Indiana Tribüne, Volume 18, Number 252, Indianapolis, Marion County, 1 June 1895 — Page 3
Seit sütsshunvcrt Jahren und länger ist die ganze Welt" nach Karlsbad gegangen, um sich knrircn zn lassen. Ciörnngcn dcö Magcns, dcr Leber, dcr Eingeweide, der stieren und der Blase, Gicht, RheninatiSmuS, Zuckerrühr, Fettleibigkeit für alle diese Uebel ist von den Aerzten die Knr in jkarlbad verordnet worden. Genau dasselbe Heilmittel, welches in Karlsbad Wunder verrichtet, kannst Tn aber bequem im eigenen Hanse haben, nämlich daö Karlsbader Eprndclsalz, welches verdichtetes nnd an rt nnd Stelle in Pulverform gebrachtes Sprndclwasser ist. Dn bedarfst seiner bei Verstopfung, bei Vcrdauungsbcschwcrden, bei Biliosität gerade so, wie bei anderen und schwereren Leiden nnd Krankheiten. Alle Apotheken führen ti. Achte aber darauf, nur den Achten, importirten Artikel zu erhalten ; er ist kenntlich an dem Äamenszug der Eiöner & Wendel son Co., Alleinige Agenten, Skew Vork, sowie an dem Wappen der Stadt Karlsbad, auf yüex Flasche. C j Ein dankbarer Patient, dnseinen Namen nicht genannt haben will, nnd drr seine vollständige Wederherfteilung von schwe? um Vtittn einer in einem Toktorduch angegebe r,l verdankt, läßt durch un dasselbe kosten, frei a seine leibenden Mitmenschen verschicken. TlkskZ große Blich enthält ?cc;kptk, die in jeder Apotheke gemacht tverde können. Schickt UüH "sse mit Briefmarke an .Vrivat Utinit und Rispenfarn,- 23 Jüiejt 11. Etr., em Voxl, . . r j 1t.kV . , Injektion. Eine permanente 5Zur der hartnäckigsten Fälle rrn ffonorrhea und ! Wien, arantirt in von 3 bis 6 'Tagen; keine , 1 ander Behauptung nilt&ifl. und ebne die n ! rkelvden .ttctuitatc tt e:nnehmen von ttu. 2 dbe. iovaida od,r Landelöl. n. 3crre Co. (tou'4 ichsslger). po,5ker. U!ari. er. t taust von allen i-ruagisteii. Z XE Mspntzk 4 O LZJ Ter öcncn Freund Unser, vollkonvnene 6trife frei mit jeder ftTaf Je. MaHt keine Flecken. Verhütet Ctrikturen. Heilt Tripper und kitkfiusz in 1 fcii 4 Taqen. Frägt Slpoihkkern bafir. Beifanbt bei lZrprri für l.00. Kau adrelstre: MALYOOR MFG.CO..LANCA3TCR.OHIO. RipansTaMes. Ripans Tabules-are compounded srom a prescription widely used by the best medical authorities and are presented in a form that is becoming the fashion everywhere. Ripans Tabules act gently but promptly upon the liver, stomach and intestines; eure dyspepsia, habitual constipation, offensive breath and headache. One tabule taken at the sirst symptom of indigestion, biliousness, dizziness, distress alter eating, or depression of spirits, will surely and quickly remove the whole dissiculty. Price, 50 cents a box. ' RIpansTabuIes mav be obI tained of nearest.druggist; or by man on recelpt ol pnee. RIPANSJ CHEMICAL CO., lO Spruc Street, kit-w vnnif L. . r A 4 ntrwMMi lr Li 8 . OHCE TR1E0, AtWAYS USEP. ü Ccoctur Cvtiattit BAR F1XTURES, ORAIM BOARDS AND ALI Tln, Zlnc. Draso Coppor. nicket end alt Kltchon end v Platod utenaüa QlessVood. Marbto Porcololn. Etc CEORCE WM. HOFFMAN tl Kurtetwf i&4 froprUtor. 208 EA7WAMinTOM StI oianaoli. M-UÜ-lMW'-MM Ti2SS5ZS2SZS2SZS2S2SSttS252Stt& MM IIMtUtt w Zum Verkauf in Apotheken 25 CeätS per Pfuud. Vrill'S Dampf - Färberei. (tadttrt 1371.1 Herrnlkleider gereinigt, gefZrbk ,d reri?t, 'rldererklntg' uno geiaril ooe eiciei i CTtxesnc. tpthettorQaia . ttdtnlQ rtiere aeretnat. Slacee Sadschd aerei izt.. kZre erde abgeholt ud dgeltefert. er k 83 affachusetti Lvenue. Lveiggelft : . JllwsU Ltra,
