Indiana Tribüne, Volume 18, Number 248, Indianapolis, Marion County, 28 May 1895 — Page 3
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Roman von HanS Richter. (Fortsetzung ) Angelegentlich? Nicht daß ich wüßte!" Ja wohl, sehr interessirt." Auf meiner Seite lag das In leresse jedenfalls nicht Der eleganteNittmerner a. D. zahlte zu den eifrigsten Verehrern Angelikas. Kundige schrieben ihm nächst Gisbert Steinhausen die meisten Chancen zu. Daran zweifle ich, Ange, fuhr Gisbert, dessen Erregung durch ihre seme. naive Kokettene stieg, fort. Abscheulich! ich horte kaum, was der Rittmeister sprach, weil ich an an etwas Anderes dachte." Woran?" Das sage ich nicht." ' Ich will es aber wissen.Jnteresstrt es Sie so sehr ?" Ueber i alle 'Maben." Kann von mir, nicht lassen nun kommen Sie gär in das Blüthenora- ' M -1-.'. kel hinein. Ich möchte eö wohl befragen, wenn Ich nicht-das böse sie liebt mich nicht" befürchtete." Wer ist sie?" kenne ich sie?" Das verrathe. ich erst, wenn Sie mir sagen, woran Sie , damals dach ten." Sie quälen mich... ich kann doch nicht -' Eine helle Röthe schoß ;in Anges Wangen. Ihre , Augen glitzerten; deutluh sprachen sie: Du, nur Du warst -mein Gedanke. iü3ie elastische, yeibglubenoe Arme umfingen ihn ' diese Blicke und zogen ihn näher und näher. Er fühlte sich kraftlos, unfähig zu widerstehen. Das Llut raste in seinen Adern und vor seinen Augen tanzten Funken. Verdienen, reich sein, gemeßen: gellte es ihm in den Ohren. Wieder streckte er die Hand nach den Maiglöckchen aus,' wieder lehnte sich Ange weit zurück. Er sprang auf und neigte sich über sie. Ihr heißer Athem streifte seine Wangen, ihre Schultern bogen sich ihm entgegen. Legte er, legte sie selbst ihr Köpf chen an seine Brust? Zog er sie an sich, sie ihn? 3ab oder empfing er den ersten Kuß?... Er wußte es nicht! Er fühlte nur das heiße, bebende Mädchen in seinen Armen und hörte nur ihr Schluchzen und Stammeln: Gisbert, mein Gisbert, o wie lieb habe ich Dich! O wie sehnte ich mich nur nach Dir, nach Dir! Und auch Du hast mich lieb? Sage es mir hundert, tausendmal, ich kann eö ia noch Nicht lauben, daß ich so unendlich glücklich sein soll!" Er brauchte nicht zu antworten. Die ganze fröhliche Herrengesellschaft, sogar Frau Breithaupt mit an der Spitze,' polterte in den Wintergarten und machte bei dem seltsamen Anblick verdutzt Halt, bis eine fette, belegte Männerstimme die allgemeine Spannung loste: Hurray, ein Brautpaar. 6.Wüthend mißhandelte Guido Stein Haufen seinen wohlgepflegtenSchnurrbart. Soeben hatte sich Gisbert der abschiedet, der frisch gebackene Brautigam.' Ueber alle Begriffe ging eil..' sich wie ein' verliebter Primaner zu verplempern, wie ein dummer Karpfen in daS Neu zu gehen, . das er doch deutlich 'genug sehen und fühlen konnte, das-, man ihm tausendmal gezeigt hatte. And das, nachdem er -sich so bestimmt den entgegengesetzten Weg vorgezeichnet oder sich hatte vorzeichnen lassen, was im Grunde ja ganz gleich war. Zum Radschlagen! An seine eigenen, nun fehlgeschlagenen Hoffnungen dachte Guido kaum. Da er seit seinem Referendar Examen das Won Xitebe aus seinem Lexikon gestrichen hatte, tröstete er sich, in der Erkenntniß seines persönlichen' WertbeS. sehr rasch mit der Gewißheit, im Hand' umdrehen sur Ange zehnfaltiaen Ersad zu finden. Es war doch nur ein flüch tlgerMdanke gewesen, am meisten durch Frau von Rohrbach angeregt, die Gisbert ihrer Cousine nicht gönnte. Alle Wetter. Fcau von Rohrbach! Wie die pikante, leidenschaftlicheWittwe die Verlobungsnachricht aufnehmen wird! Es kitzelte ihn, der Erste zu sein, der