Indiana Tribüne, Volume 18, Number 251, Indianapolis, Marion County, 31 May 1895 — Page 3

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Noman von Hanö Richter. (Fortsetzung.) Vtofy näher biegen sich die prachtvoll ' czerundeten Schultern, noch hecker fun keln di wie das grünliche Blau deZ Meeres schillernden Augen. Eine be täubende Schwüle scheint von der scbo nen Frau auszustrahlen. Wie durch !!.. I ff f i einen girier jicni laigoeri lyre gano sich ihm entgegenstrecken; mechanisch L l t r r, . . ' erroiocnc er tyren teilen nrua, Dann spricht er lelf: Jch danke Ihnen. So phie!" er weiß eigentlich nicht wo für. weih überhaupt nicht.' daß und was er spricht und mit müden, schleppenden Schritten steigt er wieder i r.I ClfC.Ha IN icrn roeliszimmer ylnao. Noch mehr als vorher widert ihn di geschmacklose Skizze an. Schwerfällig gleitet seine sonst so gewandte Hand über das Papier, um nach kurzer Ar oelt wieder zu rasten. Das herzzersres sende Grübeln gewinnt von Neuem Macht über ihn. Sprach Sophie die Wahrheit? Alles in ihm stemmt sich dieser furch terlichen Erkenntniß entgegen, und doch drängt sie ihm sich immer wieder und mit immer stärkerer Gewalt aus. Als er sich widerstandslos jener tollenLaune des Schicksals fügte, geschah es nicht nur im Vergessen suchenden bitteren Groll der getäuschten eigenen Liebe, nicht nur im Gehorsam gegen das un geschriebene Gesetz der Gesellschaft, das kaum eine andere Lösung zuließ, ohne Anges Ehre zu gefährden der bestimmendste Grund für ihn war ihre Liebe gewesen. In der eigenen Brust den wühlenden Schmerz der Enttäu schung und Entsagnng tragend, fühlte er sich am meisten durch reines Mitleid zu ihr hingezogen. Konnte er nicht selbst das höchste Glück genießen, so vermochte er es doch zu geben. 5vas war wohl auch ein erstrebenswerthes Ziel! Ja, er glaubte wohl auch, diese Liebe später erwidern zu können treulich hegen, schonen, beschirmen wollte er sie gewiß. So trat er denn nicht mit völliger Gleichailtigkeit in die Ehe, und Anges gluthvolle Zärtlichkeit, ihr völliges Aufgehen in ihm, bestärkten sein Hoffen. Immer leichter wurde es ihm, die Ge danken an Klara zurückzudrängen, die ihm eine Sünde bauchten, ffür ihn trug die Erde nur noch ein Weib: dzö seine! Scbon kurz nach' der Rückkehr von der Hochzeitsreise fand indeß ein jäher' Umschwung statt. Anges Gluth hatte sich in den wenigen Wochen erschöpft; nun suchte sie die gewohnten gesell schaftlichen Zerstreuungen. Das erhoffte stilltraulicheFamilienleben wurde nickt Wirklichkeit. Es schien, als sei Anae von einer geradezu krankhaften Vergnügungssucht ersaßt und zwar der flachsten Art. In einem ernten ,yeaterstück oder Concert langweilte sie sich, sobald sie mit der Musterung der Anwesenden und der Damentoiletten zu Ende war. Sie bevorzugte Operetten und französische Lustspiele. Ein ernst Haftes Gespräch brachte sie bald zum Gäbnen sie verstand sich nur auf den plattesten Salonklatsch, auf Necken, Medisiren. Kokettiren. Gisbert hatte gehofft, sie für seine Kunst interessiren zu können. In Jtalien war sie aufmerksam seinen Erlällterungen der alten Baudenkmäler ge folgt; jetzt mochte sie kein Wort mehr über seine Pläne und Arbeiten hören. Lange sträubte er sich gegen die Ueber zeugung, welch sich ihm doch unwider stehlich aufdrängte, daß sie jedeö seineren Interesses entbehre. Was sie davon zeigte, war anerzogen Salon schliff, verständnißloses PhrasengeklinJ..i!.n. r. ei rjCU gei. uiit verlies ne nu, m cuich uyu nen Gedanken, ein sinniges Dichterwort, eine bedeutsame Lebensfrage. Regte er, wie er es liebte, ein derartiges Gespräch an, so fertigte sie