Indiana Tribüne, Volume 18, Number 259, Indianapolis, Marion County, 8 June 1895 — Page 2

f

-tr&n&m

s

Jndians Arwüne.

Erscheint Täglich und Sountagv. Die tZzltche, Tribüne- kostet durch den TrSger M Cents per Ooche, die EonntagS-.Tribüne'I GtntS per Woche. Beide zusammen U ZtntS der 5 Gent per rkonat. Per Post außerhalb der reubt nzeschickt in Vorausbezahlung V per !la,r. orcrs 18 Süd Alabama Straße. Indianapoli?, 3nd., 8. 3uni 1895. Wer war der Dieb? In Rom fehlt es doch nie an pitan ken Geschichtleil Wurde da vor eim&eii Tagen einer Gräfin Cellero eine Cassette Juwelen, die einen Werth von C0,000 Francs hatten, gestohlen, und die gefarnmic Polizei war fieberhaft thätiz, um den Thäter ausfindig zu lnachen. Verhöre, 'Hausfuchungen, Nachforschungen folgten . einander, plötzlich liefen geheimnißvolle Gerüchte um, U5d es hieß, der Dieb wäre der Polizei bekannt, letztere dürfte ihn aber aus politischen Gründen nicht verfol gen. Der Reporter des Messagerobegann darauf eine eigene Untersu chung und interviewte die bestohlene Gräfin, die unter der gewandtenFragekunst des Reporters sich zu der Andeutung hinreißen ließ, daß sie bis 12 Uhr Nachts noch im Besitze der Juwelen gewesen wäre. Zu dieser Zeit aber hätte sie ein Bekannter des Hauses derlassen, der darauf in seinem Wagen .nach Hause gefahren wäre. Am nächsien Morgen erschien nun Herr Luigi Crispi, Advocat und Sohn.deZ Minisierpräsidenten, auf der Redaction des genannten BlatteS und protestirte in großer Erregung gegen den Bericht, ba er darin Anspielungen auf seine Person erblicken müsse. Der .Messarero" erklärte darauf, er habe keine llnfpielungen auf den Sohn des gwßen Crispi gemacht, aber theilte nun mit, daß dieser tl war, der die Gräfin zu so später Swnde verlassen hatte, ein? Thatsach, die fhm vor der Erklärung Luigi Crispi's unbekannt gerne sen. Zum Schlüsse sagte daS Blatt:' (53 widerstrebt uns, auch nur mit dem leisesten Worte auszuspttchen. daß ngend ivtr Anspielungen aus Herrn Luigi (IriSpi machen könnte, aber Herr Luigi Crispi besteht darauf, daß er ge nannt werde, und so druckenwir.seme Zrugenerklärung ab." ' ' ' Während dieser pikanten Vorgänge blieb die bestohlene Gräfin; durchaus nicht müßig, und sie fetzte Himmel und Erde in Bewegung, um wieder in den Besitz ihres Eigenthums zu gelangen. Die Nachforschungen der Polizei führ ien zu keinem Ergebniß. Da beschloß die Gräfin, selbst auf die Suche nach ihren Juwelen zu gehen. Sie brachte in Erfahrung, wo sich in Rom die er werbsmäßigen Hehler zu versammeln pflegten, um gestohlenes Gut zu Gelde zu machen. Die Grafin verkleidete sich NUN als .Minente", wie man in Rom die alten Frauen nennt, welche für andere Leute Sachen, auf, deniP fandhause versetzen oder zu verkaufen suchen. Fünf Abende hinier einander begab sie sich nach einem Hause der Via Santa Crose in Gerusalemme, wo sich die Frauen mit Hehlern und anderem Ge sindel treffen. . Von hier aus gehen NUN die Berichte der Blätter auseinander. Die einen behaupten, daß die Gräfin einzelne Stücke ihreöSchmuckes in die Hände bekommen habe, .die an deren hingegen versichern, es . sei ihr nur gelungen, dem Diebe auf die Spur zu kommen. Die Angelegenheit werde aber im Stillen geregelt werden, da der Dieb das mißrathene Mitglied einer hochstehenden Familie ist. XU bedingte Verurteilung in Lachsen. Während daö Reichsjustizamt und daS preußische Justizministerium 'sich ggen die Einführung der bedingten Verurtheilun ablehnend verhalten, hat man im "Königreich Sachsen, wo verschiedene strafrechtliche Reformen zuerst praktisck eingeführt wurden, mit der Anwendung derselben einen Versuch in großem Umfange .gemacht, dessen Ausfall für daö ganze r Reichsgebiet von weitreichender Bedeutung werden wird. Das sächsische Justizministerium hat die Staatsanwaltschaften angewiesen, zunächst bei den jugendlichen Verurtheilten die bedingte Aerurtheilung anzuwenden, ausnahmsweise jedoch kann sie auch bei ErwaKsenen angewandt werden; b:r Erlaß der Strafe durch die Begnadigung -ist bei' gutem Verhalten des Verurtheilten innerhalb der Bewahrungsfrist in Aussicht geommen. Sachsen war auch derjenige deutsche Staat, der die bedingte Entlassung einführte, die später bei der Berathung des Strafgesetzbuches für den Norddeutschen Bund durch gesetzliche Vorschrift in dem ganzen Bundesgebiete Eingang fand. Auch bei dieser Maßregel war zunächst derGnadenweg gewählt worden, bis dann aus einer Gnadensache eine Rechtssache wurde, deren Voraussetzung und Wirkungen gesetzlich bestimmt sind. Eine ähnliche Entwickelung scheint, nach den Ausführungen der .K. Z.", die bedingte Verurtheilung zu nehmen, trotz . aller bureaukratischen Hindernisse, die der wohlthätigen Reform noch in den Weg gelegt werden. - Das-sächsische Ministerium wird dlelleicht Anlaß neh. men, die Staatsanwaltschaften insbesondere auf die Anwendung'deSStrasausschubZ gegenüber, minderjährigen, weiblichen Verurtheilten hinzuweisen, da bei diesen Personen fast dieselben Erwägungen zu Gunsten der Maßregel.in Betracht kommen wie gegenüber den Verurtheilten unter achtzehn Iahxen. Die Justizverwaltungen der Lbri-' gen Bundesstaaten werden sich nun auch ihrerseits zu der Frage gedrängt sehen, ob nicht, mit der bedingten Verurt'.lung bei. Jugendlichen ein Ver such zu machen fei.' und es duldet kaum

