Indiana Tribüne, Volume 18, Number 257, Indianapolis, Marion County, 6 June 1895 — Page 3
3
SSWaÄe. ervöse Vß et tonen arauSlt von VkwiffenSdissen und schlechte TrZnmen Sfpcinta von Rücken und opfschmer,,, Örr6t&n, ittern. erzNopf,. Unentjchloffenhett. Arnbftn an erschöpfend Jflfifien, erfahren oul dem ,Lundfreund-, aus elch' einfach, billige Weise Vfcfcl Tränierst und Folgen der Zugend fünde arbtUl und die volle Gesundheit , nb der Froh5nn wiedererlangt werden können. Gan, ene kxNvezfalzrtn und neue Medizinen. Jeder sein eigen r,t. Schickt S5 Cent! in Ctamd und ödr bekommt da Buch versiegelt und frei zugesckickt vo tr Urtrot linik und TUpensar?," 23 Weft U. err.,em Vork. . v. , i J r 35. i .1 .y.i i mm Injektion. i t . Eine permanente Zinr 5 ? de hrtnöck,zsten FS2 von Sonorrhea und i ! let. garannrt in von 3 bi C Xaqen ; kein 2 dr Behandlung nöth,, und ebne die an, ekelnde Steiultat bet Einnehmen von Su , ! bed. Sixaiba oder Mandelöl. I. Ferre & o. ; (rou'D Nachfolger), potöeker, Pari, er ' tauft ooa aUn rruggtften. &e,aaaeaaaaj RipansTaMes. Rlpans Tabules sre cornpounded srom a prescription widelyused by thebest medical authorities and are presented in a form that is becoming the fashion cverywhere. . RIpans Tabules act gently but promptly upon the liver, $tpmach and intestines; eure dyspepsij, habitual constipationoffensive breath and headache. One tabule taken at the first Symptom of indigestion, biliousness, dizziness, distress aster eating, or depression of spirits, will surely and quickly remave the whole dissicülty. :r:. Price, 50 cents a box. Ripans Tabules may be obtained of nearest druggist; or by mail on recefpt of price. RIPANS CHEMICAL CO., 10 Spruo Stret. NEW YORK. i nmM .Fragen Sie Ihren Groeer nach M Bachmann's High Patent, Tip Top otetMelrose MehldaS beste im Markt. v- . , . Avenue llühlen, cke Rar, Str. nd Madiso Sven. Colnmhiii Halle! Ötf Sia&xzt .5 5)!t'.a?t St,. Die schönste, größte uv.b am fceaumf.cn sin gerichtet Halle der Südseite. Sie steht zur Ve:f2gunz für Abhaltung von Lonzsrtn, rsyfx vi nch en, Surtiov etc d'sonderZ ist i ? r,!nc zu npfehlm. ISi.'Tic schön?:? i&ijtttöaft in der etäbs. 'Jifot die be.en GttränZ? Verden der, abreißt. AL zarttch,: Ych? lad?' e OTTO GOSMI3DTäS2S2S2S2S2S2E2SE52S2S2S2S2S n sitisip TRiFn.ii way. m3Xi 1 1 W M WMB , H W WWW m CvKijjj SAR ?UMMlA ORA!Il SOAllDö AROAU Tina.Slnct Drao' coppcr. ritokot end oll Kitchcn end Platod ütonalliClVo6dr.lürt)loPor 8 cololn etc . CCORCC WM.. HOFFMAH. K . mm ülMUUiim mm tJvjKJrnw . 404rAftUfiwtaftTAMfir tuniAaAMLta. N P.lEtBOTEBS'FRIQID.J VS5S2525gT2S2SS5sySg2y Ve Zum Verkauf iu Apotheke ,5JJ9fr., M Senkhardt, SALOON, - y Cdr&Wo U Noble Ctrafle - - Vefie Getränke. und Cigarren. I2.S. Zermalmten und ganzen Goö e zu aden bei der
mm
I loy I 06
WWMMW.
UalMMuMe.
