Indiana Tribüne, Volume 18, Number 253, Indianapolis, Marion County, 2 June 1895 — Page 6
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Von Albert Sräger. In der Wieg: von süßein Traum Schlummert mein Liebling umfangen, Lächelt leise und athmet kaum, irtafia, schimmern die Wangen Gott, der über den Sternen wacht, Höre mein Bitten und Flehen: Lasse mein Kind bei Tag und Nacht Gnädig in Deinem Schutze stehen! Bis den sicheren Grund es fand. Laß mich es stützen und halten Und mich lehren die kleine Hand Zum Gebete sich falten; Blumen, die unverwelklich blüh'n, Laß für mein Kind mich sie pflücken, Zhm mit der Myrthe verheißendem Grün Noch die bräutlichen Locken schmücken. Und wenn inst meine Frist verstrich. Lasse mein Kind mich umschweben, Daß es in seiner Rät); mich nühle sein ganzes Leben; Bleibt ihm die Prüfung nicht erspart, führst Du's auf dornigen Wegen, Sei zum Troste ihm stets bewahrt Mutterliebe und Gottessegen! Gesundlieitslclire. Für die Lebensweise des Menschen wird maßgebend sein, ob mehr Fleisch coer Pflanzenkost zuträglicher ist. Vorherrschende Fleischnahrung erfordert immer eine größere Körperbewegung und Muskelibethätiguug als vor-. yerrzchendet Pflanzenkost: im Allgemeinen ab?r sollen die Vegetabilien die reichlichere Mnge des Nahrungsstoffes darbieten namentlich bei sitzender Le bensweise. Der Organismus erfordert aber Mannigfaltigkeit der Stoffe, und eine einzig: und immer dieselbe Art von Nahrungsmittel!, und wäre es auch die Milch, führt bei vollem Magen zur Entkräftung und zum Hungertode. Ueber die hauptsächlichsten Stoffe der menschlichen Küche läßt sich vom Standpunkt der Gesundheitslehre Folgendes bemerken: Alles Fleisch besteht mehr oder weniger aus fast drei Theiln Wasser und einem Theile fester Stoffe, welche sich chemisch als Faserstoff, Eiwei'ch. Fett und einige Salze, wie Kali, Magnesia, Kalk, Eisen u. s. w. unterscheiden. Es entdeckte Ehevreul noch einen stickstoffreichen Fleischbestandtheil de.r im Hühnerfleische fünfmal mehr als im Rindfleisch enthalten ist und Kreatin genannt wurde. Er ist im Wasser löslich. schwach bitter und von kratzendem Geschmacke. Man glaubte, daß er durch seine größere oder geringere Gegenwart den verschiedenen Fleischsorten den unterscheidenden. eigenthümlichen Gesckmack gebe. Liebig hielt diesen stick.stoffreichen Körper für ein Hauptfachlichls Ernährungssalz, aber die neuer: Wissenschaft erkennt darin nur ein, dem Harnstoff analoges Z:rsetzungsproduct der Muskelfaser, das zur Ausscheidunz bestimm! ist und deshalb im Harne wiederaefunden wird, in gleicher B.7hä!tnißmenze, wie die Action der Muskeln diese rm erhöhten Stoffnx.'chsei zerfetzt. Fleischsuppen enthalten nur die in siedendem Wasser auflöslichcn Bestandtheils Leim und Salze, auf denen oben das Fett schwimmt. Faserstoff und Eiweiß gerinnen zu Floren, welche als Fleischschaum abgeschöpft werden. Man hat also in der Bouillon nur einen Theil dckr Fleischbestandtheile als Nahrung gewonnen, ein großer Theil seiner nährenden Stosse ist verloren gegangen. Das abgekochte Suppenfleisch ist aber nahrlos, geschmacklos und unverdaulich. Wem daran gelegen ist, die gesammten Nährstoffe in der Fleischbrühe zu