Indiana Tribüne, Volume 18, Number 267, Indianapolis, Marion County, 16 June 1895 — Page 9
Jndiana Arivttne.
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&gua ' VekhättgnivoZe 2l?hnlichkl Un l . fß0n Bernhard Galen. E'n höchst merkwürdiges NaturspK! ist bis täuschende Aehnlichkeit mancher Gesichter, die unS in besonders weit gehenden Fällen,-, wo Verwechslungen ganz" ündermeÄlich scheinen, von sogen. -Doxpelgänsern- sprechen :. läßt. Bei Blutsverwandten kommt uns diese Aehnlichkeit allerdings nicht so überra. schend vor, während sie bei ganz frem. Un Personen etwas Verblüffendes hat. Eine solche' Doppelgänger hat oft ge. nuz schon zu Kriegen, geführt, indem falsche Kronprätendenten auftraten, die durch ihre Aehnlichkeit mit verstorbenen oder verschollenen Rezenten einen Anhang fanden und nun ihre Ansprüche auf. ben -Thron mit Gewalt durchzu sitzen ; suchten. 'Solcher- yistonscye, Doppelgänger weistie. Geschichte vom PseudoSmerdiZ bis zum falschen De. metriutZund dem falschen Waldemar. von Tile Krolup undPugatschew bij züundorff eine"große Menge auf, unÄ7gewöhnUch'.Äaren diese Aehnlich. keitenso'roß daß selbst sehr vorsich. tkge und besonnene Leute sich täusche! ließen. ,Auch zahlreiche geschichtliche ode! hervör?agendePersonen der Neuzei: habe ihre iDoppela'änger yehabt. iWt Napoleön'I.' hatte Der berühmte Geige, Alexander Boucher eine solche Athn lichkeit, fcafc .er deswegen unter bet Vouxbonenherrschaft in Paris nich auftreten .'durfte.' Dem ersten Napo leon glich ferner sein jüngste? Brudei Jerome ganz außerordentlich, wie autf dessen Sohn Plon-Plon. der bekannt lich im Schlachtenkaiser wie aus den Gesichte geschnitten, schien. Endlich war 'er - österreichische y Abgeordnet, ZLühlfeld dem großen Korsen so ahn lich.Aie sein - College Schindler (all Dichter Unter dem Pseudonym JulruZ von der Traun bekannt und 1833 ge storben)'dem kleinen Neffen. Auch eil WächterdeS Äoulogner Wäldchens soll Ndfdleor'.III.dermaßin geglichen ha benTaß'ieseen entsprechend costü mirten Mann oft dem Photographen sitzen ließ, wenn es galt, durch dessen gesundes Aussehen dieiblenGerüchte zuMVeMgenIe -über deS' Kaisers BefK!oesi!2Umlauf'waren7 ' ' 'atferMlhelm I. hatte verschiedet Doppelgänger, -so Ä. den verstorbe. nelljeisteu Kammerdiener des Kaisers FränK-Jofeph',-Hanakamp und - den nurHintgeiTage nach ihm am 21. März8 verschiedenen : Wiener MustterLeidenfrVst. Von dem un glücklichen König Ludwig II. wird be - richtet, er habe auch einen Doppelgän. ger gehabt; der Betreffende soll noch le. den und versichern, des KönkgS Rollt wiederholt auf dessen Wunsch und 2e fehl, gespielt' - haben. Fürst BismarcZ hat seine Doppelganger, und in ganz Frankfurt a. M. kannte man' die erst vor wenigen Iahrenverftörbent sogen. Frau Windthorste ine Blumenverräuferin die durH' ihre frappante Aehnlichkeit mit der '.kleinen Excellent von Meppen selbst . die Centrumsmita lieder in Erstaunen setzte.'-. Ein - Wiener Pferde bahn-Conducte'ur NamcnS Teufel baue? war dem Gesichte nach ein zwei Uz Moltke, und ähnliche Curiositä. ien lassen sich' noch zu' Hunderten' be richten. . - , . - Sie 'wirken meist komisch, wie überhaupt dergleichen', wunderbare Na turspiele zu ' vielen heiteren, : oft auch traaitomis chen' ' ' Verwechslungen den Anlaß bieten.- Nur, ein -Beispiel von letzteren zur " Probe.