Indiana Tribüne, Volume 18, Number 243, Indianapolis, Marion County, 23 May 1895 — Page 1
O 0 A tt sfo V kS I fvO s5 f. 'V Ui a V a & t m W r W V W W - VVW Ofsice : No. 18 Süd Alabama Strafe. Jahrgang 18 Indianapolis, IndZana, Donnerstag, öen 23. Xta 1895. No. 243
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No. 1 West Washington Strafte, (Merehants National Bank.)
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Lditorielles. Ohne sich weiter damit abzuquälen, vaö die Verfasser der Bundeöconstitution unter direkter und indirekter Steuer verstanden, ist eS klar, daß die Verfassung in diesem Punkte Mangelhaft ist, und sich nicht deutlich und bestimmt aukspricht. Die Versassung macht zur Grundlage einer Bestimmung einen Ausdruck, der selbst erst der Bestimmung bedarf. Unter allen Umständen also sollte die Verfassung in diesem Punkte geändert werden. Ab-
67 iSst Washington Strnßs. gesehen davon, daß in einer Verfas-
sung jeder Punkt klar sein sollte,
Die beste Auswahl einheimischer stammt dieselbe auch auS einer Zeit, in i . i . . t i ti'.
welcher die einzelnen Staaten ungefähr eben so wenig Freundschaft für und eben so viel Mißtrauen gegen einander hatten, wie weiland die Dusdezftaaten
teS deutschen Bundes.
Der betreffende Paragraph ent-
sprang dem gegenseitigen Mißtrauen, htm stA niAt hflrfianhtnen National,
060128 HeiTmaiUl aeffill er Besorgnis btt Cinzelftza. w l v.c n &...X ... .
icn, vup ic wuiuy vuKuyuuy ju uu gedehnter Rechte an die BundeSregie-
und importirter Cigarren. Probiren Sie die 33,ial"fco 5c CigarroUm geneigten Zuspruch bittet SchZller Nömler.
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Seichenbeftattee,
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SUlle : 130, 122, 124, 128, 1:8 Ost Pearlstr.
Teleyhon OII. Offen Tag und Nacht.
Wein-Handlung
Nkbst
rung in ihren eigenen Rechten beein-
trächtig! würden.
Stimmung und Ansichten darüber
haben sich während deS hundertjährigen Bestandes der Verfassu'g ganz bedeutend geändert, aber trotzdem dürfte es
fraglich sein, ob eine Aenderung der Verfassung möglich iS, und so wird
unS wieder einmal die Thorheit vor-
demonstrirt, Vorsehung zu spielen und
Verfassungen mit chinesischen Mauern
zu umgeben.
Verfassungen sollten stets so abze-
faßt sein, daß sie sich den Aenderungen
in den Verhältnissen anschmiegen.
Die Amendirung einer Verfassung
Minstubö
8. 106 u, 108 51. Äeridian Str. sollte leicht gemacht und nicht erschwert
T-Ährn Vi. werden. Statt dessen haben unsere
JULIUS 1. SCHULLER, "1 "ÄS
W.MVt, VUp iiVUV J j bliV yt 41 i .
Bestellungen ke:d?n ni lrseno emem ,.s. w..n Ys.
Ctabtlbtl afiaelicfcrt. v.! ivh, i
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oerung oer unoesversaung er-
Stat'm'ftwfYr schwert, daß sie nahezu unmöglich ist. Kjjß mÖiü?üi. Amendement muß im Congreß
und in zwei Dritteln sämmtlicher
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l j. B. mogüq unter oen Einwirkungen
LEXVEVME des AuSgangen deS RebellionSkriegeS,
. -yt viunicr normalen unanoe aoer ist eine
solche Uebereinstimmung kaum denk-
oar.
Wir wären besser daran ohne ge-
schrieben Verfassung. Wie die Dinge
liegen, so sind die Landesverfassungen sowohl, wie die StaatSversassungen
ein Hinderniß für den Fortschritt. Sie
find daS. Werkzeug, womit servile
Richter nützliche Gesetzgebung verhin
der.