ihn mit einem Scherzwort ab und sprang auf die Erörterung von Toiletten und Ausfahrten ode sonstige Nichtigkeiten über. Und tro alledem erlahmte er nicht in seinem Bemühen, ein festes, seelisches Band zw.schen ihnen zu schaffen. ste war ja doch feine Gattin, ein Weib, das ein Herz, em Gemüth vejltzen mukte. Er mukte doch endlich den Panzer der Weltlust und Eitelkeit durchbrechen, den in geschlossener Knoöve noch schlummernden echten ffrauensinn zum Leben und Blühen erwecken es konnte doch nicht Alles in ihr todtes Gestein sein oder leblose Leere! So wandelte er sich allmalig zu einem Werbenden um. nicht ahnend, daß er eben dadurch den letzten Rest seines Einflusses auf Ange verlor. Nachsicht und Güte waren ihr gleichbedeutend mit Schwäche, und diese mißbrauchte sie wie zede Frau. . Gisbert Stemhausen zermarterte noch vergeblich seinen Kopf um einen Weg, auf welchem er die in feiges Weibes Brust schlummernden Schatze heben könne, als der Bureaudiener ihn abruft. ES ist Jemand am Telephon, der ihn persönlich sprechen will. Mit dem Gedanken an Breithaupt und die verhaßten Skizze geht er nach dem Telephonzimmer hinüber. Die Pulte und Zeichentische der verschiedenen Zimmer stehen verödet es ist Mittagspause. Mechanisch ruft er fern: Hier Glsbert Steinhausen" in den Apparat, schrickt jedoch sofort zusammen, als es zurückschallt: .Hier Schirrmacher, Schönhauser Allee !" Schirrmacher ist der Restaurateur in dem Hause Onkel Theobalds. Sprechen Sie im Auftrage meines Onkels? Ist etwas geschehen?" fragt er zurück. Frau Müller bat mich soeben. Sie zu benachrichtigen, daß Herr Steinhausen plötzlich krank geworden ist. Der Arzt ist bereits oben. Vielleicht können Sie noch heute herauskommen. Keine unnöthige Angst, Herr Vaumeister! Der Onkel ist noch vom alten kernfesten Holze!" JÄ komme sofort. Bitte benacü-

richtigen Sie Frau Müller: besten Dank!" . Er fliegt förmlich die Treppe empor und stößt dabei auf Ange, welche, von Sophie begleitet, soeben aus der Vorsaalthllre tritt, ein wenig auffallend in

dem meergrünen Kleide mit der breiten schwarzen Schärpe anstatt des Gürtels, wche durch ein gewaltiges goldenes Hufeisen zusammen gehalten wird. Hast Du Dich ein3 Besseren beson. en. trübseliger Philister?" lächelt ste ihn an. Sie ist bereits durch sein haufiges Nachgeben verwöhnt und hat kein Auge dafür, wie verstört er aussieht. Die Fahrt muß überhaupt unterbleiben. Onkel Theobald ist plötzlich erkrankt hossenillch nicht ernsthaft doch muß ich mich natürlich sofort überzeugen. Du begleitest mich?" Ich?" Fast entrüstet ruft es die junge Frau. Der Wagen wartet unten, ich yabe Mama bereits telepbonirt, daß ich sie abhole. Uebrigens bin ich doch !ine lrmherzige Schwester, und ehe ich mich umziehe, vergeht eine stunde. EZ handelt sich um meinen Pflege vater. meinen Wohlthäter." sagt Gis bert scharf, und eine dunkle Röthe schlagt in seinem Antlitz bis zu den Haarwurzeln empor. Du betontest doch soeben selbst, dak keine Gefahr vorliege wahrscheinlich ist ihm bei .dieser tropischen Hitze sein ekelhaftes Weißbier nicht bekommen brr, dieses Lchmwasser! und Du weißt auch, daß ich in Krankenzimmern absolut zu nichts zu gebrauchen' bin. Schon der Medicin- und Carbolgeruch, ja der Gedanke daran bereitet mir Uebelkeit." H'o erwarte ich wenigstens, daß Du diese Vergnügungsfahrt aufgibst," flößt Gisbert hervor, nachdem er mit zusammen gepreßten Lippen eme halbe Minute geschwiegen. Ange scheint das vollia zu überhören. Än ihren Handschuhen nestelnd, steigt sie die Treppe hinab und ruft über die Schulter zurück: Grüße den Onkel! Du könntest mich Abends von Hause abholen." Auf