einen Zweifel, daß eil Erörterung zu einer Bejahung führt. Der Haupteinwand der Gegner, daß die in Frankreich, England und Belgien gemachten Erfahrungen nicht vollwerthig feien, wird zum großen Theil schon durch das Vorgehen Sachsens widerlegt. Denn Sachsen ist gewiß nicht der Staat, der sich auf daS Gebiet gefährlicher strafrechtlicher Versuche wagt; auch ist von ihm nicht zu erwarten, daß es ohne bedenken die Bedeutung der Strafe abschwächen möchte. Das sächsische Justizministerium mag es sich zum Ruhme nehmen, zuerst in Deutschland die Grundlage für die praktische Erprobung der Maßregel gegeben zu ha ben, die nun schon so lange auf der Tagesordnung steht. Begierig darf man darauf fein, ob die preußische Justizverwaltung durch dieses Vorgehen in ihrer Stellung zu der Frage berührt verden un. sich entschließen wird, einen segensreichen Reformgedanken praktisch zu erproben, der in die bureaukratischen Ueberlieferungen allerdings wenig zu passen scheint. Fortschritte in der AusöttbUNg von Advocaten.

In krinem anderen Lande zählt die Addocatenzunft so diele Mitglieder, wie in den Ver. Staaten; allein ihre Qualität steht mit ihrer Quantität durchaus nicht in Einklang, wenngleich nicht in Abrede gestellt werden kann, daß einzelne amerikanische Juristen den Besten ihres Berufes in der alten Welt in jeder Hinsicht ebenbürtig sind. So mannigfaltiger Natur und von so großer Wichtigkeit sind d Beziehungen der Advocatenzunft auf das öffentliche Leben sowohl wte auf die Privatinteressen, daß alle Bestrebungen, die sattsam bekannten Uebelstände abzustellen. mit Genugthuung zu begrüßen sind. Besondere Aufmerksamleit verdient daher 'eine in der 'neuesten Nummer des .Forum- veröffentlichte Abhandlung des Herrn David Starr, Jordan, des ersten Präsidenten der Leland S5anford Universität, welcher, unter Hinweis auf die Wichtigkeit einer angemessenen Ausbildung 'der angehenden Juristen für die Advocatur und die Nichterbank, die zur Zeit bestehenden Mängel. bloslegt, um auf ihre Beseitigung hinzuarbeiten. In eiNlgcN Staaten ist auf diesem reformbedürftigen. Gebiete Manche geschehen, allein im Großen und Ganzen liegen die Dinge doch sehr im Argen. Bei einem Vergleiche, welchen Präsi dent Jordan zwischen der alten. Welt und unserem Lande zieht, kommt lehteres sehr schlecht weg. Während in Europa die Ausbildung in einem gelehrten Berufe meistens das Universi-. tatsstudium abschließt, ist dies in den Ver. Staaten bisher nur in vereinzelten Fallen der Fall. Hier wird der lange und an Mühen reiche Weg des Fachstudiums vermieden und Leuten, welche weder eine geeignete Schulbildüng haben, noch einer solchen fähig sind, in der leichtesten Weise wie unter dem geringsten Zeitverluste Das gewahrt, was als die Belohnung besonderen Wissens verliehen werden sollte. Dies gilt sowohl im Hinblick auf die geringen Anforderungen, von welchen die Zulassung) zu den Advocatenschulen und zu der Advocatur selbst abhangig gemacht wird, wie auf den gehaltlosen Unterricht, den viele Fachlehrer ertheilen. Bis vor Kurzem waren in fast allen Juristenfchulen anstatt gründlich gebildeter Professoren, welche demi Studium der Rechtswissenschaft ihr ganzes Leben widmen, nur Advocaten zu finden, welche die Lehrthätigkeit nur als Nebengeschäft betrieben. Wie Präsident Eliot von der Harvard Universität gesagt hat, ist es soweit gekommen, daß in eine amerikanische Ju ristenschule Jedermann von derStraße eintreten konnte." In manchen Staaten war es sogar noch schlimmer. Di rect von der Straße aus, selbst ohne die Formalität der Immatrikulation und der Graduation, wurden Leute zur lldvocatur zugelassen. Dem Schreiber dieses sind Fälle bekannt, in denen Jg noranien, die nur mühsam lesen konnten. in einer großen Stadt des Südens Mitglieder der Advocatenzunft waren; das Schlimmste dabei war, daß die Moralität dieser Burschen ihrem Wisfen noch nachstand. Präsident Jordan sagt mit beißender Ironie, daß er amerikanifche Staaten nennen könne. ' m denen man ebenso leicht zu dem Sägebock, wie zum Barreau zugelassen werde, und jeder Leser dürfte schon Advocaten begegnet fein, welche diesen Ausfpruch durchaus gerechtfertigt erscheinen lassen. Es bedarf keines Beweises, daß in dem einen Fall die Allgemeinheit größere Gefahren lauft, wie in dem anderen. Ungeschicklichkeit beim Holz sägen schädigt nur den Mann selbst, während ein ignoranter Advocat viel Unheil anrichten kann, sei es bei Vertretung ihm anvertrauter wichtigerLlngelegenheiten, oder als Richter, falls khn Jtx Wille des Volkes" zu einer, solchen Stelle beruft. Von einem solchen gilt das Dictum, daß ein unwissender Arzt gefährlicher ist, als die Krankheit selbst. Im Uebrigen kann mitGenugthuung constatirt werden, daß in einzelnen Staaten auf eine Besserung der jetzigen Mißstände hingearbeitet wird. Die Bedingungen zur Ausnahme in die Juristenschulen sind rigoroser gemacht worden, während Vit Studienpläne zugleich eine Ausdehnung erfahren haben. Trotz aller widrigen VerHältnisse haben einzelne Schulen hervorragende Juristen als Lehrer gewon nen und Präsident Jordan weist besonders darauf hin, daß die Universität' von Michigan ihren derzeitigen hohen Rang in nicht geringem Grade der Thätigkeit ; des Herrn Thomas M. Eooley -zu verdanken hat. Aehnliches läßt sich von dem Einfluß der Lehrthätigkeit des Herrn John B. Mmor auf die mit der Universität von Virginia in Verbindung stehende Juristenschule sagen, wie auch Harvard, Columbia, CorneF und.die Universität von Penn-.