M KZ c G
Hergestellt von
gien da schwingt die Ausbeuterei die
Hungerpeitsche über diele Tausende menschlicher Wesen und zwingt sie zu einer schlimmeren Existenz als die eines ZZehhundeS, ohne daß der Arm der Gerechtigkeit dieser zehnfach größeren Barbarei ein Ende machte. Wo man nichts für die Menschen thut, da wird der Th'erschutz zu eine widerlichen Komödienspiel, zu einem Hohn aus die Vernunft.
ZIrHliMrishlen.
Inland.
WetterauSsichten. Schönes Wetter heute Nacht und Freitag. Gestrige Temperatur: Mazimum 71 Grad, Minimum 46 Grad.
4
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veooratwustaF, (20. Mai).
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Der königlich belgische Thier
schutzverein verlangt in einer Eingabe htp TftetTuna in Stfiufcats'fi au
m F rn . I o -j-wo-'w
errermttNN Bros. Gunsten der Ziehhunde.
Z7 4Z Mass. Ave. Tel. 840. Nach den in der Eingabe enthaltenen
Scke Penn. & Wash. Str. Tel. 1044. Mittheilungen werden diese Thiere oft
aus'S Schmählichste mißhandelt. Der
Verein verlangt daher, daß sie besser
gefüttert und gepflegt und möglichst nicht langer als 10 Stunden den Tag
zur Arbeit verwendet werden dürfen
Hierzu meint die Züricher Arbeiter
Jeden Tag frische
Feberwurst
bei H r AiPftnVuaw
v stimme" ganz richtig : ES ist etwaS
Tel. 982. No. 25 Virginia Ave. schönes um den Thierschutz ! Über in
Veftkllunzm erden prompt aSliefert. l demselben frommen und reichen Vel-' vollständige Ssolirung scheint der Ne
Der Saaten stand in Zllin o i ö. Ch ieag o,22. Mai. DaS kühle, bewölkte Wetter, welches auf die starken Fröste in den ersten Tagen der letzten Woche gefolgt ist, hat den durch den Frost geschädigten MaiS- und Kartosselfeldern eher genützt als geschadet. In den südöstlichen CountieS, in welchen viel Weizen gebaut wird, hat die Dürre und Insekten, wie Getreidewanze und die Hessenfliege, bedeutenden Schaden angerichtet und viele Felder sind deshalb bereits umgepflügt worden. Der abgefrorene MaiS schlugt zum größten Theil wieder auS und wo
Nachpflanzen nöthig geworden ist, ist
mmernoch ein guter Ertrag zu erwaren, falls die WitterungSoerhältnisse
günstig bleiben. Obst- und Beeren-
rächte haben in den nördlichen CounieS und auch in den mittleren durch
den Frost stark gelitten.
Der Dampfer La Ga Se o g n e" i n S i ch t. New S ork,22. Mai. Der ver-
oren geglaubte französische Dampser
La GaScogne" mit über 500 Passagieren an Bor, kam um 10 heute
Vormittag in Sicht und lief heute
Nachmittag um 4 Uhr 35 aus der
Quarantänestation ein. Er berichtet, daß er am 16. Mai Morgens um 8
Uhr 30 unter dem 42.Parallelkreise
und dem 49. Längengrade die Kolben-
stange der UebertragungSmaschine ge-
brachen habe. Die Kolbenstange mußte
herausgenommen werden, und nach ei-
nem Aufenthalt von 8 Stunden wurde
die Fahrt mit einer Geschwindigkeit von acht Knoten sortgesetzt. Der Bruch
betraf dieselbe Stange, welche in Havre
nach dem bekannten Unfall vom letzten Februar eingesetzt worden war. An
Bord ist AlleS wohl.
gierung in Venezuela nun doch un
heimlich vorzukommen, und sie wünscht durch Vermittlung Amerika? einzu-lenken.
u n c l e Sam soll vermitteln.
