Indiana Tribüne, Volume 18, Number 260, Indianapolis, Marion County, 9 June 1895 — Page 5
Wechsel-Jahre."
ES giebt im Leben der Frauen eine Periode zwischen dem 30. und SS. Jahre, welche ein bedeutendes Ereigniß in deren Existenz bildet und einen großen Einfluß auf deren Glück und Gesundheit ausübt. Dieser Zustand greift in einer ganz beson derS niederschlagenden Weise das ganze Nervensystem an und da die Funktion deS MagenS, der Leber, Nieren und des Her zenS ausschließlich durch das sympathe tische Nervensystem kontrolirt wird, so ist eS leicht erklärlich, weshalb Frauen väh renddieserPeriode soviel durch dieKrank heilen dieser Organe zu leiden haben. Dr. Schoop fand, daß Leben und Kraft nf Nervenstärke beruhen und seine Arznei .Wiederhersteller" ist eine neuent deckte Medizin, welche diese Leiden heilt durch die Einwirkung auf die Nerven, welche diese Organe kontroliren und wo die Ursache dieser Leiden zu suchen ist. Diese Arzne, ist eine anerkannte Wohlthat kür leidende Frauen und ein Versuch wird solches beweisen. Dr. Schoop'S .Wieder Hersteller" ist kein .Nervine" mit wel chem Namen giftige Nervenrenmittel bezeich et werden und welche gewöhnlich das Leiden nur verstärken, sondern es ist eine Medizw die zurKrästigung und Ernährung deS geschwächt ten Nervensystems beiträgt und dadurch die eigentlichen Ursachen des Leiden? entfernt. . In Asothekea cCr f.'anea per Expreß für $1.00. Dr. Schoop'S .Weg meiser zur Gesundheit ein Buch, VelcheS Mit. td eilungen über die Wechsel-Hahre enthält, nebst Proben, werden an jede lndende ffrau frei versandt. Man schreibe au Dr. Schoop, Box 9. Racine. Wis. Denkewalter Sprlngs. Spencer, Jndiana. ana'arium. aeivp'icke Wafferheilanstalt, tttckkarort. $3bmlatfurort, Siaderh'ilftäNe und Leidenden eftkli? em fohlen. Prospekte rati.. Aug. Haiig's BäckcrflundConditorei, 421 5üd Plsridin Ltr. Die besten Kucken für Hochzeiten und sonstige 'stticükeiten. GuteS Roggen und Wcißbrot. Alle Bestellung' prompt abgeliefert Marktstände? 2To.l33, 13S und 137. OlivenDel! t G3. Queller, 61 Massachusetts Ave. ) Oestlich von 11C Ost New 3ort Str. ( Delawarestr. Televbo 575 Leukhardt, SAL00N, (SdeCbio S S7obl, Straße rite 9ctt2r.tr und Cigarren. Xsuncli. Seknnnte Modrrnc Fnbrilratc. Sie brauchen keine Introduktion zu diesen Stoffen die Qualität derselben ist bekannt. Wir haben gerade noch fünfzig Des' sinö davon erhalten. DimitieS Stoffe machen bequeme Kleider. Warum sich nicht kühl halten? Wir haben sie in importirten und einheimischen Fabrikate und Jaeonet (12c) Ducheffe ist das bilic Mc Lavn zu mittelmäßigen Preisen in diesem Jahr. Die Farben sind waschecht, und die Muster Pracht voll. Einhundert verschiedene Muster. Sie kennen diese Waaren. Sie kennen deren Werth. Kaufen Sie ein Kleid und Sie werden zufrieden sein. LS-flyrasiCo Herren Kleider nach Maß angefertigt. Reparaturen und Deinigen von Herrenkleidern zu den niedrigsten Preisen. Rasche und gute Arbeit zugesichert. Fred. Wendhausen, .-. .
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(sine gestützte etaM. Won Tr. Heinrich Kanner.