Mvania hoch' angejehene Professoren der Jurisprudenz haben. Die Zulassung zu diesen Instituten wird von höheren Anforderungen abhängig gemacht, , der Studienplan ist erweitert und der Cursus verlängert worden. Herrn Jordan's Abhandlung wird jedenfalls das Ihrige zur Anbahnung von Reformen beitragen, denn die Erkenntniß von Uebelständen ist der erste Schritt zu ihrer Abstellung. Gartenbau in farbigem Lichte. Wir sind nicht zufrieden mit den re?Hen Gaben, die uns die Natur freiwilkig spendet. Der Culturmensch belauscht ihre geheimsten Werkstätten und umstrick sie mit tausend Listen, will sie zwingen, edlere, vollkommenere Schö-

pfungen hervorzubringen. Und mitunter gelingt es ihm, die eine oder ändere Naturkrasd sich Unterthan zu machen; dann schafft er durch Dampf und Elektricität neue Wunder, dann bricht ein neues Zeitalter in der Geschichte der Menschheit an. Das himmlische Licht sucht du sorschenke Mensch gleichfalls zu, feinem willfährigen Diener zu machen. Zum Theil ist ihm das gelungen. Der Sonnenstrahl ist unter seinen Händen zu einem Arbeiter geworden, der da zeichnet und selbst malt, schwarze und bunte Photograph!: hervorzaubert. In dem Sonnenstrahl schwingen aber noch andere wunderbare Kräfte. Als den Urquell des Lebens haben einst die Völker dieSonne verehrt, und wir wissen nur zu gut, wie viel wir dem Sonnenschem zu verdanken haben, der die Pflanzen, unsere Ernährerinnen, ergrünen und Früchte bilden läßt. Es gibt aber unter uns Menschen, die recht unzufrieden sind und auch an dem Sonnenschein herummodeln möchten. Sie haben ihn geprüft, in einzelne Bestandtheile zerlegt und gefunden, daß er. wie Alles in der Welt. Gutes und BöseS in sich birgt; sie behaupten, daß nicht alle seine Strahlen dem Pflanzenleben nützlich sind, und siehe da: sie möchten ihn reinigen und den Pfleglingen des Menschen, Blumen und Nutzpflanzen, ein besseres Licht schassen als das herrliche Sonnenlicht. Daö sind höchst eigenartige Bestbungen, die nicht nur den engerenKreis von Gelehrten interessiren, sondern jedem Gärtner und Blumenfreund QNziehend erscheinen müssen. Wir möch. ten darum versuchen, an dieser Stelle das Wichtigste aus diesem Gebiete der Forschung mitzutheilen. DaS weiße Licht der Sonne ist eine Mischung von Lichtstrahlen verschiedener Wellenlänge und Vrechbarkeit. Diese verschiedenen Lichtstrahlen wer den uns sichtbar, wenn wir den Son nenstrahl durch ein Prisma gehen lassen; wir erhalten dann das bekannte siebenfarbige Spektrum, wir sehen auf einem hinter dem Prisma aufgestellten weißen Schirme einen farbigen Streifen, in welchem Roth, Orange, Gelb, Grün. Blau, Indigo und Violett aufeinander folgen. Die Eigenschaften und Wirkungen dieser einzelnen Lichtstrahlen sind sehr verschieden. Wir wissen z. B., daß die violetten und blauen Lichtstrahlen sehr kräftig chemische Processe einzuleiten vermögen; sie sind es, welche die Silberverbindungen auf den photographischen Platten am raschesten zerlegen, während die rothen und gelben Strahlen nur in einem sehr beschränkten Maße mit dieser Eigenschaft ausgestattet sind. Darum arbeitet der Photograph bei rothem oder gelbem Licht. Das Licht ruft nun auch in der Pflanze chemische Processe hervor, unter Lichtemfluß zersetzen die grünen Pflanzen die Kohlensäure und bilden die Stärke. Da entsteht nun die Frage, welche Lichtstrahlen diese wichtige Lebensthätigkeit der Pflanzen fördern? Man sollte meinen, daß es die violetten sind, aber die Erfahrung v)al gelehrt, daß im Gegentheil die rothgelden Strahlen das Leben der grünen Pflanze am meisten fördern. Man hat ferner Pflanzen der EinWirkung verschiedenfarbigen Lichtes ausgesetzt; ließ die einen nur im rothen, die anderen nur im orange, die anderen wieder nur im gelben Lichte u. s. w. wachsen, und da fand man, daß das rothe Licht allein genügte, um die Pflanzen am Leben zu erhalten, während sie unter den' sechs anderen Lichtarten zu Grunde, gingen. Freilich waren die im rothen Lichte großgezogenen Ezemplare nicht besonders kräftig. Es mußten also, um ein völliges Gedeihen der grünen Pflanzen herbeizuführen, noch andere Lichtstrahlen nöthig sein. Nun versuchte man, die günstigsteLichtMischung zu ermitteln.' Der Weg zu diesem Ziel war nicht schwierig. Glasscheiben, die mit Metalloxyden gesärbt sind, lassen nur bestimmte Lichtstrahlen durch, während sie andere verschlucken. Mit Chrom ge färbteS Glas gewährt z. B. nur den rothen und gelben Lichtstrahlen den Durchgang; eine Pflanze, die hinter einer solchen Glasscheibe oder einer derari gefärbten Glasglocke wächst, erhält darum nur. -rothgelbeö Licht.. Mit Kobalt gefärbtes Glas läßt nur die rothen und, die ultravioletten Strahlen durch; verschiedene Gläser geben in dieser Weise auch verschiedene Lichknischungen. - ' " '- . . v Neuerdings ließ nun der Botaniker Mllon Pflanzen inGlaskästen wachsen, die mit verschiedenfarbigenGläsern ver wahrt waren, und ermittelte die günstigste Lichtmischung.' Die Pflanzen gediehen ausgezeichnet hinter Chromgläsern; sie wuchsen rascher als im weißen Sonnenlicht, aber sie entwickelten sich nicht vollkommen, und oft unterblieb die Entfaltung der Blüthenknospen. Ausgezeichnete Erfolgt waren dagegen bei Anwendung von violet, ten, durch Manganozyd gefärbten Glä. fern zu verzeichnen. Diese lassen nicht nur die rothen,, sondern auch einen Theil der violetten und blauen Strahlen durch: : In den violetten Glaskästen entwickelten sich die. Pflanzen bei Wei tem vollkommener als im weißen Son nenlicht. ' Ein Wttnstöck binter vrolet-

