Indiana Tribüne, Volume 18, Number 267, Indianapolis, Marion County, 16 June 1895 — Page 12
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Jndiana Trwttiic.
etloae. Yine japanische ttaiserstadt. Tle glänzenden Siege Japans stellen den Märchenzauber altjapanischer öigen ort völlig in den Schatten und wohl ist die Zeit nicht ferne, da der poetische Cchin-mcr. der ftit Jahrtausenden das Leben und Treiben auf den Morgensonneninseln" verklärt, verblichen sein wird vor dem kalten nüchternen Strahl moderner Civilisation. Wicht ohne stille Wehmuth blickt daher der künstlerisch veranlagte Reisende auf die Orte rein nationalen Gepräges, die ihm nun als Äeliquicn einer bereits abgethanen Zeit doppelt werth und interessant erscheinen. Ter schönsten einer ist ohne Frage Kyoto, die alte Kaiserstadt. So manches Geschlecht des Mikado, hat dort im einsamen Palaste frommer Beschaulichkeit gepflegt, während die Schogune, die gleich den Hausmaiern Der Mero vinger allmälig alle Macht an sich ge rissen hatten, in Z)eddo, dem heutigen Tokio, herrschten. Tie Revolution oder, wie die Japanesen sie richtig bezeichnen, die Restauration dcö Jahres 1803 brach endlich die Gewalt der Schogune, stürzte sie sammt ihrem Anhang, den in den Provinzen mit unumschränkter Willkür schaltenden Taimyo, und erstattete dem Mikado seine lange vorenthaltenen Rechte wieder zurück. Er schlug seine Residenz nun in Tokio auf, versam melte den uralten Adel des Landes, die KugeS, die ihm theils treu geblieben, theils, gezwungen durch den Umschwung der Tinge, aus 's Neue huldigten, an seinem Hof und trat faktisch an die Spitze der Regierung. Seitdem liegt Kyoto verwaist, träumerisch stille zwischen seinen blühenden Gärten, in denen lauschige von duftigem Jasmin um rankte Grotten zur Ruhe laden und farbensprühende Wasserspiele wie blumenumsäumte Goldfischtciche Kühlung spenden. Ter Kaiserpalast, der eigentliche Kern der ganzen Stadt, bewahrt, obwohl wiederholt vom Feuer und anderen Zufällen heimgesucht, noch vollkommen die Erscheinung des ursprünglichen, 793 von dem Kaiser Kwam-mu errichteten Baues. Jedesmal getreulich im alten Style getreulich wiederhergestellt, bietet er in seiner, edlen ernsten Einfachheit da5 würdiae Heim jenes heiligen ge heimnißvollen halbgöttlichen Wesens, das der Japaner in dem Mikado ver ehrte. Erhaben aber alle irdischen Ge nüsie, sicher in der Liebe seines Volkes, begnügte sich der Kaiser mit diesen im bewehrten stillen schlichten Räumen, indeß seine Haushofmeister sich prunkende Lustschlösser, starke Burgen und groß artige Todtentempel erbauten. Sammt liche Gemächer der Residenz, der Thronsaal nicht ausgenommen, erscheinendem an hohe und breite Verhältnisse ae wöhnten Auge des Europäers trofc aller künstlerischen Vollendung im Einzelnen wie eine Reihe größerer und kleinerer Eorridore. Nach japanischem Brauch bestreiten etliche Matte? und Vasen die ganze Einrichtung und der Eindruck der schmalen Niederen Gänge wäre eindürf tiger, würde er nicht gehoben durch die mannigfaltige Bllverfülle, die, fast auter Werke der Schio-Schule, mit den reizendsten von feinster Naturbeobach tung und zartestem Farbensinn zeuaen den Blumen, Fischen und Vögeln alle . Wände und Thüren bestreut. Neben dem altehrwürdigen Sik) des 'ciiado bilden namentlich die zahlrei chen Tempel das Interesse Kyotos. Sie gehören theils dem Buddhismus. theils