Wien, im Mai. Oesterreich besitzt seit dem Oster-6rd beben eine traurige Sehenswürdigkeit mehr: Laibach, die gestützte" Stat. Ich habe sie in diesen Tagen besucht und möchte hier mittheilen, was ich dort geseben .und gehört und welche (Sin drücke ich empfangen. In den gewöhnlichen Zeiten sah Lai bach so ungefähr aus, wie irgend eine andere unserer kleinen, ärmlichen alten Provinzstädte. Schmale Gassen, alte, niedrige, enge, schmucklose Häuser mit weitläufigen Höfen, dazwischen nur ganz wenige moderne Bauten, welche von einer langsamen, aber doch merk lichen Entwickelung zeugen, an der Peripherie Gemüsegärten mit Bauernbevölkerung, viele Kirchen, wenig Plätze, wenig Bäume eine kleine Stadt, ein große Torf, beides zugleich. Heute bietet Laibach einen einzigarti genAnblick dar: Alles gestützt. Quer über die Straße ragen die großen starken Holzblöcke empor, welche die oberen Stockwerke und die ganzen Häuser stützen. Oben bohn sich die Träger scharf in' Mauerwerk ein, unten in's Erdreich der Straße oft einer vom an dern nur einen Meter weit entfernt. Da die Straßen eng, enger als die dop pelte Spannweite der Stützbalken find, kreuzen sich die Balken von der einen mit denen von der andern Seite und bilden ein tausendfältig wiederholtes, nach unten verkürztes, liegendes Kreuz, Tausende von Passionskreuzen, welche die Leidensgeschichte dieser Stadt sym bollstren. Im slovenlschen Volkslied heißt die Stadt das weiße Laibach-. Tenn mögen auch die Großstädter und Weltbummler die Stadt nicht schön sin den, für das slovenifche Bauerndolk sind doch ihre rernhchen Straßen, lhre paar Promenaden und wohlgepflegten Alleen das Schönste, was man sich venken kann, ein Gegenstand für poe tische Begeisterung. Heute kann man das Epitheton weiß" ( reinlich) für diese Stadt kaum mehr verstehen. Auf den Straßen unter den großen Holz. kreuzen liegt der Schutt aufgehäuft, altes Ziegel, Mörtel und Holzwerk, das von den Häusern herabgefallen ist. Manche Straßen haben sich halbwegs gut gehalten, andere sind zum Grauen geworden, KollektivRuinen. Da steht schon am Eingang der Straße das Plakat zu lesen: Berbotener Weg wegen Gefahr". Den Straßenein gang versperren zwei Holzblöcke, über welche ein Brett gelegt ist. Daneben hält ein Soldat mit Schul tergewehr Mcche. Hier darf nur ein treten, wer einen vom Magistrat aus gestellten Passirfchein hat, und Fuhr werk ist der Zugang völlig verwehrt. Wenn man so einen Engpaß ansieht, so möchte man weinen, daö Ganze müßte im Augenblick zusammenstürzen. Vor Allem ist auf keinem Dach ein Schornftnn mehr zu sehen, dle Rauch sänge sind überhaupt in der ganzen Stadt am allerehestcn eingestürzt. Die Dächer sind durchwegs stark beschädigt. zum Theil abgedeckt, die Frontmauern sind zersprungen, wie das Email emes alten Topfes. Da klafft eine Seiten mauer und läßt die kahlen, rissigen Wände eine? ehemaligen Zimmers ste hen. Dort fehlt das obere Stockwerk ganz. Ob die' Außenmauern noch zu sammenyalten, erzählen die oden en sterhöhlen von den Wirkungen des Erdbebens. Unter dem Stützaebälke, an den Häuserfronten entlang, über die Schutthaufen bahnen wlr uns den Weg, und aus einer fürchterlichen Gasse führt er m eine noch surchtemchere, ganze Stadttheile sind so übel zugerich tet, und der Führer weiß überall den traurigen