ten Scheiben ergab"elne reichere Traubenlese als fein dem reinen Sonnenlicht ausgesetzter Nachbar, und seine Trauben waren zucker- und säurereicher, ergaben einen stärkeren Wein. Setzte man das Wachsthum der Pflanze m weißem, vollem Sonnenlichte gleich 100. so betrug daS Wachsthum hinter den violetten Scheiben 160. In diesen Kästen gediehen auch dieBlumen ausgezeichnet und entwickel ten ein köstliches Aroma. Villon meint darum, daß die Cultur in violetten, mit Mangan , gefärbten Glaskästen entschiedene Vorzüge gegenüber der Cultur in reinem Sonnenlichte aufweist. Die Pflanzen entwickeln sich alsdann rascher und die Blumen sind von längerer Dauer. Eine interessante Beobachtung machte er bei den Rosen. Die schönsten Blüthen erhielt man, wenn die Stöcke zunächst hinter violetten Scheiben gelassen wurden, bei Beginn der Blüthe dagegen hinter grüne Scheiben gebracht wurden. Was nun den Einfluß des farbigen Lichtes aus die Fruchtbildung anbelangt, so sind bis jetzt die Versuche noch nicht abgeschlossen; Villon berichtet aber.! daß Melonen unter violetten Glasglocken besonders groß und schmackhaft wurden. Die bisherigen Eriahrunaen .deuien darauf hin. da uch der Wohlgeruch der Blumen durch verschiedenfarbige . 'Lichtstrahlen ieeinslußt wird; mit Sicherheit wurde dagegen 'die. Bedeutung derselben für die EntwÄelung verschiedener nützlicher Mikroorganismen nachgewiesen. Bier-, und Weinhefe, sowie Essigbakterien gediehen, am kräftigsten-benn.rothenLicht. Dieses neue Gebiet der Forschung bietet naturgemäß ;. noch viele Räthsel. Einzelne Pflanzen sind verschieden geartet; die einen .sind lichthungrig, die anderen suchen den Schatten auf; daS ist urbekannt. So wird auch verfchiedenfarbiges Licht nicht allen gleich gut bekommen und manche Art eine besondere Lichtmischung verlangen. Es würde darum augenblicklich noch ein vorschnelles . Unternehmen sein, wenn man für praktische Zwecke Gemüse und Blumen hinter farbigen. Glasfenstern ziehen wollte. 'Versuche dieser Art werden aber immer beachtenswerth sein und nicht nur der Fachmann kann sich mit ihnen beschäftigen; auch der Blumenliebhaber und kleine Gartenbesitzer kann in. ihnen eine reiche Quelle ilt Unterhaltung und Belehrung finden. Die Frau eines Gefeierten.

Der bedeutendste unter den lebenden französischen Bühnenautoren, Alexander Dumas der Jüngere, hat eben durch den Tod seine Gattin verloren. Man hört so wenig von den Gattinnen gerade der französischen Größen des Parnaß, daß man nicht einmal recht weiß, ob diese Männer verheirathet sind. Wer kennt die Frau eines Zola, eines Sardou, eines Alphonse Daudet und anderer? Der Frau Dumas' st ein trübes Schicksal zu Theil geworden. Seit Jahren war sie im höchsten - Grade nervenkrank,' gelähmt und schließlich völlig umnachteten Geisteö; sie lebte , als eine Halbtodte dahin in. dem Stadthause des Dichters, das dieser nur ungern und höchst selten noch aufsuchte, während er selbst ein glänzendes Landgut in der Nähe von Paris bewohnte. Einst aber war Frau DumaS eine der gefeiertsten Damen der Pariser Gesellschaft. Das prächtige Heim des Dichters, mit Kunst, schätzen! wuthvollster Art angefüllt, war der Sammelplatz der berühmtesten und auserlesensten Geister; und Frau Dumas, die die Wittwe des russischen Fürsten Narischkin gewesen, residirte in diesem Hause mit der Würde der vornehmen Slavin und der Grazie der weltgewandten Französin. Sie war eine zarte, .schlanke Dame mit goldblondem Haar und mit Händen und Füßen von lächerlicher Kleinheit; leine Schönheit, aber eine überaus vornehme Erscheinung. In Finnland war sie geboren j .von ihrem ersten Gatten, dem Fürsten Narischkin, hatte sie eine Tochter,' die jetzt die Gattin des Marquiö de.Faletemps ist.' Als der Fürst starb, heirathete ' sie den berühmten Schriftsteller, weil - sie sich für dessen Kunst begeisterte. Das junge Paar ging zuerst nach. Rom, wo Dumas seinen berühmten Roman, den Fall Clömenceau", schrieb. Tragisch, wenn auch anders wie der Roman, hat dann diese, einst so enthusiastisch begonnene Ehe geendet. Die Nervosität der Frau wurde Irrsinn, ' schließlich stumpfen Unempfindlichkeit; und noch bevor es so weit kam, spottete DumaS rücksichtslos in einer damals vcröffent-. lichten ! Studie über die' .slavische Seele",die ein Gemisch von Kinderei und Verrücktheit sei. ' Dort die Unempfindlichkeit deL erkrankten Geisteö, hier die Unempfindlichkeit deS erhärteten Herzens. Frau Du-, mas, die ihrem zweiten ' Gat-' ten noch zwei Töchter geschenkt hat, erreichte ein Alter von fünfundsechzig Jahren.- , Die Kohlenvorräthe der Welt. Eine interessante Berechnung . über die Kohlenvorräthe der Welt hat der Geheime Bergrath Nasse, welcher als Autorität auf. dem Gebiete deS BergbaueS gilt,- veröffentlicht. Nach derselben wurden in Deutschland in den Jahren 1889, 1890 und 1391 durchschn!ttl!ch - je 70 Millionen Tonnen Steinkohlen und ca. 19 Millionen Tonnen Braunkohlen gefördert. Die Kohlenvorräthe Deutschlands aber be. tragen 109 Milliarden Tonnen Steinkohlen' und 5 Milliarden Tonnen Braunkohlen. , In Großbritannien und Irland betrug die Steinkohlengewinnung im Jahre 1890 ca. 182 Mil-lionen-englische Tonnen und die Vorräthe an , Kohlen-werden auf nahezu 200 'Milliarden Tons geschätzt.. .In Frankreich wurden 1890 gegen 25$ Millionen Tonnen Steinkohlen gefördert.'und die Vorräth berechnet man auf' 13 Milliarden Tonnen. Belaien