sie ihr überbringt, sie dabei zu beobachten von klugen Damen kann selbst ein voctor Znrls utriug.ue und Kammergerichtsreferendar etwaS lernen. Kaum war die prickelnde Idee in ihm aufgetaucht, so schlüpfte er schon in Rock und Ueberzieher. Eine halbe Stunde später trat er in daS HauS der Potsdamer Straße, in welchem Frau von Rohrbach die halbe dritte Etage bewohnte. ..Ich weiß bereits, ich weiß bereits!" rief sie ihm lebhaft entgegen. Natürlich konnte es sich Ange nicht versagen, mir zu allererst von ihrem Glück Kenntniß zu geben. Doctor, wie war das möglich?" Guido erlaubte sich ein Achselzucken. Ueber Klara Vissing brauchte diese Frau nichts zu erfahren. Gefangen wie eine Mauö in der Falle, wie ein Karpfen an der Angel. Der Zusammenhang ist mir noch nicht ganz klar, meinem Bruder selbst nicht, glaube ich." Er ist einfach übertölpelt worden Ohne Zweisel! Wie es scheint, hat man die Beiden bei irgend einer kleinen Neckern oder Zärtlichkeit überrumpelt etwas ganz Harmloses natürlich, Sie kennen ja Gisbert " ' Und von Ange inscenirt, ich kenne auch sie. Ein Anderer hätte sich mit einem Witz'auS der Affaire gezogen. Aber jeneö Mädchen, jene Klara?" Vielleicht war hier, irgend etwaS borgefallen, ein Streit er fand nicht daS rechte Eatgegenkommen oder so und dann, im döpit d'arnonr Sie wissen, wozu ein Mann .fähig ist, sofern er. sich in -seiner Liebe getäuscht IcittT
I .Wohl; ich urtheile nie preng'uber k Handlungen des'AsfecteS, das aber
grenzt an Tollheit " Frau von Rohrbach stampfte zornig mit dem Fuße. Selbst die tiefgehende Erregung hatte die frischen Farben ihres blühen den Antlitzes nicht zu verwischen vermöcht. Nur in ihren Augen lag ein fremdartiger, harter Stahlglanz, welcher Guido zu der stillen Bemerkung veranlaßte, daß er sich die Frau Hauptmann nicht zur Feindin wünsche. Und er ist nicht der Mann, sich wieder frei zu machen." Leider nein!" Und nun, Sie kluger Rath, welcher Sie den Proceß bereits gewonnen hatten?" Mein Mittel ist kläglich fehlgeschlaf.en. Es hätten zwei Flaschen sein sollen anstatt zweier Gläser. Ich erwarte Ihre Vorschläge, meine Gnädige." Die schöne Blondine zerrte ihr Battisttuch zwischen den weißen, kurzen, vollen Fingern. Ihre Lippen schürzten sich wie zu einem häßlichen, unweiblichen Fluch. Sie sprach ihn nicht aus. sondern begnügte sich mit einem leisen, scharfen Lachen. Was können wir denn thun, Doctor?" Ich weiß nichts." Genau so viel, als ich selbst. Glauden Sie an eine Wahrscheinlichkeit, daß die Verlobung zurückgehe?" Schwerlich. Gisbert ist ern Sklave seines Wortes. Wie schwer er sich auch in diese ihm selbst am meisten unerwartet gekommene Wendung fügen mag,' wird er doch sicher nicht einen Augenblick ein Zurücktreten in ernstliche Erwäauna ziehen. Man wird ihm ja auch jeden Vorwand dazu sorglich aus dem Wege räumen. Ich selbst kann nichts thun! Abgesehen davon, daß ich mich nicht einem falschen Urtheil der Gesellschaft und dem Grolle meines Oheims, von dem ich abhängig bin, aussetzen darf, komme ich noch zu der Ueberzeum i m v m w gung, vag in Die ern louen Zusau viel leicht mehr Vernunft steckt, als wir uns momentan träumen lassen. In objectiver Beurtheilung muß man die Partie als eine in jeder Hinsicht vortheilhafte anerkennen. Also " Abermals zuckte Guido leicht die Achseln. Also fugen wir uns, ergänzte Frau von Rohrbach lässig. Sie schob die Unterlippe zwischen die weißglänzenden' Zahnreihen und nagte daran. Unter den halb gesenkten, breiten Lidern hervor funkelte ein scharfer Blick zu Guido hinüber wie eine kurze Frage. Gewiß! antwortete er sehr bestimmt. Sie