Indiana Tribüne, Volume 18, Number 261, Indianapolis, Marion County, 10 June 1895 — Page 2

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FndZana Tribüne.

Erschemt Täglich und Sonntags. Die tZgltche.Tribane- kostet durch den TrSger .CentS per Woche, die SonntazS-.Trtbüne'ö Qtnti per Woche. Beide usame 15 SentS der 65 Gent) per rkonat. Per Post außerhalb de, f?radt jugeschtckt i Vorausbezahlung Z? per i'.ahr. vfftt 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 10. Juni 1895. (Hit Dorado für Chemüde. Bei den unter deutscher Herrschest In Westafrika lebenden Negern, nakuentlich in Kamerun, gilt ein eigenthümlicheö Necht, das den schwarzen Herrschaften die Scheidung sehr leicht macht. Zufolge einer Mittheilung de Pros. Kohler liegen der in Berlin sagenden Commission, welche mit der AuÄzrbeiwng eines neuen Codex be traut ist. zwei Erkenntnisse vor, bei fcenen die Ehemänner die Auflösung des Ehe- oder Kaufvertrages verlangen, weil jhre Frau dumm" sei. Insofern zeigte sich hier eine Aehnlichttit mit deutschen Gerichten, als Zwei Verschieden? Gerichte in ganz entgegenWtm Sinne erkennen. Das eine erkannte Dummheit ali ausreichenden Scheidungsgrund an, das andere aber wies den Kläger ab. weil es annahm, fcajj die Dummheit dem Käufer schon vor dem Kaufe bekannt gewesen sei und sonach der Einwand der Täuschung hinsichtlich der Waare- nicht geltend gemacht werden könne. Und gerade dieser Unglückliche schien arg hineingefallen zu sein, denn er hatte gegen sein neues dumme" Weib nicht nur ein anderes, sondern auch -noch 600 Mk., eine Ziege und einen Koffer in Zahlunz gegeben. Sehr günstig ist den Frauen das in einigen Gegenden bestehende Schürzenrecht. Bei den senegambischen Stammen besteht nämlich die Sitte, daß die Frau bei der Heirath eine Schürze mitbekommt und daß die Ehe so lange dauert, wie die Schürze hält. Da tl die Frau nun in der Hand hat, je nach der Art der Behandlung ihrer Schürze ihre Ehe beliebig zu verlängern oder zu verkürzen, so bedeutet das eigentlich einen leonischen Vertrag, der bei den anderen Negerstämmen keinen Beifall gefunden hat und nur bei einzelnen senegambischen Stämmen zu Recht besteht. Am einfachsten entledigt sich der Mann seiner Frau, die aufgehört hat, ihm zu gefallen, indem er sie einem anderen überläßt. In früherer Zeit konnte, so scheint es, der Ehemann seine Frau beliebig verkaufen, aber die Wirkungen der Civilisation haben sich euch hier bemerkbar gemacht, und aus verschiedenen Erkenntnissen geht hervor, daß die Frau mit Erfolg die Gerichte angerufen hat. Sie legte nicht gegen den Verkauf an sich Verwahrung ein, wohl aber wollte sie das Recht haden, einen ihr nicht genehmen Käufer ablehnen zu dürfen, und das Gericht trat hierbei auf ihre Seite. In dieser Beziehung scheint das sich.immer mehr versittlichende Gewohnheiksrecht ähn lich zu Wirken, wie ein Erkenntniß des deutschen Reichsgerichts, dem sich die Beschlüsse der anderen Gerichte unter ordnen. Wenn aber dem Mann das Verkaufsrecht an seine? Frau solcher Art beschränkt wird, so kann er sie dafür ganz nach Belieben verleihen oder vnpfänden. Daher die berühmt gewordenen Pfandweiber. Auch der Frauentausch ist gestattet, und zwar ist die Sache ganz einfach, wenn A seine Frau gegen die von V austauschen will. Schwieriger ist es erst, wenn A wohl an der Frau von B Gefallen sindet. B aber sich wohl von seiner Ehebälfte trennen, nicht aber die von A übernehmen will. Dann handelt es sich darum, einen C ausfindig zu machen, dessen Frau dem B gefällt, während er selbst, , bereit ist. die von A zu übernehmen. Im Uebrigen ist es dem Mann verboten, seine Frau zu mißhandeln; widrigenfalls kann die. Frau die Auflösung der Ehe verlangen und ohne Entschädigung zu ihrer 'Familie zurückkehren, was eine um so härtete Bestrafung des ungalanten Ehemannes bedeutet, als zumeist der Hauptreichthum eines Negers in seiner Frau besteht. Die QiSmarck.AuSstellung in Bettln. In. Ergänzung der Cabelmeldung, Setreffend die Eröffnung der Ausstel lung der Blsmarck'Geschenke in Berlin schreibt der dortige Correspondent der Franks. Ztg.- das Folgende: Eigentlich gibt es nichts, das nicht da wäre in dem' blau-weiß geschmückten Saale des Concerthauses, in welchem die Ausstellung de? Geschenke, die Fürst BiZmarct zum 1. April erhalten, eröffnet worden ist, nur ist es nicht dort, wo es nach dem Kataloge sein sollte, und was z. B. nach dem Register ein schmiedeeisernes Kunstwerk fein müßte, zeigt sich dem Blick trotz aller Accomodationsfähigkeit des Auges als ein Paar wollener Socken. So verdreht sind die Nummern angebracht. Was nützt mich die Ausstellung, wenn der Katalog falsch ist. würde Wrangel 'gesagt haben. Ueber 900 verschiedene Gegenstände .sind aufgebaut, darunter 260 Adresse und künstlerische Glückwünsche. Aus den letzteren treten besonders die Adresse der Triester Deut sehen wegen ihres wunderbaren Deckels, der ein Meisterwerk der Goldschmiedekunst ist; und diejenige des Vereins deutscher Ingenieure hervor. Hohen Werth haben auch die 'beiden Goldpo "kale der Steiermärker und der Stadt Köln, die einen Platz im Kunstgewer-be-Museum finden sollten. Der berühmte Pallasch mit seinem edelsteinge schmückten Griff ist gleichfalls ausgestellt. Was clbt es aber sonst nicht och AlleZ! Jgelmützen und Statuten einer hiefiaen Bank. Nadelkissen