producirte 1830 crtoa L"j MlUonen Tonnen und seine Kohlenvorräthe sol len noch 16 Milliarden Tonnen betratgen. Oesterreich - Ungarn fördert: 1890 ca. 10 Millionen Ton.ien Stein kohlen und ca. 18 Millionen Tonnen Braunkohlen (starlste Braunkohlcnproduction der Erde), während seine Vor. räthe noch auf zusammen 17 Milliarden Tonnen geschätzt werden. Im europäischen Rußland wurden 1890 gezen 6 Millionen Tonnen Steinkohlen und 118.000 Tonnen Braunkohlen gewonnen bei einem Kohlenvorrath von 30 Milliarden Tonnen. Und endlich besinn noch unbedeutende Kohlenvorräthe Holland. Spanien, Schweden und Italien mit einer Production von jährlich etwa 1Z Millionen Tonnen. Die Erschöpfung dieserVorräthe dürste sich nun zuerst, und zwar in etwa 500 Jahren in Oesterreich-Ungarn. Frankreich und Belgien, dann in Großbritannien und zuletzt in Deutschland, hier wohl ersten 800, bis 1000 Jahren, fühlbar machen. Sollte aber die Kohlenförderung der europäischen Staaten im Ganzen sich bis zur Mitte des nächsten Jahrhunderts auf 500 Millionen (von jetzt 315 Millionen) steigern und dann unter Ausgleich des Ausfalles des einen Lande's durch Mehrförderung des anderen auf dieser Höhe gehalten werden, so würde der Kohlenvorrath .Europas von 1890 ab schon nach 670 Jahren erschöpft sein. Nicht viel besser jedoch als mit Europa dürfte eZ mit Amerika bestellt, sein, welches zwar noch ungeheure Kohlenvorräthe (634 Milliarden Tonnen) birqt, aber auch jährlich 132 Millionen Tonnen fördert und diese Production bei der gewaltigen Zunahme seiner Vevölkerung sehr bald wird verdoppeln müssen. Die gesammte Kohlenförderung der ganzen Erde schätzt Geh. Bergrath Nasse auf jährlich 500 Millionen Tonnen, welche auf Wagen zu je 200 Centnern geladen einen Zug gäbe, der den ganzen Aequator umschließen., würde. Deutsche Lokal-Nachrlchten.

Kl)iuproVtn,. H a f s e l t. In der nahen Gemeinde Helchteren fand der 12!ährige älteste Sohn der Landwirthin Wittwe Geune seine Mutter als Leiche unter einem Haufen Stroh in der Scheuer liegen. Die Frau war mit einem Beil bis zur Unkenntlichkeit zerhauen Korden. Eine Hand, an der tin Finger fehlte, lag in einiger Entfernung von der Leiche. Köln. Unser dracktvoller aroer Friedhof zu Meisten hat schon vor zehn Jahren mcht mehr dem BedUrt Nisse genügt. Es wurde ein 70 Mor gen großer neuer Theil in unmittelba rer Nähe angelegt. Auch dieser ist für r m'r - cic logenannien Nklyengraoer ja: ce legt. Die Stadtverordneten-Versamm lung het nun für den nördlichen Stodtthe-l einen besonderen Friedhof anzuleger beschlossen, der rund 80 Morgen groß ist und hinter NippeZ liegt. Die gärtnerischen Anlagen u. f. v. allein ohne Baulichkeiten tu fordern 96,000 Mark. Für den Suden der Stadt ist ebenfalls die An. läge eines besonderen FriedhofeS ange-regt.- . ' Horde. Durch eine schauderhafte Blutthat fand hier eine HochzeitSfeier ihr jäheö Ende. Einige Hochzeitsgäste und der Bräutigam standen-draußen aus der Straße, als sie von mehreren Burschen angerempelt wurden. Plödlich drangen diese mit Messern bewaffet. aus die. ruhig dastehenden HochzeitSgäste ein und brachten dem Bräutiaam einen tiefen Stich w den Kopf bei, wobei, ihm noch, während er den Schlag mit der Hand abwehren wollte, - ein . Glied , vom Finger geschnitten wurde. Die Gälte kamen bis auf einen, der lebensgefährlich verletzt ist, mit leichten Verletzungen davon. ' Die ruchlosen Thäter sind verhaftet. Vrovlnk LNnVl7a. - B i e b r i ch. Dem Sergeant Viebke der 2. 'Compagnie hiesiger Unterofft-r-Schule, welcher ' einen jungen Mann auZ Schierstein vom Tode deS Ertrinkens auS dem hochgehenden eistreibenden Rhein' rettete, ist von dem Kaiser dieRettungs-Medaille amBandi verliehen worden. HerSfeld. Von der Strafkammer in Kassel wurde der Schutzmann Rehn von hier, zu vier Monaten . Gefängniß verurtheilt, weil er in -zwei Fällen arretirtePersonen auf derWacht mit einem Knüttel arg mißhandelt hat. te; einem davon hatte er mehr als 20 Schlage, zum Theil 'über den 'Kopf, gegeben ' " gwü 3iaM.; ' "Ha mburg. ..Ein, großes . vorgeschichtliches Gräberfeld - ist auf' einem Geestacker im Amte Ritzebüttelaüfge. funden! worden. Bis jetzt sind dem Gräberfeld 38 Urnen aller Größen entnommen. Es wird vermuthet, deß si, einer noch etwa 800 Jahre vor Christi Geburt! liegenden - Zeit entstammen. Sie dürsten sämmtlich 'germanischen Ursprungs sein. - Es befinden sich.un ter den Urnen auch , mehrere der interessantesten , Buckelurnen. . Ihr In halt ist' noch nicht, naher untersucht; jedenfalls' enthalten viele von ihnen"au ßer Knochenresten ' noch ' Waffen, Schmuckstücke und dlelleicht auch Mün zen..-Die gefundenen ' Urnen kommen nach Hamburg.". . ..)'-. Lube ck. Im. Dorfe Kleinmühlen bracht Großfeuer 'aus; vier- Häufn brannten infolge Brandstiftung nieder. Die ganze Gegend .ist wegen erhalten Drohbriefe in Aufregung. ' Anhatt. Z erb st. Das spurlose Verschwin den eines angesehenen , Bürgers erregt hier Aufsehen. Der Flüchtige, von seiner Frau und einem Sohne begleitet, ist der Mafchinenfabrikant Albert Rießler. Die Staatsanwaltschaft hat hinter allen Dreien wegen Bankerottö einen Steckbrief erlassen. Ein anderer Sobn. der. in Magdeburg sich aufhält., und der Beihilfe verdächtig ist. wurde dort verhaftet und nach Zerbst tranöportirt.. "'' Die' Passiva betragen! naH oberflächlicher Schaduna 300.000.