sollte nicht einen Mo ment darüber in Zweifel bleiben,, daß er, nun die Würfel gefallen waren, je dem Friedensstörer fest entgegenzutreten entschlossen war. Niemand sollte wagen, Glsberts Ruhe anzutasten, und vornehmlich versprach er sich, dieser neuen Base ein besonders aufmerksames Auge zu widmen. Sie bewegte leise die üppigen Schultern und spielte an dem Besatz ihres Hauskleides. Ein leiser Zug von Hohn glitt über ihre blühenden Zuge. Sie verstand Guido, ohne daß er ein Wort sprach, und versetzte ihn in Gedanken in die Kategorie Derer, welche sie zu fürchten hatte. Und während dieser vorsichtigen und feindseligen, Gedanken lächelten sie ein ander zu und sagten sich noch einige verbindliche Höflichkeiten, womit Guido schied. Zum nächsten Dienstage ließen Herr und Frau Vreithaupt besondere Ein ladungen ergehen. Die Veranlassung dazu war Niemandem mehr ein Geheimniß. Wer etwa noch nicht darum gewußt hätte, wurde von Herrn BreitHaupt selbst gelegentlich mit so deutli chen Anspielungen überschüttet, daß er die entgegengesetzten Eigenschaften eines Oedipus hätte haben müssen, um noch nichts zu errathen. Gisbert Steinhausen befand sich wie in einem Fiebertraum. Bisweilen zweifelte er fast ernstlich daran, daß er thatsächlich lebe und wache, daß er die Geliebte verloren und die Ungeliebte gewonnen haben sollte. Nur ein wüstes Durcheinander tauchte in seiner Erinnerung auf, wenn er die Einzelheiten jener wunderlichen entscheidenden Stunde festzustellen versuchte. In dieser auS Schmerz, Groll. Beschämung und Bangen gemischten Stimmung erwies stch Guido als unvergleichlicher Gesellschafter, eine Perle aller' Brüder. Seine kühle, klare Weltanschauung, die doch nicht einer gewissen Herzlichkeit entbehrte, gewann in unablässigem Bemühen immer stärkere Macbt übenden zu rathloser Verzweiflung Neigenden; seine eigene Ruhe begann sich diesem mitzutheilen. Das Rad der Zeit schraubt nicht der stärkste. Held zurück, und kein Gott vermag, .'Geschehenes ungeschehen- zu machen, mein lieber.GiSbert. Sind auch die Dingeunveränderlich ie nämlichen, so kommt eö doch sehr darauf an mit welchem Gesichtswinkel wir sie betrach!en. .Was vol. 'rechts grau erscheint, kann .links - im rosigsten Schimmer erglänzend Ein Thor, wer nun. isofern er es nnt vermag, sich nicht auf-die linke. Seite stellt,'. da eben einet 'Menschenlaune zu Liebe nicht die. ganze. Welt . umgekehrt, wird! " Kommt der' l3etg nicht zum Propheten .u. s. w. ES lassen sich üblere Schicksale denken, als das' Deinige. Zurück kannst Du als anständiger' Kerl nicht mehr " ' " ' 'DaSweiß ich!" seufzte Gisbert darauf. Deinerseits sind kein älteren Ver pflichtungen gebrochen worden; 'Dein Gewissen ist rein. Ich stehe sogar' nicht an. zu . behaupten, ' daß daS Schicksal Dir damit eine ganz besondere Gunst erwiesen hat. , Wäre jener Bruch 'von Dir ausgegangen, so könnte Dein" sehr subtiles. Gefühl Dir einige Schwierig, leiten bereiten. Meine Ansicht freilich geht dahin, daß Klara selbst nie ernst, lich an eine dauernde Verbindung gedcht hat. Thätest Du die Augen auf gleich mir, so könntest Du ., tausend gleicher Verhältnisse entdecken, von denen kaum EinS zur Ehe führt: Diefe ist auch 'gär nicht der Endzweck, und die 'Mädchen selbst sind es, welche sich am wenigsten darüber . tauschen. Sie wollen nur angebeiet sein und sir?ör-