- Der ; Arbeite? Louis Ehauvet hatte am l. Juni 1891 eine .nöölirte Wohnung in der Straße Montagne-Ste. GenSviöve zu Paris bezogen und verschwand am 2. Juli, ohne die . geringste Spur von . seinem Verbleiben zu hinterlassen. Einige Tage später 'entdeckte .einer seiner Freunde in der Morgu'e 'ben Leichnam des armen - Menschen, den man ;auÄ der Seine 'gezogen' hatte, machte 'die amtliche Anzeige und theilte der Famt lie deZ Todten .'daZ . traurige Eretgniß mit. Louis 'Chaudet," den mau zweifelloS .in dem. Todten erkannt, wur.de bestattet und der Freund nach der TranerfeZe? von . der Hinterbliebenen Familie - zu dem üblichen Leichentrunk geladen. Starr vor Staunen wurde der Freund aber, als ihm nach -Wochen auf der Straße LouiZ Chauvet leibhaftiz entgegentrat.'. Wie.'Du bist nicht gestorben?" fragt: er ihn. Gestorben? Ich" gab jener staunend zurück. Gewiß-, bestätigte der Freund. .Man IaI Dich aus der Seine-gezogen und in der Morgue ausgestellt..' Alle Nach, barn haben Dich erkannt. :Jch. selbst war bet Deinem ; Begräbniß, .und Deine Familie hat : mir .den . Leichen, trunk gespendet."' Chauvei ging mit seinem Freunde in die Morgue, wo ti seinen Namen in der Todten ste fand und die Photographie,, feines i eigenen Leichnam besichtige konnte.! Der Be. grabene hatte Chauvet taufchend ähn lich geseben,. dieser ,:aber inzwischen in Hc.ft gesessen. i . Wegen Verlustes se ner Mtlitarvaplere.'hatte er sechZ-Tage Arrest erhalten,' die infolge einesStrerreS mit einem Anffeher-"auf 'sechzig Tage ausgedehnt orten waren, von denen e? schließlich zwei Wochen geschenkt erhielt. ' Kaum .wieder in Frei, heit, mußte-er nn. sofort vernehmen, daß er inzwischen elS. Selbstmörder be. erdigt worden .war. ' : - i'. '-'l Vollständig tragische Verwicklungen selbst gehen'vft genug auZ so verhäng'.' nißvollen -Aehnlichkeiten z hervor, von icntn in den Annalen der. C'lniu
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ftil leider zahlreiche Beispiele m der Rubrik.: Justizmorde" verzeichnet sie hen. Einer der berühmtesten derartigen Fälle auö neuerer Zeit ist der Pro ceß Lesurque 1796 wurde ein braver Pariser Geschäftsmann dieses NnmenS, weil er einen Postwagen beraubt ha ben sollte, dessen Insassen ihn wieder zu erkennen behaupteten, guillotinirt, während der wirkliche, ihm zum Verwechseln ähnliche Thater erst nach Iah. ren entdeckt wurde. Vor wenigen Iah. ren erst ereignete sich vor einem Pariser Gerichtshof ein ganz analoger Fall, de: aber glücklicherweise keinen so tragt schen Ausgang nahm. Ein gewisser Tiquet wurde nach vierwöchentlicher Untersuchungshaft vorgeführt, um wegen Injurien und körperlicher Verletzungen,' ine er einer anderen Person zugefügt habelv . sollte, verurtheilt zu werden. Mehrere höchst glaubwürdige Zeugen erkannten ihn mit B?stimmtheit wieder und' sagten so belastend gegen ihn aus, daß er in der That verurtheilt wurde, wenngleich er fortwährend seine Unschuld auf daS Lebhafteste be theuerte. Ganz zufällig erschien am folgenden Morgen vor dem nämlichen Gerichtshöfe ein verkommener Mensch NamenS Pillatreau, bei dessen Eintritt sich die Richter und der StaatSanwalt ganz verdutzt anschauten. Denn diese: Vagabund glich Zug für Zug dem ersten verurteilten Tiquet. und sofort kam jenen der Gedanke, ob dem Mann nich! etwa Unrecht geschehen sei. Du Untersuchung wurde , von Äkeuem eröffnet; man stellte die Zeugen, welche Tiguet belastet hatten, Pillatreau gegenüber. und sofort