unfeine Locke 'vonWashingkon's Haar, grüne gestrickte Handschuhe und eine Büste der Gräfin Herbert, Fidibusse und ein mächtiges Marzipan-Schau-stück. Wagenwärmapparate und Reiterstiesel, Photographien und Hemden, Pfeifen. Stöcke, Schlapphüte, Stereofkope und vieles Andere mehr. Auch TiraS ist gut weggekommen. Eine englische Verehrerin hat ihm einen Napf geschickt, eine andere ein Halsband. De? Werth in Wurst wäre ihm vielleicht' lieber gewesen. Der Schwimmclub Nat Nat" hat tvz Gruppenphotographie seiner Sommerund Winterbader in dem zur Sache gehörigen Costüm gesandt. Das Bild wird sich der Gefeierte sicher in's Badezimmer oder die Waschküche hängen. Auch die Schreibkünstler haben sich eingestellt. Einev derselben., ein Vice. Feldwebel aus Metz, hat den Namen nicht weniger als 29.220 Mal. der Zahl der Tage entsprechend, der Kanzler zählt, zu Papier gebracht, und zwar auf ein Stück, das kaum die Größe eines halben Bogens hat. Die Mitte des Saales nimmt das Modell des Denkmals ein. welches die Corpsstudenten dem Fürsten errichten wollen. Auch ein sogenannte? Goldenes Buch" gibt es, in das jeder Besucher sich für 25 Pf., eintragen darf. Der Ertrag der Ausstellung, der zweifellos groß sein wird, da auch für musikalische Genüsse gesorgt ist. soll der Bis-marck-Stiftung zufließen.-

Seeräuber im WlitteXmttr. 'Ueber den Ueberfall deS niederländischen Schooners Anna-, Capt. Velvis, durch marokkanische Seeräuber, welcher vom Kabel kurz gemeldet worden, theilt ein Berichterstatter der Nieuwe Rotterdamsche Courant" in Maluga dem genannten Blatte die näheren Einzelheiten mit. DaS mit 5Del beladen Schiff, welches von Bari nach Lorient segelte, wurde durch Gegenwind genöthigt, dicht unter der marokkanischen Küste zu laviren, wo es, sieben Meilen, vom Ufer, zwischen Melilla und Ceuta von vollständiger Windstille überfalle wurde. Um 3 Uhr Nachmittags sah man vom Schooner aus, wie ein Boot in See ging, auf dem man, als eö in die Nähe gekommen war, sieben wild aussehende Mohren mit nacktem Oberleib, glatt geschorenem Kopf mit einem Haarbüschel bemerkte. Die mit Mar tinr - Gewehren bewaffneten Mohren forderten den Capitän in spanischer Sprache auf, die Segel zu streichen, worauf natürlich seitens des Capitäns Velvis eine ablehnende Antwort erfolgte. Während die Mohren daS Feuer eröffneten, bewaffnete sich die Mannschaft außer dem Capitän und dem Steuermann waren nur noch zwei Engländer, ein Deutscher und ein Schwede an Bord , so gut es ging, mit Beilen- undKnütteln, da außer dem im Besitz des Capitäns befindlichen Redolver keine andere Feuerwaffe vorhanden war. Dem ersten Mohren, der auf das Schiff zu klettern versuchte, wurde vom Steuermann Smit der Schädel gespalten, aber dieser selbst brach, von einer Kugel getroffen, aus dem Deck zufarnrnen; der Capitän. feuerte seinen Revolver ab, wurde aber schon nach dem ersten Schuß an der Hand verwundet, während der Steuermann, der sich indessen nach dem hinteren Schiffsräum geschleppt hatte, noch vier weitere Schüsse in die Beine und eine Kugel in den Magen erhielt. Gleich darauf stürzte der Capitän, den eine Kugel in die Brust getroffen, ebenfalls nieder. Zu gleicher Zeit stießen aber noch mehr Boote vom Lande ab, die mit etwa 120 Seeräubern bemannt waren, so daß an weiteren Widerstand nicht mehr zu denken war. Die Mohren ließen Bettzsug. Kuchengeräthe, Compaß, Segel, Oel und den vorhandenen Vorrath von Lebenömitteln mittels des SchiffSbooteS in See, ja, sie nahmen sogar die Kajiltenthüren mit und rissen der übrigen Besatzung die Kleider vom Leibe; nur das Pökelfleisch ließen sie liegen. Glücklicherweise kam der Wind' auf, nachdem die Seeräuber einen Theil der Beute bereits in Sicherheit gebracht hatten, und es gelang dadurch der jlnna", nach der Richtung der spanischen Küste hin Eurs zu setzen. Von dem spanischen Fort Athucemas aus hatte man den Ueberfall der Seeräuber bemerkt, der Commandant ließ einige Kanonenschüsse irt der Richtung der Anna- abfeuern, aber ohne den erwarteten Eindruck aus die Räuber zu machen, welche wohl wußten, daß sie von den Kugeln deS Forts nicht erreicht werden konnten, und daß die kleine Garnison des letzteren sich nicht außerhalb der Mauem wagen würde. Indessen ließ Ut Engländer Austin, der den Besehl über denSchooner übernommen 'hatte, Fackeln von Pech und Werg anzünden, um vorüberfahrenden Schiffen ein Nothzeichen zu geben, allein vergebens. Um halb 6 Uhr am nächsten Morgen sah man im Norden Rauch aufsteigen, und da man keine Flagge mehr hatte, zog man einen blauen Lappen und ein Hemd am Mast auf; um 10 Uhr kam Gibraltarbei nebligem Wetter in Sicht, um 4 Uhr wurde die Anna- am Ufer bemerkt, von dem alsbald ein Schleppboot abstieß, um dieselbe in den Hafen zu bringen. Der Capitän hatte Morgens um 4 Uhr seine Seele ausgehaucht, der Steuermann wurde in das Spital von Gibraltar gebracht, wo er voraussichtlich seinen Wunden bereits ebenfalls erlegen fein wird. Ist es nicht empörend, daß in unse rer Zeit, wo in den indischen und chinesischen Gewässern zahlreiche Kriegsschiffe den Seeraub im Zaume halten, die Seeräuber im Mittelländischen Meere im Angesicht von Europa ungestrast ihr schmähliches Gewerbe treiben können? Voraussichtlich wird auch dieser Uebersall nicht nach Gebühr bestrast werden, es sei denn, daß man eine vielleicht vom Sultan von Marokko zu bezahlende Geldsumme als Bestrafung dieser Wilden betrachten will, die bor dem Sultan durch dessen Machtlosigkeit und vor den. fremden Mäcbten durcb

