21c Pilot so vc Hakota 291c BrazU 19 Getr. Aepfel 7je m Pfirsiche 14e m Corinthen 5c Pflaumen 7c Aprikosen lie Früchte und Gemüse. . epselperFaßZ6.50 Citronen per Kiste $700 Orangen per Kiste $3.25 Kraut per Faß $3.50. Zwiebeln per Faß $3.50 Rüben per Faß $1.60 Bohnm per Bushel $2.00 Kartoffeln per Bushel 70e. Süß.Kartoffeln per Faß $2 60 Mehl. Winter-Weizen pat. $4.00 Frühjahr-Weizen pat. $4.00 Winter ertra $2.60 Gewöhnliches $1.76 Rogenmehl$3.10 Hafergrütze $6.76 ntter, Eier und Geflügel. Butter, frische Sountry 10c. ier, srco, per u?. ivc

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