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Roman von HanS Richter. (Fortsetzung.) ?r kann es aus Minuten vergeben. daß sie selbst die Treue brach längst weiß er ja, daß nur sein eigenes Schwanken und Zögern sie erschütterte. Mehr als einmal schwebt Klaras Name auf seinen Lippen; nur der seltsame Ernst in Spilles Augen hält ihn immer wieder zurück. Er liest darin etwas, das ihn zwingt, den eigcnen Blick niederzuschlagen. In langen Pausen folgt eine gleichgiltige Bemerkung der anderen. Nach etwazwer Stunden kommen der Arzt und" Guido zu gleicher Zeit. Der Erstere spricht von einem ganz, ganz leichten Schlaganfall, scheint von dem Befinden des Patienten sehr befriedigt , und trifft noch einige Anord nungen. Auch Spille geht dann, da ffrau Müller sich soweit beruhigt hat. um die Wartung des Kranken zu übernehmen. Die beiden Brüder bleiben bis zum späten Abend. Als sie aus dem Vorgarten des Hauses auf den Bürgersteig traten, wendet sich Guido (nunmehr Assessor im Ministerium des Innern) um und blickt besorgt zu den verhängten, lichtschimmernden, Fenstern empor. Das war eine ernste Mahnung, Gisbert. und ich fürchte, der Arzt täuscht sich oder will uns schottender Weise täuschen. Hast Di! die seltsamen Linien um Nase und Mund beobachtet? Den hippokratischenZug nennt man sie, glaube ich." Entsetzt faßt Gisbert des Bruders Arm und stammelt: Glaubst Du an einen schlimmen Ausgang?" ?ch kann mich der Befürchtung nicht erwehren; sie liegt auf mir wie ein Alp. Nenne es thöricht, abergläubisch wie Du willst aber ich glaube zu wissen, dak wir den guten alten Mann nicht mehr lange besitzen werden. Was wir an ihm verlieren, wissen wir zwei allein!" .Gott, erbarme Dich seiner und mei ner!.- murmelt Gisbert in sich hinein. von einen Schauer gepackt. Er weiß es: dann wird er ganz verarmt anLiebe sein, ganz vereinsamt und unverstanden 8. Onkel Theobalds Befinden schien wohl dann und wann zur Besserung einzusetzen, doch trotz der sorgfältigsten ärztlichen Behandlung blieb es bei diesen kurzen Anlaufen und der Hausarzt, ein derber, alter Mann, wagte kaum noch von Hoffnung zu sprechen. Er erwartete einen zweiten Schlaganfall, welchem der geschwächte Organismus nicht mehr widerstehen würde. Fast täglich trafen sich Gisbert und Guido in dem stillen Krankenzimmer, m welches ihre Jugend einen frischen, belebenden Hauch hereintrug, wie der Oheim behauptete. Ihre liebevolle Theilnahme that ihm sichtlich wohl, obgleich er nie darüber sprach, sie sogar gern in seiner derben Scherzweise mit ihren voreiligen Erbschaftshofslungen neckte, welche sich nicht so bald erfüllen würden, als sie es wünschten. - Nur ein einziges Mal vermochte Gisbert Ance zur Begleitung zu bewegen. und selbst das bereute er späterhin noch. Sie hatte ein paar Gemeinplätze hergesagt, die altmodische WohnungSein richtung mit lächelnder Ironie gemustert, die zu Freunden gewordenen beiden treuen Psleger. Frau Müller und Herrn Spille, völlig ignorirt und schon nach der ersten, Viertelstunde unablässig zum Aufbruch gedrängt. Seitdem fragte Onkel Theobald nicht mehr nach ihr, und wenn ihm Gisbert ihre Grüße und Wünsche aussprach, lächelte, er dazu ganz eigenthümlich, als wüßte er. daß jener in seiner Gutmüthigkeit log. daß sie selbst diese doch rem äußerliche Aufmerksamkeit dem ehema ligen Maurerpolier gegenüber als überflüssig erachtete. Um so treuer erwies sich ein Anderer, welchen keinerlei Verpflichtung band: Spille. An diesem hatte der Kranke ein so besonderes Gefallen gefunden,' daß ihm seine Gesellschaft unentbehrlich geworden war. Spille reichte ihm