deren gegenfeikige Eifersucht, sobald es sich um die Einmischung in marokkanische Angelegenheiten handelt, geschützt sind. An Spanien ist nicht zu denken, da es mit der Unterdrückung des Aufstandes auf Cuba alle Hände voll hat und deshalb sich kaum zu einer neuen Züchtigung der Riffpiraten entschließen wird, ganz abgesehen davon, daß ihm voraussichtlich England in bekannter freundnachbarlicher Weife in den Arm fallen würde, wenn es wirklich Ernst machen wollte. Noch weniger ist unter den gegenwärtigen Umständen an ein gemeinschaftliches Einschreiten der europäischen Mächte zu denken, deren maritime Jntetressen jetzt ausschließlich im fernen Osten in Beschlag genommen sind, und so wird schließlich nichts Anderes übrig bleiben, als daß der niederländischeStaat sich entschließt, ein paar Kriegsfchiffe, so man nämlich solche hat, an die Küste von Marokko zu schicken, um Schadenersatz sowie Bestrafung der Schuldigen zu erhalten. ViuitTAbunQtn in phesuS.

Der Wiene? Archäologe Professor Otto Benndors hat sich nach Klein asien begeben, um dort im alten Heiligthum der Artemis zu Ephesuö Ausarabungen zu veranstalten. EphesuS in alten Zeiten hauptsächlich j berühmt wegen des großen Tempels der Artemis, der zu den sieben Wunder werken der Welt gezählt wurde, liegt unweit des kleinen türkischen Dorfes Agasaluk, bis zu welchem die Bahn führt. Die Gegend ist öde. wüst und vollständig versumpft, so daß die Zufahrt nach Ephesus und die Verpslegung daselbst die größten Schwierig leiten bietet. Mehrere Fuß hohe Schrlfstauden und undurchdringlicher Morast bedecken heute die Stätte vormaliger größter Pracht und Herrlichkeit. Nach Strabo wurde der Tempel im sechsten Jahrhundert vor Christo begonnen und im Jahre 540 durch Demetrios und Päonios von Ephesus vollendet. Seine Länge betrug ca. 425 Fuß, die Breite 220 Fuß, 123 Säulen, je 65 Fuß hoch, stützten den Bau. Nachdem der Tempel im Jahre 26 durch Herostratos in Brand gesteckt worden war, wurde er prächtiger als zuvor unter Deinokrates' Leitung wieder aufgebaut, und zwar aus dem kostbarsten Material, aus penthelischem weißem Marmor. Er enthielt eine Fülle der großartigsten Sculpturen von Praxiteles und seinen Zeitgenossen, namentlich hebt Strabo die Pracht des großen Altars hervor, der ganz mit Reliefs von Praxiteles' eigener Hand bedeckt war. Nero entführte den größten Theil der Kunstschätze nach Rom, und im Jahre 262 n. Chr. zerstörten die Gothen den Tempel vollständig. Nach der Invasion der Türken im frühen Mittelalter wurde in der Nähe des Tempels eine noch jetzt theilweise erhaltene Moschee errichtet, zu deren Bau man die herumliegenden großen Marmorblocke des Tempels verwendete. In den Jahren 1863 bis 1873 unternahm der Engländer Wood Ausgrabungen, welche zur Auffindung eines Stadiums, eines Theaters und Odeums und schließlich eines Theiles des Artemiseumö führten. Mehrere charak teuflische Bruchstücke der colossalen Neliefsäulen von über 6 ftu& im Umfang befinden sich heute im britischen Museum. Seit dieser Zeit ruhen die Ausgrabungen vollständig. Nach Professor Benndors's Ansicht hat sich Wood bei den Ausgrabungen von den Angaben des PliniuS leiten lassen, welche bekanntlich nicht immer richtig sind, und hat dadurch die Richtung nach dem großen Altar verfehlt. Strabo's Angaben sind viel zuverlas sier und gleichzeitig so genau, daß ein günstiger Erfolg der Arbeiten mindestens Nicht unwahrscheinlich erscheint. Es ist nun Professor Benndorf gelungen, sich von privater Seite und auch unterstützt vom UnterrichtsMinisterium die nöthigen Geldmittel zu verschaffen, und begab sich der Gelehrte nach längeren telegraphischen Unterhandlungen mit der türkischen Regierung vorerst nach Konstantinspel, um den Ferman des Sultans zur Bewilligung der Ausgrabungen zu erlangen. Ueber Erwarten rasch ist ihm auch dieses gelungen, und nach den neuesten Nachrichten haben die Arbeiten bereits ihren Anfang genommen. Kohlenstaklonen für die Kriegs darin. Mit dem rapiden Wachsthum, welches unsere Kriegs-Marine sowohl hinsichtlich der Zahl, wie der Stärke der Schisse erfahren hat, tritt die- Nothwendigkeit der Beschaffung von Kohlenstationen immer dringender hervor. Seit Jahren ist dies Bedürfniß von den einander folgenden Bundesregierungen wohl als unabweisbar erkannt worden, allein zu feiner Deckung ist Nichts geschehen. Neuerdings nun hat sich der Assistent-Marinesekretär McAdoo mit dieser Frage auf das Einge hendste beschäftigt und daK Ergebniß feiner Erhebungen wird er demnächst dem Departement in einem umfassenden Berichte unterbreiten. Während der letzten Kreuzerfahrt deS Admirals Meade, dessen wenig rühmlicher Rücktritt aus dem activen Dienst jüngst zu vielen Commentaren' Veranlassung geboten, hat Herr McAdoo die Bewegungen deS Geschwaders in den Mittel und südamerikamschen Gewässern auf daS Eingehendste verfolgt und gefunden, daß die Bundes-Regierung keine Schwierigkeiten haben würde, in jenen Meeren kleine Inseln zu erwerben, welche sich zur Etablirung von Kohlenstationen wohl eignen. In der nächslen Congreßsession soll deshalb ein Versuch gemacht werden, für das Staats-Departement die Autorisation zur Einleitung der erforderlichen Nego tiationen zu erlangen. Unsere Kriegsschiffe sind in südlichen Gewässern behufs Deckung ihres KoblenbedarsS auf enMche Kaufleute