Roman von Hang Richter. (Fortsetzung.) Wir' könnten ja während unseres Strohwittwerthums überhaupt ge j meinsamen Haushalt führen." schlug er vor. Sie sind ein so netter Bur sche. aber Sie versauern mir wahr haftig noch ganz und gar. Das Leben ist nicht leicht, doch zu schwer darf man es auch nicht nehmen. Und jetzt blüht unser Weizen." Darauf wiederholte Guido seine bereits gegen Gisbert ausgesprochene Warnung, aber der Alte lachte dazu nur pfiffig. O, er ging sicher, wie jeder verständige Mann, der nicht-nur zu gewinnen, sondern auch etwas zu verlieren hat; auf halsbrecherische Spekulationen ließ doch er, Maximilian Breithaupt, sich nicht ein. Zu Hause fand sich ein Brief vor, den ein Bote soeben gebracht hatte. Das Couvert zeigte die Handschrift Spilles, doch nicht in ihrer beamtenhaft steifen Correktheit; seine Hand mußte bedenklich. gezittert haben.. Erblassend riß Gisbert es auf; nur drei Worte in den zwei Zeilen las'.erkannte er: so eben sanft verschieden".... Guido, welcher ihm übe? die Schulter geblickt hatte, mußte den Wankenden stützen. 10. Die trüben aufregenden Tage waren vorüber. Onkel Theobald, der Braves Gute,' hatte feine letzte Ruhestätte bezogen. Die Erde mochte .-ihm wohl leicht werden. ... an seinem Sarge toa ren nur ehrliche Thränen geflossen. . Guido, der überhaupt 'alle die auf regenden und unerquicklichen Besorgungen für das Leichenbegängniß übernommen, hatte sofort den Damen, nach telegraphirt. Die Depesche mußte sie spätestens in Aachen erreichen. Es war dies auch thatsächlich der Fall gewesen, doch Ange kehrte nicht zurück. Erst von Ostende aus kam- ein 'prunkhafter Kranz in Begleitung eines Briefes mit oberflächlichen Entschuldigungen: ' es sei doch unmöglich gewesen, die fast vollendete-. Reise zu unterbrechen- und sofortden Ruckweg anzutreten;, helfen hättet sie ja nicht mehr können, und ihre Trauer um den Todten sei eine so aufrichtige, daß, es wohl gleichgiltig sei, ob sie ihm die letzte Ehre erwiesen habe oder .nicht.- Dann folgte eine HerZahlung ' all der - vornehmen und i be ehnrren Persönlichkeiten, . welche, zuk Zeit nK Ostens weilten. . . . Gisbert hatte- den. Brief zusammengebaut ,,unv zu Bödrn. geworfen. Diese Herzensrohhtf die zugleich eine grobe Tattw . sigkei's nxl? und selbst von Breithaupi' wie von dein , gesammten Bekanntenkrelse auf daö schärfste verurthettt wurde, riß die Kluft zwischen den Gatten diel weiter, als Ange wohl ahnte. ' Hatte ihr Betragen nLhrend Onkel TheobaldS Krankheit bereits Gisbert tief beleidkgr, so steigerte sich nun dieser Groll fast zu Verachtung und Widerwillen, und er machte, gegen seine sonstlge Gewohnheit, alle Verbitterung stA zu überwinden.in seinem Antwortschreiben sein Hehl daraus. Die Folge davon war ein Brief von Frau BreitHaupt, der in hochfahrendem Tone weitere Auslassungen und Vorwürfe dieser Art verbat: Anae leide an den Nerven und sei durch seine ungerecht- ?.!. l e?; rv .1 1 X. !! . reriigie qzarie sur -age ganzu, mi tirt worden; jedenfalls-sei ihre, der übenden Gemahlin, 'Gesundheit doch ein wenig mehr zu berücksichtigen, als d äußerliche Förmlichkeit gegen ewen todten Anverwandten. Aualeich schrieb auch Sophie, welche von einer Krankheit Ange's nichts zu berichten wußte, desto mehr aber von Promenaden, Concerten, Segelpartien . . iw l tr ii ri und dergleichen. Äucy oer lllmeier sei eingetroffen und ihr täglicher Gesellkchafter. : Nun schrieb Gisbert nicht mehr. Er hatte sich Gewalt anthun . müssen, freundliche, oder auch nur glichgiltige Worte zu Papier zu bringen. Guido war abgereist.- Die wenigen Tage Urlaub, welche er erhalten, hatten hingereicht, alles Geschäftliche zu regeln. Onkel Theobalds letztwillige Bestimmungen waren ja längst getroffen und bekannt gewesen. Frau Müllep. 'die treue Wirthschafterin. erhielt das Mobiliar, mit Ausnahme einiger werthvoller Familienerbstücke und eine Lebensrente. Nach Abzug ziemlich beträchtlicher Legate an wohlthätigeStiftungen und einzelne Arme fiel das Vermögen den Brüdern zu gleichen Theilen zu, wobei Gisbert das Haus übernahm. Für Spille und Klara Bissing waren kostbare Schmuckgegenstände bestimmt. 5rst jetzt erfuhr Gisbert, daß auch Klara, welche in Gemeinschaft mit Spille den bewußtlos Gewordenen nach Hause geführt hatte, in aufopferndster Weise an seiner Pflege betheiligt geWesen war. Gern hätte er ihr daö Vermächtniß des Oheims persönlich .überreicht, doch Spille erklärte ihm rund heraus, daß sie tn diesem Falle überhaupt die Annahme verweigern wurde; zudem befinde sie sich nun wie-, der in einer Stellung, könne also keine Herrenbesuche empfangen. Er mußte sich demnach begnügen, ihr seines BruderS und seinen Dank schriftlich aus zudrücken. Wie seltsam ihm daS Hochgeehrtes Fräulein- klang, wie steif und geschraubt er seine Sätze drechseln mußte, um jeden Anklang an die Vergangenheit zu vermeiden! Und so gern hätte er ein Wort eingeflochten.das ihr sagte, wie diese wieder .lebendig .in,ihmgeworden war, wie eS sein einziges spärllches Scheinglück sei. die Gegenwart zu vergessen und die entschw. vdenen seNgen Stunden in seinen Träumen Wieder ausleben zu lassen. Polypenarme! . Auch ihn umschlangen sie So dhleS'Gleichniß drängte sich ihm häufig und ihm war. als zerrten Lwei
einander femdliche Ungeheuer an' ihm. Mit tausend drückenden Banden fesselte ihn die Gegenwart, das reale Leben, und sein Herz umklammerten die Fäden der Vergangenheit. Breithaupt hatte ihm vorgeschlagen.