Gisberts Stirn ist die Mittelaber zum Bersten angeschwollen. Bevor sein Zorn ausbricht, legt Sophie begütigend ihre Hand aus seinen Arm und flüstert: Ich werde Sie begleiten. Ich scheue ein Krankenzimmer nicht und weiß darin zu schalten." Ich danke Ihnen von Herzen, antwartet er wohlthuend berührt. Es wird nicht nöthig sein, Frau Müller ist sehr zuverlässig und erfahren. Bes ser wohl. Sie begleiten Ange!" Und nun ist er es, welcher ihr die Hand mit herzlich warmem Druck reicht. Während ein Mädchen eine Droschke holt, wirft er eine Benachrichtigung an Guido auf ein Rohrpostkarte. Auf der langen Fahrt nach der Schönhauser Allee hinaus hat er genu gend Zeit, in sein Sinnen zurückzusallen. Anaes Betrage hat ihn aus's Tiefste empört das ist nicht mehr kindischer oder kindlicher Leichtsinn, das ist brutale Herzlosigkeit, eine allem menschlichen Empfinden in's Gesicht w r rrt r . k scylagenoe Msuy.sroyyeli. Freilich zählt Onkel Theobald durchaus nicht zu Anges Lieblingen. Während des Brautstandes hatte sie ihm eine beinahe überschwangliche Verehrung und Liebe bezeugt, ihn mit aller lhrer schmiegsamen Liebenswürdigkeit umschmeichelt, so daß sie ihn völlig bezauberte.' In der Ehe trat' auch hier in sehr bald ein wesentlicherUmschwung ein. Nach -seinen veralteten Ansichten sollte sich Anae persönlich de$ Hauswe sens annehmen, in Küche, Keller und' Wäschekammer Hantiren; er schalt sogar, daß sie nicht um jede wirthschaftliche Kleinigkeit Bescheid wußte und sich so wenig für Gisberts Arbeiten interessirte. Zudem war er im Salon eine ganz unmögliche Erscheinung. Die knochige Gestalt mit den Spuren schwerer körperlicher Arbeit, der Berliner Dialekt, der Mangel jeglicher , feinen Lebensform und d Ungenirtheit seies Auftretens jagten der eitlen, hoch, müthigen Zungen Frau Entsetzen ein. frti. rjc k. t ;t . v !sle suylle ncy ourcy iyn aiaimri, uiw da er feinen Andeutungen völlig unzugänglich blieb, begann, sie, ihn mit nicht mißzuverstehender Deutlichkeit zu vernachlässigen, ja zu verdrängen, ' Er sollte und mußte suhlen, daß er nicht in den Rahmen dieser eleganten Geselligkeit hineinpaßte, und er fühlte es auch. .Freilich sagte er Ange unter vier. Augen einige Worte, welche sie um keinen Preis- noch einmal hören möchte, doch hatte sie ihren Zweck erreicht, er blieb fern. Gisbert streift in semer Ahnung wohl an die Wahrheit, doch der gutmüthige Alte gibt sich alle Mühe, ihn zu beruhigen. Was soll ich denn m Euern stetsen, langweiligen Gesellschaften? Da komme ick mir wie verrathen und verkauft vor. Wenn ick mir amllsiren will, jeh' ick bei meinen Budicker, wo ick mch mit elejante Redensarten rumzuschmeißen brauche un keene Dieners machen un keene Ha.ndschuhens anziehen, un wenn ick Dir. mein Sohn, sehen will, komm' ick auf Deine Schtube, wo man seinen Tobak roochen un dazu 'nen Kleenen trinken kann. Du duhst mir de jrößte Liebe, wenn Du mir bei Deine Einladüngen verjißt. So 'ne Schosen sind nich for en ollen Mauerpolier!" - Endlich hält der Wagen. Gisbert fliegt die Treppe empor. Frau Mül ler. welche ihn hat kommen hören, öffnet sofort die Vorsaalthür, saßt seim Hand und wispert: Keine Angst, junger Herr, es wird ja nicht so schlimm sein. . Der Doctor hat mir ja viel Hoffnung gemacht. Nur Ruhe und Pflege, ja, dafür forgen wir schon!" Wie kam es?" frägt Gisbert ungeduldig. Denken Sie nur. auf der Straße iö er umgefallen, so ganz, ohne Ursache, drüben auf . der lZreifswalder ' Straße. Wie die Mensch,' nun Alle um ihn herum stehen und wollen ihn nach der Wache bringen, weil ihn doch Niemand kennt, kommt Herr Spille und und noch Jemand bqr- und packen ihn natürlich gleich in er "schke und bolen