Washington, 22. Mai. Die
Ver. Staaten sind von Venezuela ge-
beten worden, eine Aussöhnung zwi-
scheu ihm und Frankreich herbeizufüh-
ren. Verannittcy wuroen oem rranzo-
fischt Gesandten vor Kurzem in CaracaS seine Pässe zugestellt, und Frankreich sandte darauf zwei Kriegsschiffe ab, um seinen Gesandten und daS Ge sandtschastS-Archiv abzuholen. Gleich.
zeitig wurden auch dem Gesandten Ve-
nezuelaS in Paris seine . Pässe zuge-
stellt. . '
DaS Ersuchen Venezuelas . wurde
kürzlich durch seinen Gesandten Sennor
Andradi in Washington gestellt, und die Verhandlungen müßten natürlich durch Herrn CustiS in Paris gehen.
Ob daS Staatsdepartement daraus
eingegangen ist, ist nicht zu ermitteln.
Der Streit entstand vor etlichen
Monaten dadurch, daß sich eine An
zahl Europäer in Caracas in einer
vertraulichen Note bei ihren Negierungen über die laxe Führung der Regie-
rung und die Abneigung der Beamten
Venezuelas beschwerten,. gerechte Ansprüche zu erledigen.-' : " '"'
Diese Note war von den Gesandten
Frankreichs, Deutschlands, . Spaniens
und Belgiens unterzeichnet." Durch ein
Versehen deS italienischen Gesandten,
der die Bezeichnung vertraulich" aus
der Mittheilung von der Sache fort
lreß, wurde dre ' Angelegenheit im italienischen Grünbuch publizirt, und
Venezuela behändigte darauf sammt
lichen betheiligten Gesandten die Pässe.
Nur der deutsche (Zesandte war schon vorher abgereist, während der englische
Gesandte sich schon früher wegen de
GrenzstreiteS empfohlen hatte. Die
Eine päpstliche Encyclika. Washington, 22. Mai. Mgr. Satolli, der päpstliche Ablegst, hat soeben eine Abschrift einer kürzen päpstlichen Encyclika erhalten, welche- der Papst über die Frage einer Einigung der gesammten Christenheit erlassen
hat. Sie ist an alle Katholiken gerichtet und bildet eine Ergänzung der vor einem Monat erlassenen, denselben
Gegenstand behandelnden Encyclika.
DaS Dokument weist auf die Wichigkeit der Aufgabe hin, welche sich der
heilige Vater gestellt hatte, spricht auS, daß er sich dabei auf GotteS gnädigen Beistand vor allen Dingen verlasse,
orderten aber auch alle Katholiken da-
zu auf zu ihrem Theil zu der Erreich-
ung dek vorgesteckten ZieleS, nament-
ich durch ihr inbrünstiges Gebet bei-
zutragen.
m ,, m Ausland. OScar Wilde'S Prozeß. London, 22. Mai. 3m Old-
Barley. Eericht wurde heute von Rich-
er WillS daS zweite Hauptverfahren
gegen OScar Wilde in Gegenwart eineS großen Publikums eröffnet und der
StaatSanwalt, Sir Frank Lockwood,
erklärte, daß sich die Anklage auf un-
ittliche Handlungen auS der Zeit vom
Februar bis zum Oktober 1393 be-
ziehe, welche Wilde mit Edward
Shelly. AlfredWood und Anderen vor-
genommen haben soll. Der MarquiS von QueenSberry war anwesend. Wilde selbst wurde im Lause der Morgenfitzung unwohl und mußte den Saal
verlassen.
lN
Weitere Erdbeben
Italien. Rom, 22. Mal. Gestern Abend
wurden mehrere Erdstöße in Spoleto, einrretwa 64 Meilen von hier aus einem isolirten Hügel liegenden Stadt, gespürt. Obgleich keine Einzelheiten erhältlich sind, ist doch bekannt, daß
viel Schaden angerichtet wurde und viele Häuser demolirt find. Da Spo-
eto mit einem benachbarten Hügel
über eine Schlucht hinweg durch eine Brücke verbunden ist, wird gefürchtet, daß dieser 600 Fuß hohe Bau beschädigt wurde. Von Rieti, einer Ort-
chaft 24 Meilen von dort entfernt,
wurde Hülfe gesandt und AlleS wird gethan, die Noth zu lindern.