die Medicin und lag des Nachts neben seinem Bett auf einer Chaiselongue; Spille wußte ihm am bequemsten die Kissen zu ordnen; Spille allein konnte ihm die plagende Ungeduld und Lange weile vertreiben. Nur in dtn Vormittagsstunden ging der Volksanwalt nach Hause, um seine Clienten zu empsan gen. Die ihm ausgetragenen schriftlichen Arbeiten erledigte er im Krankenzimmer, und war er damit zu Ende, so erzählte er mit seinem unzerstörbaren Gleichmuth allerhand Schnurren und Schwänke aus. seinem Vagabundenleben. worüber Onkel Theobald. Schmerzen und Schwäche vergessend, bis zu Thränen lachen konnte. Trotz alledem fand zwischen Spille und Gisbert keine Wiederannäherung statt, so sehr dieser eine solche erstrebte. Der Andere war eö, der die Schranke erkältender förmlicher Höflichkeit zwischen ihnen ausrecht erhielt. Aus seinen gelegentlichen Aeußerungen ging hervor, daß er noch bei Frau Bissing wobnte. doch nie erwähnte er Klaras, und eine offene Frage nach ihr wagte Gisbert aus mehr als einem Grunde nicht. Sie waren auch nie allein. Wocken vergingen in dieser Weise. Eines TaqeS brachte Gisbert. wie öfter, einen prachtvollen Blumensjraud mit .von Ange . Schönen Dank!" nickte der alte Herr mit einem ironischen Lächeln, so dak sich die eiöaraue. starre Maurer freese wie ein Kragen unter dem spitz und blaß gewordenen Gesicht steifte. Was macht das Geschäft?" Stets dasselbe nun. Du weißt es ja sagte Gisbert bitter. Schade um das Geld, das Du für mein Studium ausgegeben hast! Zum Fenster hinauSaeworfen. ist's. Für den Breit haupt'schen Kunstbegriff sind Leute meines SÄlaaes zu klug ode? zu dumm, ich alaube eher daS . letztere.
Doch' ich' wUTnls75 ganz ungerecht' gegen das Schicksal sein; eine freudige Üeberraschung hat es mir in den letzten Wochen' doch gewährt. Ich erzählte Dir wohl, daß der Geheime Commercienrath Emmer von Vreithaupt in
'Vauterrain gekaust und natürlich mich mit dem Entwurf einer Villenskizze beauftragt hatte. Die modernste Scha blone. spate Gotmk mit möglichster Vermeidung jedes originellen Gedankcns. Die mir widerwärtige Arbeit verzögerte sich; dann ging ich. um mich irgendwie zu entschuldigen, selbst zu Emmer. traf jedoch nur seine Gemahlin an. eine, wie ich sehr bald gewahrte, in des Wortes echter Bedeutung gebildete Dame von geläutertem Geschmack. Dieser legte ich nun außer dem verschnorkelten Kasten noch eine zweite Skizze vor, welche ich zu meiner Erholung. zur Befestigung meines eigenen Geschmackes gegen die elende HandWerksarbeit, entworfen hatte: ein Palazzino in reich decorirter italienischer Renaissance. Es bedürfte keiner Ueberredungskunst von memer, Seite; sie wählte selbst meinen Entwurf, und auch der Geheimrath erklärte sich damit einverstanden. Der Mann hat zwar einen Geschmack wie Breithaupt selbst, aber es kitzelte ihn. sich etwas Besonderes. Außergewöhnliches bauen zu lassen. Diese Arbeit gewährt mir Freude und Befriedigung." Sehr jut!" schmunzelte der Onkel. Wat meent denn aber der Herr Schwiegerpapa dazu? Dem paßt et doch entschieden nich janz in'n Kram!" Seiner Ansicht nach habe ich den Auftrag zu billig übernommen; der Hauptgrund seiner Verstimmung liegt aber eigentlich wohl nur darin, daß ich ohne seine Autorisation handelte. Ich soll mir eben ke:ne sre Bewegung erlauben." So is et! Daß der Mann seiner Familie entfremdet und in die seiner Frau rittjezogen wird, is 'ne olle Jeschichte, habe ich ooch ?ar nich anders erwartet. Dir aber haben se infefangen un anjekettelt wie so'n Löwen im zoologischen Jarten. Wenn