wurden sie zweiselhaft. Das Ende war, daß man Pillatreau, der nun auch geständig war, verurtheilte und den armen Tiquet frei ließ. . Auch die deutsche Crim'malgeschicht, weift ähnliche Fälle auf, darunter ei nen vom -Ende des 18. Jahrhunderts, der ein ganzer Roman ist. Damals machte der sogen. Hunds sattler", der Räuber und Mörder Mohring. viel von sich reden. Einer seiner Genossen kam alS Diener in eine gräfliche Familie und, sah dort ein Bildniß von dem Bruder des Grafen das Mohring, einem schönen, , kräftigen Manne, glich. Er meldete daS diesem, und nachdem der Räuber erkundet hatte, daß je ner Bruder deS Grafen in Italien sich auf Reisen - befand, während dieser selbst sich in England aufhielt, erschien er eines TageS in eleganter Equipage auf dem Schlosse und stellte sich als der zurückgekehrte, seit Jahren abwesende Bruder vor. . Die Gräfin empfing den vermeintlichen Schwager auf's Beste, er blieb monatelang, betrog und bestahl seine angeblichen Verwandten und deren adlige Nachbarn gehörig und beging noch eine ganze Menge sonstiger Solndthatenl. Schließlich gelang es ihm noch zu entwischen, als ein vertrauter' Freund des noch immer in Italien weilenden Grafen, eintraf und ihn entlarvte. Erst mehrere Jahre sp'äter empfing er feinen Lohn auf dem Schaffst, nachdem er inzwischen noch verschiedene Morde und Räubereien verübt hatte.' Vor einer Reihe von Jahren reichte eine Dame zu Münster i. W. bei dem dortigen Staatsanwalt eine Anzeige wegen einer That ein, deren Verübung sie einem im Lehrfacö stehenden, sehr geachteten Herrn zur Last legte. Die ser wurde daraufhin verhaftet und vor den Untersuchungsrichter geführt, betheuerte jedoch seme Unschuld, sich darauf berufend, er habe einen Doppelgänger. Der Staatsanwalt stellte . ihn dann 'der Angeberin gegenüber und diese versicherte ihm abermals aufsBe stimmteste, daß er der Angreifer ihrer Ehre.gewesen sei. Der Staatsanwalt zog nun über den Bezichtigten nähere Erkundigungen ein, die .ausnahmslos sehr zu seinen Gunsten' sprachen, und da auch das ganze Gebahren des Man neS ihm den besten Eindruck machte, s verfügte er dessen einstweilige Freilassung. Einige Wochen danach ging da Etaatsanwalt zum Bahnhofe, als ihm plötzlich der so schlimm bemächtigte Lehrer mit der hastig vorgebrachten Meldung entgegenstürzte, er habe -jetzt seinen Doppelgänger selbst gesehen. Dort , gehe er. etwa 30 Schritte vom Bahnhofe entfernt; der Staatsanwalt möge mit ihm kommen, um ihn zu verhaften." Dieser ing darauf ein; Beide näherten sich emer Persönlichkeit, deren ' Aehnlichkeit mit dem Lehrer allerdings eine so frappante war, daß sie älleö Vorhergegangene 'begreiflich genug erscheinen ließ. Der Doppelgänger ' wurde festgehalten und zur Polizei gebracht. Noch einmal wurden 'kie Angeberin und . deren Zeugen dem Lehrer, gegenüber gestellt, noch einmal erklärten sie sich ,um' Schwur bereit, -daß er der Missethater sei.. Da ließ der Staatsanwalt den Doppelgänger hereinführen, und bei dessen Anblick versicherten die u Tode erschrockenen Da mcn,! nunmehr eidlich erharten zu wol' len, daß dieser in Wahrheit der Schul dige sei. ' ' England hat in neuerer Aeit eine be sonders große Anzahl solcher Doppelgängervrocesse auszuweisen gehabt, von deneii die bis heute noch nicht, ganz aufgeklärte ' Tichborne-Affaire ja feiner Zeit in allen Blättern besprochen worden ist. Ein anderer interessanter Fall