dem Schinto an, dem Urglaubcn des Landes, einem einfachen Natur und dem der altrömischcn Laren und Penaten verwandten Ahnenkultus. Im siebenten Jahrhundert unserer Zeltrechnung that sich den Japanern neben dem Weg der Götter", wie der Schinto heißt, die Bahn Buddhas", der vin China ausgehende Budsuto auf. Bald vereinigten sich beide und verschmolzen im Laufe der Zeit so innig, daß alle kaiserlichen Reskripte sie nicht mehr zu sondern vermochten und heute die Zahl der unbedingten Schintoisten ebenso aennz. wie die der reinen Buddhisten ist. Vielleicht dürfte dem Schinto überhaupt nicht der Name einer eiaent lichen Religion zukommen. Wenigstens legt er den Menschen keinerlei Gesetze . aus, ertheilt ihnen keinerlei Verhal' turgSmaßregeln, sondern verweist sie einzig und allem an ihr Gewissen, das ihnen Rathgeber und Richter sein soll. Ohne Zweifel mit dem ältesten lau ben Indiens und Chinas verwandt. huldigt er unendlichen, unfaßbaren Naturkräften und verschmäht iede EiN' Wirkung auf die Sinne. ine solche abstrakte Religion aber wurzelt nie tief im Volke und darum ward es dem Buddhismus mit seinen imposanten Tempeln, riesigen Götzen, prunkvollen Ceremonien und zahlreichen Priester- . schaaren leicht, die Oberhand zu gewin nen. Ihm ist anch das bedeutendste aller Heiligthümer von Kyoto, der Nischi Hongwanji geweiht. Taö Hauptschiff dieses mächtigen Baues deckt einen Flächenraum von nicht weniger als 945 Quadratmetern. Im Hintergrund des weiten dämmerigen onbo dessen kassetirte Decke von vergoldeten Pfeilern getragen wird, erhebt sich funkelnd und blitzend im prächtigsten bilndnerischen Schmucke der Hauptaltar, rechts und links von großen, verschwenderisch mit Gemälden und Statuen ausgestatteten Seitenka' pellen flankirt. Selten ist das GotteshauS von Andächtigen leer. Hier ein zunges Madchen, das zwischen den oe schnitzten Chrysanthemengcwinden der Thüren oder Pfeiler ein metallenes! Herzchen aufhängt dort eme Tame.i
oirtüniemarm elne PapleryMse ein gekapfeltes Geldstück in die Almosen, büchse gleiten läßt, vor dem Altar ein Mann aus dem Volke, der, seiner Sandalen entledigt, andächtig mit ver. schlungenen Händen eine Gebetformel murmelt. Jenseits deS Tempelhoses. dessen wunderbarer Jtchobaum bei FeuerSnoth einen Wasserstrahl aus je dem Blatt ergießt, liegen die Staats gemächer und Wohnräume des Kloster Vorstandes der Sinsiu, eines jeweiligen Abkömmlinges deS Kaiserhauses. Seinem hohen Range entspricht denn auch die Großartigkeit der ganzen An. läge, die noch überdies auf die häufigen Besuche des 'zu prunkvollen Todten feiern, beziehungsweise zur Niederlegung der Gedenktafeln seiner Hingeschiedenen sich hier einfindenden Reichsadels berech net sind. Ter Empfangsaal wird, ob wohl auch ihm Höhe und Breite fehlt, durch seinen entzückenden Bilderreich thum Jedem Bewunderung einflößen. Tecke, Wände, Thüren, Fensternischen, kurz alle Flächen bis auf die feingema serten Naturholzpfeiler, welche das Ge