Anblick durch eine noch trau rigere Reminiscenz aus den Schreckens tagen zu kommentiren. Hier im oberen Stockwerk dieses Hauses waren in der entsetzlichen Osttrnacht zwei Kinder, das Dach stürzte ein, sie krochen heraus und retteten sich auf das unversehrt geblie bene Dach des RevenhauseS. Hinter jenem Fenster wohnte eine Näherin. Die Decke ihres Zimmers war Holzge bälke. Die Mauern gaben nach, die Decke stürzte ein und begrub die Arme unter ihren Trümmern. Und so man delt man von Straße zu Straße, und die Häuser liegen da rechts und links wie die Schwerverwundeten nach der Schlacht. Der hat die Augen verloren, jenem fehlen die Extremitäten und jeder trägt alle die Umschläge und Verbände, welche die BauEhirurgen ihm ange legt: das Ganze, ein große? Häuser Lazareth unter freiem Himmel. Noch schlechter als von Außen sehen die Häuser im Innern aus, und das ist das bedenklichste Symptom. Die Thoröffnung gleich ist mit Stützge bülk allseits verkleidet, unten ein Bal ken, auf jeder Seite ein Balken, oben ein wagrechter Balken, auf diesem , ein senkrechter kleiner Balken und zwei schiefliegende Seitenbalken, zur Stutz ung der Thorrunduug oben. Das ganze Thorgewölbe wird von einer Reihe knapp hmteremauder aufgettell ter senkrechter Balken, die wieder oben und' unten an" wagrechte Bal ken anstoßen, getragen,' ein Holz lIolonnade, unter der ffir eintreten. Im Hof ganze' Berge" von Schutt, Hintergebäude förmlich zerrisien. Wir klettern über die schlechten treppen hinauf, überall die ' verdächtigen Stützbalken, ebenso die Gänge entlang, sm Innern die Mauern der Zimmer zerfetzt, ah und m ein Eckzimmer Hessen Süßere Wand Luft ist. Alles ist pereitS menschen und möbelleer. Selbst Häuser, die äußerlich ganz un verletzt scheinen, nicht einmal Sprünge im Mauerwerk zeigen unh von Sfutz? balken gänzlich fres geblieben sind, sind im Innern voll von Spuren der Wer Wüstung. So z. B. machte daö Hotel, w dem ich .einkehrte, von der Straße
aus den Eindruck' völliger Unversehrt heit. Aber als ich ein Zimmer der
langte, hörte ich schon die schreckliche Kunde. Ja, wenn der Herr nicht er schrecken, das Zimmer hat mehrere Sprünge in der Mauer. Aber es ist keine Gefahr". So bereitet mich die Beschließerin schonend auf das Weitere vor. Ich versprach ihr, nicht zu er schrecken und habe auch mein Berspre chen gehalten. Aber das Zimmer sah recht unheimlich aus. In jeder der vier Mauern zwei schräg verlausende Riue von ic etwa 2 Meter Länge, der Plafond verrunzelt. Sonst allerdings nichts. Ich war müde und habe unter diesem schützenden Dach" ganz gut ge schlafen. Schon um der Kuriosität willen. Abcr ich begreife, vaß die ständigen Einwohner der Stadt, die seit mehr als zwei Wochen durch sich immer wieder erneuernde Erdstöße heimgesucht werden, das Bedürfniß nach der Sensation" verloren haben, die den neugierigen fremden kitzelt: in baufälligen Räumen bei Erdbebengefahr friedlich zu schla ren. Viele haben ihre Wohnungen vollständig geräumt. Manche geyen nur tagsüber hinein, weigern sich aber, darin zu schlafen. Ich glaube, nur die geringste Zahl ist in ihren alten Quartieren geblieben. Die Leute sagen zu meist: Solange die Bu-Eommission meine Wohnung nicht untersucht bat, gehe ich nicht hinein." Die Bau-Eom misuon. verstärkt durch Regierung? Ingenieure