beschäftigte im Jahre 1836 den Londoner Central-Criminalgerichtshof, vor. dem eine Miß Amy - Daß' aui Brightön einen verheiratheten. CommiS NamenS Malcolm verklagt hatte, sie unter dem Namen eineS Capitän Mac donald geheirathet und dann verlassen zu haben. ' - Dieser Schifsscapitän hatte in Vrighton auf der Promenade die Bekanntschaft der 'Miß Daß und ihrer Mutter 'gemacht. Da ma.n gegenseitig Gefallen an einander fand, so wurde der .CapUän von Mrs. Daß eingeladen, kam dann noch mehrfach mit der tarnen. Dame?. ; Zusammen, warb um
Ne Und yetratyete fte nach sehr. kurzem Brautstande. Schon nach drei Tagen aber erklärte er, mit seinem in London liegenden Schiffe wieder abfahren zu müssen, reiste ab und blieb seitdem ver schwunden. Mehrere Monate später sah eine: derHochzeitsgäste in London den obe erwähnten James Malcolm, der Rom mis eineS Fleischimporteurs war, und glaubte in ihm mit aller Sicherheit den verschwundenen. Capitän Macdonald wieder zu erkennen Von ihm benachrichtigt, eilte die verlassene Ariadne gleichfalls nach London und gewann ebenso die feste Ueberzeugung, in ihm den Durchgänger erwischt zu haben. Malcolm dagegen leugnete nicht minder fest, und fo kam nun die wunder bare Angelegenheit vor das. Gericht. Die Dame beschwor hier, daß dieser Mann derselbe sei, den sie geheirathet habe, und die gleiche zeugeneidliche Er klärung gaben ihre Mutter, der Geistliche, welcher die Trauung vollzogen hatte, sein. Hilfsgeistlicher und mehrere der Hochzeitsgäste ab. Es gab aber auch eine ganze Reihe von Umständen, welche für die Identität Malcolms mit dem durchgegangenen SchiffScapitän zu sprechen schienen. Beide führten den Vornamen James: der Capitän hatte eine Narbe auf der Stirn und ihm fehlte ein Vorderzahn beide besonderen, Kennzeichen" wies auch der Commis auf. der außerdem zugeben mußte, von Charfreitag bis Oster montag gerade die Tage, in denen Macdonald die Bekanntschaft von Miß Amy gemacht und ihr Herz gewonnen hatte in Brighton sich aufgehalten, zu haben. Malcolm hatte in London einen Ring gekauft, der durchaus dem Trauringe entsprach, den der Capitän seiner Erkorenen an den Finger gesteckt hatte; daS Schiff, welches der letztere als das seinige bezeichnet hatte, trug denselben Namen, wie ein Schiff, mit dem Malcolm'S Principal eine Ladüng australischen Fleisches erhalten erhalten u. s. w. Man sollte meinen, nach so schwerwiegenden Indizien hätte eigentlich kein Aweisel mehr über die Schuld deö Angeklagten bestehen können, und den
noch gab es andere Umstände, die den Gerichtshof und die Geschworenen sehr stark daran zweifeln ließen. Zunächst war 'der Leumund Malcolm's ein ganz ausgezeichneter; sem Prrnc:pal nament lich erklärte, daß ihm ein solches Ver gehen ganz und garnicht zuzutrauen sei. Ferner beerdigten Malcolm's Schwester und mehrere semer Bekann ten. daß er den aamen Palmsonntag an dem daö ersteZulammentreffen zwischen dem Capitän ünd den Da men Daß erfolgt war seine Wohnung in JSlington (ein nördlicher Stadttheik in London) nicht verladen habe, und wieder andere Zeugenaussagen thaten dar, daß er überhaupt bis zum Charfreitag in London, gewesen und dann erst ' nach Brighton abgereist ist. ,Er hatte dort im Victoriahotel gewohnt, dessen Wirthin und Zimmermadchen versicherten, daß er den ganzen Ostersonnlag zu Hause geblieben sei, waö auch die Angaben in den Büchern des Hotels über die von ihm verzehrten Mahlzeiten bekräftigten. Denselben Tag aber hatte Miß Daß nach ihrer Versicherung mit Macdonald in Chichester (Hauptstadt, der Grafschaft Sussex) zugebracht. Letztere? hatte endlich, wie nachgewiesen wurde, am Gründonnerstag, an dem Malcolm noch in London gewesen war, im Cla rendon-Hotel zu Brighton auf den Sonnabend ein Champagnerfrühstück bestellt und diesem dann auch selbst all Ehre angethan, während Malcolm erwiesenermaßen niemals geistige Getränke genoß. 