schon unterwegs' den Arzt mit'ab, der am Glück zu Hause war. Ach, du lieder Gott, der Schreck ist mir in alle Glieder gefahren und noch zittere ich wie Espenlaub. Nichts habe ich an fassen und halten können vor Angst,

und da sollten doch schnell Compressen sein und Wasser und Eis und Senst teig. Spille und das Fräulein haben das AlleS besorgt; ach, das war ein zu großes Glück in allem Unglück, daß Gott dem alten Herrn die Beiden in den Weg geschickt hatte!" Gisbert läßt sich nicht Zeit, nach dem menschenfreundlichen Fräulein zu fra gen; selbst Spilles Name erweckt kein tieferes Interesse in ihm. Vorsichtig öffnet er die Thür des Schlafzimmers und schaut nun gerade in das blasse Gesicht des im Bett gelagerten Oheims, der ihn freundlich anlächelt. Zum Erben kommst Du noch zu zeitig, na, darum, is Dir's doch nich zu duhn. Mit en' ollen Mauerpolier hat der Dodt zu schassen, ehe er n unter kriegt!" Lieber Onkel spricht Gisbert tief bewegt und küßt' die harte treue Hand, welche plötzlich viel kleiner als sonst erscheint. Wie freue ich mich, daß Du Dich anscheinend wieder so wohl fühlst. Aber bitte, sprich nicht so viel, es regt Dich aus." .Ja, mit dem Mundverbieten sind die Doctoren gleich bei der Hand, nur damit man ihnen nicht widersprechen soll. Es ist lieb von Dir. daß Du so schnell gekommen bist. Seid doch ein paar gute Jungens! Es thut mir leid, daß Schirrmacher Dich jedenfalls nicht wenig erschreckt hat." Ich war ganz außer mir, da ich fürchtete, er verschweige mir noch das Schlimmste. Nun bin ich ja. Gott sei Dank, beruhigt. Es ist wohl nur die so plötzlich. auftretende starke Hitze, die Dich angegriffen hat. An Guido habe ich eine Rohrpostkarte in das Ministerium geschickt." Denn stör' 'ick schließlich noch die janze deutsche Reichsverwaltung." sagte der Alte wieder auf Berlinisch. Wenn ihn der Schreck .so mang'n paar Ukasse insällt, verheddert er die schönste Jesetzjebung un läßt 'ne neie Steier in de Panke schliddern." Damit wendet er den Kopf lächelnd zur Seite und schlummert ein. Erst jetzt begrüßt Gisbert den alten Rechtsconsulenen, welchen er seit, jenem letzten Zusammentreffen vor seinerVer lobung nicht wiedergesehen hat. In der Riesenstadt kreuzen sich die Wege zweier Menschen, welche weit verschiederen Lebenssphären angehören und in entgegengesetzten Sladttheilen wohnen, ! JL 1 t - c ? r i. niaji io iciaji una oieje eioen yaben sich wohl noch eher gemieden als gesucht. ' Spille, der nicht um einen Tag ge altert erscheint, befleißigt sich einer wortkargen Höflichkeit und laßt sich nicht das bescheidenste Citat entschlüvfen. In Gisbert regt sich eine gewisse an Scham streifende Verlegenheit. Die Vergangenheit wird ihm in dem alten Manne lebendig und stürmt mit süßen und schmerzlichen Erinnerungen, mit bunt wechselnden Bildern. mit Fragen und Vorwürfen auf ihn ein; fast meint er das geliebte, anmuthlge. blasse Mädchenantlitz in Wirklichkeit vor sich zu sehen und den holden Klang Ihrer Stimme zu vernehmen. Ob er wohl ein glücklicherer Mann geworden, wenn er zur rechten Zeit dem Rathe dieses wunderlichen Philosophen gefolgt wäre? Ob der Bund, den ste geschlossen, si auf blumigere Pfade ge führt, als ihn der seinige? Ob sie wohl bisweilen noch seiner gedenken mag und wie dann: ob zürnend, gleichgiltig. schlnerzbeweat. deda.? ? - (Fortsetzung folgt.) ,, Alter der Bögel. Der das höchste Alter erreichende Vogel ist der Schwan. Es wird behauptkt, daß er bis 300 Jahre leben könne. Knauer erzählt, daß er meh rere Falken gesehen habe, von denen einer 162 Jahre alt geworden war. Auch die Geier und