erhalten, und zwar in einem ausgelösten, also höchst verdaulichen Zustande, was sehr wichtig für Schwächliche,, Genesende und Kinder ist. d:r bereite die Fleisch-brüh-e auf kaltem Wege. Die Bereitungsart für eins Portion in der Quantität, einer gewöhnlichen großen Kaffeetass: ist folgende: Man nimmt Ci Unzen frischgeschlachtetes, fettloses stutes Rind- oder Hühnerfleisch, hackt 3 ganz fein, thut es -in eine große Tasse und gießt so viel destillirtes oder gekochtes und völlig wieder erkaltetes Wasser darauf, daß die Fleischmasse davon einen 'Daumen breit bedeut ist; dann seht man eine Prise Kochsalz und 5 6 Tropfen Salzsäure hinzu, rührt Fleisch und Flüssigkeit gehörig mit einein Glasstäben um, deckt das Gefäß zu und läßt es an einem kühlen Orte C 6 Stunden lang ausziehen. Alsdann seiht man die blaß-röthlich gewordene Flüssigkeit durch ein feines Jlechsieb und spült mit kaltem, ebenfalls destillirtem oder vorher abgekochtem Wasser, unter gelindem Ausdrücken auf dem Siebe mit einem LLsfel. nach, bis man ei große Tasse voll Flüssigkeit hat. Diese enthält all? Nährstoffe des Fleisches im natürlichen, aufgelösten, unzerseten Zustande, das gesammte flüssige Eiweiß, Fibrin, daö Blutroth, Eisen, die phosphorsauren Saizs, die freie Phosphor- und Milchsäure, daneben noch die für die Magznverdauung so günstig wirkende starkverdünnte Salzsäure. Im Fleisch ist nichts rnehr zurückgeblieben was oerdauunoZ sähig wäre. Aufdem Kirchhofe. Er liest in Begleitung seines Freundes die Grabschriften auf dem Kirchhofe. Eine derselben lautete: Hier ruht ein Rechtsanwalt und ein ehrlicher Mann." Wie kommt es," fragt er den Freund, daß die Beiden in einem und demselben Grabe liegen?" E ing gangen. Neffe: Denke Dir, Onkel, mir hat geträumt, Du hättest mir $50 geschenkt!" Onkel: ,So! Na, die kannst Du behalten!"
Deutlche Zjolzkirchen im Gsten. Der erste Stoss, welcher zum Baue menschlicher Wohnungen angewendet worden ist, war das Holz. Die Nomaden suchten Schutz vor den Unbilden des Wetters in hölzernen Zelten und auch die Culturvölker, welche dauernde Siedler auf der Scholle wurden, erbauten sich ihre Heimstätten aus Holz. Den primitiven Bauten der
Wandervölker folgten die weit solideren Pfahlbauten. Die Ceder vom Llbanon bildete ein wichtiges Baumaterial für die syrischen Tempel und die Festhallen der assyrischen Könige. Diese haben, wie wir in der Geschichte lesen. den überwundenen Völkern die Lieserung von Bäumen aus den Waldungen des Libanon als eine Art Kriegsentschädigung auferlegt. Die Odyjiee erzahlt uns von reich mit Metall be kleideten Holzwohnungen und die Ausgrabungen Schliemann's bei Hissarlik bestätigten, was Homer über Holzgebäude geschrieben. Im Allgemeinen sind zwei historische Formen der Holzbaukunst zu unterscheiden. Entweder es wurden die Holzstllcke horizontal über einander ge legt, wodurch das sogenannteBlockhaus entsteht, oder es wurden alle Tragbal ken senkrecht gestellt. Im letzteren Falle spricht man vom Stehwer!.Eine spätere Modification der Bauart bildet der Riegelwerk- oder Fachwerkbau. bei welchem zur Ausfüllung zwischen den festen Holztheilen leichte Stoffe, geflochtene Matten und dergleichen, verwendet wurden. Die alten Germanen