'So kam es denn, daß die Geschworenen nicht zur Verurtheilung deS Angeklagten gelangien. Ebenso ging es in dem Processe, den im Jahre 1891 eine Schauspielerin Gladys Evelyn (ihr eigentlicher Name war Gertrud Elliö) gegen den angesehenen und wohlhabenden Schriftsteller W. H. Hurlbert, einen Mann von 63 Jahren, wegen Bruch eines Eheverfprechens angestrengt hatte. Sie verlangte von ihm nicht weniger als 10, 000 Pfund Sterling und behauptete. Hurlbert habe iter dem Namen Wilfrid Murray ihre Bekanntschaft gemacht.. Er habe ihr seine Hand angetragen und so sei dann der beiderseitige 'Herzensbund geschlossen, worden. Aus Gesundheitsrücksichten mußte Miß Evelyn eine Zeitlang, in Monte Carlo zubringen, wohin ihr Murray Geldbeträge und liebeglühende Briefe sandte. Bei der Heimkehr aber fand sie in ihrer Wohnung, deren Schlüssel sie Murray hinterlassen hatte, den Schreibtisch erbrachen und die früheren Briefe des Äräutigars verschwunden, so daß sie ?or Gericht nicht im S!ande. war. das mehrfach gegebene ' Eheversprechen schriftlich zu crhiirten. Murray selbst blieb , elenfall? verschwunden, - bis sie ihn nach Monaten - zusällig auf bei; Straße sah. ' ihm - heimlich folgte und dann, herausbrachte, 'daß er - gar' nicht Murray' heiße, ' sondern - der r Schrift-, steller Hurlbert sei.- Es kam' zu einer Aussprache zwischen ihnen, welche ,zu einer i Wiederausnahme ' des früheren Verhältnisses führte, bis Miß Evelyn dahinter kam daß er' verheirathetsei.' Nach 'einer fürchterlichen .Scene' suchte er sie durch daS Versprechen einer jährlichen Rente und einer gleich zu zahsenden größeren, Summe zü-beschwich-tigen, ' was: ihm uch' 'gelang.' Da diesem Versprechen, aber keine Thaten folgteii und', das Geld ausblieb,' fö klagte die Schauspielerin auf, Schaden ersatz wegen -Bruchs des , Eheverspr'eqens:-.. -' ' -: - " Hurlbert, dagegen behauptete, daß er me etwas mit Miß Evelyn zu thun gehabt habe, sondern daß sein schurkischer Sretär ' Murray.' - der, seine ,
--noicMm tauschend nachaeabmt und
selbst eine auffallende Aehnlichkeit mit ihm habe, mit der Schauspielerin im Bunde stehe, um ihn zu brandschatzen. Dieser Murray war rnzwrZchen versckwunden: aber trotzdem hatte 'Hurlbert die Geschworenen soweit von dieser Doppelgänger zu überzeugen veruanden, daß sie die chaveneriatzllage ao lehnten. Als die Volizei im ?!ahre 1892 auf den Berliner Raubmörder Wetzel fahndete, wurde m Frankfurt a. cm junger Handlungsreisender verhaftet, der ihm in der That sehr ähnlich sah. Auf dem Pollzeicommlffariat ertlarre er mit wehmüthigem kacheln, vies t iekt daö elfte Mal. daß man ihn für Wetzel angesehen und .verhaftet habe. Tragischer nahm diese verhängmßvolle Aehnlichkeit ein Kellner in Berlin, den die Polizei blos drei Mal für den Raubmörder nahm und verhaftete. Der unglückliche Mensch wurve Duny dies Mißgeschick völlig melancholisch. Er verließ zuletzt Berlin, nahm eine Stellung in