angewiesen utiV müssen" ble" von den Letzteren verlangten exorbitanten Preise unweigerlich bezahlen. Die englische Kohle kommt aus Cardiff und kostet mindestens 54 per Tonne mehr als die an Bord unserer Kriegsschiffe mittels Schooners gebrachte amerikanische Kohle. Als im verflossenen Herbst die Sendung eines, großen Geschwaders nach WestJndien beschlosfen wurde, ließ der Marinesekretär Herbert in den betreffenden Häfen Erkundigungen in Betreff der Kohlenpreise anstellen und bei dieser Gelegenheit brachte er in Erfahrung, daß die dortigen Händler sich im Besitze ausschließliche? Privilegien befänden und deshalb Phantasiepreise berechneten. Um dieser Prellerei aus dem Wege zu gehen, wurden von dem Departement mehrere tausend Tonnen PocahontasKohle, welche die Cardiff-Kohle an Güte weit übertrifft, angekauft, aus Schooners nach Key West, Kingston sowie anderen Häfen gesandt und auf diese Weis das Geschwader mit amerikanischer Kohle versorgt. Allein dieses Verfahren hatte große Nachtheile. Einmal bietet das Umladen der Kohle aus einem Schooner in die Vun ker eines Kriegsschiffes wegen Mangel an geeigneten Vorrichtungen in einer offenen Bai große Schwierigkeiten; ferner sind die Bewegungen der Flotte ungewiß und nicht selten mußten die Kriegsschiffe den Schoonern die Kohle abnehmen, trotzdem ihre Bunker noch gefüllt waren. In Anbetracht dieser mißlichen Verhältnisse kann durch Zufuhren amerikanischer Kohle immer nur ein temporärer Bedarf gedeckt werden und es kann der Fall eintreten.daß die Bunkers eines Kriegsschiffes bedenklich leer sind, ohne daß ein Kohlenschooner in Sicht ist Aber die englischen Händler in den westindischen Hären verstanden es, die unabweisbaren Schwierigkeiten noch um ein Bedeutendes zu erhöhen, um die amerikaniscben Schiffsführer zu zwingen, englische Kohle zu lächerlich hohen Preisen zu kaufen. Im verflossenen Winter veranlaßten sie die Hafenarbeiter, sich nicht zum Umladen amerikanischer Kohle zu verdingen, so lange englische auf den Docks lag. Zur Zeit ist Key West der einzige Platz in der Nähe der west.indischen Inseln, wo amerikanische Kohle gelagert werden kann, allein das Wasser ist dort für die riesigen - Kolosse unserer Kriegsmarine, die gewaltiger Quantitäten an FeuerungSmaterial bedürfen, nicht tief genug. Früher schon , ist der Versuch gemacht worden, in Hayti und zwar auf der Mole St. NicholaS das Recht zum Lagern von Kohle zu erwerben, auch war die Etablirung von Kohlenstationen auf St. Thomas, Santa Catharina und den GalapagoS-Jnseln an der Küste von Ecuador u. s. w. in Aussicht genommen, allein die eingelei teten Unterhandlungen haben sich, aus dem einen oder dem anderen Grunde, stets zerschlagen. England ist mit befestigten? Kohlenstationen, von denen einzelne kaum eine Tagereise von unserer Küste entfernt liegen,' versehen. Von St. JohnS im Norden schließt sich eine Station an die andere. Von Ha lifax kann Boston in zwei Tagen erreicht werden; Vermuda ist 670 Meilen von den Carolinaö entfernt, Nassau gar nur 200 Meilen von Florida und Kingston liegt sogar noch' näher. Welche Stellung der Congreß gegenüber den Forderungen des- Marine-De-partements einnehmen wird, läßt sich vorläufig natürlich nicht sagen, auch hat das Departement die Frage noch nicht beantwortet, in welcher Weise es die seinerseits geforderten Kohlenstationen gegen eventuelle feindliche Angriffe u schützen gedenkt.