das ihm zugefallene Baarvermögen im Betrage von etwa hunderttausend Mark im Geschäfte arbeiten zu lassen. Gerade jetzt garantire die lebhafteBau lust in den südlichen und westlichen Stadttheilen undVororten einen erheblichen Gewinn. Die vorgelegten Bücher zeigten auch ein so günstiges Bild, daß Gisbert nach einigem Widerstre ben einwilligte, freilich weniger um des hohen Gewinnes willen, der ihn nicht reizte, als um sich des Drängenden zu entledigen. Die beiden Geschäfte wa ren ja ohnehin so eng miteinander ver schmolzen, daß Breithaupt die unumschränkte Führung zufiel. An dem fröhlichen Strohwittwerleben nahm Gisbert keinen Antheil. Dagegen verkehrte er viel im Emmerich'schen Hause, nicht in den großen glänzenden Gesellschaften, welche der bekannte Börsenfürst zu veranstalten liebte, sondern ganz zwanglos zu den späten Nachmittagsstunden, in denen er gewöhnlich die Geheimräthin allein antraf. Ein Hauch echt weiblicher Güte und Vornehmheit ging von der alten Dame aus, die sich, obwohl mit den Breithaupts nur in sehr losem Verkehr gehend, völlig unterrichtet über seine Verhältnisse zeigte. Wenn auch jede direkte Anklage vermeidend, konnte er ihr gegenüber doch oft genug sein . schwer beladenes Herz entlasten und nahm dafür manches sinnige, kräftigende Trostwort entgegen. Fast wun derbar war es, wie sie seine geheimsten Gedanken errieth . . . mütterlich warnte sie ihn vor der Hingebung an Erinne rungen. durch welche er sich in schroffen, nie zu überbrückenden Widerspruch mit der thatsächlichen Gegenwart setze, vor dem muthlosen Versinken in Träumereien und Gefühle, denen jede Berechn tigung und Lebensfähigkeit fehle,, vor der zunehmenden seelischen Entfernung von seiner Gattin, denn wie der Liebende um die Braut, müsse der Mann noch immer um die Frau werben. Diese stillen Plauderstunden waren die Lichtpunkte in Gisberts Leben. Visweilen überkam ihn eine neue, freu dige Hoffnung. Nach Ange's Rückkehr wollte er versuchen, sich ihrem Temperament anzupassen, da es nun doch un möglich war, ihren Charakter umzumodeln. Konnte sie nicht herauf, so mußte er hinabsteigen. i Nicht erreichte Wunsche, sondern erfüllte Pflichten bilden das wahre Lebensglück! hatte ihm die Geheimräthin einmal gesagt. . Daö Wort hielt er fest: es sollte die Richtschnur werden für sein zukünftiges Handeln, der Stab, auf den er sich stützte auf dem schweren Gange des Lebens. . So mochte seit Ange'S Abreise ein Monat verstrichen sein, als eines Morgens Frau Sophie von Rohrbach in sein Arbeitszimmer trat,, so uberraschend. da ihre Briefe von der Ruckkehr noch nichts gemeldet, daß ihn die Ah. nung eines Unheils wie mit Gigantensausten packte. Er achtete kaum darauf, wie herzlich sie ihm beide Hände drückte und ihn dann wieder, auf feinen Sessel drängte. Dann zog sie sich einen Zuff heran, fo daß sie fast wie ein Kind' zu seinen Fußen saß.nahm seme Rechte zwischen ihre warmen, weichen Finger und sagte: Ihr Erstaunen verräth mir verelts, daß Sie Außergewöhnliches von meiner unerwarteten Heimkehr fürchten. Ich komme im Voraus, als Bote wie aus eigenem Antriebe. ' Nicht aus anderem Munde als dem meinen sollten Sie vernehmen, was geschehen ist ud noch geschehen wird." Sprechen Sie von Ange?" rief Gisbert. dessen Erregtheit durch die seltsam gewundene und dunkle Einleiiung noch gesteigert wurde. Ist ein Unglück geschehen?" Nicht das im landläufigen Sinne. Ich glaube sogar, daß Ange sich behaglicher befindet, als dies seit Monaten der Fall gewesen ist, und nur der Gedanke an Sie ihre rosige Laune einigermaßen zu trüben im Stande