f4y mX i - n

Krülrzctkrs

Sn den ersten warmen Tagen des Frühjahrs, nachdem wir im Winter schwer und reichüch gegessen, kommt es haustg vor daß die Leber nicht richtig aröeitet,es übermannt uns ein Hefühl von Müdigkeit weches zedermann wohl bekannt. Mo regulirt euer System und dafür giebt es kein besseres Wittel als

H

ji Uv i'C yyny y ? wJjpr LamöurgerHropf,

ii!

Mark. Die Aktiva oentten" in einer Anzahl leerer Geldschränke und einiger Maschinen; an baarem Gelde wurde nichts vorgefunden. Sogar die Ersparnisse seines Dienstmädchens, welches ihm und seiner Familie zwanzig Jahre hindurch treu gedient hat, sind von R. unterschlagen .worden; diesel , ben beiragen etwa 2000 Mark. vrs?jh,r,ahu, 0nn. D a r m st a d t. Nach längerem Leiden starb Herr Hof-!onzertmeister Hohlfeld, ein verdienstvolles Mitglied der Großh. Hoskapelle, welcher er seit October 1877. also nahezu 20 Jahre, angehört hat. Gießen. Wie aus der Rechnung der ' Provinzialkasse der Provinz Oberhessen ersichtlich, hat die fort, dauernd gedrückte wirthschaftlicheLage wiederum eine sehr hohe Frequenz der Naturalverpflegsstation zur Folge gehabt. Es betrugen die Kosten für die drei Stationen im Kreise Gießen 3,440.55, und für die drei Stationen im Kreise Friedberg 9.521.99 Mk., zusammen 12.962.54 Mk. Muschen heim (Kreis Gießen). Die hiesige Bürgermeisterei ließ an drei Morgen und einem Abend durch Schulkinder Maikäfer sammeln. Das Ergebniß war 66 Simmern, das Simmer zu 32 Liter gerechnet, 21.12 Hektoliter Maikäfer. RUsselsheim a. M. Der junge I. Sperle von hier, welcher bei einem Streit von seinem Kameraden Wolf einen Stich in den Hals erhielt. Ist Nach qualvollen Leiden seinen Ver. ledungen erlegen. Der Thäter hat sich freiwillig der StaatsanwaltfchaZ' in Darmstadt gestellt. Z?ai7?n. Dresden. Der Arbeiter Ebert von hier, der, wie f. Z. mitgetheilt, eine .alte Almosenempfängerin und einen bei ihr in Pflege befindlichen 11jährigen Knaben ermordete, konnte, weil der Verbrecher erst im 18. Lehensjahre steht, nicht vor das Schwur, gericht verwiesen werden. Er wurde vom Landgericht zu 15 Jahren Gefängniß verurtheilt. B o r n a. Eine seltsame Krankheit herrscht unter den Pferden in der hiesigen Gegend. Namentlich sind die Pferde des Karabinier-Regimentö davon betroffen. Die Thiere fangen ursprünglich an zu gähnen; bald darauf werden sie matt, verweigern die Annahme von Futter und sind wenige Tage darnach todt. G r o ß e n h a i n. In eine äußerst gefährliche Lage gerieth ein Schornsteinfeger, der behufs Reinigung einer Esse in derselben sich so verstiegen hatte, daß er weder nach unten, noch nach , oben, sich bewegen konnte. Der Aermste rief nach Hilfe, wurde aber eine Zeit lang nicht gehört, bis endlich eine Frau, die unter der Esse die Asche wearäumen wollte, ein Aechzen und Stöhnen vernahm und nun sofort Lärm schlug. Mittlerweile war auch der Meister hinzugekommen, der alsbald seinem Gesellen Hilfe brachte, indem er' ein Stück der. Essenmauer einschlug. ' R eichenbach i. V. Auf hiesigem oberen Bahnhofe wurde der Wa genrücker Fuchs dadurch tödtlich verletzt, daß er beim Rangiren zwischen die Puffer zweier Wagen gerieth.. ' Wtsag-kotkrtngen. : Metz.. Der evangelische Divisionspfarrer Schmidt wurde in der Garnisonskirche bei der Sonntagspredigt , auf der Kanzel vom Schlagt gerührt und starb an Abend. S t ra ß b u r g. Abbe Hug, Redakteur des .Mühlhauser' Volksbl.". wurde von der Eolmarer Strafkammer zu 100 Mark Strafe' verurtheilt, weil er in seinemVlatte berichtet hatte, daß eine Haussuchung über einen Zei.' tungsärtikel bei ihm' stattgefunden habe. jSt'n? derartige Mittheilung also ist In den ReichZlanden verboten!. - GHbnbura V u r h a v e. Von einem traurigen Ereignisse wurde die Familie,deS Hrn. HausmannS Theodor . Francksen zu Hollwarden betroffen. Der 16jahrige Sohn Desselben reinigte seinen Revol ver; hierbei entlud" sich die Waffe und der Schust gwg dem jungen Manne in die Brust.., , . . - Eck ward en. Wie verlautet, hat Herr W. Allmers-Stollham.die Stelle deS -Herrn Friedrich WillmS-Eckwar-der - Altendeich für den Preis von 80.000 M. gekauft. ' " " Hübe. Sicherem Vernehmen nach wird Herr Dr. Uhlhorn, Director der 'Bremer Chemischen Fabrik- Hierselbst. Bruder deö Henn Pastoxn Dr. UhlHorn, seine hiesige Stellung' demnächst ai'faebek. um einem Rufe nack n. en all idirector - einer', bedeutenden Petroleum, - Nassmerie Folge zu leiNen. . ColjttbIUrn Heching'eiu Die hiesige Synagoge erhielt w. den letzten Tagen einen schönen Schmuck: Die beiden großen, die Ostseite einnehmenden Fenster wurden ' hr.ausgcnommen .und durch zwei , neue, in Teppichmalerei ausgeführte ersct.' Dieselben ' harmonieren aufs Beste . mit' der Ausmalung deö NaumeZ und machen' einen wohlthuenden 'Gin drück äu? den Beschiu:?::