bälk stützen, sind mit den reizendsten Bildern und Bildchen überschüttet. In leuchtendem Farbenschmelz und ziierllcher Anmuth chweven naturayn IlH uno vocy pyLNlaill'az rauienoenei Zweige. Vögel und Fische auf dem . i. . . i ri'n i r w . ? aleikenden. dunkeln Grund. Aber auch zu Menschengestalten versteigt sich der japanische Raphael und mit pathe. tische? Geveroe seinen oic uoer oer . , m rr-A w r - C t Cf I . W . Weisen deS Vandes aus der iliiano her vorzutreten. Die meisten Bilder sind Cchövfunaendes berühmten Motonobu, des Gründers der Kanoschule und eines Zeitgenossen des Cinquecento und die sri rt't, - w r: 1 1 zescylcyle eines zeoen inzeiueu jmuei sich sorgsam im Klosterarchw aulge. zeichnet. Rlnas um den Tempel zieht ncy ein üppiger Garten hin. in dem ein freund Iiches kleines Lusthaus, der Pavillon der fliegenden Wolken", alle Genüsse behaglicher Muße gewährt. Ein löst lich eingerichtetes Badegemach zeigt, daß die alten Japaner mit den Annehmlich leiten der Dampfbäder so gut wie die Griechen und Römer vertraut waren. Nächst dem Nlschl Hongwann ist der Chion.in besonderer Beachtung werth. Im Jahre 1211 gegründet, ist dieser Tempel viermal vom Feuer zerstört wor den, ehe er um die Mitte deS 17..Jahr Hunderts, in der Glanzzeit japanischer Kunst unter dem Schogun Jyemitsu seine jetzige Gestalt erhielt. Die Kunst ist in Jap2 nicht ein LuruS. wie leider bei uns, sondern ein nationales Lebens bedürfniß, wie sie einst in Hellas gewe sen und gleich Un alten Athenern besitzt das gesammle japanische Volk Liebe c, ri -3 i. r r Yn . . v uno erul'.nonig sur ne. Psiege uno Förderung der Künste war daher von jeher br. sicherste Weg zum Herzen des Volkes und nicht ohne Erfolg suchten die Schozun'und Daimyo durch ein. großartiges Mäcenat das Land mit ihrer unrechtmäßigen Herrschaft auszu söhnen. Sie wetteiferten mitemander in der Anhäufung von Schätzen der Ke ramik, Skulptur und Malerei und manch herrlicher Bau verdankt ihrem Streben nach Popularität seine Ent stehung. So auch der Chion-in, der schönste und besterhaltene Tempel Kyo tos. Im Schatten uralter riesiger Bäume führt eine imposante Granit treppe zu den reichgeschnitzten Pforten des Heiligthumö hinan. Stimmung? volles Halbdunkel füllt die riesige Tem pelhalle, aus deren tiefstem Hinter gründe der goldene Altar hervorblitzt. Wir kommen gerade recht zum GotteS dienst. Namu, Amida Butfu!" tönt cS zum Geklingel hölzerner Schellen trommeln mit hellen Stimmen aus dem Kreise der am Altar versammelten Prie ster. Die Betperlen in den Händen, treten in kostbaren Gewändern neun Priester hinter dem funkelnden Altar hervor und kniecn zur Linken desselben vor ihren Lepulten nieder. Kaum haben sie die Bücher aufgeklappt, so verstummt der Wechselgesang und der mittlere der neun Priester hebt einen lauten Vortrag an. Nach der Reihe fallen die Uebrlgen ein und lösen sich m einer Art Litanei wechselseitig ab. In dessen tauchen weitere neun Priester aus dem dämmerigen Hintergrund ans.' lassen sich den ersten gegenüber aus die Kniee nieder und fangen gleichfalls laut zu beten an. Endlich erscheint, von binti gen Wolken umwallt, der Hohepriester selbst, sinkt vor dem Altar nieder und führt, während alles verstummt, das Gebet zu Ende. Noch erhoben durch den weihevollen Eindruck der Feier durchwandern wir d:e Nebcnräume des Tempels und stau nen auch hier über die Menge künstle risch vollendeter Malereien. Unwillkürlich zaudert unser Fuß, um nicht oen 'eiyer aufzuscheuchen, den Nobu masa'S Kunst geschaffen, und über rascht folgt unser Blick dem Flua wil der Gänse, den Naonobu an die Wand gezaubert hat. Die Geschicklichkeit deS japanischen Handwerkers sucht übrigens der Virtuosität deS Künstlers den Rang abzulaufen. Mittelst beispielloser Ge duld und Genauigkeit ist z. B. den Balken