mtn, oder sich amllsiren und ihn kurze Jugend voll genießen, je nachdem sie veranlagt sind. Und dann endet Alles in ruhiger Prosa, mit vernünftiger Ueberlegung. Die Wege, die eine Zeit lang nebeneinander hergelaufen sind, gehen weit auseinander, es ist zu halsbrecherisch, die Kluft za llberspringen, welche die Großmacht Gesellschaft klüglich zwischen sie gelegt hat. Dem Einen oder dem Anderen gelingt ja wohl der kecke Sprung, aber nie geht das ohne einen gewissen Knacks ab, der ihn Zeit seines Lebens nicht mehr fest auf die Beine kommen läßt. Du als Baumeister mußt eö doch wissen, daß man kein Haus auf zweierlei, will fagen auf ungleichem Grund errichtet, und die Ehe ist das HauS, welches wir dem Glück unseres Lebens bauen. Sicherer Boden, solides, gleichmäßiges Material es klingt nicht gerade schön, aber der Vergleich ist Dir deut lich." Natürlich," sagte Gisbert und suchte sich mit redlichster Mühe aller heißwogenden Gedanken zu entschlagen und in die Rolle eines klug wählenden Ehecandidaten hineinzufinden. Wesentlicher als durch AngeS gluthvolle Zärtlichkeit, welche er oft nur mit geheimer Pein erduldete, wurde ihm dies durch Onkel Theobalds herzhafte Freude erleichtert. Den Lieblingswünsch seines Wohlthäters nun doch erfüllen zu können, fiel bei ihm schwe rer in's Gewicht, als jeder persönliche Vortheil. Seine Wohnung glich bereits einer kleinen Kunstausstellung. Der alte Herr durchstreifte mit gespick ter Börse die elegantesten Magazine und schickte Packete über Packete nach dem Lützow - Platze hinaus, französische Bronzen und italienische Terrakotten. Sevres - Porzellan und Riedinger'sche Radirungen, japanische Rie senvasen und eine nicht minder gigantische altdeutsch Standuhr, einen sprechenden Papagei und eine ganze Collection prachtvoller orientalischer Was fen. Frau Rolle gerieth bereits tn.eine gelinde Verzweiflung ob dieses endlosen Stromes, der die Ufer der beiden Garconzimmer zu überschwemmen drohte, und zuckte bei jedem Klingeln an der Vorsaalthür ängstlich zusammen. Schon wieder ein Dienstmann oder Geschäftsdiener? Klara blieb unsichtbar. Gisbert wußte nur. daß Frau Breithaupt, auf ihren Contract pochend, sie festzuhalten gedachte, bis sich ein geeigneter Ersatz gefunden, was bei ihren nichts weniger als bescheidenen Ansprüchen trotz des zahlreichen Angebotes mit Schwierigleiten verknüpft war. Mit unheimlicher und wiederum wohlthuender Geschwindigkt nahte der Dienstag. . Die Sonne, welche so freundlich und wärmend jenen Nachmittagsausflug in die märkische Haide vergoldete, blinzelt heutewie eine kalte, matt roth schimmernde . Scheibe hinter dem halb durchsichtigen Wolkenschleier hervor. Der scharfe Wind aus dem Spandauer Winkel" wirbelt dichte Staubmassen auf, Zagt hier einem Herrn den fpiegelblanken Cylinder vom Kopfe und fängt sich da neckend in den Falten eines Da menkleides. Eö regnet nicht, aber in der Luft hängt eine unangenehme Feuchtigkeit, die mit dem Staub als zäher, halbtrockener Schlamm auf das Pflaster niedersinkt. Ein bischen Glühwein, werthgeschätzte Frau Rolle," ruft Guido in den Flur zurück, als er Gisberts Thür geöffnet hat. Du brauchst ihn. Alter. Ohne alle Schmeichelei, Du schaust ganz katzenjämmerlich drein." Ich habe schlecht geschlafen," versichert Gisbert und das ist ihm auss Wort zu glauben. Sein Gesicht ist blaß und seine Augen liegen matt und tief hinter breiten, dunklen Ringen. Begreiflich. DaS ist daS Lampenoder Kanonenfieber. Natürlich hast Du schmählich Angst!" Durchaus nicht!" Nur Muth! sagte der Hahn zum Regenwurm mir gegenüber brauchst Du nicht zu renommiren," lachte Guido hell auf. Erschrecken Sie nicht, meine rrschaften, es knallt, thut aber nicht weh. Ich danke Ihnen. Frau Rolle. Sie sind eine seltene Perle Ihres Gescklechts, noch im Grabe beneide ich den seligen Herrn Rolle." . " ? (Fortsetzung folgt.)