Die beschädigte Stadt hat eine prächige Citedelle, eine Kathedrale, einen
römischen Triumpsbogen, die Reste ei-
neö TheaterS und andere Antiquitäten.
Die Bevölkerung ist etwa 7000 Seelen.
Nachrichten von Florenz zeigen, daß
die Behörden AlleS thun, um den Schaden durch die Erdbeben am vergangenen
Samstag zu heilen. Die Truppen der Garnison waren seither beschäftigt, der
Noth zu steuern und Viel ist schon gethan. Auf dem SubscriptionSwege
wird Geld für die Bedürftigen aufge-
bracht und König Humbert ordnete persönlich verschiedene Maßregeln an. Er gab auch aus seiner Privatschatulle eine ansehnliche Summe für den HulfS-
fond.
UM
Deutscher Dampfer in S e -
khr. QueenStown, 21. Mai. Der
deutsche Dampfer Hiöpania, Kapitän
Kühn auS Hamburg, welcher 200 Passaglere an Bord hat, mußte nach einem heftigen Sturm mit Havarie hier bei-
legen. Etwa 260 Meilen von Fafinet kam der Dampfer so park in'S Rollen, daß seine theilweise auS Eisenbahnschienen bestehende Ladung in Bewegung kam und die Schissiseiten zu
durchstoßen drohte. Die Hiöpania"
kehrte deshalb um, lief diesen Hafen an, und wird ihre Ladung umfiauen
müssen, ehe sie ihre Reise fortsetzt.
,, - China bekommt wieder . Muth.
Shanghai, 22. Mai. Gerücht-
weise verlautet hier, daß China sich ge
weigert habe, die Japan zu zahlende
Kriegsentschädigung mit Rückficht aus
die Aufgabe der Annexion der Halb insel Lia Tung zu erhöhen.
chinesischen Beamten auf der Insel Formosa abberuft, welche bekanntlich durch den Friedensvertrag an Japan abgetreten ist.
Die Summe von $250 h a t eine Jury in der Suprenie Court dtr Stadt New Fork als genügenden Ersah für ramponirte Frauenschönhit erachtet und zwar in dem Proceß deZ Modells" Mary Fielding geen den Dr. Simon Baruch. Der Fall war drei Tage lang vor Richter Dugro versandelt worden. Frl. Fielding, eine noch jugendliche, anmuthige Erscheinung. war als Gehilfin in dem Sanitarium des genannten Arztes, ange stellt. Als Frl. Fikldinq damit beschäftigt war. für eine Patientin ein Bad zuzubereiten, platzte ein' Dampfrohr und sie wurde durch den ausströmenden Dampf am Halse, Nacken und Armen stark verbrüht. Entstellende Narben sind zurückgeblieben, die ihr es unmöglich mache-n, je wieder als Mobell zu stehen, was sie früher zu thun pflegte und womit sie ein schönes Stück Geld verdient zu haben behauptet. Die junge Damo tltte die Kleinigkeit von 510.000 verlangt, aber die Jury war freilich nicht so galant, ihr diese Summe. auf welche die Kläaerin die eingebüßte Schönheit ihn? Formen tazirte, zuzusprechen.
Die Nebergabe von Form o s a.
Peking, 21. Mai. Der Kaiser
'hat ein Dekret erlassen, welches alle
Schiffs. Nachrichten.
Angekommen in :
Newöork: Rheinland" von
Antwerpen; Werkendam" von Rot-
erdam ;' Majestic" von Liverpool
und Stuttgart" von Baltimore.
Southampton: Saale" von
New Sork nach Bremen.