benützten bei ihren Hütten wachsende Bäume als Mittelstütze und das Gesetz enthielt strenge Strafbestimmungen für den, der es wagte, den Mittel- oder Eckpfeiler eines solchen Hauses zu beschädigen. Man verstand es mit der Zeit auch, die Bauwerke aus Holzarten herzustellen, die nicht leicht brennen konnten. So war Cäsar nicht im Stande, die hölzernen FestNngswerke Galliens in Brand zu stecken, weshalb er die Besatzung aushungern ließ. Der Holzbau dauerte bis weit herab in's Mittelalter. Pavia war noch im 10. Jahrhundert eine Holzstadt. Die Sebalduskirche inNürnberg, deren erste Erbauung aus der Zeit Karl's des Großen stammt, war aus Holz, ebenso die Kirche St. Stephan in Mainz (990) und die Kirchen von Straßburo (1000) und Bremen (1233). Im Jahre 1186 wurde in Würz bürg an Stelle eines hölzernen Gotteshauses mit einem Steinbau begonnen. Im Kremel waren Kirchen im 14. und 15. Jahr hundert und St. Petersburg hatte noch im 18. Jahrhundert Kirchen aus Holz. Wir finden noch an vielen Orten Holzbauten, namentlich Holzlirchen, welche gothljuze Forme ausweisen und ganz reizende Detailt besitzen. Auch in germanischen Lande?, ist noch vieles davon erhalten. Bei' Ohla Ujfalu. spiele hierfür sind die Stadkirchen" Skandinaviens und die Fachwerk- und Blockwand - Profan Bauten Norddeutschlands und der Alpenländer. In Steiermark und Kärnten bestehen auch noch einige kleine Holzkirchen, welche schöne Thurmformen ausweisen. In Mähren. Schlesien, Ungarn und Siebenbürgen findet man manche interessante Bauherstellungen dieser Art. Bischof Dr. Haas von Szathmar und Vorösmart. Architekt Franz Schulcz haben Vorzugliche Studien über ungarische Holzkirchen veröffentlicht. Bischof Haas vermuthet, daß seit dem 11. Jahrhundert, in welchem deutsche Ansiedler sich dort seßhaft machten, die Uebung. Holzkir-. chen nach deutschem Muster in den östlichen Landestheilen der Monarchie zu erbauen, im Schwünge ist. Unsere Bilder zeigen einige aus Holz erbaute Kirchen im ostlichen Ungarn, die BaurathJulius Koch in Wien auf einer durch die Mittheilungen des genannten Bischofs angeregten Stirdienreise in seinem Skizzenbuche fest, gehalten hat. Diese Kirchen sind von bedeutender Wirkung und auch in constructiver Beziehung interessant. Sie sind nicht weniger künstlerisch werthvoll, als die vielgewürdigten kirchlichen Holzbauwcrke Skandinaviens. Man kann kaum Bauwerke schassen, welche dem Charakter des Holzes mehr entsprechen, und kann andererseits den Äolzbau kaum in eine ed-
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lere Form bringen, alZ wie das in deq
vorliegenden Denkmalen volksthümlicher Kunst geschehen ist. Und welche Menge haben wir von diesen Bauten noch! Im Szathmarer Comitate allein befinden sich mehrere Hunderte solcher Kirchen. Den Formen dieser Bauwerke sieht man die deutsche geistige Abstammung an, wenn sie auch meist in die Hände der Ruthenen und Rumänen übergingen und sich in denselben befinden. Ihre Schöpser sind jedenfalls Colonisten gewesen, welche während der Periode gotischer Bauweise aus Sachsen, Bayern und den