ist." .. Dann begreife ich nicht " murmelte Gisbert in immer stärkerem Vorgefühl, nun vor etwas schier Unfaßbares gestellt zu verden. Erinnern Sie sich unseres letzten vertraulichen Gespräches?" Ja, ja, ich weiß der Kampf mit dem saugenden, würgenden Ungeheuer die Polypenarme " JBo kann Ihnen auch nicht entgangen sein, wohin mein Vergleich zielte. O Gisbert. ich Me wohl, besser gethattnoch deutlicher zu sprechen,' oder auf irgend eine ändere .Art diese Reise z.T . hintertreiben. . Jyre heißen Fingerspitzen schlüpften fast gewaltsam in seine .geschlossene Hand und preßten sie.-.und :hre' Stimme nahm : plötzlich eine . seltsame, schwüle Klangfarbe ' an. Oder werden- Sie-'eS vermeiden 'köns nen, daß ein Band gelöst wird, wenn es doch nur noch eine äußerliche,- form--liche Fessel ist? Wird Ihr Herz-von dieser einen Enttäuschung genesen, 'um an einer treueren Brust die Blüthe echten '.GlückeS, zu finden?. Sprechen .'Sie ein Ja, Gisbert; rauben Sie mir, nicht die einzig5.Hoffnung, welche mich'wahrend dieser 'furchtbaren Tage , aufrecht erhielt 'und allein mir den Muth gibt,Ihnen die Wahrheit in's Angesicht zu sagen."." "" . .. ' ' Und was ist.diese Wahrheit?"-stieß Gisbert .hervor 'unter ,-dem qualvollen Banne der Ungewißheit, der daS ,Menschenherz : härter : peinigt, als die . Unglücköbotschaft selbst, .. Fast schien eö, als suche Sophie, seine Spannung bis zum äußersten .Punkt zu treiben, denn sie ließ noch eine' Minute verstreichen, ehe sie mit leiser Stimme antwortetet Ange - weigert sich ZU JhNM'zurückzukehren. Ah!".-.'. Gisbert richtete sich 'halb auf und sank wieder zurück. . Da . war eS. daZ Angeizeuerliche das Unfaßbare, nrn 1 1 r, ,5 : - -
clLruroueewatt ittlltts slSdil ie da war.' Aber, heute vermale ic r c - in.' Jt CiC'ts. .ili.lL- 'iL.iii er. ....4. r.:
mti r. m . n . .f M. . . . ihm-aujHrwste ' jhm MnisaZ :ftitti$
phtrenö in's'Gesicht und schmetterte ihn mit erbarmungsloser Faust nieder. Nicht sein liebendes Herz war es, das getroffen wurde, aber der Mann der strengen Pflicht und Ehrbarkeit, dem das hergebrate Gesetz der Gesellschaft fast noch heiliger war, als sein persönliches Empfinden, fühlte Schlag -nicht minder hart. Er 5bte Ange nicht, nein aber sie wa? :och liebend sein Weib geworden, sie hatten sickam Altare GotteS Treue bis über den Tod hinaus gelobt, hatten Pflichten und Rechte miteinander getheilt, welche.nach seiner Auffassung, eine Lösung nicht zuließen. Minuten vergingen, - in denen er nichts fühlte, als ein dumpfes Brausen in seinen Schläfen. Endlich raffte er sich gewaltsam auf und fragte: Wie kam es?" Die Worte entschlüpften ihm, ohne daß er selbst recht den Sinn begriff. Es war das ja Alles unbegreislich. Entsinnen Sie sich meines Gleichnisses? Die Polypenarme, schon hier hatten sie sich um Ange geschlungen. Sie wollten sie nur nicht sehen, obwohl ich Sie oft und deutlich genug darauf hingewiesen hatte. Beleidigend fanden Sie mein Mißtrauen. Ihrem geraden ehrenhaften Sinne erscheint es unmöglich. daß ein Mann ein Mann, der das Prädikat Gentleman ibeansprucht systematisch der Gattin eines An-