errikes tu England. Die vom englischen Handelsamt herausgegebene Labour Ga-tte- verLffentlicht in ihrer letzten Nummer eine sehr lehrreiche Zusammenstellung über die englischen Arbeiterausstände im abgelaufenen Jahre. Wir wollen diese Resultate mit denen von 1893 vergleichen (die von 1892 sind zu unbestimmter Art), wobei wir die letzteren in Klammern beifügen. Die Anzahl der Strikes betrug im Jahre 1894: 956 (658), unter denen bei 926 (551) Fällen 'die näheren Umstände bekannt waren. Die Zahl htx davon betroffenen Arbeiter betrug 306,000 (602.600). DaS Ergebniß oedeutet also eine bei Weitem größere Zahl von Arbeitsernstellungen oder Abnahme der darin Verwickelten, waS sich besonders durch den Strike der Kohlengräber mit 422.000 Personen erklärt. Was aber den Erfolg der Ausstände betrifft, so verliefen in Procenten erfolgreich 17,4 (62.9). teilweise erfolgreich 14.3 (24,7), ohne Erfolg 51,8 (12,1), Erfolg unbestimmt oder unbekannt 16.5 (10.3). Wi: der Bericht selbst bemerkt, springt der Unterschied gegen das Vorjähr zu Ungunsten der Arbeiter in die Augen. Fast viermal so erfolgreich verliefen die Ausstände im Jahre 1893, wiederum eine Folge des großen KohlengräberstrikeS. Fragen wir nun weiter, auf welche Berufszweige sich die Ausstände vertheilen, so ist nur ein theilweiser Vergleich mit dem Vorjähre anzustellen möglich. In erster Reihe steht auch im Jahre 1894 die Industrie der Erze und Erden mit 183 Strikes, in die 204.000 Arbeiter verwickelt waren. Von 172 mit 201,. 000 Arbeitern war der Ausgang bekannt und gerade hier liegt die Ursache des Mißerfolges der Arbeiter. Es waren nämlich 13.6 Procent der Aus stände, erfolgreich, 9,1 Prvcent von theilweisem Erfolg, während nicht weNiger als 63.4 Procent scheiterten. Der Rest ist unbestimmbar oder nicht bekannt im Ergebniß. Keine andere Branche weist ein auch nur annähernd so ungünstiges Ergebniß für die Arbeiter auf. . i . . Die zweite Stelle nimmt die Textilindustrie mit 186 Ausständen und 38,700 davon betroffenen Arbeitern ein. Hiervon hatten 29.1 vollen. 12.1 Vrocent Mlweism Erfol, .wogegen

34,7 Procent erfolglos verliefen. 5s folgt das Baugewerke mit 178 Strikes und 14.000 Arbeitern und 24,1 Procent zum Theil erfolgreichen, 30.7 Procent erfolglosen Ausständen. Die meisten Gewinne erzielten die Arbeiter in der 'Seeschifffahrt und den Docks, wie in der Schneiderei, doch sind die Zahlen der Arbeiter in beiden relativ gering (4100 bezw. 6400). Die Metallindustrie hatte ebenfalls zahlreiche Ausstände (186) aufzuweisen, an deen 25,500 Arbeiter theilnahmen. Hier wie bei den übrigen Berufszweigen überwog die Zahl der unentschiedenen Strikes. Leider enthält die Tabelle keine Berechnung über die Dauer der Ausstände, welche sich mit den Angaben von 1893 vergleichen ließe. Hoffentlich wird das nachgeholt; denn erst die Beobachtungen einer längerenReihe von Jahren nach derselben Methode fortgesetzt, besitzen statistischen und socialpolitischenj Werth. Summirt man die an den Ausständen, betheiligten Arbeiter und scheidet sie nach dem Erfolg, so hatten 280 mit 51.000 Arbeiter vollen, 181 mit 42.000 theilweisen. Erfolg. während 219 mit 152.000 Arbeitern ganz resultatlos verliefen. 'Wie wir gesehen haben, waren das zu beträchtlichem Theile die größeren Strikes, der Industrie der Steine undErze, die auch gegenwärtig noch in England bei einer sonst im Aufsteigen begriffenen Conjunctur laborirt und auch wohl noch an den Nachwehen der Erschütterung von 1893 zu leiden hat. Aus diesen Ergebnissen in Umrissen bestimmte Schlußfolgerungen zu ziehen, halten wir für gewagt und übereilt. Dies wäre Sache einer methodistischen Einzelbeobachtung während eines längeren Zeitraums unter steter Vergleichung der allgemeinen Lage der betrefsenden Industrie wie ihrer Arbeiter und ihrer Organisation.

Deutsche Local'TlachrltJttU. ChQttnofn. Eise nach. In de; Kassenfu'H rung des hiesigen Arbeitshauses, der CorrektionZanstalt sür die thüringifchen Staaten, wurden Unregelmäßigkeiten vermuthet und in Folge dessen eine Untersuchung eingeleitet. Der Kassirer, Cyliax mit Namen, der sich seit längerer Zeit dem Trunk tu geben, hat sich in derNesse ertränkt. Die zur Wartburg führende Zugbrücke ist abgebrochen worden, da dasMauerwerk, auf dem ste nordwärts ruhte, vielfache bedenkliche Risse aufwieZ. Weimar. Da in Folge der Verstaatlichung der Weimar-Geraer-Bahn etwa 70 Familien von Weimar wegziehen werden, so wurde in der letzten Sitzung des hiesigen Gemeinderaths ein Ersatz für die Direltion durch eine Vetriebs-Jnspec-tion als sehr wünschenswerth bezeichnet und beschlossen, in einer Eingabe an den Eisenbahnminister dahin vorstellig zu werden. Vklnvurg Parchim. Ern Kindesmord ist in Neu-Gaarz bei Malchow von der unverehelichten Tochter des dortigen Stellmachers S. verübt worden. Die entartete Mutter zertrümmerte gleich nach der Geburt den Kops des Kindes an der Bettstelle und durchschnitt den HalS des kleinen Wesens mit einer Scheere. Dann schleppte sie fcie verstümmelte Leiche auf das Feld hinaus und scharrte sie dort ein. Das Mädchen wurde von dem eigenen Vater verrathen, so daß nun ihre Verhaftung er folgte. S ch L n b e r g. Nachdem die Baukosten für die Errichtung eineö eigenen HeimS für denHerbergsverein des Fürstenthums Ratzeburg bedeutend erniedrigt sind, ist der Bau nunmehr gesichert. Diese Kosten werden sich aus ungefähr 14.000 M. belaufen, die Einrichwng nicht mit eingerechnet. Für 6000 M. sind Actien gezeichnet worden. Die Stadt hat einen geeigneten Bauplatz gestiftet. W i t t e n b u r g. Richter, der Mörder der Jda Waldmann inWittenburg. ist der That voll geständig, und war dem Vernehmen nach dahin, daß er mit dem Mädchen, welches seine Braut ge wesen, beschlossen, bei der Aussichtslosigkeit ihrer ehelichen Vereinigung gemeinsam in den Tod zu gehen, daß er dann dasselbe vereinbarungsgemäß erwürgt habe, ihm aber hernach derMuth entsunken sei, sich selber zu entleiben. Uaifvtu München. Das Gebäude der Schackgallerie, bekanntlich im Besitze Kaiser Wilhelm II., ist in den letzten Wochen einer größeren baulichen Reparatur unterzogen worden. Ior dem Hause haben' nunmehr zwei mächtige Flaggenstangen, ähnlich denen vor der Feldherrnhalle, Aufstellung gefunden; an der Spitze ist ein Adler angebracht, darunter eine Scheibe mit W. IV in Gold; der Sockel der Flaggenswnge.i ist grüne Bronze. Kaufbeuren. Peinliches Aufsehen erregt der gegen daö Teichäst deS Kaufmanns und Feuerlöschmasse-F6-brikanten Georg Müller zum Rehleseiler dahier eröffnete ConcurZ. DaS Concuröverfahren wurde auf Veran lassung deS Bankiers Gerhauser eingeleitet. Die Passiva sollen sich auf 207.000 M. belaufen und soll sich Müller, welcher angeblich unter Mitnähme eines Betrages von 35000 M. flüchtig ging, bedeutende Wechselfälschungen auf den Namen seines Vaters haben zu Schulden kommen lassen. Nürnberg. Bezüglich deL PostdiebstahlS ist mitzutheilen, daß in dem Orte Weißendorf be! .Erlangen im Haufe des Schwiegervaters d;3 seit Wochen verhafteten Postpacketboten Zeh 29,500 M. gefunden wurden. Nun ist daö gestohlene Geld vollständig beifammen, mit Ausnahme des von ler Diebs- und Hehlerbande inzwischen verbrauchten Betrages von 7000 M. Der Diebstahl ist bekanntlich vor 3 Monaten verübt worden. Pfarrkirchen. Der als Halt steller in Katsmühle angestellte Bahnheamte Schuster hat sich -m der Nähe von Neubosen erschossen und zwar.auS