aus Wien, arbeitet nun freilich, m sechs Sektionen getheilt, Mit aller wünschenswerthen Beschleunigung. Aber die Untersuchung der Häuser schreitet nur langsam vorwärts. Die Techniker habkn elcn über Lebenöge fahren zu entscheiden und Todesurtheile über den Häuserbesitz zu sprechen, und dazu muß man ihnen Zeit gönnen. Wo die Leute inzwischen wohnen? Viele, man sagt 10.000 von den 30.000 Ein. wohnern der Stadt, sind geflüchtet, zu meist m die Dörfer der Umgebung oder nach Graz, Trieft, natürlich vie Wohlhabenden, insbesondere deren Frauen und Kinder. Die Andern haben sich s so gut m der Stadt emge richtet, als sie eben konnten. Für meinen ersten Rundgang, den ich sozusagen incognito unternahm, ohne mit irgend Jemandem von den Behörden zu sprechen, engagirte ich einen Tienstmann. Es war gerade Sonntag Bormittag, und ich dachte da wüt Laibach wohlgekleidet auf der Straße sehen zu können. Aber was ich sah, wollte mir nicht recht den Ein druck machen. Ich fragte den Dienst mann : Gibt es denn keine besseren Leute im Ort V Die besseren Leute,antwortete er. sind weggezogen. Jetzt sind wir hier lauter Arbeiter und Bauern". Ihre Familie ?" fragte ich weiter. .Meine alte kranke Mutte habe ich weggeschickt, gute Leute von aus. wärtS haben sich ihrer angenommen. Meine Frau und die Kinder sind hier geblieben." Wo wohnen Sie V In der Realschule, im zweiten Gang links, beim letzten Fenster vor der Hos thür." Diese, umständliche Adresse gab mir der Mann mit einem Ernst, wie wenn er sie schon seit Jahren auf der Visitenkarte trüge. Ich mußte, mitten in dem Elend, unwillkürlich lachen, und bat ihn. mich in seiue Wohnung zu führen. Die Realschule ist ein gro ßer schöner Bau, einer der wenigen unverletzt gebliebenen. Im Vestitül links und rechts, unter den schwarzen ÄnzeigenTafeln, armer Leute Haus rath, alte Holzbetten mit erblindete? Politur, darin die verschiedenen Ma trotzen, unüberzogene Polster, schmutzige Decken, verschmierte Federbetten. Daneben auch Matrcchcn auf dem nackten Erdboden.' Dazwischen sonstiges Hausgeräth, da ein Nachtküstchen, dort eine Kommode, dort ein hoher Schrank, dann wieder ein Tisch mit rothem Tuch Überzug, darauf Schnellsiedcr, Eßbe steck. Teller, angeschnittenes Brod, Set tiche, ein angemachter Salat und natür lich Kaffeekannen, dann noch unsicher schimmernde kleine Handspiegel, Bür sten, Kämme, hie und da ein Sest.el, über die Bettlehne gelegt, Perkai! Frauenröcke, neben den Betten schwarz gestrichene Holzkoffer, Handtaschen u. s. w., ii, s. w. Die Betten sind die Mittelpunkte der Wohnungen der einzelnen Familien, die hier, nicht einmal durch Kreidestriche getrennt, friedlich neben einander hau sen. Tagsüber sieht man nur die Wej' der und die Kinder zu Haus?. "Den armen Leuten muß man hier wie anderwärts in der Stadt dqs Zeugniß ausstellen, daß sie sich für die ihnen vom Magistrat gewährt, -Gastfreund lichkeit durch - Bewahrung von Ord nung, Reinlichkeit und Ruhe-soweit dies unter den vorhandenen Umständen möglich dankbar erweisen. Vom Vestibüle gehts in den Gang. Hier ! dasselbe Bild, aber ein unangenehmer Dunst. Wie m. ihren eigenen Woy nungen, so halten auch hier die armen Leute die Fenster und Thüren sorgsäl tig verschlossen. Auf den Thüren, zu den Klaffenzimmern sind mit Kreide Namen