Adler leben sehr lange. Im Jahre 1819 starb em Seeadler, welcher im Jahre 1715, also 104 Jahre zuvor, gefangen war und selbstixrständlich damals schon in Aljer von mehreren Jahren hatte. Ein weißköpfiger Geier, welcher im Jahre 1706 in Gefangenschaft kam, starb im Vogelhause des Luftschlosses Schönbrunn bei Wien im Jahre 1824. das Thier hatte also allein in dieser Gefangenschaft 113 Jahre zugebracht. Papageien können von dem Momente an, in dem sie gefangen und gezähmt worden sind, noch über 100 Jahre leben. Die See und Sumpfvögel haben eineLebenslänge,' welche die- mehrerer menschlicher Generationen übertrifft. Die Gänse und der Kukuk erreichen ein hohe Alter. Auch die Raben leben, wie. versichert wird, über 100 Jahre, Die Elstern dagegen erreichen, wnn sie. in .Gefangenschaft gehalten werden, ein Alter von 20 bis 25 Jahren, in der Freiheis jedoch ei viel höheres. Der Haushahn kann 15 biS20Jahre seinen Weckruf erschallen lassen. Die Tauben, können bis zu 10 Jahren leben; die kleinen Singvögel 8 bis 18 Jahre ihre Lieder in die Luft schmettern. Relativ kurz lebt aber di Nachtigall, die in der Gefangenschaft' höchstens 10, und die Amsel, die höchstens 15 Jahre alt wird. Die bei uns gezüchteten Kana rienvögel können, wie man weiß. 12 bis 15 Jahre, die auf den kanarischen Inseln im. Freien lebenden aber ein höheres Alter erreichen , ' . . i In den Prohibitionsstaa ten kommen bekanntlich allerhand höchst merkwürdige Dinge vor So trank vor einigen Tagen ' zu Pitts field in Maine ein Mann aus Er mangelung irgend eines änderen GetrankeS, welches etwas starker , als Wasser ist. eine Flasche Flüssigkeit auS, die zum Einbalsamiren gebraucht wird. Nun weiß er nicht recht, i r . ri-i yar er ucy oerglsiel ooer rmro er ewig leben bleiben. . Neerschaurnvseisen, lange deutsche yftifu, Clganeaspiten :e., bei Oru

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Verhaftung einer Gräfin. Der Wiener Polizeibehörde waren vor einiger Zeit Mittheilungen über die Gräfin Marie Leiningen-Wester bürg zugekommen, welche den Verdacht rege machten, daß dieselbe auf ...... ..rf. cm r . n?, , , ? , ,

uiuecue 4vcl,e oie nanu sllr lyren Lebensunterhalt sich beschaffe. In den letzten Tagen kamen nun der BeHorde weitere, und zwar so gradirende Thatsachen über daS Gebaren der Gräfin zur Kenntniß, daß dieselbe in ihrer Wohnung, Landstraße, Reisnerstraße Nr. 34. von Detectives abgeholt und in den Arrest gebracht wurde. Gegen die Gräsin liegt eine ganze Reihe schwerwiegender Anschuldigungen vor. Sie lebte erwiesenermaßen zum großen Theile vom Schuldenmachen. Ihre Wohnung, die aus sieben Picen bestand, war sc?r elegant möblirt, doch schuldet sie die Einrichtung bis auf den heutigen Tag; die betreffenden Möbelhändler haben sich bereits zusammengethan, um die Objecte wieder zurückverlangen. Schulden machte sie überall, bei Allen und Jedermann; bei Confectionären. Juwetteren,' Pelzhändlern etc. Selbst ihren Bedienerinnen kostete es die größten Schwierigkeiten, ihren Lohn von ihr zu erhalten. Eigene Dienstboten hatte die Gräfin in ihrer großen Wohnung niemals, so viel ' s rfrf . . uoersiu,,lges lacio yatte )ic nicht. Ihren Gläubigern erzählte sie von ihren großen Gütern in England, die ihr große Revenüen abwarfen, woran kein Wort wahr war. Bei der Gräfin, die gegenwärtig- im 48. Lebensjahre steht, lebte auch ein junges Fräulein, welches sie als ihre Tochter ausgab, das aber thatsächlich eine Engländerin ist und nicht einmal in verwandtschaftlichen Beziehungen zu ihr sieht. Außerdem lebte bei ihr eine alte Frau, eine gewisse Frau Caroline Sträübel, welche die sechs Hunde derGräfin