'

c n

äc Medrsin. m Marktbericht. W5olkssle,Prxise. GroeerteS. ZuSer: Harter 5.08. Guter gelbe? 54.15. . Gewöhnt, gelber tzZ.62 faff: geröst. Banner, fiten und Java 21. 75e (in 50 Pfd Sacken) Capital 21c . Pilot 21c 2akota 20: Brazil löjc Gen. Aepfel 7jc . Pfirsiche 1455c Csrmthen 5c Pflaumen 7Ae . Prttostt,1i& Früchte und Semus,. epfelperFaßtz6.50 Cittonen per Kiste tz4 00 Orangen per Kifte' Z3.7S Kraut per Faß $3.50. Zwiebeln per Faß $3.50 Rüben per Faß $1.50 Bohnen per Bushel $2.00 . Kartoffeln per Bushel 70c. Süß.Kartoffeln per Faß $2 50 ehl. ' Winter.Weizm pat. $4.00 Frühjahr.Wchen pat. $4.0ü Winter extra $2.50 Gewöhnliches $1.7 Roggenmehl $3.10 Hafergrütze $5.75 utter, Tier und Äefluzel. Butter, frische tjcirnirb 10c Eier, friicfi. bet Du, mit Leb. Geflügel: übn 7c s Spring ChickenS 8c; Hähne 3c; Turkev dennen 8j Enten 6c, Gänse $4.80 per Dutz. Br. I. Tl. Wutcliffe, UZ.ML.MMltvtt - w,!! u.M9 uxTHrraRCieilcx. 5k,. 95 CH Wtaxtt trH. ttsiet-Sr: lii ic utr na. ntn fmV.Sil mtaa alanttm. . tl C. C. EVERTS, eutfd)er Zahn - Arzt. No. gz Nord Pennsylvania Str. Ga wird auf Wunsch angewandt Dr. Leonh. Seil, ' , y Deutscher Arzt, Ecke East und Ohio Straße, praktizirt gemeinschaftlich mit seinem Datn Dr. Guido du ' ... p"un.: MiWM' Dr.E.N. Schaeser, rzt und Shirura. o. 430 adison venue. nabe RonU Str. m?EßE&i 712? nw.tatmi.-! " . XtitlUu 882. Dr. THEO. A. WAGNER hat sei Office nch vko. Nord Delaware Otr. verleit, und wird sich freue seine Pariente d greunde dort u empfangene . prechftunde : u Uhr ?.: 5 4Uir ach..- tonnt afll: UhrS,rm. - Telexhon 648. Dr. F. Bühler, 120 Ott Me(7arty Otr. Achetuste: S 9 Uhr vor.; i l Uhr 989.; I i Ul KlCKfel. Telephon 1445. .. Sprechstunden: Vonntag nur ,rittagß. Ir. -Carl G. Winter, Nrztnd c?btrurg. Spezialift für. Augen nud Ohren. Sprechstunde von S U. 1-4, 78 Uhr. - Zimmer No. 1 im alten BibliothekgebSnde. , Hat Pennsylvania und Ohio Str. ; . Telephon Office : 1806; Hau 640.-' ' Dr. Pur 6 hat dt Deutscher Arzt. Wohnung : SSS Oüd Meridian (Ztr. Sprechtde : 8 i't 9 nit Bort, i tii'iu uqr um. i vl, 8 liyr oend. Office; 18 Ost Ohio Straße. Sprechstunden 8 li tü Uhr Kachm. -levH, 80. Tuch . Matevisl. T. F. SMITHER: ' 1 ' ' Händler U ktetdach.rkatertal, I ca 8 l eadh . oft, wasserdicht heettna, se, eftem Iphaltil, Vtroivappe. Deck, n'n tall.Fke ,e.,c. Office: ie9 Cft nart? lad teake. T lepH, i. Dachdeckerei. gLhize und erantonl!che Dachdecker. itu sächer. Trinidad und Silsontte Lßdlakt,? TOU rte pUttiosDch nU be?, tfU terial. Office; o. 169, tJb : 180 3. Marhlabftk. 3RltS5C3C31. J'?öN,,J. 0oo4 wU.Troj'.N.ru wü hr m. m4Z TM wf ot miX m Bitk, U tTmii My-fc Mn-lrkl, k, wTirtI itiirtittfM .i.i . t.Lw i.!!.!,, 7 1 rn. - Back hm, tu Vr Attttia, tu mu . ! 't 11 fr tiaMvxr pt T i " m-t m i. r MMMWjl.rt. VC ' r"TL r MI MMMta Mliii

.

s7?