aufgeschrieben: Direktor so und so". .Doktor o und so . Hier wohnen in ausgeräumten Kla senzimmern einige Hoyorqtionen ' In eines darf ich einen Sllck thun. Wo sonst Bänke, stehen jetzt Betten, Tische. Schränke: an den niedrigen Kinder Kleiderrechen rings an der Wand die gesummte Familiengarderobe. Aus dem ' Katheder Schultaseln, an den Wänden naturgeschichtliche Bilder, ein Porträt des Kaisers im Ornat, im Ebristus ' ?km 5ok deS Kebäudes oä. den oje Einquartirten eine'tranSpor kavlen vero aufgesteu:, an vm eine Frau' kocht, während die ändere über meinem Tienstmann : Sind das alle Ihre Möbel, die ich hier gesehen habe?". Er verneint, sau beleidigt, und nun
das Ganze den Regenschirm schützen hält; es regn.ct nZmli.ch' nackj"' guein, Unglück. "Auf dem Äückwea sraae ich
mud"lch'mlt"an'den Crk, xoo er seine
übrigen Möbel aufgehoben hat. Es ist ein zur Verwahrung von Holz bestimm ter Schuppen , im Hof des Hauses,-in welchem er früher wohnte. 'Dort liegt. sein Gerumpel. Wenn nur der Holz verschlag größer wäre", klagt er, dann könnte ich ganz bequem d'rin wohnen mit allen meinen Möbeln.- Gibt'S denn auch Leute, die im Holzverschlag wohnend frage ich. Der Dienstmann beiaht und führt mich auch gleich m ein HauS, in dem die Leute in den Holz verschlügen wie in Käsigen leben, zwei, drei Meter im Gevierte. ' Andere, die Mehrzahl der Obdach. losen, haben sich in Zelten und Ba rucken auf öffentlichen Plätzen häuslich eingerichtet. So sind auf dem Con grenplatz etwa zwanzig grökere und einige kleinere derartige Unterkünfte zu sehen. Die Zelte sind zum Theil vom Rothen Kreuz, zum Theil von der Ml litärverwaltung beigestellt,, die Baracken sind m fertigem Zujtand, von.Monteu ren begleitet, hierhergekommen und bin nen wenigen Tagen aufgerichtet werden. Die Zelte, sind die romantischere Sache, aber auch die minder, nützliche. Die Leinwand ist wohl wasserdicht". aber sie hat Löcher, welche den Regen durchlassen. Auch zieht das Erdreich von der Umgebung Näffe an, und so Ist in deu regnerischen kalten Nächten der Ausenthalt in den Zelten ein höchst un erquicklicher und wohl auch gesundheits schädlicher. Die Zelte waren nur die erste Hilfe im Unglück. Die Zukunft gehört den Baracken. Ueberall auf allen freien Plätzen, inner und' außerhalb der Stadt, wird fleißig an der Zusammen ftellung von Baracken gearbeitet. Sie sind zunächst zwei Meter breit, vier-bis fünf Meter lang und auf mehrmonät. tiche Tauer gebaut. Die Wände be stehen aus wagrecht liegenden geHobel ten Brettern, die Däckzer sind mit schwarzer Dachpappe belegt. Gröke Fenster lasten genug Licht ein. Rauch ? X . ..si.il v : - ,r.t lauge genaue oic vuyruna einer Rüche. Im Innern ist der Fußboden mit Brettern verkleidet. Gegen Nässe ist man hier geschützt, gegen Kälte eber als in den Zelten. Aber für den. Win ter, sagen die Bauleute, würden die Baracken nicht ausreichen. 