se hundert Arme hätten, hielten se Dir mit allen hundert fest, so recht feste von oben bis unten injewickelt, daß Du nich Japs sagen kannst ". Der alte Herr holte lef Athem und sem gutes Gesicht nahm einen bekümmerten Ausdruck an. Ach. Gisbert. ich fürchte, es war ein unheilvoller Druck, den ich damals auf Dich ausgeübt habe, in wie wohlmelnender Absicht es auch immer geschah!" Gisbert deutete leicht errathend auf Spille, der, am Fenster sitzend und die Verse an den langen hageren Fingern" absiandirend, einen Hochzeitskladderadatsch verfaßte, doch der Onkel .schul elte nur den Kopf, als wolle er sagen: Spille weiß ja doch darum! und fuhr dann in gleichem Tone fort: Dein Glück glaubte ich zu schassen, frei von eder Sorge und Fessel wollte ich Dich wissen und nun " Ein so jammervoller Ausdruck trat auf seine Züge, daß Gisbert ihn schnell nkt emem herzlichen Händedruck unerbrach: Rege Dich nicht auf. -lieber 'Onkel! Du siehst in Deiner Mißstimmung zu schwarz! Auch liegt ja der Hauptthell der Schuld an mir selbst. Unglücklich. wie Du furchtest, suhle ich mich nicht! Breijhaupt mag ja Recht haben mit seiner Behauptung, daß mein? Uner sahseMlj ri Geschastssache.!!. diese Bevormundung nöthig macht. Die Kette jst doch wenigstens recht angenehm veraoldet. Kette bleibt Kette, und wenn sie von purem Golde und mit Diamanten besetzt wäre! Du willst mir doch auch nicht sagen, daß Du Dein Glück in einem günstigen Kassenabschlüß findest? Du hast ein weiches Herz, mein lieber Junge, das nach Liebe schreit. Ist auch diese Liebe eine der Ketten, Mit denen sie Dich fesseln?" Mit einem kratzenden Federstrich zog Spille, der noch mit Gänsekielen schrieb, den Endschnörkel unter seine Dichtung, Wobei er einen scharsm Blick auf Gis bert warf. Ich will es Dir ersparen, den alten Mann noch weiter zu öelügen, sagte dieser Blick, ich werde Dich aus der Verlegenheit ziehen,' obwohl Du es nicht verdienst. Und bevor Jener zu antworten sich anschickte, begann Spille mit seiner pathetlschen Schauspiklerstlmme: Darf ich Euch mit dem jüngsten Kinde meiner Muse bekannt machen. Freund Steinhausen? Für Berlin N scheint es mir nicht übel gerathen. Es braust ein Ruf wie Jubelschall: Hoch leb' der junge Herr Gemahl Und seine liebe junge Frau -r Ehe Lie acht oder zehn Strophen h endet waren, hatte Onkel Theöbald jvelchen diese Gelegenheitsdichtungeiz stets in die heiterste Laune versetzten das vorherige Thema vergessen. Als Gisbert an diesem Llhe.' ging, schloß Spille sich ihm an. Ihr erlaubt doch? Wenn Euch mein alter Kittel nicht zu schäbig dünkt, gehen wir ein Streckchen- zusammen. Mit Euch, Herr Doctor, zu spqzieren. Ist ehrenvoll und ist Gewinn. Ich pflege sonst minder legante Begleiter zu haben, arme Teufel gleich mir, die des Lebens Unverstand nur mit des Vehmuth eines stets leeren BeuftlS ge. fließen," Würden Sie sich als reicher Mann glücklicher fühlen?" Schwerlich! Vergnügt sein ohn Geld, das ist der Stem der Weisen, sagt mein alter Freund Lichtw. Ich empfinde kein Verlangen, dieses seltene Mineral gegen ein paar Staatspapierz einzutauschen. Aber Manchen wüßte ich. der mir für ein Splitterchen davon eine hübsche Reihe von Goldsüchsen auszahlen wurde. Zum Beispiel ich selbst! Sie zielten doch aus mich? Villeicht!" Und meinen dabei, an mi? selbst liege die Schuld, daß ich den Stein der Weisen, daö echte Glück, gegen bert Flittertand Reichthum hingeworfen habe?" Glück?" Spille blieb stehen und' strich d unter der abgegriffenen Hut