'

' ; U J v. ,

' 1

Eisenbahn 'Tabelle

nrunft und bgang Ut verschiedenen Eisen. bahnzüge im Union Depot. Indianapolis. Vandalia. ang Postzug 7 80 Sni . - rvrek ii im llxoreß 12 40 SW, Accomodatton 4 00 Km Expreß 7 00Nm Expreß N20Nm Ankunft Expreß 8 85 Cm Expreß 4 15 Cm Accomodatton 10 00 Srn Erpreß 3 20N Scknell,ua 6 00Brn Accomadation 740SK Cleveland, Cincinnati, Chicago und' St. Louis. Indianapolis und Eleveland Division. Abgang Expreß 4 15 n, Expreß 10 30 VV, Expreß 10ö0Vm Limited Expreß... 310 51m Expreß 640 Ankunft Expreß 7 10 Ca . Expreß 1130Bm " ' Limited Expreß U Ä)Vm Elpre SWSlm Erpreß. ii vo sw St. Loui Division. Abgang Expreß 7S0Vm . Limited Expreß ....1160 8m ' Expreß 1120 Expreß, täglich.. 114öm. Ankunft Expreß täglich 4 00Rrn xpretz..... bVm Limited Expreß.. 6 30. Expreß,. , 6 00rn Ihtcago und Eincinnatt Diviston Sftlich. Abgang Schnellzug 2 45Vm ' Accomodation täglich 7 05 trn Accomodatton 11 W Vm Postzug 8 00ton: Accomsd. lnur Sonntag). " . Accomodatton 6 85S!m Ankunft Rushville Accomodatton. Postzug 1140 5m Jnd'plS Acc. (nur Sonnt.). ' . Accomodatton Accomodation 10 15Rrn . Schnellzug 11 lOZZrn Chicago und Cincinnati Division Westlich. Abgang Accomodation 710 Lrn Skbnell'Post 11 60 Km Lafayette Accomadatton. . . . ö OOrn,. . Schnellzug 12 15 Brn ; Ankunft Schnellzug 8 80 V5m ' -; i .Lafaoette Acconodatioa . . .10 45 Cm : . . Schnellpcst 2 50?kn Accomodatton 615 9hn Peoria Diviston vestlich. Abgang Expreß 7 25w . , . Expreß 11M5W. DanvUe Llccomodation 6 05 9ha. Expreß .11 69rn Ankunft-Expreß.....' 825 Bn Danoill ccornsbatUn. ...10 85 , Exprek 2&0 9tm Erpreß.' 6 659ha Peoria Diviston östlich. Abgang Expreß , 6 SOS eeomodatta 'Expreß 8S5Nm Ankunft Expreß 1140M Accomodatton Srxnß loooNm Lake Srie und Western. - Lbgang-Exvreß '. .... ......... 7 00 hm . xpreß..,. IWRm V Exireß..'... 7 00 92m Schnell Expreß Ankunft-Schnell.Erpnß ........ . Expreß..... 10 30 Cm - Expreß 2ß05to Expreß,.., 4 20 92m Pittöburg, Cincinnati, Chicago und - St., Louis.. i., , v. '.. -' Indianapolis Division. bganaExpreß . . . 7.V. ....... "4 50 vm 5 ; ColumbuS Accomodation.. . 8 00 Srn Ey?eß ÄL6m ....Klchmond Accomodatton. . 4 00 5tm Expreß ........ 510 9ha Ankunft Richmond Accomodation 8 65 rn ' .Schnellzug 11 40 Srn Expreß......... 12 80 in Accomodation 8309ha Expreß 6 50 9km Expreß.. ..1015 9ha Chicago Division di Kokorno. . - Abgang Expreß.. ..llOOvm ., ... Expreß; .llÄOSha. Ankunft Expreß 8 35 m Expreß ...... .... . . .... s 15 m

LouiSville Division. ' -

Ab gang Expreß 845 V. I : .

ou-Lvill ccouudatio.. . S iO Q -

Schnell,.........'. 2 25Zh

Accomodattä 1 1 01 9m ' : '

(V . si . .. T" 'S i Cincinnati, : Wabast und Michlgan' -

uunir-ccomooanon. ...l0 20m.r , ; Schnellzug .' 1050 Vm ' ' Accomodatton.. 6509ha w Sxezial täglich 1 1 OOSha L . Cincinnati, Hamilkon und LndiLna pons..'. V Kbaana-Cxprtfj 3 4ß&n ' Cmnnnatt Accomodotton . . 10 50 rn Expreß... 8 009ha , .Expreß 4 00ns Expreß S LO O LnIunft-z'Accomodation.. 9 15 Vm Ötefj:.:.:;, n 45 Expre ....... .,,., .780 5hn,?' . Expre 10 65 5halii' ' Erpreßt...... Indianapolis und vincennes.' Wta&Qtfxtl. ....... b OOUts- - ' wLB?1" Vccomodattsn. 4 00S3.3-Anrunft-BmeenneK AccomodattonlO 40 55, . 'Expreß . - 5 00 Rq..

Wgang-lExpreß 6 85 C . . Erei ' -11 16 Cm; 4 c .Expref 8 45 9ha Lnkunft-Sxpttß 9 65 tut . ".' - .' 2 60 Jtea 5 v . 0 Expreß..... 9 00 9ha .

Indianapolis, Deeatur und Qefier. - ' Abgana-Expreß . . . : . töki( ?

, omooauo 8 40 TtK ' EÜnell'ErVre.. li wüh Unrunftchnell.Sxpreß.,.. .... 3L0L- . . . 9W aWÜa 1U tl) xsvx ExpnßZ)i.. 450?5 Löttisbille, New Vlbany jtnh Hieago:

CbsaniCrprtß .... 1 .. 1 12 Stst: ? -l

? ...11 Saturn SSöstfln SstcrnitflVtHfl im 9ha Lnkunft Erpnß 8L0QA - . . . Wonon leeonudatton HSOCw "

'-VSm , . .. 8 55aM.fT L. . . . - , ,

TI10 Twentletli :Contur7. eint eichnete Bochntfchttft, velch - fortschrittlich gesinnte? Lrsern sr px c3-J ' I ten ist. 'In der Tenden, , srliH, verdr ander f ortTAri r t v t . ' ..... i"1 - cmar7ini q ceirrccni.' pzi-t xU Vnnntcri

r ; lio-injcoxci - . .

i

I I L c ,

1 iii

v

.X c