5n einn Doppeldaracke von etwa sechs Meter Länge wohnt z. B. auch der LandesvrS. ndent. allerdings nlt mitten dnnnen in der Stadt auf dem Congreßplatz, wo jeder der Frau Landeöpräsidentin m die Häferl- hinemgucken könnte, sondern draußen vor der Stadt auf einer freien Wiese. In jener Gegend werden jetzt auch zwei große Baracken. jede vielleicht hundert Meter lang und für je fünfhundert Personen berechnet.' gebaut. Allenthalben, wo freier Raum' ist arbeiten MilitärPioniere und Civil Zimmerleute an der Aufstellung von Baracken. Am Interessantesten ist eS noch im mer aus oem ongretzplatz. wo eine kleine . Zelt und Barackenftadt liegt. Tort hat sich auch ein Wirth bereits niedergelassen. (in Zelt dient ihm als Wohnung, eine gegenüber liegende Baracke als Speisesalon. dazwischen im Freien ein Heerd. die Geschirrstelle. die Borrath-kammer, einige Tische und Sellel, welche inzwischen die Schwein nie" . marliren und em munteres Kellner'mKdchen sorgt für die heitere Aunayung des Ganzen. Hier, zwischen den Zelten und Bara cken apf dem Cyngreßplak, habe ich auch einem Gottesdienst beigewohnt, der. da die Klrchen bis aus eine einzige unzugänglich sind, im Freien abgehal ten wird. In einem früheren Musik Pavillon ist ein fliegender. Zlltar oujge stellt, ' ?er Priester verrichteten die sem die religiösen Zeremonien. Ringsherum um' den Pavillon unter freiem Himmel stehen die, Andächtigen. Es regnet. ' Die Damen halten in ber einen Hand den aufgespannten Regen schirm und das ausgejchlagene Gebet buch, in der andern das Kleid. 'Die Männer stehen bloßen Hauptes unter ihren Regenschirmen. Ein sonderbrer Anblick! ' Derselbe. Pavillon dient in der ?kachs einigen alleinstehenden Räbermädchen als gemeinsame Schlaf We. ' Alle die bisher beschriebenen Ariern von Roth'Unterlünsten sind jüngeren Datums. Die allererste Hilfe wurde den Laibachern auf den beiden Bahn Höfen, dem der Südbahn, geleistet, ?luf der Südhahn habe ich mir dieSache selbst angesehen und von dem. Stationsvorsteher erklären lassen. in der ersten Erdbeben??acht liefen dl.e erschreckten Einwohner nie in einem dunklen Dränge auf den Bahnhof hin aus, der außerhalb der Stadt liegt. Glücklicherweise trafen sie dort aufDe amte. die den Kopf nicht verloren, viel mehr in der Gefahr neue geistige und physische Kräfte gewannen, um ihren Mitbürgern zu helfen. Was hier aus dem Südbahnhof geleistet worden' ist, verdient geradezu Bewunderung. In 270 Waggons wurden 3900 MeufaZen untergebracht. Jetzt- wohnen noch mi mer 1011 Menschen in 101 WggHiis. Die besseren Wohnungen smdna'tü lich in 'den Personwager. hier finV auch meist wohlhabende. Leufc emqüar nrfci . .i."'- k , m, t-ine, Je." lyna moVnlen oer mqif rungSvräsident. die Hofräthe und sonstigen obersten Beamten in Waggons. Die PersonenwagenBewohner schlafen blos auf dem Bahnhof. Die armen Leute dagegen, die großentheils in Last, wagen untergebracht sind, hhbsn Ah ja zusagen dort-'volljtdiä .eingerichtet. Zu "sedem Lastwagen' sÜhrt in'e .Hölz', 4 V V K m. . tT Z fr V...X -21-.-. ICVV , VlC . t4lUUg 1)4 UUllV ClllCIl Vorhang verdeckt,' Im Innern Hausen pro Waggon etwa 10' Menschen'. 'Die. ganze WZaggonftqtzt ist .so.. ge.sM,auf dem Perron .aujgestellt daß. jede, Ge führ ' dyn . Äu1am9ienPße,tt oder M it'.t ' v ' .' r?' -..o- .r Li':tt ' tn - - i ueoergangen usgeiHloiitn ,n. ie Leute halten Ordnung, Ruhe - und ein freundnachbarlicheS -.Verhältniß ju ' ein. V . " v W J f. , y i " 4. - ander. . .Jeder ,Emwahner st mlt er Nummer seines "WäggonS , auf dem Babnamt reaistrirt Briefe. Tele.
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Die Ml-ExpedMpn Unserm Wnstler ist
Zilialen am Nil, festzuhalten, wie das .siegreiche Boot eintrifft.