deren nachstelle, und noch weit weniger möglich, daß eine Frau ihre Pflichten vergessen könne. Ich kenne unsere schwachen, oberflächlichen Frauencharaktere besser und nicht minder die Männer vom Schlage des Herrn von Reinolf. Ich stehe nicht an, zu beHäupten, daß er das nun erreichte Ziel bereits bei Ihrer Verlobung, die für ihn ein schwerer Schlag war. in's Auge faßte. Und er hat seine Rolle meist. haft gespielt, ein wenig durchsichtig freilich für den Kenner, doch weder Sie sind daS. noch Ange. Sein auffälliges Fernbleiben dokumentirte seine Verletztheit, seine allmälige, sozusagen noch widerstrebende Wiederannäherung die Fortdauer seiner Gefühle. Und wie geschickt er diese zeigte, indem er sie anscheinend sorgfältig verbarg, wie er just durch seine eisige Kälte die natürlich gelogene innere Gluth wir kungsvoll offenbarte! Er posirte auf den Unempfindlichen, doch so, daß jede Frau die Pose errathen und darunter, ein schmerzzerrissenes Herz erkennen mußte, das gefährlichste Spiel gegenüber einer unerfahrenen gefallsüchtigen Frau, doppelt erfolgversprechend, wenn der Mann vordem, als er es noch offen durfte, zu ihren Bewerbern ' zählte. Dann reizt es unwiderstehlich, seinen zur Schau getragenen Mannesstolz zu brechen, dann begehrt die Eitelkeit, ihn sich nzieder völlig zu unterziehen, dann wächst seine Person über das Durchschnittsmaß hinaus und wird allmälig zum Angelpunkt allen Denkens und Trachtens. Auf- diese Weise schlang Remolf seine Fäden langsam und sicher um Ange, und wenn sie sich wirklich je zu befreien gestrebt, so hat sie sich auch dadurch nur umsomeyr verstrickt. Es ist schwer, hier thatsächlich Episoden anzuführen, wo Alles nur aus halben oder gänzlich ungesprochenen Worten, verstohlenen Blicken und , undefinirbaren Mienen, aus einem dem Dritten kaum merkbaren Entgegenkommensrückweichen und Reizen, aus unablässigem Grübeln, Begehren. Trotzen, aus Laune und bis zur Manie gesteigertem Eigensinn besteht. Diese anscheinend unempfindlichen Männer bedeuten dem Frauenherzen dasselbe, wie dem Rou6 ein . unbesiegbares Weib. Das Verlangen nach dem Triumph wird bis zur Raserei angestachelt, in der alle Vernunft untergeht, und der Kampf wird still geführt. Ein . Guerillakrieg, in welchem es bis zur letzten Entscheidung keine große Schlacht gibt, doch auch nicht eine Minute der Rast. Ich habe den Rittmeister stets für einen guten Soldaten gehalten er war auch hier toujoiirs cn vedette. Einen Tag nach uns traf er in Ostende ein. An der verhängnißvollen Weiteren!Wickelung trägt wohl auch Tante BreitHaupt viele Schuld. Drei alleinstehende Damen spielen in einem Weltbade eine üble Rolle; sie ließ sich einen Kavalier wie Reinolf nicht entgehen. Er wurde unzertrennlich von uns. und das aufreizende heimlicheKampfspiel nahm seinen Fortgang. Tante Breithaupt war blind und ich, obwohl ich sah, ohnmächtig. Ich konnte es nicht hindern, daß sie sich täglich sahen,daß sie ihren Worten' besondere Bedeutungen unterlegten, und daß ihre Blicke noch mehr sprachen als ihre Lippen. Wieviel Ange dagegen angekämpft, weiß ich nicht sie hat längst jedes Vertrauen zu mir verloren es kommt wohl auch wenig daraus an.... sie mußte unterliegen wie jede andere Frau, welche nicht durch eine echte Liehe gefestigt und gewappnet ist . ' . Polypenarmel (Fortsetzung folgt.) mii Die unrechte Laterne. Von L. H. Schubert. Heiliger Petruö! Schon elf?" rief der Apotheker und warf die Karten auf den Tisch Da muß ich machen, daß ich heim komme. Schnell meinen Ueber neher, Kathi! Ich zähl' ein andermal, Löwenwirth!" Und hmaus war er. Fliegenden Schrittes eilte er die stille, dunkle, ver. schneite Straße dcS Städtchens entlang. Wenn seine Alte schon zu Hause wäre! Wenn sie ahnte, daß er, den sie für den solidesten Ehemann hielt, alle Mittwoch bei Gelegenheit ihres regelmäßigen Klatschbesuches bei der Frau KreiSphyfikuS, wo sämmtliche Honoratioren Damen sich zu einem Plauder stündchen zusammenfanden, heimlich dem Kartenspiel und dem' Trinken oblag! Ja, wenn sie das ahnte! Er wagte die Folgen gar nicht auszudenken. Bis jetzt war es ihm immer geglückt. recktikitia iu Sause uu sein. d. o. ehe ; w m v w 1 ' ' deit! Ter verdammte Förster mitsei-