GemettmützigeS Fliegenleim bereit man aus 6 Theilen Colophonium, 2 Theilen gekochten Terpentin, 2 Theilen Leinöl und 1 Theil Rüböl.- die aus gelindem Feuer zusammen geschmolzen werden. Auffrischen von Oelgemälden. Ein Viertel Pint Branntwein, ein Eiweiß und 46 Gran pulverisirten - Kandiszucker rührt und quirlt man gut durcheinander und bestreicht mittelst eines feinen Schwam. mes mit dieser Flüssigkeit das Gem'älde, welches vo:her vermittelst eines anderen Schwammes mit frischem Wasser gereinigt worden ist. Dieses Verfahren kann ohne Nachtheil für die Bilder oftmals angewendet werden und verhindert . das Abspringen der Farbe. ' Heiße Umschläge bei Kno chenbrüchen. Dieselben sind nicht nur von großem Nutzen bei Vlutungen, Verstauchungen, Verrenkungen und Quetschungen, sondern auch bei Knochenbrüchen. Es ibt kein besse res und sicherere Mittel, die in der Bruchstelle nach regelrechtem Verbände Erricht' selten austretenden Schmerzen zu! beseitigen, als möglichst heiße Umschlage von Wasser über die ganze Bruchstelle zu machen, so daß die Warme durch den Verband hindurch dringen muß. Wenn man sicher ist, daß der Verband richtig angelegt ist, so werden die Schmerzen in kurzer Zeit beseitigt und die drohende Ent zündung verhütet. beiden toste kann man mit Quillajarinde waschen. Zu die sem Zwecke übergießt man die Rinde Abends mit kochendem Wasser, wenn möglich Reaenwasser. schüttet Mor
gens die auge ao und verdünnt sie mit heißem Wasser. Die Rinde, welche in . jeder Droguenhandlung zu haben ist, kann man . zur nochmaligen VerWendung ' an der Sonne trocknen. Hellfarbige Stoffe wäscht man ein mal, dunkle zweimal in dieser Lauge, schlägt dieselben sofort, nachdem sie in klarem Wasser gespült sind, in ein reines Tuch und bügelt sie noch ziemlich feucht auf der rechten Seite. Zum Bügeln der Seidenzeuge bedient man sich eines halbwarmen Eisens und legt Papier zwischen Eisen und Zeug. Gardinen zu waschen. Nachdem die Gardinen gut ausgestäubt sind, werden sie vierfach zu sammengefaltet, in ein Schaff gelegt und Regen- oder Flußwasser darauf gegossen. Nach 24 Stunden werden sie in dem Wasser tüchtig geschwenkt und ausgedrückt, ja nicht gedreht und gewunden, denn das dient zum Verderb der Gardinen. Nun seife man sie, so vierfach zusammengelegt, leicht ein und setze sie mit kaltem Wasser auf die Herdplatte, lasse sie langsam heiß werden, aber .ja nicht kochen, schwenke und drücke sie in dem Seisenschaum tüchtig, seife sie nun nochmals gut ein, nachdem die äußere Seite nach innen gedreht wurde, und stelle sie abermals mit kaltem Wasser
aus. Jetzt lasse man sie eine Viertelstunde kochen; sie sind nun blendend weiß. Ausgedrückt, gespült und geblaut, werden sie aufgehangen. Nachdem sie trocken sind, , bessere man die Gardinen durch ein Stärkebad, lasse sie wieder trocken werden, sprenge sie ein und plätte sie. Unmittelbar aus dem Wasser aufgehängte Gardinen, welches Verfahren von anderer Seite empfohlen wird, sehen nie so schön aus. als die vorher geplätteten. Rohe Eier für Kranke. Sehr viele Kranke haben eine ausge sprochene Abneigung egen den Genuß roher Eier und bringen diese, die ihnen zur Ernährung so werthvoll werden können, entweder aa? nicht oder nur mit sichtlichem Widerwillen herunter. Für solche . Fälle ist die