V a r a l l y a. Rheinlanden einwanderten. Das Bau Handwerk hat sich in diesen Landesge bieten bis in die Jetztzeit großentheils in deutschen Händen erhalten. In Ungarn läßt sich überhaupt, wenn nicht durchweg, so doch sehr häufig, aus dem Vorhandensein gothischer Kunstwerke aus deutschen Ursprung schließen. Die Slaven haben sich viel fach mit den romanisch-byzantinischen Formen befaßt und die Magyaren lieben zumeist die Renaissance, Die Gestaltung des Thurmes ist be! diesen Kirchen wohl das Interessanteste. Er ist in seinem Unterbau vier eckig und endet im Helme polygonal und sehr hochspitzig. Eckthürmchen kommen nicht immer vor, aber in, der Mehrzahl der Fälle. Fast alle Thürme haben eine vorgebaute, spitzenartig endende Bretterhülle, über welche sich eim. Gallerie von ungemein malerischelk Wirkung entwickelt, auf der erst der Helm sitzt. . Ohla T o t f a l u. In einigen Fällen 'besteht die Oberwand der Kirchen aus vertikalen Säu len und arkadcnartrgen Zwlschenzimmerungen. was zu reizenden Anordnungen Veranlassung -gibt. Hier ist auch die kunstreiche Fugung des lim merwerkes von besonderem Interesse. welche bei allen diesen Bautei: hoch entwickelt ist und ide Anwendung von Eisen überflüssig macht. Der normale Unterbau, der Kirchen trägt die direct aufstehenden Säulen, welche zierliche Gliederungen zeigen. Fast an keinem Bauwerk mangelt ein stnckartig gegliedertes Ornament oder ein xo hes, flaches Stiel- und Blattornament, oas auch oft die Fenster umrahmt, totU che dürftig dimensionirt und mit Bu tzenscheiben versehen sind. Die Kirche von Szinör-Varallya, welche auch der Aufnahme des Architekten Schulcz noch eine Thurmhelmspitze besaß, ist schon stark im Verfalle. Die Kirche von Ohla-Totfalu ist so reicht der Typus der meisten einfachen Holzkirchen im Szathmarer Comitate. F a r k o s s o. Die Wand- und Deckendecoration besteht zumeist aus bemalter Leinwand, auf der, auf Goldhintergrund, Heiligknbilder oder groteske Höllenfahrten mit den Porträts der eben von den Teufeln gemarterten Ortsrichte: derschieden Zeiten erscheinen. Bettlerhumor. (Vor der Thür eines Reichen.) Bettler A.: Und was kriegst Du da alle Jahr? Bettler B.: Viel nicht a Fünfzigpfennig. stück! Bettler A.: Und um a halbe Mark wünschst Du dem Protzen 's neue Jahr?- Bettler B.: Ja dös neue Jahr, was ich ihm wünsch, is auch nit mehr werth! Die Werbung. Er: Wie wär's, wenn ich heute mit Deinem Va ter spräche?" Sie: Eine bessere Zerl könntest Du gar nicht wählen; gerade bevor wir Spazieren fuhren, hat er d Rechnung für meinen neuen Hut bekommen." '
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Die Harmoniten in Economy. Inmitten einer Hochebene, die. umsäumt von einer malerischen Hügelkette, stch etwa 4 Meilen stromauf- und -ab-wärts am Ohio-Fluß hinzieht, liegt die kleine und merkwürdige Stadt Economy, der Sitz und das Heim der 35 zur Zeit noch lebenden Harmoniken. Die Stadt ist ein Bild der Gleichmäkigkeit, Alles ist nach tinem bestimmten Grundsatz angelegt, eins ähnelt dem anderen. Die Straßen sind 60 Fuß breit und schneiden sich alle im rechten Winkel; jedes Srraßengeviert enthält 2 Acres an Flächenraum und ist in qleich großen Grundstücken ausgelegt. An jeder Ecke und in der Mitte einer jeden Seite des Gevierts erhebt sich ein Haus, das größtentheils aus Holz erbaut und zwei Stockwerke hoch ist; alle