I . . . - nem Sltzcfleisch! Der sindet kein Ende, und wenn es die ganze Nacht geht. i Der Apotheker macbte ein paar ge waltige Sätze. . Nur scknell! schnell! 1 Mit einem Mal blieb er wie ange wurzelt stehen. Als sehe er einen Geist, so stierte er auf ein Etwas, das klein und kugelrund, in einen dicken Mantel gehüllt, eine kleine Handlaterne tra gend, sich in unmittelbarer Nähe aus
d?r Nebenstraße aus ihn zu bewegte. Da ist sie!" hauchten seine Lippen, dcnn er hatte seine Frau erkannt. Wa5 nun thun? Sich verrathen? Um keinen Preis! Unwillkürlich duckte er sich und ein großer Schneehaufen verbarg ihn. der Ahnungslosen. So konnte er sie unentdeckt vorüber gehen lassen; aber was nutzte ihm das, wenn er doch später nach Hause kam wie sie? Jetzt war sie dicht herangekom men, daß er ihren Athem vernahm. Da kam ihm ein rettender Gedanke. Wenn es gelänge! Er drückte sich ge gen den Schneehaufen und erhob sich in halber Höhe, auf die Hände gestützt. Nun, als die Gattin vorüberschnaube, streckte er den Kopf vor, daß er mit dem Mund die Laterne erreichte und puff! pustete er das darin brennende Licht aus. Ehe noch die Ueberrumpelte sich von ihrer Ueberraschung erholt hatte, welchem Umstände sie die plötzliche Löschung der Laterne zuschreiben sollte, war der kühne Apotheker geräuschlos hinter ihr vorbeigcschlüpst und ent sprang in mächtigen Sätzen. Als die Frau zu Hause anlangte, lag ihr Mann schon im Bett, that sehr schlaftrunken und brummte über ihr langes Ausbleiben. Sie erzählte ihm. daß sie im Finstern hätte gehen müssen, da ihre Laterne auf eigenthümliche Weise verlöscht sei, denn es sei ganz windstille. Der Apotheker wandte sich im Bett um. daß seine Frau das ver schmitzte Gesicht nicht sehen sollte, und sagte still vor sich hin: Das hast. Tu gut gemacht, Bartholomäus!" Trotzdem er sich nun vornahm, küns. tightn pünklicher zu sein, hatte es doch das Schicksal in Person des Försters mit dem Sitzefleisch anders bestimmt und schon am nächsten Mittwoch war es nahe an Mitternacht, als er sich heimwärts trollte. Er hatte es gar nicht eilig, wußte er doch, daß seine Ge mahlin bereits daheim war und, das drohende Unheil witternd, schob er resignirt längs der Häuserreihe dahin. Als er an der bewußten Straßenecke ankam, blieh er betroffen stehen. WaS war das? Ta kam es wieder da her klein und kugelrund, in einen dicken Mantel gehüllt, die Laterne in der Rechten tragend. Sollte sie erst letzt nach Hause kommen? Kein Zwei sel, sie war eS! Ter Schreck machte ihn zittern. Was war zu thun? Vorüber kam er nicht mehr ungesehen, so mußte er sich denn zum zweiten Mal zu den gefährlichen Experimenten bequemen. Er verbarg sich hinter dem Schneehaufen, der ihm schon einmal dazu gedient. Das Herz klopfte ihm hörbar; er hob den Kopf puff! es war. ihm geglückt! Mit einem Satze war er auf dt klang ein tiefes kaum einer Frauen stimme ähnliches, verwundertes: ,,Nanu!" an sein Ohr, dem, als er . vor über wollte, ein: Oho!