Zn zivilisirtenMndern genügt es dem Publikum das
sein. Die besten Biere braut. die gramme. Geldsendungen werden den Leuten in den WaggönS zugestellt. Ve leuchtung liefert die' Bahn, in jedem Lastwagen eine eigene Laterne. Vor die Personenwagen wird in der Nacht r n i' ' v '4. eme 4.'oiomolioe ausgeueur uno vie Dampfheizung eingeleitet Die Ve wohner sind Herren in ihren Waggons oder ' CoupeS. Wenn sie weggehen, hängen sie ihr eigenes Schloß vor. Die Waggonstadt hat . sich ganz vortrefflich bewährt. In den ersten Mchten, ehe noch Zelte und Baracken kamen, wohnten viele Leute in Fässern, wie Diogenes, aber nicht nach dessen Vorbild. ' Die Leute kamen von selbst darauf. In der ersten (krdbeden.Nacht schliefen sie gar nicht, in der zweiten unter freiem Himmel, in der dritten faßten sie die Idee, sich in große Krautfässer zu legen, welcke derderseit , durch Steme unterstützt wur den. Mann, eme Frau und em Kind fanden' in einem Faß Plai). Zweihundert Fässer wurden zu Woh nungen, gemacht. Neben Wohnung hat man auch für Speisung der armen Leute gesorgt. In den ersten Tagen sandte die Wiener freiwillige Rettungsgesellschaft ieden Tag sechstausend Portionen Gulasch in Nlzdekleldeten . Holzkassetten nach Lai dach, und sie kamen hier.' nach 26stün diger Fahrt, m warmem Zustand an. Jetzt sind öffentliche Küchen in Baracken errichtet, wo die armen Leute unentgelt uches Eijen bekommen, am Sonntag sogar ein Stückchen Fleisch; für die Leute, welche nicht die öffentliche Mild, thätigkeit in Anspruch nehmen wollen, aber doch in ihren devastirten Wohnun gen nicht selbst kochen können, sind einige aieichsallS von der Wiener Rettungsge seUschaft, freigestellte Küchenwagen in Action. die ein ganz gutes Mittags mahl. Suppe. Ochsenfleich. Gemüse, zum Selbstkostenpreis von 15 Kreuzern liesern. Gute Bürgeröfrauen versehen unentgeltlich Kochinnendienste. Ein quickender Communismus, bei dem alle die civilisirten Leidenschaften des Nei des, der Mißgunst, drr Klassenvorur theile schweigen. Der Gesammtschaden, welcher der Stadt durch das Erdbeben, durch Häu serschaden, durch das Stocken von Han del und Verkehr,' 'Auswanderung von Einwohnern (bisher. vielleicht 2000 Familien)' bereitet worden ist. läßt sich heute-noch nicht abschätzen, man' spricht inzwischen vyn vier Millionen Gulden an ' Häuserschaden allein. Von den 1300 Häusern, ivelche , Laibach zählt, wird, wie Sachverständige annehmen, etwa ein. Zehntel zu 'demoliren. ein Zehntel vollständig umzubauen sein, 60 Procent sind stark. 20 Procent leicht beschädigt, ganz intakt ist kein'Haus geblieben, Gut d r e s s i r t. Student A.: .Dein Hund hat mich im Vorzinuner wie wüthend angefallen der Kerl sollte mich schon kennen, ich war 'ja schon oft genug hi(U Student 33.': .Das wutf mich selbst, ' er ist sonst e,in gutes Thier; vielleicht , hast eine, verdächtige Bewegunz'. seacht?" Student 'A: '.S 'vzel rch, mich erinnere, habe, ich blch "daZ Taschentuch . hervorgezogen, um mir. den 'Schweiß von der Stirne M trscknen und da hat er mich gepackt!". Student B.: .Siehst. Du. daö war's eben, er wird .dgZ weiße Taschentuch für eine h ch n u n g gehalten haben !" A.ch eijNe Hochzeits-. tocs 'Bei einer stattgehabten gro lzea Hochzeit ist das junge Ehepaar eben . im Aegriff sich zu entfernen,, als der jüngere ; Brude; Hriwtia'ams. der sich', MMrnaii Hrnchkei tn "des 'Hochzeitsmables 'Mectirt fotk aa lern Glas 'klopji' und folgzn5ez . redest: .MeÄe Herrschaften.- da ns .ehen. da? jungem Vscl,r -.verlassen will, will. ich. mich 5urz. fassen;, ich bittet SieoIeJhr MaS.zu fassen, sich. Zil. erheben " und - und ' nachzu, sehen, ob vielleicht -Jemand ' von JhS auf MkM7neuM,CylW " '..
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