Eberswalde an und suchte dort schließlich dem Tod im Mühlenteich. Wieder in anderer Weise wurde ernem Kopenhagener Bankier die Aehnlichkeit mit emem der Großen diese? Erde verhangnißvoll. Ein . Freund machte den Bankier Carlsben darauf aufmerksam, daß er dem verstorbenen Zaren Alezander III. täuschend ähnlich sehe. Das verdrehte dem von Hause aus etwas excentrisch angelegten Mann den Kopf, und er. legte es fortan darauf ab, den Doppelgänger des Zaren zu spielen, indem er ihn in Haar- und Barttracht wie in Kleidung u. s. w. genau copirte. Sein höchster Ehrgeiz war nun, seinem Ebenbilde vorgestellt zu werden, und Alexande, III. empfing ihn wirklich gelegentlich eines Aufenthalts in, Kopenhagen in Audienz, wobei die täuschende . Aehnlichkeit dieses Doppelgängers mit ihm sein höchstes Erstaunen erregte. Nun war eS aber vollends um den Verstand' des wackeren Carlsben geschehen; er fuhr mit Vieren durch die Straßen der Hauptstadt und wurde in der That von vielen Leuten für den Selbstherrfcher aller Reussen gehalten und ehrfurchtsvoll gegrüßt. Fortan aber fetzte sich in feinem Hirn die fixe Idee fest, er fei wirklich der Zar. Er verfiel in vollständigen Größenwahn, glauhte sich überall von Nihilisten verfolgt und mußte schließlich in eine Irrenanstalt gebracht werden, in der er noch vor seinem Ebenbild gestorben ist.... Nopmann und Fedderveih-HSndler. Ein Rostocker Kopmann de girn en gauoen Happen eten muggt un oft fülben nab'n Mark aüna.' üm intäuköven.wir mal von sinen JedderveihhSndler mit en taa vaudn ansmert worden. En poor Dag späder kümmt hei wedder nay den nnen' Stand 'ranner un fröggt: Hewwen Sei hüt Eäns'? o ja, en ganz Xeir, jeggt de Han nelsmann.' De Kovmann beiübt iick de,Tire un meint dunn: Hür'n Sei mal. tck beww veet Lud in'n ur. un dei wull ick up'n Sünndag airn mal en beten wat annerö uv n Tisa fetten la ten; aewer dar brückt natürlich nit arad von't best' Enn' tau sin.' Hewwen Sei nich en poor tag Gäns'dormang?De Hannelsmann ward sin Tire nu de Reig' nah befäuhlen und seggt: Hier i? ein un hler iö noch ein;- indem hei twel apart up'n Disch leggt. Schön!' seggt he Kopmann un meint dunn, in dem nei den HannelZmann listia tauv linkt: Denn will ick mi doch leiwer twel von de annern mitnehmen.Dr. Carl (?. Winter, CXrji und (7birurg. SpezZalist für Augen und Ohren. ' prchftud, von 9-1 5, 1 8 nix. Zinnner No. 1 im alten Libliothekgebäude, Ecke Pennsylvania und Ohio Str. Telephon Offtre : 1306; Hau! 640. Dr. Leonh. Seil, ' - i - - . . j Deutscher Arzt, Ecke East und Ohio Straße, praktizirt gemeinschafllich mit seinem Vater Br. Guido Bell. ; C&tcABBBhtn ermittagl io i,NHr. preqstunven. NMtitag, 4-6 Uhr. ' Dp. C. N. SHaefer, ZVpzt und dhirura, : , o. 430 Nadison venue,Äahe Start tt. - Crf AUsiilcm ; S-:M Uhr achinaik. Uhr ienb. . . : - : ' ?elditt 8Z. - to.:'SBEQ.A..WÄSiNEBL ht seine Office ach '- LTo. OZL Vtotb Delaware Otr. itxlttU ssb wird sich freuen setnt Pariente ntz greund dort u empfangen. ) j " prechftunde : 0 10 Uhr Brw. : 1 4 ux onlag,: XivXll UQC BOTIN. !? Telephon 848. - , M. VurSYardt .i i .. , VtMstyer - Wohnung ZZo. Ö09 Oüb Meridian Gtt. Sprechet, : 8 vb Hrorm.-. llli iH UhrNachm. 7 bil UhrAdendk. ' Office : 18 Ost Ohio Straße. Sprechstunden 8 itl 4.,' Uhr Nachm. ,, , SeleHo 8a. ' C. C. EVEETS, Deutscher Zahn -Arzt. No. 8J Nord Pennsylvania Slk
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