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I. S. Dutz. Häuser sind in demselben Stil gehalten und haben nur eine Thür, die sich auf der Rückseite derselben befindet. Besonders charakteristisch sind die Sitten und Gebräuche, die dort Herrschen, und die Gesetze, unter denen das Gemeinwesen verwaltet wird. , Die Gesellschaft verdankt ihr Dasein dem Württemberger Georg, Rapp. einem schwärmerischen Bauern, derStaat und Kirche in der ursprünglichen Neinheit wiederherstellen und die Harmonie", d. i. völlige Gleichheit und Einheit, herbeiführen wollte. Im Jahre 1804 verlieb Rapp mit seinen Anhängern die alte Heimath und gründete er im Jahre 1806 in Butler County. Pa., eine Colonie. Dieselbe wuchs stetig und war in ihren Unternehmungen meist sehr erfolgreich. Nur in .der Wahl der Gegend war man nicht glücklich gewesen, da man gar kein: Wasserverbindung hatte, auf die damals jeder Verkehr beruhte. So gründete sich die Gesellschaft 1814 ein neues Heim in Posey County. Ind., an den Ufern des Wabash. Aber auch dieser Platz war schlecht gewählt, da fast jede Familie von fieberartigen Krankheiten heimgesucht wurde. Rapp verkaufte die hier erworbenen 30.000 Acres mit großem Verluste und zog nach Pennsylvanien Kathar. Münz. (Altes Mitglied.) zurück, wo er die Stadt Economy gründete. Hier blühte das Glück dem Gemein Wesen in vollem Maße. Der Gesundheitszustand der kranken Mitglieder besserte sich zusehends. Mit großem Erfolge betrieben die Harmoniten hier die Landwirthschaft; sie legten sich ihre eigenen Baumwolle-, Wolle- und Seidenfabriken an; überhaupt wurde ein jedes, wenn auch das kleinste Ding, daS dort gebraucht ward, auch an Ort und Stelle angefertigt und zubereitet. Die bei Weitem größte Anzahl dieser Industriezweige hat man zur Zeit aufgeben müssen, da die Gesellschaft nicht genug Mitglieder besitzt, um die Fabriken zu betreiben. Der Grund liegt einmal darin, daß die Gesetze der Harmoniten Ehelosigkeit von ihren Mitgliedern verlangen und deshalb keine neue Generation, heranwächst, andererseits darin, daß sich viele Mitglieder wegen allgemeiner Unzufriedenheit von ihr losgesagt haben. Vater Rapp verfolgte in seiner Verwaltung und seiner Or qanisation die Grundsätze, die am ehesten zu einem erfolgreichen Communismus führen mußten. Er war wie der Vater einer großen Familie, deren Angeleqenheiten r sowohl in sittlicher als auch in materieller Beziehung mit Gschick und Erfolg leitete. Nach seinem No h. Lautenschlager. (Altes Mitglied.) Tode, der 1847 erfolgte, wurde die Verwaltung in dre Hand zweier Tru stees gelegt, Baker und Henrici mi Namen. Der erstere war ein mildthä tiger und frommer Mann, der allen Mitgliedern ein gutes Beispiel in moralischer Richtung gab. Aber in ge schäftlicher Benehuna kümmerte er sich um nichts; er führte keine Bücher und