Erbschaften
einkasfirt und Vollmachten und Testamente ausgestellt. SchiffS-Scheine auf
allen Linien. Sprecht vor A. Mebaer
Agentur, 2. Stock Odd FellowS Halle
Hiesiges.
Selbgmord. Heute Mittag lödtete sich der Lehrer
EhaS. Antram im Normandie Hotel, 109 Süd Illinois Str., durch einen Revolverfchuß in die Schläfe.
Antram war erst vor einigen Tagen
von Alliance O. hier eingetroffen und war 20 Jahre alt.
Der Coroner wurde benachrichtigt
und ist dabei die Thatsachen, welche
den Mann zum Selbstmord bestimm-
en, zu sammeln. Annoch verlautet
darüber nichts Bestimmte?.
,, m Voarv of Publie WorkS. Heutige Sitzung. Der Board erh'elt eine Zuschrift, n welcher er daraus aufmerksam ge-
macht wird, daß Herr S. F. Claypool
letztes Jahr, als ein Cement-Trottoir
in Pennsylvania Str. von Washington bis zur 7. Str. gelegt wurde, die Erlaubniß erhielt, die Verbesserung an
der Ecke von Ohio und Pennsylvania Str. zu unterlassen, bis er ein Gebände innerhalb Jahresfrist dort er-
richtet habe. Ein Gebäude wurde nun errichtet, aber Herr Elaypool ist immer noch nicht bereit das Trottoir zu legen.
Der Board richtete ein Schreiben an
den Stadtingenieur von Cairo, Jll.
und an Herrn W. P. Hollidah, Präfi-
dent der dortigen City Nat. Bank, um
Auskunft von ihnen über Alco KieS zu
erhalten.
Stadtanwalt Scott wurde ersucht,
dem Board mitzutheilen, ob derselbe
gesetzlich berechtigt sei, einen freizugebenden Streifen der 6. Str., von ZllinoiSSt.biS zu einem Punkt HvFuß
östlich, an denjenigen zu verkaufen, der daS höchste Angebot mache.
Der Ingenieur wurde beauftragt,
Pläne für Cement-TrottoirS für die Westseite der Arsenal Ave., von Wash-
ington Str. biSzu den E. C. C. & Lt.
L. Geleisen anzufertigen.
Der Board acceptirte die Spezifik-
tioaen für die Ausbesserung der Fon-
taine an Virginia Ave.
Der Ingenieur, wnrde angewiesen
die Gradirung der Johnson Ave., von
Washington zu Michigan Str. feftzu stellen.
Der Ingenieur wurde beauftragt zu
berichten ob Sutherland Ave., von
College Ave. zu 22. Str. in solchem Zustand sei, daß die Stadt dieselbe
übernehmen könne und ob Gründe vorHanden seien, warum die Straße dem Verkehr nicht übergeben werden sollte. Kontraktor De Ruiter war vor den Board geladen. Zwei Arbeiter hatten
schriftlich zugestanden, daß De Ruiter sie nicht beim Tag sondern beim Tausend Backsteine, welche sie legen.
bezahle. Der Board war der Ansicht, 1 daß dieses ein Unterkontrakt sei. De
Ruiter entließ die beiden Arbeiter. Der Board erklärte ihm nun, daß im Falle ihm etwaS Aehnlicheö zu Ohren käme, er keinen Kontrakt mehr erhalten könne. Natürlich erklärte De Ruiter, daß er die , Leute nicht entlassen habe, aber Präsident Holton sagte ihm g:nz gehörig die Meinung. Herr Spann sprach in Betreff d r Fort Wayne Ave. vor. Er fand zu seinem Erstaunen, daß die Remonstrc-
tion, welche er eingereicht hatte, niä t gesetzlich war. In Betreff seiner Petition, daS Trottoir nächst dem Rinn-
stein zu heben, hat der Board noch
nicht entschieden. Ein Hauptgrund
daß der Board gegen die Bewilligung ist, ist der, daß die Tele-
graphevpfosten und Bäume alle indem Trottoir stehen würden.