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Früklking8 gegen alle Unordnungen des V

Der Leöer und des Wagens welche man m diese Jahreszeit fühlt ist 3.frm&ßm& fiatnbmgQr Tröpfen.

Gram, daß fern Sohn, ein Buchbindergehilse, wegen Diebstahls verhaftet wurde. Vh,tnpfal,. Ludwigshafen. Der seit etwa einem Jahre hier ansässige, aus Diedelfeld stammende Rechtsanwalt G. Zeter wurde dieserTage in seiner Wohnung erhängt aufgesunden. Zeter war unverheirathet. Motiv der That unbekannt. Moosbach. In der Pfarrkirche wurde ein Kind zur Taufe gebrach das fortwährend aus dem Munde blu tete. Auf Veranlassung des Pfarrers wurde der Mund untersucht, wobei sich zeigte, dafz dem armen Kinde die Zunge herausgerissen war. Die scheußliche That wurde von der eigenen Mutter, einer 18jährigen Bauerntochter, verübt. Neustadt a. H. Hugo Abrech. 32 Jahre alt. bisher in Frankfurt wohnhaft, der einzige Sohn einer angesehenen reichen Familie, hat sich erschössen. v?UMtt,n,v,r. Stuttgart. Der langjährige Direktor der Lebensverstcherungs- und Ersparnißbank dahier, Rechtsanwalt Carl Lautenschläger, Mitglied des Staatsgerichtshofes. ist im Alter von 66 Jahren geswrben. Ein seltenes Jagdglück ist in diesen Tagen dem seit mehreren Monaten im Hotel Marquardt wohnenden Herrn Friedrich Krutina aus New York zu Theil ge worden. Der glückliche Waidmann, welcher sich aeaenwartlg aus der Auer hahnjagd im badischen Schwarzwald (am Fuße des Feldberges) befindet hat die Mittheilung hierher gelangen lassen, van er an drei ausemanderfol genden Tagen drei prächtige Auerhähne erlegt hat. E b i n g e n. Letzthin feierten in dem nahen Onstmettinaen die MechanikersEheleuie Schneider das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Die Jubilare, beide 1811 geboren, sind noch sehr ru Nia. C&btu Karlsruhe. Nach langem schwerem Leiden starb Bankier und Stadtrath Müller. Der Verstorbene war eine längere Reihe von Jahren auch Borstand des badifchen Landes Pferdezuchtvereins gewesen. Musik direktor migt ist mit der Kapelle des 1. badlschen Leib-Grenadler-RegimentS No. lw zu ven Eroffnungsseierlichkei ten des Nordostseekanals vom Kaiser vesoylen worden. Die Kapelle wird vornehmlich altdeutsche Märsche mit Instrumenten und in Kostümen der damaligen Zelt zum Vortrag bringen. A d e l s h e i m. Dem Ehepaar Weinig wurden innerhalb acht Tage seine zwei einzigen Kinder vom Tode entrissen. Schon früher hatte es drei Kinder verloren. V i l l i n a e n. Ein abscheuliches Verbrechen verübte in Klengen ein bei emem Landwirt in Dienst stehendes 13jähriges Mädchen. ES stieß einer Kalbm und emer Kuh, wie esselbst eingestand, derart mit einer Stange in die Mastdarmöffnung, daß beide Thiere getödtet werden mußten. Der Dienstherschaft starb letzthin plötzlich ein vierteljähriges Kind. Es entstand der Verdacht, das Mädchen, dem die Pflege des Kindes anvertraut war, habe das Kind zu Tode gequält. Die Untersuchung der Leiche bestätigte den Verdacht, dem kleinen Wesen waren die Gelenke vielfach zerrissen und die Knochen gebrochen worden. Das Mäd chen blieb bei der Sektion völlig theilnahmsloS. &4ltVlU Bern. Der städtische Gemeinderath empfiehlt dem Stadtrath denVau einer Lorrainebrücke. Die Heilsarmee hat die alte Krone" dahier um 200.000 Francs , angekauft. Dieselbe war bisher Gottesdienstlokal der römischen Katholiken. Aara.au. Die Besitzer des Elektricitätswerkes in Baden, die Herren Brown. Boweri & Co., errichten eine besondere Fabrik für Herstellung elekirischer Lokomotiven. Die Firma Do-r-Humbel sekte unlängst eine neuerbaute Staniolsabrik in Betrieb. 0fxrrt4j. Graz. Während eines Gewitters schlug der Blitz in die St. Johannund Pauls-Kirche ein. welche in Folge dessen gänzlich niederbrannte. K r a tz a u. Der hiesige Privatier, Josef Sitte, geboren 1810, feierte mit seiner Gattin Anna Sitte, geboren 1827. die goldene Hochzeit. Dieser Ehe entsprossen vier Kinder, wovon zwei am Leben sind. Das Jubelpaar erfreut sich an sechs Ejitefa und sieben Urenkeln. Sitte ist Mitbegründer de, städtischen Sparkasse, war durch füns Jahre Bürgermeister und gehörte auch eine Zeit lang als Mitglied der Bezirksvertretung an. MiScolez. Großes Aufsehen erregt hier die Vergiftung der Familie Ludwig Jambor Fayi. Der Aater und der älteste Sohn starben, die Mutter und zwei Mädchen kämpften mit dem Tode. Eine strenge Untersuchung wurde eingeleitet, da vollständiges Dunkel darüber herrscht, ob die Katastrophe im Einverständnisse der Faml-lien-Mitglieder erfolgte, ode? ein Verbrechen Fremder vorliegt. j