krempe hervorqueMnNn grauen Haarsträhne zurück. Junger Mann, wißt Ihr vielleicht, was das Glück ist? In meinen jungen Tagen hatte ich einen Freund, der behauptete, es zu wissen. Leider wurde er, bevor er seine Weis-
heit auskramen konnte, in in NarrenHaus gesperrt. Seit jener Zeit ist mir schon so ziemlich alles Mögliche als das Glück bezeichnet worden: ein Weib, ein Orden, eine Beförderung, hier ein Lotteriegewinn und da der Verlust, den ein Feind erlitt, heute der Friede und mcrgen der Krieg, einmal ein zartes Empfinden und dann die vollkommenste Herzlosigkeit, der Wagen, der den Nebenbuhler überfährt, und der Korb, den man vor zehn Jahren von einem Weibe bekommen hat! Wir sind Alle geborene Glücksjäger, aber die Meisten, neunundneunziq Procent, sind Sonntagsjäger. Wacker ausgerüstet ziehen sie in hellen Schaaren hinaus, ihre wohleingeölte Schlauheit als Flinte unter dem Arme, und dann lassen sie auf das Glück treiben mit Hunden und Dienern, mit Klappern und Lappen und merken nicht, daß sie es mit ihremGetöse längst verscheucht haben. Und begegnet es ihnen wirklich einmal, so liegen sie sicher wie Uhlands drei Jäger unter dem Tannenbaum und träumen. Und eh' die drei Jäger es recht geseh'n. So war es davon über Tiefen und Hoh'n. Husch husch! piff paff! trara! Der echt Jäger, der weidgerechte. schleicht still allein hinaus und pirscht in den verlorensten Winkeln und stöbert durch die einsamsten Gründ: aber es gibt deren eben sehr wenige. Wer glaubt denn, daß ein so kostbares, edles Wild sich in den bescheidensten Ecken des großen Revieres Welt verstecke? Nun wißt Ihr genau, was das Glück ist! Nein? Noch nicht? Dann denkt, es sei gerade das, was man nicht haben kann; das. was man einmal vor den Füßen liegen sah, ohne es aufzuheben. Lest es einmal im Tasso nach: So selten ist es, daß die Menschen fmden. Was ihnen doch bestimmt gewesen schien. So selten, daß sie das erhalten, was Auch einmal die beglückte Hand ergriff! Es reißt sich los, was erst sich uns eraab. Wir lassen los. was wir begierig faß ten." Es g'cht ein Glück, allein wir kennen'Z nickt: Wir kennend wohl und Wissen'S nicht zu schützen. Etwas mühsam, wie es schien, hatte Spille den Redefaden lana aesoonnen. Dabei hielt er Gisbert am Paletot fest und zog ihn so dicht an sich heran, daß lener weder rechts noch links blicken konnte, wahrend seine e aenen Auaen unruhig bin und ber .gingen. (Fortsetzung folgt.) '; Vine Problranslal, für delmeta'le. Neb.n dem Unterschatzamte in New 5)ork befindet sich ein G:bäude von sehr bescheidenem Au-sehen, in welchem alljährlich Edelmetggs im Werthe von 14 biß 15 Millionen Dollars in Empsang genommen und auf ihren Feingehakt geprüft, werden. Es ist dies Onke Sams Assay-O tce". Der urößere Theil an edlem Metall btsteht jn Goldstaub, der auZ unserem Lande stammt. Fast all das ungemünzte Gold und Silber kommt in Form von Staub, Körnetn. Barren oder Amalgam an und in sehr geringer Menge in Gestalt r.i Gold- und Silbergeschirren, als alte Münzen oder Schmucksachen. Solche Sachen werden lediglich von Privatleuten odtr Juwelieren eingesendet, um umzeschmolzen zu. wezden; denn diese Geräthe. Uhrgehäuse oder Schmuckfachen wechseln eben Wie andere l.underwerthlge Sachen ihre Gestalt und werden umgearbeitet, um sie leichter verkäuflich zu machen. Alles, was nun in die Ajsay-sslce gebracht wird, ist auf das Sorgfäl tlgste zu' wiegen, wird beziffert und eingetragen, ein Schein hierüber' ausgestellt und allsogleich in die Schmelze geschasst, die sich in einem großen Raume befindet, mij Ve.ftn