- folgte, und gleich darauf saß eine kräftige Faust dem Apotheker in dem Nacken.Oho! So . eilig? sagte . die tiefe Stimme: dageblieben noch ein wenig, ich muß mich doch bedanken!" Und ehe sich 's Herr Bartholomäus versah, lag er auf dem Schneehügel und fühlte seinen Rücken so eindringlich bearbeitet, als gelte es, ihn in den har ten Schnee hineinzuklopfen. Mensch, hören Sie doch auf, ich habe ja genug!" keuchte er, sich frei zu machen suchend. Tas kann Er nicht beurtheilen!" war die Antwort. . Ta wurde es plötzlich hell, es kam Jemand mit Licht. Was machen Sie denn da. Wurm?" hörte der Apotheker eine nur zu bekannte Stimme. Ach, Frau Apotheker, leuchten Sie doch einmal her. Ich habe da einen ZNusje gefangen, jedenfalls so einen löruder Lüderlich, der Nachts anständige Leute narrt und die Hüter des Gesetzes höhnt!" sagte der Nachtwächter und ließ' sein Opfer etwas locker; er hat mir soeben die Laterne auSgepust!" ; Tie Laterne? Das ist mir ja kürz. :ich auch passirt und ich wußte nur icht, wie eS kam. Das ist hübsch, daß Sie den Taugenichts " Hier folgte ein Schrei des Entsetzens: .Barthel das bist Tu ja!" ; Und der Nachtwächter stotterte: Ter Herr Apotheker!" Der aber saß, Angst und Schmerz m Gesicht, fassungslos auf . seinem Schneehaufen. Ja. wer konnte denn daS wissen, Sah daß der Herr ." Wurm traute sich verlegen an seiner Pelzmütze, doch die Frau ehrte . Mit der Hand: .Lassen Sie gut sein, Sie haben bloß Ihre Pflicht erfüllt, aber - Sie legte den Finger auf den Mund und Wurm nickte verständnißvoll. Dann winkte sie ihren Gemahl mit kiner resoluten Kopsbewegung und kinem inhaltsvollen: Komm!" Der.Apothkerlehrling, der in einem Dachstübchen sein Domicil hatte, konnte sich in dieser Nacht ein seltsam schnar. eendeö Geräusch nicht erklären, das zu Ihm herausdrang. Nach langem Sin nen und angestrengtem Horchen ward ihm endlich klar,, daß die Frau Apotheker ihrem Mann eine endlose, Gardinenpredigt hielt, deren weitere Folge dar. daß die Tamen-Abende von nun n bei der Apothekerin gehalten wurdm um Herrn Bartholomäus. nigzt .noch lnmal'Gele'genheit'zü geben, 'eine" La--terne auszupusten." ' A m passend sten. Maler: ,Und in welchemi Milieu, wollen : Sir gemalt sin?" Protz:. Malen Se mer vor'm Geldschrank !"' ii Schin und rein - Soll das Häus ßett sein. l. Die btstl dürften laust- man. bei H. Och e h e l, f 43Q I Oft NeCekh Ctnffv- v '
- , - . !.- i-jF-Sv--TJ-V , 4 ,-V flfcjtf - ' Ä.:.fil.-
Gs hieße Wn Talglicht
Könne verglelchen,wollkeman vttwu Vergleich nnslellen swischey andemseisen
mdderMllllZs
denn sie isl die reinsw. beste und sparsnmsse. SMTÄELÄIJS I1FI0 Lebemil jni haben THE KK.FAIRBÄNK COMPANY
ME
FAlMf SS
ÄÄßB$Clnl I IPS
iKp-rr;"uNi
10 m CHIPS m 'IN CENT5f ?TE1 oHN BROS & Kl PARK PL ä - .
CH. CHURCH ST v0RK 1F VOUR DEALER DONT KEEP THEM JS,EV SEND 5$ FOR SAMPLE PACKAGG .
52CSSXifSS
Feine alte Weine find Sie tn bester Auswahl und jeder Sorte bei 23 .M rm XB32er Weinkeller: 5!o. 33 GüD Delaware Ctx. Billigste preise. Freie, piomvte Ablieferung nach aöen StadttlzeUrn. r,ledb, 166. TheodoreGtew, Wa&frlaer Im 19. ?. udersv. Abstrakte von Besihtiteln und Grundeigenthum werden i prompter und zuverlässiger Weise ausgeführt. Zlo. oa Cü Market Otrage. Jndianavoli. And HER1IANN LINKE, 197 Süd Meridian Straße. Deutscher Messerschmied, - RaNrmesser, Scheeren und alle Arten Schneidinftrumenie sabrizirt und geschliffen.
CL H. & D. H. rll. nach Bluo Biver Park, dem feinsten Picknick-Plah in Indiana. ' Spezielle Bortheile für Sonn. . ' . ' taeöschülen' ' Dieser Park liegt in ShelSt) Counth Ml den Nfern des lue ?k;ve, bietet guten Schatten und -drei, bebachte Auditoriums bieten- 25) Person Schutz im Falle von Regen; l)at einen gnten k5chlagbail.Grund. ist mit Schau sein vers'hen und . wird von einem Tvftodian immer in bester Ordnung gehalten.. . Äußer, em fan Man fischen, dadeN uNdVSptsahren. Für ElNZejnrin spreche xxa in der Office der S. H. D. R. R.. Äo. 2 Oest Oashing ton Str., vor. . - - v ,: D. tz. varnelee, ' H. Vm, y. a.