beste.

Meäizin iwr vr Marktbericht. Whclesale.Prki!?. T0CCtleft. Zucker: harter sö.03. Guter gelber $4.16. förtnnhnf mIKm o es y VW Kaffee: gcröst. Banner, Lion und Java ilt äl r er e atm m . ai. toi, (in du Pi aaen) Capital 21 Pilot 21c 2akota 20c Brazil 19jc Gttr. Aepfel 7c m Pfirsiche 14e Corinthen 6c Pflaumen m Aprikosen 11c Früchte und Gemüse. epfel per Faß $6.50 Citronen per Kiste $4.00 Orangen per Kiste $3.75 raut per Faß $3 .60. Zwiebeln per Faß $3.50 Rüben per Faß $1.50 Bohnen per Bushel H2.00 Kartoffeln per Bushel 70c. Süßkartoffeln per Faß $3 50 Mehl. Winter-Weizen pat. $4.00 Frichjahr-Weizen pat. $4.00 Winter extra $2.50 Gewöhnliches $1.75 Roagenmehl $3.10 tzafergrüie $5.75 utter, Eier und GeslUgel. Butter, ftischeCountry 10c. Eier, sriscb. ver ini , grJVX 'T "V v k ni . vpring ChickenS 8c; Hähne 3c ; Turkeö Hennen 8c; Enten 6c; Sanse 14.80 per Xn. Leb. (Srflüael? tSftfi 71. vc v C. C. EVERTS, Deutscher Zahn - Arzt. No. 91 Nord Pennsylvania Str. a S wird auf Wunsch angewandt. G 3r. Leonh. Bell, Deutscher Arzt, Ecke East und Ohio Straße, praktizirt gemeinschaftlich mit seinem Vater Dr. Guido Bell. Sprechstunden: crmittag, iO-i,Uhr. ii.tn,iunocn. Nachmittag 4 Uhr. Dr. C. N. Schaefer, rzt und vbirura. No. 430 Madison venue, nahe orri Str. prechstunde : 8-9:80 Uhr OT,tQ,.-4 xtx ATI m. 1 a.a. . m m w . m - wanmuinfl ig tzr nicnoi. elvbi . Dr. THEO. A. WAGNER hat seine Olstce nach Sko. Nord Delaware Crr. verlegt, und wird sich freuen seine Valtenten nd Sreunde dort iu empfangen. prechftnnde: lvNhrvr.: 4Nhr Ct A d , . M , J mm mm am-t onnlug,: ftivpiii u?r orm. Telephon 848. Dr. I. Bühler, 120 Oll Mc(7arty Ctr. pch.tde: 8 u,r er.; Nhr ach.; 1 9 nir Irak. Telephon 1446. Sprechstunden: Eonntagl nur BirmtUag, Dr. Carl Q. Winter, CIrjt und birurg. Speziallft für Augen und Ohren. Sprechstunden von 9-12, Z S, 7-8 Uhr. Zimmer No. 1 im alten Bibliothekgedäude, Ecke Pennsylvania und Ohio Str. Telephon Office : 120: Hank 640. Dr. I. &. Ontelisse, sSasttat fiH a,schliehltch mit wdU,ch all und mit schlecht,. utz Urtkrattette. R. 5 Oft artet Ctraft Dfftcoetnmkcm l S fttl IQ Hl arm tliai CiX Am. Caaa tauft iMlammam. CiIm i99ii. Dr. Bnrüharyt Deutscher Ärzt. Wohnung: R. 302 Gltd ttttMau Ctr. EprechVtde : 8 '8 Nhr ,r. l bis IX Uhr Nach. 7bi8Uhrbeud. Office : 18 Ost Ohio Straß e. Eprechstundea 3 iit i Uhr Nachm. Xelefctra 80. Dach . Material. T. F. SMITHER. Händler in ieldach'Material, S nl S l ead , oofing, wasserdichte Sheettni, seuer eftem phalttlt. trohpapp. Dach, und c tall-garde ,e. :c. Office: 109 Bfeft vkary ld lrah, Teikph!. Dachdeckerei. Sdigend verantwortliche Dachdecker. StiiU Scher, Trinidad und ilsonite ApHaltDkchr. klle Arten Somptfittonl-DScher mit defte a. terial. Offtee: o. 169, vard : 180 W. Marylandsir. Televbon 831. Jndiasavolik, Jd. (3M0.M ft fMT H kbif n&4 H Mi fc. Goodwirn.Troj.N.TH work für m. ni,t J r eh. bm wi ta.ch yoaqolcklj fcow um fr tt tm 1 da? I U Urt, mor m;nn . Hotk mim, ajl ific Ia ur t .f l " M ry ' ata ) th W-Ork. All i. maw r.ar. .7 worlar. Wa aUrt VOM, Amiaktag arytbinr. KAILLT, Bf KkUiLT lnM. PAKTICÜLaJU FUK. AtTmitJZZ tUM 4 VftXUtJ,