zu überwachen hatte und nebenbei die mannigfachen Be Ziehungen der' jungen Engländerin vermittelte. Diese alte Duenna allein durfte, wenn geklopft wurde, zur Thür gehen und öffnen; allen übrigen Bedienerinnen war es strenge untersagt, wenn geläutet wurde, zur Thür zu gehen. Höchst merkwürdig war es dabei, daß die Sträube! und die Gräf:n einander per Du anredeten; über den Grund dieser vertraulichen BeZiehungen, sowie überhaupt über die Herkunft beider Personen wurde strengstes Stillschweigen gehütet. Die Gräfin und die junge Engländerin. ihre angeblich: Tochter, wurden häufig in Vergnügungsetablissements und in den erstenRestaurants gesehen; sie zeichneten sich beide durch beson dere Eleganz aus, allein vielfach beÄierkte man an ihnen auch eine allzugroße Zuvorkommenheit gegenüber frischen Bekanntschaften. Vor einigen Tagen kam nun aus London an die Wiener Polizei die Aufforderung, zu Gunsten der jungen Engländerin zu interveniren, da dieselbe sich in Briefen an ihre in London labenden Angehörigen in geradezu verzweifelter Weise über die traurige Gefangenschaft beklagt hatte, in welcher sie von der Gräfin gehalten werde. Dies war der nächste Anlaß zur Berhas tung der Gräfin. Im Verfolge der Erhebungen tauchte dann aber die ffrage auf. ob man eö mit der wirklichen 'echten Gräsin Leiningen-Wester-bürg zu thun habe? Die Verhaftete behauptet, sie fei die zweite Gattm des Grafen Emich Leiningen-Wester-bürg, der in irgend einer Weise mit dem englischen Königshause verwandt ist und im Jahre 1373 nach einem sehr bewegten Vorleben in Wien wegen Betrugs und Wechselfälschung zu zwei Jahren schweren KerkerS ver urtheilt wurde. Ferner behciptet sie. in New York geboren zu sein. Allein ihre Angaben üoßen auf Un glauben, indem man vermuthet, dafc sie eine geborene Wienerin und die Schwester der Caroline Sträube! sei, sowie daß sie niemals mit dem Gra fen Emich Leiningen verheirathet geWesen. Allerdings hat derselbe aber bei ihr, und zwar noch in letzter Zeit verkehrt. Die erste Frau des Grafen Marie Fischel. hatte sich von ihm nach anderthalbjähriger Ehe scheiden lassen und der Gotha'sche Almanach erwähnt keine zweite Verheiratung des Grafen. Allerdings ist dieser Almanach für sich allein noch kein Beweisdocument; aber auch der Gräfin Marie, semer ersten, geschiedenen Gattin, ist nicht bekannt, daß er noch ein zweites Mal geheirathet hätte. Nach dem Jahre 1875 war Graf Lei ningen vielfach auf Reisen und kam auch nach Amerika, wo er wohl die Bekanntschaft der Verhafteten gemacht haben könnte. ' Das unglückliche Mädchen, welches bei der Verhafteten solange hatte weilen müssen, wurde einem englischen Pastor in Obhut gegeben. Eine alte Frau, deren Aus sehen nichts weniger als Reichthum verrieth, gab neulich einem New For 5er Strakenbayn-Eonducteur einen zweifelhaften Dime in Zahlung. Der Mann wieö das Geldstück zurück und dle Frau verließ mit dem Bemerken. keilt anderes Geld bei sich zu haben, du Zar; sie war d:e ebenso reiche wie gei. at Hetty Green, deren Vermögen auf 30 Millionen Dollars geschätzt wird. Schnelle Reue. Beamter: Herr Chef, ich habe bei der gestrigen Abendunterhaltung im Dusel um die. Hand der Tochter unseres Nachbars angehalten!" Chef: Nun, Sie wünschen?" Beamter: Der Mann Wird sich über mich bei Ihnen informi n; ich bitte Sie, geben Sie ihm eine recht schlechte Auskunft!" Gefährlich. Herr: Was sagen Sie' zu den Gedichten meines Sob.ies?" Arzt: Dagegen sollte man was thun!" -Zweideutig. WaS hast Du denn im Geschäft gethan, daß Dich Dein Principal so plötzlich itlass, hat? .Absolut rl"

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