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wie er dachte, schon Alles zum Besten ! r r ir r" aua? oone lein ZUlyun suoren ivuror. Die financiellen Verhältnisse der GeAlte Pumpe. meinschaft wurden in Folge dessen immer hoffnungsloser, und als bei Hen riet's Tode der jetzige Leiter der GesellT M, rm m . . . . cyask. Mr. 2un. das Heft m die Hände bekam, stellte es sich heraus, daß die Gesellschaft Schulden im Betrage von H Millionen Dollars hatte, denen nur Activa im Betrage von $175,000 gegenüberstand.'!!. Aber dem Geschäfts lalenle ves imx. 2uB gelang es zusehends, die Vermögenslage der Gesella?as! zu verlxern. Die Harmoniten, die 800 Seelen stark waren, werden bald der Bergangenheit angehören. Von dir noch leTow n - Halle. benden 35 Mitgliedern sind die meisten alte Männer und Frauen. Mit nur verschwindend n?enig Ausnahmen haben dieselben bis heute fest an den alten Sitten und Gebräuchen festgehalten. nur das Gesetz der Ehelosigkeit wird nicht mehr so streng wie ehedem gehandhabt. Mr. Duß selbst ist verheirataet. Die drei Hauptfeste, der Iah restag der Gründung der Gesellschaft, das Erntefest und das Fest der brüderichen Liebe, werden noch immer unter den alten Ceremonien und mit demselben Frohsinn feierlich begangen. Außerdem findet allsonntaglich Gottesdienst statt, bei dem. wie in früheren Zeiten, die Manner den Frauen gegenüber sitzen. Trotz der Thatsache, daß die Colonie langsam und stetig ihrem Untergange oder vielmehr ihrem Aussterbenk entgegengeht, ist und bleibt Economy für den Fremden noch immer ein Ort des Interesses und der Merkwürdigkeit. Behandlung vom Sonnenstich betroffener Personen. Im Hudsonstraße-Hospital zu New Sork ist eine Abtheilung ausschließlich für die Behandlung von Patienten, welche einen Sonnenstich erlitten haben, eingerichtet worden. Die neueste Behandlung-weise ist von der früheren Methode grundverschieden. Während die Aerzte früher heiße Getränke und heiße Umschläge um den ganzen Körper, sowie Kühlen des Kopfes derordneten, wird der Patient jetzt vollständig in sehr kaltes Wasser getaucht, um die abnorm hohe Temperatur auf das Normalmaß zu bringen. Der vorstehend veranschaulichte Apparat, der mittels Elektricität in Bewegung gesetzt wird, d!ent dazu, den Patienten von der Tragbahre in daZ kalte Bad zu befördern. Ist der Körper bis zum Kopfe untergetaucht, so wird letzterer mit Eis bedeckt, und der Patient verbleibt in dieser ezsigrn Um hüllung, bis die , erwünschte Temperatur erreicht ist. Mit dieser BeHandlungsweise sind Euren in sehr ernsten Fällen Sewirkt worden. Unverbesserlich. 3t richtsprästdent (zui einem Wilddieb): Angeklagter, Sie schützen als Milde rungsgrund Ihrer Bestrafung vor. daß die vorzügliche Zubereitung des Wildpretes von Seite Ihrer Frau Sie immer wieder zum Wilddiebstahl ver anlaßt hat! Dies können wir jedoch nicht glauben!" Wilddieb: Was. des glawe Se nitt. Herr Gerichtshof?! Warten Se, wann ich wieder heraus bin aus dem Loch, dann lad' ich Sie emol zu emme Nehschlegel-Esse ein dann glawe Se's hernochert!" Verdächtigt. Was hast Du denn jetzt nach der Wanduhr gesehen?" Aber, schöne Maske, Du wirst doch nicht glauben, daß ich mich in Deiner Gesellschaft langweile?" Das nicht, aber, daß Du Deine Uhr versetzt hast!" Obenhin. Mutter ...Was? Ein fremder Student ist auf dem Bahnhof auf Dich zugekommen und bat behauptet, er sei Dein Vetter?! Wie ist denn das möglich?" Tochter: Ich glaubte eS auch nicht recht. und gab ihm nur so obenhin ein
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Kuß!"
Vom Klatiberstorche.