der rmg5 um den Tempel lau senden Veranda eine solche Elastizität, um nicht zu sagen Empfindsamkeit, ver liehen, daß sie beim Betreten melodisch 1 W l . rrionen uno zwar mii einem oyuaut, der den Namen Uguisubari (Nachtigal lensang) rechtfertigt. ie unftfertigkelt, Ausdauer und Intelligenz deS japanischen Hand werkerS zu bewundern, bietet sich dem Reifenden vielfache Ee lcgenheit, namentlich in Seidenwebe reien. Gold, Silber-, Lackarbeiten und oo? Allem auf keramischem Gebiet, der ügcntlichen Hausindustrie deS Landes. A. i rii iTslii leoe puire veittzt lyren eigenen Ärmnofen, wo noch genau mit dersel den Zeit, Mühe und Materialvergeu dung wie in Urvätertaqen zu Werke ae gangen wird. Tritt man in eine dieser bescheidenen AroeltSstätten, so wird man sich nicht nur von der geradezu unbe areiflichen Geschicklichkeit. sondern auch
von 7er multergültigen Höflichkeit und Gesinnung des japanischen Volkes über
ieugen. Tle armen Burschen, die hier Im lehmkefleckten alten Kittel zwischen Thonfässern und Holzgerüsten an der Drehscheibe Ntzen, könnten gar manchen touonm uh uMiuiiu u zuttt LetenSart beschämen. Eme ehr trbietige Verbeugung begrüß den Fremdling danr t wird ihm auf s Zu toTtommtnWjtUx Handgnn gezeigt. SÄ." s? wünschte Au unst ertheilt; kem Blick . - t:(v.i m ih n . v ? 5 x -21 räth Neug'erde oder ' Borwch und nicht VrK 8 u -i -l ' v der Be uch ihrer Arbeit, nicht ihrerPer on gilt Einzelne Töpfer m Kyoto yaoen li iu mmimmnuKx ung . v uvui uiuiut jmuiHuum !!.. Vii v ro t v r cm . & Ivflstatte zu bcflchtlgen, von deren Welt ruf. zahlreich internationale Preis c r r i i z. i. a :i SÄ njl'TJ dige Er cheinung mi, Iluq blitzenden O 1 ' . . . . I Aeuglein und weiblich zarten, durch 9rMcrti &cumr n.,?:6,n?t,n mwZ nfn, m,H,r ? w Wnrhn mr mtvv v w zs vi h? Wrh,pr in s5m, IDIII VH HtVUUt M(UtlUllt Lauben zwischen rauschenden Spring brunnen und aus moosbewachsenensWrnin frnrtrr?rnn i,.ss. '.. Utvtivtk vv vv v i v vvi VHVukii wttv während sie mit emsiger Kunstfertigkeit hftnn aimf.rstr.ifA.n .z-i-li. V...,, . ,.. J.v...vVv.. Blumen und Blättern verschlingen, umweht sie der Duft ihrer blühenden Modelle, umsäu eln sie d Zweige, y;. iJm, Af,5sV iv jjuvniiwiiit uHi iiuiuuHwui, DaS Versahrcn erscheint sehr einsach: mit snnstm Kupferdrähtchen wird die rtiif s,k5- nnnihmM jltt., MMI Vll VHHDkll HIlUIVtUWt. dann mit Emailfarben ausgefüllt, hierauf eingebrannt und endlich daS ,t.Urt ; unhYmnM Wiifmerksamkeit in den Mienen, die sorg same Bedächtigkeit in den Manipula tionen verräth jedoch die große Müh MinUi iinh GZcbYn rinf hr I IltIHtVi tv wivuiiutm vk WrLi 5k, ff ff ,,,, Herstellung einer einzigen Vase Jahre ausdauerndsten Fleißes nöthig. Ta nwwmn LslnhmaWh.r n,i diegelassenen geschickten Japaner über triftt, wird ihre der Maschine . unzu nfinsl td mai tecknik ibnen tu anen verbleiben, wenn auch alle anderen Zweige des nationalen Kunstgewerbes lnnf W iirnhslifrhcn St nnf itrrn nn. nmesallen se n werden. "v ---r -i-r j " m;' zs ?srzz?;f der Stadt ist ihr rege, originelles Strakmkben. das eine Fülle anmutbi. fr TyM zeitigt. Bald et ein lini?J?.M', Ä vi4uuvaii vre uuiuu Hangenen Gassen ntlang. Entfaltete tteilungm m oti usi ivmgcno, ru fen sie munter die neuesten Blätter, oft lch alliiil. bunten Wlderkram zum Verkauf aus. Dort trippelt, die glu henden Mandelauge sittig gesenkt. m Schaar junger Mädchen in