Kenntniß . praktischer Darreichung?. weisen roher Eier sehr wichtig. . Ganze rohe Eier lassen sich leicht und ohne jegliche Schwierigkeit verschlucken, wenn man daS Ei n ein kleine Tasse schlägt, eö dort mit etwas ungekochter Milch übergießt, so daß die.' Kranken es in einem Zuge, eigentlich kaum mit Bewußtsein, hinunterschlucken. Rohe Eigelb werden fast immer gern ge nommen. wenn man 2 Eigelb mit einer Unze feinem Zucker langsam eine Viertelstunde schaumig schlägt, dann einen Löffel Orangenblüthenwasser statt dessen auch einen halben Löffel Citronensaft, der oft noch angenehmer ist und knapp ein halbe? Pint war mes Wasser hinzufügt und dies dem Kranken als wohlschmeckendes Ge tränk reicht. . . Die . mit .dem Zucker schaumig gerührten Eigelb kann man auch mit kochendem Wasser verrühren, oder sie völlig kalt , mit starkem Wein, wenn dieser erlaubt ist. mit Porter, Ale oder Beeftea vermischen. Ganze rohe Eier verträgt auch der schwächste Magen, wenn man sie nach der Vorschrift Professor Millers auL Edin bürg zubereitet. Man schlägt dazu die Eiweiß von zwei Eiern fast , zu Schaum, rührt darauf zwei Eigelb mit zwei Löffel Sahne sehr glatt, rührt dies durch ein Sieb, vermischt eö mit zwei LöffelKognak und sodann behutsam mit dem Eierschaum. Wenn alles miteinander vermengt ist. muß man das Eiergetränk sofort dem Kranken geben. In ähnlicher Weise kann man auch nur rohe? Eiweiß reichen. Man schlägt zwei Eiweiß zu festem Schaum, thut langsam zwei Löffel süße Sahne, zwei Löffel Cognac und zwei Theelöffel feinen Zucker dazu und gibt dies löffelweise. Um Kanarienvögel von Milben oder Läusen zu befreien, muß man zunächst den Käfig (auch die Sitzstangen) mit heißem Sodawasser gründlich ausbrühen und nach dem Trocknen möglichst alle Ritzen und Spalten mit Glaserkitt verstreichen. Dann pinselt man alle Ecken und die Enden der Sitzstangen mit verdünntem Glycerin (1:10 Wasser) ein und bläst echtes persisches Jnsectenpulver darauf. Ebenso wird der Sockel des Käfigs und der Boden mit JnsectenPulver bestreut. Dann wird ein Zeitungöblatt darüber gelegt und ausgeglühter Mauersand aufgeschüttet. Seesand ist nicht zu verwenden, da er meist zu feucht ist und zu viel glasige Bestandtheile hat. Den Vogel selbst, der vor diesem Reinigungsverfahren natürlich in einen andern Käfig gesetzt ist, bepinselt man' an Hinterkopf. Nacken. Schultern mit dem Glycerin und bläst Jnsectenpulver darüber. DieS wird einen Tag um den andern, im Ganzen drei Mal wiederholt. In der Mittagsstunde muß man dem Vogel Badewasser reichen. Nunmehr wird das Thierchen in den gesäuberten Käfig zurückgebracht, und er wird von den . Plagegeistern befreit sein. Wttn man verzinnte Käfige ohne jede? Holz mit Ausnahme der Sitz stangen verwendet, so dürfte das Uebel kaum vorkommen. Be r e ch t i g t. Madame: Weshalb haben Sie denn Ihren letzten Dienst verlassen? Dienstmädchen: Ja, wissen Sie. ich sollte alles bezahlen. was ich zerbrochen hatte und da mußte ich denn noch schließlich Geld zu meinem Lohne uleaen! CARL PmQPMKS ' " v ' ' . . . TOsntschs Buch Handlung i ., .. , 7 üd AWu Cirafci. vestelluns ttn& oeKtI kLf alle im In- und UuUand zsStid Oücher.unr ZettschristkN rserbw pwr eSselt. 7 z ' v ' vy. ?r er"? c cts,
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