r Won Edwin Bormann. S' Geschäft blieht. 26 ?X3 Der Storch spricht: Zwar! bin ich allgemein bekannt Als wohlbestallder Kinderliesrant; Doch, verehrde Menschheit, entre nous: Ich schlepp' se ich alle berseenlich herzu. 'S is mancher von eich, dei.ch biingeu ließ Bon meinen Collegen un Herrn Commis. Mei großer Loofbursche, der Vogel Strauß, Der treegt zum Beispiel de Mohren aus. Der Bruder Flamingo mit rundlichem Schnawel Is sehr zum Transbort von Semitchen kabawel. De Hochwohlgebornen bring' Reiher un Kran'che, Ja selwer der Adler bringkt manichmal manche. Der Beligan mit den Schnawelsack, Der bringkt gleich zeDutzenden 's Lumbenback. Mei vielbeliebder Freind Goldfasan Schleppt de kleenen Millionärchen 'ran. D: Modenärrchen die treegt herbei Ter Fauhahn. ooch manchmal der Babaaei. Un. Leser, bist ä Duckmeiser du. Dann brachde gewiß dich der Marabu. Modern. Ich mochte einen neuen Hut ober einen von der letzten Mode!" Wollen gnädige Frau nur ein vaar Minuten Platz nehmen die Mode wechselt gerade!" , Naiv. ..Aber, osevbine. wo bleiben Sie denn so lange mit der Medizin? Mir scheint. Sie waren noch gar nicht fort!" Acb. verzeihen Sie. anädiae Frau, ich lsnn doch nicht in die Aootbeke aeben, obne u wissen, was ich verlangen soll. Ich hab' das Recept absolut Nicht lesen können! Spruch. Daß mancher Tropf im Storni icx Wett Sich vrächtia über Wasser hält. Dies nimm mich gar nicht Wunder: WaZ hohl fr geht nicht unter! ;
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Zur Kieler Zlottcnparade. Bei den großartigen Festlichkeiten, welche aus Anlaß der Eröffnung des Nordostsee-Canals im Hafen von Kiel geplant sind, werden die Vereinigten Staaten in angemessener Weise vertreten sein. Präsident Cleveland hat vier von den stattlichsten Kreuzern unserer Bundes-Marine, nämlich New Vork", Columbia", San Francisco" und Marblehcad", zur Theilnahme
New Fork. an der Feier desigzirt und wird dieses Geschwader unter dem Befehl 'des Admirals Kirkland stehen. Der Kreuzer New York-, Capt. R. D. Evans, ist ein Fahrzeug von 8150 Tonnen Deplacement, mit Maschinen von 16,500 Pferdekräften und 21 Knoten Fahrgeschwindigkeit. Diesem Kreuzer kommt an Größe zunächst die Columbia", Capt. G. W. Sumner, mit 7472 Tonnen Deplacement, 21.000 PferdekräfColumbia. ten und 22 Knoten Geschwindigkeit. Diese beiden Schiffe haben bereits die Fahrt über den Ocean angetreten. Das dritte Fahrzeug. San Francisco". Capt & M. Shepard. hat bei einem Deplacement von 4083 Tonnen und 10.500 Pferdekräften eine Geschwindigkelt von 19.5 Knoten uns Marblehead", Comm. Charles O'Neill. 2000 Tonnen Deplacement, 5400 Pferdekräfte und 1&3 Knoten San Francisco. Geschwindigkeit. Der Kreuzer New Aork" ist vor der Abfahrt in der Navy Aard von Brookiyn einer grundlichen. Renovation unterzogen worden. Dft bei der Flottenrevue, welche in Verbindung mit dem bedeutungsvollen Friedensfeste abgehalten wird, das Pulver zum Salutschießen nicht geschont werden wird, braucht wohl kaum besonM a r b l e h e a d. ders betont zu werden, und deshalb sind die Kreuzer New Aork" und Columbia" mit ungewöhnlich großen Munitionsmengen versehen worden. Onkel Sam wird also bei der großartigen Affäre. die sich zu einem Rendez vous von Repräsentanten aller See mächte der Erde gestalten wird, in durchaus würdiger Weise vertreten sein. Stoßseufzer. ' Schusterjunge: Herrgott, warunr haben nicht die Meister lange Haar: und die Lehrbuben die Glatzen." NücksichtsvoNe Drohung. II 6 &Fr. ... Schau, kauf' mir doch gleich diesen Schmuck sonst kommt ja auch noch eine Doktorrechnunz dazu!" E rster Gedanke. Schnor rer: Geschlagen hat er mich, weil ich ihn hab' gehau'n über's Ohr!" Gott der Gerechte, was mußte gemacht ha ben da for Geschäft!" Keiner scheidet aus dem Leben unter stärkerem Zwang als d, der freiwillig in den Tod ht. a: . ,
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