schillernden, bauschigen, blumigen Sndengew'andern hurtig vorüber. Welch' kindlicher Liebttn, welche unbewußte Grazie und na türliche Würd! Wer streb diese bezaubernden Wesen? Gewand und'Gebahren scheinen es dm Fremden deutlich zu saaen! Damen aus den Kreisen der Daimyo und Kuges. die Elite des japanischen Adels? Weit gefehlt! Maiko's sind's, öffentlich: Tänzer'nen. Diese rosigen Lippen wissen gar verführerisch zu lächeln und gar süß zu küssen, diese demüthig -niedergeschlagenen Augen aber zur rechten Jett herzbestrickend aufzuleuchten. Gleich den griechischen Hetären sind auch die japanischen Mai ko's meist durch literarische und musikalische Bildung ausezeichnikt und eigenthümlich ist ihnen eine ziemlich strenge Bkobachtung der äußeren Anstandsregeln. Mehr als ein japanischer Perikles hat in ihren Reihen schon seine Aspasia gefunden. Sie sind die Merde des Gastmahls; mit Anmuth kredenzen sie den Wein und wie im alten Triclinium nehmen die Tischgenossm nur drei Seiten des Speisesaales ein. damit die vierte sammt dcr Mitte frei bleibe für den Schmetterlrngstanz der in ihren bunten flatternden Gewändern zierlich umhergaukelnden Maiko's. Hatt der Fremde sich satt gesehen an den Herrlichkeiten der Stadt, so wird er sich doppelt der lieblichen Umgegend freuen. Vorüber an den, Theepflanungen mit ihren tiefgrün glänzenden vohlgepflecrten rundlichen Büschen wandert er, begleitet von einem zwischen zartbefiederten Bambuö sich glrernd hinfchlängelnden Bach, in die sonnige, von balfamischem Blüthenhauch durchduftete Landschaft hinaus. Hübsche Villen schimmern von den Höhen, indeß unter den mächtigen Pinien eines uralt heiligen Hains sich ein verwitterte? Tempel birgt. Am Saum bt aeweibten Waldes ragen in langer Doppelreihe riesige Granitsäulen mit düster flammenden Laternen, die den Seelen der Kaiser und Helden in'S Todtenreich hinableuchten. Hier und da aber werden zwischen dem dunklen Grün die schnxbenden Gestalten jungfräulicher Priesterinnen sichtbar. Blumen im offenen Haare, wallende weiße Schleier über dem scharlachrothm Gewände schlingen sie in unmuthigen Neigungen und Wendungen den Mterreigen .Kagura". Lange noch wendei im Weiterschreiten sich der Blick zurück nach den holden japanischen Nymphen, bis unser Auge abgelenkt wird von einem neuen der vielen reizvollen Bilder, die uns allerwegen begegnen im Neiche des Mikado. Schin und rein Soll daß HauS stets sein ! Die besten Surften kauft man bei S.-SS edel, 420 OS MeTartv lOtrae.
Tolle Streiche. -
sz: ..1..1. englischer Journalist und Kunstkritiker, G. A. Sala, der guf eine literarische Thätigkeit von mehr zls fünfzig Jahren zurückblicken kann und kürzlich Erinnerungen aus seinem bewegten Leben veröffentlicht hat, - chndert in mehreren Kapiteln daS tolle Aben der Londoner jeunesse doreeb bsl Theil sehr fidele Leben in ven Schuldqefänqnissen am Ende der Jahre die s Jahrhunderts. 6in junger Mann aus vornehmem Stande mußte es schon sehr arg treiben. khe die Gesellschaftskreise, zu denen er daran dachten ihn aus ihrer meinichaft auszuschließen. Man j j bereitwilliger Nachsicht nur .ein wenig wild-, wenn er sich fast fben Abend mit Champagner und Branntwein betrank, häuflg zu nächt licher Stunde Sicherheitsbeamte durch p ft er von ihnen durchgeprügelt ' h TIlWJn llrft;?nV ,&,n v'v Schabernack über dm anderen spielte. In solchen Künsten allen.seinen Zech. AMtltiiM ihnvl..n tnit in iiihaw lnnl . bm,ivb. ,Vtti Imann, der in der ganzen stadt der tolle Marquis genannt wurde und . t J . . nach den Heldenthaten, die Sala aus , , . v eigener Kenntniß davon zu berichten diesen ruhmvollen Belnamen auch in vollem Make verdiente. Er hatte , rr v ovt r m Ptf Sanz n!unbist em Museum aus all den Laden, und Thürschildern ange. w:. u.