WasserbeHaltern uny dnglelchen ausgerüstet und mit Eisenstücken gepflastert ist. Alles Metall, was in die Schmelze gebracht wurde, wird sofort in Schmelztiegel geworfen, eingeschmolzen und in eiserne Mulden ausgegossen. Besteht die Schmelzung aus Gold, so werden von dem Klumpen zwei Stückchen abgeschnitten, welche für die Erprobung des Goldeö bestimmt sind. Bei Silber aber wird eine kleine Menge des MetalleS?lns Wasser gegossen; die sich hierbei bildenden Körner sind ebenfalls für die Erprobung bestimmt. Die Schmelztiegel werden dann jedesmal auf das Sorgfältigste ausgekratzt, so daß auch nicht das kleinste Theilchen des Metalles verloren gehen kann, denn der Assayer der Münzwardein hat für alles, was er in Empfang genommen. auch aufzukommen. Von Gold sind gegen 7 Gran zu jeder Erprobung erforderlich. Diese kleine Menge mit! der nöthigen Mischung von Silber, welche von dem Erprober mit einer Genauigkeit getroffen wird, die nur durch fortwährende Prazis erlangt werden kann, wird mit etwas Blei in eine Schale gethan und in einen kleinen Ofen hineit-.zzstellt. der bis zur Rothglühhitze gefeuert wird. Ein starker Luftzug bestreicht den Jnhalt der Schale und ofydirt, das Blei. Dieses Oivd löst die Oxyde der übrigen Metalle, welche dann von der Schale selbst eingesogen werden, so daß sich als Ergebniß des ganzen chemischen Processes reines, gekörntes Silber und Gold herausstellt. Dieses Korn wird aehämmeri und geroLt. darauf mit Salpetkrsäure in etne Flasche gebracht und in ein Sandbad gestellt. Die Salpetersäure löst daö Silber auf. während das Gold in Gestalt von Zunder zurückbleibt. Ltereö wird erhitzt, in einen Streifen gewickelt und dieses als soaenannteS rnchenLW-
en; dieses ergivl cen genauen Bestandtheil an Gold. Wie bemerkt, werden zwei Stücke von dem zu probirenden Metalle genommen, welche beide für sich untersucht werden, und muß das Endergebniß ganz genau übereinstimmen. Ist dieses jedoch nicht der Fall, so deutet das darauf hin, daß irgendwo ein Fehler gemacht wurde.
uno oer ganze Proceß ist zu wiederholen. Sobald nun diese? Nrobe daff?nk,i ist. berichtet der damit betraute Beamte an das Scbakamt. und auf diesen Bericht hin erhält der Einlieferer für die überaebenen edlen Metalle den Werth ausbezahlt. Verlangt er die Auszahlung in Gold, so hat er Procent Gebühren hierfür zu bezahlen. Für Goldbarren, die zum Verschiffen bequemer sind, müssen 6 Cents für ie 100 Dollars Werth entrichtet werden. ,sur lede Unze reinen Goldes erhält der Einliefere? 20 Dollars 5.72 Cents nach Abzug für Auszabluna in Gold. Verabfolgung in Barren u. f. w. Für Ernlieferung von Silber wird der volle Werth des reinen Silbers ausbezahlt. aber mit Abzug der Scheidegettihren, die ungefähr 5 Cents für 5,e Unze'betragen. Die privaten Golderprober, die in Californien. noch bevor die Regierung eine Assay-Office errichtete. beitanoen. pflegten für das Ervroben eigentlich keine Gebühr zu erheben.sonoern nahmen für ihre Bemühungen eben den Abfall aus den Sckmektiegeln fort. Die Regierungsassays aber verecynen das volle Gewicht des E n. gelieferten. Nachdem der volle Wertb für daZ Edelmetall gezahlt ist, ist dasselbe naturllcy RegterunaZelaentkum und wird. bevor es zu? Münze wandert oder man es. in irgend einer Weise zu Handelszwecken verwendet, dem ScheidungsProceß unterworfen. Beim Scheiden von Gold wird Silber, und zwar in dem Gewichtsverhältnisse von 2 Theilen Silber auf 1 Tbel Gold, binzuaesetzt. Frühe? wurde keine Berechnung darüber angestellt, wieviel Silber bereits n