j&L&tj&i mttdemManZkder
i n m.rn.w
!!.. r 1.IHI-H
--uftui wni-'M
AND DlGP''r L1EVE5 WA. ,chj; N tzM -tf CAÖENTS Telephon 1TS9 UnterfttHt die UNION CO - OPERATIVE L a u n d r y, betriebe dp Uis SschSde. 0. 138, 10 nd 142 Virginia kvnme T. E. Somerville, Manager. Die kurze und einzige direkte Bahn nach cd :nn: n cd jq.k-ai. Vestibnl Züge . Ldfahrt von Indianapolis: No. 30 Chicaao Limited, Vestibüle ' Bllllman. Sveiie u.Varlsrwasen täallcö' . .' 11 KAW. w : .... .... . . . . . . . . UJA)U1 nkunft Chicago SLONm o. öö Chicago Nacht Erpreß, Oesti. ule und Schlafwagen täglich. . . 12.85V Ankunft Chicago 7.4OVM cn cm - cw -. un
MM lT 'Ä
(mm MM) TifeivuwjtWÄiuj c'eilij B J.-1. " m ' -
i. 2ioiwn cc lagiicy, aurge nommen Sonntags 4.009ha nkunft in Indianapolis : No. 83. Vestibüle täglich : ; . ' z A No. 35, Vestibüle taglich.:. 3 255a No. 9. Monon Acc. täglich. suZge : nommen Sonntag.... -... 20Vm ' Pullman Veftibulchlafwagen für hicas, stehen am westlichen Ende des Union Vahnhofl .Unnen täglich um SMNm. bestiegen xrt. Ticket.Of: M Cfib Jkttsoi 6tr- ttnlu Statt. . af,achultt,lv.. - UXtl9n a fii .arten. Letttkdell c ml utm ftch ani . . . " , D. H. Yarmelee, , T. O. c.o.abct-;G..aa.: '
JACOB METZGEH& COV Flaschenbiergeschäft, S0 55 22 OS Marhlanb Otr.
Telephon 407. BottlerS von ' Metzger's Original Cafel-Vier, Home Brew, speziell für un auS ihren Biere ausgewählt. Wiener Cafel-Vier. Home Brew, speziell für un au ihren Biere aulgewählt. Budweiser, Böhmisches und Export-Vier von osepli 8MUz Brewing Co.. Milwaukee, 0Mt chsüe! Henry Victor. Daö größte, schönste ad älteste derarfige Lokal in der Stadt. Die geräumige und schön eingerichtete Halle steht Bereinen, Logen und Privaten zur Abhaltung von Bällen, Konzerten und Versammlungen unter liberalen Bedingungen zur Verfügung. Jiüms Neumann, ContrnctoV und Baumeister. flo. 30 endrickv Strnk' Neubauten und Reparaturen werden prompt, billig und gut ausgeführt. Fred. Schreiber, No. 20 Palme, Straße. CO' .AuflkSge. prompi Mstgt..
m
I. F. PrcuZch, f I2S Olive Qtraße. j
Rontralttor & Vaumeifter, i empsiehlt sich für alle Arten Neubauten und Reparaturen. Alle Auftröge wer- . den prompt ausgeführt. MMcMS7 A COPYRIGHTS. V CAJt I OBTAIN A PATENT t Form tionu ttiictlf confldential. - A Had)k of lot ortnattoa ooncerninir Pateats ad how to ob tl,ti tbrn Bt fra. Alao etakvua ot aaeebaa. le) Wm4 aclcntlfl booki aeot fre. PMnti t&ken ttrroncb Mucn & Co. teoelr pctV notlc in the Hlentlfle America and tbM ara brouebt widely beforatba pnblicwitb ooi con t tu rarentor.- "i ara oieoata paper. lMcad tMkiy, elacatitly Ulsatrated, baa br lar tb larrest cfrealattoa. of anr acientifle work in tbe world - UZ a year. Sample copie aent free. souoiof saition. laontbir. WZJäO a year. tsinei Ufi platea, to eotorm. aa4 ot Daiea, eenta, Krarr c um oer containe veaa pbotoerapba of new born, witb ptana, enabUa oallden to aboir tbe lateat oeatzitf ana eecare eoatxacta.. A.a&r ii ptma Azurn mt MUMM ACO. Mkw 0U. HUI fiBOAOWAT. - Die - .c Das reichhaMge Sonntag? - Blatt bietet eine.gil.untekhallenben Lesekoffet. Der MonnementS Preis - der täglichen Tribüne ist 12c, deß Sonntagttlatts 3c, beider zusaen lg (?tS., per Woche oder (Zg per Monat. Durch die yosi versandt, kostet do Tageblatt gg, das vonntsgkblatt ' gJ per Jahr, beite zusammen CO in Oorautdeiahlung.
10111113
MUttns
,ZW-WU k' - sf o , K0m
4