- st, mu R;rf.r;.vT.i leg?, die von ihm mtt Hilf emn gleuh. Sonnten Freunde zu mitternächtlicher iruv .,.un ... fernt waren. Tazu gesellten sich kunst : rt , , e.? t " e rr ' t "a vatitiuu Thi,r,lpser uS Eisen nd Mes,mg m der Form von Löwen. und Sphinrlopfen,. die er ich aus die I. , cfT 't A 5 nJMnJM. vüllz . "4lÜ VVÜ Wtt" ran. ihn wegen TiedstahlS zu belangen. Eines schönen TageS begab er sich in das Arbeitszimmer emer berühmten t. c. em Paar - cnf C ri r . . , wen zu emem Blumenfest aufgeputzt -uttuiu jjuic ui uic uuuicuiu uni -u hatte. Me sich mit aller Gewalt auf F :lT A.c r - o i v bann Das Dpf seiner ZerstSrungs mit me; " u? wv"' uu, l' fein?fetbmitinbmettt,ur yitttte: V0N lhM lVNNte M0N OtC VeNÜck' It.n. ..4. "" mvmuu, uu üuu Londoner wunderten sich deshalb auch Ä 'L'm.Jin 1 Xi'.T" S "i""' 'wem km hk aus Offener Straß. m wrslnn YBt m b 3 ZUM llebermak ,u .glücken, erschien ihm als ein menschen. freundliches und jedenfalls als ein spaß, baftes Unternehmen. Hinzufügen müssen wir jedoch, daß dieser ..tolle Marauis 'in svterenrak. ttn tn s.hr ehrenwerther Landedelmann wurde. Wenn die jungen Lebemänner nach einigen Jahren sinnloser Ver schwendung an der Grenze ihres Kredits angelangt waren und ihre zahlreichen Gläubiger nicht mehr befriedigen kann ten, mußten sie für kürzere oder längere Zeit in'S Schuldqefängniß wandern. Tas that jedoch ihrem Ansehen in der sog. guten Gesellschaft nicht den gering sten Abbruch und ihrem vergnügten Sinn auch nicht. Die meisten von ihnen konnten mit Hilfe von Verwand' m ten uno Veranmen noq immer eme Äuinee für den Tag auftreiben, und diese Summe genügte, um ihr Gefäng niß zu einem höchst fidelen zu machen. Da stand ihnen ein eigenes behaglich 'mgenchtetes Zimmer zur Verfügung, oo sie ihre Freunde nach Herzenslust mpfangen und bewirthen durften, 'ahnend ihnen und ihren Mitgesange ;en i gemeinsamer Kurzweil ein großer , ,,..;. . .-.i v : 4 . : ;i i . ! : je i . tiuw(viui uuiiic, V (uiuiciiiu; Die eirunken wurde, freilich kein Kaffee, ndern die schw?rsten Weine und das at:s:iülg.t5önk. Gin, natürlich ohne t ft i VHfi.iff Dr. Leonh. Ball, Deutscher Arzt, Ecke East und Ohio Strabe, prattizirt gemeinschaftlich mit seinem Vater Dr. Guido Bell. reckkunde' ermittag 10-11 Nhr. Dpreunven. gta(t)mtUaaÄ UÖt Dr. C. N. Schaefer, ZSrzt und vhirurg, No. 430 Madiso Avenue, nahe NorriS Str. vrechSnnde,: -:o Uhrk,r,.-4Nhr amag,, 7 Uhr edi. Teledbo 8. vr. 7W0. A. WAGNER hat seine Office ach 5?o. Nord Delaware Otr. verlegt, und wird sich freuen seine Patienten und Sreund dort empfang, vrechftunde : io Uhr vorm: i 4 Nhr ,caq.z onniag,: lo-jHll ux orm. TelePhon 848. Dr. I. Bühler, 126 st cedarty Ctt. patb: g hr r.z , Uhr ach.; f- Uhr, ndl. Telephon 144. Cprechftnndea: onntagl nur ormtttag. Dr. Carl G. Winter, CXtt und birnrg. Spezialift für Augen und Viren. prechftunde, von -Ul. 19 Uhr. Zimmer No. 1 im alten Vibliothekgebäude, Ecke Pennsylvania und Ohio Str. Telephon Offte : 18: Hau 640.
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