dem eingelieferten Golde enthalten war, aber der Vorsteher der Schmelz- und Lauterungsanstalt ermittelte. daß viel zu ersparen sei. w?nn man sich vergewissere, wie viel Silber vas Goldhorn bereits enthalte. Dieses pird in der Praxis nun auch bcobach W, und statt daß man beständig imrner zwei Theile Silbe? mit einem Theil Gold zusammenb?ingt, wird jetzt nu? noch soviel Silbe? hlnzugefügt, als nothwendig erscheint, diesen Zöetrag zu ergänzen. Jn Folge dieser neuen Methode werden 30 Procent an Material gespart, was in einem Jahre eine Ersparniß von Z22.000 ergibt. Die Mischung von Gold und Sil ber wird geschmolzen, gut durchgerührt und zur Körnung in s Wasser gegossen. Die Körner werdez- darauf in einer Porcellanschale und in der Wärme mit Salpetersäure behandelt, welcher Proceß 25 Stunden dauert, wo dann die. Körner ganz und gar erfressen sind, alles Silber in Lösung gegangen ist und sich das Gold als schlammige Masse auf den Boden abgesetzt hat. Die Silberlösung wird abgezogen und die braune auf dem Boden befindliche Masse in hölzerne Canäle geleitet, in. welchen sie durch Filtriren mit warmem Wasser von der Säure gründlich befreit wird. Der Goldgehalt in dem erhaltenen Produkt beträgt 94 Procent und wird dasselbe nun nochmals derselben BeHandlung unterworfen, wodurch ein Feinheitsgrad von 993 erreicht werden kann. In diesem Zustande wird es helassen. tzenn ha? letzte Fünftel Pro(ent wegzunehmen, würde mehr Zeit und Geld kosten, als es Werth hätte. Nach der zweiten Behandlung mit Salpetersäure wird das Gold wiederum gewaschen und darauf getrocknet, worauf es in hydraulischen Pressen. Gestalt von Käsen bekommt, al welche man die Stücke der Qn und Aussehens wegen auch benennt. Jeder dieser Kasechat einen Werth von etwa $20,000. Sie werden in einem durch Dampf erhitzten Ofen ausgetrocknet, worauf sie . nochmals geschmolzen, m Barren oder Backsteinformen gegössen, geprobt und nach Gewicht.Felnheit und Werth gestempelt werden, Um das -Silber aus der Lösung herauszuziehen, wird der Lösung Kochsalz zugesetzt und hierdurch alles ßilhtt als Chlo?silber ausgefällt. Man bringt nun die Mischung in hölzerne Gesäße und gibt Zinkkoraer ymzu, wodann das Chlor sich vom Silber trennt und mit dem Zinkmetall in Verbindung ,'lngeht. Das Silber in Form von grauem Pulver, wird ähnlich wie das Gold gewaschen, m Käse geformt, deren jeder 800 Dollar Werth hat, umgeschmolzen, gewogen und gestempelt. Hierauf ist das Silber iur weiteren Verwendung fertig und enthält nur noch ein Zehntel Procent an anderen Metallen 5rrn Wien. Am 23. April brannte, während die Dorfbewohner sich in der Kirche befanden, das ganze Dorf Brzczinka bei Oswiecyn, auf galizischer Seite, nieder; nur wenige Häuser und stehen geblieben. Nach weitere? Meldung sind 63 Besitzungen einge äschert worden. Nur die geringsten Theile des verlorenen Gutes sind versichert. Zwei Frauen und ein Knab: sind in den Flammen umgekommen. Mehrere Personen werden -vermißt. 80 Familien sind obdachlos. Aus -Os-wiecym kamen'mehrere Wagen mit Lebenmitteln an. Der' Bankier M. A. Spitze? 'machte, wegen' Borsendifferenzen einen Selbstmordversuch. B ? e g e n z. Jn Lauterach brannte ek diese? Tage dreimal ' hintereinander-. daSe?stemal wurde daS Anwesen deä Landwirthes 'Schonenb?ge?, das zwei temal dasjenige deö Backermeisters Ler chenmülle? und daS drittemal daSHaufc i . ' m , - .1 'ml.. i oer fajraiic? ytcincr.ciu. xauo Flammen. Die Abgebrannten sollcn gut ve?stchen sein.
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