Auch wäre eS unangenehm für Fuß-
ganger, an den Straßen- und Gassen-
Kreuzungen, da der Tritt höher würde,
und außerdem der Ablauf in die Ab-
zugökanäle sich an den Ecken befindet.
Ferner hätten , die Fußgänger keinen
Schatten von den Bäumen. Dieses sind nur einzelne der gewichtigen Gründe, welche der Board gegen die Genehmigung aller derartigen Gesuche
hat.
-
Feuer
Gestern Abend um 9 Uhr wurde in Smith, Day fc Co.'ö Stahlfabrik an
Shelby Str. Feuer entdeckt, daö mit
großer Geschwindigkeit um sich griff und einen großen Schaden anrichtete,
der aber durch Versicherung gedeckt ist.
-m
Herr Albert Sah, unser
Postmeister, ist von seiner Texaöreise
gesund und wohlbehalten zurückgekehrt.
Die Staatsbeamten, welche
die Monument. Regenten" zu ernen-
nen haben, kamen gestern Nachmittag
zusammen und ernannten Gen. Jöper
N. Packard von New Albany einftimmig zum Nachfolger von Gen. Lew.
Wallace. EP" Schulsupttintendent Goß
hielt gestern Abend vor der Epworth League in der Roberts Park Kirche einen freien Vortrag über die politischen Parteien in Deutschland. Redner, der allerdings einem Deutschen nichts Neues sagte und auch nicht sagen
wollte, gab seinen Zuhörern eine lebendige Schilderung der parlamenta-
rischen Verfassung deS deutschen Rei-
cheö und der deutschen Parteien, Dinge die zum Vergleich mit den amerikanischen Einrichtungen herausfordern. Er machte auf den fundamentalen Unterschied zwischen den Begriffen Regie-
rung" dieSseitS und jenseits gebührend
aufmerksam. Die deutsche Regierung mit ihrem großen bureaukratischen
Getriebe st.'ht nicht bei Weitem so di-
rekt unter dem Einflüsse der Parteien
wie daS Government" hierzulande, wenngleich die Phrase von der Regie-
rung, die über den Parteien steht, auch
für Deutschland nur curn grano alis gilt. Herr Goß erwies sich überHaupt als guter und wai mehr sagen will als sympathischer Beobachter des deutschen StaatSlebenS. Die ReichötagSwahlen des Jahre 1893 kurz nach der ReichStagSauflösung wegen der bekannten Militärvorläge hat Redner persönlich miterlebt und die Erbitterung, mit der um eine Prinzipienfrage, bei der keine persönlichen Vortheile, Aemtchen oder sonst etwaS zu erreichen, machten auf ihn als Amerikaner einen tiefgehenden Eindruck. Die Wahlschlacht, so sagte Herr Goß, sei an tiefer Erregung der Volksseele, an Erbittertheit und oft an Fanatismus mit keiner amerikanischen Wahl zu vergleichen. 3n Deutschland sei daS Prinzip, die
ehrliche politisch? Ueberzeugung, die
Hauptsache in der Politik, während
alleS dleS in der amerikanischen Politik
gegenüber der zu erhäschenden persön
lichen Beute zur Nebensache Herabfinke.
Daher standen die politischen Parteien draußen aus einer viel höheren sittlichen
Stuse alS hier in Amerika. - ,
- Richte Dich aus" ist eine hämische
Srmahnug an Dlezenrgen, . du ganz
herunter nno, oyne Appetit und ent
muthigt. Aber die Art, in welcher Hood'S Sarsaparilla den schwachen
Körper ausbaut und guten Appetit
giebt, lst wunderbar.
Beste? gamilien -Katarrhmittel:
.Hood's yillen. .
I 11 r lU wsto JiL vsoiIIl. Jffr- ZO ' 's
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v..r.jCnniDT
NAPOiiS (MWIH6 fcO.
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