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Eisenbahn -Tabelle

Ankunft und Abgang der verfchiedenm Eisendahnzüge im Union Depot. Indianapolis. Vandalia. Mgang Postzug 7 30 33m Expreß ii öunt Expreß 12 40 Km Accomodatton 4 00 Km Expreß 7 00 3fm Erpreß 11 20Nm Ankunft Expreß 3 35 33m Expreß 4 i& m Accomodatton 10 00 53m Expreß 3 20 Nm Schnellzug 6 0013m Accomadation 7 40 Nm Cle belaub, Cincinnati, Chicago und St. Lomö. JndianavoliS und Cleveland Division. Abgang Expreß. - 416ih Expreß 1030 83m Expreß 10 30 93m Limited Expreß 310 91m Erpreß 6 4Q9ta Ankunft Exvreß 7 10 95tr Expreß ..llsom Limited Expreß 11 SO 83m Expreß 6 00 Km Expreß llvONm St. Louii Diviston. Abgang Expreß 7 30Vm Limited Expreß 1150 83m Expreß 11 20 9hn Expreß, täglich... 11 45 Km Ankunft Expreß täglich 400Nm Expreß 2 60 Sni Limited Expreß ssoNm Erpreß 6 00 83m Thicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 45 Dm Accomodatton täglich 7 05 Vm Accomodation 1100 83m Postzug 3 00 Km Accomsd. snur Sonntag). Accomodatlon 6 35 Km Ankunft-Rufhville Accomodatton. Postzug ll 40 m Jnd'plS Acc. (nur Sonnt.). Accomodation Accomodation 10 15 Km Schnellzug 11 10 Km Chicago und Cincinnati Diviston westlich. Abgang Accomodation 7 10 83m Scbnell.Post 11 60 Km Lasayette Accomadation. ... ö 00 Km Schnellzug 12 15 83m Ankunft Schnellzug 3 30 Vm Lafayette Accomodatisn . . .10 45 m Schnellpost 2 50Nm Accomodation 6 16 Nm Peoria Division deftlich. Abgang Expreß 7 25 Vrn Expreß 11 25 Km Danville Accomodatio 6 05 Km Expreß 11 69 m Ankunft Expreß. 3 25 83m Danville Accomsdation 10 35 Vm Expreß 2 50 Km Expreß 6 65 Kni Peoria Division östlich. Abgang Expreß 6 30 83m Accomodation.. Expreß 8 25 Km Ankunft Expreß 1140 83m Accomodation Expreß 1000 Km Lake Srie und Weftern. Abgang Expreß 7 00 83m Expreß - 120 Km Expreß 700KM Schnell'Expreß Ankunft Schnell' Expreß Expreß 10 20 83m Expreß 2 60 Km vxprex vxostm Pilttburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Jndianapolib Division. Abgang Expreß 4 60 8m Columbuö Accomodation... SvOVrn Expreß 3 30 Km Rtchmond Accomodation. . . 4 00 Nm Expreß 6 10 Km Ankunft Richrnond Accomodation 8 55 83 Schnellzug 11 40 rn Expreß 12 SO Km Accomodation 3 20 Km Expreß 6 60 Km Expreß 1015 Km hicago Division via okon. Abgang Expreß...', Ervrek ....1100 83m 11 20 Km Ankunft-Ex?reß... 3 35 83m 3 15 Km xpreß LouiSville Division. Abgang Expreß 3 45 83m omsville Accomodatton.. . S 10 Brn Schnellzug 3259cm Accomodation..., 4 0) Km Ankunft Accomodatton 10 20 Brn Schnellzug 10 50 83m Accomodation 6 60 Km Epezial täglich llOOKm Cincinnati, Hamilto und 3ndisnaPoliS. Abgang Expreß S407m Emnnnatl Aecomodottsn .. 10 50 83m Expreß i L OO Km E?pre ! 4 00 Km Expre! MV Ankunft Accsmodatton. 915 83 rpre 1145rn Expreß 730 K Erpreß... 10 55 Km r?reß 12 80 rn Sndianapolit und Vineenneß. Abgang-Expreß 8 00 83or . t?i"cfnne$ Accomodation'.. 4 00K nruuft VmcnmeS AccomodarionlO 40 Km VVOSkM Cincinnati, Wabash und Michiga. Akgang-Expreß 63583m rpreß 1115 83m Ervrek , Snkunft-Expreß 9 55 83m rpreß 2 50 Km Expreß g OO K Indianapolis, Deeatur und Oesiern. Abava Expreß 830ta Accomodation 8 40 9ha Schnell Ervreii li2n Ankunft Schnell'Expreß 3 30 83 twnwöiiiwji 10 40 m Expreß 4 60 83m Louitville, New Albany und Chicago. Mgang Expreß 12 35 83 Mreß 1160 83 Wann VriAmflVtlii A rtfk . "-vw wvwiMuitt .... . a jiuk Ankunft Expreß 3 30 83 onon Accomodatton 1120 83m Erpreß , 8 65 Km The Twentleth Century, ei aulgezkichnete Oochenschrist," txlt fortschrittlich gesinnten Leser sehr ii nft len ist. In der Denden, ,war sozialiisch, werde .d,ch andere fortichrirtlt TZerrun darr unparteiisch besproch. - :?an desteue dir det d Urzdolat udlloklQki Co 19 Cr U:. l?